DE2064485A1 - Verfahren zum Herstellen einer Kopie von einem rohr oder stangenförmigen Mo del! - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer Kopie von einem rohr oder stangenförmigen Mo del!Info
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Pcrfenfanwtflf·
Dr. Ing. H. Negendenk
Dr. Ing. H. Negendenk
Dipl. Ing. H. Häüdc
Dipl. Phys. W. Schmifx
Dipl. Phys. W. Schmifx
•MVnche« 15,Mosartstr,23
W. SU0C86
ROLLS-ROYCE LIMITED 31, Dezember 1970
Moor Lane
Anwaltsakte M-1442
Verfahren zum Herstellen einer Kopie
von einem rohr- oder stangenförmigen Modell
In einem .Flugzeugtriebwerk sind verschiedene, kompliziert
geformte Rohre vorhanden. Bei der Herstellung mehrer gleicher Flugzeugtriebwerke ist es erforderlich, eine entsprechende
Anzahl von Rohren der gleichen komplizierten Form anfertigen zu können. Ein ähnliches Erfordernis kann auch
bei anderen Einrichtungen oder Anlagen auftreten. In der Praxis wurde festgestellt, daß kompliziert geformte Rohre
aus abwechselnd geradlinigen und umgebogenen Abschnitten zusammengesetzt werden können, wobei ,jeder umgebogene Abschnitt
einen gleichförmigen Krümmungsradius besitzt. Bei dem einfachsten Verfahren haben sämtliche umgebogenen Abschnitte
den gleichen Radius; die Radii können jedoch auch verschieden sein. In jedem Fall geht man in der Weise vor,
daß zunächst ein Modell von Hand hergestellt, an diesem
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■ Modell Messungen durchgeführt-und diese Messungen zur Herstellung
identischer Rohre verwendet werden.
Das gleiche Verfahren kann auch zur Herstellung kompliziert geformter Stangen verwendet werden.
Durch die Erfindung soll ein Verfahren zum Herstellen einer
) Kopie von einem rohr- oder stangenförmigen Modell angegeben
werden, bei dem Messungen an einem Modell durchgeführt und
die dabei erhaltenen Meßwerte von einem Rechner zu Informationen für eine Biegemaschine umgewandelt werden» Insbesondere
soll ein Verfahren angegeben werden, bei dem möglichst wenig Messungen erforderlich sind. Dies wird durch die im
Anspruch 1 angegebenen Merkmale erreicht. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden somit an dem Modell Messungen in einem Raumkoordinatensystem
durchgeführt, wobei die bei den Messungen erhaltenen Meßwerte für jeden geradlinigen Abschnitt eine Mittellinie
festlegen«,
Das Ziel ist dann, Daten bezüglich der länge eines jeden
geradlinigen Abschnitts und der Winkelbeziehungen benach-
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"barter geradliniger Abschnitte zu "berechnen, wobei diese
Daten als Information für eine Biegemaschine verwendet werden sollen. Messungen, mit denen lediglich eine Mittellinie
für jeden geradlinigen Abschnitt definiert wird, sind sehr viel schneller und genauer durchzuführen als unmittelbare
Messungen der Länge und der WinkeIbeZiehungen der geradlinigen
Abschnitte. Bei der Berechnung der gewünschten Daten aus den Meßwerten, die die Mittellinien festlegen,
tritt jedoch folgende Schwierigkeit auf.
In der Praxis zeigt sich, daß zwei auf diese Weise ermittelte aufeinanderfolgende Mittellinien sich aufgrund von unvermeidbaren
Toleranzen im allgemeinen nicht exakt schneiden, sondern in einem Näherungsbereich aneinander vorbeigehen.
