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DE202007007550U1 - Befestigungssystem zum Verbinden von Profilstäben - Google Patents

Befestigungssystem zum Verbinden von Profilstäben Download PDF

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DE202007007550U1
DE202007007550U1 DE200720007550 DE202007007550U DE202007007550U1 DE 202007007550 U1 DE202007007550 U1 DE 202007007550U1 DE 200720007550 DE200720007550 DE 200720007550 DE 202007007550 U DE202007007550 U DE 202007007550U DE 202007007550 U1 DE202007007550 U1 DE 202007007550U1
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16BDEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
    • F16B7/00Connections of rods or tubes, e.g. of non-circular section, mutually, including resilient connections
    • F16B7/18Connections of rods or tubes, e.g. of non-circular section, mutually, including resilient connections using screw-thread elements
    • F16B7/187Connections of rods or tubes, e.g. of non-circular section, mutually, including resilient connections using screw-thread elements with sliding nuts or other additional connecting members for joining profiles provided with grooves or channels

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Abstract

Befestigungssystem zum Verbinden zweier Profilstäbe (1, 2', 2''), wobei jeder der Profilstäbe (1, 2', 2'') an mindestens einer Außenseite eine parallel zur Stabachse verlaufende hinterschnittene Längsnut aufweist, wobei zumindest der erste Profilstab (1) aus Metall besteht und mit dem zweiten Profilstab (2', 2'') über einen Schraubverband befestigt ist, der eine Verbindungsschraube (3) umfasst, welche einen Schraubenkopf (8) aufweist, eine axiale Länge L1 ohne Schraubenkopf (8) besitzt, durch eine Längsbohrung (5) des lichten Innendurchmessers D2 eines mit einem Außengewinde (6) in der Längsnut des ersten Profilstabes (1) befestigten, im Wesentlichen zylindrischen ersten Widerlagerstückes (4) mit axialer Länge L2 < L1 geführt und mit einer in der Längsnut des zweiten Profilstabes (2', 2'') angeordneten Schraubenmutter (7', 7'') in der Weise verschraubt ist, dass die Verbindungsschraube (3) mit ihrem Schraubenkopf (8) an das der Schraubenmutter (7', 7'') abgewandte Ende des ersten Widerlagerstückes (4) anschlägt, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Widerlagerstück (4) ein passend...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Befestigungssystem zum Verbinden zweier Profilstäbe, wobei jeder der Profilstäbe an mindestens einer Außenseite eine parallel zur Stabachse verlaufende hinterschnittene Längsnut aufweist, wobei zumindest der erste Profilstab aus Metall besteht und mit dem zweiten Profilstab über einen Schraubverband befestigt ist, der eine Verbindungsschraube umfasst, welche einen Schraubenkopf aufweist, eine axiale Länge L1 ohne Schraubenkopf besitzt, durch eine Längsbohrung des lichten Innendurchmessers D2 eines mit einem Außengewinde in der Längsnut des ersten Profilstabes befestigten, im Wesentlichen zylindrischen ersten Widerlagerstückes mit axialer Länge L2 < L1 geführt und mit einer in der Längsnut des zweiten Profilstabes angeordneten Schraubenmutter in der Weise verschraubt ist, dass die Verbindungsschraube mit ihrem Schraubenkopf an das der Schraubenmutter abgewandte Ende des ersten Widerlagerstückes anschlägt.
  • Ein solches System ist beispielsweise bekannt aus der EP 1 589 236 B1 oder aus der EP 0 458 069 B1 .
  • Derartige Verbindungssysteme werden zum Aufbau von Gerüsten oder Gestellen aus Profilstäben, insbesondere aus Aluminiumprofilleisten, eingesetzt. Dabei wird jeweils in eine hinterschnittene Längsnut eines Profilstabes eine Schraubenmutter eingeführt, die eine entsprechend der Längsnut geformte Außenkontur aufweist und in dieser in axialer Richtung verschiebbar oder einschraubbar ist.
  • Sollen die beiden zu verbindenden Profilstäbe rechtwinklig aufeinander treffen, so dass im verbundenen Zustand der beiden Profilstäbe der erste Profilstab mit einem axialen Ende an der Außenseite der Längsnut des zweiten Profilstabes radial zu dessen Längsachse anliegt und mit diesem dann über den Schraubverband befestigt ist, wird bei der Montage die Verbindungsschraube durch die Längsbohrung des ersten Widerlagerstückes geführt und mit einer in der Längsnut des zweiten Profilstabes angeordneten Schraubenmutter in Form eines so genannten Nutensteines verschraubt. Genauer gesagt wird in das Innengewinde dieses Nutensteines, der in der Regel eine Kugelfixierung aufweist, die mit einem entsprechenden Außenprofil versehene Verbindungsschraube eingeschraubt, nachdem sie durch die hinterschnittene Längsnut des zweiten Profilstabes gesteckt wurde. Der Schraubenkopf der Verbindungsschraube schlägt am Ende des Einschraubvorgangs an das zylindrische erste Widerlagerstück an, welches zwischen dem Nutenstein und dem Schraubenkopf am Ende der Längsnut des radial an den zweiten Profilstab angesetzten ersten Profilstabes befestigt ist.
  • Um eine feste Verbindung mit dem zweiten Profilstab zu erhalten, wird nach der DE 102 00 964 A1 ein passendes Gewinde in die Längsnut des ersten Profilstabes eingeschnitten und in dieses Gewinde das erste Widerlagerstück mit seinem Außengewinde eingeschraubt.
  • Nach der Lehre der eingangs zitierten EP 0 458 069 B1 hingegen wird als erstes Widerlagerstück eine Gewindehülse mit selbst schneidendem Außengewinde und insbesondere einer Schneidkanten bildenden Querausnehmung eingeschraubt, wobei sich eben ein Gewinde in dem entsprechenden Abschnitt des ersten Profilstabes durch spanende Materialabhebung bildet. Gegenüber der DE 102 00 964 A1 werden damit die beiden Arbeitsgänge des Einschneidens eines Gewindes in den ersten Profilstab und des anschließenden Einschraubens des ersten Widerlagerstücks zu einem einzigen Arbeitsgang zusammengefügt, nämlich dem Eindrehen des ersten Widerlagerstücks mit selbst schneidendem Außengewinde.
