DE20006483U1 - Steuerung für die Trocknereinrichtung einer Druckmaschine - Google Patents
Steuerung für die Trocknereinrichtung einer DruckmaschineInfo
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Description
[Gebrauchsmus teranmeldung]
MAN Roland Druckmaschinen AG
Mühlheimer Straße 341
63075 Offenbach
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Mühlheimer Straße 341
63075 Offenbach
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[Bezeichnung der Erfindung] Steuerung für die Trocknereinrichtung einer Druckmaschine
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[Beschreibung]
Die Erfindung betrifft eine Steuerung für die Trockeneinrichtung einer Druckmaschine gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
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[Stand der Technik]
Bogendruckmaschinen mit mehreren Druckwerken und insbesondere Bogenoffsetdruckmaschinen, bei denen den Druckwerken ein oder mehrere Veredelungseinrichtungseinrichtungen in Form von Lackiereinrichtungen nachgeschaltet sind, weisen Trocknereinrichtungen auf. Je nach Art des aufgebrachten Druckes (Farbe / Lack) sind diese Trocknereinrichtungen als IR-(Infrarot), TL- (Thermoluft) und/oder UV-(Ultraviolett) T-rocknereinrichtungen aufgebraucht. Die IR- und UV-Trockner zählen zu den Strahlungstrocknern, bei denen die Strahlungsleistung und die mit der Bestrahlung des Bedruckstoffes in Zusammenhang stehenden Größen beeinflusst werden können. Bei den TL-Trocknern ist im Wesentlichen der Volumenstrom (Volumen pro Zeiteinheit) , die Temperatur sowie die Befeuchtung der Warmluft beeinflussbar. Die Art der zu verwendenden Trockner (Trocknereinrichtung) hängt von der Art des Bedruckstoffes, vom Druckprozess sowie der Art der verdruckten Farbe / Lackes ab.
Bogenoffsetdruckmaschinen weisen oftmals ein oder mehrere Wendeeinrichtungen zwischen den Druckwerken auf, so dass sich hierdurch eine hohe Variabilität in der Möglichkeit der ausführbaren Druckaufträge ergibt. Da bei einer Bogenwendung der Bogen mit der frisch bedruckten Seite auf der Oberfläche des Gegendruckzylinders des nächsten Druckwerkes zum Liegen kommt, werden Trocknereinrichtungen zunehmend auch den Wendeeinrichtungen zugeordnet. Die Art der Trocknereinrichtung richtet sich, wie bereits oben erwähnt wurde, nach der Art der zu verdruckenden Farbe und/oder des Bedruckstoffes. Mit ein oder mehreren Lackier- oder sonstigen drucktechnischen
Veredelungseinrichtungen erweiterte Druckmaschinen weisen entweder zwischen den einzelnen Druck- bzw. Lackiereinrichtungen und/oder zwischen der letzten Druck- bzw. Lackiereinrichtung und dem Ausleger ein oder mehrere, oft nach unterschiedlichen Wirkprinzip aufgebaute Trocknereinrichtungen auf. Dieses sind meist in einem verlängerten Förderweg zwischen dem letzten Druck- und Lackierwerk und der Auslage der Bogendruckmaschine angeordnet. Die Anordnung von mehreren und insbesondere nach unterschiedlichen physikalischen Wirkprinzip arbeitenden Trocknereinrichtungen ermöglicht hier eine individuelle Anpassung des Trocknungsvorganges an den jeweiligen Druckprozess. In den Druck- und Lackierwerken können so wahlweise durch UV-Strahlung bzw. IR-Strahlung härtbare bzw. trockenbare Farben verdruckt werden. TL-Trocknereinrichtungen haben darüber hinaus noch den Vorteil, dass die Bogenführung, insbesondere im Bereich von Bogenwendung oder an sonstigen kritischen Stellen innerhalb der Bogenführung, mit beeinflussbar ist.
