DE20015102U1 - Vorrichtung zum Verbinden von Bauteilen - Google Patents
Vorrichtung zum Verbinden von BauteilenInfo
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Description
PATENT- UND RECHTSANWÄLTE MEINKE, DABRINGHAUS UND PARTNER GbR
ZUGELASSEN BEIM EUROPÄISCHEN PATENTAMT UND GEMEINSCHAFTSMAHK ENAMT EUROPEAN PATENT AND TRADEMARK ATTORNEYS*
PATENTANWÄLTE-JULIUS MEINKE, DlPL-ING.
WALTER DABRINGHAUS, dipl-ing. JOCHEN MEINKE, dipl.-ing.
RECHTSANWALT
THOMAS MEINKE
WESTENHELLWEG 44137 DORTMUND
TELEFON (0231) 14 50 TELEFAX (0231) 14 76 / EMAIL: patent.recht@cityweb.de
POSTFACH 10 46 45
44046 DORTMUND, 29. Aug. 2000
DRESDNER BANK AG DTMD, Kto.-Nr. 1 148 047 (BLZ 440 800 50) POSTBANK DORTMUND, Kto.-Nr. 542 02-463 (BLZ 440 100 46)
83/15861 TM/A
Anmelderin: Mabeg Kreuschner GmbH & Co. KG, Ferdinand-Gabriel-Weq 10, 59494 Soest
'Vorrichtung zum Verbinden von Bauteilen'
"Vorrichtung zum Verbinden von Bauteilen"
Die Erfindung betrifft einen Bolzenverbinder zum Verbinden und kraftschlüssigem Zusammenbau von Bauteilen, insbesondere im Möbel-, Messe- und Trennwandbau.
Herkömmliche Verbindungssysteme bestehen aus einem Verbindungsbolzen und Exzentern, die eine feste Verbindung zwischen zu verbindenden Bauteilen, insbesondere Platten herstellen. Die Exzenter werden mittels Kreuzschlitzschraubendrehern, Innensechskantschlüsseln oder dergleichen gedreht. Durch eine innere Exzentrizität wird ein Anzugsweg hergestellt, der den Bolzen unter Zug setzt und die Bauteile, insbesondere Platten, aneinanderpresst. Die Exzentrizität liegt bei den bekannten Systemen im Gehäuseinneren, der Bolzen funktioniert allein als Zugstange. Er weist an seinen Enden einen Kugelkopf auf, der in das exzentrische Gehäuse eingeschoben wird. Der Anzugsweg wird ausschließlich durch die Geometrie des Gehäuses erzeugt, das den Kugelkopf umschließt.
Dies hat den Nachteil, daß das Gehäuse einen relativ großen Mindestdurchmesser aufweisen muß, um einen ausreichenden Anzugsweg herzustellen. Darüber hinaus bedingten die komplizierte Gehäuseform und die auftretenden Kräfte eine relativ große Materialstärke, die zu einem Mindestdurchmesser von 15-25 mm führt. Lediglich für ganz geringe Belastungen gibt es Gehäuse
mit einem Durchmesser von 12 mm. Derartige Leichtgehäuse neigen jedoch zum Aufbiegen und sind daher für den professionellen Einsatz nicht tauglich. Selbst Gehäuse mit 15 mm Durchmesser verbiegen bei zu starkem Anziehen und werden unbrauchbar. Dieses Verbiegen kann bereits bei Anziehen von Hand mit einem üblichen Schraubendreher auftreten.
Die größeren Durchmesser führen zu einer störenden ästhetischen Beeinflussung des jeweiligen Bauteils, insbesondere bei Möbeln.
