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lagerung für Offen-End-Spimnturbinen Die Erfindung betrifft eie Lagerung
für Offen-End-Spinnturbinen, deren Schaft axial an einem am Schachtende anliegenden
Spurlager abgestützt ist, Die Ausbildung von Lagerungen für Offen-End-Spinnturbinen
ist wegen der bei solchen Aggregaten auftretenden sehr hohen Drshzahl von 50 000
und mehr U/min teilweise nur sehr schwer zu bewältigen, weil die konventionellen
Wälzlagerungen Schwierigketen bereiten. Es sind deshalb schon Lagerungen vorgeschlagen
worden, bei denen die Achse der Spinnturbine in einem Seilspalt von zwei Stützrollenp'aaren
läuft. Diese Anordnungen weisen den Vorteil auf, daß sehr hohe Drehzahlen ohne die
Gefahr
von Lagerschäden erreicht werden können, da die Wälzlagerungen der Stützrollen wesentlich
weniger stark beansprucht werden, als wenn die Turbinenachse selbst mit Wälzlagern
versehen wäre. Auch Luftlagerungen für die Spinnturbinen sind vorgeschlagen worden,
um die hohen Drehzahlen beherrschen zu können. Beide Lagerungsarten sind zwar für
die Führung der Spinnturbinenachse in radialer Richtung zuverlässig, sie bedingen
jedoch zusätzliche Maßnahmen, um die Turbinenachsen auch in axialer Richtung einwandfrei
zu sichern.
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Um eine axiale Führung zu gewährleisten, wurde bereits vorgeschlagen,
der Turbinenachse einen Schub in Richtung zum Achsende hin zu geben, so daß dieses
Achsende an einem Spurlager anlaufen kann. Da die Spinnturbinen bei den heute üblichen
Maschinen im allgemeinen horizontal angeordnet sind, können die Spurlager nicht
ohne weiteres mit einer Schmierung versehen werden, weil in jedem Fall auch verhindert
werden muß, daß Schmiermittel, Schmiermittelnebel oder -dämpfe in den Bereich der
Spinnturbine gelangen können und dort die Qualität des zu verarbeitenden Materials
beeinträchtigen.
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Die vorgeschlagenen Spurlageranordnungen sehen daher vor, das Schaft
ende des Turbinenschaftes beispielsweise mit einer Hartmetallplatte zu versehen,
während die Spurplatte selbst ganz aus Hartmetall oder auch als Saphier ausgeführt
wird.
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Abgesehen davon, daß diese trocken laufenden Ausführungen relativ
aufwendig und nur sehr schwer zu bearbeiten sind, hat sich auch gezeigt, daß insbesondere
bei erhöhten Drehzahlen ein verhältnismäßig starkes Laufgeräusch auftritt, das dem
Bedienungspersonal kaum zumutbar ist. Dazu kommt auch, daß der Kraftbedarf für den
Antrieb, insbesondere dann, wenn höhere Axialschübe im Falle größerer Turbinen auftreten,
höher gewählt werden muss, was mit erhöhtem Verschleiss verbunden ist, Vorschläge
mit aus Kunststoff bestehenden Spurplatten oder Schaftenden konnten wegen der
auftretenden
hohen Erwärmung an den Anlaufstellen nicht realisiert werden.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile
zu vermeiden und eine Lagerung für Offen-End-Spinnturbinen zu schaffen, die billig
herzustellen ist1 geräuscharm arbeitet und nur einen geringen Kraftaufwand für den
Antrieb der Turbinen erforderlich macht.
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Die Erfindung besteht darin, daß als Spurlager eine bewegte Spurplatte
oder dgl. vorgesehen ist. Durch diese Ausgestaltung wird dafür gesorgt, daß der
Auflagepunkt der Kuppe des Schaftendes fortlaufend wechselt, und die der Abnützung
unterworfene tragende Stützfläche der Spurscheibe wird damit um ein Vielfaches vergrößert.
Es können deshalb zur Herstellung der Spurplatte übliche Werkstoffe eingesetzt werden,
die leicht bearbeitbar und auch nicht teuer sind.
