DE2000576B2 - Werkzeughalter mit Werkzeugeinsatz - Google Patents
Werkzeughalter mit WerkzeugeinsatzInfo
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- B23B29/00—Holders for non-rotary cutting tools; Boring bars or boring heads; Accessories for tool holders
- B23B29/04—Tool holders for a single cutting tool
- B23B29/12—Special arrangements on tool holders
- B23B29/20—Special arrangements on tool holders for placing same by shanks in sleeves of a turret
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Description
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Die Erfindung betrifft einen Werkzeughalter mit Werkzeugeinsatz, der mittels eines zylindrischen
Schaftes von einer Bohrung am Halter aufgenommen und in der Bohrung durch in Radialbohrungen des
Schaftes angeordnete, in eine Ringnut des Halters eingreifende Kugeln verriegelbar ist.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1 823 887 ist bereits ein Werkzeughalter dieser Art vorbekannt,
und zwar handelt es sich dabei um ein Spannfutter, insbesondere für Gewindebohrer. In einer koaxialen
Aufnahmebohrung d?° konischen Futterkörpers ist
dabei eine Buchse verschiebbar, welche die radialen Bohrungen für die Kugeln aufweist. Die äußere
Flanke der mit den Kugeln zusammenarbeitenden Ringnut ist dabei konisch ausgebildet. Auf die innere
Stirnseite der Buchse wirkt eine Druckfeder.
Beim Einsetzen des Einsteckendes eines Gewindebohrers kann die Buchse entgegen dem Druck der
Feder axial nach innen zurückweichen, so daß die Kugeln nach innen in die Ringnut ausweichen können,
so daß das Einsteckende in die Aufnahmebohrung des Spannfutters eingesteckt werden kann. Sodann
wird die Buchse von der Druckfeder axial nach außen verschoben, wobei die Kugeln auf der konischen
Flanke der Nut gleiten und dabei radial nach innen gegen den Schaft des Gewindebohrers angedrückt
werden und diesen also festhalten.
Es handelt sich hierbei also um eine relativ einfache Steckverbindung, die allerdings für ihren
Zweck, nämlich für Gewindebohrer, durchaus zweckmäßig sein dürfte. Demgegenüber liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, einen Werkzeughalter der eingangs angegebenen An ^o auszubilden, daß
zugehörige Werkzeugeinsätze vielfältiger Art, insbesondere aus Hartmetall, schnell und einfach anbringbar
sind, wobei der Werkzeugeinsatz gegenüber dem Werkzeughalter Druckkräfte, Zugkräfte und Drehmomente
in beiden Richtungen übertragen kann. Die Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erfindung
darin, daß der Schaft mit einer Ringschulter zur axialen Anlage am Halter versehen ist, und die Kugeln
durch ein Verstellmittel in Anlage in der der Ringschulter benachbarten Ringschulter der Ringnut
bringbar sind.
Die Ringschulter am Werkzeugeinsatz liegt also stirnseitig satt am Rand der Aufnahmebohrung des
Werkzeughalters an, so daß Druckkräfte in axialer
Richtung günstig übertragen werden. Die Riegelkugeln stützen sich gegen die Ringnut im Innern der
Bohrung des Werkzeughalters ab, und zwar gegen die der äußeren Ringschulter zugewandte Ringschulter.
Durch die Verstellmittel werden dabei die Kugeln formschlüssig in Eingriff gehalten. Auf diese
Weise ist der Werkzeugeinsatz auch gegen Zug gesichert. Auf Grund dieser Verbindung kann auch bereits
ein den Anpreßkräften an den beiden Schultern entsprechendes Drehmoment vom Werkzeugeinsatz
auf den Werkzeughalter übertragen werden. Zusätzlich bzw. zur weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen,
daß zur Drehsicherung ein Keil bzw. eine Feder vorgesehen ist, die in eine Nut am Halter einerseits
und am Werkzeugeinsatz andererseits eingreift.
Des weiteren wird vorgeschlagen, daß als Verstellmittel eine gegen die Riegelkugeln wirkende Druckkugel
in einer koaxialen Bohrung des Schaftes des Werkzeugeinsatzes vorgesehen ist, auf die eine von
außen zu betätigende Druckschraube wirkt. Somit kann auf einfache Weise durch einfaches Drehen der
Schraube in der einen oder in der anderen Richtung der Werkzeugeinsatz an dem Werkzeughalter festgespannt
oder gelöst werden.
