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DE2061190C3 - Mittel zum Schmelzen von Eis und Schnee - Google Patents

Mittel zum Schmelzen von Eis und Schnee

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Publication number
DE2061190C3
DE2061190C3 DE19702061190 DE2061190A DE2061190C3 DE 2061190 C3 DE2061190 C3 DE 2061190C3 DE 19702061190 DE19702061190 DE 19702061190 DE 2061190 A DE2061190 A DE 2061190A DE 2061190 C3 DE2061190 C3 DE 2061190C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
urea
diammonophosphate
snow
corrosion
melting ice
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19702061190
Other languages
English (en)
Other versions
DE2061190B2 (de
DE2061190A1 (de
Inventor
Adolf Andreaus
Helmut Dr. Leonding Hinrichs
Josef Malek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lentia Chem U Pharm Erzeugnisse - Industriebedarf 8000 Muenchen GmbH
Original Assignee
Lentia Chem U Pharm Erzeugnisse - Industriebedarf 8000 Muenchen GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lentia Chem U Pharm Erzeugnisse - Industriebedarf 8000 Muenchen GmbH filed Critical Lentia Chem U Pharm Erzeugnisse - Industriebedarf 8000 Muenchen GmbH
Priority to DE19702061190 priority Critical patent/DE2061190C3/de
Publication of DE2061190A1 publication Critical patent/DE2061190A1/de
Publication of DE2061190B2 publication Critical patent/DE2061190B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2061190C3 publication Critical patent/DE2061190C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K3/00Materials not provided for elsewhere
    • C09K3/18Materials not provided for elsewhere for application to surfaces to minimize adherence of ice, mist or water thereto; Thawing or antifreeze materials for application to surfaces
    • C09K3/185Thawing materials
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F11/00Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
    • C23F11/08Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids
    • C23F11/18Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids using inorganic inhibitors
    • C23F11/184Phosphorous, arsenic, antimony or bismuth containing compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
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  • Anti-Oxidant Or Stabilizer Compositions (AREA)