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Zweckmäßigerweise kann vorgesehen werden, daß die Spurplatte angetrieben
ist. Dabei ergibt sich dann die vorteilhafte Möglichkeit, die Spurplatte als eine
hin- und herschiebbare Schiene auszubilden, wobei deren Oberfläche durch einen mit
Schmiermittel getränkten Filz oder dgl. bei der Hin- und Herbewegung benetzt werden
kann. Diese Ausführungsform bringt den Vorteil mit sich, daß der Abrieb eingedämmt
wird und daß während des Betriebes keine störenden Laufgeräusche entstehen.
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Die erfindungsgemäße Ausbildung einer bewegten Spurplatte eröffnet
auch in ganz vorteilhafter Weise die Möglichkeit, die Spurplatte aus einem Kunststoff
mit guten Laufeigenschaften herzustellen. Durch das Wechseln des Auflagepunktes
auf der Spurplatte wird ein Wärmestau auf der Spurplatte vermieden und es können
die guten Gleiteigenschaften der heute
zur Verfügung stehenden besonderen
Kunststoffe voll ausgenützt werden. sinne spezielle Ausführungsform einer solchen
Kunststofflagerung ergibt sich, wenn die Spurplatte als ein umlaufendes und vorzugsweise
zur Lagerung mehrerer Spinnturbinen vorgesehenes Kunststoffband beispielsweise aus
dem unter dem Handelsnamen Teflon bekannten Material ausgebildet ist.
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Diese Ausführungsform ist sehr einfach und billig. Für die Aufnahme
größerer Axialdrücke empfiehlt es sich allerdings, die Spurplatte als eine an einer
angetriebenen Welle angebrachte Scheibe auszubilden, die gegebenenfalls mit einer
Kunststoffschicht versehen oder aber auch so angeordnet sein kann, daß sie ähnlich
wie die vorher erwähnte hin- und herbewegte Spurschiene während ihres Umlaufes mit
Schmiermittel versehen wird.
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Eine ganz besonders vorteilhafte Möglichkeit besteht darin, die Spurplatte
als eine freibewegliche kreisförmige oder ringförmige Scheibe auszubilden, auf der
auf einer Seite das Ende des Turbinenschaftes exzentrisch aufsitzt und die auf der
anderen Seite von einem Widerlager abgestützt ist. Durch diese exzentrische Anordnung
des Turbinenschaftes, bezogen auf die Spurplatte, wird erreicht, daß die Spurplatte
ohne eigenen Antrieb lediglich aufgrund der wirksamen Reibung mit mäßiger Geschwindigkeit
umläuft, so daß der Vorteil eines wandernden Abstützpunktes des Turbinenschaftes
auf der Spurscheibe ebenfalls erreicht ist. Um nun die Drehrichtung der Spurscheibe
eindeutig bestimmen zu können, kann vorgesehen werden, das Sunde des Turbinenschaftes
nicht senkrecht auf der Spurscheibenoberfläche aufsitzen zu lassen. Damit wird-sichergestellt,
daß ein steter und kontinuierlicher Wechsel des jeweiligen AbsEtzpunktes stattfindet.
Um das zu erreichen, kann die Spurscheibe auf der dem Turbinenschaft zugewandten
Seite
leicht konisch ausgebildet sein, sie kann aber auch mit einem aufgesetzten, schräg
auf dem Turbinenschaftende stehenden Anlaufring o. dgl. oder auch mit einer leicht
konisch angeordneten Anlaufscheibe für den Turbinenschaft ausgerüstet sein. Bei
diesen Ausführungsformen wird zweckmäßigerweise vorgesehen, daß die Spurscheibe
mindestens teilweise mit einem Schmiermittelband in Berührung kommt und eine besonders
einfache Ausführungsform besteht darin, daß die Spurplatte als ein einseitig in
ein tiefer gelegenes Ölbad eintauchender Ring ausgebildet ist. Durch diese Ausgestaltung
wird stets auch die Gewähr dafür gegeben, daß die umlaufende Spurplatte das Schmiermittel
kontinuierlich nach oben transportiert, ohne daß die Entstehung von schädlichen
Öldämpfen oder Ölnebeln befürchtet zu werden braucht.