Eine ausreichende Trocknung bzw. Härtung der verdruckten Farben / Lacke ist Voraussetzung für qualitativ hochwertige Drucke. Innerhalb des Förderweges der Bogen durch die Maschine können Berührungen an der frisch bedruckten Bogenoberfläche Beschädigungen hervorrufen, was Makulatur bedingt. Auch die in der Auslage aufgestapelten Bogen müssen hinsichtlich der gedruckten Farben / Lacke ausreichend abgetrocknet sein, da sonst die während des Aufstapeins aufeinander gleitenden Bogen verschmieren bzw. miteinander verkleben. Gerade letzteres würde eine Weiterverarbeitung des Stapels erschweren bzw. gänzlich unmöglich machen.
An die Einstellung der unterschiedlich aufgebauten Trocknereinrichtungen sind während des Druckprozesses hohe Anforderungen zu stellen. Bereits beim Einrichten der Druckmaschi-
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ne hat der Bediener Einstellungen an den Trocknereinrichtungen vorzunehmen, um nach möglichst kurzer Zeit und Anzahl von Makulaturbogen (Vorlaufmakulatur) die erforderliche Qualität produzieren zu können. Eine zu hoch gewählte Einstellung der Trocknerleistung bedingt nicht nur einen hohen Energieverbrauch der Druckmaschine und ebenfalls eine hohe Abwärmeleistung, welche die Temperatur des Drucksaales erhöht bzw. durch die Klimatisiereinrichtung des Drucksaales auf den vorgesehenen Wert zu regeln wäre, sondern auch der Druckprozess an sich wird negativ beeinflusst. Bekanntlich ändert sich die Zügigkeit und Viskosität von Farbe / Lacke, so dass eine hohe Maschinenerwärmung nebst der Erwärmung von Farbe und Dosiereinrichtung unter Umständen wieder Makulatur verursachende Nachregelungen erforderlich machen. Zu gering gewählte Einstellgrößen für die Trocknerwirkung bzw. Trocknerleistung sind ebenfalls zu vermeiden, da sonst die geschilderte Gefahr des Verschmierens frisch bedruckter Bogen während des Bogentransportes bzw. in der Auslage besteht.
Aus der DE 38 29 342 Al ist ein Druckereisteuerungssystem bekannt, bei welcher die in den einzelnen Arbeitsbereichen einer Druckmaschine auf Rechnern erzeugten Daten über ein Netzwerk der Steuerung der Druckmaschine bereitgestellt werden können. So ist es möglich, Daten der Druckvorstufe direkt zur Voreinstellung der Druckmaschine zu verwenden, ohne dass Daten manuell einzugeben oder entsprechende Datenträger zu verwenden sind.
Aus der EP 0 355 473 Bl ist eine Vorrichtung zum Trocknen von Druckprodukten in einer Druckmaschine bekannt, welche eine Strahlungseinrichtung aufweist, die außerhalb der Druckmaschine angeordnet ist. Zur Übertragung der Strahlungsleistung auf die zu trocknenden Bogen sind Lichtleitfaserkabel vorgesehen. Durch diese Einrichtung ist es möglich, die innerhalb
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der Druckmaschine entstehende Abwärme und somit die Aufheizung von Maschinenkomponenten zu reduzieren. Durch die Lichtleitfaserkabel, die insgesamt den bedruckten Bogen in einer Linie mit Strahlung beaufschlagen ist ferner eine differenzierte Anpassung der Strahlungsmenge entsprechend der zonal aufgetragenen Färb- bzw. Lackmenge möglich. Diese Einstellungen müssen aber von qualifizierten und erfahrenen Personal entsprechend dem aktuellen Druckauftrag vorgenommen werden.
Diese vorbekannte Einrichtung reduziert zwar die in die Maschine eingebrachte Wärmeleistung, ist aber insgesamt Komplex in ihrem Aufbau. Um eine dem Drucksujet individuell angepasste Steuerung des Trockners zu erzielen, sind gemäß dieser Einrichtung auch zusätzlich Sensoren anzuordnen, durch welche die Belegung der einzelnen Partien des Druckbogens erfasst werden. Eine Beeinflussung / Steuerung von herkömmlichen Trocknereinrichtungen ist auf diese Art und Weise nicht möglich.