Description

ÄSSita Harnstoff und
?riM*üraphosphat als Korrosionsinh.b.tor zugesetzt, überraschenderweise konnte nun gefunden werden. daß die Korrosionswirkung von Harnstoff gegenüber π· Jh Hilfe eines Phosphates als KorrosionsfS d kanu, ohne daß die eingangs
Die Verwendung von Auftaumitteln zum Befreien von Flächen wie Verkehrswege, Startbahnen von Flugzeugen usw. gewinnt in zunehmendem Maße an Bedeutung. Die gebräuchlichen Mittel in unseren Klimagebieten sind bisher Kochsalz und Calcium chlorid, die jedoch den wesentlichen Nachteil besitzen, daß sie Metalle wie Eisen und Aluminium stark korrodieren und daher zu erheblichen Schaden an Fahrzeugen, Flugzeugen, Brückenkonstruktionen und anderen Metallteilen auf den Straßen wie Kanaldeckel führen. Daneben treten auch erhebliche Schaden an den Grünanlagen und Wäldern am Straßenrand auf.
Es wurde bereits vorgeschlagen, die Korrosionswirkung gegenüber Eisen durch Zusatz von Alkaliphosphaten oder Alkalichromaten als Korrosionsinhibitor zu vermindern (siehe dazu die deutsche Patentschrift 480 484 und die österreichische Patentschrift 191 383), doch verwendete man dazu Zusätze an diesen Inhibitoren von 1% und mehr. Abgesehen von der damit verbundenen preislichen Belastung bringt der Zusatz von Alkalichromaten eine pflanzenschädigende Wirkung mit sich, während die Verwendung von Alkaliphosphaten in diesen Konzentrationen zu einem unerwünschten Algenwuchs (Eutrophikation) in Gewässern Führen kann, in die die Abwasser der Straßen gelangen. Diese Zusätze haben sich auch in der Praxis nicht durchgesetzt.
Auch Harnstoff ist als Enteisungsmittel vor allem für Flugplätze bekannt, da er gegenüber Aluminium weniger korrosiv wirkt als Kochsalz oder Calciumchlorid. Eisen gegenüber wirkt dieser aber ebenfalls stark korrodierend. Um diese Korrosionswirkung zu dämpfen, werden gemäß der österreichischen Patentschrift 191 383 dem Harnstoff ein wasserlösliches oder wasserlöslich gemachtes polymeres Phosphat, z. B. glasiges Natriummetaphosphat, zusammen mit löslichen Salzen eines zweiwertigen Metalls, z. B. Zinksulfat oder Calciumacetat, zugesetzt, wobei diese beiden Zusätze zusammen etwa 2% der Gesamtmischung ausmachen. Auch hier ist die preisliche Belastung des Enteisungsmittels durch die Zusätze beträchtlich, abgesehen von der bereits eingangs erwähnten unerwünschten Wirkung des Phosphatzusatzes.
sion von Eisen durch Harnstoff. Diefer geringe Zusatz enes InhibUors stellt preislich keinerlei Belastung d? und auch die Gefahr einer Eutrophikation der Gewässer ist bei diesen niedrigen Konzentrationen ntegtstagndgedbernvor.iegenden Erfindung ist danach dn Mittel zum Schmelzen von Eis und Schnee, insbesondere auf Verkehrsflächen, das als Haup,-beSSeü Harnstoff, insbesondere in kn^l»·«™ Form ein Phosphat als Korrosionsinhibitor unJ gegebenenfalls andere übliche Zusätze enthalt das dadurch gekennzeichnet ist, daß es als Korrosion,.-fnhibitor Diammonphosphat in «JJ *£ffi,t von maximal 0,5%, vorzugsweise 0,1 bis 0,2/o enthalt
Eine solche Harnsloffmischung kann in üblicher Wei«· auf die Verkehrsflächen aufgestreut werden, wobei die üblichen Aufwandmengen pro Quadratmeter zur Anwendung gelangen können. Beispielsweise können 20 bis 100 g/m* an dem erfindungsgemäßen Mittel angewendet werden, aber auch bei geringeren Aufwandmengen, d.e zu verdunnteren Lösungen führen könnten, ist ein voller Korrosionsschutz gesichert. . , . ,
Die exakte Wahl der Aufwandmenge richtet sich nach den örtlichen Verhältnissen i-nd Bedingungen Um den Harnstoff voll streufähig zu erhalten, ist es zweckmäßig, diesen durch eine übliche Konditionierung vor dem Zusammenbacken zu schützen Besonders bewährt haben sich Konditionierungsmittel auf Basis Alkylsulfonat, die beispielsweise in einer Konzentration von 0,12 bis 0,24 Gewichtsprozent angewendet werden, sowie eine Konditionierung mittels Formaldehyd, Harnstoff-Formaldehydharzen oder
Fettaminen. . .
Zur Herstellung des erfindungsgemaßen Mittels kann einfach Harnstoff, der vorzugsweise in kristallisierter Form vorliegt, mit Diammonphosphat gemischt werden. .
Ebenso ist es möglich, dem Harnstoff eine konzentrierte wäßrige Lösung des Diammonphosphates, gegebenenfalls in Mischung mit dem Konditionierungsmittel, aufzusprühen.
Harnstoff, der durch Prillen oder Granulieren verformt wird, kann das Diammonphosphat der auf 120 bis 1300C befindlichen Harnstoffschmelze züge-
2 06 i 190
setzt werden, worauf der Harnstoff verformt und vorzugsweise anschließend zerkleinert wird. Das Diammonphosphat kann auch gemeinsam mit Harnstoff-Prills oder Granalien gemahlen werden, wobei diese Vermahlung auch unmittelbar aui dem Streufahrzeug vorgenommen werden kann.
Eine speziell TUr kristallisierten Harnstoff geeignete Herstellungsweise des erfindungsgemäßen Mittels besteht im Zusatz des Diammonphosphates zur Lösung vor der Kristallisation, wobei darauf geachtet werden muß, daß in der Kristallisationslösung eine so hohe Diammonphosphatkonzentration eingestellt wird, daß mit der am Kristallisat anhaftenden Feuchtigkeit genügend Diammonphosphat auf dem Kristallisat verbleibt. Diese Konzentration bleibt im kontinuierlichen Verfahren durch Rückführung der Mutterlauge erhalten und muß nur laufend um jene Menge an Diammonphosphat ergänzt werden, die mit dem Kristallisat ausgetragen wird.
Die Herste/iung des erfindungsgemäßen Mittels und deren korrodierende Wirkung im Vergleich zu Harnstofflösungen aus Streumischungen, die nicht der vorliegenden Erfindung entsprechen, sind in d^n nachfolgenden Beispielen geschildert, ohne daß die Anmeldung auf die spezielle Zusammensetzung des Mittels eingeschränkt werden soll.
Beispiel 1
Einer auf 129° C befindlichen Harnstoflschmelze werden Diammonphosf.hat in „iner Menge zugesetzt, daß auf 1000 Gewichtsteik· Karr stoff 1 Teil Diammonphosphat kommt. Ferner werden 1,5 Teile eines Konditionierungsmittels auf Basis Alkylsulfonat zugefügt. Der Harnstoff wird dann auf übliche Weise durch Prillen verformt, die so erhaltenen Prills werden anschließend zerkleinert. Diese Mischung ist zur Verwendung als Enteisungsmittel geeignet,
. Beispiel!
Zentrifugenfeuchter, kristallisierter Harnstoff wird mit einer 40%igen Lösung von Diammonphosphat in einer Menge besprüht, daß auf 1000 Teile Harnstoff 1 Teil Diammonphosphat kommt. Der Harnstoff
ίο wird getrocknet und kann dann als Auftaumittel eingesetzt werden.
Die Korrosionswirkung dieser Mischung wurde wie folgt geprüft: Die Mischung wurde in Wasser aufgelöst, so daß Lösungen einer Konzentration von 0,5, 2,5 und 10 Gewichtsprozent an dem Mittel erhalten werden. In diese Lösungen wurden Karosserie-Blechteile einer Größe von etwa 20 χ 50 mm eingehängt. Es wurden stets zwei Versuche gemacht. Bei Versuch A wurde das Blech während der ganzen
ίο Versuchsdauer in der zu prüfenden Lösung belassen, während bei Versuch B nach 8 Stunden Einwirkung eine Pause von 16 Stunden eingeschaltet wurde, in der das benetzte Blech der Atmosphäre ausgesetzt wurde. Die Blechstreifen wurden zu Versuchsbeginn und am Ende gewogen, wobei die Gewichtsabnahme als Maß für die Korrosivität des Mediums dienen kann, dessen Einwirkung das Blech ausgesetzt war. Gleichzeitig wurden vergleichend Lösungen getestet, die nicht den erfindungsgemäßen Zusatz enthielten.
Die Konzentration von 2,5% entspricht der Konzentration, die im Mittel entsteht, wenn ein Glatteis von 1 m2 Fläche und 1 mm Stärke mit 20 g der Auftaumischung behandelt wird.
Die Ergebnisse sind in nachfolgender Tabelle zusammengefaßt. Als Versuchsdauer ist bei B die Zeit angegeben, in der sich das Blech in der zu testenden Lösung befand.
Mischung j
Versuchsdauer
Gewicht des Blechstreifens, mg nach Gewichtsabnahme
(Stunden) vor (%)
2,5%ige Lösungen 6,074
Harnstoff: Diammonphosphat A 1850 6,075 5,562 0,05
1000:1 B 460 5,562 5,945 0,0
Harnstoff: K3PO4 1000:1 A 1580 6,186 6,043 3,9
Harnstoff: NaH2PO4 A 2000 6,274 5,390 3,7
1000:1 B 500 5,430 4.383 0,7
Harnstoff ohne Zusatz A 2600 6,869 6,625 36,2
B 630 7,398 10,5
0,5%ige Lösungen 6,493
Harnstoff: Diammonphosphat A 1820 6,493 8,807 0,0
1000:1 B 470 8,807 7,023 0.0
Harnstoff ohne Zusatz A 2880 8,351 6,997 15,9
B 710 7,879 6,758 11,2
Kochsalz + Diammonphosphat A 2480 7,330 5.030 7,8
50:1 B 670 8,740 8,372 42,4
Kochsalz + Diammonphosphat A 2480 8,985 4,538 6,8
20:1 B 670 7,904 7,757 42,6
Kochsalz + Diammonphosphat A 430 7,927 9.235 2,2
10:1 B 88 9.469 2,5
Mischung
0,5%ige Lösung
Kochsalz allein
10%ige Lösung
Harnstoff: Diammonphosphat
1000:1
FonseULing
Versuchsdaucr (Stunden)
A 2880 E 710
A 820 B 470
Gewicht des Blechstreifens, mg Gewichtsabnahme
vor 1%)
8,232 9,2
8,048 40,7
5,769 0,0
6,200 0,0
nach
7,476
4,775
5,769
6,800
Man sieht aus den Versuchen deutlich die Überlegenheit von Diammonphosphat als Korrosionsinhibitor für Harnstoff als Enteisungsmittel, während der gleiche Zusatz bei Kochsalz praktisch keine korrosionsvermindemde Wirkung besitzt. Ebenso wird 20 gungen am besten der Praxis entsprechen. die überlegene Wirkung gegenüber Alkaliphosphaten
deutlich. Bemerkenswert ist auch die gute Schutzwirkung bei intermittierender Einwirkung der zu prüfenden Lösung, da hier bei Kochsalz die stärksten Korrosionen zu verzeichnen sind und diese Bedin-