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Zur erzeugung des Öltransportes gibt es eine ganze Reihe vorteilhafter
Möglichkeiten, die im einzelnen den Unteransprüchen entnommen werden können. Es
ist darüberhinaus auch möglich, die Spurplatte mit einer eingesetzten Zwischenschicht
aus Filz o. dgl. auszubilden, die das Schmiermittel besonders vorteilhaft aufnehmen
und befördern kann. Es ist auch möglich, die Spurplatte zweiteilig auszubilden und
beispielsweise aus einer am Turbinenschaft anliegenden Eunststoff- und einer von
diesem abgewandten Stahlscheibe herzustellen oder umgekehrt. Aus herstellungstechnischen
Gründen kann die Spurplatte auch hohlkörperartig aus Blechteilen geformt sein und
es bietet sich auch die Möglichkeit, die Spurplatte auf der dem Turbinenschaft zugewandten
Seite mit einer Kunststoffolie zu versehen, so daß für den Fall des Ausbleibens
von Schmierstoff noch relativ gute Notlaufeigenschaften vorhanden sind.
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Die Verwendung von Kunststoff auf der Anlaufseite der Spurplatte hat
neben den Notlaufeigenschaften auch noch den Vorteil, daß bei genügender Schichtdicke
und bei entsprechender Formgebung auch relativ gute Dämpfungseigenschaften für eventl.
Axialstöße gegeben sind. Es ist damit möglich, die
Vibrationen der
Turbinenachse in Längsrichtung zu dämpfen und auch das Laufgeräusch zu mildern.
Bei weniger hohen Achedrücken und Verwendung geeigneten Materials kann eine solche
Spurlagerung segen ihrer grossen effektiven Auflagefläche und des nicht mehr vorhandenen
Wärmestaus auch ohne Schmierung arbeiten.
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In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 die Seitenansicht eines Lageraggregates für eine
Offen-End-Spinnturbine mit Luftlagers für den Turbinenschaft und Tangentialriemenantrieb
und mit einer im Schnitt gezeigten Axiallagerung des Turbinenschaftes durch eine
umlaufende und in ein Ölbad eintauchende Spurscheibe, Fig. 2 die Draufsicht auf
die Anordnung der Fig. 1, Fig. 3 die Draufsicht auf eine Axiallagerung für mehrere
Turbinenschäfte bei der ein Kunststoffband um fest angeordnete Widerlager umläuft,
Fig. Da die Seitenansicht eines Turbinenaggregates, wobei der Turbinenschaft in
der in der Fig. 3 dargestellten Weise abgestützt ist, Fig. 4 eine Anordnung, bei
der das Turbinenschaftende von einer auf einer angetriebenen Welle festsitzenden
Spurplatte axial abgestützt ist, Fig. 5 einen Schnitt durch die Axiallageranordnung
ähnlich Fig. 1, jedoch in vergrößertem Maßstab,
Fig. 6 den Querschnitt
durch eine Axiallageranordnung mit einer freibeweglichen Spurscheibe zum Abstützen
des Turbinenschaftes, die auf einer weiteren umlaufenden Scheibe läuft, die in ein
Ölbad eintaucht, Fig. 6a den Längsschnitt gemäß den Pfeilen VI - VI durch die Fig.
6, Fig. 7 eine Variante der Ausbildung der Fig. 5, bei der die Spurplatte auf der
dem Turbinenschaft zugewandten Seite leicht abgeschrägt ist, damit eine definierte
Drehrichtung entsteht, Fig. 8 eine Ausführungsform ähnlich Fig. 7, jedoch mit einer
auf die Spurscheibe aufgesetzten Anlaufscheibe und mit schaufelartigen Aussparungen,
die in das Ölbad eintauchen, Fig. 8a eine Draufsicht auf die Spurscheibe der Fig.
