DE20022925U1 - Vorrichtung zur Entfernung von Körpersteinen unter Verwendung eines intrakorporalen Lithotripters - Google Patents
Vorrichtung zur Entfernung von Körpersteinen unter Verwendung eines intrakorporalen LithotriptersInfo
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5. April 2002
intrakorporalen Lithotripters
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Entfernen von Körpersteinen unter Verwendung eines intrakorporalen Lithotripters gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Für die Entfernung von Körpersteinen aus Körperhöhlen ist es bei Überschreitung einer für einen natürlichen Abgang noch ausreichenden Steingröße regelmäßig erforderlich, die Körpersteine zunächst zu zerkleinern, wobei die Zerkleinerung in kleine, spontan abgangsfähige oder direkt aus dem Körper ausspülbare Partikel vorgenommen wird. Die Zerkleinerung der Körpersteine wird dabei durch mechanische Druck- und Zugspannungen vorgenommen, die bei der intrakorporalen Lithotripsie mit dem distalen Ende einer als Wellenleiter dienenden Metallsonde auf die Körpersteine ausgeübt werden. Solche Spannungen führen zu einem Absprengen von Fragmenten aus der Oberfläche eines Steines und bewirken schließlich dessen Zertrümmerung. Für diese Steinzertrümmerung existiert allgemein das Problem einer geeigneten Energieübertragung mit besonderer Beachtung einer Vermeidung von Nebeneffekten auf das biologische Gewebe, das für die Steinzertrümmerung daher nicht als ein Widerlager dienen sollte.
Zur Durchführung einer intrakorporalen Lithotripsie ist aus der EP 0 421 285 B1 eine Vorrichtung bekannt, bei welcher eine Metallsonde durch einen elektrisch angesteuerten Ultraschallwandler zu longitudinalen Schwingungen angeregt wird, sodaß mit dem distalen Ende der in den Arbeitskanal eines Endoskops eingesetzten Sonde die Zertrümmerung eines Körpersteins veranlaßt werden kann. Der Ultraschallwandler ist dabei mit zwei piezokeramischen Scheiben ausgebildet, die zwischen einem Reflektor und einem Horn verspannt sind. Die beiden Scheiben werden für eine periodische Schwingungsanregung der Metallsonde durch eine Schaltungsanordnung angesteuert, die aus einem spannungsgesteuerten Oszillator besteht, dessen Ausgangssignal über einen Ausgangsverstärker und einen
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Ausgangsübertrager an die beiden piezokeramischen Scheiben angeliefert wird. Die Schaltungsanordnung umfaßt daneben noch einen Phasenkomparator, der die Phasen der Ausgangsspannung und des Ausgangsstroms des Ausgangsübertragers vergleicht sowie eine Regelspannung zur Steuerung des Oszillators erzeugt. Mit einer Vorrichtung dieser Ausbildung lassen sich die Körpersteine in aller Regel zu sehr feinen Fragmenten zertrümmern, wobei für die Feinfragmente eine Partikelgröße erhalten wird, die ein meistens problemloses Absaugen durch einen axialen Hohlraum der Sonde hindurch bis hin zu ihrem proximalen Ende erlaubt, an welchem ein durch den Ultraschallwandler hindurchgeführter Sauganschluß zur Wirkung gebracht ist. Die Steinzertrümmerung mittels solcher Ultraschall-Lithotripter
ist jedoch relativ zeitaufwendig, da sich mit dem distalen Ende der rohrförmigen Metallsonde eine gewebeschonende Steinbearbeitung bei den üblichen Ultraschallfrequenzen von etwa 20 bis 25 kHz und Amplituden der Sondenspitze bis etwa 50 pm nur reichlich langsam fortführen läßt. Erschwerungen treten dabei auch auf bei einigen härteren Körpersteinen, die sich bei diesen Ultraschallfrequenzen und Amplituden der Sondenspitze nicht spontan abschaben lassen, sodaß ihre Bearbeitung entweder sehr lange dauert oder überhaupt nicht möglich ist.
ist jedoch relativ zeitaufwendig, da sich mit dem distalen Ende der rohrförmigen Metallsonde eine gewebeschonende Steinbearbeitung bei den üblichen Ultraschallfrequenzen von etwa 20 bis 25 kHz und Amplituden der Sondenspitze bis etwa 50 pm nur reichlich langsam fortführen läßt. Erschwerungen treten dabei auch auf bei einigen härteren Körpersteinen, die sich bei diesen Ultraschallfrequenzen und Amplituden der Sondenspitze nicht spontan abschaben lassen, sodaß ihre Bearbeitung entweder sehr lange dauert oder überhaupt nicht möglich ist.