  • Nachteilig bei dem Befestigungssystem nach der EP 0 458 069 B1 ist jedoch der relativ aufwändige Aufbau und die dadurch höheren Kosten bei der Herstellung des ersten Widerlagerstücks, da auf jeden Fall eine Querbohrung erforderlich ist, welche Schneidkanten bildet und ein Schneiden in das Metallprofil ermöglicht. Weiterhin nachteilig ist das Abtragen von Material bei diesem Schneidevorgang, wodurch einerseits die Wandung des betreffenden ersten Profilstabes in diesem Bereich geschwächt wird, andererseits das ausgeschnittene Material entfernt werden muss oder funktionsmindernd unkontrolliert in der Profilnut liegen bleibt. Außerdem müssen der äußere Kerndurchmesser des selbst schneidenden Gewindes bei dem ersten Widerlagerstück nach der EP 0 458 069 B1 sowie die dazugehörigen Gewindeflanken, um effektiv greifen und schneiden zu können, so stark ausgeprägt sein, dass beim Vorgang des Einführens des ersten Widerlagerstücks der gesamte Außendurchmesser des ersten Profilstabs in diesem Bereich ausgedehnt wird. Damit wird aufgrund dieses bekannten Aufbaus des ersten Widerlagerstücks die Stabilität des Schraubverbands insgesamt gemindert, was sich insbesondere auf den Halt unter Zug und die gegen das Ausreißen des ersten Widerlagerstücks aufzubauenden Gegenkräfte nachteilig auswirkt. Außerdem wird für das Eindrehen aufgrund des Gewindeschneidvorganges ein erheblicher Kraftaufwand erforderlich, was oft dazu führt, dass das erste Widerlagerstück nicht gerade und koaxial in den ersten Profilstab eingebracht wird, sondern mit seiner Achse am Ende unter einem Winkel zur Achse des ersten Profilstabs verläuft.
  • Die oben beschriebenen Nachteile werden bei einem Schraubverband gemäß der ebenfalls eingangs zitierten EP 1 589 236 B1 dadurch vermieden, dass das Außengewinde des ersten Widerlagerstückes als selbstformendes Gewinde ohne Schneidkanten gestaltet ist, und dass der Außendurchmesser des ersten Widerlagerstückes dem Querschnitt der hinterschnittenen Längsnut des ersten Profilstabes so angepasst ist, dass das erste Widerlagerstück beim Eindrehen in diese Längsnut durch nicht-spanende, verdichtende Materialverdrängung in der Längsnut ein Gegengewinde formt.
  • Ein Problem bleibt allerdings bei dieser – eigentlich schon ziemlich guten – Lösung noch bestehen: Wenn nämlich die beiden Profilstäbe nicht rechtwinklig zueinander, sondern in axialer Richtung fluchtend „auf Stoß" miteinander verbunden werden sollen, kann als Schraubenmutter in der hinterschnittenen Längsnut des zweiten Profilstabes nicht der oben beschriebene, in der Nut frei laufende Nutenstein verwendet werden. Vielmehr muss in diesem Fall ein anderes Element als Gegenstück für die Verbindungsschraube eingesetzt werden, welches in der Längsnut des zweiten Profilstabes nicht frei beweglich, sondern fest und starr mit dieser verbunden ist. Hierzu ist es bereits an sich bekannt, ein zweites Widerlagerstück zu verwenden, das ähnlich dem ersten Widerlagerstück hülsenförmig und mit einem Außengewinde aufgebaut ist, jedoch im Gegensatz zu den bisher verwendeten ersten Widerlagerstücken ein durchgehendes Innengewinde aufweist, in welches die Verbindungsschraube eingeschraubt werden kann.
  • Da nun aber die beiden Arten von Widerlagerstücken einander äußerlich recht ähnlich sehen, kommt es nicht selten vor, dass das – für den beabsichtigten Zweck – „falsche" Widerlagerstück in die entsprechende Längsnut des jeweiligen Profilstabes eingeschraubt wird, was hinterher nur bedingt rückgängig gemacht werden kann, da ja dann bereits eine Verformung und gegebenenfalls auch ein erheblicher Materialabtrag im Bereich der Einschraubstelle in der entsprechenden Längsnut vorliegt.
  • Ein weiteres Problem – sowohl bei rechtwinkliger Verbindung der beiden Profilstäbe als auch bei einer Anlage auf Stoß – besteht darin, dass VOR der Montage des ersten Widerlagerstückes in der Längsnut des ersten Profilstabes die später mit der Schraubenmutter in der entsprechenden Längsnut des zweiten Profilstabes zu verschraubende Verbindungsschraube durch die Längsbohrung des ersten Widerlagerstückes hindurch geführt werden muss. Ein nachträgliches Einlegen der Verbindungsschraube in die Längsnut des ersten Profilstabes ist nämlich nicht mehr möglich, weil die Verbindungsschraube mit ihrem im Normalfall relativ „dicken" Schraubenkopf nicht radial von außen durch die hinterschnittene Längsnut passen würde. Wurde also das erste Widerlagerstück OHNE vorher eingelegte Verbindungsschraube in die Längsnut des ersten Profilstabes eingeschraubt, muss das erste Widerlagerstück zwangsläufig wieder aus der Längsnut entfernt werden. Wie aber bereits oben im Zusammenhang mit dem Einführen eines „falschen" Widerlagerstückes diskutiert wurde, ist der Vorgang nur bedingt reversibel, weil die entsprechende Längsnut an der Einschraubstelle dann bereits unwiederbringlich deformiert und meistens in ihrem Gefüge mehr oder weniger stark geschwächt ist. Auf jeden Fall ist aber die durch eine solche „Nachlässigkeit" verursachte Nacharbeit recht aufwändig und unerwünscht.
