DE2060392C - Hangewerk zum Stutzen von Bruckenuber bauten wahrend des Vorschiebens - Google Patents
Hangewerk zum Stutzen von Bruckenuber bauten wahrend des VorschiebensInfo
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Description
3. Hängewerk .lach Anspruch 2, dadurch ge- durch die Vergrößerung der freien Kraglänge zunehkennzeichnet,
daß die Steuervorrichtung für die men, nur wenig. Daraus folgen vermehrte Schwierighydraulische Presse (12) den vom Dynamometer keiten für eine einwandfreie Bemessung der Hän-(18)
gemessenen Pylonfußdruuk η.τ h einem vor- gewerkkrafte. Man kann diese Schwierigkeiten nur
bestimmten Programm steuert, das entsprechend 30 dadurch lösen, daß man während des Vorschubs die
den während des Vorschiebens des Überbaus (1) Kennwerte des Hängewerks ändert, um sie denjeniin
diesem zu erwartenden Beanspruchungen auf- gen Bedingungen anzupassen, die entsprechend dem
gestellt worden ist. jeweiligen Vorschubmaß des Überbaus auftreten.
Diese Maßnahmen können normalerweise nur in der 35 Weise angewendet werden, daß man an den Veranke-
rungspunkten der Hängewerkzugglieder einwirkt, was
jedoch den eigentlichen Vorrchubvorgang um so stärker
verzögert, je mehr man nach jedem Arbeitsschritt
Die Erfindung betrifft ein Hängewerk zum Stützen gezwungen ist, eine komplexe Überwachung der tatvon
an einem Ufer hergestellten und von dort aus bis 40 sächlich erhaltenen Beanspruchungen vorzunehmen,
zum anderen Ufer vorzuschiebenden Brückenüber- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
bauten während des Vorschiebens, das aus einer Hängewerk zum Stützen von Brückenüberbauten zu
Reihe von einerseits in der Nähe des in Vorschub- schaffen, das es gestattet, während des Vorschubvorrichtung
vorn liegenden Überbauendes und anderer- gangs in gleichmäßiger und stetiger Weise die von
seits in einem weiter hinten liegenden Bereich des 45 dem Hängewerk aufgenommenen Kräfte zu steuern
Überbaus befestigten Zuggliedern und einem vertika- oder ?u ändern.
len Pylon besteht, an dem die Zugglieder abgestützt Diese Aufgabe wird bei einem Hängewerk zum
sind und der etwa im gleichen Abstand von den bei- Stützen von Brückenüberbauten der eingangs erläu-
den Verankerungstellen der Zugglieder steht. terten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Beim Vorschieben von Brückenüberbauten, die an 50 Fuß des Pylons auf dem Überbau mittels einer stetig
einem der Ufer oder einer der Seiten des zu über- verstellbaren Hebevorrichtung und eines darunter anbrückenden
Bereichs entweder als Ganzes vorgefer- geordneten Dynamometers abgestützt ist. Hierdurch
tigt oder aus aufeinanderfolgend aneinander ange- ist es möglich, sowohl absatzweise als auch stetig
setzten Abschnitten hergestellt werden, wird der während des Vorschiebens des Brückenüberbaus
Überbau auf den dazwischen befindlichen Pfeilern 55 ohne Beeinträchtigung dieses Vorgangs die von dem
und/oder vorübergehend errichteten Zwischenstütz- Hängewerk auf den Brückenüberbau ausgeübten
punkten abgestützt. Kurz vor dem Erreichen des Kräfte zu ändern und somit die Beanspruchungen in
nächsten Stützpunkts ergibt sich in dem frei auskra- dem Brückenüberbau entsprechend den zulässigen
genden Überbau eine Verteilung der Spannungen, die Werten einzustellen.
sich' von derjenigen Spannungsverteilung, die sich 60 Dabei kann gemäß einer Ausgestaltung der Erfin-
später im fertig verlegten Überbau unter den dann zu dung die stetig verstellbare Hebevorrichtung aus min-
berücksichtigenden Kräften ergibt, stark unterschei- destens einer hydraulischen Presse bestehen, die eine
det. Steuervorrichtung zum Steuern des Drucks des sie be-
Man hat bereits mehrere Maßnahmen angewendet, aufschlagenden Druckmittels aufweist,
um die beim Vorschieben auftretenden Spannungen 65 Um die Änderungen auch automatisch durchfüh-
zu verringern. Man kann beispielsweise einen Vor- ren zu können, kann gemäß einer Weiterbildung der
schiibjohnabel verwenden, der sich von dem vorderen Erfindung die Steuervorrichtung für die hydraulische
Ende des Überbaus nach vorn erstreckt und bereits Presse den vom Dynamometer gemessenen Pylonfuß-
druck nach einem vorbestimmten Programm steuern, das entsprechend den während des Vorschiebens des
Überbaus in diesem zu erwartenden Beanspruchungen aufgestellt worden ist.