Aus der EP 0 317 507 B1 ist ein Lithotripter bekannt, bei welchem das proximale Ende einer Metallsonde mit einem pneumatisch angetriebenen Schlagteil beaufschlagt wird, um mit der dadurch bereitgestellten Stoßenergie eine die Metallsonde bis hin zu ihrem distalen Ende durchlaufende Stoß- bzw. Druckwelle zu erhalten, mit welcher dann ebenfalls auf einen Körperstein mechanisch eingewirkt werden kann. Solche Stoßwellen-Lithotripter, die bei anderen Ausführungen auch einen elektrischen Antrieb des Schlagteils aufweisen können, ergeben allgemein einen relativ einfachen Geräteaufbau bei ebenfalls sehr guten Fragmentierungsleistungen auch an härteren Körpersteinen. Bei diesen Lithotriptern muß jedoch
die Steinzertrümmerung bis hin zu einer absaugfähigen Partikelgröße immer noch relativ zeitaufwendig fortgeführt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß damit unter Berücksichtigung der Vor- und Nachteile dieser bekannten Verfahren eine flexiblere Steinzertrümmerung durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit einer Vorrichtung der durch den Anspruch 1 angegebenen Ausbildung, die mit den Merkmalen der weiteren Ansprüche eine vorteilhafte Gestaltungsmöglichkeit erfährt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung, bei welcher der Ultraschallwandler zweckmäßig die bekannte Ausbildung eines piezoelektrischen Wandlers mit wenigstens zwei piezokeramischen Scheiben mit einer Anordnung zwischen einem Reflektor und einem Horn erhalten kann, ist damit für ein wahlweises Arbeiten in einem ersten Anwendungsmodus mit einer periodischen Schwingungsanregung der Metallsonde und in einem zweiten Anwendungsmodus mit einer impulsförmigen Schwingungsanregung der Metallsonde eingerichtet. Bei der periodische Schwingungsanregung wird die Metallsonde im wesentlichen wie bei den bisher bekannten Ultraschall-Lithotriptem durch die angeschlossene Schaltungsanordnung zur Ausbildung einer stehenden Welle veranlaßt, die eine sinusförmige Bewegung der Sondenspitze in axialer Richtung ergibt, sodaß für eine Steinzertrümmerung mit der Sondenspitze auf die Steinoberfläche mechanisch eingewirkt werden kann. Bei der impulsförmigen Schwingungsanregung der Metallsonde, auf deren bevorzugt vorgesehene getrennte Schaltungsanordnung mit einem einfachen Umschalter umgeschaltet werden kann, wird dagegen der Ultraschallwandler mit einem einzigen Spannungsimpuls für die Bereitstellung einer Ausgangsleistung ange-
steuert, welche die beiden piezokeramischen Scheiben plötzlich ausdehnen läßt, sodaß in der mit dem Horn verbundenen Metallsonde eine Druckwelle erzeugt wird, die an der Sondenspitze einen in den Körperstein eingeleiteten Druckimpuls erzeugt. Da ein solcher Druckimpuls eine einmalige Belastung der Metallsonde in einem relativ kleinen Zeitfenster ergibt, kann bei der impulsförmigen Schwingungsanregung der Metallsonde über die Anschlußverbindung an den piezoelektrischen Wandler eine wesentlich höhere Leistung angeliefert werden als bei der periodischen Schwingungsanregung, sodaß bei diesem Anwendungsmodus der erfindungsgemäßen Vorrichtung für die Steinzertrümmerung Ergebnisse erzielbar sind, die vergleichbar mit denjenigen bei den bekannten Stoßwellen-Lithotriptem sind.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus einem Ultraschallwandler, der als ein piezoelektrischer Wandler mit zwei piezokeramischen Scheiben 1 und 2 mit einer Anordnung zwischen einem Reflektor 3 und einem Horn 4 ausgebildet ist. Die aus diesen Bauteilen bestehende Anordnung des Ultraschallwandlers wird durch eine hohle Spannschraube 5 zusammengehalten, welche die beiden keramischen Scheiben 1, 2 und den Reflektor 3 axial durchsetzt und mit dem Horn 4 über ein Schraubgewinde 6 verschraubt ist. Mit dem Horn 4 ist andererseits eine rohrförmige Metallsonde 7 an einem Schraubansatz 8 verschraubt, sodaß sich der Hohlraum der Spannschraube 5 in dem Hohlraum der Metallsonde 7 axial fortsetzt.
