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DE2001835A1 - Mittel und Verfahren zur Verhinderung des Verbackens und Staubens von Duengesalzen - Google Patents

Mittel und Verfahren zur Verhinderung des Verbackens und Staubens von Duengesalzen

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Publication number
DE2001835A1
DE2001835A1 DE19702001835 DE2001835A DE2001835A1 DE 2001835 A1 DE2001835 A1 DE 2001835A1 DE 19702001835 DE19702001835 DE 19702001835 DE 2001835 A DE2001835 A DE 2001835A DE 2001835 A1 DE2001835 A1 DE 2001835A1
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DE
Germany
Prior art keywords
salts
hydrochloride
fatty
salt
agent
Prior art date
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Granted
Application number
DE19702001835
Other languages
English (en)
Other versions
DE2001835C3 (de
DE2001835B2 (de
Inventor
Guenter Bruns
Burkhard Dr Hans
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
K+S AG
Original Assignee
K+S AG
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Filing date
Publication date
Application filed by K+S AG filed Critical K+S AG
Priority to DE2001835A priority Critical patent/DE2001835C3/de
Publication of DE2001835A1 publication Critical patent/DE2001835A1/de
Publication of DE2001835B2 publication Critical patent/DE2001835B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2001835C3 publication Critical patent/DE2001835C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D1/00Fertilisers containing potassium
    • C05D1/005Fertilisers containing potassium post-treatment
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2/00Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
    • B01J2/30Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic using agents to prevent the granules sticking together; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G3/00Mixtures of one or more fertilisers with additives not having a specially fertilising activity
    • C05G3/20Mixtures of one or more fertilisers with additives not having a specially fertilising activity for preventing the fertilisers being reduced to powder; Anti-dusting additives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G3/00Mixtures of one or more fertilisers with additives not having a specially fertilising activity
    • C05G3/30Anti-agglomerating additives; Anti-solidifying additives
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Mittel und Verfahren zur Verhinderung des Verbackens und Staubens von DUngesalzen DUngesalze, besonders wenn sie ungeschützt in offenen Hallen oder im Freien gelagert werden, haben die unerwünschte Eigenschaft, zusammenzubacken. Diese Erscheinung hat ihre Ursache in der stetigen Veränderung des Feuchtigkeitsgehaltes der die Düngesalzteilchen umgebenden Luft. Bei höherem Feuchtigskeitsgehalt dieser umgebenden Luft bildet sich an der Oberfläche der Salzkristalle eine dünne Schicht von gesättigter Lösung. Vermindert sich der Feuchtigkeitsgehalt der Luft, verdampft eine entsprechende Menge Wasser aus dieser Lösung unter Rekristallisation einer entsprechenden Salzmenge. An den Stellen, an denen sich die Salzkristalle berühren, bilden sich durch diesen Vorgang kristalline Brücken aus. Durch den ständigen temperaturbedingten Wechsel der Luftfeuchtigkeit werden diese Brücken im Lauf einer längeren Lagerung so verstärkt, daß der Düngesalzhaufen vollständig verbackt und zu einer geschlossenen Masse verhirtet, die nur noch ilt starken mechanischen Werkzeugen, wie Hacken oder PreB-luftmeißel, zerkleinert werden kann.
  • In sind verschiedene Wege beschritten worden, um diesen nachteiligen Bigenschaften entgegenzuwirken.
  • So wurde beispielsweise versucht, das Verbacken durch Puderung der Düngesalzteilchen mit feingemahlenen, inerton Stoffen zu verhindern. Die auf der Oberfläche der Salzteilchen haftenden Pudermittelkörner sollten eine direkte Beruhrung der Obertlichen der Salzteilchen und somit die vorerwähnte Bildung von kristallinen BrUoken zwischen diesen Salzteilchen verhindern. Dieses Verfahren hat Jedoch den Nachteil, daß die Pudermittelteichen normalerweise nicht fest genug auf der Oberflache der DUngesalzteilchen haften. Beim Aneinanderreiben der Düngesaltzteichen, wie beispielsweise bei. Transport und bei der Handhabung, werden die Pudermittelteichen abgerieben, und die Salzteilchen können unter den eingangs geschilderten Bedingungen wieder zusammenbacken.
