DE2064602A1 - Verfahren und Anordnung zur Zeichentrennung bei der maschinellen Zeichen erkennung - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur Zeichentrennung bei der maschinellen Zeichen erkennungInfo
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- DE2064602A1 DE2064602A1 DE19702064602 DE2064602A DE2064602A1 DE 2064602 A1 DE2064602 A1 DE 2064602A1 DE 19702064602 DE19702064602 DE 19702064602 DE 2064602 A DE2064602 A DE 2064602A DE 2064602 A1 DE2064602 A1 DE 2064602A1
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Description
Böblingen, 29. Dezember 1970 bt-rz
Anmelderin: International Business Machines
Corporation, Armonk, N.Y. 10504
Amtliches Aktenzeichen: Neuanmeldung Aktenzeichen der Anmelderin: Docket RO 969 005
Verfahren und Anordnung zur Zeichentrennung bei der maschinellen Zeichenerkennung ^
Die Erfindung betrifft ein Verfahren bei der maschinellen Zeichenerkennung
zur Trennung aneinandergrenzender oder sich überdeckender
Zeichen, die mittels mindestens eines Abtasters und eines Wandlers in eine zeitabhängige und/oder räumlich verteilte Reproduktion
umgewandelt werden, die in einem Zwischenspeicher gespeichert wird.
Die meisten Anordnungen zur Zeichenerkennung sind so aufgebaut, daß jeweils nur einzelne, isolierte Zeichen erkannt werden können.
Demzufolge ist es notwendig, eine sichere Anzeige für Anfang und Ende eines Zeichens zu haben. Abgesehen von der maschinellen Erkennung
von zusammenhängend geschriebener Handschrift - dabei tritt das Problem wohl im größten Umfang auf -, ergeben sich auch
bei der Abtastung und Erkennung maschinell erstellter Zeichen Schwierigkeiten beispielsweise durch fehlerhaften Druck oder unkorrekten
Transport des Aufzeichnungsträgers. Sobald sich zwei
zu erkennende Zeichen berühren, ist mit dem größten Teil der derzeitig handelsüblichen Zeichenerkennungsmaschinen eine Erkennung
nicht mehr möglich.
Er> wurde bereits vorgeschlagen, bei gedruckten Zeichen, die üb-Licherwelse
eLne bestimmto Zeichenbreite nicht überschreiten, die
Ι.ΪΛ cxv, ι iinq bel.'ipielHwel t!f.i nach Durch Lauien einnr Anzahl von Bali-
ι (ι a ti /9 / μ a 5 "" 0RK3INAL
nen, bzw. nach einer bestimmten Abtastzeit abzubrechen, um damit
eine hintere Zeichengrenze zu definieren. Dieses Verfahren führt möglicherweise zu einer Erkennung des ersten von zwei ineinander
gedruckten Zeichen, macht jedoch die Erkennung des zweiten sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, da der vordere Teil des
zweiten Zeichens nicht mehr berücksichtigt wird. Eine andere bereits vorgeschlagene Möglichkeit zur Zeichentrennung besteht
in der Ausnutzung bestimmter, durch einen Grenzwert definierter Dichteschwankungen zwischen zwei sich berührenden Zeichen. Zweifel
los ist hierdurch eine gewisse Verbesserung möglich, wird der Grenzwert jedoch relativ hoch angesetzt, um auch stark miteinander
verbundene Zeichen noch trennen zu können, so tritt möglicherweise auch eine Trennung einzelner relativ schwach gedruckter
Zeichen auf, die eine Erkennung solcher Zeichen unmöglich macht.
Aufgabe der Erfindung ist es, die genannten Nachteile der bereits vorgeschlagenen Verfahren und bekannten Anordnungen zu vermeiden
und ein bei geringstmöglichem Aufwand sicheres Verfahren zur Trennung zusammenhängender oder sich überdeckender Zeichen anzugeben.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß durch Abtastung des Zwischenspeichers und gegebenenfalls
des Wandlers räumlich benachbarte Teilflächen spalten- oder zeilenweise verglichen werden, daß eine spalten- bzw.
zeilenweise oder zeichenweise Summierung der Vergleichsergebnisse erfolgt, daß diese Teilsummen mit Gewichtungskoeffizienten
bewertet, und nach Abtastung jeweils einer Spalte oder Zeile die Gesamtsumme gebildet wird, abhängig von deren Größe eine Zeichentrennung
durchgeführt wird.
Verfahren der vorgeschlagenen Art ist uncibhängig von der
Zeichenform, da es von der prinzipiellen Voraussetzuncj ausgeht,
daß das IiLnlenlntef/ral um eLn Isoliert: ütehencles Kelchen Muli i;t
FUr jedes von zwei α Loh berührenden "eichen Uj t dLe»r»r?.-j Inteqt al
jedoch ungleich NaLL, i.eine (Jrö/Je bemLiSt :>lch lUmn n.irh dar tin
Docket; Fid <
>οί) 005
1 0 «j B 2 Ü / 1 I 9 S
BAD
der Berührungsstelle herrschenden Zeichendichte. Durch entsprechende
Gewichtung der Einflußgrößen läßt sich ein Schwellwert bestimmen, der für eine exakte Zeichentrennung in einer Großzahl
der Fälle sich berührender Zeichen sorgt.
Eine vorteilhafte Anordnung zur Durchführung des Verfahrens in einer Vorrichtung zur maschinellen Zeichenerkennung mit einer
die zu erkennenden Zeichen abtastenden Abtastvorrichtung und einem an diese angeschlossenen Wandler, einem Zwischenspeicher
zur Aufnahme einer Reproduktion der abgetasteten Zeichen und einer Zeichenerkennungsschaltung zeichnet sich dadurch aus, daß
zumindestens einzelne Elemente des die elektrische Zeichenreproduktion aufnehmenden Zwischenspeichers mit Vergleichsschaltungen
und deren Aus gangs leitungen wiederum mit einer ein Zeichentrennsignal nach Maßgabe vorgebbarer Bedingungen erzeugenden
Schaltungsanordnung verbunden sind, und daß die das Zeichentrennsignal führende Ausgangsleitung der Schaltungsanordnung an die
Zeichenerkennungsschaltung angeschlossen ist.
