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Die
Erfindung betrifft ein vergrößerndes
optisches System, insbesondere eine vergrößernde optische Sehhilfe, wie
eine Lupe, ein Leseglas, eine Lupenbrille, eine Fernrohrbrille oder
dergleichen.
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Die
Anmeldung nimmt ausdrücklich
Bezug auf die Patentanmeldung „Vergrößerndes
optisches System, insbesondere vergrößernde optische Sehhilfe" gemäß der
DE 199 38 926.8 , auf deren
gesamten Offenbarungsgehalt sowohl einzeln als auch in Kombination
ausdrücklich
Bezug genommen wird.
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Dieser
Weiterentwicklung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gleichmäßiges Lichtbild
des zu vergrößernden
Ausschnittes zu erzeugen.
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Diese
Aufgabe wird durch die Lehre des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen des vergrößernden
optischen Systems ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis
21.
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Erfindungsgemäß ist es
vorgesehen, daß vor der
Hochleistungs-LED eine Diffusorscheibe angeordnet ist. Durch die
Diffusorscheibe wird zum einen die kleine punktförmige Lichtquelle der Hochleistungs-LED
gestreut, so daß ein
gleichmäßiges Lichtbild
auf den zu vergrößernden
Ausschnitt geschaffen wird. Zum anderen werden Farbringe vermieden,
wie sie bei der Bündelung
durch den Reflektor, der um die LED angeordnet ist, auftreten. Dadurch
wird eine bessere Ausleuchtung des zu vergrößernden Abschnittes ermöglicht.
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Die
Hochleistungs-LED kann frontseitig an einen Griff angeordnet sein,
der mit einem Lupentopf einer Lupe in Verbindung steht. Die LED
ermöglicht somit
eine optimale Ausleuchtung des vergrößerten Ausschnittes. Außerdem kann
in den Griff die Energiequelle integriert sein. Als Energiequelle
können
z. B. Batterien oder Akkus dienen, welche in ein Batteriefach des
Handgriffes eingesetzt werden.
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Die
Hochleistungs-LED kann auf einem LED-Träger derart angeordnet sein,
daß der
Abstrahlwinkel der Hochleistungs-LED schräg nach unten zur Erstreckungsebene
der Lupe angeordnet ist. Der Benutzer der Lupe wird damit einerseits
nicht geblendet und verfügt
andererseits über
einen gut ausgeleuchteten Lupenausschnitt.
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Der
LED-Träger
kann fest in einer bestimmten Neigung bezogen auf das optische Element
angeordnet sein. Damit wird insbesondere bei der Handhabung oder
einer mechanischen Einwirkung auf das optische System, z. B. einer
Rüttelbewegung oder
dergleichen, gewährleistet,
daß der
optimale Abstrahlwinkel der Hochleistungs-LED bestehen bleibt.
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Zweckmäßigerweise
kann die fest fixierte Neigung den Bedürfnissen einer ganzen Serie
von Lupentöpfen
angepaßt
sein. Es ist demnach möglich, unterschiedlich
große
Lupentöpfe
mit unterschiedlichen Vergrößerungsverhältnissen
an den Handgriff anzusetzen, ohne die Neigung des LED-Trägers ändern zu
müssen.
Eine optimale Ausleuchtung des vergrößerten Abschnittes ist stets
sichergestellt.
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Alternativ
dazu ist es jedoch auch möglich, daß der LED-Träger verschwenk-
und/oder verdrehbar hinsichtlich seines Abstrahlwinkels bezogen
auf das optische System, insbesondere die Lupe 1, angeordnet
ist. Das optische System bzw. die Lupe kann damit flexibler eingesetzt
werden, wobei auch andere Serien von Lupentöpfen an den Griff ansetzbar
sind. Die jeweils optimale Ausleuchtung des vergrößerten Ausschnittes
kann somit der Benutzer des optischen Systems individuell einstellen.
Dabei ist es vorteilhaft, wenn eine gewisse Stabilisierung der jeweiligen
Ausrichtung des LED-Trägers
bewirkt wird.
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Dazu
kann der LED-Träger
mit besonderem Vorteil auf einer in dem Handgriff angeordneten und beweglichen
Karlotte angebracht sein. Diese Anordnungsmöglichkeit basiert auf einer
relativ einfachen Konstruktion und ist daher mit nur geringen Herstellungskosten
verbunden.