  • Gleichzeitig entmischen sich das Pudermatterial und die DUngesalze, so daß beim Handhaben derartig gepuderter Düngemittel, besonders beim Aufstreuen des Dungemittels, eine sehr lästige Staubentwicklung auftritt.
  • Es ist auch bereits versucht worden, durch Konditionierungsmittel, die die Düngesalteilchen mit einer dünnen, aber festen und wasserabweisenden Schicht Überziechen, ein Verbacken zu unterbinden.
  • Hierzu werden entweder niedrigschmelzende oder in gebräuchlichen Lösungsmitteln leichtlösliche Stofte, wie beispielsweise Paraffin, verwendet oder makromolekulare Stoffe, wie beispielsweise Polr-Ithylen oder Harnstoff-Formaldehyd-Kondensate. Wenn diese Konditionierungsmittel auch sehr geeignet sind, die Backtendenz der damit behandelten DUngesalze zu vermindern, so haben zie andererseits den Nachteil, daß sie aufgrund beispielsweise ihrer guten wasserabweisenden Eigenschaften die Auflösungsgeschwindigkeit der DUngemittel im Boden beeinflussen.
  • Dieser Nachteil kann durch eine andere Gruppe von Konditionierungsmitteln vermieden werden. In sind dies Salze, die sich aus aliphatischen Aminen mit 8 bis 22 C-Atomen im MolekUl und Fettsäuren bilden.
  • Diese fettsaure Salze werden in Form ihrer wäßrigen Lösung auf die Oberfläche der DUngemittelteilchen aufgebracht. Auch Gemische dieser Verbindungen mit oberflächenaktiven Storen sind erprobt worden. Schließlich ist noch ein Verfahren vorgeschlagen worden, nach dem als Konditionlerungsilttel flir Auftausalze Morpholinverbindungen verwendet werden, die am Stickstoffatom mit Kohlenwasserstoffresten substituiert sind, welche 6 bis 22 C-Atome aufweisen und als "Fettmorpholine" bezeichnet werden. Diese bekannten wasserlöslichen Konditionierungsmittel haben Jedoch nur eine begrenzte Wirkung.
  • Wie Vergleichsversuche ergeben haben, läßt die Wirkung dieser Konditionierungsmittel, die anfänglich die Backtendenz der damit behandelten Salze merklich vermindern, bereits nach kürzerer Lagerzeit schon nach, so daß mit diesen Mitteln eine sich über eine lKngere Lagerzeit erstreckende Wirkung nicht zu erreichen ist. Daher wurde nach einem Mittel gesucht, bei dessen Anwendung die Tendenz zum Verbacken der damit konditionierten DUngesalze weitgehend vermindert wird und dessen Wirkung rauch über eine längere Lagerzeit unvermindert anhält.
  • Es wurde ein Mittel gefunden, das geeignet ist, bei Dungesalzen das Verbacken und Stauben wirkungsvoll zu unterbinden. Dieses Mittel zeichnet sich dadurch aus, daß es gleichzeitig das Hydrochlorid eines Fettamins, das Hydrochlorid eines Fettmorpholins und ein anionenaktiven Netzmittel, vorzugsweise das Alkalisalz eines sulfatierten ClsKureesters, enthält. Dabei haben sich die Hydrochloride von Fettaminen und von Fettmorpholinen besonders bewährt, deren an den Stickstoff gebundener aliphatischer Rest lt) bis 18 C-Atome aufweist. Als anionenaktives Netzmittel eignet sicki besonders das Natriumsalz eines sulfatierten Ölsäurealkylesters, wie es beispielsweise unter dem Nwien "Praestabitöl" der Firma Stockhausen handelsUbllch ist. Zur Erzeugung dieses Netzmittels wird ein Olsäurealkylester so sulfatiert, daß sich an über 60/ der Doppelbindungen Sulfatgruppen anlagern, die anschließend durch Einwirkung von Natriumhydroxid oder -carbonat neutralisiert werden.
  • Pro Oewichtsteil Fettmorpolinhydrochlorid soll das erfindungsgemäße Mittel vorteilhaft von 0,3 bis 3 Gewichtsteile Fettaminhydrochlorid und von 0,1 bis 1,5 Gewichtsteile anionenaktives Netzmittel enthalten.
  • Das erfindungsgemäße Mittel wird vorteilhaft in -Form seiner wäßrigen Lösung mit den Düngesalzen vermischt oder auf diese aufgesprüht. Auch beim Aufsprühen hat es sich als günstig erwiesen, die Düngesalze in lebhafter Bewegung zu halten.
  • Hierfür haben sich wäßrige Lösungen besonders bewährt, die 0,5 bis 10 Gewichtsprozent des erfindungsgemäßen Mittels enthalten.
  • Die wäßrigen Lösungen des erfindungsgemäßen Mittels können in der Weise erzeugt werden, daß die errechneten Mengen an Talgfettamin und Talgfettmorpholin in die erforderliche Menge Wasser von etwa 600 C eingerührt werden. Dieser Mischung wird unter weiterem Rühren soviel Salzsäure zugesetzt, daß eine klare Lösung entsteht und sich darin ein pH-Wert zwischen 5 und 6 einstellt. Zum Schluß wird noch die erforderliche Menge an Netzmittel eingerührt.