  • Aus der DE 198 33 606 A1 sind stiftförmige Befestigungssysteme, insbesondere Schrauben- und Gewindestiftverbindungen bekannt, die wenigstens ein elastisches Element aufweisen, welches im Sinne einer Vormontage ein wenigstens teilweise in eine Öffnung eines Befestigungssystemteils eingeführtes Befestigungselement gegen Herausrutschen sichert, bevor die eigentliche Montage des Befestigungssystems – die Endmontage – ausgeführt wird. Das in dem Befestigungssystemteil vormontierte Befestigungselement kann also als Montageeinheit mit dem Endmontagebefestigungssystem verbunden werden. Das "elastische Element" aus DE 198 33 606 A1 kann durch Abziehen oder Anschrauben von dem Befestigungselement gelöst werden und übernimmt mithin die Funktion eines „lösbaren Fixiermittels", wie es in der EP 1 598 563 B1 für den Fall eines genau gattungsgemäßen Befestigungssystems der eingangs beschrieben Art offenbart wird. Sowohl EP 1 598 563 B1 als auch DE 198 33 606 A1 beschäftigen sich mit der Problematik einer Verliersicherung zwischen einer Schraube und einem Befestigungssystemteil (Gewindehülse oder Mutter) zur Vermeidung des Herausfallens der Schraube aus dem Befestigungssystemteil. Darüber hinaus sind auch aus vielen weiteren Druckschriften – beispielsweise aus DE 195 34 034 A1 , DE 195 23 932 A1 oder EP 1 061 272 A1 – Systeme bekannt, bei denen Schrauben über lösbare Fixiermittel vormontiert sind.
  • Als nachteilig bei allen diesen bekannten vormontierten Einheiten erweist sich die zwangsläufige Verwendung eines lösbaren Fixiermittels als gesondertes Element. Letzteres ist zum einen ein unerwünschter Kostenfaktor, weil das Element eigens beschafft und zwischen Verbindungsschraube und Widerlagerstück montiert werden muss. Wird die Vormontage des lösbaren Fixiermittels vergessen, wird wiederum der gewünschte Effekt einer unverlierbar vormontierten Einheit von Verbindungsschraube und Widerlagerstück nicht erzielt. Zum anderen sind viele der vorgeschlagenen Lösungen auch deswegen problematisch, weil das lösbare Fixiermittel mit einem gewissen Kraftaufwand beim Einschrauben der Verbindungsschraube in die Schraubenmutter „gelöst" – also in der Regel durchbrochen – werden muss. Falls das Fixiermittel – aus welchen Gründen auch immer – zu fest zwischen Verbindungsschraube und Widerlagerstück sitzt, ist der weitere Montagevorgang blockiert oder es muss eine viel zu hohe „Lösekraft" aufgewendet werden, was wiederum zu Beschädigungen an anderen Stellen des Befestigungssystems führen kann. Drittens schließlich bestehen die meisten bekannten „lösbaren Fixiermittel" aus Kunststoff-Klemmteilen, die in irgendeiner Form nach Gebrauch wieder entsorgt werden müssen.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, ein gattungsgemäßes Befestigungssystem mit den eingangs beschriebenen Merkmalen mit möglichst einfachen Mitteln dahin gehend zu verbessern, dass die oben beschriebenen Nachteile beim Einfügen einer Schraubenmutter der „falschen Art" in Längsnut des zweiten Profilstabes sowie beim Vergessen des Einlegens der Verbindungsschraube in das erste Widerlagerstück vor dessen Fixierung in der Längsnut des ersten Profilstabes vermieden werden, ohne sich jedoch damit die weiteren, oben geschilderten Nachteile der Verwendung von „lösbaren Fixiermitteln" einzuhandeln.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe auf ebenso überraschend einfache wie wirkungsvolle Art und Weise dadurch gelöst, dass das erste Widerlagerstück ein passend zum Außengewinde der Verbindungsschraube gewähltes Innengewinde mit axialer Länge l2 ≤ L2 und einem lichten Innendurchmesser d2 ≤ D2 aufweist, und dass die Verbindungsschraube zwischen ihrem Schraubenkopf und ihrem Außengewinde einen gewindefreien Schaftabschnitt mit axialer Länge l1 > l2 und maximalem Außendurchmesser d1 < d2 aufweist.
  • Auf diese Weise können einerseits bei einer Montage der beiden zu verbindenden Profilstäbe auf Stoß für das erste Widerlagerstück und die Schraubenmutter die gleichen Teile, nämlich jeweils die erfindungsgemäß vorgeschlagene Gewindehülse mit Innengewinde, eingesetzt werden, ohne dass es noch zu Verwechslungen der Teile kommen kann, wobei dieses spezielle Widerlagerstück ohne weiteres auch zur radialen Montage des ersten Profilstabes am zweiten verwendbar ist. Andererseits wird durch einfaches Einschrauben der Verbindungsschraube in das Innengewinde des ersten Widerlagerstückes eine Montageeinheit erhalten, ohne dass es dazu eines weiteren Elementes in Form eines „lösbaren Fixiermittels" bedarf.
  • Besonders bevorzugt sind Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Befestigungssystems, bei denen die axiale Länge l2 des Innengewindes des ersten Widerlagerstücks kleiner oder gleich einem Drittel der axialen Gesamtlänge L2 des ersten Widerlagerstücks ist. Dann kann die Länge l1 des gewindefreien Schaftabschnitts, die ja im Extremfall bei einem durchgehenden Innengewinde (l2 = L2) sogar größer als die Gesamtlänge L2 des ersten Widerlagerstückes sein müsste, entsprechend kleiner gewählt werden, was letztlich auch die Gesamtlänge L1 der Verbindungsschraube (ohne Schraubenkopf) reduziert und damit deren Handlichkeit und Handhabbarkeit erhöht.
  • In der Regel wird es ausreichen, wenn das Innengewinde des ersten Widerlagerstücks maximal 5, vorzugsweise sogar weniger als 5 volle Gewindegänge enthält.