Aufgabe der Erfindung ist es, den Gehäusedurchmesser zu minimieren, gleichzeitig hohe Zugkräfte zu übertragen und die geringstmögliche Teileanzahl zu verwenden;
Hierzu sieht die Erfindung vor, daß der Bolzen an wenigstens einem freien Ende eine kegelförmige Senkung aufweist, wobei diese wenigstens eine Seitenfläche in einem Winkel von ±45° zur Bolzenlängsachse aufweist und als Kulissenfläche mit dem ebenfalls im Winkel von ±45° abgedrehten Ende einer rechtwinklig zur Bolzenlängsachse zum Eingriff kommenden Madenschraube in der Weise zum Eingriff kommt, daß beim Eindrehen der Madenschraube der Bolzen in Bolzenlängsrichtung anziehbar ist. Die Madenschraube ist über ein metrisches Gewinde mit dem jeweiligen Bauteil verbunden. Bei ausreichend harten Werkstoffen, insbesondere Aluminium, Stahl und verschiedenen
Kunststoffen wird das metrische Gewinde direkt in das Material des Bauteils geschnitten.
Bei weicheren Materialien, wie beispielsweise Holzwerkstoffen oder weicheren Kunststoffen, wird das metrische Gewinde mittels Einschlaghülse im Bauteil eingesetzt.
Der Bolzen selbst wird in einem Winkel von ca. 45° von seinem Außendurchmesser auf minimal 2,5 mm Durchmesser rundherum abgedreht. Die zum Anzugsmoment maßgebliche Schräge ist die zur Bolzenaußenseite gelegene. Die Madenschraube wird an ihrem freien Ende ebenfalls in einem Winkel von ±45° abgedreht und greift mit diesem abgedrehten Ende in den Bolzen. Durch Drehen wird die Madenschraube in dem Bolzen zum Eingriff gebracht. Die kegelförmige Spitze der Madenschraube drückt dabei die Schräge des Bolzens zur Seite. Dadurch entsteht über die Kulissenfläche des Bolzens und der Madenschraube ein Anzugsweg, der je nach angewandter Schräge ca. 2-3 mm beträgt. Auf diese Art und Weise kann der sichtbare Durchmesser des mit dem Bolzen zusammenwirkenden weiteren Bauteils auf den Durchmesser einer Madenschraube minimiert werden und liegt dadurch weit unterhalb der bisher von Exzentergehäusen bekannten 15 - 25 mm. Gleichzeitig wird die Qualität der Verbindung erhöht, da sich die Madenschraube nicht aufbiegen kann, die Herstellungskosten werden minimiert, da eine Madenschraube erheblich preisgünstiger herzustellen ist, als ein bekanntes Exzenterge-
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häuse. Die Veränderung der kegelförmigen Senkung durch Rundumabdrehen des Bolzens um 360° erlaubt auch dem Laien ein unproblematisches Aufbauen, da die Spitze der Madenschraube rundum in die kegelförmige Senkung am Bolzen greift und somit das Zusammenbauen aller in Frage kommenden Bauteile stark erleichtert.
Zudem wird das Anzugsmoment verbessert. Die bisher bekannten Systeme, die das Anzugsmoment durch die Exzentrizität im Gehäuseinneren erzeugen, weisen aufgrund des Gehäusematerials, das in der Regel aus Zinkdruckguss besteht, nur ein begrenztes Anzugsmoment auf. Zudem wird das Anzugsmoment bei diesen bekannten Systemen direkt in Bolzenlängsachse erzeugt. Bei dem erfindungsgemäßen System wird jedoch das Anzugsmoment durch das Eindrehen der Madenschraube in ein metrisches Gewinde erzeugt. Die Drehung wird dabei in eine vertikale Kraft umgesetzt, die einen höheren Anpressdruck der Bauteile erlaubt und somit zu stabileren, kraftschlüssigen Verbindungen führt.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielhaft näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Bolzen mit kegelförmigen Senkungen an beiden freien Enden und darin eingreifenden Madenschrauben mit abgedrehten Enden,
&iacgr;:
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Bolzen gemäß Fig. 1 mit einer kegelförmigen Senkung an einem freien Ende mit darin eingreifender Madenschraube mit abgedrehtem Ende,
Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Bolzen gemäß Figur 2 in der Einbaulage zwischen zwei Möbelbauteilen,
Fig. 4 einen Bolzen gemäß Figur 1 in der Einbaulage zwischen drei Möbelbauteilen.
