DE20007411U1 - Zargenschubkasten mit Eckverbindern - Google Patents
Zargenschubkasten mit EckverbindernInfo
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Description
TERMEER STEINMEISTER & PARTNER GBR PATENTANWÄLTE - EUROPEAN PATENTATTORNEYS
Or. Nicolaus ter Meer, Dipl.-Chem. Peter Urner, Dipl.-Phys. Gebhard Merkle, Dipl.-Ing. (FH) Mauerkircherstrasse 45 D-81679 MÜNCHEN Helmut Steinmeister, Dipl.-Ing. Manfred Wiebusch
Artur-Ladebeck-Strasse 51 D-33617 BIELEFELD
NIP P09 / OO
19.4.2000
Benzstr. 6
32108 Bad Salzuilen
Ninkaplast GmbH NIPP09/00 19.4.2000
Die Erfindung betrifft einen Zargenschubkasten, dessen Rückwand über Eckverbinder lösbar mit den Seitenwänden verbunden ist.
Die Rückwand und die Seitenwände eines Zargenschubkastens werden häufig durch auf Gehrung geschnittene Hohlprofile aus Metall oder Kunststoff gebildet. Die Eckverbinder haben dann oftmals die Form einstückiger Winkelelemente, die mit ihren Schenkeln in je eines der Hohlprofile eingesteckt werden.
Es ist grundsätzlich auch bekannt, die Seitenwände und die Rückwand eines Schubkastens gelenkig, beispielsweise über Filmscharniere, miteinander zu verbinden.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Zargenschubkasten der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem sich die Seitenwände auf einfache Weise gelenkig mit der Rückwand verbinden lassen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeder Eckverbinder kreisbogenförmige, konzentrisch zueinander angeordnete Kupplungselemente aufweist, die kammförmig ineinander greifen.
Die zu einander komplementären, kammförmig ineinander greifenden Kupplungselemente bilden somit zunächst zwei getrennte Gelenkteile, die erst dann, wenn sie kammförmig miteinander in Eingriff gebracht werden, zu einem Gelenk miteinander verbunden werden. Eines dieser Gelenkteile ist der Rückwand und das andere der Seitenwand zugeordnet. Die Endmontage des Gelenks und das Herstellen der lösbaren Verbindung zwischen der Rückwand und der Seitenwand der Schubkastenzarge erfolgt somit in ein und demselben Arbeitsgang.
Um dann die Schubkastenzarge in ihrer endgültigen Form zu stabilisieren, genügt es, die vorderen Enden der Seitenwände am Schubkastenboden und/oder an der vorderen Wand des Schubkastens zu verriegeln, denn an den rückwärtigen Enden der Seitenwände ergibt sich aufgrund der Kreisbogenform der ineinander greifenden Kupplungselemente automatisch eine formschlüssige Verbindung zur Rückwand.
Ninkaplast GmbH ** * NIPP09/00 19.4.2000
Da das Gelenk zwischen Rückwand und Seitenwand durch zwei getrennte Bauteile gebildet wird, die erst bei der Montage mit ihren Kupplungselementen ineinander gesteckt werden, lassen sich die Gelenkteile auf einfache Weise, beispielsweise im Kunststoff-Spritzgußverfahren herstellen.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Bevorzugt werden Die Kupplungselemente durch in vertikaler Richtung ausgedehnte, im Grundriß kreisbogenförmige starre Zungen gebildet, die über die Gehrungsfläche zwischen der Rückwand und der Seitenwand hinausragen, so daß der Bogenwinkel, auf dem die Kupplungselemente karnrnförmig ineinandergreifen, insgesamt mehr als 45° beträgt. Zwischen den Zungen werden kreisbogenförmige Schlitze gebildet, die die Zungen des jeweiligen anderen Gelenkteils aufnehmen. Mindestens einer dieser Schlitze ist in der Höhe so an die Höhe der Zunge des anderen Gelenkteils angepaßt, daß sich auch in der vertikalen Richtung ein formschlüssiger Eingriff ergibt, der sicherstellt, daß die Rückwand und die Seitenwand der Zarge in der Eingriffsstellung miteinander bündig sind.
