DE20003804U1 - Wärmedämmelement aus einem geschäumten Kunststoffmaterial - Google Patents
Wärmedämmelement aus einem geschäumten KunststoffmaterialInfo
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Description
Hi/go 000571de 29. Februar 2000
Die Erfindung betrifft ein Wärmedämmelement aus einem geschäumten Kunststoffmaterial, insbesondere aus einem Thermoplasten, wie z. B. PS oder einem Duroplasten, wie beispielsweise PU.
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Derartige Wärmedämmelemente werden als Alternative zu Faserndämmaterial insbesondere für die Fassaden-Wärmedämmung eingesetzt. Insbesondere in der Ausführung als schubsteife Elemente besteht das Problem darin, dass es infolge der unterschiedliche Wärmeausdehnungen an der Grenzschicht des Wärmedämmelements zum Außenputz zur Rissbildung kommen kann. Die Gefahr der Rissbildung ist vornehmlich im Bereich der Stoß- und Lagefugen der Wärmedämmelemente gegeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wärmedämmelement aus einem geschäumten Kunststoffmaterial, insbesondere einem Thermoplasten oder einem Duroplasten und vorzugsweise aus einem Polystyrol-Hartschaum dahingehend zu verbessern, dass die Gefahr der Rissbildung in der auf das Wärmedämmelement aufgebrachten Putzschicht verringert wird, ohne dass die Wärmeleitfähigkeit vergrößert bzw. nennenswert vergrößert wird.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Wärmedämmelement aus einem geschäumten Kunststoffmaterial, insbesondere einem Thermoplasten oder einem Duroplasten, zur Anbringung an einer Gebäudewand und zum Tragen einer Putzschicht vorgeschlagen, wobei das Wärmedämmelement versehen ist mit
einer gebäudewandseitigen ersten Fläche zur Befestigung der Gebäudewand mittels eines Klebermörtels,
einer putzseitigen zweiten Fläche zum Aufbringen der Putzschicht und
vier Seitenflächen, die paarweise parallel zueinander sind, wobei
zunnindest zwei parallele Seitenflächen zum Ineinandergreifen benachbarter Wärmedämmelemente nach dem Nut-Feder-Prinzip ausgebildet sind,
vier Seitenflächen, die paarweise parallel zueinander sind, wobei
zunnindest zwei parallele Seitenflächen zum Ineinandergreifen benachbarter Wärmedämmelemente nach dem Nut-Feder-Prinzip ausgebildet sind,
und die zweite Fläche zur Verteilung der infolge unterschiedlicher temperaturbedingter Ausdehnungen oder feuchtebedingter Dehnungen/Schrumpfungen oder schwindbedingter Verkürzungen des geschäumten Kunststoffmaterials und der Putzschicht entstehenden mechanischen Spannungen mehrere sich kreuzende Nuten und/oder Einschnitte aufweist.
Erfindungsgemäß wird also vorgeschlagen, die der Putzschicht zugewandte Fläche des Wärmedämmelements mit einer Vielzahl von sich kreuzenden Nuten oder Einschnitten zu versehen. Dabei wird unter "Einschnitt" das Einbringen eines Schlitzes in die betreffende Fläche des Wärmedämmelements verstanden, wobei durch den Schlitz kein bzw. im wesentlichen kein Material aus der putzseitigen Fläche des Wärmedämmelements abgetragen wird, so dass die Wärmeleitfähigkeit nicht vergrößert wird und sich die Wärmedämmung nicht verschlechtert. Demgegenüber handelt es sich bei einer "Nut" im Sinne der Erfindung um das Einbringen eines zur putzseitigen Fläche hin offenen Kanals, was mit dem Abtrag von Material aus dem Wärmedämmelement verbunden ist. An zwei der schmalen Seitenflächen des Wärmedämmelements ist dieses mit korrespondierenden Vorsprüngen/Vertiefungen nach Art des Nut-Feder-Prinzips versehen, wobei es von Vorteil ist, wenn die anderen beiden Seitenflächen gegensinnig gestuft sind, so dass korrespondierende Stufenfalze zur überlappenden Anordnung zweier benachbarter Wärmedämmelemente entstehen.