Ein erfindungsgemäßer, allgemein mit 1 bezeichneter Bolzen weist eine Bolzenstange 2 mit einer umlaufenden Anlagefläche 3 und freien Bolzenenden 4 auf. Im Bereich der freien Bolzenenden 4 ist eine kegelförmige Senkung 5 umlaufend abgedreht, wobei die Seitenflächen 6, 7 in einem Winkel von ±45° zur Bolzenlängsachse stehen. Wesentlich ist dabei die jeweils zum freien Ende 4 gelegene Seitenfläche 6. Diese kommt in Eingriff mit dem ebenfalls im Winkel von 45° zu deren Längsachse abgedrehten Ende 8 einer Madenschraube 9. Beim Eindrehen der Madenschraube 9 wirken die als Kulissenflächen wirkenden Außenflächen der Madenschraubenspitze 8 und der zur Bolzenaußenseite gelegenen Seitenfläche 6 der kegelförmigen Senkung 5 in der Weise zusammen, daß der Bolzen 1 entlang seiner Längsachse zur Seite gedrückt wird. Dadurch entsteht ein Anzugsweg von 2-3 mm, der die miteinander zu verbindenden Bauteile aneinanderpresst und kraftschlüssig miteinander verbindet, wie dies
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anhand der Zeichnungen 3 und 4 ohne weiteres verständlich ist. Dabei wird die Madenschraube 9 beispielsweise über ein Innensechskantgewinde 10 betätigt. Durch das Zusammenwirken der kegelförmigen Senkung 5 und der im Winkel von ±45° abgedrehten Madenschraube 9 entsteht ein hochfestes Anzugsmoment, wobei
auf diese Weise nicht nur ein einfacher Bolzen, sondern auch ein Doppelbolzen ausgestaltet sein kann. Wie insbesondere aus den Figuren 3 und 4 ersichtlich ist, ergibt sich an den einzelnen Möbelbauteilen nur ein minimal sichtbares Beschlagteil, nämlich die Kopfseite der einzudrehenden Madenschraube, die
beispielsweise eine Innensechskantschraube (Inbus®) sein kann.
auf diese Weise nicht nur ein einfacher Bolzen, sondern auch ein Doppelbolzen ausgestaltet sein kann. Wie insbesondere aus den Figuren 3 und 4 ersichtlich ist, ergibt sich an den einzelnen Möbelbauteilen nur ein minimal sichtbares Beschlagteil, nämlich die Kopfseite der einzudrehenden Madenschraube, die
beispielsweise eine Innensechskantschraube (Inbus®) sein kann.
Claims (1)
- Bolzenverbinder zum Verbinden und kraftschlüssigem Zusammenbau von Bauteilen, insbesondere im Möbel-, Messe- und Trennwandbau, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (1) an wenigstens einem freien Ende (4) eine kegelförmige Senkung (5) aufweist, wobei diese wenigstens eine Seitenfläche (6) in einem Winkel von ±45° zur Bolzenlängsachse aufweist, und als Kulissenfläche mit dem ebenfalls im Winkel von ±45° abgedrehten Ende (8) einer rechtwinkelig zur Bolzenlängsachse zum Eingriff kommenden Madenschraube (9) in der Weise zum Eingriff kommt, daß beim Eindrehen der Madenschraube (9) der Bolzen (1) in Bolzenlängsrichtung anziehbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20015102U DE20015102U1 (de) | 2000-09-01 | 2000-09-01 | Vorrichtung zum Verbinden von Bauteilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20015102U DE20015102U1 (de) | 2000-09-01 | 2000-09-01 | Vorrichtung zum Verbinden von Bauteilen |
Publications (1)
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Family
ID=7945920
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20015102U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4210456A1 (de) * | 1992-03-30 | 1993-10-07 | Helmuth Kahl | Querverbindung für Profilstäbe mittels Zuggliedern |
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