Weitere Merkmale der Erfindung können den Patentansprüchen, Einzelheiten den nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen
der Erfindung mit den zugehörigen Zeichnungen entnommen werden. Auf den Zeichnungen zeigen:
Fig. l ein Blockschaltbild eines Zeichenerkennungssystemes,
das eine Einrichtung zur Zeichentrennung gemäß der Erfindung enthält,
Fig. 2 zwei sich überschneidende Zeichen,
Fig. 3 die die Zeichenmatrix bildenden Schieberegister,
Fig. 4 ein Blockschaltbild der logischen Schaltung zur Bestimmung dreier Mustermerkmale,
Fig. 5 drei Beispiele von sich berührenden Zeichen,
Docket KO 969 005 -,O9829/ 1195
Fig. 6 ein Blockdiagramm der logischen Schaltung zur Bestimmung
dreier weiterer Mustermerkmale des abgetasteten Zeichens,
Fig. 7 ein Ablaufdiagramm für die Ausführung des Trennalgorithmus
,
Fig. 8 ein Blockdiagramm der speziell zur Durchführung des Trennalgorithmus geschaffenen Bauteile,
Fig. 9 zwei sich überschneidende Zeichen,
Fig. 10 sich stark berührende Zeichen mit einer hohen Druckdichte und
Fig. 11 ein Blockdiagramm einer Analogschaltung zur Ableitung
der Trennparameter.
Fig. 1 zeigt in einem grundlegenden Diagramm ein System zur Zeichenerkennung, welches eine Einrichtung zur Zeichentrennung
enthält. Es wird angenommen, daß die Video-Eingangssignale von einem bekannten Raster-Abtastsystem kommen, welches vertikal
von unten nach oben und von rechts nach links abtastet, und daß diese Signale auf einen Videodetektor 10 gegeben werden,
W dessen Ausgangssignale auf einen Bildspeicher 14 geleitet werden. Der Bildspeicher 14 speichert die das abgetastete Zeichen darstellenden
Videobits in Matrixform. Eine Trenneinheit beeinflußt das gespeicherte Bild so, daß sich berührende Zeichen getrennt
werden. Die Zeichenerkennungseinheit 16 stellt entsprechend den Erkennungsalgorithmen die Identität von in der Matrix des Bildspeichers
14 gespeicherten Zeichen fest. Die Trennschaltung 12 bestimmt mit Hilfe eines nachfolgend noch zu beschreibenden
Algorithmus den geeigneten Zeitpunkt, an welchem die Trenneinheit eingeschaltet wird. Auf diese Weise wird die Trenneinheit, die
sich stark berührende Zeichen trennen kann, im Mittelteil eines einzelnen Zeichens nicht eingeschaltet und kann somit ein
Zeichen nicht in zwei Hälften trennen.
Docket RO 969 005 10ä829/1196
ϊ1: " "■ ·' 1I"-11" "■■■■■"■'"■: ':·-' ■' :'··-:· ■■■.■■■■ ·' :
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Ein einfaches Beispiel für zwei sich berührende Zeichen ist in Fig. 2 gegeben. Die Zahlen an der Unterkante des Zeichens "O"
geben die Anzahl der vertikalen Abtastungen an. Hinter der 30. Abtastung, der letzten des Zeichens O, folgt in einem System mit
vollständig getrenntem Zeichen eine leere Abtastung. Die beiden Zeichen 0 und N sind jedoch nicht durch eine Leer-Abtastung voneinander getrennt, da sie sich überschneiden. Die das Zeichen
darstellende digitalisierte Videoinformation wird auf ein serielles Schieberegister der in Fig. 3 gezeigten Art geleitet
und dort gespeichert. Die seriell angeordneten Schieberegister sind genauso lang wie eine vertikale Abtastbahn. Das äußerste ^
linke Schieberegister stellt die laufende Abtastung η dar, das ™
nächste Schieberegister die Videosignale von der Abtastung n-l usw. Die obersten drei Registerpositionen sind vertikal durch die
Buchstaben A, B und C gekennzeichnet. Die Horizontalpositionen sind durch die Abtastnuramern n, n-l, n-2 bezeichnet. Die Bitinformation im Speicherschieberegister der Fig. 3 wird dazu benutzt,
drei Mustermerkmale zu erzeugen, die die Grundlage für den
Trennalgorithmus bilden. Bevor der Trennalgorithmus genauer beschrieben
wird, wird die Merkmalbestimmung im Zusammenhang mit den Fign. 2, 3 und 4 beschrieben.
In dieser Beschreibung werden Ausdrücke und Zeichen mit folgender Bedeutung benutzt: ^
P = die Anzahl der Zeichenkantenbits, d.h. der Ober- bzw. Untergrenze
einer Abtastspur. Anders ausgedrückt stellt die Zahl P denjenigen vertikalen Teil der Abtastspur dar, der außerdem in
Abtastrichtung betrachtet die Vorderkante eines Zeichens sein kann. In der Spur 12 der Fig. 2 erreicht die Anzahl der Zeichenbits,
d.h. die vertikale Dichte L den Wert 5. Da die ganze vertikale Linie des in der Spur 12 aufgenommenen Zeichens außerdem
eine Ober- und Untergrenze eines Zeichens ist, ist der Wert P tür die Abtastspur 12 ebenfaLls gleich 5.
/lit dem Buchstaben N wird die Anzahl der F'eblbits bezeichnet,
uie liürteutunfj der Werte P iür dJU· ZeLchenkantenbits eLner
Docket IiO Of.') (X)1,
1 ü il 8 Ί f) / 1 1 B 5 ÖAO
206A602
Abtastspur, N für die Fehlbits und L für die Zeichenbits gehen
aus einer Betrachtung der Abtastspur 14 in Fig. 2 hervor. Der Wert L14 ist 14, da bei dieser Abtastung 14 schwarze Bits abgetastet werden. Zwei dieser schwarzen Bits bilden einen Teil
der Begrenzung eines Zeichens, und zwar das oberste und das unterste schwarze Bit. Demzufolge ist P.. « 2. In der Spur 14
treten keine Fehlbits auf und somit ist N4 » O. In der Abtastspur 15 ist jedoch N5 = 11, da 11 Bitstellen, die in der
vorigen Abtastspur von schwarzen Bits belegt waren, jetzt nicht durch schwarze Bits belegt sind.
Der Trennalgorithmus der vorliegenden Erfindung basiert auf den
folgenden Forraeessungen des Zeichens. Wenn «!genommen wird, daß
die Zeichen vertikal von unten nach oben und horizontal von rechts nach links abgetastet werden, so wird das digitalisierte
Videosignal in das Abtastspeicher-Schieberegister der Fig. 3 verschoben und die Messungen P, N und L entsprechend der in
Fig. 4 gezeigten Schaltung vorgenommen. Die grundlegenden Formbeziehungen, die durch ein binäres Muster erfüllt werden, sind
in den folgenden Gleichungen 1 und 2 gegeben. Für jede Abtastung η des Musters gilt
£ 3 j=0 3 n
an der durch Leer-Abtastungen definierten natürlichen Trennstelle ist
η η
N
J
(2) I P. ~ I N = O
j=0 J
j=0
erfüllt.
erfüllt.