Durch das Einbringen der Nuten bzw. Einschnitte wird die putzseitige Fläche des Wärmedämmelements in eine Vielzahl von Teilflächen unterteilt, die man als stirnseitige Flächen von von dem Wärmedämmelement abstehenden Vorsprüngen, Blöcken o. dgl. auffassen kann. Durch diese Unterteilung
der putzseitigen Fläche in Teilflächen wird die sich bei unterschiedlichen starken Verformungen des Wärmedämmelements und der aufgebrachten Putzschicht entstehenden Zug- und Druckspannungen über die Fläche des Wärmedämmelements verteilt, so dass sich bis zur Rissbildung führende Spannungen lokal nicht mehr aufbauen können.
Die Verteilung der Nuten und/oder Einschnitte über die betreffende Fläche des Wärmedämmelements kann unregelmäßig oder regelmäßig sein. In Bezug auf die Herstellung des erfindungsgemäßen Wärmedämmelements ist es von Vorteil, wenn die Nuten und/oder Einschnitte gruppenweise parallel zueinander und in einem regelmäßigen Muster angeordnet sind. Als mögliche Muster kommen hier die Anordnung der Nuten und/oder Einschnitte in Form von sich rechtwinklig kreuzenden Linien oder in Form von unter anderen Winkeln verlaufenden Linien in Frage, so dass polygonale Teilflächen entstehen, die beispielsweise Dreieck-, Rechteck-, Quadrat- oder Rautenform aufweisen.
Das Einbringen der Nuten und/oder Einschnitte erfolgt zweckmäßigerweise durch Einschneiden, Einritzen, Stanzen oder aber durch Material abtragende Techniken, wie Kerben, Heizdraht-, Wasserstrahl- oder Laserstrahlschneiden. Je nach dem zum Einsatz kommenden Material des Wärmedämmelements können V-förmige Nuten auch durch Komprimierung der beim Schneidvorgang entstehenden Einzelblöcke bzw. Einzelvorsprünge realisiert werden.
Als Alternative zur oben angegebenen Ausführungsform des Wärmedämmelements mit geradlinigen Nuten und/oder Einschnitten sei noch darauf hingewiesen, dass diese auch lediglich zumindest abschnittsweise geradlinig, polygonal oder gekrümmt verlaufen können.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Im einzelnen zeigen:
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Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Aufbau einer Gebäudewand mit Wärmedämm-Verbundsystem und
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Polystyrol-Hartschaum-Wärmedämmelements, wie es bei dem Wärmedämm-Verbundsystem gemäß Fig. 1 eingesetzt wird.
Anhand von Fig. 1 soll nachfolgend kurz auf den generellen Aufbau eines Wärmedämm-Verbundsystems 10 für die Fassadendämmung eines Gebäudes eingegangen werden. Auf den eigentlichen Baukörper (Außenwand) 12 werden einzelne Wärmedämmelemente 14 aufgebracht, bei denen es sich in diesem Ausführungsbeispiel um schubsteife Elemente, insbesondere Polystyrol-Hartschaum-Wärmedämmelemente handelt. Diese Wärmedämmelemente 14 werden mittels eines Klebermörtels 16 teil- oder vollflächig auf die Gebäudewand 12 aufgeklebt. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel sind benachbarte Wärmedämmelemente 14 nach dem Nut-Feder-Prinzip über korrespondierende Vorsprünge und Vertiefungen untereinander verzahnt.
0 Während die der Außenwand 12 zugewandte erste Fläche 16 der Wärmedämmelemente 14 mit der Gebäudewand verbunden sind, tragen die gegenüberliegenden Außenflächen 20 der Wärmedämmelemente eine mehrlagige Putzschicht 22. Diese Putzschicht 22 besteht aus einer Unterputzschicht 24 mit eingebettetem Armierungsgewebe 26 und einer Deckschicht 28.
Wie man anhand der Fign. 1 und 2 erkennen kann, sind in die die Putzschicht 22 tragenden Außenflächen 20 der Wärmedämmelemente 14 eine Vielzahl von Einschnitten 30,32 eingearbeitet, die entlang zueinander orthogonal verlaufender Linien regelmäßig über die Außenfläche 20 verteilt angeordnet sind. Auf diese Weise entstehen einzelne in diesem Fall quadratische Teilflächen 34, die zusammen die Außenfläche 20 der Wärmedämmelemente 14 bilden.
