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DE208764C - - Google Patents

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Publication number
DE208764C
DE208764C DENDAT208764D DE208764DA DE208764C DE 208764 C DE208764 C DE 208764C DE NDAT208764 D DENDAT208764 D DE NDAT208764D DE 208764D A DE208764D A DE 208764DA DE 208764 C DE208764 C DE 208764C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
substances
mass
molds
glue
masses
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT208764D
Other languages
English (en)
Publication of DE208764C publication Critical patent/DE208764C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08L89/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2389/00Characterised by the use of proteins; Derivatives thereof
    • C08J2389/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08J2389/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dermatology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 396. GRUPPE
Verfahren zum Gießen von Formstücken. Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. September 1906 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung geformter Gegenstände aus elastischen Massen, die hauptsächlich aus Leim- und hygroskopischen Substanzen, wie Glycerin, Chlorcalcium, Chlormagnesium o. dgl., bestehen, und welche in vieler Hinsicht Gummi oder Kautschuk ähnlich sind und unter gewissen Umständen als Ersatz desselben benutzt werden können. Bei der Herstellung
ίο von solchen Massen pflegt man den Leim zusammen mit den hygroskopischen Substanzen in Wasser aufzulösen und der so erhaltenen Lösung gegebenenfalls Füllstoffe o. dgl. zuzumischen. Um die Masse in Wasser unlöslich zu machen, setzt man ihr in bekannter Weise Chromate oder andere oxydierende Substanzen zu, die durch Einwirkung des Lichtes Oxydation der Leimsubstanz und Härtung der Masse bewirken.
Die Herstellung von geformten Gegenständen aus solchen Massen durch Gießen ist bisher fast unmöglich gewesen, weil die Masse infolge der durch das Licht bewirkten Oxydation der Leimsubstanzen so schnell gelatiniert, daß ein Ausfüllen der Gießformen unmöglich ist. Gelingt es auch, einen einfachen Gegenstand zu formen, so ergibt sich doch der Übelstand, daß dessen Oberfläche unter der Einwirkung des Lichtes sehr schnell hart und spröde wird,
während seine inneren Teile, weil die Abdampfung des Wassers durch die harte Oberfläche verhindert wird, weich bleiben.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf ein Verfahren zur Herstellung von geformten Gegenständen aus den oben angegebenen Massen, durch deren Verwendung die obenerwähnten Übelstände beseitigt werden. Das Verfahren besteht darin, daß man der geschmolzenen oder gelösten Masse vor dem. Gießen Farbstoffe bzw. gefärbte Stoffe beimischt, welche die unten angegebenen Farben, oder Farbenkombinationen haben, so daß sie die oxydierende Einwirkung des Lichtes auf die Masse verzögern, wodurch diese nur verhältnismäßig langsam oxydiert und gehärtet wird und also die Gießform auszufüllen vermag. Es empfiehlt sich hierbei, die genannten Stoffe in Paraffinöl, Mineralöl, Fett o. dgl. angerührt der Masse beizumischen. Hierdurch erreicht man den weiteren Vorteil, daß die Masse durch die Beimischung dieser Stoffe, die gegen die Einwirkung der Luft vollkommen indifferent sind, von letzterer nicht beeinflußt wird, sondern sich unverändert während unbegrenzter Zeit hält. Die Gegenstände werden hierdurch geschmeidig und infolgedessen sehr widerstandsfähig. Die genannten Stoffe müssen zugleich mit oder vor dem Chromatzusatz zugemischt werden, zweckmäßig in einer Menge von 0,4 bis 1,5 Prozent des Leimsubstanzgewichtes. Die obenerwähnten Stoffe müssen eine schwarze, rote, blaue oder gelbe Farbe oder auch eine andere durch Kombination von diesen erhaltene Farbe haben. Als geeignete Farbstoffe erweisen sich z. B. Kienruß, Zinnober, roter Bolus, Mennige, Gelbocker, Ultramarin, Anilinfarbstoffe usw.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Gießen von Formstücken aus" Massen, die hauptsächlich aus Leim- und hygroskopischen Substanzen sowie
    60
    Chromaten oder anderen oxydierenden Substanzen bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß man der gelösten oder geschmolzenen Masse vor ihrem Eingießen in die Formen und vor oder zugleich mit dem Chromatzusatz einen oder mehrere Farbstoffe oder gefärbte Stoffe von schwarzer, roter," blauer öder gelber Farbe ■ oder von einer durch Kombination von diesen erhaltenen Farbe beimischt, um eine Verzögerung der durch Einwirken des Lichtes bewirkten Härtung der Masse und somit ein vollkommenes Ausfüllen der Gießformen zu bewirken.
DENDAT208764D Active DE208764C (de)

Publications (1)

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DENDAT208764D Active DE208764C (de)

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DE (1) DE208764C (de)

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