In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei den Gelenkteilen, an denen die Kupplungselemente ausgebildet sind, um Einsteckelemente, die in die Hohlprofile der Rückwand und der Seitenwand der Zarge einsteckbar sind. Jedes dieser Gelenkteile weist einen von der offenen Unterseite des Hohlprofüs her zugänglichen Exzenter auf, mit dem das Gelenkteü axial in das betreffende Hohlprofil zurückziehbar ist, so daß sich an der Gehrungsfläche eine feste Anlage zwischen der Rückwand und der Seitenwand ergibt. An einem der Gelenkteile kann dabei eine Blende ausgebildet sein, die in montiertem Zustand in der Gehrungsebene liegt und die Gehrungsfugen zwischen der Rückwand und der Seitenwand verdeckt.
Jeder Exzenter weist vorzugsweise mindestens einen im Grundriß annähernd halbkreisförmigen Nocken auf, der sich vom offenen Ende her in einen entsprechenden Schlitz des Hohlprofils einführen läßt und dann, wenn der Exzenter um seine vertikale Achse gedreht wird, in eine Bohrung und/oder Ausfräsung des Hohlprofils eingreift. Die Rückwand und die Seitenwand lassen sich dann kostengünstig als Extrusionsprofile mit im Inneren ausgebildeten Rippen herstellen, und um das Verspannen der Einsteckteile zu ermöglichen, genügt es,
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NIPP09/00
19.4.2000
die entsprechenden Bohrungen und Ausfräsungen in diesen Rippen herzustellen.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Zargenschubkastens;
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Seitenwand und einen Teil des Bodens des Zargenschubkastens;
Fig. 3 eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines vorderen Endes einer Seitenwand des Zargenschubkastens ohne Boden;
Fig. 4 eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Exzenters;
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Fig. 5 einen vereinfachten Grundriß des Zargenschubkastens gemäß Fig. 1 ;
Fig. 6 einen Eckverbinder zur Verbindung der Rückwand und einer Seitenwand des Zargenschubkastens in einer perspektivischen Ansicht von unten;
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines von zwei Exzentern des Eckverbinders gemäß Fig. 6;
Fig. 8 ein Ende einer Seitenwand mit einem darin eingesteckten Gelenkteil des Eckverbinders in einer perspektivischen Ansicht von unten;
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Fig. 9 das der Seitenwand zugeordnete Gelenkteil des Eckverbinders in einer perspektivischen Ansicht von oben;
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Fig. 10 ein der Rückwand zugeordnetes Gelenkteil des Eckverbinders in einer perspektivischen Ansicht von oben.
Fig. 1 zeigt einen Schubkasten mit einer Zarge 10, die durch zwei Seitenwände
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12 und eine Rückwand 14 gebildet wird. Die Seitenwände 12 bilden jeweils am inneren unteren Rand ein Auflager 16 für eine beispielsweise aus Spanholz bestehende Bodenplatte 18.
Wie deutlicher in Fig. 2 zu erkennen ist, bildet die Seitenwand 12, die beispielsweise durch ein Kunststoff- oder Aluminium-Hohlprofil gebildet wird, ein Widerlager 20, und der Rand der Bodenplatte 18 ist zwischen diesem Widerlager 20 und dem Auflager 16 gehalten. Das Auflager 16 bildet außerdem einen zum vorderen Ende offen rinnenförmigen Kanal 22, der einen Exzenter 24 aufnimmt, wie später noch näher beschrieben werden wird.
Das in der Zeichnung offene vordere Ende des Schubkastens wird in bekannter Weise durch eine nicht gezeigte Frontblende abgeschlossen.