[Aufgabe der Erfindung]
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es eine Steuereinrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 derartig zu erweitern, so dass unter Vermeidung der zuvorstehend genannten Nachteile eine differenziert auf den vorliegenden Druckprozess abgestimmte und diesen nicht negativ beeinflussende Möglichkeit zur automatischen Einstellung der Trocknereinrichtung erhalten wird.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1. Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[Beispiele]
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Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass der erfindungsgemäßen Steuerung wenigstens eine den Druckprozess charakterisierende Größe in Form eines oder mehrerer Signale zugeführt wird und dass die vorzugsweise als programmierbarer Rechner ausgebildete Steuerung in Abhängigkeit dieser Signale wenigstens ein die Betriebsweise der Trocknereinrichtung beeinflussende Signale ermittelt, welches der Trocknereinrichtung zugeführt wird.
Beeinflussbar sind dabei die nachfolgend aufgezählten Größen der jeweilig aufgezählten Trocknereinrichtungen:
Bei einem UV-Trockner ist die UV-Leistung durch Leistungsreduzierung unter Berücksichtigung der Wienschen Verschiebung einstellbar. Bei IR-Trocknern ist die IR-Gesamtleistung durch Steuerung der Einzelstrahlerleistungen und durch Abschalten einzelner Lampen (unter Berücksichtigung) der Wienschen Verschiebung und der installierten spezifischen Strahlerwellenlängen veränderbar. Bei TL-Trocknern ist der Volumenstrom (Volumen pro Zeiteinheit), die Temperatur sowie der Druck beeinflussbar. Weist die Bogenoffsetdruckmaschine UV- Zwischentrockner nach jedem Druckwerk auf, so können diese UV-Zwischentrockner in Abhängigkeit der Farbbelegung des jeweils vorherigen Druckwerkes individuell in der Leistung angesteuert werden.
In Abhängigkeit der den jeweiligen Trockner beeinflussenden Signale können auch weitere und am Trocknungsprozess indirekt beteiligte Größen beeinflusst werden. So ist die Lüfterleistung und die Betriebsweise der Lüfter (Saugen/Blasen) vom Betriebszustand der Maschine in der Bogenführung beeinflussbar. Ebenfalls kann in Abhängigkeit der eingestellten Trocknerleistung die Bogenbahnkühlung entsprechend voreingestellt und während des Druckprozesses gesteuert werden. Die Lüfter-
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leistung zur Absaugung eines vorher eingebrachten TL-Volumenstromes ist direkt entsprechend einem von der Steuerung bereitgestellten Signal einstellbar. Bei Trocknereinrichtungen, bei welchen Luft (Warm- bzw. Kaltluft) unter veränderbaren Winkeln auf den Bogen trifft, ist durch entsprechende fernansteuerbare Stellmittel der Winkel von die Luftströmung richtenden Elementen (Leitbleche oder dergl.) beeinflussbar. Indirekt betroffen und somit auch regelbar ist die Pudermenge, der Puderluftvolumenstrom und die Puderabsaugleistung. Dies hat seinen Grund darin, dass bei einer sehr differenziert auf den vorliegenden Druckauftrag abgestimmte Einstellung des Trockners die Pudermenge weitestgehend reduziert werden kann. Letztlich ist auch eine Ansteuerung von Trocknerelementen in, quer oder in Winkellage zur Bogenlaufrichtung möglich. Sind die einzelnen Trocknereinrichtungen blockweise über die Formatbreite verteilt angeordnet, so können auch die einzelnen Blöcke / Module entsprechend der Farbbelegung (des Sujets) angesteuert werden. Teile des Bogens, in welchen nur ein geringer bzw. kein Farbauftrag erfolgt werden mit entsprechend geringer bzw. keiner Trocknerleistung (Strahlung bzw. Warmluft) beaufschlagt, wohingegen Partien des Bogens mit mittlerer oder hoher Farbauftragsmenge einer hohen Trocknerleistung ausgesetzt werden.