Die Berechnung von idealisierten - gedachten - Mittellinien ist zweckmäßiger als die Meßgenauigkeit zu erhöhen. Eine
höhere Meßgenauigkeit hat nämlich zur Folge, daß die Messungen von kleinen Unregelmäßigkeiten erheblich beeinflußt
werden, die entweder nicht beabsichtigt oder irrelevant sind, beispielsweise aufgrund einer leichten Krümmung der
als geradlinig angesehenen Abschnitte des Modells oder aufgrund von örtlichen Erhöhungen oder Vertiefungen in der
Oberfläche des Modells. Um diese Ungleichmäßigkeiten richtig erfassen zu können, wäre eine größere Anzahl von Messungen
erforderlich. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren sind
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jedoch die Messungen, die viel Zeit erfordern, auf ein
Minimum "beschränkt, und die Schwierigkeit der Ungleichmäßigkeiten
wird durch die Annahme behoben, daß sämtliche Ungleichmäßigkeiten durch eine besondere Art von Fehler
bedingt sind, und zwar durch den Fehler, daß die Achsen der beiden Enden eines jeden umgebogenen Abschnitts nicht
in einer gemeinsamen Ebene liegen. Diese angenommene Art von Fehler wird dann dadurch ausgeschaltet, daß Daten für
™ ein idealisiertes Modell abgeleitet werden. Dieses idealisierte
Modell entspricht dem tatsächlichen Modell innerhalb der Genauigkeitsgrenzen, in denen das Modell in der
Praxis hergestellt werden kann«. Somit ist in diesem 'Verfahrensstadium
kein Verlust an potentioneller Genauigkeit hinzunehmen.
Die Messungen im Raumkoordinatensystem können in verschiedener Form durchgeführt werden. Vorzugsweise wird für jeden
^ geradlinigen Abschnitt die Lage zweier Punkte in kartesischen
Koordinaten gemessen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, für jeden geradlinigen Abschnitt die Lage eines einzigen
Punktes in kartesischen Koordinaten sowie die Steigung des geradlinigen Abschnittes in diesem Punkt bezüglich der
kartesischen Koordinaten zu messen. Zum Durchführen dieser Messungen wird das Modell in einer festen Stellung gehalten,
' während ein Meßfühler mit dem Modell abwechselnd an den verschiedenen Punkten in Berührung gebracht wird,
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Die Stellen eines jeden geradlinigen Abschnitts, an denen
die Messungen durchgeführt werden, können beliebig gewählt werden. Der Meßfühler kann derart ausgebildet sein, daß die
Lage des extremen Endes jedes der beiden Endabschnitte des Modells unmittelbar gemessen wird. Diese Endabschnitte sollten
geradlinig verlaufende Abschnitte sein. Für diese Abschnitte wird die tatsächliche Lage des Endes dazu benutzt,
die entsprechenden Mittellinien des idealisierten Modells zu ermitteln.
Vorzugsweise ist jeder gedachte bzw. idealisierte Schnittpunkt der Mittelpunkt der Geraden, die auf den beiden durch
die Messungen festgelegten Mittellinien senkrecht steht und durch den entsprechenden Näherungsbereich verläuft. Eine
andere Möglichkeit besteht darin, daß als idealisierter Schnittpunkt der eine Endpunkt der auf den beiden Mittellinien
senkrecht stehenden Geraden gewählt wird.
Anhand der Zeichnungen werden praktische Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht einer bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendbaren Meßvorrichtung,
gesehen in Blickrichtung des Pfeils I in Fig.2,
-6-
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Figur 2 eine Endansicht der gleichen Meßvorrichtung,
gesehen in Blickrichtung des Pfeils II in Fig.1,
Figur 3 ein Diagramm zur Veranschaulichung der Messungen,
Figur 4 eine Endansicht einer anderen Ausführungsform
einer Meßvorrichtung,
Figur 5 eine Detailansicht eines Teils der Fig.4,
Figur 6 eine Detailansicht in Blickrichtung des Pfeils VI in Fig.5, und zwar in noch größerem Maßstab,
Figur 7 eine schematische perspektivische Ansicht einer Biegemaschine,
^ Figuren perspektivische Detailansichten der in Fig.7
8 und 9
gezeigten Biegemaschine zur Veranschaulichung
verschiedener Biegevorgänge,
Figur 10 eine perspektivische Ansicht eines Rohrs, das
gemäß dem in den Fign. 7» 8 und 9 dargestellten
Verfahren gebogen worden ist,
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Figuren schematische Darstellungen des in Fig.10
11,12,13
gezeigten Rohrs zur Erläuterung des Rechenprogramms, mit dem die Einstellwerte der Biegemaschine
aus den Messungen des Modells ermittelt werden.
