DE20022420U1 - Konusförmiges Implantat mit Schneidkante - Google Patents
Konusförmiges Implantat mit SchneidkanteInfo
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Bremen,
1. Juni 2001
IMZ Fertigungs- und Vertriebsgesellschaft für dentale Technologie mbH
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Konusförmiges Implantat mit Schneidkante
Die Erfindung betrifft ein enossales Implantat für einen festsitzenden Zahnersatz gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei bislang bekannten Implantaten mit einem selbstschneidenden Gewinde war das Gewinde durchgängig und verlief ohne Unterbrechung über die gesamte Oberfläche des entsprechenden Bereichs. Obwohl sich diese Implantate in der Praxis durchaus bewährt haben, kann es beim Einsetzen des Implantats zu einer Kompression des Knochens kommen.
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Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Implantat gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zur Verfügung zu stellen, welches eine solche Kompression des Knochens vermeidet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein enossales Einzelzahnimplantat gemäß dem Anspruch 1. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Das erfindungsgemäße Implantat kann insbesondere entsprechend dem deutschen Patent 195 34 979, dem deutschen Patent 198 15 719, der deutschen Patentanmeldung 198 28 461.6 und/oder der deutschen Patentanmeldung 198 29 504.9 ausgebildet sein, auf die im Wege der Bezugnahme verwiesen wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen mit weiteren Einzelheiten näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Implantats,
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Implantats.
Das in Fig. 1 und 2 dargestellte Implantat ist auf seiner Außenseite mit einem selbstschneidenden Gewinde 1 versehen und weist an seinem zervikalen, also wurzelseitigen Ende einen konischen Abschnitt 2 auf, in dem sich der Kerndurchmesser des Implantats, also der Durchmesser am Gewindegrund, verbreitert. An diesen Abschnitt schließt sich in koronaler Richtung ein zylinderförmiger Abschnitt 3 an, in dem der Kerndurchmesser des Implantats gleichbleibt. Auf diesen zylindrischen Abschnitt 3 folgt in koronaler Richtung ein Verbindungsabschnitt 5, der, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, Formschlußelemente 7 zum verdrehgesicherten Halten eines Aufsatzes mit dem Zahnersatz aufweist.
Der zylinderförmige Abschnitt 3 und der konusförmige Abschnitt 1 sind gestrahlt und geätzt, können aber auch in anderer Weise, die bei Zahnimplantaten üblich ist, behandelt sein. Das
selbstschneidende Gewinde 1 erstrckt sich über den gesamten Bereich des zylinderförmigen Abschnitts 3 und einen Teil des konischen Abschnitts 2.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist in die Außenfläche des Implantats eine Nut 11 gefräst, welche das Gewinde unterbricht und sich geringfügig, etwa 1/10 mm, in den Kerndurchmesser des Implantats, also den Durchmesser am Gewindegrund, erstreckt. Die dadurch gebildete Schneidkante verläuft im konischen Bereich parallel zu der Zentralachse des Implantats und ist im zylindrischen Bereich weitergeführt, bis mindestens eine Gewindeflanke geschnitten wird.
Beim Einsetzen des Implantats setzt zuerst der zylindrische Teil 3 an und schneidet die Gewindekontur in den Knochen, bis dann, wenn die entsprechende Tiefe erreicht ist, auch der konische Bereich 2 in Eingriff kommt. Auf diese Weise wird eine Kompression des Knochens vermieden. Zahlreiche Abwandlungen der dargestellten Ausführungsform sind denkbar. Erfindungsgemäß können z.B. mehrere Schneidkanten vorgesehen sein. So können drei um 120° versetzte Schneidkanten vorgesehen sein, wobei aber auch vier oder mehr derartige Schneidkanten denkbar sind.
Die Nut 11 muß nicht notwendigerweise einer geraden Linie folgen, sondern kann auch einer Schraubenlinie folgen.
Die in der vorangehenden Beschreibung, den Ansprüchen und den Zeichnungen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschieden Ausführungsformen wesentlich sein.
