DE20002158U1 - Überlauf für Regenwasserspeicher mit integrierter Rückstau- und Kleintiersperre - Google Patents
Überlauf für Regenwasserspeicher mit integrierter Rückstau- und KleintiersperreInfo
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Description
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Überlauf für Regenwasserspeicher mit integrierter Rückstausicherung und Kleintiersperre.
Nach dem Stand der Technik werden in Regenwasserspeichern Überläufe eingebaut mit Siphon als Geruchsverschluß und abgeschrägter Überlaufkante als Skimmereffekt. Diese Überläufe bilden keinen Schutz gegen Rückstau aus dem Kanal und enthalten keinen Schutz gegen Kleintiere, wie z.B. Ratten aus dem Kanal, die über den Überlauf in den Regenwasserspeicher gelangen können. Zur Sicherung des Regenwasserspeichers gegen Kanälrückstau muß zusätzlich eine Rückstauklappe nach dem Stand der Technik installiert werden, die aber keinen Schutz gegen Ratten darstellt, da sie entweder nicht nagetiersicher ist, oder von Ratten geöffnet werden kann. Femer muß meist für die Rückstauklappe ein Revisionsschacht zur Wartung installiert werden. Zur Sicherung gegen Ratten muß zusätzlich eine entsprechende Ratten- oder Kleintiersperre nach dem Stand der Technik in den Überlauf eingebaut werden, um das Abstürzen von Ratten oder Kleintieren in den Speicher zu verhindern, die dann nicht mehr entkommen können und verenden. Durch den verwesenden Kleintierkadaver kann eine Verseuchung des Wassers eintreten. .
Alle bisherigen Vorrichtungen von Ratten- oder Kleintiersperren weisen Nachteile dergestalt auf, daß sie Querschnittsverengungen oder Widerstände im Überlauf darstellen, die zu Verstopfungen des Überlaufs führen können.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Überlauf zu schaffen, der gegen Rückstau gesichert ist und das Eindringen von Tieren in den Speicher verhindert. Diese Erfindung soll einfach zu fertigen, wartungsarm sein, keine Querschnittsverkleinerung oder Barriere bilden und keinen Angriffspunkt für Nagetiere bieten.
Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung der im Anspruch 1 aufgeführten Merkmale. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 7.
Der Überlauf (Fig. 2) besteht aus einem als Siphon (10) ausgebildeten Rohrbogen mit abgeschrägter Zulauf kante, die höher liegt als die Oberkante des Ablaufrohres (11). Das Ende des Siplionbogens (10) ist als Muffe (9) mit Dichtlippe ausgebildet, die über den unteren Zulauf (8) des Ablaufrohres (11) geschoben ist. Dadurch ist der Siphon (10) auf dem Zulauf (8) des Ablaufrohres (11) beim Einbau um 360° drehbar. Die Muffe (9) des Siphonbogens(IO) wird nach der Endmontage mit dem Zulauf (8) des Ablaufrohres (11) durch zwei Schrauben (13) gesichert. Eine 100 %-tige Dichtigkeit der Verbindung ist nicht erforderlich, da dieses Bauteil im Regenwasserspeicher eingebaut ist und sich bei überlaufendem Wasser sowohl im Übertaufsiphon, wie auch außerhalb des Siphons die gleichen Druckyerhältnisse ergeben: Das Ablaufrohr (11) ist als T-Stück ausgebildet, das im oberen Bereich eine Muffe (12) mit Dichtung enthält, in die der Abschlußdeckel (1) der Verschlußmechanik (Fig.1) eingedrückt ist. Im unteren Bereich befindet sich eine Reduzierung (7) auf das Innenmaß der Siphonmuffe. Diese Reduzierung (7) , stellt nach innen einen Anschlag für die Verschlußplatte mit Dichtung (5) der Verschlußmechanik (Fig.1)
Detlev Steinle, D-27809 Lemwerder
dar und entspricht im kleinsten Durchmesser mindestens dem des Ablaufrohres (11). Das T-Stück ist die Aufnahme für die Verschlußmechanik (Fig. 1).
Die Verschlußmechanik (Fig. 1) besteht aus dem Abschlußdeckel (1) mit Führungshülse (2), in der die , Schiebestange (3) geführt wird. Am unteren Ende der Schiebestange ist die Verschlußplatte (4) befestigt, die im unteren Randbereich eine Dichtung (5) aufweist. Das Andruckgewicht der Verschlußplatte ist durch ein Gewicht (6) einstellbar.