Die in den Fign. 1 und 2 gezeigte Meßvorrichtung weist einen starren Rahmen 2 auf, an dem eine horizontal verlaufende,
mit einer Skala versehene Stange 4 befestigt ist. Auf dieser Stange gleitet ein Schlitten 6, an dem eine
zweite horizontal verlaufende, mit einer Skala versehene Stange 8 befestigt ist) die Stange 8, die rechtwinklig zu
der Stange 4 verläuft, trägt einen weiteren Schlitten 10, durch den eine vertikal verlaufende, mit einer Skala versehene
Stange 12 bewegbar ist. Am unteren Ende der Stange 12 ist ein Meßfühler 14 angebracht.
Der Meßfühler besteht aus einem Joch 16, innerhalb dem ein Meßsattel 17 drehbar gelagert ist. Der Meßsattel 17 weist
zwei ebene Meßflächen 18 auf, die jeweils unter einem Winkel von 45° zur Drehachse 20 verlaufen.
Das Joch 16 ist mittels eines Zapfens 24 an der Stange 12 um eine vertikale Achse 22 drehbar gelagert (Fig.1). Die
Meßflächen 18 sind an ein Rohr 26 eines speziellen Durch-
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messers anlegbar. Die Lage der Meßflächen in dem Sattel 17 ist derart, daß beide Achsen 22 und 20 die Mittellinie des
Rohrs 26 schneiden, wenn der Meßsattel an dem Rohr anliegt. Die durchgeführte Messung bezieht sich auf den Schnittpunkt
der Achsen 20 und 22, der in der.Mitte der Länge des Meßsattels 17 liegt.
Ein als Modell dienendes Rohr 26 ist durch Endlager 27 und
Zwischenlager 28, von denen soviele wie erforderlich vorgesehen werden können,fest bezüglich des Rahmens 2 angeordnet.
Der Meßfühler 14 wird dann dazu benutzt, eine Reihe von Messungen an bestimmten Stellen des Modells durchzuführen.
Wie in Pig,1 gezeigt, besteht das Modell aus geradlinigen Abschnitten S1, S2, S3, die mit umgebogenen Abschnitten
B1, B2 abwechseln. Die umgebogenen Abschnitte haben sämtlich den gleichen Krümmungsradius, können sich
jedoch bezüglich des eingeschlossenen Winkels unterscheiden. Ferner kann zwischen der Ebene, die den umgebogenen Abschnitt
am einen Ende eines geraden Abschnitts enthält, und der Ebene, die den umgebogenen Abschnitt an dem anderen
Ende eines geraden Abschnitts enthält, ein Winkel vorhanden sein. Mit anderen Worten: Die beiden umgebogenen Abschnitte
sind relativ zueinander verwunden. Die Ebenen zweier aufeinanderfolgender umgebogener Abschnitte sind durch die
Schraffüren bei P1 und P2 in Fig.3 schematisch angedeutet.
Die geradlinigen Abschnitte können von unterschiedlicher Länge sein. -9-
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Die Messungen werden jeweils an zwei verschiedenen Stellen eines jeden geradlinigen Abschnitts durchgeführt. Beispielsweise
sind die Stellen des geradlinigen Abschnitts S2 durch gestrichelte Linien bei 14a und 14b angedeutet.
