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Walzensauger für Papiermaschinen Die Erfindung betrifft einen Walzensauger
für Papiermaschinen mit durch drei aufeinander abrollende Walzen gebildetem abgedichteten
Saugraum.
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Die bekannten Vorrichtungen dieser Art weisen drei oder mehr fest
gelagerte Walzen auf, von denen gewöhnlich die untere sogenannte Abdichtwalze durch
eine Antriebsscheibe o. dgl. angetrieben wird und die anderen sogenannten Leitwalzen
durch Reibung mitnimmt.- Wird, wie es vielfach üblich ist, das über die Leitwalzen
gleitende, in Form eines endlosen Bandes ausgebildete Metall- oder Filztuch, welches
die nasse Papierbahn aufnimmt, mit gesondertem Antrieb ausgestattet, so ist es -praktisch
unmöglich, die Umfangsgeschwindigkeit der Leitwalzen genau der Metalltuchgeschwindigkeit
anzupassen, und es nutzen sich entweder .die Walzen oder - das -Filz- bzw. Metalltuch
ab.
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.Aber auch in den Fällen, wo das Tuch durch die mittelbar angetriebenen
Leitwalzen mittels besonderer, zu beiden Seiten der Walzen vorgesehener Mitnehmerbänder
bewegt wird, -ist die- Erreichung genau gleicher Umlaufgeschwindigkeit unmöglich,
da die vielen Reibungswiderstände zwischen den Walzen und den Mitnehmernbändern
einerseits und den Mitnehmerbändern und dem Tuch andererseits störend wirken und
sowohl -die Walzen wie das Tuch großer Abnutzung unterwerfen. Werden umgekehrt die
Mitnehmerbänder angetrieben, so werden- bei Übertragung dieser Bewegung auf das
Metalltuch- und die Leitwalzen die Umfangsgeschwindigkeiten von Tuch und Leitwalzen
zwar etwas ausgeglichen, jedoch werden die Mitnehmerbänder infolge der großen Reibung
an den fest z. B: reit Zapfen in den Stirnwänden des Wassertroges gelagerten und
mittels Stopfbüchsen abgedichteten: Walzen derart hoch beansprucht, -daß ihre Lebensdauer
stark beeinträchtigt wird. Eine Mitnahme der Leitwalzen lediglich durch das angetriebene
Siebband wäre bei einer solchen Lagerung und Abdichtung der Leitwalzen nur dann
möglich, wenn die Stopfbüchsen hinreichend gelockert werden. Dies hätte jedoch zur
Folge, daß leicht Luft von außen eindringt und -Fehlsaugungen entstehen und ferner
mit der von außen angesaugten Luft auch Schmiermaterial in -den -Saugraum eintritt,
welches bei dem Gang =der Leitwalzen an das Siebband gelangt und die Erzeugung von
Papierausschuß begünstigt.
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Die vorliegende Erfindung, welche sowohl für Filz- wie auch Siebabsaugung
gleich gut geeignet ist, behebt alle diese Nachteile und erzielt eine besonders
starke Schonung der Siebe und Filze wie auch der Walzen bei weitestgehender Ausnützung
der Saugwirkung.
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Dies ist dadurch erreicht, daß die unterhalb der beiden Leitwalzen
liegende Abdichtungswalze, auf der den Trog füllenden Flüssigkeit schwimmend, in
senkrechter Richtung verschiebbar gelagert ist, so daß sie durch Auftrieb an die
beiden Leitwalzen angedrückt wird und diese nach unten- hin luftdicht abschließt.
Die Abdichtungswalze ist hierbei erfindungs= gemäß vorzugsweise in einseitig offenen,
von Ansätzen an der Innenseite der Stirnwand des
Troges gebildeten
Nuten in senkrechter Richtung verschiebbar gelagert. Auf diese Weise wird es ermöglicht,
daß nach Abnahme der Stirnwandung des Troges- die Abdichtungswalze herausgenommen
werden kann. Auch bedarf es keiner besonderen Dichtung für die Walzenlagerung, da
die Walzenwelle nicht durch die Stirnseiten des Troges hindurchgeführt ist.