Die Gleichungen 1 und 2 bedeuten, daß am Ende einer jeden Abtastung
des Musters die Summe der Zeichenkantenbitwerte P. abzüglich der Summe der Fehlbitwerte N.. gleich der Anzahl von
Zeichenbits in der Abtastung η ist. Die Gleichung 2 ist erfüllt,
sobald die Abtastung η Leer ist und als solche einen Trennungs-
Docke t RO 960 ΟΟΰ
10 9 8 2 9/ I T95
BAD ORIGINAL
■Η ■'(, !!^»lllllliliPIIIIFill 11V
206A602
ρunkt definiert. Das bedeutet, daß die Hinterkante aller Huster-Abtastspuren,
die vorher in diesem Zeichen gefunden wurden, überschritten wurde. Die unten stehende Tabelle 1 zeigt die aus
den Abtastungen 12 bis 31 des in Fig. 2 gezeigten Zeichens 0 resultierenden Parameter.
| Σ», | Tabelle | 1 | Ln | N η |
* | |
| an (n) | 0 | ΣΡ3 | 5 | 0 | 5 | |
| 12 | 0 | 5 | 12 | 0 | 7 | |
| 13 | 0 | 12 | 14 | 0 | 2 | |
| 14 | 11 | 14 | 6 | 11 | 3 | |
| 15 | 14 | 17 | 5 | 3 | 2 | |
| 16 | 16 | 19 | 4 | 2 | 1 | |
| 17 | 17 | 20 | 5 | 1 | 2 | |
| 18 | 18 | 22 | 4 | 1 | 0 | |
| 19 | 18 | 24 | 4 | 0 | 0 | |
| 20 | 18 | 24 | 4 | 0 | 0 | |
| 21 | 18 | 24 | 4 | 0 | 0 | |
| 22 | 18 | 24 | 4 | 0 | 0 | |
| 23 | 18 | 24 | 6 | 0 | 0 | |
| 24 | 20 | 24 | 4 | 2 | 0 | |
| 25 | 22 | 24 | 4 | 2 | 2 | |
| 26 | 22 | 26 | 6 | 0 | 12 | |
| 27 | 24 | 28 | 16 | 2 | 12 | |
| 28 | 28 | 40 | 12 | 4 | 0 | |
| 29 | 32 | 40 | 9 | 4 | 1 | |
| 30 | 40 | 41 | 2 | 8 | 1 | |
| 31 | 42 | |||||
Gleichung 1 ist immer erfüllt, am Ende der Abtastung ist jedoch Gleichung 2 nicht erfüllt, weil die Zeichen sich überschneiden.
Wenn die Abtastung 31 leer wäre, wäre die Gleichung 2 erfüllt und würde eine natürliche Trenneteile definieren.
Da die Abtrennung bei Berührung oder Überschneidung von Zeichen
nicht auf der Erfüllung der Gleichung 2 basieren kann, basiert der Zeichen-Trennalgorithmus auf einer Schwellenwertfunktion T,
die aus den Gleichungen 1 und 2 abgeleitet und allgemein durch die Gleichung 3 beschrieben ist.
(3) T - f(I0U[P]) - f (J0V[N]) - f(I-W[L]) - X
worin
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109829/11SS
C = Summe über dem Zeichen
S = Summe über der Abtastung
U, V, W, X = positive Gewichtungskoeffizienten und P, N, L = Meßwerte der allgemeinen Form ähnlich den unten und in Fig. 4 gezeigten sind.
S = Summe über der Abtastung
U, V, W, X = positive Gewichtungskoeffizienten und P, N, L = Meßwerte der allgemeinen Form ähnlich den unten und in Fig. 4 gezeigten sind.
Die Gleichung 3 besagt, daß der Schwellenwert T eine Funktion ist der Summe der Zeichenkantenbitwerte über das ganze Zeichen,
gewichtet durch den Faktor U, abzüglich der Summe der Fehlbitwerte
über das ganze Zeichen, gewichtet durch den Faktor V, abzüglich der durch den Faktor W gewichteten Bitdichte der
gegenwärtig abgetasteten Spalte und einer zusätzlichen Gewichtung durch den Koeffizienten X. Bei der Benutzung der Gleichung 3
zur Trennung in einem speziellen Anwendungsbeispiel wird durch Wahl der Meßwerte P, N und L und durch eine veränderliche Steuerung
der Gewichtungskoeffizienten über das Zeichen der Schnittbereich mit seinem Anfang in die erste Abtastung gelegt, in
welcher T kleiner gleich 0 ist.
Bevor spezielle Beispiele für den Trennalgorithmus und das Gerät zur Ausführung dieses Algorithmus gegeben werden, werden einige
allgemeine Betrachtungen über die Zeichengeometrie und Form in Bereichen angestellt, in denen Schnitte auftreten können. Einige
Beispiele für sich berührende Zeichen sowie die erste Abtastung, bei der eine Trennung zulässig ist, sind in Fig. 5 gezeigt. Für
Zeichen, die mit Vertikallinien auf der linken Seite enden, wie z.B. das E in der obersten Zeile der Fig. 5, kann die Schnittstellen-Schwellenfunktion
in einem bestimmten Abstand von der linken vertikalen Linie erfüllt werden, wenn der Koeffizient V
der N-Messung in diesem Bereich erhöht wird. Diese Erhöhung ist erforderlich, da die Summe der N-Werte allein sehr klein ist,
wenn das berührende Zeichen in einer linken vertikalen Linie endet.
Bei Betrachtung des letzten Zeichens N in der mittleren Zeile in Fig. 5 stellt man fest, daß das beendende Merkmal imSchnittbe-
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10 9 8 2 9/1195 t
reich stark verschleiert ist. Der Teil der Verbindung rauB daher
durch den Ausdruck W(L) und den Ausdruck X subtrahiert werden, wenn man auf den Schnittbereich stößt. Das Zeichen A in der
untersten Zeile der Fig. 5 zeigt im Schnittbereich eine abnehmende Dichte des Bitmusters. Die durchgezogenen senkrechten
Linien mit den Pfeilen an den Enden bezeichnen die Bereiche, in denen ein Schnitt zuerst erzeugt werden könnte. Der tatsächliche
Schnitt erfolgt aber einig« Abtastspuren weiter links von jeder senkrechten Linie.
