DE20006462U1 - Langloch-Ziegel - Google Patents
Langloch-ZiegelInfo
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Description
Brümmerstedt Oelfke'Seewald'& Köhig # Anwaltskanzlei
Unser Zeichen Datum
Wienerberger 487/013 06.04.2000
Ziegelindustrie GmbH drk/ry
Die Erfindung betrifft einen Langloch-Ziegel gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
5
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen neuartigen Langloch-Ziegel zu schaffen, mit dem die Herstellung insbes. eines wärmegedämmten Mauerwerkes vereinfacht und verbessert wird.
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Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß Anspruch gelöst. Vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen sind in den Ansprüchen 2 und 3 angegeben.
Die Erfindung schlägt einen im Querschnitt quer zu den Langlöchern S-förmigen Langloch-Ziegel vor, bei dem die S-Bögen rechteckförmig ausgebildet sind. Nachfolgend wird der S-förmige Langloch-Ziegel S-Ziegel genannt.
Bei diesem S-Ziegel handelt es sich um eine ganz neue Bauart, die mit speziellen Dämmstoffplatten kombiniert eine wärmegedämmte, diffusionsfähige und somit gesunde Außenwand ergibt, welche die zukünftigen Anforderungen an den Wärmeschutz optimal erfüllt. Die S-Ziegel können lagenweise mit Mörtelfuge oder auch mit Mörtelvlies oder auch mit Mörtelbinde verbunden werden. Die S-Ziegel können in fast beliebiger Länge hergestellt werden, so daß eine Wand aus wenigen Teilen zusammensetzbar ist. Der erfindungsgemäße
S-Ziegel ermöglicht die längenmäßige Vorfertigung wenigstens von Teilen einer Wand.
Durch Variierung der Loch-Reihenanzahl und Loch-Reihenanordnung innerhalb des S-Ziegels sowie durch die Dämmstoffdicke können maßgebliche Parameter, wie Druckfestigkeit in senkrechter Richtung und Wärmeleitfähigkeit in Wandbreitenrichtung gesteuert werden.
Bei der Herstellung des Mauerwerks werden die S-Ziegel vorzugsweise aufeinanderfolgend wechselseitig verlegt. Dabei entsteht ein Fugenbild ohne horizontal durchlaufende Mörtelfugen, die sonst Wärmebrücken darstellen und den Wärmeschutz maßgeblich negativ beeinflussen. Die Mörtelfugen werden durch die Hohlräume, die durch die Zwischenräume benachbarter S-Ziegel gebildet werden, unterbrochen.
Neu und besonders vorteilhaft ist es, daß bei der Herstellung des Mauerwerkes die Dämmstoffplatten in die.Zwischenräume des S-Ziegels eingestellt werden können. Die S-Ziegel werden aufeinanderfolgend wechselseitig auf die Dämmstoffplatten gestülpt. Dabei entsteht ebenfalls ein Fugenbild ohne horizontal durchlaufende Mörtelfugen, die sonst Wärmebrücken darstellen und den Wärmeschutz maßgeblieh negativ beeinflussen. Die Mörtelfugen werden durch die mit den Dämmstoffplatten versehenen Hohlräume, die durch die Zwischenräume benachbarter S-Ziegel gebildet werden, unterbrochen. Die Dämmstoffplatten fixieren die S-Ziegel, so daß sich praktisch automatisch ein lotrechtes Mauerwerk ergibt.
Die Dämmstoffe können auch bündig mit der Lagerfläche abschließen oder geringfügig über der Lagerfläche überstehen. Dies hat den Vorteil, daß die Wärmedämmstoffe bereits
werkseitig in die Zwischenräume der S-Ziegel eingebaut werden können.