Die Bildung von Signalen zur Beeinflussung der oben stehend aufgezählten Regelgrößen erfolgt durch eine vorzugsweise als Rechner ausgebildete Steuerung. Dieser werden ein oder mehrere den Druckprozess charakterisierende Signale zugeführt. Diese Signale können entweder während des Druckprozesses durch Sensoren oder sonstige Signalgeber, welche insbesondere ohnehin an der Maschine vorhanden sind generiert werden bzw. stehen am Leitstand der Druckmaschine und insbesondere durch die Druckvorstufe in elektronischer Form bereitgestellt zur Verfügung. Eine derartige Größe wäre insbesondere die Be-
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triebsweise der Druckmaschine bzw. die Farbbelegung während des auszuführenden Druckauftrages. Gerade bei Verwendung von Zwischentrocknern zwischen den einzelnen Druckwerken sind bestimmte Trockner nur mit geringer bzw. gar keiner Leistung zu betreiben, wenn die entsprechend vorangehenden Druckwerke nicht benutzt werden.
Die Farbbelegung der einzelnen Druckwerke, die Art der in den Druckwerken verwendeten Farbe bzw. Lacke sowie die durch die einzelnen Druckwerke bewirkte Farbbelegung (zonale Farbverteilung) sind ebenfalls den Druckprozess beeinflussende Größen, welche durch die erfindungsgemäße Steuerung erfasst und zur Generierung von differenzierten Steuerungssignalen für ein oder mehrere Trockner verwendbar sind. Die zonale Farbbelegung in den einzelnen Druckwerken kann insbesondere durch eine Druckplattenabtastung mittels Plattenscanner oder direkt als Datensatz aus der digitalen Druckvorstufe entnommen werden. Gerade im letztgenannten Fall der digitalen Druckvorstufe liegen dann auch Informationen über die Art der verwendeten Farbe bzw. des verwendeten Lackes vor, so dass zum einen durch die Steuerung entscheidbar ist, welche Trocknereinrichtung zu aktivieren ist und ferner auch, mit welcher Leistung die jeweilig aktivierte Trocknereinrichtung zu betreiben ist. Es findet somit eine automatische Umschaltung von beispielsweise UV- auf IR-Trocknerbetrieb statt.
Durch Übernahme von Daten des jeweiligen Druckauftrages aus der Vorstufe und insbesondere der digitalen Druckvorstufe können neben Art und Menge der Farbe (Farbbelegung) auch weitere Druckparameter miterfasst werden. Dies ist insbesondere die Art des Bedruckstoffes, was bei Verwendung von insbesondere mit gerichteter und mit einstellbarer Luft betreibbaren Trocknern von Bedeutung ist. So ist die Strichstärke, die Oberflächenbeschaffenheit, die Grammatur, die
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Dicke und das Saugverhalten des Bedruckstoffes berücksichtigbar.
Durch ein oder mehrere Temperatursensoren an oder innerhalb der Maschine ist ferner auch die aktuelle Maschinen- bzw. Lufttemperatur der erfindungsgemäßen Steuerung zuführbar, so dass die Einstellung der Trocknereinrichtung auch diesem Wert entsprechend gewählt werden kann. Insbesondere die Temperatur und der Volumenstrom von TL-Trocknern ist dadurch beeinflussbar.
Die Berücksichtigung von Qualitätsmerkmalen bzw. der Beschaffenheit des Bedruckstoffes hat insbesondere eine Bedeutung von Trocknereinrichtungen, die in Volumenstrom und/oder Richtung einstellbare Blas- und/oder Saugeinrichtungen aufweisen.
