DE20021171U1 - Kofferaufbau für Fahrzeuge, insbesondere für Fahrzeuganhänger - Google Patents
Kofferaufbau für Fahrzeuge, insbesondere für FahrzeuganhängerInfo
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Description
Augsburg, den 8. Dezember 2000 Anw.Aktenz.: UN.4801
Unsinn Fahrzeugtechnik GmbH
Rainer Straße 23
86684 Holzheim
Kofferaufbau für Fahrzeuge, insbesondere für Fahrzeuganhänger
Die Erfindung betrifft einen Kofferaufbau für Fahrzeuge, und zwar insbesondere für Fahrzeuganhänger.
Herkömmliche Kofferaufbauten werden in Rahmen- und Plattenbauweise hergestellt, d. h. Seitenwände, Stirnwand oder Stirnwände und Dachwand sind als Platten ausgebildet, die durch senkrechte Eckprofile zur Verbindung der Seiten- und Stirnwände und horizontale Eckprofile zur Verbindung von Seiten- und Stirnwänden mit der Dachwand bzw. mit dem Boden miteinander verbunden sind, wobei die senkrechten und wagerechten Eckprofile miteinander einen tragenden Rahmen bilden, an dem die Seiten- und Stirnwände sowie die Dachwand sowie Türen befestigt sind.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine neue Konstruktion für Kofferaufbauten zu schaffen, die fertigungstechnische Vorteile bringt sowie größere gestalterische Freiheit hinsichtlich der Form des Kofferaufbaus ermöglicht .
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im Anspruch 1 angegebene Anordnung gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß sind also die beiden Seitenwände und mindestens die vordere Stirnwand aus einem Stück gefertigt und werden jeweils nach oben auf die Dachfläche gezogen und können
jeweils mit einem gesondereten Dachwandteil verbunden sein oder auch die Dachwand mindestens teilweise bilden.
Einzelheiten der Konstruktion werden unten im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Die Vorteile der Erfindung liegen darin, daß die senkrechten Eckprofile zwischen Seiten- und Stirnwänden sowie die wagerechten Eckprofile zwischen Seiten- und Stirnwänden und der Dachwand entfallen, daß dadurch rundere Formen und damit eine bessere Aerodynamik sowie auch eine schönere Optik hergestellt werden kann, wobei bei Kofferaufbauten für Anhänger über der Zugdeichsel ein Spitz geformt werden kann, und daß ohne konstruktiven Mehraufwand eine größere Freiheit im Bezug auf gestalterische Vielfalt von Formen ermöglicht wird, die sich mit wenig individuellem Aufwand realisieren lassen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen mehr im einzelnen beschrieben, in welchen zeigt:
Fig. 1 einen Grundriß eines Kofferauf
baus nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Kof
feraufbau nach der Erfindung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch den
Kofferaufbau längs der Linie
III-III in Figur 1 und Figur 2,
und
Fig. 4 eine Abwicklung des einteiligen
Seitenwand-Stirnwand-Komplexes der Anordnung nach den Figuren
bis 3.
Die Figuren 1 bis 4 zeigen einen Kofferaufbau für einen Fahr-
zeuganhänger. Die Zeichnungen sind schematisch gehalten; sie zeigen keine Einzelheiten des Anhängers und nicht dessen Fahrwerk, nicht einmal dessen Boden, sondern lediglich die Konstruktion des Kofferaufbaus.
Die Wandkonstruktion des Kofferaufbaus mit Seitenwänden und vorderer Stirnwand ist dabei praktisch einstückig aus einem einzigen zusammenhängend hergestellten Wandkörper geformt. Dieser ist in Figur 4 in der Abwicklung in eine Fläche dargestellt. Er besteht aus einem mittleren Segment 1, das die vordere Stirnwand des Kofferaufbaus bildet, und zwei damit einstückig verbundenen endständigen Segmenten 2 und 3, welche die rechte bzw. linke Seitenwand des Kofferaufbaus bilden. Die Segmente 2 und 3 sind abgebrochen dargestellt, um die zeichnerische Darstellung auf dem Blattformat zu erleichtern. Das Mittelsegment 1 und die beiden enständigen Segmente 2 und 3 weisen jeweils oben einen Ansatz auf, nämlich das Mittelsegment 1 einen Ansatz 4, und die beiden anderen Segmente 2 und 3 jeweils einen Ansatz 5 bzw. 6. Diese oberen Ansätze 4, 5 und 6 werden zu Übergangsbögen in die Dachwand geformt. Die Übergangsbereiche zwischen dem Mittelsegment 1 und den beiden anderen Segmenten 2 und 3, die in der Zeichnung nach Figur 4 durch die Lücken zwischen den oberen Ansätzen 4, 5 und 6 erkennbar sind, bilden Übergangsbögen zwischen Stirnwand und Seitenwänden des aus diesem Wandkomplex geformten Kofferaufbaus. Eine hintere Stirnwand ist nicht vorhanden, da die Rückwand des Kofferaufbaus durch Türen (nicht dargestellt) gebildet wird.