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Claims (10)
1. Enossales Einzelzahnimplantat für einen festsitzenden Zahneinsatz, mit einem Grundkörper mit einer zu seinem koronalen Ende offenen Blindbohrung, einem darin formschlüssig verdrehgesichert eingreifenden Aufsatz, dessen im wesentlichen zylindrischer zervikaler Anschlußbereich im Außendurchmesser mit einem im wesentlichen zylindrischen koronalen Stirnrandbereich des Grundkörpers im wesentlichen übereinstimmt, wobei die Umfangsfläche des Anschlußbereiches und des Stirnrandbereiches im wesentlichen fugenlos und glatt aneinander anschließen und wobei der Aufsatz einen zervikalen Zentrierbund, welcher in eine am koronalen Ende des Grundkörpers vorgesehene hohlzylindrische Ringausnehmung einsetzbar ist, sowie eine weiter koronal als der Zentrierbund angeordnete, auf den koronalen Stirnrand des Grundkörpers aufsetzbare Schulter aufweist, wobei eine Verbindungseinrichtung zum verdrehgesicherten Verbinden des Aufsatzes mit dem Grundkörper dadurch gebildet ist, daß die Ringausnehmung in einem Formschlußbereich mindestens ein in Umfangsrichtung wirksames Grundkörper-Formschlußelement und der Zentrierbund mindestens ein zu dem/den Grundkörper- Formschlußelement(en) komplementäres Aufsatz-Formschlußelement aufweist, weiter zervikal als der Formschlußbereich ein Zentrierbereich der Ringausnehmung angeordnet ist, (eine) der Längsmittelachse der Ringausnehmung nächstliegende Umfangs- Führungsfläche(n) des Formschlußbereiches auf einer Zylinderfläche liegt/liegen, deren Durchmesser größer als der des Zentrierbereichs ist, das/die Aufsatz-Formschlußelement(e) weiter zervikal als die Schulter an der zylindrischen Außenwandung des Zentrierbundes in einem Formschlußabschnitt desselben vorgesehen ist/sind, die/eine radial am nächsten zur Längsmittelachse des Zentrierbundes liegende(n) Umfangsfläche(n) des Formschlußabschnittes auf einer Zylinderfläche liegt/liegen, deren Durchmesser im wesentlichen demjenigen der Zylinderfläche entspricht, auf der die der Längsmittelachse der Ringausnehmung nächstliegende(n) Umfangs-Führungsfläche(n) des Formschlußbereiches liegt/liegen, und weiter zervikal als der Formschlußabschnitt ein zylinderförmiger Zentrierabschnitt angeordnet ist, dessen Außendurchmesser im wesentlichen mit dem Innendurchmesser des Zentrierbereiches übereinstimmt, wobei das Implantat einen Abschnitt (2, 3) zum Einsetzen in den Knochen aufweist, der an seinem koronalen Ende einen größeren Durchmesser als an seinem zervikalen Ende aufweist, wobei zumindest ein Teil dieses Abschnitts mit einem selbstschneidenden Gewinde (1) an seiner Außenseite versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde (1) zumindest auf einem Teilbereich durch eine Nut (11) unterbrochen ist, so daß eine Schneidkante gebildet wird.
2. Implantat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es einen zylindrischen Abschnitt (3) aufweist, wobei in einem weiter zervikal liegenden Abschnitt (2) der Kerndurchmesser kleiner als in dem zylindrischen Abschnitt (3) ist.
3. Implantat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zylindrische Abschnitt (3) mit einem selbstschneidenden Außengewinde (1) versehen ist und sich die Nut (11) zumindest so weit in diesen zylindrischen Abschnitt (3) erstreckt, daß mindestens eine Gewindeflanke geschnitten wird.
4. Implantat nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den zylindrischen Abschnitt (3) ein konischer Abschnitt (2) anschließt.
5. Implantat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der konische Abschnitt (1) mit einem selbstschneidenden Außengewinde (1) versehen ist und die Nut (11) das Außengewinde (1) in diesem Bereich (2) zumindest teilweise durchsetzt und sich bis in den zylindrischen Bereich (3) erstreckt.
6. Implantat nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den zylindrischen Abschnitt in zervikaler Richtung ein konischer Abschnitt und an diesen konischen Abschnitt in zervikaler Richtung weiter ein zweiter, zylinderförmiger Abschnitt anschließt, wobei der Kerndurchmesser dieses zweiten zylindrischen Abschnitts kleiner als derjenige des ersten zylindrischen Abschnitts ist.
7. Implantat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (11) gerade ist und in einer Ebene liegt, welche durch die Längsachse des Implantats und eine Gerade senkrecht zu der Längsachse durch den Mittelpunkt des Implantats aufgespannt wird.
8. Implantat nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (11) die Form einer Schraubenlinie aufweist.
9. Implantat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang des Implantats mehrere Nuten, welche das Gewinde (1) unterbrechen, in Umfangsrichtung versetzt angeordnet sind.
10. Implantat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (11) in gleichen Winkelabständen angeordnet sind.
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