Allgemeine Merkmale des Sahnittberelches von Zeichen können wie
folgt zusammengefaßt werden: f
1. N-Werte treten häufiger auf, da die Zeichen-Hinterkanten eine
Erhöhung ihres Koeffizienten in der Mähe des Schnittbereiches herbeiführen;
2. P-Werte sind in einem Schnittbereich unwahrscheinlich, da sie
Vorderkanten eines Zeichens bezeichnen. Diese Tatsache legt den Einschluß eines Sperrausdruckes nahe, der auch P-Summen
über eine Abtastung enthält;
3. Die Bitdichte L nimmt ab, da das Zeichen zu Ende geht;
4. Die Bitdichte in der ersten Abtastung des Abschnittes ist Λ
wahrscheinlich relativ zur Zeichenhöhe groß, z.B. bei sich berührenden O1S.
Anschließend wird ein Beispiel für eine besondere Formulierung des Trennalgorithmus betrachtet. Die Grundmessungen P, N und L
erfolgen gemäß der Definition durch die in Fig. 6 gezeigte Schaltung. Diese unterscheidet sich von der in Fig. 4 gezeigten Schaltung zur Erzeugung derselben Parameter dadurch, daß zusätzlich
die horizontale UND-Verknüpfung der schwarzen Bits in der P- und L-Messung eingeführt wurde, um die Auswirkungen einzelner ein Bit
breiter Störungen auf die Meßergebnisse zu reduzieren. Bei Verwendung der UND-Form der P- und N-Messungen ist die Differenz
einheitlich gewichteter P-N-Werte nach jeder Abtastung im
Docket RO 969 0O5 - η Λ ο ->
η / 1 1 α G
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Zeichen gleich der Anzahl von UND-Blts zwischen den Abtastungen
η und n-1. 01· L-Meseung hat aus zwei Gründen die dargestellte
Form. Erstens treten L-Werte In solchen Bereichen des Musters
häufiger auf, die durch eine abnehmende Dichte an schwarzen Bits
gekennzeichnet sind und zweitens wird ihr Auftreten reduziert proportional zur Anzahl der horizontalen Linienelementen, die in
der vertikalen Abtastung auftreten. Basierend auf den Parametermessungen durch die in Fig. 6 gezeigte Schaltung kann ein
speziell·* Beispiel der Trenn-Schwellenwertfunktion, die in der
unten stehenden Gleichung 4 gegebene Form annehmen.
(41 Tn -
worin
η » Zahl der Abtastungen seit Zeichenanfang
U. » 1
V=I+ 0,05(F) + O,O3(F)
Yn - 0,5
Wn - 0,8 + 0,03(F)
Xn = F
Die für die Gewichtungsfunktionen gewählten Werte sind Erfahrungswerte. Die Gewichtungsfunktionen V, W und X sind abhängig
von den Veränderlichen F und F veränderlich. Die Veränderlichen F und F sind selbst wieder von einer Rückkopplungsbedingung
abhängig, die mit CFR bezeichnet ist. Die unten zu definierenden Werte CFR und somit die Werte F und F sind günstige Gewichtungsfunktionen, die sich auf die Formparameter beziehen. Sie
sollen eine Trennung an der Hinterkante des Zeichens wahrschein licher machen. Die Rückkopplungsbedingung CFR ist durch die
Gleichung 5 definiert.
109829/119S BAD ORIGINAL
11 =:: .-■■. - :■:■■! -ι: ■■:!!! fi::: ;■■■ .
206Α602 - li -
(5) CFR = CPR , + 1, wenn Y (U. [Ρ.Ί-V. [N.1-3F)
>1,5
η η-1 .^1 DD JJ
η
n = CFRn-1, wenn J (U^ [P.]-V. [ϊ^]-3F) £1,5
n = CFRn-1, wenn J (U^ [P.]-V. [ϊ^]-3F) £1,5
η
CFRn =
worin CFRo ~ °
Aus Gleichung 5 ist zu ersehen, daß diese Funktion ansteigt, wenn die gesamte Vorderkantenlänge um einen bestimmten Betrag
größer ist als die gesamte Hinterkantenlänge (beide gewichtet). Die Gewichtungsfunktionen F und F sind durch die nachfolgenden Λ
Gleichungen 6 und 7 definiert.
(6) F=O wenn CFR <10
η η
F = CFR -10 wenn CFR >10
η η η—
η η η—
worin F=O
(7) F = F + 1 wenn CFR >1 und wenn CFR . = CFR
η η~1 η— η-1 η
F=F, wenn CFR = CFR , + l η η-1 η n-1
worin F=O %
Die Rückkopplungsbedingung wird am Ende einer jeden Abtastung yemessen, während der Abtaster über das Zeichen läuft. Für jede
Abtastspur, nach der die Beziehung in Gleichung 5 erfüllt ist, wird die CFR-Zahl um Eins erhöht. Nach den ersten zehn Rückkopplungsanforderungen
wird F jedesmal um Eins erhöht, wenn CFR erhöht wird. Die Funktion F wird nach jeder Abtastung erhöht,
wenn CFR nicht erhöht wird, vorausgesetzt, daß CFR mindestens einmal für dieses Zeichen erfüllt wurde.
Die gewichtete Summe von P-N (Gleichung 5) über das Zeichen bleibt
groß, wenn entweder das digitalisierte Videomuster stark ist oder
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sich aus starken horizontal verlaufenden Linien zusammensetzt, wie
z.B. beim Zeichen S. Große P-N-gewichtete Summen zeigen einen
hohen Grad von Verbundenheit an und eine größere Wahrscheinlichkeit
einer schwierigeren Trennung. In diesem Fall wird der "starke" Rückkopplungsausdruck S schneller vorgeschaltet. Auf
der anderen Seite führt eine weniger starke Verbundenheit dazu, daß der "leichte" Rückkopplungsausdruck P schneller vorgeschaltet
wird. Aus Gleichung 4 ist zu ersehen, daß die Rückkopplungsparameter
F und F in den negativen Mengen der Schwellenwertgleichung enthalten sind. Der "starke" Rückkopplungsparameter F
senkt den Schwellenwert in einem größeren Ausmaß als der "leichte" Rückkopplungsparameter F. Zu Beginn der Abtastung eines Zeichens
ist der Wert T im wesentlichen gleich der Summe der P-Werte, d.h. der Zeichenkantenbits über das Zeichen, abzüglich der Summe der
Fehlbitwerte N über das Zeichen zuzüglich eines Faktors, der auf die Differenz zwischen den Zeichenkantenbits und der Dichte
in der letzten Abtastung bezogen ist. Wenn die Verbindung groß ist (Zeichen mit großer Dichte), ist zwar die Differenz zwischen
dem P- und dem N-Wert hoch, der Wert T wird jedoch durch den Rückkopplungsparameter F erniedrigt.