8, Fig. 9 eine andere Ausfuhrungaform einer freibeweglichen Spurscheibe, die von
einem Widerlager abgestützt ist und in einer Schmiermittelrinne sitzt, die durch
leichte Vibrationen einer zusätziichen Rüttelplatte vom Ölbad aus mit Schmiermittel
versorgt wird, Fig.10 eine umlaufende Spurscheibe, die mit ihrem Umfang an einem
mit Kapillaren versehene und in der Fig.10ateilweise in der Ansicht dargestellte
Ölförderplatte angrenzt, Fig.11 eine Ausführungsform einer Spurplatte, die aus mehreren
Teilen zusammengesetzt ist,
Fig. 12 eine Ausführungsform ähnlich
Fig. 11, jedoch mit einem zwischen zwei die Spurplatte bildenden Teilen eingesetzten
saugfähigen und in das ölbad eintauchenden Material, Fig. 13 eine Ausführungsform
mit einer aus Kunststoff hergestellten Spurscheibe; bei dieser Ausftihrungs form
wird der Turbinenschaft axial von einem Magneten gegen die Spursoheibe gedrtot,
Fig. 14 die Draufsicht auf eine aus Blech gestanzte oder aus Kunststoff hergestellte
Spurscheibe für leichtere Turbinen, Fig. 14a den Querschnitt durch die Spurscheibe
der Fig. 14, Fig. 15 eine aus Blech oder Kunststoff hohlkörperartig hergestellte
Spurscheibe, Fig. 16 den Querschnitt durch eine Spurscheibe mit an ihrem Umfang
angeordneten Schaufeln, welche die Drehbewegung der Spurscheibe hemmen sollen, Fig.
16a eine Teilansicht der Spurscheibe der Fig. 16, Fig. 17 schließlich eine Ausführungsform
einer Spurscheibe, die einen gewissen axialen Ausgleich zuläßt und auch zur Aufnahme
von Axialstößen geeignet ist und Fig. 18 eine weitere Variante, bei der beidseitig
einer Spurplatte Turbinenschäfte abgestützt sind.
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In der Pig. 1 ist ein Lagerungsaggregat 1 für eine Offen-End-Spinnturbine
2 gezeigt,deren Schaft horizontal in
zwei Luftlagern 4 und 5 gelagert
und huber einen Tangentialriemen 6 mit einer sehr hohen Drehzahl von rund 50 000
U/min oder mehr angetrieben wird. Während die Luftlager 4 und 5 zur radialen Lagerung
des Turbinenschaftes 3 dienen, ist am Schaftende 3a eine axiale Lagerung vorgesehen.
Zu diesem Zweck wird von dem XangentiAlriemen 6 ein Axialschub in Richtung auf das
Schaftende Da auf den Turbinenschaft 3 ausgeübt dadurch, daß die Achse des Turbinenschaftes
3 nicht senkrecht zur Laufrichtung des Tangentialriemens 6 angeordnet ist. Dieser
Axialschub wird von einer Spurplatte 7 aufgenommen, die freibeweglich innerhalb
einer teilweise mit Öl gefüllten.Schmiermittelkammer 8 angeordnet ist und sich unter
dem Druck des Turbinenschaftes 3 an einem Widerlager 9 abstützt, das verstellbar
innerhalb eines an dem Lageraggregat 1 angeordneten Lagerbockes la angeordnet ist.
Die Schmiermitteikammer 8 wird dabei von einem Deckel 10 abgeschlossen.
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Die Anordnung ist so getroffen, daß der Turbinenschaft 3 mit der Turbine
2 zusammen nach links aus der Ölkammer 8 herausgezogen werden kann, ohne daß dazu
Teile der Lagerung gelöst werden müssen. Um in diesem Falle ein Umfallen der Spurscheibe
7 in dem Ölbehälter 8 zu verhindern, ist der Deckel 10 mit Stützwandungen 10a versehen.
Da es kaum ganz verhindert werden kann, daß gewisse ölmengen durch die Bohrung 10b
der Ölkammer 8 nach außen austreten, ist zusätzlich ein tfberlaufkanal 11 und eine
Auffangkammer 12 für das Öl vorgesehen, wobei selbstverständlich vorgesehen werden
kann, daß diese Auffangkammer 12 ebenso wie beispielsweise auch die Ölkammer 8 für
mehrere nebeneinander angeordnete Turbinenlageraggregate gemäß den Fig. 1 und 2
ausgebildet werden kann. In den Fig. 1 und 2 ist allerdings eine gesonderte Ausbildung
für das gezeigte Lageraggregat 1 dargestellt.