  • Bei Widerlagerstücken mit nicht durchgehendem Innengewinde kann die Vormontage von Verbindungsschraube und Widerlagerstück dadurch sichergestellt werden, dass der lichte Innendurchmesser d2 des Innengewindes kleiner ist als der lichte Innendurchmesser D2 der Längsbohrung des ersten Widerlagerstückes, so dass die Verbindungsschraube nach dem Durchschrauben durch das Innengewinde des Widerlagerstückes dann bequem durch den gewindefreien Teil der Längsbohrung des Widerlagerstückes geschoben werden kann.
  • Das Einsetzen des ersten Widerlagerstückes wird bei weiteren bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung dadurch erleichtert, dass das erste Widerlagerstück an seinem der Schraubenmutter abgewandten Ende eine sternförmige Aussparung zur Aufnahme eines Torx® Antriebs für die Montage des ersten Widerlagerstückes in der Längsnut des ersten Profilstabes aufweist.
  • Bei Widerlagerstücken mit nicht durchgehendem Innengewinde muss dann die sternförmige Aussparung an dem dem Innengewinde gegenüberliegenden Ende des ersten Widerlagerstücks vorgesehen sein.
  • Besonders bevorzugt ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der das erste Widerlagerstück an seinem der Schraubenmutter abgewandten Ende über eine axiale Länge l, die zwischen 5% und 30%, vorzugsweise etwa 20% der Gesamtlänge L des ersten Widerlagerstückes beträgt, kein Außengewinde trägt. Dieser gewindefreie Teil des hülsenförmigen Widerlagerstücks kann beim Einführen des ersten Widerlagerstücks in die Längsnut des Profilstabs als Zentrierdorn eingesetzt werden, was eine exakte achszentrierte Längsführung erleichtert.
  • Bei Weiterbildungen dieser Ausführungsform, die wiederum ein erstes Widerlagerstück mit nicht durchgehendem Innengewinde aufweisen, ist es vorteilhaft, wenn der Abschnitt, an dem das erste Widerlagerstück kein Außengewinde trägt, an dem Ende des ersten Widerlagerstücks angeordnet ist, an dem auch das Innengewinde vorgesehen ist, damit die Funktion des außengewindefreien Abschnitts als „Einführungspilot" genutzt werden kann.
  • In der Praxis haben sich geometrische Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Befestigungssystems als günstig erwiesen, bei denen die axiale Länge l1 des gewindefreien Schaftabschnitts der Verbindungsschraube ungefähr zwei Drittel der Gesamtlänge L1 der Verbindungsschraube ohne Schraubenkopf beträgt.
  • Um einen festen Halt des Schraubverbands Verbindungsschraube-Schraubenmutter zu gewährleisten, umfasst bei bevorzugten Weiterbildungen dieser Ausführungsformen das Außengewinde der Verbindungsschraube mindestens 5, vorzugsweise etwa 10 Gewindegänge.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Befestigungssystems zeichnet sich dadurch aus, dass die Verbindungsschraube an ihrem dem Schraubenkopf gegenüber liegenden axialen Ende eine Bohrspitze oder einen Dorn aufweist. Die Bohrspitze bohrt sich beim Anziehen der Verbindungsschraube in den Nutgrund des zweiten Profilstabes und sichert zusätzlich gegen Verrutschen bei Schubbelastung. Weiter kann damit eine elektrische Leitfähigkeit hergestellt werden, weil durch die Bohrspitze die meistens bei Aluminium-Profilstäben vorhandene Eloxalschicht zerstört wird.
  • Bei einer ersten Klasse von erfindungsgemäßen Befestigungssystemen liegt der erste Profilstab im verbundenen Zustand der beiden Profilstäbe mit einem axialen Ende auf Stoß an einem axialen Ende des zweiten Profilstabes an, wobei die Längsnut des zweiten Profilstabes koaxial zur Längsnut des ersten Profilstabes angeordnet ist: Hier ist vorzugsweise die Schraubenmutter als zweites Widerlagerstück mit Außen- und Innengewinde ausgeführt.
  • Besonders bevorzugte Weiterbildungen dieser Ausführungsformen zeichnen sich dadurch aus, dass die Schraubenmutter exakt denselben Aufbau aufweist wie das erste Widerlagerstück und somit nur ein einziges Element für beide Funktionen vorgehalten werden muss.
  • Bei einer alternativen Klasse von erfindungsgemäßen Befestigungssystemen liegt der erste Profilstab im verbundenen Zustand der beiden Profilstäbe mit einem axialen Ende an der Außenseite der Längsnut des zweiten Profilstabes radial zu dessen Längsachse an. Hier ist die Schraubenmutter bevorzugt als Nutenstein ausgeführt.
  • Vorteilhaft sind auch Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Befestigungssystems, bei denen der Schraubenkopf der Verbindungsschraube einen Sechskantförmigen Hohlraum zur Betätigung der Verbindungsschraube – beispielsweise mit einem Imbuswerkzeug – aufweist.
  • Bei weiteren besonders bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist entweder das Außengewinde des ersten Widerlagerstücks ein Rechtsgewinde und das Außengewinde der Verbindungsschraube sowie das Gewinde der Schraubenmutter jeweils ein Linksgewinde, oder umgekehrt ist das Außengewinde des ersten Widerlagerstücks ein Linksgewinde und das Außengewinde der Verbindungsschraube sowie das Gewinde der Schraubenmutter jeweils ein Rechtsgewinde. Dadurch wird ein unbeabsichtigtes Herausdrehen des ersten Widerlagerstücks aus der Längsnut des ersten Profilstabes oder eines evtl. eingesetzten zweiten Widerlagerstücks aus der Längsnut des zweiten Profilstabes beim Anziehen der Verbindungsschraube in die Schraubenmutter zuverlässig verhindert.