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Das
von der Hochleistungs-LED ausgestrahlte Licht kann vorzugsweise
im Weiß-Blau-Lichtbereich liegen,
womit ein besonders helles Licht für eine gute Ausleuchtung des
vergrößerten Ausschnittes
geschaffen wird.
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Der
weiß-blaue
Lichtbereich ist besonders dann vorteilhaft, wenn vor der Hochleistungs-LED eine
eingefärbte
Diffusorscheibe angeordnet ist. Die Einfärbung der Diffusorscheibe dient
der Kontrastveränderung.
Je nach Anwendungsbereich und Erfordernis können dabei unterschiedlich
gefärbte
Diffusorscheiben vor die Hochleistungs-LED gesetzt werden. Dabei
ist es natürlich
auch möglich,
eine Mehrzahl von Diffusorscheiben hintereinander vor der Hochleistungs-LED
anzuordnen, um einen besonderen Kontrast des zu vergrößernden
Ausschnittes zu erzeugen.
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Die
Diffusorscheibe kann zweckmäßigerweise
lösbar
mit dem LED-Träger
verbunden sein, so daß unterschiedlich
eingefärbte
Diffusorscheiben jederzeit bei Bedarf einsetzbar sind.
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Dazu
kann die Diffusorscheibe einfach auf den LED-Träger aufgesteckt werden. Dies
stellt eine besonders einfach handhabbare und kostengünstige Verbindungsmöglichkeit
dar.
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Die
Diffusorscheibe kann auch mit dem LED-Träger über eine Rastverbindung verbunden sein,
welche den Vorteil hat, daß auch
bei mechanischen Einwirkungen eine sichere Verbindung geschaffen
ist.
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Zur
Rastverbindung kann die Diffusorscheibe Stifte aufweisen, die in korrespondierende
Ausnehmungen des LED-Trägers
eingreifen.
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Vor
der Diffusorscheibe kann noch eine Zylinderlinse gesetzt sein, mit
welcher eine beleuchtete Lesezeile erzeugt werden kann. In Kombination
mit der Diffusorscheibe kann diese Lesezeile gleichmäßig ausgeleuchtet
werden. Die beleuchtete Lesezeile bewirkt eine optische Hervorhebung
eines bestimmten Ausschnittes des vergrößerten Abschnittes.
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Der
Lupentopf kann mit dem Griff lösbar
verbunden sein, so daß auch
der Griff ohne Lupentopf z. B. als Taschenlampe verwendet werden
kann. Anstelle der Leuchtdiode kann dann auch ein ganz normaler
Reflektor mit einer übliche
Lampe angesetzt werden. Die lösbare
Verbindung von Lupentopf und Griff erleichtert außerdem die
Reparatur an dem jeweiligen Bauteil.
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Vorteilhafterweise
kann der Lupentopf mittels eines Bajonettverschlusses an den Griff
angesetzt werden bzw. mit diesem verbunden werden. Somit ist es
in einfacher Weise möglich,
den Lupentopf z. B. im Reparaturfall auszutauschen oder an den Griff
einen Lupentopf mit einem anderen Vergrößerungsverhältnis anzusetzen.
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In
einer besonderen Ausführungsform
kann an den Rahmen des Lupentopfes unten ein Neigungselement angeordnet
sein. Das Neigungselement bewirkt eine Neigung des Lupentopfes und
erlaubt damit auch eine Benutzung der Lupe mit schrägem Blickwinkel.
Es ist also für
den Benutzer nicht mehr erforderlich, sich umständlich über die Lupe zu beugen, damit
eine senkrechte Blickrichtung auf das Vergrößerungsglas sichergestellt
wird. Der Benutzer kann auch in einer bequemen Lesehaltung die Lupe verwenden.
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Das
Neigungselement kann keilförmig
ausgebildet sein und gewährleistet
somit auch eine stabile Schrägstellung
der Lupe.
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Zweckmäßigerweise
ist das Neigungselement einfach unten auf den Lupentopf aufsteckbar und
kann somit im Bedarfsfall einfach angebracht werden.