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Während des Betriebes wird die Spurscheibe 7 durch die Rotation des
Schaftendes 3a auf ihrer Oberfläche und durch
die exzentrische
Lage des 3chaftendes 3a in langsame Umdrehungen versetzt. Dadurch ändert sich einmal
kontinuierlich der Abstützpunkt des Turbinenschaftes 3a auf der Spurscheibe 7, so
daß die Abnützungserscheinungen auf eine größere Fläche verteilt sind. Zum anderen
gelangt die Spurscheibe bei ihrer Umdrehung mit jedem Punkt ihres Umfanges nacheinander
in das Ölbad, so daß sie sich mit einem Schmierfilm überziehen wird, der dafür sorgt,
daß einmal der Abtrieb wesentlich reduziert werden kann und daß zum anderen aber
auch das Laufgeräusch der Spinnturbinen entscheidend vermindert wird.
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In den Fig. 3 und 3a ist eine Ausführungsform gezeigt, bei der zur
Axiallagerung anstelle einer freibeweglichen Spurscheibe für eine ganze Gruppe von
Spinnturbinen die Abstützung über ein umlaufendes Kunststoffband 13 erfolgt, das
jeweils im Bereich der Schaftenden 3a der einzelnen Spinnturbinen über Kufen 14
läuft, die in Achsrichtung des Turbinenschaftes 3 jeweils etwas verstellbar sind.
Diese Ausführungsform eignet sich besonders für Anordnungen von kleineren Spinnturbinen,
bei denen ein geringerer Axialdruck erforderlich ist, so daß eine besondere Flüssigkeitsschmierung
entfallen Wann. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist jeder einzelne Turbinenschaft
3 mit Bunden 15 versehen, die in Achsrichtung etwas versetzt den Polen 16 eines
Elektromagneten oder auch eines Dauermagneten gegenüberliegen, der für einen Axialschub
in Richtung auf das Schaftende 3a sorgt. Wenn die in den Fig. 3 und 3a gezeigte
Ausführungsform für Aggregate eingesetzt werden soll, bei denen höhere Axialdrücke
von den Turbinenschäften 3 her zu erwarten sind, dann ist es denkbar, daß jeweils
zwischen zwei nebeneinanderliegenden Turbinenschäften 3 ein ölführendes Mittel angeordnet
wird, an welchem das Band 13 vorbeistreicht und damit mit einem Ölfilm benetzt wird.
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Wie aus der Fig. 3 ersichtlich ist, kann diese Axiallageranordnung
für zweiseitig mit Spinnturbinen versehene Maschinen
eingesetzt
werden. Der Antrieb des Kunststoffbandes 13 erfolgt über eine Treibscheibe 17.
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In der Fig. 4 ist eine Ausführungsform gezeigt, bei der die Spurplatte
7 fest auf einer Achse 7a sitzt, die an einem Widerlager 9 abgestützt ist. Die Achse
7a läuft in zwei Gleitlagern 18, die fest an einem Haltebock 19 angeordnet sind.
Die Achse 7a und damit auch die Spurscheibe 7 wird durch einen Treibriemen 20 angetrieben,
so daß auch bei dieser Ausführungsform die Spurscheibe 7 in das ölbad 8 eintaucht.
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In der Fig. 5 ist nur eine Ausführungsform der Ölkammer 8 gezeigt,
die im wesentlichen auch bereits in der Fig, 1 und 2 enthalten war. Hier ist die
in das ölbad eintauchende Spurscheibe 7 jedoch mit einer Bohrung versehen und sitzt
auf einem in senkrechter Richtung innerhalb der Ölkammer 8 verschiebbar gelagerten
Bolzen 21. Die.Spurplatte 7 ist durch einen Ansatz 10c daran gehindert, während
des Betriebes nach oben abzuwandern. Das Schaft ende 3a ist bei dieser Ausführungsform
mit zwei Eindrehungen 3b versehen, um ein Abschleudern von möglicherweise von der
Spurscheibe 7 aus auf das Schaftende 3a gelangtem Öl zu erreichen. Der Schaft 3
selbst ist abgedichtet in das Innere der Olkammer 8 geführt.