Figur 1 zeigt den Kofferaufbau im Grundriß (Schnitt I-I in Figur 3) mit dem zu einem U-artigen Wandgebilde geformten Wandkomplex nach Figur 1 mit den Segmenten 1, 2 und 3, welche die Stirnwand und die beiden Seitenwände bilden, wobei auch die Übergangsbögen 7 und 8 zwischen dem mittleren, die Stirnwand bildenden Segment 1 und den beiden anderen, die Seitenwände bildenden Segmenten 2 und 3 sichtbar sind.
Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf den Kofferaufbau, wobei
auch die jeweils nach innen gebogenen und damit Übergänge zur Dachwand bildenden oberen Ansätze 4, 5 und 6 der drei Segmente 1 , 2 und 3 dargestellt sind, und wobei eine eingesetzte Dachwand ebenfalls eingezeichnet ist. Aufgesetzte Kappen und 11 verschließen die Rundungseckbereiche jeweils im Bereich der Übergangsbögen 7 und 8 und der Dachwand 9.
Figur 3 zeigt einen Längsschnitt durch den Kofferaufbau entsprechend der Schnittlinie III-III in den Figuren 1 und 2.
In den Figuren 1 und 3 ist auch sichtbar, daß der Wandkomplex aus einer Außenhaut und einem damit verbundenen Gittergestell 12 zur Aussteifung besteht. Die Außenhaut kann aus glasfaserverstärktem Kunststoff, Aluminiumblech, Stahlblech oder Kunststoffmaterxal bestehen. Das Gittergestell kann aus Aluminium, Stahl oder Kunststoff hergestellt sein. Die Verbindung zwischen Außenhaut und Gittergestell kann beispielsweise durch Kleben oder Nieten oder Punktschweißen erfolgen, je nach den verwendeten Materialien.
Die durch das Segment 1 des Wandkomplexes gebildete vordere Stirnwand braucht nicht, wie im Ausführungsbeispiel dargestellt, geradeaus gebildet zu sein, sondern kann auch einen keilförmigen gerundeten Spitz, eine halbrunde, korbbogenförmig oder sonst gewölbte oder gestaltete Stirnwandpartie bilden .
Je nach Höhe und Breite des Kofferaufbaus ist es auch möglich, die oberen Ansätze 5 und 6 der Seitenwandsegmente so groß zu machen, daß sie miteinander nicht nur Übergänge zur Dachwand sondern gleich die Dachwand selbst bilden. Die beschriebene und dargestellte Konstruktion kann prinzipiell auch dann Anwendung finden, wenn auch eine hintere Stirnwand vorhanden ist und Türen in einer oder beiden Seitenwänden vorgesehen sind, wobei dann die Seitenwandsegmente durch Anfügen von die hintere Stirnwand bildenden Segmenten verlängert werden können.
Claims (8)
1. Kofferaufbau für Fahrzeuge, insbesondere für Fahrzeuganhänger, mit mindestens einer vorderen Stirnwand, Seitenwänden und einer Dachwand, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der die vordere Stirnwand und die Seitenwände umfassende Wandkonstruktionskomplex des Kofferaufbaus als einstückige Konstruktion mit einem die vordere Stirnwand bildenden Wandsegment (1) und mit die Seitenwände bildenden Wandsegmenten (2, 3) ausgebildet ist, die durch Übergangsbögen bildende Übergangsbereiche (7, 8) verbunden sind, und wobei mindestens die die Seitenwände bildenden Wandsegmente (2, 3) mit oben angeformten Ansätzen (5, 6) zur Bildung von Übergangsbögen zur Dachwand (12) ausgebildet sind.
2. Kofferaufbau nach Anspruch 1, wobei auch das die Stirnwand bildende Wandsegment (1) oben mit einem Ansatz (4) zur Bildung eines Übergangsbogens zur Dachwand (12) ausgebildet ist.
3. Kofferaufbau nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Wandkomplex aus einer Außenhaut und einem damit verbundenen Gittergestell ausgebildet ist.
4. Kofferaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die oberen Ansätze (5, 6) der die Seitenwände bildenden Wandsegmente (2, 3) so bemessen sind, daß sie nicht nur die Übergangsbögen zur Dachfläche sondern auch die Dachwand miteinander bilden.
5. Kofferaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die vordere Stirnwand als keilförmiger gerundeter Spitz, halbrund, polygonal oder in anderer Weise bogenförmig ausgeführt ist.
6. Kofferaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei offene Eckbereiche der Übergangsbögen zwischen dem Wandkomplex und der Dachwand (12) im Stirnwandbereich durch Füllstücke oder Kappen verschlossen sind.
7. Kofferaufbau nach Anspruch 3, wobei als Material für die Außenhaut glasfaserverstärkter Kunststoff, Aluminiumblech, Stahlblech oder Kunststoff, und als Material für das Gittergestell Aluminium, Stahl oder Kunststoff Anwendung findet.
8. Kofferaufbau nach Anspruch 3 oder 7, wobei die Verbindung von Außenhaut und Gittergestell durch Kleben, Nieten oder Punktschweißen hergestellt ist.
Priority Applications (1)
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