Diese Stellen sollten einen größtmöglichen Abstand von einander haben, wobei jedoch der Meßsattel 17 vollständig auf
dem geradlinigen Abschnitt und nicht auf dem angrenzenden umgebogenen Abschnitt aufliegen soll.
An jeder Meßstelle werden Meßwerte an jeder der drei mit Skalen versehenen Stangen 4, 8 und 12 abgelesen.
Die Fign, 4, 5 und 6 zeigen eine andere Ausführungsform
einer Meßvorrichtung, die geeignet ist, Messungen an einem als Modell dienenden Rohr, das an einem Flugzeugtriebwerk
befestigt ist, durchzuführen. Die Meßvorrichtung weist eine
Grundplatte 30 mit zwei senkrecht stehenden Trägern 32 auf, von denen der eine in Pig.4 von dem anderen verdeckt ist
und zwischen denen das Triebwerk bei 34 gelagert ist. Um Zugang zu dem an beliebiger Stelle des Triebwerks montierten
Rohres zu haben, ist das Triebwerk um seine Achse 36 drehbar, und es ist eine Einrichtung (nicht gezeigt) vorgesehen,
mit der das Triebwerk in verschiedenen Stellungen fixiert und der Winkel zwischen den fixierten Stellungen
ermittelt werden kann,
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. Die Grundplatte 30 trägt einen Schlitten 38, der senkrecht zu der Zeichenebene der Fig.4 bewegbar ist. Die Stellung
des Schlittens 38 kann an einer Skala (nicht gezeigt), die an der Grundplatte vorgesehen ist, abgelesen werden.
Eine vertikale Stange 40 ist an dem Schlitten 38 befestigt.
Ein Schlitten 42 ist längs der Stange 40 verschiebbar, und k eine weitere Stange 44 ist horizontal durch den Schlitten
42 bewegbar.
Am einen Ende der Stange 44 ist ein Meßfühler 46 gelagert, der aus einem an das Rohr anlegbaren Meßsattel 48 und einem
Bügel 50 besteht. Der Meßsattel ist an dem Bügel 50 um eine Achse 52 drehbar gelagert, und der Bügel ist an einem Ansatz
60 befestigt, der an der Stange 44 um eine horizontale Achse 54 drehbar angebracht ist.
^ Der Meßsattel 48 weist zwei ebene Meßflächen 56 (Fig.5) auf,
die an einem Rohr 58 anliegen. Die Meßflächen 56 sind derart angeordnet, daß die Achsen 52 und 54 beide die Mittellinie
des Rohres 58 schneiden. V/enn ein Rohr mit einem anderen Durchmesser benutzt wird, wird die Lage des Meßsattels
bezüglich der Achse 54 durch die zwischen dem Bügel 50 und dem Ansatz 60 vorgesehene Langlochverbindung 58 eingestellt
(Fig.5).
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Wie in Pig.6 gezeigt, befindet sich das eine Ende des Meßsattels
in einer Ebene, die die Achsen 52 und 54 enthält» Dies ermöglicht es, Messungen in der Nähe der Verbindungsstelle
eines geradlinigen Abschnitts mit einem umgebogenen Abschnitt durchzuführen. Der Bremssattel kann gegebenenfalls
um 180° relativ zur Achse 52 verschwenkt werden.