Die eigentliche Berechnung des Wertes T kann entweder durch einen extra hierfür programmierten Digitalrechner oder durch einen
Analogrechner vorgenommen werden. In Fig. 7 ist ein zur Durchführung einer solchen Berechnung mit einem allgemeinen Digitalrechner
geeignetes Programm-Ablaufschema gezeigt. Fig. 7 zeigt
die Berechnungsfolge für die Trenn-Schwellenwertfunktion während
des Abtastung eines Zeichens in Echtzeit. Das Ablaufdiagramm ist
im wesentlichen selbsterklärend/ da jeder Block die durchgeführte Rechenfunktion anzeigt, wobei die ursprünglichen Blocks
die Anfangswerte der Gewichtungsfunktionen wiedergeben. Der
grundlegende Rechenzyklus pro Abtastung kann in drei aufeinanderfolgende Operationen unterteilt werden. Beginnend zur Startzeit
wird die Berechnung eingeleitet durch Setzen der Messungskoeffizienten
auf ihre ersten Bedingungswerte. Zuerst wird das Zeichen während der Verschiebungszeit abgetastet. Das digitalisierte
Video-Abtast-Signal wird durch den Mess-Matrixbereich in das
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^Abtastspeicher-Schieberegister eingegeben. Das gestattet die
Berechnung der Parameter P, N und L sowie die gewichtete Summe
von P-N über dem Zeichen für diese Abtastung. Im zweiten Schritt werden während einer letzten Bitzeit des Abtastzyklus die
Rückkopplungsbedingungen CFR fortgeschrieben. Wie z.B. aus Fig. zu ersehen ist, wird CFR um Eins erhöht, wenn die P-N-Suinme über
dem Zeichen größer als 1,5 + 3F ist. Sobald CFR größer als 10 ist, wird der Rückkopplungsparameter F dann um Eins erhöht, wenn
CFR um Eins zunimmt. Entsprechend dem neuen Wert von F wird dann auch gemäß dem Bedarf für die Gleichung der Wert für X und V fortgeschrieben.
Wenn die Summe P-N nicht größer als 1,5 + 3F, CFR jedoch größer als Null ist, wird F um Eins erhöht. Demzu- ä
folge werden auch die Werte für V und W entsprechend erhöht. Schließlich wird in der ersten Bitzelt der Abtasterrückführung,
nachfolgend Entscheidungszeit genannt, die Schwellenwertfunktion
P berechnet, um zu ermitteln, ob diese Trennungsanforderung erfüllt
ist. Die Trennungsanforderung ist erfüllt, wenn der Wert P kleiner oder gleich Null ist. Wenn die Trennungsanforderung
nicht erfüllt ist, wird der Wert n, der die Abtastungszahl darstellt,
um Eins erhöht und die Berechnung bei der folgenden Abtastung fortgesetzt. Wenn die Trennungs-Schwellenwertanforderung
erfüllt ist, beginnt die Berechnung für das neue Muster bei der ersten der Trennung folgenden Abtastung. Der Rest der Taster-Rücklaufzeit
wird für die Rückstellung benötigt.
Fig. 8 zeigt ein Blockdiagramm der Bauteile zur Durchführung
des Trennalgorithmus und zur Durchführung der Trennung. Das gezeigte Gerät arbeitet mit Leistungsverstärkern, Vergleichern,
Analogschaltern und zugehörigen Verknüpfungsschaltungen. Die an den Eingängen der Leistungsverstärker 101, 103, 104, 107,
108, 115, 116 und 119 erscheinenden Zahlen stellen die entsprechenden Gewichte dar, die den Spannungen auf der zugehörigen
Leitung beigemessen werden. Die Leistungsverstärker 103, 107, 115 und 118 fungieren als Integratoren, die Leistungsverstärker
111 und 116 als Summierungsschaltungen, der Leistungsverstärker
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108 als Null-Grenzsumraierer durch die in die Rückkopplungsschleife gelegte Diode mlO9 und die Verstärker 104 und 119 als
Spannungsvergleicher. Die Analogschaltung 102, 106, 110, 114 und
117 werden nur benötigt, wenn die Verknüpfungsebenen nicht hinreichend
konstant gehalten werden können, um als Analog-Bezugssignale
verwendet zu werden. Der Ausdruck "Analogschalter" oder "analoges Tor" wird ebenfalls für diese Einheit verwendet.
Das Ausgangssignal des Vergleichers 104 wird als richtig (echt)
angesehen, wenn die Summe der analogen Eingänge negativ ist. Das Ausgangssignal des Vergleichers 119 wird als echt angesehen,
wenn die Summe der analogen Eingänge positiv ist. Die Analogschalter 102, 110 und 117 haben analoge Ausgänge, die dem
analogen Eingang gleich sind, wenn die Verknüpfungssteuerung eingeschaltet ist. Ganz allgemein sind die durch ausgezogene
Linien dargestellten Verbindungen analoge Signale und die durch gestrichelte Linien dargestellten Verbindungen digitale Signale.
Am Ende einer Abtastung vor Beginn eines neuen Zeichens wird das System dadurch eingeschaltet, daß die Integratoren 102, 107, 115
und 118 durch Steuerung ihrer Rückstelleingänge R auf 0-Ausgangswerte
zurückgestellt werden. Die relativen Verstärkungen aller Eingänge zu den Analogkomponenten sind in normalisierten Einheiten
dargestellt. Vor Abtastung der ersten Abtastspur eines Zeichens sind die Anfangsbedingungen des Systems folgende: Der
Ausgang des Summenverstärkers 116, -W, ist gleich -0,8 Einheiten, da der Eingang F Null ist. Der Ausgang des Integrators 103, der
die Summe über dem Zeichen der gewichteten P-N-Messungen erzeugt, ist Null. Der Ausgang des Integrators 118, der die gewichtete
Summe durch die Abtastung der P-Messung mißt, ist Null. Der Ausgang
des Integrators 107, der die Summe der verbindenden Rückkopplungsanforderungen CFR über dem Zeichen erzeugt, ist Null.
Der Ausgang des Integrators 115, der die Summe von F über dem Zeichen erzeugt, ist Null. Der Ausgang des Grenzsummierers 108
ist Null, da sein einziger Eingang +10 Einheiten hat. Die Diode
109 begrenzt den invertierten Ausgang des Grenzsummierers 108 nur auf positive Werte. Da die Summe der Eingänge positiv ist,
ist somit der Ausgang Null.