  • Eine ganz besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Außengewinde des ersten Widerlagerstückes als selbst formendes Gewinde ohne Schneidkanten gestaltet ist, und dass der Außendurchmesser des ersten Widerlagerstückes dem Querschnitt der hinterschnittenen Längsnut des ersten Profilstabes so angepasst ist, dass das erste Widerlagerstück beim Eindrehen in diese Längsnut durch nicht-spanende, verdichtende Materialverdrängung in der Längsnut ein Gegengewinde formt. Die Verwendung eines selbstformenden Gewindes bei Widerlagerstücken in gattungsgemäßen Befestigungssystemen ist, wie oben beschrieben, bereits aus der eingangs zitierten EP 1 589 236 B1 an sich bekannt. Aufgrund des Einsatzes eines formenden anstelle eines selbst schneidenden Gewindes wird das aufwändige Anbringen einer Querausnehmung zur Ausbildung von Schneidkanten im ersten Widerlagerstück überflüssig. Außerdem wird nunmehr der Gewindeabschnitt für das erste Widerlagerstück nicht spanend und unter Materialabtrag geschnitten, sondern durch lokale verdichtende Materialverdrängung in der Längsnut eingeformt. Dadurch wird eine Verbindung mit deutlich gesteigerter Festigkeit des Profilstabs in diesem Bereich erzeugt, da die Bearbeitung drückend und nicht spanend erfolgt. Außerdem wird durch den bei einer selbst formenden Hülse geringeren Kerndurchmesser des Außengewindes viel weniger Druck auf die Innenseiten der Längsnut ausgeübt, sodass sich der Profilstab in diesem Bereich erheblich weniger in radialer Richtung ausdehnt und somit eine größere Festigkeit behält.
  • Bei Teilen aus thermoplastischen Kunststoffen ist der Einsatz von selbstformenden Schrauben an sich bekannt (siehe beispielsweise die Firmendruckschrift „ATI 1114 d, e" mit dem Titel „Selbstformende Schrauben für thermoplastische Kunststoffe" der Firma Bayer AG aus dem Jahre 1997).
  • Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Befestigungssystems, bei der das Außengewinde des ersten Widerlagerstückes ein einsatzgehärtetes Walzgewinde ist. Damit können besonders gute Ergebnisse beim Einformen des Gewindes in der Längsnut des Profilstabs erreicht werden.
  • Um eine besonders große Schraubengröße für den Schraubverband benutzen zu können, wird bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung das Verhältnis des Außendurchmessers des ersten Widerlagerstückes zum Durchmesser seiner Längsbohrung kleiner als 1,5, vorzugsweise ungefähr 1,45 gewählt. Wie oben erwähnt, kann im Gegensatz zu einem selbst schneidenden Außengewinde ein selbst formendes Außengewinde mit erheblich geringeren radialen Ausmaßen hergestellt werden, wodurch die Längsbohrung auch einen viel größeren Durchmesser aufweisen kann. Dieses wiederum ermöglicht den Einsatz von Verbindungsschrauben eines größeren Durchmessers, was im Endeffekt die Festigkeit des Schraubverbandes in nicht-linearer Weise ganz erheblich erhöht.
  • Daher ist auch eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Befestigungssystems bevorzugt, bei der das Außengewinde des ersten Widerlagerstückes ein Verhältnis von Außendurchmesser zu Kerndurchmesser < 1,2, vorzugsweise ungefähr 1,1 aufweist. Neben der Möglichkeit zur Schaffung einer Längsbohrung mit größerem Durchmesser wird hierdurch auch Material und Gewicht am ersten Widerlagerstück eingespart, ohne dass die für die Erfindung wesentlichen Funktionen, insbesondere das verdichtende Anformen eines Gewindes im Profilstab, beeinträchtigt würden.
  • Vorteilhaft ist auch eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die Gewindegänge des Außengewindes des ersten Widerlagerstückes eine Flankensteilheit von mindestens 50%, vorzugsweise etwa 60% aufweisen. Hierdurch wird einerseits eine äußerst exakte Längsführung in der Achse des Nutkanals erreicht, wodurch ein gleichmäßig exaktes und achszentriertes Gewinde geformt wird, andererseits wird lokal eine sehr hohe Verdichtung des bei der Materialverformung verdrängten Metalls im Bereich des anzuformenden Gewindes erzielt.
  • Zum besseren Zentrieren des ersten Widerlagerstücks bei seiner Montage ist bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass das erste Widerlagerstück sich von seinem der Schraubenmutter zugewandten Ende zu seinem der Schraubenmutter abgewandten Ende hin konisch verjüngt, vorzugsweise mit einer Konizität von etwa 0,1.
  • Vorteilhaft weist das Außengewinde des ersten Widerlagerstückes zwischen 5 und 10, vorzugsweise etwa 8 Gewindegänge pro Zentimeter axialer Länge auf. In diesem Bereich lassen sich die besten Ergebnisse beim Anformen des gewünschten Gewindes in der Längsnut des Profilstabs erzielen.
  • Bevorzugt wird zumindest der erste Profilstab des erfindungsgemäßen Befestigungssystems, in dessen Längsnut mit dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen ersten Widerlagerstück ein Gewinde eingeschnitten oder besser noch eingeformt werden soll, aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehen. Das erste Widerlagerstück selbst kann aus Stahl, vorzugsweise getempertem bzw. angelassenem Stahl, aufgebaut sein.
  • Um eine größere Dehnung des ersten Widerlagerstückes beim Eindrehen in die Längsnut des ersten Profilstabes aufgrund von Reibungswärme zu vermeiden, wird bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung das Außengewinde des ersten Widerlagerstückes vor dem Eindrehen mit einer geeigneten Gleitbeschichtung versehen. Dadurch können die Eindrehkräfte relativ gering gehalten und ein Spanen beim Eindrehen des ersten Widerlagerstückes sicher verhindert werden. Typischerweise wird die Gleitbeschichtung auf der Basis von Öl, insbesondere dem im Handel unter dem Markennamen OKS 1300® erhältlichen Silikon freien Gleitöl aufgebaut sein. Für besondere Anwendungen kann die Gleitbeschichtung aber auch auf der Basis von Graphit und/oder MbS2 und/oder Silikon aufgebaut sein. Die Gleitbeschichtung wird entweder vor dem Eindrehen des ersten Widerlagerstückes auf das Außengewinde aufgesprüht oder mittels Tauchbeschichtung aufgebracht.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Befestigungssystems ist das Außengewinde des ersten Widerlagerstückes als „Self-Lock"-Gewinde ausgeführt. Diese Gewindeart bietet eine Sicherung gegen unbeabsichtigtes Herausdrehen des ersten Widerlagerstückes aus dem ersten Profilstab.