Wie in Fig. 3 zu erkennen ist, hat das Auflager 16 die Gestalt eines L-förmigen Flansches mit einer Aufkantung 26 am freien Ende seines waagerechten Schenkels, der den Kanal 22 bildet. Zusammen mit dem Widerlager 20 begrenzt die Aufkantung 26 eine im Querschnitt L-förmige Rinne, in deren vorderes Ende ein L-förmiges Halteblech 28 eingesteckt ist. Dieses Halteblech 28 ist so bemessen, daß es stabil zwischen dem Widerlager 20 und der Aufkantung 26 gehalten ist und mit seinem waagerechten Schenkel flach auf dem waagerechten Schenkel des Auflagers 16 aufliegt und den Kanal 22 überbrückt. Oberhalb des Kanals 22 sind in dem Halteblech 28 zwei Schlitze 30 ausgebildet, die vom vorderen und hinteren Rand her parallel zum Kanal 22 in das Halteblech eintreten und von deren Längsrändern, jeweils auf der vom vertikalen Schenkel abgewandten Seite, mehrere zackenförmige Krallen 32 nach oben abgebogen sind. In der Mitte weist der waagerechte Schenkel des Haltebleches 28 eine nach unten herausgedrückte Raste 34 auf.
Der Exzenter 24, der vergrößert in Fig. 4 dargestellt ist, hat insgesamt die Form eines länglichen Stabes mit einem stark verrundeten rechteckigen Außenquerschnitt und weist am vorderen Ende einen Kreuzschlitz 36 auf. In Längsrichtung gesehen etwa in der Mitte weist der Exzenter in seiner Außenfläche eine flache, in Umfangsrichtung verlaufende Nut 38 auf. Am rückwärtigen, dem Kreuzschlitz 36 entgegengesetzten Ende hat er eine L-förmige Abwinklung 40, die parallel zu den längeren Seiten des rechteckigen Außenquerschnitts vor-
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springt.
Bei der Montage wird der Exzenter 24 so in den Kanal 22 des Auflagers 16 eingelegt, daJ3 seine Abwinklung 40 in Bezug auf den Schubkasten nach außen weist und sich in eine zu diesem Zweck in dem Auflager ausgebildete Öffnung 42 legt. Hierdurch ist der Exzenter in Längsrichtung des Auflagers und des Kanals 22 formschlüssig gehalten. Anschließend wird das Halteblech 28 von oben eingesetzt und mit seinem vertikalen Schenkel unter dem Widerlager 20 verrastet. Es greift dabei mit seiner Raste 34 in die Nut 38 des Exzenters. Auf diese Weise wird auch das Halteblech 28 in seinem Sitz fixiert. Das Halteblech kann sich auch über die Abwinklung 40 des Exzenters erstrecken und so ein Drehen des Exzenters um seine Längsachse im Gegenuhrzeigersinn in Fig. 3 verhindern.
Da der Exzenter 24 mit seiner größeren Seite auf dem Boden des Kanals 22 aufliegt, ist seine Höhe kleiner als die des Kanals 22, so daß die mit den Krallen 32 besetzten, durch die Schlitze 30 begrenzten Laschen des Haltebleches nicht von unten unterstützt werden.
In dem in Fig. 3 gezeigten Zustand kann dann die Bodenplatte 18 von der linken Seite her eingeschoben werden, so daß sie auf dem Auflager 16, genauer auf der Aufkantung 26, aufliegt und mit ihrer oberen Oberfläche am Rand durch das Widerlager 20 gehalten wird. Die Krallen 32 können dabei erforderlichenfalls elastisch nach unten ausweichen.
Um die Bodenplatte zu fixieren, wird dann ein Kreuzschraubendreher in den Kreuzschlitz 36 des Exzenters eingesetzt, und der Exzenter wird im Uhrzeigersinn in Fig. 3 um 90° gedreht. Die Öffnung 42 des Auflagers reicht so weit in den Boden des Kanals 22 hinein, daß sie die Drehung des Exzenters um 90° zuläßt und dann einen Anschlag für die Abwinklung 40 bildet, so daß ein Überdrehen des Exzenters verhindert wird. Der Exzenter 24 drückt im Verlauf seiner Drehung den waagerechten Schenkel des Haltebleches 28 nach oben und überschreitet nach einer Drehung von etwas mehr als 45° einen Totpunkt, so daß er in einer Position einrastet, in der er mit seiner Schmalseite stabil auf dem Boden des Kanals 22 aufliegt und somit insgesamt eine größere Höhe hat. Auf diese Weise werden die Krallen 32 in die Bodenplatte 18 eindrückt und dann stabil von unten abgestützt. Die Bodenplatte wird somit formschlüssig am vorderen
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Ende der Seitenwand 12 der Zarge fixiert.