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Das in Fig. 2 gezeigte Wärmedämmelement 14 ist insoweit als eine alternative Ausgestaltung der bei dem Wärmedämm-Verbundsystem 10 gemäß Fig. 1 verwendeten Elemente 14 anzusehen, als in Fig. 2 anstelle von Einschnitten Nuten 3O',32' gezeigt sind. Diese Nuten 3O',32' sind breiter als die schlitzartigen Einschnitte 30 der Fig. 1.
Claims (8)
1. Wärmedämmelement aus einem geschäumten Kunststoffmaterial, insbesondere einem Thermoplasten oder einem Duroplasten, vorzugsweise aus Polystyrol-Hartschaum, zur Anbringung an einer Gebäudewand und zum Tragen einer Putzschicht, mit
- einer gebäudewandseitigen ersten Fläche (18') zur Befestigung der Gebäudewand (12) mittels eines Klebermörtels (16),
- einer putzseitigen zweiten Fläche (20) zum Aufbringen der Putzschicht (22), und
- vier Seitenflächen, die paarweise parallel zueinander sind, wobei
- zumindest zwei parallele Seitenflächen zum Ineinandergreifen benachbarter Wärmedämmelemente nach dem Nut-Feder-Prinzip ausgebildet sind,
- und die zweite Fläche (20) zur Verteilung der infolge unterschiedlicher temperaturbedingter Ausdehnungen oder feuchtebedingter Dehnungen/Schrumpfungen oder schwindbedingter Verkürzungen des geschäumten Kunststoffmaterials und der Putzschicht (22) entstehenden mechanischen Spannungen mehrere sich kreuzende Nuten und/oder Einschnitte (30, 32; 30', 32') aufweist.
2. Wärmedämmelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten und/oder die Einschnitte (30, 32; 30', 32') gruppenweise parallel zueinander verlaufen.
3. Wärmedämmelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschnitte (30,32) im wesentlichen ohne Abtragen von Kunststoffmaterial aus der zweiten Fläche (20) in diese eingebracht sind.
4. Wärmedämmelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschnitte und/oder Nuten (30, 32; 30', 32') durch Einritzen, Stanzen, Einschneiden oder durch Heizdraht-, Wasserstrahl- oder Laserstrahlschneiden in die zweite Fläche (20) eingebracht sind.
5. Wärmedämmelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (30', 32') unter Entfernen von Material aus der zweiten Fläche (20) in diese eingebracht sind.
6. Wärmedämmelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten und/oder Einschnitte (30, 32; 30', 32') geradlinig, abschnittsweise geradlinig, polygonal oder gekrümmt verlaufen.
7. Wärmedämmelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei parallele Seitenflächen wechselweise gegensinnig gestuft ausgebildet sind, wobei die Vorsprünge zueinander korrespondierend angeordnet sind.
8. Wärmedämmelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jede Seitenfläche zwei höhenversetzt zueinander angeordnete Vorsprünge aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20003804U DE20003804U1 (de) | 1999-03-02 | 2000-03-01 | Wärmedämmelement aus einem geschäumten Kunststoffmaterial |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19908981 | 1999-03-02 | ||
| DE19927876 | 1999-06-18 | ||
| DE20003804U DE20003804U1 (de) | 1999-03-02 | 2000-03-01 | Wärmedämmelement aus einem geschäumten Kunststoffmaterial |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20003804U1 true DE20003804U1 (de) | 2000-07-20 |
Family
ID=26052137
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE20003804U Expired - Lifetime DE20003804U1 (de) | 1999-03-02 | 2000-03-01 | Wärmedämmelement aus einem geschäumten Kunststoffmaterial |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20003804U1 (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002031281A1 (en) * | 2000-10-13 | 2002-04-18 | Zsolt Nagy | Heath insulating panel having patterned outside surface for heath insulation and decoration of buildings |
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2000
- 2000-03-01 DE DE20003804U patent/DE20003804U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20000824 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20030523 |
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| R081 | Change of applicant/patentee |
Owner name: KNAUF MARMORIT GMBH, DE Free format text: FORMER OWNER: MARMORIT GMBH, 79283 BOLLSCHWEIL, DE Effective date: 20050218 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20060608 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20080611 |
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| R071 | Expiry of right |