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Mit
besonderem Vorteil kann das Neigungselement jeweils um 180° gedreht
auf den Lupentopf aufgesteckt werden, so daß sich sowohl für einen Rechts-
als auch für
einen Linkshänder
(beim Linkshänder
ist der Griff auf die linke Seite orientiert) die jeweils gewünschte Neigung
vorgenommen werden kann.
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Die
Erfindung ist anhand von vorteilhaften Ausführungsbeispielen in den Zeichnungsfiguren
näher erläutert.
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Diese
zeigen:
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1 eine
Seitenansicht einer Lupe, teilweise im Schnitt;
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2 eine
stark vereinfachte Prinzipdarstellung einer Anordnungsvariante im
Bereich des LED-Trägers
im Schnitt sowie
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3a + 3b eine
Ansicht auf den Lupentopf in Blickrichtung III-III gemäß 1 mit
einem Neigungselement.
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Bezugsziffer 1 bezeichnet
eine erfindungsgemäße Lupe
in ihrer Gesamtheit. Die Lupe 1 weist eine Halterung 2 auf,
die das vergrößernde optische Element 3 trägt. Außerdem ist
ein Beleuchtungselement vorgesehen, das als Hochleistungs-LED 4 ausgebildet
ist. Die Hochleistungs-LED 4 ist mit einer Energiequelle,
insbesondere mit Batterien oder Akkus, die in dem Griff 7 angeordnet
sind, verbunden. Die Lupe 1 besteht aus einem Lupentopf 6 sowie
einem Griff 7. Der Lupentopf 6 stellt gleichzeitig
die Halterung 2 für
das optische Element 3 dar. An dem Griff 7 ist
ein Betätigungselement 12 vorgesehen,
mit welchem die Hochleistungs-LED 4 ein- und ausgeschaltet
werden kann. Eine Stütze 11 endseitig
des Griffes 7 verhindert ein Kippen der Lupe 1,
wenn diese mit ihrem Lupentopf 6 auf dem zu betrachtenden
Ausschnitt aufliegt. Vor der Hochleistungs-LED 4 ist eine Diffusorscheibe 5 angeordnet,
mit welcher die kleine punktförmige
Lichtquelle der LED gestreut wird und ein gleichmäßiges Lichtbild
auf den zu vergrößernden
Abschnitt erzeugt wird. Die Diffusorscheibe 5 verhindert
außerdem
die Bildung von Farbringen, die bei der Bündelung durch Reflektoren auftreten.
Die Hochleistungs-LED 4 ist von einem Reflektor 13 umgeben,
um das ausgestrahlte Licht zu verstärken.
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Am
Griff 7 ist frontseitig die Hochleistungs-LED 4 angeordnet.
Der Griff 7 der Lupe 1 wird somit in vorteilhafter
Weise auch für
die Befestigung der Hochleistungs-LED 4 genutzt, wobei
eine ausreichende Beleuchtung des zu betrachtenden, vergrößerten Ausschnittes
erfolgt.
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Die
Hochleistungs-LED 4 ist dabei auf einem LED-Träger 8 angeordnet.
Dabei ist der Abstrahlwinkel der Hochleistungs-LED schräg nach unten
zur Erstreckungsebene der Lupe 1 angeordnet, damit eine Beleuchtung
der zu betrachtenden Fläche
stattfindet. Der LED-Träger 8 ist
dabei fest in einer bestimmten Neigung bezogen auf die Lupe 1 bzw.
das optische Element 3 angeordnet. Durch die starre Anordnung des
geneigten LED-Trägers 8 wird
gewährleistet,
daß auch
bei der Handhabung der Lupe 1 der fest vorgegebene, optimale
Abstrahlwinkel erhalten bleibt. Dabei ist die Neigung des LED-Trägers 8 den
Bedürfnissen
einer ganzen Serie von Lupentöpfen 6 angepaßt. Der
Benutzer muß also
lediglich einen neuen Lupentopf 6 mit einer entsprechenden
Vergrößerung an den
Griff 7 ansetzen, ohne die Neigung des LED-Trägers 8 zu
verändern,
wobei jedoch stets eine optimale Ausleuchtung des vergrößerten Ausschnittes
hergestellt wird.
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Es
ist jedoch auch möglich,
daß der LED-Träger 8 verschwenk-
und/oder verdrehbar hinsichtlich seines Abstrahlwinkels bezogen
auf die Lupe 1 bzw. das optische Element 3 angeordnet
ist, um z. B. auch eine entsprechend angepaßte Ausleuchtung bei einer
anderen Serie von Lupentöpfen einzustellen.