Die in Pig«7 gezeigte Biegemaschine weist ein Maschinenbett
50 auf, das eine Führung 52 für einen Schlitten 54- enthält. Der Schlitten 54 trägt ein Spannfutter 56, mit dem sich ein
Stück geradlinigen Rohrmaterials 58 einspannen läßt. Das Spannfutter ist drehbar und seine jeweilige Stellung wird
durch eine Teilvorrichtung 60 festgelegt, von der lediglich das Gehäuse dargestellt ist. Das Rohrmaterial 58 erstreckt
sich durch einen Schraubstock 61, der Teil einer Biegeeinheit 62 bildet. Die Biegeeinheit 62 ist um eine vertikale
Achse drehbar und weist einen Dorn 64 auf, der konzentrisch zur Achse verläuft und um den das Rohrmaterial gebogen wird,
wenn die Biegeeinheit mittels eines Hebels 66 gedreht wird. Das Ausmaß der Drehung der Biegeeinheit wird durch eine
Teilvorrichtung 68 festgelegt, von der lediglich das Gehäuse dargestellt ist. Der Schlitten 54 kann längs der Führung 52
durch eine lineare Teilvorrichtung 70 positioniert werden. Solche Maschinen sind an sich bekannt«
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Im Betriet) wird das Rohrmaterial 58 von dem Spannfutter 56 erfaßt und durch die Bewegung des Schlittens zwischen
die Backen des Schraubstocks 62 eingeführt, und zwar bis zu einer Stelle, die durch die Teilvorrichtung 70 festgelegt
wird; die Teilvorrichtung 70 ist entsprechend der gewünschten Länge des geradlinigen Abschnitts S1 eingestellt. Der
Schraubstock wird dann geschlossen, und die erste Biegung B1 fc wird dann hergestellt, indem die Biegeeinheit um den Winkel
OC(der durch die Teilvorrichtung 68 festgelegt wird^ gedreht
wird. Während des Biegevorgangs wird der Schlitten 54 von dem Rohrmaterial längs der Führung verschoben, da die
Teilvorrichtung 70 aus ihrer vorherigen Einstellung gelöst worden ist. Nach Beendigung des Biegevorgangs wird der
Schraubstock geöffnet, und die Biegeeinheit wird (durch nicht gezeigte Mittel) abgesenkt, und zwar soweit, daß sie
das Rohr freigibt und die Biegeeinheit wieder in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt werden kann. Der Schlitten 54
wird dann um eine Strecke verschoben, die der erforderlichen Länge des zweiten geradlinigen Abschnitts S2 (festgelegt
durch die Teilvorrichtung 70) entspricht, und das Rohr wird dann mit Hilfe der Teilvorrichtung 60 um den Verwindungswinkel
θ gedreht.
Anschließend wird die Biegeeinheit naeh oben gefahren, und der Schraubstock 61 wird wieder geschlossen, worauf der
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zweite umgebogene Abschnitt B2 mit dem Winkel ß hergestellt
wird. Diese Arbeitsschritte werden sooft wie erforderlich, entsprechend der Anzahl der geradlinigen Abschnitte, wiederholt.
In Pig,10 ist beispielshalber eine Kopie dargestellt,
die lediglich drei geradlinige Abschnitte aufweist.
Die Meßwerte, die mit Hilfe der in den Fign. 1 und 2 gezeigten
Meßvorrichtung oder mit Hilfe der in den Fign, 4 bis 6 gezeigten Meßvorrichtung abgelesen werden, werden in Digitaloder
Analogform in einen Rechner eingegeben, der derart programmiert ist, daß er bestimmte mathematische Operationen
durchführt und Instruktionen für die Biegemaschine ermittelt.
Das Ziel des Programmes ist es, die Längen der geradlinigen
Abschnitte S1, S2, S3, die Biegewinkel °L, ß zwischen benachbarten
geradlinigen Abschnitten und den Verwindungswinkel θ zwischen der Ebene des ersten und zweiten geradlinigen Abschnitts
einerseits und des zweiten und dritten geradlinigen Abschnitts andererseits zu berechnen; all diese Werte
werden zum Einstellen einer Biegemaschine benötigt. Bei der Beschreibung des Programms wird auf das AusfUhrungsbeispiel
der Fig.10 Bezug genommen.
Die für das Programm erforderlichen Eingangsdaten in Bezug
auf jeden geradlinigen Abschnitt sind die Koordinaten
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zweier mit Abstand zueinander angeordneter Stellen des geradlinigen
Abschnitts. Die Koordinaten werden natürlich durch eine der oben beschriebenen Meßvorrichtungen erhalten, und
sie werden in dem Rechner gespeichert.