Im Ruhezustand verschließt die Verschlußplatte (4) mit der Dichtung (5) den Überlauf gegen die . Reduzierung (7) des Gehäuses. Bei überlaufendem Wasser aus dem Speicher wird die Verschlußplatte (4) durch den Wasserfließdruck gehoben. Je stärker die überlaufende Wassermenge ist, um so höher wird die Verschlußplatte (4) angehoben, bis zur kompletten freien Öffnung zum Ablaufrohr (11), so daß nichtgelöste Verschmutzungen mit dem Wasser ungehindert abfließen können. In geschlossenem Ruhezustand bietet die Verschlußplatte (4) keinen Angriffspunkt für Nagetiere und sichert den Speicher gegen das Eindringen von Tieren. Bei einem Öffnungsversuch müßte ein Nagetiere auf der Verschlußplatte (4) stehen und somit sich selbst anheben. Die Schiebestange (3) und Fühmngshülse (2) sind entweder aus bißfestem Material, oder in entsprechendem Umfang gefertigt, so daß kein Angriffspunkt für ein Nagetier besteht. Durch die komplette Abdeckung des Rohrquerschnitts mit der Versehlußplatte (4) können auch kleine Tiere, wie z.B. Regenwürmer oder Jungratten diese Sperre nicht überwinden. ,
Bei einem Rückstau aus dem Kanal wird der Überlauf durch die Verschlußplatte(4) abgedichtet. Je stärker der Rückstaudruck ist, um so stärker wird die Verschlußplatte(4) mit der Dichtung (5) gegen die Reduzierung (7) gedrückt und abgedichtet. Durch das Gewicht (6) auf der Verschlußplatte (4) kann festgelegt werden, ab welcher Einstauhöhe im Zulauf des Überlaufs die Verschlußplatte öffnet. Dadurch wird sichergestellt, daß die Verschlußplatte bei einem Kanalrückstau erst wieder öffnet, wenn der Staudruck im Regenwasserspeicher deutlich höher ist als im Kanal und ein Abfluß in den Kanal gewährleistet ist. ·
Zusätzlich kann am Abschlußdeckel (1) ein Sensor nach dem Stand der Technik befestigt werden, der einen Rückstau meldet, um somit nach Beendigung des Rückstaus eine Inspektion über die einwandfreie Verschlußfunktion des Überlaufs durch den Abschlußdeckel (1), durchführen zu können.
Ein Ausführungsbeispiel wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Fig. 1 Aufbau der Verschlußmechanik
Fig. 2 Aufbau des Überlaufs mit integrierter Verschlußmechanik als Rückstausicherung und Kleintiersperre -
• ♦ ··
Claims (7)
1. Überlauf für Regenwasserspeicher mit integrierter Rückstausicherung und Kleintiersperre, bestehend aus einem als Siphon (10) ausgebildeten Rohrbogen mit abgeschrägter Überlaufkante, die höher liegt als die Oberkante des Ablaufrohres (11) und einem Ablaufrohr (11) als T-Stück ausgebildet, das im oberen Bereich eine Aufnahme (12) mit Dichtung enthält, in die der Abschlußdeckel (1) eingedrückt werden kann, sowie einer weiteren Aufnahme (9) am Siphon (10), die über den Zulauf (8) des Ablaufrohres (11) geschoben wird. Zuzüglich dem Überlaufverschluß (Fig. 1), bestehend aus dem Abschlußdeckel (1) mit Führungshülse (2), in der die Schiebestange (3) geführt wird, sowie einer am unteren Ende der Schiebestange befestigten Verschlußplatte (4) mit Dichtung (5) die gegen eine Reduzierung (7) den Überlauf verschließt, sowie einem Gewicht (6), über das der Öffnungsdruck der Verschlußplatte (4) mit Dichtung (5) eingestellt werden kann.
2. Überlauf für Regenwasserspeicher nach Ansprüch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Siphon (10) auf dem Gehäuse des Ablaufrohres (11) um 360° drehbar ist.
3. Überlauf für Regenwasserspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Teile des Überlaufs in Material oder Form so gestaltet sind, daß keine Angriffspunkte für Nagetiere bestehen.
4. Überlauf für Regenwasserspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlauf aus korrosionsbeständigen Werkstoffen wie z. B. Kunststoffe und Edelstahl gefertigt ist.
5. Obenauf für Regenwasserspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Montage, bzw. Demontage des Überlaufverschluß (Fig. 1) nur durch eindrücken, bzw. herausnehmen des Abschlußdeckel (1) in/aus der Aufnahme (12) mit Dichtung erfolgt.
6. Überlauf für Regenwasserspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Abschlußdeckel (1) ein Sensor zur Meldung von Kanalrückstau installiert werden kann.
7. Überlauf für Regenwasserspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Veränderung des Gewichtes (6) der Öffnungszeitpunkt der Verschlußplatte (4) mit Dichtung (5) eingestellt werden kann.
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