Vorteilhaft ist besonders die einfache Formgebung des Werkzeughalters. Dies fällt besonders ins Gewicht,
wenn der Werkzeughaitsr aus Hartmetall besteht, welches nur schwer mechanisch zu bearbeiten
ist. Der vorzugsweise mit einem Hartmetallplättchen ausgerüstete Werkzeugeinsatz kann vorteilhaft aus
Stahl bestehen, an welchem die erforderliche mechanische Bearbeitung vorgenommen werden kann.
Es werden nachstehend drei Ausführungsbeispiele an Hand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
F t g. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel für ein innen wirkendes Werkzeug,
F t g. 2 eine Stirnansicht auf das Werkzeug nach Fig. 1,
F i g. 3 einen Längsschnitt nach der Linie III/III in
Fig. 2,
F i g. 4 einen Querschnitt im größeren Maßstab nach der Linie IV/IV in F i g. 3,
Fig. 5 im Längsschnitt ausschnittsweise die Wirkungsweise
der erfindungsgernüßen Verbindung,
Fi g. 6 ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
teilweise im Schnitt,
F i g. 7 schematisch einen Revolverkopf für eine Drehbank, wobei für die einzelnen Werkzeuge Werkzeughalter
gemäß der Erfindung vorgesehen sind,
Fig. 8 eiaen Revolverkopf in Siirnanüicht, woraus
insbesondere der geringe Raumbedarf der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung ersichtlich
ist.
F i g. 9 ein weiteres, geringfügig abgewandeltes Ausführungsbeispiel.
Gemäß F i g. 1 bis 5 ist an dem freien Ende eines stangenartigen Werkzeughalters 10 der Werkzeugeinsatz
12 befestigt. Der Werkzeugeinsatz 12 trägt ein Schneidplättchen 14 und ist mittels Keils 16 gegenüber
dem Halter 10 fixiert. Der Halter 10 kann aus hartem Stahl oder aus gesintertem Wolframcarbid
sein. Der Werkzeugeinsatz 12 ist fest nit dem Halter 10 zu einer Werkzeugeinheit verbunden, die in bekannter
Weise an einer Werkzeugmaschine festgespannt wird.
Die F i g. 2 zeigt die Schneidkante 18 des Werkzeuges,
die seitlich über die Manteilinie des Werkzeughalters
hinausragt.
Die erfindungsgemäße Verbindung zwischen Werkzeugeinsatz 12 und Werkzeughalter 10 ist zunächst
am besten aus F i g. 3 ersichtlich. Der Werkzeugeinsatz 12 hat einen zylindrischen Schaft 20, der 3c
eng in einer entsprechenden zylindrischen Bohrung 22 des Halters 10 sitzt. Durch eine umlaufende Nut
30 an der Bohrung 22 ist eine innere Ringschulter
zwischen dieser Nut 30 und dem freien Stirnende des Halters 10 gebildet. Diese Nut 30 bzw. Ringschulter
wirkt mit Kugeln 32 zusammen, die in radialen Bohrungen .n einem Schaft 20 des Werkzeugeinsatzes 12
gehaltert sind.
Gemäß F i g. 3 und 4 hat der Schaft 20 eine koaxiale Bohrung 34. In diese Bohrung ist lose eine
Kugel 36 eingesetzt. Die Bohrung 34 wird von radialen Bohrungen 38 kleineren Durchmessers geschnitten,
in denen die Kugeln 32 eingesetzt sind Ein Sprengring bzw. Sicherungsring 40 sichert die Kugel
36 in der axialen Bohrung 34.
Eine Druckschraube 42 erstreckt sich durch eine Gewindebohrung 4·1 im Werkzeugeinsatz 12. wobei
das äußere Ende der Druckschraube 42 frei betätigbar
ist, während das innere Ende gegen die Kugel 36 wirkt.
