DE20017092U1 - Trennscheibe zum Trockenschneiden von Hartstoffen - Google Patents
Trennscheibe zum Trockenschneiden von HartstoffenInfo
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Description
Anmelderin: Firma DRONCO AG
Titel: Trennscheibe zum Trockenschneiden von Hartstoffen
Gebrauchsmuster
Die Erfindung betrifft eine Trennscheibe zum Trockenschneiden von Hartstoffen, die als dünne Scheibe mit einem Verhältnis Durchmesser : Dicke von_>_ 100 gestaltet ist und deren gehärteter Korpus körniges Schleifmittel, Füllstoff, Versteifungsgewebe, Polymer als Feinsträume aufweisende Bindemittelmatrix und Gefügeporen aufweist.
Bei einer durch die Praxis bekannten Trennscheibe dieser Art (siehe auch Werbeblatt "Bosch-Superdünne-Trennscheibe.") ist die maximal durchführbare Zahl von standardisierten Schnitten sehr ausgeprägt vom Alter, d. h. von der Lagerzeit der Trennscheibe abhängig. Wird die Trennscheibe z. B. nach der Herstellung, mit einem Durchmesser von 125 mm und einer Dicke von 1 mm, unter normalen Umweltverhältnissen, d. h. bei für Trennscheiben üblichen Lagerbedingungen gelagert, so hat sie gleich nach der Herstellung eine Maximalschnittzahl 43 und so vermindert sie den Durchmesser nach einem Tag Lagerung bei 20 Schnitten auf 114 mm, nach 10 Tagen Lagerung bei 20 Schnitten auf 108 mm, nach 21 Tagen Lagerung bei 20 Schnitten auf 92 mm, nach 56 Tagen Lagerung bei 14 Schnitten auf 89 mm und nach 70 Tagen Lagerung schon bei 12 Schnitten auf 88 mm. Nach 70 Tagen Lagerung sind also mit dieser Schleifscheibe nur noch 12 Schnitte möglich; es liegt die Maximalschnittzahl 12 vor. Diese ausgeprägte Verminderung der Maximalschnittzahl tritt auf, obwohl sich keine wesentliche Materialänderung des Korpus, also z. B. keine beachtliche chemische Änderung des Materials des Korpus feststellen läßt.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Trennscheibe der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der auch nach längerer Lagerung eine erhöhte Maximalschnittzahl gegeben ist. Die erfindungsgemäße Trennscheibe ist, diese Aufgabe lösend, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer wasserfrei zu verarbeitenden Versiegelungssubstanz Gefügeporen und Feinsträume sperrend versiegelt ist.
Die erfindungsgemäße Trennscheibe weist aufgrund der Versiegelung auch nach längerer Lagerung bzw. Lagerzeit bei normalen Umweltverhältnissen, d. h. bei für Trennscheiben üblichen Lagerbedingungen eine beachtlich große Maximalschnittzahl auf. Wenn z. B. die weiter oben angegebene, durch die Praxis bekannte Trennscheibe versiegelt ist, so läßt sie auch nach 70 Tagen Lagerung 20 Schnitte zu, ohne den Durchmesser von 125 mm auf unter 110 mm zu verringern. Die Maximalschnittzahl liegt nach 70 Tagen Lagerung bei 41. Die Qualität der dünnen Trennscheibe ist aufgrund der Erfindung erheblich verbessert.
Unter Versiegeln wird hier ein Absperren, ein Schutzverfahren, das zumindest oberflächennahe Gefügeporen und Feinsträume verschließt, verstanden. Feinsträume sind sehr feine Hohlräume in dem Polymer der Matrix. Die Versiegelung macht luftdicht, wasserdampf dicht und auch wasserdicht. Um die erwünschte hohe Maximalschnittzahl nach längerer Lagerung zu erhalten, muß die verwendete Versiegelungssubstanz beim Versiegeln wasserfrei sein. Die Versiegelung erfolgt z. B. durch Behandeln der Trennscheibe mit einer Versiegelungssubstanz, die bei Raumtemperatur fest und bei höheren Temperaturen, z. B. 50 - 60° C flüssig ist, oder durch Penetration, z. B. Eindampfen einer Versiegelungssubstanz in die Trennscheibe. Das Versiegeln erfolgt nach dem Aushärten des Korpus.
Es ist möglich, nur die beiden großen Seitenflächen der Trennscheibe mit der Versiegelung zu versehen. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Versiegelung die Oberfläche der Trennscheibe rundum, d. h. insgesamt erfaßt. Die Versiegelung erstreckt sich also auch auf die beim Trennschneiden wirksame schmale Scheibenumfangskante und auf die schmale Aufnahmekante der mittigen Aufnahme. Diese vollständige, in sich geschlossene Versiegelung der dünnen Trennscheibe erbringt nach längerer Lagerung eine weiter erhöhte Maximalschnittzahl.
Als Versiegelungssubstanz lassen sich z. B. anorganische/organische Verbundpolymere verwenden, die jedoch teuer sind. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es aber, wenn die Versiegelungssubstanz ein Paraffin oder ein wasserfrei zu verarbeitender Lack ist. Paraffin ist ein festes oder flüssiges Gemisch gesättigter aliphatischer Kohlenwasserstoffe und Lack ist eine Kunststoff-Substanz.