Die Erfindung wird ausführlicher an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert, das in der Zeichnung
veranschaulicht ist. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung des vorderen Endes eines Brückenüberbaus während des Vorschiebens
mit einem Hängewerk zum Stützen seines vorderen Abschnitts,
F i g. 2 einen Querschnitt in vergrößerter Darstellung in der Ebene H-II der Fig. 1, der Einzelheiten
des Pylons zeigt,
F i g. 3 eine Einzelheit des Pylonfußes und
F i g. 4 ein Diagramm der während des Vorschiebens des Überbaus von einem Pfeiler zum f Agenden
am Fuß des Pylons auftretenden Kräfte.
Nach der Fig. 1 ist der vorgefertigte Übeibau 1
der Brücke während des Vorschiebens auf den Pfeilern 2 Und 3 abgestützt und im Begriff, den folgenden
Pfeiler 4 zu erreichen. Der vordere Abschnitt des Überbaus 1 ist von einem Hängewerk gestützt, das
aus einem vertikalen Pylon 5 und auf dessen Oberseite abgestützten Spannseilen 6 besteht, die in den »5
beiden Verankerungsstellen 7 und 8 an dem Überbau verankert sind. An seinem vorderen Ende hat der
Überbau 1 einen Vorschubschnabel 9.
Aus der F i g. 2 erkennt man, daß die Spannseile 6 in zwei Gruppen aufgeteilt und an der einen und der
anderen Längsseite des Brückenüberbaus angeordnet sind und daß der Pylon 5 aus zwei Pfosten besteht,
die durch Fachwerkstäbe 10 verbunden sind. Jede Gruppe von Spannseilen 6 ist auf dem Pylon S am
oberen Ende des einen seiner vertikalen Pfosten und der Fuß jedes Pfostens ist durch eine hydraulische
Presse 12 auf dem Überbau 1 abgestützt.
Der Fußteil jedes Pylonpfostens ist als Gabel ausgebildet, deren Schenkel 13 mit lösbaren Achszapfen
14 an Tragätücken 15 angelenkt sind, die auf einer Druckbetonschicht 16 auf dem Überbau 1 ruhen.
Der Körper der Presse 12 ist an der mit 17 bezeichneten Stelle im Innern des Gabelfußes befestigt,
und ein Dynamometer 12 liegt zwischen dem Stempel der Presse und dem Überbau 1 der Brücke.
Man erkennt, daß diese Anordnung es möglich macht, durch Betätigen der Presse 12 die an den Verankerungsstellen
7 und 8 durch die Spannseile 6 auf den Überbau 1 ausgeübten Kräfte sowie die Kraft,
die am Fuß des Pylons auftritt, zu ändern. Die Kraft am Fuß des Pylons wird durch das Dynamometer 18
gemessen, und die geometrischen Abmessungen des Hängewerks machen es möglich, die Größe und die
Richtung der in den Verankerungsstellen 7 und 8 ausgeübten Kräfte zu ermitteln.
Das Studium der Änderungen der Spannungen, die in den gefährdeten Querschnitten des Überbaus während
des frei auskragenden Vorschiebens auftreten, und das Studium der Änderung der Spannungen,· die
in demselben Querschnitt unter der gleichzeitigen Einwirkung der Hängewerkkräfte auftreten, machen
es möglich, für jede Lage des Überbaus während seines Vorschiebens Größt- und Mindestwerte der Hängewerkkräfte,
insbesondere der Kraft am Fuß des Pylons, festzulegen und auf diese Weise die Beanspruchungen
in den zulässigen Grenzen zu halten. Unterhalb der unteren Grenze sind also die Hängewerkkräfte
zu klein, um die auf das freie Auskragen zurückzuführenden Kräfte zu kompensieren; oberhalb
der oberen Grenze würden die Hängewerkkräfte ihrerseits übermäßige Beanspruchungen hervorrufen.
Für einen gegebenen Höchstv >.t der zulässigen
Beanspruchungen in dem Überbau ste'lt man infolgedessen zwei Kurven in Abhängigkeit von de<- Vorschubweite
auf, zwischen denen man die K> alt am
Pylonfuß bei der jeweiligen Lage des Überbaus halten muij. Die Bestimmung dieser Kurven ist natürlich
nicht einfach, aber man kann sie mit den üblichen automatischen Recheneinrichtungen ermitteln.