Fig.11 zeigt Linien durch Punkte A,B; F1G; L,M, bei denen
es sich um Punkte handelt, an denen die Messungen mit Hilfe k der Meßvorrichtung durchgeführt worden sind. Eine Linie CE,
deren Mittelpunkt E ist, ist die Gerade, die auf den beiden durch die Punkte A,B und F,G- gehenden Linien senkrecht steht.
Eine Linie H,K, die den Mittelpunkt I besitzt, ist die Gerade,
die auf den beiden durch die Punkte F,G und L,M gehenden
Linien senkrecht steht. Me korrigierte bzw. idealisierte Mittellinie wird durch die Linien definiert, die die Punkte
A, D, I, M verbinden.
Jeder Punkt P hat die Raumlage P(x;y;z) = Px;Py;Pz. Unter * Verwendung dieser Abkürzungen enthält das Rechenprogramm
folgende Algorithmen.
Gedachte Schnittpunkte der Mittellinien (Fig.11)
Zum Ermitteln von D(x;y;x) sind die Werte a bis f in der
folgenden Weise zu bilden:
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:"ΐ'"":>' !!Pll 1!|!Ι||ΙΙ'|Ι!Ηι1 -κ lip ..,ng ||i|[|
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a = (Bx-Ax)2 + (By-Ay)2 + (Bz-Az)2;
Id = (Bx-Ax)(Fx-Gx) + (By-Ay)(Fy-Gy) + (Bz-Az) (Fz-Gz) j
c s (Ax-Gx)(Bx-Ax) + (Ay-Gy)(By-Ay) + (Az-Gz)(Bz-Az);
d = (Bx-Ax)(Fx-Gx) + (By-Ay)(Fy-Gy) + (Bz-Az)(Fz-Gz);
e = (Fx-Gx)2 + (Fy-Gy)2 + (Fz-Gz)2;
f = (Ax-Gx)(Fx-Gx) + (Ay-Gy)(Fy-Gy) + (Az-Gz)(Fz-Gz);
Die Werte a bis f sind in den folgenden Beziehungen einzusetzen:
ra - sb + c = O
rd - se + f = 0
worin r und s Faktoren sind, mit denen die Abstände A B
"bzw, G F multipliziert werden müssen, um die Abstände A D bzw. G E zu erhalten.
r und s sind einzusetzen in:
C(x;y;z) = Ax + (Bx-Ax)r; Ay + (By-Ay)r; Az + (Bz-Az)r;
E(x;y;z) = Fx + (Gx-Fx)s; Fy + (Gy-Fy)s; Fz + (Gz-Fz)s;
Die Koordinaten des Mittelpunktes D ergeben sich aus:
+.B*. Cy + Ey. Oz + Ez.
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Dasselbe ist für I (xjy;z;) durchzuführen, wobei die Daten
der Punkte i1 ,G und L,M zu verwenden sind,
Biegewinkel (Fige12)
Der Biegewinkelot errechnet sich aus der Beziehung:
Cos(180 "
(Ax-Dx)(Hx-Dx) + (Ay-Dy)(Hy-Dy) + (Az-Dz)(Hz-Dz)
/(Ax-Dx)2+(Ay-Dy)2+(Az-Dz)2 χ /(Hx-Dx)2+(Hy-Dy)2+(Hz-Dz)2
Das gleiche ist für den Winkel ß durchzuführen, wobei D,H9M
anstelle von A,D,H zu verwenden ist.