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In der Fig. 6 und 6a ist eine Variante der Ausführung der Fig. 5 insofern
gezeigt, als zusätzlich zu der durch das rotierende Schaft ende 3a bewegten Spurscheibe
7 noch eine weitere breitere Scheibe 22 vorgesehen ist, die fest auf dem Bolzen
21 sitzt und die Spurscheibe nur an ihrem Umfang berührt. Diese Ausführungsform
weist den Vorteil auf, daß sich die Spurscheibe 7 nach einer gewissen Laufzeit zwar
mit einem feinen Olfilm benetzen wird, so daß die gewünschten Laufeigenschaften
erzielt werden, daß die Ölzufuhr zu der Spurscheibe und damit zu dem ,Turbinenschaftende
aber sehr viel
geschützter vor sich geht, so daß die Möglichkeit,
daß Öl vom Turbinenschaftende 3a aus durch die Bohrung 10b nach außen tritt, geringer
ist. Zur Verbesserung dieses Effektes können in der ölkammer 8 seitlich auch Schutzwände
23 vorgezogen sein, die die Gehäusewände nach Möglichkeit vor Ölspritzern schützen
sollen.
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Bei der Erläuterung der Fig. 1 wurde zwarbereit6 erwähnt, daß die
durch die Rotation des Schaftendes 3a auf der Oberfläche der Spurplatte 7 diese
in eine Drehbewegung versetzt wird. Wenn der urbinenschaft 3 senkrecht auf der Oberfläche
der Spurplatte 7 aufsitzt, so wird insbesondere nach längerer Betriebszeit wegen
der unbestimmten Anlage des Schaft endes 3a an der Spurplatte 7 keine Gewähr mehr
dafür gegeben sein, daß der Abstützpunkt des Schaftendes 3a kontinuierlich durch
eine Drehung der Spurplatte 7 geändert wird. Um zu vermeiden, daß auf diese Weise
Einlaufvertiefungen in der Spurplatte entstehen, die eine Drehung sogar verhindern
würden, ist gemäß Fig. 7 vorgesehen, daß der dem Schaftende 3a zugewandte Hand der
Spurscheibe 7 leicht abgeschrägt ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß das
Schaftende 3a stets mit seinem in der Zeichnung unten gelegenen Bereich an der Spurplatte
7 anläuft und so eine definierte Drehungsrichtung für di Spurplatte 7 erzeugt. In
dem Ausführungsbeispiel der Fig. 7 ist zur Abdichtung der Gehäusewand der Ölkammer
8 nach außen innerhalb der Bohrung 10b eine spiralförmige Nut 24 angeordnet, die
so gelegt ist, daß durch die Umdrehung des Turbinenschaftes Öl stets wieder in das
Innere des Ölgehäuses 8 gefördert wird. Zusätzlich ist der Turbinenschaft 3a doppelkegelförmig
abgesetzt, so daß Öl, das von der Spurplatte 7 auf das Schaftende 3a gelangt ist,
abgeschleudert wird. Am Deckel 10 der ölkammer ist zusätzlich ein Ölabweisschild
1Ob angebracht,~das verhindern soll, daß Öl von der Unterseite des Deckels direkt
zu der Bohrung
1Ob gelangen kann.
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In der Fig. 8 ist eine Ausführungsform gezeigt, bei der die Spurscheibe
7 aus einem weichen Material, beispielsweise aus Kunststoff hergestellt ist und
auf der dem Turbinenschaftende 3a zugewandten Seite mit einer härteren Anlaufscheibe
25 versehen ist, auf der sich der Turbinenschaft abstützt.
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Ölabweisrillen sind bei dieser Ausführungsform am Xurbinenschaftende
3a ebenfalls vorgesehen. Um den Transport von Öl aus dem Ölreservoir 8 auf die Anlaufplatte
25 zu gewährleisten, sind schaufelförmige Sussparungen 26 am Umfang der Spurscheibe
7 vorgesehen, die gleichzeitig auch eine gewisse Dämpfung der Drehbewegung der Spurscheibe
bewirken.
