DE20016555U1 - Vorzelt mit aufblasbarem Gerüst - Google Patents
Vorzelt mit aufblasbarem GerüstInfo
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Description
Dr.ThomasU.Becker Rppkpr fc &Mgr;&Pgr;&Igr;&Igr;&Rgr;&Ggr; Dr. Karl-Ernst Muller
Diplomingenieur DfcJOKfcii Gf IVIUIItJI D.plom.ngenieur
European Patent Attorney Patentanwälte European Patent Attorney
Anmelderin: 22. September 2000
Autoflug GmbH & Co
Industriestraße 10
Industriestraße 10
25462 Rellingen AFG 25687 sch29
Vorzelt mit aufblasbarem Gerüst
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Vorzelt für mobile Wohneinheiten mit einem Stützgerüst und mit einer über das Stützgerüst zu spannenden Zelthaut. Derartige Vorzelte sind durch Benutzung insbesondere für Wohnwagen bzw. für Reisemobile bekannt. Bei den bekannten Vorzelten besteht das Stützgerüst aus festen Stangen, die über entsprechend vorgesehene Gelenke bzw. Verbindungen in die Form des Vorzeltes gebracht und aufgestellt werden müssen, bevor die Zelthaut über das rigide Stützgerüst gezogen und daran befestigt werden kann. Mit dem bekannten Vorzelt ist der Nachteil verbunden, daß dessen Errichtung in der Regel zwei Personen erfordert und zudem zahlreiche Handgriffe benötigt. Insbesondere durch widrige Witterungsverhältnisse, wie Regen oder Wind, kann der Aufbau des bekannten Vorzeltes zusätzlich erschwert sein.
Turmstraße 22 ■ D-4087S Elogen ■ &EEacgr;&bgr;&iacgr;&ogr;&igr;&iacgr;^&Ogr;^&Iacgr; 02/5024.0 · Telefax jJd (0)^102/2ö24 2Ö .VAT: DE 121648979
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Vorzelt der gattungsgemäßen Art zur Verfügung zu stellen, welches sich durch eine einfache Handhabung beim Aufbau und beim Abbau auszeichnet.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich einschließlich vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung aus dem Inhalt der Schutzansprüche, welche dieser Beschreibung nachgestellt sind.
Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken vor, daß das Stützgerüst als einheitliches aufblasbares Schlauchgerüst mit vertikal angeordneten Stützen und mit zwischen den Stützen sowie zwischen Stützen und der Außenhaut der zugeordneten Wohneinheit angeordneten Streben ausgebildet ist und Stützen und Streben untereinander strömungstechnisch verbunden sind, und daß das Schlauchgerüst wenigstens ein zentrales Einlaßventil, Auslaßventil sowie Überdruckventil aufweist. Mit der Erfindung ist der Vorteil verbunden, daß für die Errichtung des Vorzeltes bzw. von dessen Stützgerüst lediglich ein Lufterzeuger wie Fußpumpe, Preßlufteinheit oder elektrisches Gebläse an das zentrale Einlaßventil anzuschließen ist; auch ein Anschluß an das Abgassystem eines Kraftfahrzeuges ist denkbar. Mit der Einleitung von Luft bzw. Gas in das einheitlich ausgelegte Schlauchsystem entfaltet sich das Stützgerüst selbsttätig und vollständig, so daß das Vorzelt von einer Person ohne die Unterstützung einer Hilfsperson errichtet werden kann. Da sowohl das Stützgerüst als auch die Zelthaut aus flexiblem Material, vorzugsweise einem Gewebematerial, bestehen, sind die beiden Funktionsbestandteile des Vorzeltes in einer
gemeinsamen Verpackung unterzubringen, so daß mit der Entfaltung des Stützgerüstes auch die Zelthaut aufgespannt wird. In gleicher Weise ist die Handhabung des Vorzeltes beim Abbau einfach, indem das zentrale Ablaßventil geöffnet und das Stützgerüst mit Zelthaut eingefaltet wird.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, daß ein zentrales Ventil (13) mit Einlaßfunktion und Auslaßfunktion vorgesehen ist.