Länge der geradlinigen Abschnitte (Fig»13)
k Die Längen der geradlinigen Abschnitte S1, S2, S3 werden
durch die Abstände AT, UV und WM festgelegt. Die Radii R
der Biegeabschnitte B1, B2 sind vorgegeben, und zwar im allgemeinen
als Mehrfaches des Rohrdurchmessers. Die Längen der geradlinigen Abschnitte sind gegeben durch:
AT =/(Dx-Ax) + (Dy-Ay)2 + (Dz-Az)2 - R(tanoC)/2;
UV =/(Ix-Dx)2 + (Iy-Dy)2 + (Iz-Dz)2 - R(tanoC)2-R(tan ß)/2;
WM =/(Mx-Ix)2 + (My-Iy)2 + (Mz-Iz)2 - R(tan ß)/2j
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In diesen Formeln bedeuten R(tano£)/2 = TD = UD und entsprechend
R(tan ß)/2 = VI = IW.
Verwindungswinkel (Pig.12)
Der Verwindungswinkel θ ist der Winkel zwischen der Ebene ADI und der Ebene DIM, der Winkel also, den man sieht, wenn
man in Richtung der Linie ID schaut.
Die Biegemaschine verlangt, daß die Bewegung der Maschine, die zum Einstellen der Verwindungswinkel erforderlich ist,
immer in der gleichen Richtung erfolgt, und zwar immer im Uhrzeigersinn, wenn man entlang dem unverformten Rohrmaterial
in Blickrichtung auf die Biegeeinheit schaut. Aus programmtechnischen Gründen muß dementsprechend immer
eine Vereinbarung eingehalten werden, derart, daß beispielsweise jeder Winkel θ immer derjenige Winkel ist, den man
sieht, wenn man von dem einen Biegeabschnitt B2 in Richtung dee nächsten Biegeabschnitts B1 schaut und der im Uhrzeigersinn
von der Ebene ADI um die G-ejrade DI zu zählen ist. An
diese Vereinbarung hält sich die Figur 12.
Um diese ^Uhrzeiger8innw-Vereinbarung zu erfüllen, wird der
Winkel θ |n zwei Winkel «f und ψ unterteilt, von denen of der
Winkel zwischen einem auf der Ebene ADI senkrecht stehenden
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Vektor g und einem auf der Ebene DIM senkrecht stehenden Vektor h und ψ der Winkel zwischen den Vektoren g und 1
ist (siehe unten). Zwischen diesen drei Winkeln besteht die folgende Beziehung:
θ =<f, falls ψ <90°
θ = 360 - <f, falls ψ y 90°
Die Winkel werden zweclanäßigerweise unter Verwendung von
Vektoralgebra berechnet:
| Cos | ν | φ = | gx.hx + g] | + | Vf + gz.hz | +hy + hz ) |
| fex2 + gy2 | + | gz2)(hx2 | + gz(Mz-Iz) | |||
| Gos | gx (Mx-Ix) | gy(My-Iy) | ||||
V(gx +gy +gz ) (Mx-Ix)2+(My-Iy)2+(Mz-Iz)2)'
worin
gy* gz= Vektor g;
hx, hy, hz = Vektor h;
Die Vektoren g, h ihrerseits errechnen sich in bekannter
Weise aus den Vektorprodukten!
g a i χ k;
h = k χ Ij
g a i χ k;
h = k χ Ij
worin i der von D nach A zeigende Vektor, k der von D nach I zeigende Vektor
und 1 der von I nach M zeigende Vektor ist.