Docket RO 969 005
109829/1195
206A602
Die gewichtete Summe der in der laufenden Abtastung auftretenden
Messungen wird über die Analogschalter 102, 110 und 117 an den Ausgängen der Integratoren 103 und 118 summiert. Während der
Zeit des letzten Bits D-I der laufenden Abtastung wird das UND-Glied 105 eingeschaltet. Wenn der Ausgang des Vergleichers
104 echt ist, ist die Einschaltbedingung des UND-Gliedes 105 erfüllt und das Signal CFR wird erzeugt. Dieses Signal schaltet
den Analogschalter 106 ein und verursacht die Summierung einer Rückkopplungsbedingung am Ausgang des Integrators 107. Das
Flipflop 112 wird ebenfalls gesetzt und damit angezeigt, daß das erste CFR-Signal für dieses Zeichen empfangen wurde. Nach
der Zeit D-I folgt die Entscheidungszeit D, die das UND-Glied *
120 anschaltet. Der Vergleicher 119 mißt die vollständige Trenn-Schwellenwertfunktion
und liefert ein breites Eingangssignal an das UND-Glied 120. Nach der Entscheidungszeit wird das UND-Glied
120 abgeschaltet und der Integrator 118 zurückgestellt. Er verbleibt in dieser Stellung bis zum Ende der Abtaster-Rückführzeit.
Am Ende dieser Rückführzeit beginnt die Verschiebezeit und die Berechnung der Schwellenwertfunktion für den folgenden
Abtastlauf.
Wenn am Ende der Verschiebungszeit während der CFR-Fortschreibung
oder während der Zeit D-I das Ausgangssignal des UND-Gliedes
105 falsch ist (und damit keine Rückkopplungsbedingung anzeigt), ist der Ausgang des Inverters 11 richtig. Wenn das %
Flipflop 112 bei einer vorhergehenden Abtastung gesetzt wurde, wird das Tor 113 und dadurch der Analogschalter 114 während der
Zeit D-I eingeschaltet, wodurch der Ausgangswert des Integrators 115, F, um Eins erhöht wird. Nach dem zehnten CFR-Signal ist die
Summe der CFR am Ausgang des Integrators 107 gleich -10 Einheiten. Für jedes folgende CFR überschreitet dieser Ausgang den Wert von
10 Einheiten und der Ausgang vom Summierer 108 ist gleich F. Während F und F erhöht werden, werden diese Ausgänge auf die
Summierungsverstärker 101 und 116 zurückgekoppelt und erhöhen die Gewichtungskoeffizienten V bzw. W. Wenn schließlich die
Trennabtastung eines Zeichens erreicht wird, wird die vom Vergleicher
Docket RO 969 OO5
109829/1195
BAD ORIGINAL
119 gemessene Trenn-Schwellenwertfunktion erfüllt. Zur Entscheidungszeit
wird das Tor 120 eingeschaltet, das Flipflop 121 gesetzt und dadurch eine Trennbedingung angezeigt. Die Trennbedingung
wirkt als Einschaltfunktion für die Trennung selbst.
Wenn die Trennbedingung erfüllt ist, werden während der Abtasterrückführzeit nach der Entscheidungszeit die Rückstelleingänge
der Integratoren 103, 107, 115 und 118 eingeschaltet und das System auf die Anfangsstellung zurückgesetzt. Zur Verschiebezeit
wird das System so vorbereitet, daß es die Trenn-Schwellenwertfunktion für das folgende Zeichen berechnet.
Fig. 9 und die nachfolgende Tabelle 2 zeigen die Werte der verschiedenen
Parameter für die Abtastungen 1 bis 19 einer sehr dünn über zehn Schritte geschriebenen Null. Fig. 10 und die Werte
der in Tabelle 3 gegebenen Parameter zeigen eine sehr dick mit Störungen über zwölf Schritte geschriebene Null. Die Werte in
den Tabellen 2 und 3 gelten gemäß den oben angegebenen Gleichungen und werden durch das in Fig. 8 gezeigte Gerät oder einen Digitalrechner
errechnet, der nach dem in Fig. 7 gezeigten Algorithmus programmiert ist. Diese Berechnungen zeigen die Operation des
Schwellenwert-Trennungssystemes während die Abtastung der Zeichen
von rechts nach links weiterläuft. Diese beiden Beispiele zeigen die Fähigkeit der verbindenden Rückkopplungsfunktionen F und F,
den Messungs-Gewichtungskoeffizienten so zu steuern, daß die Trenn-Schwellenwertbedingung im richtigen Abtastspur-Bereich
des Musters erfüllt ist. Da diese Rückkopplungsfunktionen durch
die Stärke des Musters sowie dessen Form gesteuert werden, können sie die Gewichtungskoeffizienten für alle Zeichenformen richtig
s teuern.
Docket RO 969 005
109829/1195
8-
UJ
tn
| Abtast | n | 0 | Tv | N | η | 0 | *£V.N | j | T1 | P-N | 3 | V | η | τ | 05 | X | η | 0 | η | CFR | 0 · | c; | |
| spur (n) | 5 | ~ j | 0 | 6 | ι | 03 | 0 | ♦ O | η | 1 | |||||||||||||
| 1 | 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | ·. 0 | S | 1 | 11 | 0 | .3 | ι | 0 | ||||||||||
| 12 | 5 | 11 | 0 | 0 | 3 | 2 | 1 | 14 | 0 | . 8 | τ_ | 0 | |||||||||||
| 3 | 3 | 12 | 3. | 0 | 5 | 12 | 3 | 1 | 19 | 0 | .3 | 1 | 0 | ||||||||||
| 4 | 2 | 14 | 2 | 11 | 0 | 3 | 2 | 1 | 22 | 0 | ,8 | 1 | 0 | ||||||||||
| 5 | I' | 17 | 1 | 14 | 0 | 3 | 1 | 27 | ■ ο | . S | 1 | 0 | |||||||||||
| δ | 2 | 19 | "I | 16 | 0 | 3 | ν | Q | ,5 | α. | 0 | ||||||||||||