Die mit der Spannschraube 5 zusammengehaltene und gegeneinander verspannte Anordnung der einzelnen Bauteile des Ultraschallwandlers ist innerhalb eines
Gehäuses 9 untergebracht. Durch eine zweiteilige Ausbildung dieses Gehäuses mit einer Teilungsebene im Bereich des Horns 4 ist dabei mit der Spannschraube 5 auch eine elastische Verspannung gegen das Gehäuse 9 erreicht, die durch elastische Stützmittel in der Ausbildung von O-Ringen 10 und einer Dichtmanschette 11 eine Abstützung erfährt. Mit der hohlen Spannschraube 5 ist ein äußerer Sauganschluß 12 verbunden, sodaß die Steinfragmente, die bei einer mit dieser Vorrichtung durchgeführten Steinzertrümmerung am distalen Ende der Metallsonde 7 anfallen, über den Hohlraum der Metallsonde 7 und den damit axial fluchtenden Hohlraum der Spannschraube 5 spontan abgesaugt werden können.
Die beiden piezokeramischen Scheiben 1, 2 sind für eine an die Metallsonde 7 weitergeleitete Schwingungserzeugung mit einer elektrischen Ansteuerung verbunden, die mit einer ersten Schaltungsanordnung 13 und einer davon getrennten zweiten Schaltungsanordnung 14 ausgebildet ist. Die Schaltungsanordnung 13 ist für eine periodische Schwingungsanregung der Metallsonde vorgesehen und ist dafür im wesentlichen mit einem spannungsgesteuerten Oszillator 15 ausgebildet, der über einen U/F-Wandler 16 und einen nachgeschalteten Verstärker 17 mit einem Impedanz-Transformator 18 verbunden ist. Der Impedanz-Transformator 18 ist mit dem U/F-Wandler 16 über einen Phasenkomparator 19 rückgekoppelt, welcher die Phasen der Ausgangsspannung und des Ausgangsstroms des Impedanz-Transformators 18 vergleicht und eine Regelspannung zur Steuerung des Oszillators 15 erzeugt, sodaß ein für die periodische Schwingunsanregung der Metallsonde 7 passendes Ausgangssignal über die Anschlußverbindung 20 an die beiden piezokeramischen Scheiben 1, 2 angeliefert wird.
Die piezokeramischen Scheiben 1, 2 sind andererseits mit der zweiten Schaltungsanordnung 14 verbunden, durch welche eine impulsförmige Schwingungsanregung der Metallsonde 7 erhalten wird. Die Schaltungsanordnung 14 besteht aus
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einer Spannungsquelle 22 und einem Kondensator 23, der in einer ersten Schaltstellung eines Umschalters 21 durch die Spannungsquelle 22 aufgeladen wird. Der Kondensator 23 wird andererseits bei einer für eine impulsförmige Schwingungsanregung der Metallsonde veranlaßten Umschaltung des Umschalters 21 in eine zweite Schaltstellung entladen, sodaß es dann also die Kondensatorladung ist, die einmalig über die Anschlußverbindung 20 an die beiden piezokeramischen Scheiben 1, 2 weitergeleitet wird. Weil für die impulsförmige Schwingungsanregung durch das Ausgangssignal der Schaltungsanordnung 14 eine wesentlich höhere Leistung an den piezoelektrischen Wandler angeliefert werden kann als mit dem Ausgangssignal der für die periodische Schwingungsanregung maßgeblichen Schaltungsanordnung 13, wird mit dieser höheren Leistung eine plötzliche Ausdehnung der beiden piezokeramischen Scheiben 1,2 erhalten, die zu einer einmaligen Druckwellenerzeugung in der Metallsonde 7 und damit zu der Abgabe eines Druckimpulses an dem distalen Ende der Sonde führt, welcher dort unmittelbar in einen für eine Zertrümmerung vorgesehenen Körperstein eingeleitet wird.