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Die Fig. 9 zeigt eine Ausführungaform,bei der die Spurplatte 7, ähnlich
wie auch schon in den Fig. 6 und 6a nicht selbst in das ölbad 8 eintaucht. Die Spursöheibe
7 wird vielmehr an ihrerUnterseite in einer Rille 27 eines feststehenden Armes 28
geführt, an dem eine Rüttelplatte 29 anliegt, die durch ein leichtes Vibrieren Öl
aus dem Bad 8 in die Rille 27 fördert, so daß sich die Spurscheibe 7 benetzen kann.
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Diese Ausführungsform, bei der der die Rütteiplatte 29 freibeweglich
angeordnet sein kann und lediglich durch die Vibration der Spinnturbine zu Schwingungen
und damit zum Öltransport angeregt wird, eignet sich auch für eine Ausführungsform
ohne ein geschlossenes Ölgehäuse. Es wäre auch möglich, anstelle der Rüttelplatte
29 eine fest eingebaute vibrierende Blattfeder vorzusehen, die denselben Effekt
erzielen würde.
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Fig. 10 ist einAusführungsbeispiel, bei dem die Spurplatte auf einer
schrägen Ebene 30 anläuft, die mit einer Anzahl von Kapilarnutenversehen ist, durch
welche das Öl nach
oben steigt und vom Umfang der Spurplatte erfasst
werden kann. Die Fig. 11 zeigt eine Variante insofern, als hier die Spurplatte 7
aus drei verschiedenen Platten zusammengesetzt ist. Dabei kann beispielsweise die
dem Schaftende 3a zugewandte Seite 7b aus einem relativ harten Material, beispielsweise
Stahl, bestehen, während die Scheibe 7c aus elastischem Material und die Scheibe
7d wiederum aus einer Metallscheibe besteht. Diese Ausführungsform eröffnet die
Möglichkeit, daß auch Axialstöße vom Turbinenschaft 3 her in gewissem Umfang aufgenommen
werden können, so daß ein besonders guter und ruhiger Lauf der Turbine erreicht
wird. Auch bei dieser Ausführungsform ist eine besondere Abdichtung des von außen
in die ölkammer 8 einführbaren Turbinenschaftes vorgesehen. Zusätzlich ist auch
noch ein Ölüberlauf und eine Sammelrinne 32 auf der Seite des verstellbaren Widerlagers
9 vorgesehen.
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Die Ausführungsform der Fig. 12 sieht ebenfalls eine aus mehreren
Teilen bestehende Spurplatte vor. bei dieser Ausführungsform ist die Spurplatte
aus zwei Metallplatten 7e und aus einem zwischen den Metallplatten angeordneten
ölführenden Kunststpff- oder i material ausgebildet.
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In der Fig. 13 ist nun eine Variante gezeigt, bei der einmal der auf
den Turbinenschaft 3 wirkende Axialschub nicht von einem Tangentialriemen oder durch
die Stützlagerung, sondern von dem in dem Halter 1a fest angeordneten Permanentmagneten
33 hervorgerufen wird, welcher gleichzeitig die Funktion des Widerlagers ausübt.
Die Spurplatte besteht bei dieser Ausführungsform, die sich insbesondere für kleinere
Spinnturbinen eignet, aus einem aus Kunststoff geformten scheibenförmigen Teil,
das besonders billig herzustellen ist. In der Fig. 14 und 14a ist ebenfalls eine
sehr billige Ausführung für die Spurplatte gezeigt, die hier aus Kunststoff mit
guten
Gleiteigensuhaften bestehen kann. Ausnehmungen 34 im innerhalb
der Fläche der Spurscheibe 7 sorgen für eine sehr leichte und materialsparende Konstruktion.Auch
der Lagerbolzen 21 ist bei dieser Ausführungsform als Rohr ausgestaltet. Er ist
etwas elastisch und gegen Erschütterungen unempfindlich.