Wahlweise können entsprechende Befestigungsmechanismen auch am rückwärtigen Ende jeder Seitenwand 12 sowie gegebenenfalls auch an der Rückwand 14 vorgesehen sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind jedoch die Seitenwände 12 der Zarge an ihren rückwärtigen Enden über Eckverbinder 44 gelenkig mit der Rückwand 14 verbunden, so daß sich jede Seitenwand in Bezug auf die Rückwand um eine senkrechte, durch die hintere vertikale Ecke des Schubkasten gehende Achse nach außen schwenken läßt, wie vereinfacht in Fig. 5 dargestellt ist. So ist es möglich, die Bodenplatte 18 an der Rückwand in Position zu bringen, während die Seitenwände 12 der Zarge nach außen abgestellt sind. Anschlie-J3end werden dann die Seitenwände 12 nach innen an die Bodenplatte angeklappt, so daß die seitlichen Ränder der Bodenplatte zwischen den Auflagern 16 und den Widerlagern 20 eintreten. Da die hinteren Enden der Seitenwände 12 in diesem Fall durch die scharnierartigen Eckverbinder 44 an der Rückwand 14 gehalten sind, genügt es, die Seitenwände lediglich am vorderen Ende an der Bodenplatte 18 zu fixieren, indem die beiden nach vorn weisenden Exzenter 24 angezogen werden.
Jeder der Eckverbinder 44 wird durch zwei getrennt als Kunststoff-Spritzteile hergestellte Gelenkteile 46 und 48 gebildet, die in die offenen und auf Gehrung geschnittenen Enden der Rückwand 14 und der Seitenwand 12 eingesteckt sind und mit kreisbogenförmigen, konzentrisch angeordneten Zungen 50 kammförmig ineinandergreifen. Jedes Gelenkteil 46, 48 weist einen um eine vertikale Achse drehbaren Exzenter 52 auf, der ein verspannendes Verbinden mit der Rückwand 14 beziehungsweise der Seitenwand 12 gestattet, wie später noch näher beschrieben werden wird.
Fig. 6 zeigt die ineinandergreifenden Gelenkteile 46 und 48 des Eckverbinders 44 in einer Ansicht von unten. Jedes Gelenkteil hat ein kastenförmiges, an der Unterseite offenes, längliches Gehäuse, dessen Querschnitt an den Innenquerschnitt des Hohlprofils der Rückwand 14 und der Seitenwand 12 angepaßt ist.
Die einander zugewandten Enden der Gelenkteile 46 und 48 sind auf Gehrung abgeschrägt. An das der Rückwand 14 zugeordnete Gelenkteil 46 ist eine Blende 54 angeformt, die in der Gehrungsebene liegt und deren Rand sich über die Au-
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ßenseite, die Oberseite und die Innenecke der Zarge erstreckt und dazu dient, die zwischen der Rückwand 14 und der Seitenwand 12 gebildete Gehrungsfuge abzudecken. Zumindest auf der Außenseite der Zarge bildet diese Blende 54 einen Anschlag 56 oder eine Einschubtasche für die auf das Gelenkteil 48 aufgeschobene Seitenwand 12.
Weiterhin ist in Fig. 6 zu erkennen, daj3 das Gelenkteil 46 zwei kreisbogenförmige Zungen 50 aufweist, die miteinander und mit den Außenwänden des Gehäuses zwei kreisbogenförmige Schlitze zur Aufnahme von entsprechenden Zungen 50' des anderen Gelenkteils 48 bilden. Die Zungen 50 und 50' erstrecken sich in vertikaler Richtung mit gleichbleibender Dicke im wesentlichen über die gesamte Höhe der Gelenkteile 46 und 48, und ihr gemeinsamer Krümmungsmittelpunkt liegt auf einer senkrechten Geraden, die durch die Außenecke der Zarge 10 geht.