  • Bevorzugt ist auch eine Ausführungsform der Erfindung, bei der zwischen dem Schraubenkopf der Verbindungsschraube und dem ersten Widerlagerstück eine Federscheibe angeordnet ist. Auch dadurch kann ein unbeabsichtigtes Herausdrehen des ersten Widerlagerstückes aus der Profilnut beim Anzug der Verbindungsschraube verhindert werden. Außerdem wird die Verbindung auf diese Weise auch bei starken Vibrationen nicht gelöst.
  • Eine vorteilhafte Weiterbildung dieser Ausführungsform schließlich zeichnet sich dadurch aus, dass die Verbindungsschraube eine M8-Schraube, vorzugsweise mit einer Länge zwischen 30 und 50mm, insbesondere 40mm, ist, und dass die Federscheibe einen Innendurchmesser zwischen 8,0 und 8,3mm, vorzugsweise 8,1mm, einen Außendurchmesser zwischen 9,8 und 10,3mm, vorzugsweise 9,9mm, sowie eine Scheibendicke zwischen 0,1 und 2,0mm, vorzugsweise 1,0mm aufweist.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, sowie aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein.
  • In der schematischen Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, welche in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert werden.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische, halbgeschnittene Seitenansicht auf einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Befestigungssystems mit „auf Stoß" aneinander liegenden Profilstäben;
  • 2 eine schematische, halbgeschnittene Seitenansicht auf einer zweiten Ausführungsform mit rechtwinklig auf den zweiten Profilstab auftreffendem ersten Profilstab;
  • 3a einen schematischen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäß modifiziertes Widerlagerstück;
  • 3b eine Draufsicht auf das Widerlagerstück nach 3a; und
  • 4 einen schematischen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäß modifizierte Verbindungsschraube.
  • Die in 1 gezeigte Ausführungsform einer ersten Klasse von erfindungsgemäßen Befestigungssystemen umfasst jeweils einen ersten Profilstab 1 aus Metall, insbesondere Aluminium, der mit einer parallel zur Stabachse verlaufenden hinterschnittenen Längsnut ausgeführt ist. Der erste Profilstab 1 trifft koaxial („auf Stoß") auf einen in dieser Ausführungsform gleichartig aufgebauten zweiten Profilstab 2' und ist mit diesem über einen Schraubverband befestigt, welcher eine Verbindungsschraube 3 umfasst, die durch eine Längsbohrung 5 eines im Wesentlichen zylindrischen ersten Widerlagerstückes 4 mit Außengewinde 6 geführt und mit einer in diesem Ausführungsbeispiel als zweites Widerlagerstück ausgeführten Schraubenmutter 7' verschraubt ist, welche ihrerseits in der Längsnut des zweiten Profilstabes 2' verankert, genauer gesagt ebenfalls verschraubt ist. Dabei schlägt der Schraubenkopf 8 der Verbindungsschraube 3 gegen das der Schraubenmutter 7' abgewandte Ende des ersten Widerlagerstückes 4, welches wiederum – auch durch Verschraubung – fest in der Längsnut des ersten Profilstabes 1 verankert ist.
  • 2 zeigt eine Ausführungsform einer alternativen Klasse von erfindungsgemäßen Befestigungssystemen. Hier trifft der erste Profilstab 1 im rechten Winkel auf einen – wiederum gleichartig aufgebauten – zweiten Profilstab 2'' und ist mit diesem ebenfalls über einen Schraubverband befestigt, welcher die Verbindungsschraube 3 sowie das erste Widerlagerstück 4 umfasst und mit einer hier als Nutenstein ausgeführten Schraubenmutter 7'' verschraubt ist, welche ihrerseits in der Längsnut des zweiten Profilstabes 2'' – diesmal in axialer Richtung verschiebbar – geführt ist. Dabei schlägt der Schraubenkopf 8 der Verbindungsschraube 3 im fertig montierten Zustand wieder gegen das der Schraubenmutter 7'' abgewandte Ende des ersten Widerlagerstückes 4, welches wiederum fest in der Längsnut des ersten Profilstabes 1 verankert ist.
  • Die feste Verankerung des ersten Widerlagerstückes 4 in der Längsnut des ersten Profilstabes 1 sowie der bei der ersten Klasse von Ausführungsformen als zweites Widerlagerstück ausgeführten Schraubenmutter 7' in der Längsnut des zweiten Profilstabes 2' erfolgt jeweils über das speziell geformte Außengewinde 6 des ersten Widerlagerstückes 4 bzw. des mit diesem formidentisch aufgebauten zweiten Widerlagerstückes. Vorzugsweise ist das Außengewinde 6 als selbstformendes Gewinde ohne Schneidkanten gestaltet, wobei der Außendurchmesser des ersten Widerlagerstückes 4 dem Querschnitt der hinterschnittenen Längsnut des ersten Profilstabes 1 so angepasst ist, dass das erste Widerlagerstück 4 beim Eindrehen in diese Längsnut durch nicht-spanende, verdichtende Materialverdrängung in der Längsnut ein Gegengewinde formt. Gleiches gilt gegebenenfalls auch für das zweite Widerlagerstück im Verhältnis zum zweiten Profilstab 2'.
  • Die in 3a schematisch dargestellte Ausführungsform eines erfindungsgemäß modifizierten ersten Widerlagerstückes 4 hat eine axiale Gesamtlänge L2, trägt über eine axiale Länge L2–l ein Außengewinde 6 und über einen Teilabschnitt seiner Längsausdehnung ein Innengewinde 10 der axialen Länge l2, das maximal 5 volle Gewindegänge aufweisen sollte. Der lichte Innendurchmesser d2 des Innengewindes 10 ist kleiner als der lichte Innendurchmesser D2 der Längsbohrung 5 des ersten Widerlagerstückes 4.