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ÖRI01NÄL !SUSPECTED
Claims (1)
- ROLLS-ROYCE LIMITED 3U Dezera*erAnwaltsakte M-1442 Moor LaneDerby 3 EnglandPatentansprüche1,JVerfahren zum Herstellen einer Kopie von einem rohr- oder stangenförmigen Modell, das mehrere jeweils durch einen umgebogenen Abschnitt miteinander verbundene geradlinige Abschnitte aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Modell Messungen in einem Raumkoordinatensystem durchgeführt werden, wobei die bei den Messungen erhaltenen Meßwerte für jeden geradlinigen Abschnitt des Modells eine Mittellinie festlegen, die im allgemeinen die Mittellinie des nächsten geradlinigen Abschnitts nicht genau schneidet, sondern in einem Näherungsbereich an ihr vorbeiläuft, daß ein Rechenprogramm für einen Rechner erstellt wird, mit dem sich in Abhängigkeit von den als Eingangsdaten dienenden Meßwerten in jedem Näherungsbereich ein idealisierter bzw. gedachter Schnittpunkt ermitteln läßt und mit dem109830/0220sich - ausgehend von gedachten Mittellinien, die diese Schnittpunkte verbinden -Daten bezüglich der Länge der geradlinigen Abschnitte sowie der Winkelbeziehungen zwischen benachbarten geradlinigen Abschnitten als Ausgangsdaten ermitteln lassen, daß der Rechner mit diesem Programm und den Meßwerten als Eingangsdaten betrieben wird, und daß die Ausgangsdaten dazu benutzt werden, geradliniges Rohr- oder Stangenmaterial mittels einer Biegemaschine zu der Kopie zu verformen.2« Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Programm derart ausgelegt wird, daß als idealisierter bzw. gedachter Schnittpunkt der Mittelpunkt derjenigen geraden Linie benutzt wird, die auf den beiden durch die Messungen festgelegten, durch den entsprechenden Näherungsbereich verlaufenden Mittellinien senkrecht steht«3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Messungen mittels eines Meßfühlers durchgeführt werden, der mit dem Modell an zwei Stellen eines jeden geradlinigen Abschnitts in Berührung gebracht wird, während das Modell in einer festen Stellung gehalten wird, und daß die Lage des mit dem Modell in Berührung stehenden Meßfühlers in kartesischen Koordinaten bezüglich eines fest angeordneten Rahmens abgelesen wird.109830/0220LeerseiteCOPY
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19702064485 Ceased DE2064485A1 (de) | 1969-12-31 | 1970-12-30 | Verfahren zum Herstellen einer Kopie von einem rohr oder stangenförmigen Mo del! |
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| FR (1) | FR2072145B1 (de) |
| GB (1) | GB1329708A (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4122608A (en) * | 1977-04-22 | 1978-10-31 | Teledyne Industries, Inc. | Tube feeler |
| GB1582073A (en) * | 1976-12-22 | 1980-12-31 | Teledyne Ind | Position measuring instrument |
| FR2468441A1 (fr) * | 1979-11-06 | 1981-05-08 | Adepa | Procede de reproduction ou de controle d'une piece a partir d'un modele, et dispositif pour sa mise en oeuvre |
| RU2481910C2 (ru) * | 2011-07-19 | 2013-05-20 | Федеральное государственное образовательное учреждение высшего профессионального образования "Государственный университет - учебно-научно-производственный комплекс" (ФГОУ ВПО "Госуниверситет - УНПК") | Способ автоматического управления процессом гибки труб |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3145756A (en) * | 1961-09-19 | 1964-08-25 | Baldwin Lima Hamilton Corp | Numerically controlled tube bending machine |
-
1969
- 1969-12-31 GB GB1329708D patent/GB1329708A/en not_active Expired
-
1970
- 1970-12-30 DE DE19702064485 patent/DE2064485A1/de not_active Ceased
- 1970-12-30 FR FR7047197A patent/FR2072145B1/fr not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4000019A1 (de) * | 1988-12-30 | 1990-07-05 | Usui Kokusai Sangyo Kk | Verfahren zum herstellen einer fuehrungs-schablone fuer gebogene rohrteile |
| DE3900990A1 (de) * | 1989-01-12 | 1990-08-02 | Bundy Gmbh | Verfahren zum rechnergestuetzten auslegen des verlaufs, zum herstellen und einrichtung zum herstellen von raeumlich winklig gebogenen, kleinkalibrigen rohrleitungen, insbes. von kraftstoff- oder bremsleitungen im kraftfahrzeugbau |
| WO1991013706A1 (en) * | 1990-03-07 | 1991-09-19 | Johannes Tokola | Method for bending pipes |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| GB1329708A (en) | 1973-09-12 |
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