  • Die Lösung kann direkt oder nach Abkühlung auf Raumtemperatur zur Behandlung von Düngesalzen eingesetzt werden. Die fertiggestellte Lösung wird dann auf die Oberfläche der Dungesalze aufgebracht, beispielsweise durch Einsprühen in einen Mischer, in dem die Düngesalze gemischt werden. Um eine optimale Antiback-Wirkung zu erzielen, sind dazu 0,05 bis 2 kg des erftndungsgemäßen Mittels pro Tonne Düngesalz erforderlich.
  • Wie die nachfolgenden Versuche zeigen, ergibt die Kombination der drei Substanzen in dem ertindungsgemäßen Mittel eine Antiback-Wirkung, die erheblich über der Wirkung der einzelnen Komponenten liegt.
  • Gleichzeitig hat das Mittel gemäß der Erfindung noch eine weitere Wirkung. Düngesalze enthalten, teilweise durch die Herstellung und teilweise durch Transport, Umlagerung usw. bedingt, normalerweise einen Anteil an sehr feinteiligem Material, das durch Zerbrechen der gröberen Bestandteile entsteht.
  • Dieses Feinmaterial verursacht, ähnlich wie der Abrieb bei gepuderten Düngesalzen, ein unangenehmes Stauben beim Handhaben der VUngesalze. Bei den DUngesalzen, die mit dem erfindungsgemäßen Konditlonierungsmittel behandelt sind, tritt dieses Stauben nicht bzw. in kaum beachtlichem Umfang auf. Durch die Behandlung mit dem erfindungsgemäßen Kittel werden alle Teilchen der salze mit einem Film der Konditionierungsmittel-Lösung überzogen. Offenbar werden die feinen Anteile der Alngesa ze dadurch auf der Oberfläche der größeren Düngesalzteilchen festgehalten.
  • Versuche Ein Weidedüngemittel aus 20 Gewichtsprozent Sylvin, 30 Gewichtsprozent Kieserit und 50 Gewichtsprozent Steinsalz wird in Jeweils einer Menge von 1 Tonne zusammengemischt und mit den angegebenen Konditionierungsmitteln versetzt. Jeder Ansatz wird dann rUr sich in einer offenen Hallc aufgeschüttet und ohne weitere Abdeckung gelagert.
    Nr. Konditionierungsmittel
    1 (unbehandelt)
    2 4 kg/t Weichparaffin
    3 5 kg/t Wasser
    200 g/t Praestabitöl
    2%ige wäßrige Lösung
    5 200 g/t Talgfettmorpholin-hydrochlorid
    2%ige wäßrige Lösung
    200 g/t Talgfettamin-hydrochorid
    2%ige wäßrige Lösung
    7 200 g!t l-lischung aus:
    40 g Talgfettamin-hydrochlorid
    100 g Talgfettmorpholin-hydrochlorid
    60 g Praestabitöl
    2%ige wäßrige Lösung
    Die erfindungsgemäße Mischung (Versuch Nr. 7) wird folgendermaßen hergestellt: 40 g Talgfettamin und 100 g Talgfettmorpholin werden in 9,8 Liter Wasser von 600 C unter kräftigem Rühren dispergiert. Dann wird unter weiterem RUhren tropfeiiweise solange konzentrierte, teclmische Salzsäure zugesetzt, bis die Mischung einen pH-Wert von 5,5 bis 6 erreicht. Schließlich werden noch 60 g Praestabitöl zugegeben und kurz eingerührt.
  • Die Beurteilung der Stärke der Backneigung bei den verschiedenen Salzhaufen geschieht in der Weise, daß mit Hilfe einer Federzugwaage die Kraft in kp gemessen wird, die erforderlich ist, um ein mit einer Spitze versehenes Stahlrohr von 14 mm Durchmesser in den Jeweiligen Salzhaufen einzustechen.
  • Dabei wurden folgende Werte gemessen:
    Mittel Nr. Kraft in kp nach einer Lagerzeit von
    22 Tagen 32 Tagen 42 Tagen
    1 9 10 12
    2 8 12 12
    3 12 12 12
    4 12 12 12
    5 10 11 11
    6 12 12 12
    7 7 6 5 - 6
    Ein weiterer Versuch ergab für eine Lagerzeit von 8 Wochen folgende Meßwerte:
    Mittel Nr. Kraft in kp
    1 18
    2 19
    3 19
    4 20
    5 10
    6 13
    7 5

Claims (3)

  1. Patentansprüche 1. Mittel zur Verhinderung des Verbakkens und Staubens von Düngesalzen, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Mittel gleichzeitig das Hydrochlorid eines Fettamins, das gydrochlorid eines Fettmorpholins und ein anionenaktives Netzmittel, vorzugsweise das Alkalisalz eines sulfatierten Ölsäureesters, enthält.
  2. 2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es pro Gewichtsteil Fettmorpholinhydrochlorid von 0,3 bis 3 Oewichtsteile Fettaminhydrochlorid und von 0,1 bis 1,5 Gewichtsteile anionenaktives Netzmittel enthält.
  3. 3. Verfahren zur Anwendung des Mittels nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet. daß das Mittel den Düngensalzes als 0,5 bis 10-gewichtsprozentige wäßrige Lösung zugemischt oder aufgesprüht wird.
DE2001835A 1970-01-16 1970-01-16 Mittel zur Verhinderung des Verbackens und Staubens von Düngesalzen Expired DE2001835C3 (de)

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DE2001835B2 DE2001835B2 (de) 1977-09-15
DE2001835C3 DE2001835C3 (de) 1978-05-11

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