Wird die Schraube 42 herausgeschraubt, so kann die Kugel 36 ins Innere der axialen Bohrung (nach
rechts) zurückweichen, wodurch auch die kleineren Kugeln 32 in den radialen Bohrungen freigegeben
sind, so daß nunmehr der Werkzeugeinsatz 12 vom Halter 10 abgenommen werden kann. Wenn jedoch
die Druckschraube 42 eingeschraubt wird, wirkt die Kugel 36 axial nach innen, und damit werden die
Riegelkugeln 32 radial nach außen in die Ringnut 30 gedrückt. Durch dieses Zusammenwirken der Kugeln
32 mit der Ringschulter bzw. Ringnut 30 wird der Werkzeugeinsatz 12 axial am Halter 10 gehalten.
Durch den Keil 16 wird das Werkzeug gegen Drehung gesichert.
Gemäß F i g. 5 ist der Schaft 20 des Werkzeugeinsatze^
12 im Bertach der radialen Bohrungen auf einen kleineren Durchmesser abgedreht. An den äußeren
Mündungen der Radialbohrungen 38 sind einspringende Schultern bzw. Flanschringe 52 vorgesehen
bzw. eingeprägt, durch welche die Riegeikugeln 32 in den Bohrungen 38 gegen Herausfallen gesichert
sind.
Wie F i g. 5 weiter zeigt, ist die Kante 54 zwischen Ringschulter und Ringnut 30 relativ scharf, sü daß
alle Kugeln 32 gleichzeitig und gleich stark an der Ringschulter anliegen.
Der axiale Abstand der Kante 54 von der freien Stirnfläche des Halters 10 ist so gewählt, daß die Kugeln
32 den Grund der Nut 30 nicht erreichen, sondern stets gegen die Kante 54 bzw. gegen die äußere
Flanke der Nut wirken, wenn die Schraube 42 völlig angezogen ist. Der Schneidkopf ist somit stets unter
Vorspannung gehalten, so daß er bei der Schneidbzw. Bohrarbeit stets fest auf dem Halter sitzt.
Fig. 6 zeigt eine andere Ausführung eines Werkzeugdnsatzes
62, welcher mit Schneidplättchen 64 versehen ist. Der Schaft 66 äugt die radial verschieblichen
Kugeln 68 und die axial s erschiebliche Druckkugel 70, die durch Druckschraube 72 beaufschlag'
ist, welche bei 74 zugänglich ist.
Gemäß F i g. 7 ist der Werkzeughalter als Vierkd.nt-RevoIverkopf
ausgebildet. Der Werkzeugeinsatz 90 weist wiederum einen Schaft 88 mit in Radialbohrungen
verschieblichen Riegelkugeln 86 auf; in einer koaxialen Bohrung des Schaftes 88 ist wiederum eine
Druckkugel 92 verschieblich, welche die Riegelkugeln
86 gegen die äußere Flanke der Ringnut 84 an der Bohrung 82 drückt. An dem Vierkant-Revolverkopf
sind wenigstens vier solcher Bohrungen 82 vorgesehen. Eine weitere solche Aufnahmebohrung mit
Ringnut ist bei 96 gestrichelt dargestellt.
Es ist zu bemerken, daß die Befestigung bzw. Halterung nach der Erfindung äußerst kompakt und
raumsparend ist, sie erfordert nicht mthr Raum als für den äußeren Umriß der Teile ohnehin erforderlich
ist. Daher ist die erfindungsgemäße Halterung insbesondere bei beschränkten Raumverhältnissen,
vor allem bei Vielfach-Revolv'erköpfen angebracht.
Fig. 3 zeigt schematisch einen solchen Revolverkopf,
an dessen Haltearmen die einzelnen Werkzeuganordnungen gemäß der Erfindung fest und sicher
angebracht sind.
Zu bemerken ist noch, daß die Schäfte nicht unbedingt
rund sein müssen, sondern auch anderen Querschnitt haben können.
Als Riegeielemente müssen auch nicht unbedingt
nur Kugeln vorgesehen sein, es können auch Plunger bzw. Kolben mit abgerundeten Stirnflächen verwendet
werden. Statt der Druckkugel 36 bzw. 70 bzw. 92 könnte auch ein anderer Druckkörper oder ein anderer
Nocken- bzw. Kurvenkörper verwendet werden.