  • Das Außengewinde 6 des ersten Widerlagerstückes 4 ist vorzugsweise ein einsatzgehärtetes Walzgewinde mit einem Verhältnis von Außendurchmesser zu Kerndurchmesser < 1,2 vorzugsweise ungefähr 1,1, einer Flankensteilheit der Gewindegänge von mindestens 50%, vorzugsweise etwa 60% und zwischen 5 und 10, vorzugsweise etwa 8 Gewindegängen pro Zentimeter axialer Länge. Das Verhältnis des Außendurchmessers des ersten Widerlagerstückes 4 zum Durchmesser seiner Längsbohrung 5 ist, wie in 3a gezeigt, kleiner als 1,5, vorzugsweise ungefähr 1,45. Außerdem verjüngt sich das erste Widerlagerstück 4 von seinem der Schraubenmutter 7', 7'' zugewandten Ende zu seinem der Schraubenmutter 7', 7'' abgewandten Ende hin konisch, vorzugsweise mit einer Konizität von etwa 0,1. Wie ebenfalls aus 3a ersichtlich ist, trägt das erste Widerlagerstück 4 an seinem der Schraubenmutter 7', 7'' abgewandten Ende über eine axiale Länge l, die zwischen 10% und 30%, vorzugsweise etwa 20% der Gesamtlänge L2 des ersten Widerlagerstückes 4 beträgt, kein Außengewinde 6, was wie eine Art Zentrierdorn das korrekte axiale Einführen des ersten Widerlagerstückes 4 in die Längsnut des ersten Profilstabes 1 erleichtert.
  • In 3b ist eine Ausführungsform des ersten Widerlagerstückes 4 dargestellt, bei der dieses an seinem der Schraubenmutter 7', 7'' sowie dem Innengewinde 10 abgewandten Ende eine sternförmige Aussparung 9 zur Aufnahme eines Torx® Antriebs für die Montage des ersten Widerlagerstückes 4 in der Längsnut des ersten Profilstabes 1 aufweist.
  • Um eine größere Dehnung des ersten Widerlagerstückes 4 beim Eindrehen in die Längsnut des ersten Profilstabes 1 aufgrund von Reibungswärme zu vermeiden, wird das Außengewinde 6 des ersten Widerlagerstückes 4 vor dem Eindrehen günstiger weise mit einem Tropfen Öl oder einer anderen geeigneten Gleitbeschichtung versehen.
  • Gleiches gilt gegebenenfalls auch für das bevorzugt formidentisch mit dem ersten Widerlagerstück 4 aufgebaute zweite Widerlagerstück (= Schraubenmutter 7').
  • In 4 schließlich ist eine Ausführungsform einer erfindungsgemäß modifizierten Verbindungsschraube 3 dargestellt, die einen Schraubenkopf 8 mit Sechskant förmigem Hohlraum 13 zur Betätigung der Verbindungsschraube 3, daran anschließend einen gewindefreien Schaftabschnitt 11 mit axialer Länge l1 > l2 und maximalem Außendurchmesser d1 < d2, daran anschließend einen axialen Abschnitt der Länge L1–l1 mit Außengewinde 12 sowie daran anschließend einen Zentrierdorn 14 aufweist.
  • Vorzugsweise beträgt die axiale Länge l1 des gewindefreien Schaftabschnitts 11 der Verbindungsschraube 3 ungefähr zwei Drittel der Gesamtlänge L1 der Verbindungsschraube 3 ohne Schraubenkopf 8 und ihr Außengewinde 12 umfasst mindestens 5, vorzugsweise etwa 10 Gewindegänge.
  • Bei besonders bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Befestigungssystems ist entweder das Außengewinde 6 des ersten Widerlagerstücks 4 ein Rechtsgewinde und das Außengewinde 12 der Verbindungsschraube 3 sowie das Innengewinde der Schraubenmutter 7, 7' jeweils ein Linksgewinde oder das Außengewinde 6 des ersten Widerlagerstücks 4 ist ein Linksgewinde und das Außengewinde 12 der Verbindungsschraube 3 sowie das Innengewinde der Schraubenmutter 7, 7' jeweils ein Rechtsgewinde.

Claims (28)

  1. Befestigungssystem zum Verbinden zweier Profilstäbe (1, 2', 2''), wobei jeder der Profilstäbe (1, 2', 2'') an mindestens einer Außenseite eine parallel zur Stabachse verlaufende hinterschnittene Längsnut aufweist, wobei zumindest der erste Profilstab (1) aus Metall besteht und mit dem zweiten Profilstab (2', 2'') über einen Schraubverband befestigt ist, der eine Verbindungsschraube (3) umfasst, welche einen Schraubenkopf (8) aufweist, eine axiale Länge L1 ohne Schraubenkopf (8) besitzt, durch eine Längsbohrung (5) des lichten Innendurchmessers D2 eines mit einem Außengewinde (6) in der Längsnut des ersten Profilstabes (1) befestigten, im Wesentlichen zylindrischen ersten Widerlagerstückes (4) mit axialer Länge L2 < L1 geführt und mit einer in der Längsnut des zweiten Profilstabes (2', 2'') angeordneten Schraubenmutter (7', 7'') in der Weise verschraubt ist, dass die Verbindungsschraube (3) mit ihrem Schraubenkopf (8) an das der Schraubenmutter (7', 7'') abgewandte Ende des ersten Widerlagerstückes (4) anschlägt, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Widerlagerstück (4) ein passend zum Außengewinde (12) der Verbindungsschraube (3) gewähltes Innengewinde (10) mit axialer Länge l2 ≤ L2 und einem lichten Innendurchmesser d2 ≤ D2 aufweist, und dass die Verbindungsschraube (3) zwischen ihrem Schraubenkopf (8) und ihrem Außengewinde (12) einen gewindefreien Schaftabschnitt (11) mit axialer Länge l1 > l2 und maximalem Außendurchmesser d1 < d2 aufweist.
  2. Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Länge l2 des Innengewindes (10) des ersten Widerlagerstücks (4) kleiner oder gleich einem Drittel der axialen Gesamtlänge L2 des ersten Widerlagerstücks (4) ist.
  3. Befestigungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Innengewinde (10) des ersten Widerlagerstücks (4) maximal 5, vorzugsweise weniger als 5 volle Gewindegänge enthält.