In einer ersten Ausführungsform ist das Schlauchgerüst mit seinen Stützen und Streben als Einkammergerüst ausgebildet. Alternativ kann vorgesehen sein, daß die Stützen und Streben des Schlauchgerüstes durch in ihrer Längsrichtung angeordnete Trennwände mit zwei Kammern ausgebildet sind und die jeweils ersten und die zweiten Kammern des Schlauchgerüstes untereinander strömungstechnisch in Verbindung stehen. Hiermit ist der Vorteil verbunden, daß auch bei Beschädigung einer der beiden Kammern eine eingeschränkte Weiterbenutzung des Vorzeltes möglich ist.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, daß an dem Schlauchgerüst erste Teile von Klettverschlüssen angebracht sind und die Zelthaut an den zugeordneten Stellen die jeweils anderen Teile der Klettverschlüsse aufweist. Hierdurch ist einerseits eine ausreichend feste und unverschiebliche Verbindung zwischen dem Stützgerüst und der Zelthaut gewährleistet; andererseits ist die Zelthaut von dem Stützgerüst auch in einfacher Weise abnehmbar, beispielsweise für eine Wartung oder Reparatur des Stützgerüstes bzw. der Zelthaut, und
außerdem kann die Zelthaut gegebenenfalls auch gemeinsam mit einem anderen Stützgerüst zum Einsatz kommen.
Zur Verbesserung der Standfestigkeit des Vorzeltes kann vorgesehen sein, daß die bodenseitigen freien Enden der vertikalen Stützen in auf dem Boden verankerbare Füße einstellbar sind; in ähnlicher Weise kann vorgesehen sein, daß die freien Enden der Dachstreben in die Stabilität der Anlage des Schlauchgerüstes an der Außenhaut der Wohneinheit verbessernde Endkappen einsteckbar sind. Hierbei schließt die Erfindung auch den Gedanken ein, daß die entsprechenden Füße bzw. Endkappen aus einem geeigneten, leichten Material bestehen und fest mit den zugehörigen Teilen des Schlauchgerüstes verbunden sind, so daß alle Teile, die zum Aufstellen des Vorzeltes benötigt werden, am Vorzelt vormontiert sind, so daß der Aufwand für das Aufstellen des Vorzeltes weiter reduziert ist.
Soweit die Forderung besteht, ein derartiges Vorzelt zusätzlich noch mit einem Vordach zu versehen, so kann auch dieses Vordach gemeinsam mit dem Stützgerüst verpackt und mit diesem entfaltet werden. Hierzu sieht die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel vor, daß zur Halterung eines Vordaches längs der Dachstreben Haltestangen verschiebbar geführt sind, an denen das Vordach befestigbar ist, wobei die Haltestangen in an den Streben angebrachten flexiblen Laschen geführt sein können. Im Hinblick auf die integrale Verpackung auch des Vordaches kann vorgesehen sein, daß die Haltestangen aus einem flexiblen Material bestehen.
Zweckmäßig besteht das Schlauchgerüst aus einem beidseitig beschichteten Gewebe, welches die für einen maximalen
Betriebsdruck von 0,3 Bar erforderliche Dichtigkeit aufweist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben, welches nachstehend beschrieben ist. Die einzige Figur zeigt ein Stützgerüst für ein Vorzelt in einer schematischen Darstellung in aufgeblasenem Zustand.
Das in Form eines einheitlichen, aufblasbaren Schlauchgerüstes ausgebildete Stützgerüst besteht aus vertikal angeordneten Stützen 10, und zwar bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei Eckpfosten 10a und einem Mittelpfosten 10b. Die drei Stützen 10 sind durch zwei Querstreben 11 miteinander verbunden. Von den Stützen 10 nehmen drei Dachstreben 12 ihren Ausgang, die dem Vorzelt seine hausähnliche Gestalt geben und mit ihren Enden gegen die Außenhaut der zugeordneten, nicht dargestellten mobilen Wohneinheit anliegen. In gestrichelter Darstellung ist eine zusätzliche Dachstrebe 12 a angedeutet, die bei räumlich entsprechend groß ausgelegten Vorzelten vorgesehen sein kann.
Am unteren Ende des in der Zeichnung linken Eckpfostens 10a ist ein zentrales Ventil 13 angebracht, welches sowohl eine Einlaßfunktion als auch eine Auslaßfunktion aufweist. An dem gegenüberliegenden Eckpfosten 10a befindet sich ein Überdruckventil 14. Da sämtliche Stützen 10 bzw. Streben 11, 12 untereinander in einer strömungstechnischen Verbindung stehen, wird das gesamte in der Zeichnung dargestellte Schlauchgerüst über das Einlassen von Luft oder Gas in das zentrale Ventil 13 aufgeblasen, wobei das
Überdruckventil 14 eine Überbeanspruchung der Haut des Schlauchgerüstes verhindert.