Um für die impulsförmige Schwingungsanregung der Metallsonde optimale Ergebnisse zu erhalten, sollte das Horn 4 des Ultraschallwandlers und die mit ihm verschraubte Metallsonde 7 zweckmäßig aus einem Material mit einer im wesentlichen gleichen akustischen Impedanz bestehen. Als bevorzugte Materialien kommen Edelstahl und Titan in Betracht. Weiterhin sollte das Horn 4 mit einer sich in axialer Richtung etwa auf den Querschnitt des Schraubansatzes 8 der Metallsonde 7 verjüngenden Hüllfläche in der Ausbildung einer Exponentialkurve versehen sein, wobei für die Hüllfläche aber auch andere Geometrien berücksichtigt werden können. Die mit den elastischen Mitteln 10, 11 bewirkte Abstützung des Ultraschallwandlers an dem umgebenden Gehäuse sollte derart ausgeführt sein, daß sowohl für die periodische wie auch für die impulsförmige Schwingungsanregung der Metallsonde jeweils optimale Arbeitsergebnisse erhalten werden. Für die Um-
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schaltung zwischen der periodischen und der impulsförmigen Schwingungsanregung der Metallsonde kann auch eine zu dem Umschalter 21 zusätzliche Schaltereinrichtung vorgesehen werden, die zwischen getrennten Anschlußverbindungen des Ultraschallwandlers umschaltbar ist.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Entfernen von Körpersteinen mit einem intrakorporalen Lithotripter, bestehend aus:
- einer als Wellenleiter dienenden Metallsonde (7) die für eine mit ihrem distalen Ende veranlaßte Steinzertrümmerung in den Arbeitskanal eines Endoskops eingesetzt wird;
- einem elektrisch angesteuerten Ultraschallwandler, der die Metallsonde (7) zu longitudinalen Schwingungen anregt, wobei
- der Ultraschallwandler mit wenigstens einer piezokeramischen Scheibe (1, 2) gebildet ist, die mit einer Anordnung zwischen einem Reflektor (3), und einem die Metallsonde (7) tragenden Horn (4) durch eine die Anordnung axial durchsetzende Spannschraube (5) gegeneinander verspannt sind, und
- die elektrische Ansteuerung des Ultraschallwandlers zwischen einer periodischen Schwingungsanregung und einer impulsförmigen Schwingungsanregung der Metallsonde (7) zur Erzeugung einer Druckwelle umschaltbar ist, die zur Abgabe eines einmaligen Druckimpulses an dem distalen Ende der Metallsonde führt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die impulsförmige und die periodische Schwingungsanregung der Metallsonde (7) zwei getrennte Schaltungsanordnungen (13, 14) vorgesehen sind, wobei
- eine erste Schaltungsanordnung (13) für die Steuerung der periodischen Schwingungsanregung der Metallsonde (7) mit einem spannungsgesteuerten Oszillator (15) gebildet ist, der über einen U/F-Wandler (16) und einen nachgeschalteten Verstärker (17) mit einem Impedanz-Transformator (18) verbunden ist, sowie mit einem Phasenkomparator (19), welcher zur Erzeugung einer Regelspannung für eine Steuerung des Oszillators (15) die Phasen der Ausgangsspannung und des Ausgangsstroms des Impedanz- Transformators (18) vergleicht,
- eine zweite Schaltungsanordnung (14) für die Steuerung der impulsförmigen Schwingungsanregung der Metallsonde (7) mit einer Spannungsquelle (22) und mit einem Kondensator (23) gebildet und über einen Umschalter (21) in eine Anschlußverbindung (20) mit dem Ultraschallwandler einschaltbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensator (23) der zweiten Schaltungsanordnung (14) in einer ersten Schaltstellung des Umschalters (21) durch die Spannungsquelle (22) aufgeladen wird und für die Anschlußverbindung (20) mit dem Ultraschallwandler in eine zweite Schaltstellung umschaltbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Spannschraube (5) gegenseitig verspannte Anordnung des Reflektors (3), der wenigstens einen piezokeramischen Scheibe (1, 2) und des die Metallsonde (7) tragenden Horns (4) des Ultraschallwandlers durch elastische Stützmittel (10, 11) gegen ein umgebendes Gehäuse abgestützt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Horn (4) des Ultraschallwandlers mit einer sich in axialer Richtung etwa auf dem Querschnitt eines Schraubansatzes (8) der Metallsonde (7) verjüngenden Hüllfläche in der Ausbildung einer Exponentialkurve versehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannschraube 5 hohl ausgebildet ist für den Anschluß eines äußeren Sauganschlusses (12) an eine mit dem Horn (4) des Ultraschallwandlers verschraubte und mit dem Hohlraum der Spannschraube (5) axial fluchtende rohrförmige Metallsonde (7).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallsonde (7) und das Horn (4) des Ultraschallwandlers aus einem Material mit einer im wesentlichen gleichen akustischen Impedanz bestehen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß für die Umschaltung zwischen der periodischen und der impulsförmigen Schwingungsanregung der Metallsonde (7) eine separate Schaltereinrichtung zwischen getrennten Anschlussverbindungen (20) an den Ultraschallwandler vorgesehen ist.
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| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4175567B1 (de) | 2020-07-06 | 2025-04-02 | Karl Storz SE & Co. KG | Lithotripsievorrichtung und verfahren zum testbetrieb einer lithotripsievorrichtung |
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2000
- 2000-06-15 DE DE20022925U patent/DE20022925U1/de not_active Expired - Lifetime
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4175567B1 (de) | 2020-07-06 | 2025-04-02 | Karl Storz SE & Co. KG | Lithotripsievorrichtung und verfahren zum testbetrieb einer lithotripsievorrichtung |
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Effective date: 20060419 |
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