  4. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der lichte Innendurchmesser d2 des Innengewindes (10) kleiner ist als der lichte Innendurchmesser D2 der Längsbohrung (5) des ersten Widerlagerstückes (4).
  5. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Widerlagerstück (4) an seinem der Schraubenmutter (7', 7'') abgewandten Ende eine sternförmige Aussparung (9) zur Aufnahme eines Torx® Antriebs für die Montage des ersten Widerlagerstückes (4) in der Längsnut des ersten Profilstabes (1) aufweist.
  6. Befestigungssystem nach den Ansprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die sternförmige Aussparung (9) an dem dem Innengewinde (10) gegenüberliegenden Ende des ersten Widerlagerstücks (4) vorgesehen ist.
  7. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Widerlagerstück (4) an seinem der Schraubenmutter (7', 7'') zugewandten Ende über eine axiale Länge l, die zwischen 10% und 30%, vorzugsweise etwa 20% der Gesamtlänge L2 des ersten Widerlagerstückes (4) beträgt, kein Außengewinde (6) trägt.
  8. Befestigungssystem nach den Ansprüchen 2 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt, an dem das erste Widerlagerstück (4) kein Außengewinde (6) trägt, an dem Ende des ersten Widerlagerstücks (4) angeordnet ist, an dem auch das Innengewinde (10) vorgesehen ist.
  9. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Länge l1 des gewindefreien Schaftabschnitts (11) der Verbindungsschraube (3) ungefähr zwei Drittel der Gesamtlänge L1 der Verbindungsschraube (3) ohne Schraubenkopf (8) beträgt.
  10. Befestigungssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengewinde (12) der Verbindungsschraube (3) mindestens 5, vorzugsweise etwa 10 Gewindegänge umfasst.
  11. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsschraube (3) an ihrem dem Schraubenkopf (8) gegenüber liegenden axialen Ende eine Bohrspitze oder einen Dorn (14) aufweist.
  12. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Profilstab (1) im verbundenen Zustand der beiden Profilstäbe (1, 2') mit einem axialen Ende auf Stoß an einem axialen Ende des zweiten Profilstabes (2') anliegt, wobei die Längsnut des zweiten Profilstabes (2') koaxial zur Längsnut des ersten Profilstabes (1) angeordnet ist, und dass die Schraubenmutter (7') als zweites Widerlagerstück mit Außen- und Innengewinde ausgeführt ist.
  13. Befestigungssystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubenmutter (7') exakt denselben Aufbau aufweist wie das erste Widerlagerstück (4).
  14. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Profilstab (1) im verbundenen Zustand der beiden Profilstäbe (1, 2'') mit einem axialen Ende an der Außenseite der Längsnut des zweiten Profilstabes (2'') radial zu dessen Längsachse anliegt, und dass die Schraubenmutter (7'') als Nutenstein ausgeführt ist.
  15. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schraubenkopf (8) der Verbindungsschraube (3) einen Sechskantförmigen Hohlraum (13) zur Betätigung der Verbindungsschraube (3) aufweist.
  16. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass entweder das Außengewinde (6) des ersten Widerlagerstücks (4) ein Rechtsgewinde und das Außengewinde (12) der Verbindungsschraube (3) sowie das Innengewinde der Schraubenmutter (7, 7') jeweils ein Linksgewinde ist, oder dass das Außengewinde (6) des ersten Widerlagerstücks (4) ein Linksgewinde und das Außengewinde (12) der Verbindungsschraube (3) sowie das Innengewinde der Schraubenmutter (7, 7') jeweils ein Rechtsgewinde ist.
  17. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengewinde (6) des ersten Widerlagerstückes (4) als selbstformendes Gewinde ohne Schneidkanten gestaltet ist, und dass der Außendurchmesser des ersten Widerlagerstückes (4) dem Querschnitt der hinterschnittenen Längsnut des ersten Profilstabes (1) so angepasst ist, dass das erste Widerlagerstück (4) beim Eindrehen in diese Längsnut durch nicht-spanende, verdichtende Materialverdrängung in der Längsnut ein Gegengewinde formt.
  18. Befestigungssystem nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengewinde (6) des ersten Widerlagerstückes (4) ein einsatzgehärtetes Walzgewinde ist.
  19. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Außendurchmessers des ersten Widerlagerstückes (4) zum lichten Innendurchmesser D2 seiner Längsbohrung (5) kleiner als 1,5, vorzugsweise ungefähr 1,45 ist.
  20. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengewinde (6) des ersten Widerlagerstückes (4) ein Verhältnis von Außendurchmesser zu Kerndurchmesser < 1,2 vorzugsweise ungefähr 1,1 aufweist.
  21. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindegänge des Außengewindes (6) des ersten Widerlagerstückes (4) eine Flankensteilheit von mindestens 50%, vorzugsweise etwa 60% aufweisen.
  22. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Widerlagerstück (4) sich von seinem der Schraubenmutter (7', 7'') zugewandten Ende zu seinem der Schraubenmutter (7', 7'') abgewandten Ende hin konisch verjüngt, vorzugsweise mit einer Konizität von etwa 0,1.
  23. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengewinde (6) des ersten Widerlagerstückes (4) zwischen 5 und 10, vorzugsweise etwa 8 Gewindegänge pro Zentimeter axialer Länge aufweist.
  24. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengewinde (6) des ersten Widerlagerstückes (4) mit einer Gleitbeschichtung versehen ist, die vorzugsweise auf der Basis von Öl und/oder Graphit und/oder MbS2 und/oder Silikon aufgebaut ist.
  25. Befestigungssystem nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitbeschichtung silikonfrei ist, insbesondere OKS 1300® umfasst.
  26. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengewinde (6) des ersten Widerlagerstückes (4) als „Self-Lock"-Gewinde ausgeführt ist.
  27. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Schraubenkopf (8) der Verbindungsschraube (3) und dem ersten Widerlagerstück (4) eine Federscheibe angeordnet ist.
  28. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Profilstab (1) aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung und das erste Widerlagerstück (4) aus Stahl aufgebaut ist.
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