Als Dämmstoff sind alle Arten von Wärmedämmstoffen einsetzbar, bspw. Faserdämmstoffe, wie Steinwolle, Glaswolle, Holzwolle etc. sowie steifere Dämmstoffelemente, wie Dämmstoffplatten, bspw. aus Schaumstoffen, wie Polyurethan-Schaum, Polystyrol - Schaum, Polystyrol-Extruderschaum, Polyurethan-Hartschaum, Phenolharz-Hartschaum, Schaumglas etc. Bis auf lose Schüttungen sind alle Dämmungen einsetz bar. Ein Vorteil bei einer solchen Konstruktion ist, daß Bestandteile der Faserdämmstoffe nicht ausrieseln können, was unter dem Gesichtspunkt der Gesundheit vorteilhaft ist. Außerdem brauchen die Faserdämmstoffe nicht formbeständig zu sein, da sie für alle Zeiten fixiert sind. Hartschaumplatten können ohne weiteres einer Nachschwindung unterliegen - sie brauchen also nicht vor der Verarbeitung im Raumklima abgelagert zu werden, um Putzschäden zu vermeiden und brauchen nicht 100% winklig zu sein, da sie nicht mit-0 einander zu einer homogenen Scheibe verbunden werden müssen wie bei einer Thermohaut. Die Dämmstoffe im S-Ziegel können auch nicht durch Windsog abgelöst und von Wasser und Kälte hinterwandert werden oder mechanisch beschädigt werden, da sie durch die Wandteile des S-Ziegels geschützt werden. Die Dämmstoffe brauchen auch nicht hydrophobiert zu sein wie bei zweischaligen Außenwänden, da der Außenputz den Feuchteschutz übernimmt und Wasser nicht durch ihn hindurchdringen kann. Die erfindungsgemäßen S-Ziegel stellen im Brandfall kein Risiko dar, weil eine vertikale Brandausbreitung durch die horizontalen Wandteile des S-Ziegels verhindert wird. Bei den bisher bekannten Konzeptionen erfaßt der Brand bei offenen oder zerstörten Fernstern die Dämmstoffplatten und entfacht Feuer in höherliegenden Wohnungen. Die erfindungsgemäßen S-Ziegel können beidseitig hervorragend gedübelt werden, da keine Dämmung die Dübel-Tragfähigkeit
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reduziert bzw. aufhebt wie bei einer Thermohaut oder einer Innendämmung.
Eine aus den erfindungsgemäßen S-Ziegeln hergestellte Außenwand weist folgende Vorteile auf: Das Verputzen ist auf einfache Weise möglich wie bei herkömmlichen einschaligen Wänden, da der Putzgrund homogen aus Ziegelmaterial und nicht aus Dämmstoff mit abweichendem Saug-, Schwindverhalten und Temperaturausdehnungskoeffizienten besteht. Es ist eine gute Diffusionsfähigkeit der Wand gegeben, da der Ziegel und der Dämmstoff durchlässig sind. Dampfsperren oder dergleichen sind nicht erforderlich. Es sind keine Klebstoffe zum Fixieren der Dämmung erforderlich wie bei einer herkömmlichen Thermohaut oder einem herkömmlichen Wärmedämmverbundsystem, bei dem die Dämmung auf die Außenseite geklebt wird, wobei der Kleber eine mangelhafte Diffusion zeigt, oder mit Hilfe von Dübeln befestigt wird, die wiederum Wärmebrücken bilden und Schwitzwasser anlagern, wodurch die Gefahr von Algenbildung besteht. Der erfindungs-0 gemäße S-Ziegel ist daher unter dem Gesichtspunkt der Ökologie sehr empfehlenswert.
Der erfindungsgemäße S-Ziegel kann auch unter Umständen als Hochloch-Ziegel eingebaut werden. 25
Die Erfindung soll nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel dargestellt ist, näher erläutert werden.
Es zeigt
Fig. 1 einen erfindungsgemäß ausgebildeten Langloch- Ziegel in einem Schnitt quer zu den Langlöchern und
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Fig. 2 einen Querschnitt durch eine mit den erfindungsgemäß ausgebildeten Langloch-Ziegeln erstellte Wand.
Gleiche Bauteile in den Figuren der Zeichnung sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Die Fig. 1 zeigt einen Langloch-Ziegel 2 in Form eines liegenden "S" (spiegelverkehrt dargestellt) - nachfolgend S-Ziegel genannt - mit rechteckförmigen S-Bögen 3, 5, so daß der S-Ziegel bezüglich der Lagerfläche drei senkrechte parallele, gerade, beabstandete plattenförmige Wandteile 4, 6, 8, nämlich ein mittleres plattenförmiges Wandteil 6 und zwei seitliche, den gleichen Abstand zum mittleren Wandteil aufweisende, plattenförmige Wandteile 4 und 8, und zwei waagerechte plattenförmige Wandteile 10 und 12 aufweist. Je nach Lage des S-Steines (vgl. Fig. 2) liegt das eine waagerechte plattenförmige Wandteil 10 oben oder unten und ist mit dem einen Ende 14 des mittleren Wandteiles 6 und mit dem einen Ende 16 des einen seitlichen Wandteiles 4 verbunden und liegt das andere waagerechte Wandteil 12 unten oder oben und ist mit dem anderen Ende 18 des mittleren Wandteiles 6 und mit dem einen Ende 2 0 des anderen seitlichen Wandteiles 8 verbunden, so daß der Querschnitt des S-Ziegels die Form eines liegenden, normalen "S" (S-Ziegel 2' in Fig. 2) oder eines spiegelverkehrten "S" (S-Ziegel 2 in Fig. 2) aufweist. Zwischen den senkrechten und waagerechten Wandteilen sind zwei Zwischenräume 22, 24 gebildet. Die senkrechten und waagerechten Wandteile sind mit parallel zur Lagerfläche verlaufenden Langlöchern 26 versehen.