Eine weitere bei der erfindungsgemäßen Steuerung der Trocknereinrichtung berücksichtigbare Größe ist die Art und Zusammensetzung des Feuchtmittels sowie die Berücksichtigung des Umstandes, ob im Nass- oder Trockenoffsetverfahren gedruckt wird.
Durch Temperatursensoren und weitere Messwertaufnehmer im Anleger, Ausleger und insbesondere den Stapel in An- und Ausleger sind auch die Stapeltemperaturen und ggf. die Stapelfeuchte des Bedruckstoffes berücksichtigbar.
Letztlich wird sowohl die aktuell von der Druckmaschine gefahrene Geschwindigkeit (Anzahl Bogen pro Zeit) als auch die bei Voreinstellung eingegebene, geplante Druckgeschwindigkeit mitberücksichtigt. So ist es möglich, bei als Strahlern ausgebildeten UV- und IR-Trocknereinrichtungen unter Berücksichtigungen der Wienschen Verschiebung die Strahlungs-
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leistung sowie die Trocknungswirkung entsprechend der aktuellen Druckgeschwindigkeit anzupassen bzw. der Druckgeschwindigkeit nachzuführen. Gerade diese Art der geschwindigkeitsabhängigen Trocknung erfolgt bevorzugt nach vorgegebenen Kennlinien, die durch den Benutzer über den Leitstand oder sonstige Eingabemittel gezielt verändert werden kann. Der Maschinenbediener hat so die Möglichkeit/ die vorgegebene Kennlinie (programmiert) beispielsweise in ihrer Steilheit den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Letztlich kann er anhand von Beobachtungen während des Druckbetriebes bzw. nach Qualitätsanalyse produzierter Druckexemplare auch andere vorgegebene Druckkennlinien gezielt auswählen. So lässt sich insbesondere die Qualität und der Glanz von Lack bzw. sonstigen Veredelungsbeschichtungen beeinflussen.
Weiterhin findet auch die durch die Signale der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung bewirkte Einstellung von insbesondere TL-Trocknereinrichtungen zur Ansteuerung von Absaugeinrichtungen Berücksichtigung. So ist es möglich, die Absaugleistung an die aktuelle Heizleistung bzw. Trocknerleistung anzupassen und so die Trocknungswirkung des Druckproduktes optimal auszunutzen. Auch Kühleinrichtungen für Bogen, Stapel und Maschineneinrichtungen können so gesteuert werden.
Die voranstehend beschriebenen und den Druckprozess charakterisierenden Größen werden einzeln und vorzugsweise auch in Kombination in Form von mehreren Signalen der erfindungsgemäßen Steuerung zugeführt. Die Bereitstellung von die Trocknereinrichtung beeinflussenden Signalen erfolgt beispielsweise dergestalt, dass bei einer gegebenen Farbart, Farbbelegung und Bedruckstoffart eine gespeicherte Kennlinie ausgewählt wird und während des Druckbetriebes die Leistung der jeweiligen Trocknereinrichtung in Abhängigkeit der Druckgeschwindigkeit entsprechend dieser Kennlinie nachgeführt wird. Wie
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bereits erwähnt, hat der Bediener zusätzlich die Möglichkeit die seitens der erfindungsgemäßen Steuerung vorgewählte Kennlinie gezielt zu beeinflussen und insbesondere den Arbeitspunkt der Trocknersteuerung geeignet zu versetzen. 5
Durch die erfindungsgemäße Trocknersteuerung ist insbesondere eine Makulaturreduzierung bei Produktionsbeginn und nach Wiederanfahren von Stoppern möglich. Der Maschinenbediener muss keine manuellen Voreinstellungen der Trocknereinrichtungen vornehmen, da durch die vorgegebenen Daten des auszuführenden Druckauftrages entsprechende Grundeinstellungen für die Trocknereinrichtungen ermittelbar sind. Durch die druckgeschwindigkeitsabhängige Nachführungen der Trocknerleistung sind auch Veränderungen der Maschinengeschwindigkeit, beispielsweise um kritische Zustände der Bogenführung im Wendebetrieb zu vermeiden, gewährleistet.