Von den Zungen 50' sind in Fig. 6 nur die freien Enden zu erkennen, die über die durch die Blende 54 definierte Gehrungsfläche hinaus in das Gelenkteil 46 hineinragen. Entsprechend ragen auch die freien Enden der Zungen 50 in das Gelenkteil 48 hinein, obgleich dies in Fig. 6 nicht zu erkennen ist. Die freien Enden der Zungen 50 sind in Fig. 6 durch eine Bodenplatte 58 des Gelenkteils 48 abgedeckt. Diese Bodenplatte 58 bildet eine untere Begrenzung für die Aufnahmeschlitze, in welche die Zungen 50 eingreifen. In entsprechender Weise bidet das Gelenkteil 46 in vertikaler Richtung einen Anschlag für die Zungen 50'. Durch den Eingriff der Zungen 50, 50' in das jeweilige andere Gelenkteil werden daher die Gelenkteile 46 und 48 so in ihrer Höhe relativ zueinander fixiert, daß sie in vertikaler Richtung bündig miteinander ausgerichtet sind. Entsprechend sind dann auch die Rückwand 14 und die Seitenwand 12 der Zarge bündig miteinander ausgerichtet.
In Fig 7 ist einer der Exzenter 52 gesondert dargestellt. Jeder dieser Exzenter hat die Form eines zylindrischen Körpers, der mit vertikaler Drehachse in einem entsprechenden Lager 60 des Gelenkteils 46 beziehungsweise des Gelenkteils 48 gelagert ist. Die in Fig. 7 obere (in der Einbaustellung untere) Stirnfläche des Exzenters 52 weist einen Kreuzschlitz 62 für einen Schraubendreher auf. Der Kreuzschlitz 62 ist von einem aufragenden, im Grundriß im wesentlichen halbkreisförmigen Exzenternocken 64 umgeben, dessen Außenfläche eine leichte, in der Zeichnung nicht erkennbare Exzentrizität aufweist. Ein entsprechender Exzenternocken 66 ist auch am in Fig. 7 unteren Ende des Exzenters 52 vorgese-
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Fig. 8 zeigt das Gelenkteil 48 im eingesteckten Zustand in einer Seitenwand 12, deren Profil in diesem Beispiel etwas von dem in Figuren 1 bis 3 gezeigten Profil abweicht. Das Profil der Seitenwand 12, beispielsweise ein Aluminium-Extrusionsprofil, bildet eine waagerechte Wand 68, die im Inneren der Seitenwand eine Hohlkammer begrenzt. In diese Hohlkammer ist das Gelenkteil 48 passgenau eingesteckt, so dajS der Exzenter 52 mit einer Bohrung 70 der Wand 68 fluchtet. Der Durchmesser dieser Bohrung 70 entspricht aber nur dem Außendurchmesser des Exzenternockens 64, der in diese Bohrung eingreift. Die Bohrung 70 ist mit dem offenen, auf Gehrung geschnittenen Ende der Seitenwand 12 durch einen in der Wand 68 ausgebildeten Schlitz 72 verbunden, dessen Breite jedoch nur wenig mehr als die Hälfte des Durchmessers der Bohrung 70 beträgt. Wenn der Exzenter 52 in eine geeignete Position gedreht ist, läjßt sich daher der Exzenternocken 64 durch den Schlitz 72 in die Bohrung 70 einführen, während das Gelenkteil 48 in die Seitenwand eingesteckt wird. Wenn der Exzenter dann mit Hilfe eines Kreuzschraubendrehers gedreht wird, so daß der Exzentemocken 64 die in Fig. 8 gezeigte Lage einnimmt, wird das Gelenkteil 48 formschlüssig in der Seitenwand 12 verriegelt. Die Exzentrizität des Exzenternockens 64 bewirkt dabei, daß das Gelenkteil 48 tiefer in die Seitenwand hineingezogen wird.
Wie in Fig. 9 zu erkennen ist, weist das Gehäuse des Gelenkteils 48 an der Oberseite eine Abschrägung auf, die dem Profil der Seitenwand 12 entspricht. Diese Abschrägung ist von einem in Längsrichtung der Rückwand verlaufenden Schlitz 74 durchsetzt, in den eine vertikale Rippe 78 eingreift, die innen in der Seitenwand 12 ausgebildet ist. Der Schlitz 74 wird unterbrochen, von einer vertikalen Bohrung 76, in die das obere, mit dem Exzentemocken 66 versehene Ende des Exzenters 52 eingreift. An dieser Stelle weist die vertikale Rippe 78 eine Ausfräsung 80 auf. Wenn der Exzenter 52 in seine der Fig. 8 entsprechende Eingriff stellung gedreht wird, so legt sich der Exzenternocken 66 in diese Ausfräsung, so daJ5 das Gelenkteil 48 auch im Bereich der Oberseite mit Hilfe des Exzenternockens 66 an der Rippe 78 der Seitenwand verspannt wird. Beim Einstecken des Gelenkteils 48 in die Seitenwand kann sich der Exzenternocken 66 dagegen seitlich an der Rippe 78 vorbei bewegen.