| - 7 | 0 | 20 | 0 | 17 | 1 | 3 | ΐ | 0 | .8 | ι | 0 | ||||||||||||
| ε | 0 | 22 | 0 | 13 | 0 | 4· | 1 | . 0 | .3 | 1 | 0 | ||||||||||||
| O | 9 | 0 | 22 | . 0 | 13 | 0 | 4 | 1 | 0 | .3 | 1 | 0 | |||||||||||
| ca | 10 · | 0 | 22' | C | IS | 0 | 4 | 1 | 0 | .3 | 1 | 0 | |||||||||||
| ao> | 11 | 0 | 22 | 0 | 13 | 0 | 4 | ι. | 1 | π . U |
0 | 0 | |||||||||||
| to | 12 | 22 | 2 | 18 | 0 | 4 | J- · | τ_ | .3 | 0 | 0 | ||||||||||||
| co | 0 | 22 | 2 | 13 | 2 | 0 | 4 | JL * | 1 | .53 | 0 | 1 | |||||||||||
| k | 14 | 2 | 24 | 0 | 20. | 4 | 2 | 3. | 1. | 2 | .35 | 1 | 1 | ||||||||||
| _k | 15 | 2 | 24 | 2 | 22. | .4 | 0 | ' τ J. . |
1. | 2 | .89 | 0 | 1 | ||||||||||
| CD | 16 | 12 | 26 | 4 | 22. | S | 0 | 4. | 1. | 3 | .89 | 1 | 0 | ||||||||||
| cn | 17 | 0 | •28 | 4 | 24. | 7 | 2 | 3. | i. | 3 | .92 | 0 | |||||||||||
| IS | 40 | 29. | ,8 | 0 | IC. | .92 | 0 | ||||||||||||||||
| 19 | 40 | 34, | S | '5. | 1 | ||||||||||||||||||
| F | η | 0 | F | T |
| 0 | ι η | |||
| 0 | 0 | 0 | ||
| 0 | 0 | 7. 5 | ||
| 0 | C | 11.5· | ||
| 0 | 0 | 4.0" | ||
| 0 | 0 | 4.5 | ||
| 0 | 0 | 4.0 | ||
| 0 | ■ 0 | 2.7 | ||
| 0 | 0 | 5.0 | ||
| 0 | 0 | 4.0 | ||
| 1 | 0 | 4.0 | ||
| Ί | 0 | 4.0 | ||
| ι | 0 | 3.0 | ||
| Ϊ | τ_ | ■ 3.0 | ||
| 2 | 2 | |||
| 2 | 3 | 0.6 | ||
| 3 | 3 | 2.6 | ||
| 3 | 4 | 0.4 | ||
| 4 | 13.3 | |||
| -5.2, | ||||
| Trennung | ||||
| (Sektion) |
O CD -P--CD
CD NJ
| Abtast- spur(n) |
0 | P L. η |
Νη | 0 | "j | Tabelle 3 | P-N | Vn | Χη | W η |
CFRn | CFR^ |
■ F
η |
Fn | T η |
|
| Doc | 1 | 7 | 0 | 0 | 0 | L η |
0.0 | 1 | 0 | .8 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| ro | 2 | 5 | 7 | 0 | 0 | 0 | 7.0 | 0 | .8 | 1 | 0 | 0 | 0 | 10.5 | ||
| Γ+ | 3 | 1 | 12 | 0 | •0 | 0 | ' 12.0 | ι · | 0 | .8 | 2 | 0 | 0 | 0 | 3.9 | |
| § | 4 | 4 | 13 | 0 | 0 | 7 | 13.0 | 1 | 0 | .8 | 3 | 0 | 0 | 0 | 5.5 | |
| 5 | 3 | 17 | 0 | 7 | 10 | 17.0 | 2 | 0 | .8 | 4 | 0 | 0 | 0 ' | 8.6 | ||
| 6 | 2 | 20 | 7 | 11 | 13 | 13.0 | 0 | .8 | 5 | 0 | 0 | 0 | 6.5 | |||
| 7 | 0 | 22 | "4 | 15 | 10 | 11.0 | JL | 0 | .8 | 6 | 0 | 0 | ■ 0 | 5.6 | ||
| O | 8 | 2 | 22 | 4 | 15 | 8 | .7.0 | 1 | 0 | .8 | 7 | ' 0 | •ο | 0 | 3.8 | |
| 9 | 5 | 24 | 1 | 16 | 4 | 3.0 | ι | 0 | .8 | 8 | 0 | 0 | 0 | 5.8 | ||
| 10 | 1 | 29 | 0 | 21 | 4 | 13.0 | T JL |
0 | .3 | 9 | 0 | 0 | 0 | 11.5 | ||
| —* | 11 | 1 | 30 | 5 | 23 | 5 | 9.0 | T | 0 | .8 | 10 | 0 | 0 | 0 | ||
| O | 12 | 6 | 31 | 2 | 25 | 5 | 8.0 | 1 | 1 | .8 | 11 | 0 | 1 | 0 | 1.5 | |
| CO | 13 | 4 | 37 | ' 2 . | 26 | .1 | 6. | 11.9 | 1.05 | 2 | .8 | 12 | 0 "" | 2 | 0 | 8.9 |
| to | 14 | 4 | 41 | 1 | 29 | .2 | 5 | 14.8 | 1.1 | 3 | .8 | ■ 13 | 0 | 3 | 0 | 5.8 |
| co | 15 | 0 | 45 | 3 | 32 | .6 | 10 | 15.4 | 1.15 | 4 | .3 | 14 | 0 | 4 | 0 | 3.8 |
| **· | 16 | 45 | 2 . | 12 | ■ 13.0 | 1.20 | 5 | .8 | 15' | 0 | 5 | 0 | -4.0 | |||
| —* | 14 | Trennung | ||||||||||||||
| (Sektion) | ||||||||||||||||
| en | ||||||||||||||||
Die obigen Beispiele basieren auf der spezifischen Gleichung und der Erzeugung der Werte Pr N und L gemäß der in Fig. 6 gezeigten
Verknüpfung. Die Gewichtung in der Gleichung kann jedoch auch andere Werte annehmen und die Parameter P, N und L können
auf Daten basieren, die man von weniger als drei Abtastungen (wie sie in Fig. 6 gezeigt sind) erhält, ohne daß die Grundnatur
der Erfindung dadurch verändert wird.
Die Erfindung braucht weiterhin nicht nur mit digitalisierten Videodaten zu arbeiten, sondern läßt sich ebenso auf analoge
Videoinformationen anwenden. Ein Beispiel dafür ist in Fig. gezeigt. Wie daraus zu ersehen ist, werden die analogen Video- *
daten auf eine Abtast-Verzögerungsleitung 201 gegeben, deren Verzögerung genauso groß ist wie eine Abtastperiode. Die Ausgangssignale
der Verzögerungsleitung werden auf eine Summierungsschaltung
203 über einen Verstärker 202 zusammen mit den momentan abgetasteten analogen Videodaten gegeben. Der Ausgang des Summierers
203 ist der analoge Wert, der die momentane Differenz zwischen dem Videopegel von η-Abtastungen und n-1-Abtastungen
darstellt, die durch die Verzögerungsleitung 201 erzeugt wurde. Dieser Ausgang wird auf zwei Null-Begrenzungssummierer 205 und
206 gegeben. Das Ausgangssignal des Summierers 205 kann nur positiv sein und stellt ein Maß des momentanen P-Wertes dar. Der
Ausgang des Summierers 206 kann nur negativ sein und mißt den momentanen Wert -N. Der Ausgang des Verstärkers 204 ist der
momentane Wert für das analoge Videosignal L. Diese Ausgänge können im wesentlichen genauso benutzt werden wie die Ausgänge
der Digital-Analog-Schalter der oben in Verbindung mit Fig. 8
beschriebenen Ausführung.