Die erfindungsgemäße Steuerung steht bevorzugt mit dem Leitstand der Druckmaschine in Signalverbindung, über den die voranstehend aufgezählten und im Druckprozess charakterisierenden Größen eingebbar sind. Dem Leitstand der Druckmaschine stehen ferner auch die innerhalb bzw. außerhalb der Maschine durch entsprechende Signalgeber bzw. Sensoren ermittelten Messwerte zur Verfügung.
Durch die erfindungsgemäße Trocknersteuerung ist neben einer Makulaturreduzierung auch eine erhebliche Energieeinsparung möglich. Da die Trocknereinrichtungen nur noch mit der Leistung gefahren werden, welche entsprechend den aktuellen Gegebenheiten erforderlich sind, wird die Stromaufnahme der Einrichtungen auf den jeweilig erforderlichen Wert reduziert. Da die Trocknereinrichtungen auch Abwärme produzieren, ergibt sich auch eine verringerte Aufheizung von Maschinenelementen bzw. der gesamten Maschine. Dadurch wird auch die Lebensdauer
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der Maschine bzw. von Maschinenkomponenten erhöht. Letztlich vermeidet eine reduzierte Leistung der Trockner auch eine Erhöhung der Drucksaaltemperatur. Bei einem klimatisierten Drucksaal gibt dies ebenfalls eine Energieeinsparung, da weniger Abwärme seitens der Trockner produziert wird.
Die von der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung generierten Stellsignale für die Trocknereinrichtungen sind auf geeigneten Speichermediuiti für Wiederholaufträge abspeicherbar.
Weiterhin können auch Betriebsdaten der Trocknereinrichtungen erfasst und gespeichert werden, was insbesondere zu Ermittlungen der Lebensdauer von Bestrahlungsquellen in den Trocknereinrichtungen und zur Durchführung von Wartungsarbeiten von Vorteil ist. Letztlich erfolgt die Steuerung von UV- bzw. IR-Trocknereinrichtungen auch in Abhängigkeit der aktuellen Lebensdauer, da bekanntlich die Wirkung derartiger Trocknereinrichtungen sich über die Lebensdauer ändert. Ein Betrieb von Trocknern mit jeweils aktuell angepassten Leistung ergibt insgesamt auch eine Erhöhung der Lebensdauer der entsprechenden Komponenten.
Durch eine Signalverbindung der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung mit dem Leitstand einer Druckmaschine kann bei Anschluss eines Diagnosesystems am Maschinenleitstand auch eine Ferndiagnose der angeschlossenen Trocknereinrichtungen erfolgen.
Des Weiteren erfolgt die Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung. Diese zeigt:
Eine Druckmaschine mit mehreren Druck- und Lackierwerken, an verschiedenen Orten angeordnete Trocknereinrichtungen, eine
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diesen Trocknereinrichtungen zugeordnete Steuerung sowie den Leitstand der Druckmaschine.
Die Figur zeigt eine Druckmaschine 1 mit einem Anleger (rechts) einem Ausleger (links), einer Anzahl von Druckwerken und einem, dem letzten Druckwerk nachgeordnet sowie dem Ausleger vorgeordnet, Lackierwerk. In der Druckmaschine 1 sind eine Anzahl Trocknereinrichtungen 3, 4, 5, 6 an verschiedenen Stellen angeordnet. Bei diesen Trocknereinrichtungen 3, 4, 5, 6 handelt es sich um nach verschiedenen Wirkprinzipien ausgebildete Trockner (UV-Trockner, IR-Trockner, TL-Trocknereinrichtung bzw. Kombinationen dieser Einrichtungen).