An verschiedenen, geeigneten Stellen der Stützen 10 wie auch der Querstreben 11 und Dachstreben 12 sind die einen Teile 15 von Klettverschlüssen angebracht, deren andere Teile sich an der zugeordneten Stelle einer mit dem Schlauchgerüst zu verbindenden und durch das Aufblasen des Schlauchgerüstes aufzuspannenden, nicht dargestellten Zelthaut befinden. Über die Klettverschlüsse ist die Zelthaut derart an dem Schlauchgerüst befestigt, daß die Zelthaut gemeinsam mit dem Schlauchgerüst verpackt sein kann und sich beim Aufblasen des Schlauchgerüstes entfaltet und aufspannt, ohne daß es dabei zu Verschiebungen der Zelthaut gegenüber dem Schlauchgerüst kommt.
An ihren bodenseitigen Enden sind die Stützen 10 in Füße eingesteckt, die eine Bodenlasche 17 mit einer Verankerungsöse 18 aufweisen, so daß das Schlauchgerüst an diesen Stellen mit dem Boden zu verankern ist. Ebenfalls befinden sich an den freien Enden der Dachstreben 12 jeweils Endkappen 19, mit denen das Schlauchgerüst gegen die Außenhaut der Wohneinheit anliegt, gegebenenfalls an den Endkappen 19 mit der Außenhaut der Wohneinheit befestigt ist.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel weist das sich aus der Zeichnung ergebende Vorzelt zusätzlich ein Vordach 20 auf, welches an Haltestangen befestigt ist, die ihrerseits in an den Dachstreben 12 befestigten flexiblen Laschen 23 verschiebbar angeordnet sind. An dem vorderen Ende der Haltestangen 21 verläuft ein
Spannband 23, um dem mittels des Ausziehens der Haltestangen 21 aus den Laschen 22 aufzuspannenden Vordach 20 eine Abschlußkontur zu geben. Das Vordach 20 ist bei Nichtgebrauch in das Schlauchgerüst einzuschieben und auch gemeinsam mit dem Schlauchgerüst derart verpackt, daß eine gesonderte Montage des Vordaches entfällt.
Schließlich sind im Bereich der Stützen 10 noch Halterungen 25 zur Anbringung von Abspannleinen angeordnet.
Die in der vorstehenden Beschreibung, den Schutzansprüchen und der Zeichnung offenbarten Merkmale des Gegenstandes dieser Unterlagen können einzeln als auch in beliebigen Kombinationen untereinander für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
Claims (11)
1. Vorzelt für mobile Wohneinheiten mit einem Stützgerüst und mit einer über das Stützgerüst zu spannenden Zelthaut, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützgerüst als einheitliches aufblasbares Schlauchgerüst mit vertikal angeordneten Stützen (10) und mit zwischen den Stützen (10) sowie zwischen Stützen (10) und der Außenhaut der zugeordneten Wohneinheit angeordneten Streben (11, 12) ausgebildet ist und Stützen (10) und Streben (11, 12) untereinander strömungstechnisch verbunden sind, und daß das Schlauchgerüst wenigstens ein zentrales Einlaßventil (13), Auslaßventil (13) sowie Überdruckventil (14) aufweist.
2. Vorzelt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zentrales Ventil (13) mit Einlaßfunktion und Auslaßfunktion vorgesehen ist.
3. Vorzeit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlauchgerüst mit Stützen (10) und Streben (11, 12) als Einkammergerüst ausgebildet ist.
4. Vorzeit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (10) und Streben (11, 12) des Schlauchgerüstes durch in ihrer Längsrichtung angeordnete Trennwände mit zwei Kammern ausgebildet sind und die jeweils ersten und die zweiten Kammern des Schlauchgerüstes untereinander strömungstechnisch in Verbindung stehen.
5. Vorzeit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schlauchgerüst erste Teile (15) von Klettverschlüssen angebracht sind und die Zelthaut an den zugeordneten Stellen die jeweils anderen Teile der Klettverschlüsse aufweist.
6. Vorzeit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die bodenseitigen freien Enden der vertikalen Stützen (10) in auf dem Hoden verankerbare Füße (16) einstellbar sind.
7. Vorzeit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der Dachstreben (12) in die Stabilität der Anlage des Schlauchgerüstes an der Außenhaut der Wohneinheit verbessernde Endkappen (19) einsteckbar sind.
8. Vorzeit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Halterung eines Vordaches (20) längs der Dachstreben (12) Haltestangen (21) verschiebbar geführt sind, an denen das Vordach (20) befestigbar ist.
9. Vorzeit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestangen (21) in an den Dachstreben (12) angebrachten flexiblen Laschen (22) geführt sind.
10. Vorzeit nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestangen (21) aus einem flexiblen Material bestehen.
11. Vorzeit nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlauchgerüst aus einem beidseitig beschichteten Gewebe besteht.
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