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Die Wellen der Leitwalzen laufen erfindungsgemäß in Kugellagern, deren
Gehäuse durch vor letzteren angeordnete, mit Ringnuten versehene Dichtungshülsen
gegen Wassereintritt gesichert sind. Die Dichtungshülsen sind so eingerichtet, daß
der fast reibungslose Lauf der Leitwalzenwellen in den Kugellagern kaum beeinträchtigt
wird, so daß die Leitwalzen und damit auch die Abdichtungswalze ohne mechanischen
Antrieb lediglich durch das über sie laufende, angetriebene Sieb- bzw. Filzband
in Drehung versetzt werden können.
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Die gegen die Abdichtungswalze durch ihren Boden abgeschlossene Saugkammer
ist erfindungsgemäß in den von drei aufeinander abrollenden Walzen gebildeten Raum
eingebaut; die fast bis an das Siebband reichenden Längsseiten der Saugkammer sind
der Wandung der Leitwalzen angepaßt, so daß das angesaugte Wasser nicht auf die
Leitwalzen gelangen und von diesen mitgenommen werden kann.
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Die Ränder der Abdichtungswalze sind über die der Lagerung dienenden
Ansätze an den Stirnseiten des Troges hinweg bis dicht an die Stirnwand geführt,
so daß der Zwischenraum zwischen den Enden der Abdichtungswalze und den Stirnseiten
des Troges selbsttätig durch von der Walze mitgenommenes Wasser versperrt wird.
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Diese Ausführungsform bietet gleichzeitig den Vorteil, daß ein Herabfallen
der Walze auf den Boden des Troges auch bei Entleerung desselben nicht möglich ist,
da sie sich mit ihren Rändern beim Entleeren des Troges auf die Ansätze an den Stirnseiten
des Troges aufsetzt.
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Die Dichtung der Leitwalzenanordnung auf ihren Stirnseiten erfolgt
erfindungsgemäß in der Weise, daß die-Böden der Leitwalzen Ringnuten aufweisen,.
deren-,Begrenzungen in eine entsprechend ausgebildete; feststehend angeordnete Ringnutscheibe
eingreifen. Die Dichtung kommt hierbei dadurch zustande, daß das seitlich der Leitwalzen
ablaufende Wasser in die Ringnuten eindringt und diese verschließt.
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Ein besonderer Vorteil der Vorrichtung liegt in der nahezu reibungslosen
Abdichtung särntlicher sich drehenden Teile. Auch bedürfen die Walzen keines besonderen
Antriebes, da sie von dem Sieb- bzw. Filzband mitgenommen werden.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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Abb. i zeigt einen Längsschnitt durch die Saugvorrichtung, und zwar
einesteils nach Linie A-A in Abb. 2 durch die Mittelachse der einen Leitwalze und
andernteils nach Linie B-B in Abb. 2 durch die Mittelachse der gesamten Vorrichtung.
Letztere ist hierbei abgebrochen verkürzt gezeichnet.
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Abb. 2 ist eine Draufsicht auf die in Abb. i im Schnitt gezeichneten
Teile der Vorrichtung. Abb. 3 stellt eine Stirnansicht der Saugvorrichtung dar.
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Abb. 4 ist ein Querschnitt durch die Saugvorrichtung.
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Abb.5 veranschaulicht die Ausbildung der Dichtungshülse der Leitwalzen
in vergrößertem Maßstabe im Längsschnitt und Abb. 6 im Querschnitt.
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Abb: 7 zeigt die Abdichtungswalze in abgebrochener Darstellung im
Längsschnitt und Abb. 8 in Stirnansicht.
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Zwischen den beiden Leitwalzen i ist die Saugkammer 2 angeordnet,
welche aus Metallblech hergestellt ist und zu ihrer Versteifung an ihrer offenen
Oberseite Querstege runden Querschnitts aufweist.
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Die zum Saugen nicht benötigte offene Seite des Zwischenraumes zwischen
den beiden Leitwalzen x ist von der Abdichtungswalze 3 versperrt, welche etwa bis
zur Hälfte in das im Trog 4 befindliche Wasser eintaucht.
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Der Trog 4 wird von den Winkeleisen 5 getragen. An der Innenseite
des Troges ist mittels eines Winkeleisens 6 eine Abstreichleiste 7befestigt, die
die Mitnahme des Wassers durch die Abdichtungswalze 3 regelt. Bohrungen 28 im Winkeleisen
6 dienen dem Wasserrückfluß. Auf den -Winkeleisen 5 sind mittels der Halter 8 Schutzbleche
g angebracht, welche mit ihren oberen Enden bis dicht an die Leitwalzen herangeführt
sind.