Die Fig. 2 zeigt einen Wandquerschnitt durch eine Wand 28 aus erfindungsgemäßen S-Ziegeln 2,2', die aufeinanderfolgend wechselseitig übereinander verlegt sind, so daß sich die Zwischenräume 22, 24 benachbarter S-Ziegel 2,2' zu
Hohlräumen 30 ergänzen und ein Mörtelfugenbild entsteht, bei dem die Mörtelfugen 32 horizontal nicht durchgehen, sondern durch die von den Wandteilen 4-12 aufeinanderfolgender S-Ziegel eingeschlossenen Hohlräumen 30 unterbrochen sind, wodurch die normalerweise durch die Mörtelfugen gebildeten nachteiligen Wärmebrücken unterbrochen werden, wobei in die Hohlräume 30, wie dargestellt, vorzugsweise Dämmstoffplatten 34 eingestellt sind.
In der Praxis erfolgt die Herstellung des Mauerwerkes 28 einschließlich Dämmstoffplatten 34 folgendermaßen:
Die Dämmstoffplatten 34 werden in die Zwischenräume 22, 24 bzw. Hohlräume 30 zwischen den Wandteilen 4-12 eingestellt. Die S-Ziegel 2,2' werden dann aufeinanderfolgend wechselseitig mit ihren Zwischenräumen 22, 24 auf die Dämmstoffplatten 34 gestülpt, vgl. Fig. 2, so daß die von benachbarten S-Ziegeln gebildeten Hohlräumen 3 0 mit Dämmstoff ausgefüllt werden. Hierdurch entsteht das schon erwähnte Fugenbild ohne horizontal durchlaufende Mörtelfugen. Die Dämmstoffplatten fixieren die S-Ziegel, so daß sich praktisch automatisch ein lotrechtes Mauerwerk ergibt.
Die Dämmstoffe 34 können auch bündig mit der Lagerfläehe des S-Ziegels abschließen oder geringfügig über der Lagerfläche überstehen, wie dies in der Fig. 1 dargestellt ist. Dies hat den Vorteil, daß die Dämmstoffe bereits werksei tig eingebaut werden können. In der Fig. 1 ist die bündig abschließende Anordnung für den Zwischenraum 22 und die überstehende Anordnung für den Zwischenraum 24 dargestellt.
Claims (3)
1. Langloch-Ziegel mit parallel zur Lagerfläche angeordneten Löchern, dadurch gekennzeichnet, daß der Langlochziegel (2) im Querschnitt quer zu den Löchern die Form eines liegenden "S" mit rechteckförmigen S-Bögen (3, 5) aufweist.
2. Langloch-Ziegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den von den S-Bögen (3, 5) eingeschlossenen Zwischenräumen (22, 24) Wärmedämmstoffe (34) angeordnet sind.
3. Langloch-Ziegel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmedämmstoff (34) bündig mit der Lagerfläche des Langloch-Ziegels abschließt oder über dieser Lagerfläche übersteht.
Priority Applications (1)
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| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002044491A1 (de) * | 2000-11-30 | 2002-06-06 | Wienerberger Ziegel-Industrie Gmbh | Ziegel und mauerwerk unter verwendung dieses ziegels |
-
2000
- 2000-04-07 DE DE20006462U patent/DE20006462U1/de not_active Expired - Lifetime
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| WO2002044491A1 (de) * | 2000-11-30 | 2002-06-06 | Wienerberger Ziegel-Industrie Gmbh | Ziegel und mauerwerk unter verwendung dieses ziegels |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20030717 |
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
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| R071 | Expiry of right |