In entsprechender Weise wird auch das Gelenkteil 46 in der Rückwand 14 verriegelt. Fig. 10 zeigt, in einer Ansicht von oben, das Gelenkteil 46, das der Rück-
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wand 14 zugeordnet ist. Auch dieses Gelenkteil weist im oberen Bereich einen Schlitz 74 und eine Bohrung 76 auf.
Wenn das Gelenkteil 48 in die Seitenwand 12 und das Gelenkteil 46 in die Rückwand 14 eingesteckt ist, wird die Seitenwand mit ihrem rückwärtigen Ende an das Ende der Rückwand angesetzt, und die Gelenkteile 46, 48 werden in einer drehenden Bewegung zusammengesteckt, so daß die als Kupplungselemente wirkenden Zungen 50, 50' ineinander greifen und eine formschlüssige Verbindung herstellen, während die Seitenwand 12 in eine zur Rückwand 14 rechtwinklige Position geschwenkt wird. Schließlich werden dann die Seitenwand und die Rückwand mit Hilfe der Exzenter 52 fest von entegengesetzten Seiten her gegen die Blende 54 gespannt.
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Claims (8)
1. Zargenschubkasten, dessen Rückwand (14) über Eckverbinder (44) lösbar mit den Seitenwänden (12) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Eckverbinder (44) kreisbogenförmige, konzentrisch zueinander angeordnete Kupplungselemente (50, 50') aufweist, die kammförmig ineinandergreifen.
2. Zargenschubkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungselemente als in vertikaler Richtung ausgedehnte blattförmige Zungen (50, 50') ausgebildet sind.
3. Zargenschubkasten nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zungen (50, 50') an zwei auf Gehrung aneinander liegenden Gelenkteilen (46, 48) ausgebildet sind und sich jeweils über die Gehrungsfläche hinaus in das andere Gelenkteil hinein erstrecken.
4. Zargenschubkasten nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkteile (46, 48) Anschläge (58) für die oberen und unteren Ränder der Zungen (50, 50') des jeweiligen anderen Gelenkteils bilden und daß diese Anschläge zusammen mit den Zungen die Höhenanlage der beiden Gelenkteile relativ zueinander festlegen.
5. Zargenschubkasten nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwand (14) und die Seitenwände (12) als Hohlprofile ausgebildet sind und daß der Eckverbinder (44) zwei durch die Kupplungsglieder (50, 50') verbundene Gelenkteile (46, 48) aufweist, von denen eines (46) in die Rückwand (14) und das andere (48) in die Seitenwand (12) einsteckbar ist.
6. Zargenschubkasten nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Gelenkteile (46, 48) mit seinem Exzenter (52) in der Seitenwand (12) beziehungsweise der Rückwand (14) verspannbar ist.
7. Zargenschubkasten nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Exzenter (52) die Form eines vertikalen Zylinders hat, der drehbar in dem betreffenden Gelenkteil (46, 48) gelagert ist und einen von der offenen Unterseite der Seitenwand (12) beziehungsweise der Rückwand (14) aus zugänglichen Schraubendreherschlitz (62) aufweist.
8. Zargenschubkasten nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Exzenter (52) mindestens an einem Ende einen axial vorstehenden, im Grundriß annähernd halbkreisförmigen Exzenternocken (64, 66) aufweist, der in einer bestimmten Winkelstellung des Exzenters axial in das Hohlprofil der Seitenwand (12) beziehungsweise der Rückwand (14) einschiebbar ist und nach Drehung des Exzenters verriegelnd hinter eine Wand (68) oder Rippe (78) der Seitenwand (12) beziehungsweise der Rückwand (14) greift.
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