In Fi g. 9 zeigt der Schaft 100 eine axiale Bohrung
102 auf, in welcher eine Kugel 104 genau, aber axial beweglich sitzt. Die axiale Bohrung 102 wird von
drei um je 120ö winkelversetzten radialen Bohrungen 106 geschnitten, in denen je eine !deinere Kugel
108 radial verschieblich ist. Bei der Abwandlung gemäß F i g. 9 ist an dem Schaft 100 eine Nut 110 vorgesehen,
in der ein Federring 112 sitzt, welcher die radialen Bohrungen sehnenförmig schneidet. Die Kugeln
108 sind dabei durch den Federring 112 gegen
Herausfallen nach innen gesichert und halten ihrerseits die Druckkugel 104. Die Druckschraube ist mit
114 bezeichnet.
Die Ausführung nach F i g. 9 zeichnet sich durch
größere Einfachheit und damit Billigkeit aus.
ist zu bemerken, daß Abänderungen in Einzeli der Erfindung vielfältig möglich sind, ohne
irfindungsgedanken zu verlassen. Grundsätzlich :lt es sich um die Verbindung zweier Teile mitder,
wobei ein Zapfen an dem einen Teil in eine Bohrung an dem anderen Teil paßt. Die Bohrung hat
dabei eine Ringnut, und der Zapfen hat radial bewegliche Kugeln, welche durch Betätigung von außen
teilweise in die Nut eintreten und damit die Teile miteinander verriegeln.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Werkzeughalter mit Werkzeugeinsatz, der mittels eines zylindrischen Schaftes von einer
Bohrung am Halter aufgenommen und in der Bohrung durch in Radialbohrungen des Schaftes
angeordnete, in eine Ringnut des Halters eingreifende Kugeln verriegelbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaft (20; 66; 88) mit einer Ringschulter (48) zur axialen Anlage am Halter (10; 60; 80) versehen ist und die Kugeln
(32; 68; 86) durch ein Verstellmittel (36, 42) in Anlage an der der Ringschulter (48) benachbarten
Ringschulter (54) der Ringnut (30; 84) bringbar sind.
2. Werkzeughalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Drehsicherung ein Keil
bzw. eine Feder (16) vorgesehen ist, die in eine Nut (26/28) am Halter (10) einerseits und am
Werkzeugeinsatz (12) andererseits eingreift.
3. Werkzeughalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verstellmittel eine
die Riegelkugeln (32; 68; 86) beaufschlagende Druckkugel (36) in einer koaxialen Bohrung des
Schaftes (20) des Werkzeugeinsatzes (12) angeordnet ist, auf die eine von außen zu betätigende
Druckschraube (42: 72: 94) wirkt.
4. Werkzeughalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Federring bzw.
Seegerring (40) in eine radiale Nut an der koaxialen Bohrung des Schafte.. (20) eingesetzt ist.
der die Druckkugel (36) und die Riegelkugeln (32) gegen Herausfallen aus der axialen Bohrung
sichert.
5. Werkzeughalter nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die äußeren Mündungen der Radialbohrungen (38) durch Einprägungen (52) bzw. angeformte
Schultern auf einen geringeren Durchmesser als demjenigen der Riegelkugeln (32) verkleinert
sind.
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| DE19702000576 DE2000576C3 (de) | 1970-01-08 | 1970-01-08 | Werkzeughalter mit Werkzeugeinsatz |
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|---|---|
| DE2000576A1 DE2000576A1 (de) | 1971-07-15 |
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| DE2000576C3 DE2000576C3 (de) | 1974-10-31 |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2000576C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2760399C2 (de) * | 1976-08-24 | 1989-08-17 | Kennametal Inc., Latrobe, Pa., Us |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4680999A (en) * | 1984-07-11 | 1987-07-21 | Kyoritsu Seiki Corporation | Replaceable tool |
-
1970
- 1970-01-08 DE DE19702000576 patent/DE2000576C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2760399C2 (de) * | 1976-08-24 | 1989-08-17 | Kennametal Inc., Latrobe, Pa., Us |
Also Published As
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| DE2000576A1 (de) | 1971-07-15 |
| DE2000576C3 (de) | 1974-10-31 |
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