Der in obiger Beschreibung gegebene Algorithmus kann abhängig von der Datenquelle, auf die er angewendet wird, verändert werden.
Wenn die Daten z.B. eine besonders niedrige Qualität und eine hohe Anzahl von Störbit» aufweisen, können die P- und die
N-Meesungen durch eine ODER-Verknüpfung zweier aufeinanderfolgender
Abtastungen gebildet werden, wodurch sich effektiv ihr durch-
Docket RO 969 005
10982-9/1195
schnittliches Auftreten über einem örtlich begrenzten Bereich ergibt. Die Form der L-Messung kann über einen größeren vertikalen
oder horizontalen Bereich ausgedehnt werden, um extreme Veränderungen in der Linienbreite oder spezielle Zeichenformen zu
erfassen. Durch Ausnutzung der Konvolutionseigenschaft der Form vieler Zeichen kann eine andere Form der Meßkoeffizientensteuerung
eingeführt werden. Zeichen wie M und O sind z.B. durch viele Linienelemente in der horizontalen Ebene gekennzeichnet. Die
Koeffizienten der resultierenden N- und P-Messungen für die der ersten Linienkante nachfolgende Linienkanten können entsprechend
erhöht oder erniedrigt werden, um die Trenn-Schwellenwertfunktion unabhängig von der Zeichenbreite für in einer räumlichen Proportion
stehende Daten zu unterstützen. Außerdem kann bei dieser Anwendung die Rückkopplungsfunktion für bestimmte Formänderungen
und nicht durch die Abtastung fortgeschrieben werden, um die Abhängigkeit von der Zeichenbreite weiter zu reduzieren. Außerdem
können für die Anwendung bei vorgegebenen Schrittbreiten stärkere Beschränkungen durch die Abtastzählung eingeführt werden, als
sie in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel gegeben sind.
Docket RO 969 005
109829/1195
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE(j.. Verfahren bei der maschinellen Zeichenerkennung zur Trennung aneinandergrenzender oder sich überdeckender Zeichen, die mittels mindestens eines Abtasters und eines Wandlers in eine zeitabhängige und/oder räumlich verteilte Reproduktion umgewandelt werden, die in einem Zwischenspeicher gespeichert wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch Abtastung des Zwischenspeichers und gegebenenfalls des Wandlers räumlich benachbarte Teilflächen spalten- oder zeilenweise verglichen werden, daß eine spalten- bzw. zeilenweise oder zeichenweise Summierung der Vergleichsergebnisse erfolgt, daß diese Teilsummen mit Gewichtungskoeffizienten bewertet werden, und ™ nach Abtastung jeweils einer Spalte oder Zeile die Gesamtsumme gebildet wird, abhängig von deren Größe eine Zeichentrennung durchgeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastung seriell länge parallel in geringem Abstand voneinander verlaufender Abtastspuren erfolgt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Abtastspur in Spurabschnitte unterteilt ist, daß das für jeden Abschnitt der η-ten Spur ermittelte digitalisierte Videosignal mit dem für den entsprechenden Abschnitt der (n-l)-ten Spur ä gespeicherten Videosignal verglichen wird, und daß die Vergleichsergebnisse spuren- bzw. zeichenweise summiert die Teilsummen ergeben.
- 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das für eine n-te Spur ermittelte zeitabhängige analoge Videosignal mit dem für die (n-l)-te Spur ermittelten und gespeicherten Videosignal verglichen wird, und daß die zeitabhängige Vergleichsfunktion, insbesondere die Differenzfunktion beider zeitabhängiger Videosignale, über die Zeit integriert wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch von den Ergeb-Docket RO 969 0051 09829/1196nissen vorangegangener Vergleiche benachbarter Teilflächen abhängige Gewichtungskoeffizienten.
- 6. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 in einer Vorrichtung zur maschinellen Zeichenerkennung mit einer die zu erkennenden Zeichen abtastenden Abtastvorrichtung und einem an diese angeschlossenen Wandler, einem Zwischenspeicher zur Aufnahme einer Reproduktion der abgetasteten Zeichen und einer Zeichenerkennungsschaltung/ dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einzelne Elemente des die Zeichenreproduktion aufnehmenden Zwischenspeichers (14 in Fig. lr Fig. 3) mit Vergleichsschaltungen (12 in Fig. 1, Fig. 4, Fig. 6) und deren Ausgangsleitungen (P, N, L in Fig. 4; Pn, N-, Ln in Fig. 6) wiederum mit einer ein Zeichentrennsignal nach Maßgabe vorgebbarer Bedingungen erzeugenden Schaltungsanordnung (12 in Fig. 1, Fig. 8) verbunden sind, und daß die das Zeichentrennsignal führende Ausgangsleitung der Schaltungsanordnung (12 in Fig. 1, Fig. 8) an die Zeichenerkennungsschaltung (16 in Fig. 1) angeschlossen ist.
- 7. Anordnung nach Anspruch 6 mit serielle}; Abtastung, dadurch gekennzeichnet, daß der ZwXschen&peicjxer (14 in- Fig. 1) als Schieberegister (Fig. 3) ausgebildet ist, das synchron zur seriellen Abtastung weitergeschaltet wird und digitalisierte Videosignale seriell aufnimmt, und daß zumindest ein Teil der Ausgangsleitungen der Schieberegisterstufen mit Verknüpfungsschaltungen (Fig. 4, Flg. 6) verbunden sind.
- 8. Anordnung nach Anspruch 6 mit serieller Abtastung, gekennzeichnet durch einen als Verzögerungsspeicher (201 in Fig. 11) ausgebildeten Zwischenspeicher (14 in Fig. 1) zur Aufnahme analoger Videosignale.
- 9. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung (Fig. 8) zur Erzeugung des Zeichentrennsignals ("Sektion" in Fig. 8) die GleichungDocket RO 969 005109829/ 1 1 96" ":l" *■" : "■■ " " '■-■■'- ■■■ ■ ■ ■" ' ■ "■ ■ ' ■ *■*'■■■-■> ■ ■- ' " · -■■■: .·■. : -, , , ,:,.- 23 -Tn ■ X »j CPj]-Vj ["j])-<V + (Vn [Pn] -Wnverwirklichtf worinη = Zahl der Abtastungen seit ZeichenanfangU. = 1V. = 1 + O,O5(F) + OfO3(F)Yn = 0,5W = 0,8 + 0,03(F)
ηXn = Fund F und F durch Rückkopplungsschaltungen (106 bis 109 und 111 bis 115 in Fig. 8) erzeugte Rückkopplungsparaineter sind.Docket RO 969 005109829/1195Leerseite
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