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Mittel zum Schmelzen von Eis und Schnee, insbesondere auf Verkehrsflächen, das als Haupt- 5 bestandteil Harnstoff, ein Phosphat als Korrosionsinhibitor und gegehenenfaHs andere übliche Zusätze enthält, dadurch gekennzeichnet, daß es als Korrosionsinhibitor Diammonphosphat in einer Menge von maximal 0,5%, 10 vorzugsweise 0,1 bis 0,2%, enthält.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es außerdem ein Konditionierungsmittel enthält.
3. Mittel nach Anspruch 2, dadurch gekenn- 15 zeichnet, daß es als Konditionierungsmittel ein Alkylsulfonat enthält.
^toioGSiiSSÄ aus Harnstoff und ü bis 95 Gewichtsprozent aus einem AUaU- oder 20 bis V3 ,';_„ niederen gesättigten Carbon-
DE19702061190 1970-12-11 1970-12-11 Mittel zum Schmelzen von Eis und Schnee Expired DE2061190C3 (de)

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DE2061190A1 DE2061190A1 (de) 1972-06-15
DE2061190B2 DE2061190B2 (de) 1973-06-14
DE2061190C3 true DE2061190C3 (de) 1974-01-24

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AT378786B (de) * 1981-10-12 1985-09-25 Lang Chem Tech Prod Gefrierschutz- und eisloesemittel
US4698173A (en) * 1986-11-24 1987-10-06 Hansen Charles N Deicing compositions

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DE2061190B2 (de) 1973-06-14
DE2061190A1 (de) 1972-06-15

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