Zur Verschwenkung und/oder Verdrehbarkeit des LED-Trägers 8 kann
dieser z. B. auf einer im Griff 7 angebrachten und beweglichen
Kalotte befestigt sein.
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Das
von der Hochleistungs-LED 4 ausgestrahlt Licht liegt vorzugsweise
im Weiß-Blau-Lichtbereich, welches
eine helle Ausleuchtung des zu betrachtenden Ausschnittes erlaubt.
Zur Kontrastveränderung
kann die Diffusorscheibe 5 eingefärbt sein. Dabei führen unterschiedliche
Farben zu unterschiedlichen Kontrastdarstellungen und dabei kann die
jeweils zweckmäßigste Diffusorscheibe 5 vom Benutzer
der Lupe 1 individuell ausgewählt werden.
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Die
Diffusorscheibe 5 ist lösbar
mit dem LED-Träger 8 verbunden,
so daß die
einfache Austauschbarkeit der Diffusorscheibe 5 ermöglicht wird. Die
Diffusorscheibe 5 kann dabei einfach auf den LED-Träger 8 aufgesteckt
werden. Um die Diffusorscheibe 5 sicher an den LED-Träger 8 anzubringen, können die
beiden Bauteile über
eine Rastverbindung verbunden sein. Dazu weist die Diffusorscheibe 5 Stifte
auf, die in korrespondierende Ausnehmungen des LED-Trägers 8 eingreifen
(in den Zeichnungsfiguren nicht dargestellt).
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Wie
aus der Prinzipdarstellung gemäß 2 hervorgeht,
kann vor der Diffusorscheibe 5 noch eine Zylinderlinse 9 angeordnet
sein, um eine beleuchtete Lesezeile zu erzeugen. Dabei ist die Zylinderlinse 9 ebenfalls
in einfacher Weise auf die Diffusorscheibe 5 aufsteckbar
oder in die Diffusorscheibe 5 integriert.
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Der
Lupentopf 6 ist mit dem Griff 7 lösbar verbunden.
Dies erleichtert zum einen die Herstellung der beiden Teile im Spritzgießverfahren.
Zum anderen ermöglicht
die lösbare
Verbindung das Ansetzen weiterer Lupentöpfe 6 mit anderen
Vergrößerungsverhältnissen.
Außerdem
kann der Handgriff 7 auch allein als Taschenlampe verwendet
werden. Der Lupentopf 6 ist dabei mittels eines Bajonettverschlusses
(in den Zeichnungsfiguren nicht näher dargestellt) mit dem Griff 7 verbindbar,
womit eine sicher haltbare und gleichzeitig schnell lösbare Verbindung geschaffen
wird.
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Eine
besonders vorteilhafte Ausführungsvariante
der Lupe 1 ist in den 3a und 3b dargestellt,
wobei der Lupentopf 6 jeweils in Blickrichtung III-III
gemäß 1a dargestellt
ist. 3a zeigt den Lupentopf 6 mit einem Neigungselement 10,
das unter den Rahmen des Lupentopfes 6 anzusetzen ist. 3b zeigt
den Lupentopf 6 mit dem angeordneten Neigungselement 10.
Das Neigungselement 10 ist keilförmig ausgebildet und einfach
unten auf den Lupentopf 6 aufgesteckt. Das angesetzte Neigungselement 10 fuhrt
dabei zu einer Schrägstellung
des Lupentopfes 6, so daß der Benutzer nicht gezwungen ist,
sich über
das optische Element 3 bzw. Lupenglas zu beugen, um den
zu vergrößernden
Ausschnitt zu sehen. Der Benutzer kann in seiner normalen Lesestellung
verbleiben und mit dem resultierenden schrägen Blickwinkel auf das optische
Element 3 bzw. auf den vergrößerten Ausschnitt gut sehen.
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Das
Neigungselement 10 ist dabei jeweils um 180° gedreht
auf den Lupentopf 6 aufsteckbar, damit die Lupe sowohl
für Rechts-
als auch für
Linkshänder
in der vorteilhaften, geneigten Stellung genutzt werden kann, wobei
der Griff 7 jeweils zur rechten bzw. zur linken Seite orientiert
ist.