Eine Versiegelung liegt z. B. vor, wenn nur Feinsträume und Gefügeporen verschlossen sind. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es jedoch, wenn im Bereich der Versiegelung an der Oberfläche der Trennscheibe ein durchgehender Film aus Versiegelungssubstanz gegeben ist. Dieser Film bzw. diese sehr dünne Schicht ergibt sich bei den meisten Versiegelungsverfahren und vereinfacht das Versiegeln.
Eine Trennscheibe ist in der Regel an einer Flächenseite mit einem Etikett versehen, das z. B. aufgeklebt ist oder ein Einbrennetikett ist. Das Versiegeln kann beim Klebetikett vor oder nach dem Anbringen des Klebetiketts erfolgen. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Trennscheibe an einer Flächenseite mit einem Einbrennetikett versehen ist und die Versiegelung von außen auf das Einbrennetikett aufgebracht ist. Auch an der mit dem Einbrennetikett versehenen Flächenseite läßt sich die Versiegelung ohne besondere Schwierigkeiten durchführen.
Die Hartstoffe, die mit der dünnen Trennscheibe trockengeschnitten werden, sind in der Regel Metalle oder Steine. Beim Trockenschneiden erhitzt sich die Trennscheibe im Schnittbereich auf 500 - 700° C. Die Trennscheibe zum Trockenschneiden sitzt mit der mittigen Aufnahme an einem Antriebsmittel und ist unter Umständen zur verbesserten Montage mit einem verstärkenden Ringgebilde versehen. Die Trennscheibe ist bei der Aufnahme entweder plan oder gekröpft.
Bei der erfindungsgemäßen Trennscheibe ist in der Regel das Schleifmittel Aluminiumoxid (Al2O3) oder Siliziumkarbid (SiC), in der Regel der Füllstoff ein Silikat, Sulfid und/oder Fluorid, das Versteifungsgewebe ein Gelege oder Gewebe aus Glasfasermaterial und das Polymer der Polymermatrix ein Phenolharzgemisch. Das Verhältnis Durchmesser : Dicke der dünnen Trennscheibe ist bevorzugt J> 110. In der Regel ist das Verhältnis Durchmesser : Dicke nicht größer als 130, bevorzugt nicht größer als 125. In der Regel ist die dünne Trennscheibe nur bis zu 1,9 mm dick, wobei sie einen Außendurchmesser bis zu 230 mm hat.
In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt und zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Trennscheibe zum Trockenschneiden von Hartstoffen und Fig. 2 einen Teil eines schematischen Schnittes der Trennscheibe gemäß Fig.l, in einem gegenüber Fig. 1 vergrößerten Maßstab.
Die dünne Trennscheibe gemäß Zeichnung ist außen kreisrund, weist mittig eine runde Aufnahme 1 auf, bildet zwei Flächenseiten 2, von denen nur eine zu sehen ist, und bildet eine Scheibenumfangskante 3 sowie eine Aufnahmekante 4. Die Trennscheibe bildet einen Korpus 5, der durch und durch Gefügeporen 6 und Feinsträume 10 aufweist, die in nicht gezeigter Weise miteinander in Verbindung stehen und an der Oberfläche des Korpus offen sind. Die Trennscheibe ist mit einer Versiegelung 7 versehen, welche an der Oberfläche einen durchgehenden, d. h. in sich geschlossenen Film 8 bildet und die zur Oberfläche des Korpus 5 hin die offenen Gefügeporen 6 und Feinsträume 10 mit einer Füllung 9 ausfüllt.
Claims (5)
1. Trennscheibe zum Trockenschneiden von Hartstoffen,
die als dünne Scheibe mit einem Verhältnis Durchmesser: Dicke von ≥ 100 gestaltet ist und
deren gehärteter Korpus körniges Schleifmittel, Füllstoff, Versteifungsgewebe, Polymer als Feinsträume bildende Bindemittelmatrix und Gefügeporen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer wasserfrei zu verarbeitenden Versiegelungssubstanz (7) Gefügeporen (6) und Feinsträume (10) sperrend versiegelt ist.
die als dünne Scheibe mit einem Verhältnis Durchmesser: Dicke von ≥ 100 gestaltet ist und
deren gehärteter Korpus körniges Schleifmittel, Füllstoff, Versteifungsgewebe, Polymer als Feinsträume bildende Bindemittelmatrix und Gefügeporen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer wasserfrei zu verarbeitenden Versiegelungssubstanz (7) Gefügeporen (6) und Feinsträume (10) sperrend versiegelt ist.
2. Trennscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Versiegelung (7) die Oberfläche der Trennscheibe rundum, d. h. insgesamt erfaßt.
3. Trennscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Versiegelungssubstanz (7) ein Paraffin oder ein Lack ist.
4. Trennscheibe nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Versiegelung (7) an der Oberfläche der Trennscheibe ein durchgehender Film (8) aus Versiegelungssubstanz gegeben ist.
5. Trennscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie an einer Flächenseite (2) mit einem Einbrennetikett versehen ist und die Versiegelung (7) von außen auf das Einbrennetikett aufgebracht ist.
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| FR2898070A1 (fr) * | 2006-03-06 | 2007-09-07 | Saint Gobain Abrasifs Tech | Meule d'ebarbage fine, utilisation de cette meule, procede et dispositif pour la fabriquer |
Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE2817569C2 (de) | 1977-05-14 | 1982-11-18 | Daichiku Co. Ltd., Kawanishi, Hyogo | Schleifwerkzeug |
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Patent Citations (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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Effective date: 20010222 |
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| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 20010130 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20031216 |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
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| R165 | Request for cancellation or ruling filed | ||
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