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Die Abdichtungswalze 3 selbst ist mit Schwimmgummi iö belegt. Zur
Lagerung der Walze .3 sind an der Innenseite der abnehmbaren Stirnwände ix des Troges
Ansätze 12 (Abb. i und 7) vorgesehen, welche eine nach unten offene Nut bilden.
In diese Nut sind Backen 13 aus Pockholz eingesetzt, zwischen denen die Lagerzapfen
i4 der Walze 3 in senkrechter Richtung verschiebbar gelagert sind. An beiden Stirnseiten
weist die Walze 3 einen Spielraum z. B. von i mm auf und bewegt sich frei (Abb.
i,. 7 und 8).
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Die Abdichtung der Leitwalzen i an ihren Stirnseiten ist nahezu reibungslos
und in der Weise gewonnen, daß in den Kopf der Walzen Ringnuten aufweisende Scheiben-
r5 eingesetzt sind, deren Nutenbegrenzungen 16 in feststehend angeordnete Ringnütscheiben
17 eingreifen, so daß das von den Leitwalzen i seitlich ablaufende Wasser in die.
Zwischenräume eintritt und hierdurch einerseits eine praktisch reibungslose Abdichtung
an den Stirnseiten bewirkt und andererseits: jeglicher Lufteintritt
von
außen her in die Saugkammer verhindert wird. Die Ringscheiben 17 weisen an ihrem
Außenrand eine Filzdichtung 18 auf und lassen sich in Längsrichtung der Walze verschieben,
wobei sie infolge der Filzdichtung 18 dicht mit ihrer Unterlage 31 abschließen.
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Die Wellen der Leitwalzen sind in Kugellagern ig gelagert, welche
durch eine vor dem Lagergehäuse angeordnete Dichtungshülse 25 und schmale Filzringe
18' (Abb. 5) gegen Wassereintritt gesichert sind, welche den fast reibungslosen
Lauf der Leitwalzen in den Kugellagern ig kaum beeinträchtigen. Auf den Lagerzapfen
sind Metallringe 2o vorgesehen, die in Ringnuten der Hülse 25 eingreifen. Seitlich
sind die Kugellagergehäuse durch Dichtungsstücke 26 (Abb.3) abgedichtet, welche
zweckmäßig mit den Haltern 8 für die Schutzbleche g vereinigt sind. Die Lagerbohrung
ist nach außen durch Schraubendeckel2g verschlossen.
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Auf der offenen Seite der Saugkammer 2 ist ein Formatschieber 2i bekannter
Konstruktion angeordnet, welcher mittels der Spindel 2?, zwangläufig verstellt werden
kann. Von der Saugkammer weg führen die an dem Saugstutzen 23 angebrachten Saugrohre
27. Von den Saugrohren ist in der Zeichnung nur das eine dargestellt.
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Die Wirkungsweise der neuen Vorrichtung ist folgende: Durch das über
die beiden Leitwalzen i laufende Sieb mit der nassen Papierbahn werden diese Walzen
und damit auch die Abdichtungswalze 3 in Drehung versetzt. Hierbei führt die letztere
das an ihr haftende Wasser mit hoch, welches so bis an die Berührungsflächen der
Walzen gelangt. Überschüssiges Wasser ist von der Abstreichleiste 7 abgestrichen
worden. An den Berührungsflächen der Walzen bilden sich Wasserstreifen a und
b, da die gegeneinandergepreßten Walzen dem Wasser den Durchtritt versperren.
Diese Wasserstreifen dienen als Schutz gegen Luftdurchtritt. Bei der linksseitigen
Leitwalze wird das Abdichtwasser von Sieb- und Papierbahn abgenommen und gelangt
durch den Zwischenraum zwischen Walzen und Saugkammer zur Berührungsstelle mit der
Abdichtungswalze, wo sich dann. ein gegen Luft dichtender Wasserstreifen b, wie
bereits gesagt, bildet. Damit von der linken Leitwalze kein Wasser nach der Papierbahn
und dem Sieb übertragen wird, ist oberhalb des Schutzbleches 5 ein Gummistreifen
3o vorgesehen. Die Zwischenräume zwischen den Stirnseiten der Walzen und den Trogseitenwandungenfüllen
sich beim Drehen der Walzen ebenfalls mit Wasser und versperren dieselben gegen
Luftdurchtritt.