Die einzelnen Trocknereinrichtungen 3, 4, 5, 6 sind über Leitungen mit einer zugeordneten Steuerung 7 verbunden. Über die Leitungen sind die Trocknereinrichtungen 3, 4, 5, 6 durch die Steuerung 7 in ihrer Betriebsweise beeinflussbar, d.h.
insbesondere die Leistung der einzelnen Trocknereinrichtungen 3, 4, 5, 6 ist veränderbar. Seitens der Steuerung 7 können auch andere Größen der Trocknereinrichtungen 3, 4, 5, 6 gezielt verändert werden. Bei der vorliegenden Erfindung bevorzugt zur Anwendung kommende Einflussgrößen wurden voranstehend genannt.
Die Druckmaschine 1 weist einen Signalgeber 8 für die Druckgeschwindigkeit und/oder die Winkelstellung der Druckwerkzylinder der Druckmaschine 1 auf. Die Singale des Signalgebers 8 werden dem Leitstand 2 der Druckmaschine zugeführt. Die Signale des Signalgebers 8 werden über den Leitstand 2 bzw. die in der Figur nicht dargestellte Steuerung der Druckma-
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schine 1 für die Aktivierung weiterer in der Druckmaschine angeordneter Funktionseinheiten verwendet.
Der Leitstand 2 der Druckmaschine 1 steht in Signalverbindung mit der Steuerung 7 der Trocknereinrichtungen 3, 4, 5, 6, so dass die Signale des Signalgebers 8 (Druckgeschwindigkeit / Winkelstellung) auch der Steuerung 7 zuführbar sind. Somit kann seitens der Steuerung 7 eine druckgeschwindigkeitsabhängige Ansteuerung der Trocknereinrichtung 3, 4, 5, 6 erfolgen.
In der Steuerung 7 können insbesondere mehrere Kennlinien zur Nachführung der Trocknerleistung in Abhängigkeit der Druckgeschwindigkeit abgelegt sein. Über den Leitstand 2 kann seitens einer Bedienperson ferner auch eine manuelle Auswahl aus verschiedenen Kennlinien durchgeführt werden.
Prinzipiell zeigt die Figur zwei weitere Signalgeber 9, 10, durch welche die Temperatur außerhalb (Signalgeber 9) als auch innerhalb (Signalgeber 10) der Temperatur der Druckmaschine 1 erfassbar ist. Die Signalgeber können insbesondere im Bereich des Bogentransportes, dem Anleger, dem Ausleger oder an anderen relevanten Stellen angeordnet sein. Durch die Signalgeber 9, 10 bereitgestellte Temperaturinformation können weitere Einflussgrößen seitens der Steuerung 7 für die Trocknereinrichtung 3, 4, 5, 6 berücksichtigt werden.
An der Druckmaschine 1 können weitere Signalgeber (nicht dargestellt) angebracht sein, durch welche weitere Einflussgrößen (den Druckprozess charakterisierende Parameter) erfassbar sind. Insbesondere werden über den Leitstand 2 der Druckmaschine 1 der Steuerung 7 sämtliche Voreinstelldaten der Druckmaschine 1 als auch die während des Druckprozesses manuell- und/oder automatisch zur Einstellung gebrachten Einstellwerte zugeführt. So kann eine Einstellung der Trocknereinrichtungen 3, 4, 5, 6 in Abhängigkeit der in den ein-
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zelnen Druckwerken und Lackiereinrichtungen vorgenommenen Farbdosierung (sujetabhängig) erfolgen.
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[Bezugszeichenliste]
1 Druckmaschine
2 Leitstand (Steuerung und Bedienung Druckmaschine 1)
3 Trocknereinrichtung
4 Trocknereinrichtung
5 Trocknereinrichtung
6 Trocknereinrichtung
7 Steuerung (Trocknereinrichtung 3, 4, 5, 6)
8 Signalgeber (Druckgeschwindigkeit/Winkelstellung)
9 Signalgeber (Temperatur außerhalb Druckmaschine 1)
10 Signalgeber (Temperatur innerhalb Druck
maschine 1)
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Claims (17)
1. Steuerung für die Trocknereinrichtung einer Druckmaschine, insbesondere für eine Bogenoffsetdruckmaschine, bei welcher die Betriebsweise der Trocknereinrichtung durch Signale einer Steuerung beeinflussbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerung (7) wenigstens ein Signal einer den Druckprozess charakterisierenden Größe zuführbar ist und durch die Steuerung Signale generierbar sind, durch welche die Betriebsweise der Trocknereinrichtung (3, 4, 5, 6) in vorgesehener Weise veränderbar ist.
2. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (7) mit in der Druckmaschine (1) angeordneten Signalgebern (8, 9, 10) in Signalverbindung steht.
3. Steuerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (7) mit dem Leitstand (2) der Druckmaschine (1) in Signalverbindung steht, durch welchen der Steuerung (7) Einstellwerte der Druckmaschine (1) zuführbar sind.
4. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerung (7) Daten aus der Druckvorstufe hinsichtlich eines auszuführenden Druckauftrages zuführbar sind.
5. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerung (7) Einstellwerte der Farbdosierung in den einzelnen Druck- und Lackiereinrichtungen der Druckmaschine (1) zuführbar sind.
6. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerung (7) Daten über die bei einem auszuführenden Druckauftrag verwendeten Farben und/oder Lacke zuführbar sind.
7. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerung (7) Daten über den bei einem auszuführenden Druckauftrag verwendeten Bedruckstoff zuführbar sind.
8. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Steuerung (7) Signale zur Beeinflussung der Trocknerleistung der Trocknereinrichtung (3, 4, 5, 6) generierbar sind.
9. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Steuerung (7) Signale zur Beeinflussung eines mit dem Trocknungsprozess verbundenen Luftstromes generierbar sind.
10. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Steuerung (7) ein die Druckgeschwindigkeit der Druckmaschine (1) wiedergebendes Signal zur geschwindigkeitsabhängigen Nachführung der Trocknereinrichtung (3, 4, 5, 6) verarbeitbar ist.
11. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Steuerung (7) eine Warmluftabsaugung in Abhängigkeit der aktuellen Betriebsweise der Trocknereinrichtung (3, 4, 5, 6) einstellbar ist.
12. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Steuerung (7) in Verbindung mit den auszuführenden Druckprozess charakterisierenden Voreinstelldaten Einstellwerte für eine Trocknereinrichtung (3, 4, 5, 6) ermittelt und zur Einstellung gebracht werden.
13. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Steuerung (7) aus den zugeführten Signalen und der maximal durch die Trocknereinrichtung (3, 4, 5, 6) erzielbaren Wirkung (maximale Leistung) Einstellwerte für die Druckmaschine (1) ermittelt werden.
14. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Einstellwerte der Trocknereinrichtung (3, 4, 5, 6) eines ausgeführten Druckauftrages in der Steuerung (7) abspeicherbar und zu einem späteren Zeitpunkt wieder zur Ausführung bringbar sind.
15. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Steuerung (7) eine Kühleinrichtung in Abhängigkeit der aktuellen Betriebsweise der Trocknereinrichtung (3, 4, 5, 6) ansteuerbar ist.
16. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Steuerung (7) die Trocknereinrichtung (3, 4, 5, 6) in Abhängigkeit von am Bedruckstoff gewonnenen Messwerten ansteuerbar ist.
17. Steuerung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass am Bedruckstoff die Qualität des Druckes wiedergebende Größen wie insbesondere Lack- bzw. Farbschichtdicke und/oder Glanz ermittelt werden.
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| DE50108967T Expired - Lifetime DE50108967D1 (de) | 2000-04-07 | 2001-03-17 | Druckmaschine mit einer Steuerung für eine Trocknereinrichtung |
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| DE (2) | DE20006483U1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Owner name: MANROLAND AG, DE Free format text: FORMER OWNER: MAN ROLAND DRUCKMASCHINEN AG, 63075 OFFENBACH, DE Effective date: 20080819 |
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