Die F i g. 4 gibt die allgemeine Gestalt derartiger Grciuwciikuivcii 20 und 21 wieder, die in Abhängigkeit
von der Vorschubweite des Überbaus zwischen dem Pfeiler 3 und dem Pfeiler 4 dargestellt sind.
Wenn die zulässigen Beanspruchungen genügend hoch liegen, ist der von den beiden Kurven 20 und 21
begrenzte Spielraum verhältnismäßig groß, und man kann die Kraft P am Pylonfuß in aufeinanderfolgenden
Schritten ändern, indem man den Druck in den Pressen erst nach einer Vorschublänge ρ ändert, oder
wenn der Spielraum erweitert ist, nach mehreren aufeinanderfolgenden Einheitsvorschüben. Der Linienzug
23 gibt die tatsächliche Änderung der Kraft P wieder, die man auf diese Weise erzielt; dieser Linienzug
resultiert aus den durch Steuerung der Pressen veranlaßten Änderungen und den Änderungen
der Beanspruchungen, die aus der Verschiebung des Überbaus herrühren.
Wenn man jedoch nur geringe Beanspruchungen zulassen kann, muß der Spielraum zwischen den
Grenzwertkurven 20 und 21 sehr klein werden, und es wird dann notwendig, die Kraft P am Pylonfuß stetig
zu ändern, und zwar durch eine gleichmäßige Steuerung der Druckkraft der Pressen 12. Die Änderung
dieses Drucks kann selbsttätig durch eine Steuereinrichtung vorgenommen werden, die im voraus
programmiert wird und die für jede Vorschublage des Überbaus den Wert des Pylonfußdrucks P, uer
von dem Dynamometer 18 gemessen wird, auf den theoretischen W rt einstellt, der aus einer Kurve entnommen
werden kann, die innerhalb des Zwischenraums zwischen den Grenzwertkurven 20 und 21
liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Hängewerk zum Stützen von an einem Ufer Man kann auch ein Hängewerk zum Stützen des
hergesteüten und von dort aus bis zum anderen 5 vorderen Endes des Überbaus benutzen, dem man
Ufer vorzuschiebenden Briickenüberbauten wäh- auf diese Weise eine Vorspannung gibt, die derjenirend
des Vorschiebens, das aus einer Reihe von gen Spannung entgegenwirkt, die sich während des
einerseits in der Nähe des in Vorschubrichtung Vorschiebens zwischen zwei Stützpunkten einstellt.
vorn liegenden Überbauendes und andererseits in Die zusätzlichen Beanspruchungen, die auf das freie
einem weiter hinten liegenden Bereich des Über- io Auskragen des Überbaus zurückzuführen sind, nehbaus
befestigten Zuggliedern und einem vertika- men während des Vorschiebens des Überbaus von
len Pylon besteht, an dem die Zugglieder abge- einem Stützpunkt zum anderen stetig zu, um plötzlich
stützt sind und der etwa im gleichen Abstand von abzunehmen, wenn das vordere Ende des Überbaus
den beiden Verankerungsstelkn deT Zugglieder die folgende Stütze erreicht. Man wählt daher im allsteht,
dadurci gekennzeichnet, daß der 15 gemeinen die Spannung der Zugglieder des Hänge-Fuß
des Pylons (S) auf dem Überbau (1) mittels werks so, daß die Zugglieder keine übermäßigen
einer stetig verstellbaren Hebevorrichtung und Spannungen einer Richtung erzeugen, zugleich aber
eines darunter angeordneten Dynamometers (18) die entgegengesetzten Spannungen, die beim fre: ausabgestützt
ist. kragenden orschieben des Überbaus auftreten, in
2. Hängewerk nach Anspruch 1, dadurch ge- 30 genügendem Maß ausgleichen.
kennzeichnet, daß die stetig verste'lbare Hebevor- Die Entwicklung der Technik hat es möglich gerichtung
aus mindestens einer hydraulischen macht, leichtere Überbauten zu bauen und infolge-Presse
(12) besteht, die eine Steuervorrichtung dessen größere Spannweiten zu überbrücken. Derarzum
Steuern des Drucks des sie beaufschlagenden tige Überbauten vertragen aber Überbeanspruchun-
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7008699 | 1970-03-11 | ||
| FR7008699A FR2082338A5 (de) | 1970-03-11 | 1970-03-11 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2060392A1 DE2060392A1 (de) | 1971-09-30 |
| DE2060392C true DE2060392C (de) | 1973-02-15 |
Family
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