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In der Fig. 15 ist eine Variationsqglichkeit gezeigt, bei der die
Spurplatte 7 aus zwei zu einem Hohlkörper zusammengefügten Ringhälften 35 und 36
besteht, die aus verschiedenen Materialien, beispielsweise aus Blech oder aus Kunststoff
bestehen können. Dabei kann in besonders vorteilhafter Weise auch vorgesehen werden,
daß die dem Turbinenschaftende 3a zugewandte Ringhälfte 35 auf ihrer Oberfläche
mit einer losen und austauschbaren Kunststoffolie 35a versehen oder mit Kunststoff
beschichtet ist, sie kann dann aus Blech hergestellt werden und gegebenenfalls kann
auf ein Ölbad verzichtet werden.
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Die Ausführungsform der Fig. 16 und 16a sehen eine Spurplatte 7 vor,
die aus Kunststoff gespritzt sein kann und die auf ihrem Umfang mit mehreren Schaufelblättern
37 versehen ist, die beim eintauchen in ein ölbad die Drehgeschwindigkeit der Spurplatte
7 verzögern, die infolge des geringen Gewichtes der Spurplatte in dieser Ausführungsform
unter Umständen so hoch werden könnte, daß Ölnebel- oder oldampfbildung oder in
Extremfällen sogar ölverspritzungen zu befürchten sind, die nach Möglichkeit vermieden
werden sollen.
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Auch die Fig. 17 zeigt eine vorzugsweise aus Kunststoff herstellbare
Spurplatte 7, die als Doppelscheibe ausgebildet ist und somit gewisse Federungseigenschaften
besitzt, und somit geeignet nst, Axialstöße abzudämpfen, was für einen ruhigen Lauf
der Spinnturbine von Vorteil sein kann. Auch bei dieser Ausführungsform können zwischen
den einzelnen Scheiben zusätzliche Scheiben mit oder ohne Schmiermittelaufnahme
vorgesehen sein.
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Die Fig. 18 schließlich zeigt eine Möglichkeit, eine Spurplatte 7
zur Lagerung von mehreren Turbinenschäften 3 aus zunützen, wenn die Spurplatte entsprechend
größer ausgebildet wird und den Bereich zwischen zwei Lageraggregaten 38 und 39
überbrückt. Auch hier kann mit oder ohne Olbad 8 gearbeitet werden und besteht auch
die Möglichkeit, ein beidseitig an Turbinenachsen anliegendes Spurband zu verwenden.
Bs bietet sich auch die vorteilhafte Möglichkeit, auf beiden Seiten einer Spurplatte
7 (Fig. 18) mehrere Turbinenschäfte abzustützen, so daß nur in der Maschinenmitte
eine über mehrere Spinnstellen durchgehendes Spurlageranordnung vorgesehen wäre.
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Alle diese Ausführungsformen weisen den Vorteil auf, daß besondere
Widerlager für die Spurscheibe entfallen können.
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Selbstverständlich sind auch noch gewisse andere AusfUhrungsformen
denkbar. Beispielsweise ist es möglich, anstelle des umlaufenden Kunststoffbandes
der Fig. 3 und 3a lediglich eine an einem Widerlager abgestützte hin- und herschiebbare
Schiene vorzusehen, die entweder ebenfalls aus Kunststoff besteht und bei kleineren
Turbinenausführungen nicht geschmiert werden muß, oder bei ihrer Hin- und Herbewegung
jeweils an einem mit Öl getränkten Filz o. dgl. vorbeigezogen wird, so daß sie einen
Schmierfilm erhält.
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Die frei bewegliche oder angetriebene Spurplatte könnte auch zur Axiallagerung
einer mit ihrem Schaft in vertikaler Richtung angeordneten Spinnturbine eingesetzt
werden; in diesem Fall würde die Spurscheibe waagrecht liegen und den Turbinenschaft
mit ihrer Oberseite abstützen. Die Spurscheibe könnte in diesem Fall vollständig
oder auch nur teilweise in einem Ölbad laufen oder auf andere Weise mit einem Schmierfilm
versehen werden. Bei kleineren Einheiten ist auch Trockenlauf denkbar.