DE2059169A1 - Magnetventil - Google Patents
MagnetventilInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
. £ ZIMÖEN 7 Stuttgarts
T.ltlon 246522
Bankkonto; Girokasse Stuttgart Nr. 2 9Θ3 228
Postscheck: Stutfa«rt 43333
19. Nov. 1970 PA 324
Aniaelaerin: Firma
Herion-Werke KG
7012 FeITbach Stuttgarter Str. 120
M a g'η e tventil
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Schaltmagneten,
insbesondere Magnetventil mit einem verschiebbar gelagerten Magnetanker in einem Führungsrohr,
d. h. einem sogenannten Magnetanker-Führungsrohr mit auf einem Teil seiner Länge verringerten oder
unterbrochenen magnetischen Fluß, sowie einer FeItL-schlußstellung
zwischen inkerstirnfläche und einem oberen Abschluß des Führungsrohres.
209825/0307
Bei solchen Magnetausbildungen ist die Verringerung bzw. die Unterbrechung des magnetischen
Flusses in dem Magnetführungsrohr dadurch erreicht,
daß ein zusätzlicher, nicht magnetischer'Rohrteil zwischengelötet wird. Es ist auch weiterhin bekannt,
bei derartigen Magnetführungsrohren den Magnetfluß
lediglich dadurch zu verringern, daß das Magnetführungsrohr außen oder innen in Umfangsrichtung verlaufende
Ausnehmungen aufweist, die evtl„ nachträglich mit einem nicht magnetischen werkstoff aufgefüllt werden.
Hier wird lediglich eine Schwächung des Magnetflusses bewirkt, die in einer Reihe von Fällen ausreicht.
Der Aufbau und die Herstellung solcher Magnetankerführungsrohre sind kompliziert und erfordern eine
Anzahl zusätzlicher Bearbeitungsvorgange, die nach der
Erfindung vermieden werden sollen.
Dies wird dadurch erreicht, daß das Führungsrohr und der für den Magnetfeldrückschluß vorgesehene Einsatz
ein einstückiges Bauteil bilden und daß das Führungsrohr innerhalb einer gewünschten Länge bzw. Zone aus einem
aushärtbaren ferritischen Eisenmetall, vorzugsweise einem rostfreien und entsprechend legierten Stahl besteht,
und daß die Strecken bzw. Zonen, die nicht magnetisch sein sollen, durch Umwandlung des ferritisehen
- 3 209825/0307
Materialgefüges in den austenitischen Zustand durch
Aushärtung erfolgt. Die Aushärtung wird dadurch bewirkt, daß das Materi al bis zur Liquidus -Linie vorzugsweise
induktiv erhitzt und anschließend entsprechend abgeschreckt wird.
Auf diese V/eise wird die Festigkeit und Druckdichte
des Führungsrohres verbessert, was insbesondere
bei Ventilen, deren Führungsrohr unmittelbar dem Mediumdruck ausgesetzt sind, günstige Auswirkungen hat. Die
Wanddicke des Führungsrohres kann wesentlich verringert werden, weil keine Befestigungsstellen, z. B. Lötstellen
zwischen dem Führungsrohr und dem als Deckel ausgebildeten Einsatz berücksichtigt werden müssen. Hinzu
kommt eine Verringerung des magnetischen Widerstandes für den Durchgang der Magnetlinien, infolge des Wegfalls
der Trennsteile zwischen dem Führungarohr und
dem Deckel, was eine Steigerung des Wirkungsgrades des Ventils bedeutet.
Es ist auch möglich, daß anstelle von Wärmeeinwirkung
zur Umwandlung des-ferrit ischen G-efügezustandes
in den austenitischen Zustand auch Kälteeinwirkung zum
Ziel führt.
Im einzelnen kann die Anordnung so getroffen sein, 20982 5/0307 _4_
daß der Querschnitt des als Deckel ausgebildeten Einsatzes des Führungsrohres mittels außen und/oder
innen auf denselben auflegbarer Scheiben oder Ringe aus magnetisch leitendem Werkstoff veränderbar ist.
Damit ist es möglich, den Durchflußquerschnitt für die magnetischen Feldlinien zu vergrößern, d. h.
die Magnetkräfte den Ventilverhältnissen anzupassen.
Ferner kann eine größere Anzugskraft des Magnetankers dadurch erreicht werden, daß die dem Jinker zugekehrte
Fläche des als Deckel ausgebildeten Einsatzes eine kegelstumpfförmige Erhöhung aufweist, die mit
einer in Form und Größe entsprechenden Vertiefung im inker zusammenwirkt oder umgekehrt.
Die Erhöhung am Deckel kann auch als Einzelteil ausgebildet sein, das in das Führungsrohr vorzugsweise
klemmend eingesetzt wird.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß durch die Einstückigkeit von Rohr und Deckel sowie durch die
mögliche QuerSchnittsveränderung des Deckels mittels
auflegbarer Scheiben in Verbindung mit der Umwandlung der entsprechenden Eisen-Metall-Legierung aus dem
ferritischen in den austenitischen Gefügezustand sehr genau begrenzte nicht-magnetische Zonen entstehen
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und daß der magnetische Feldaufbau derartiger Umschaltventile
wesentlich verbessert wird, ohne einen zusätzlichen Bauaufwand. Das Magnetankerführungsrohr
einschließlich eines Magnetrückschlußdeckels besteht
praktisch einheitlich aus einem durchgehenden Material, . es sind keinerlei Lötungen oder sonstige Verbindungen
für die nicht magnetischen Zonenabschnitte und den Deckel
erforderlich und der Zeitaufwand für die Herstellung derartiger Rohre geht wesentlich zurück. Selbst für hohe
Innendrücke bei solchen Magnetventilen, die ja in der Regel dem Mediumdurchfluß unmittelbar ausgesetzt sind,
sind diese Magnetankerführungsrohre ohne weiteres gewachsen.
Wie im einzelnen die Erfindung ausführbar ist, zeigen mit den für sie wesentlichen Teilen die Ausführungsbeispiele in der Zeichnung, und zwar in
E1Ig. 1 einen Schnitt eines Magnetventiles und
Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Magnetventils in Textdarstellung.
In dem Ventilgehäuse 1 befindet sich in an sich
bekannter v/eise das Verschlußstück 2 und auf das Ventilgehäuse
wird das Magnetanker-Pührungsrohr 3 befestigt, beispielsweise durch einen Aufschraubvorgang. In dem
Magnetanker-i'ührungsrohr ist axial verschiebbar der
209825/030?
- ο —
Magnetanker 4 angeordnet, dessen obere Stirnfläche 5 mit einem Deckel 6 · des Magnetanker-Fiihrungsrohrs 3
bei eingeschalteter Magnetwicklung 7 in Verbindung mit dem Eisenrückschluß 8 die IFeldschlußstellung bildet.
Um einen magnetischen Kurzschluß zu vermeiden, ist das Magnet anker-lMihrungs rohr im Bereich des Einsatzes
magnetisch unterbrochen und nach dem Ausführungsbeispiel wird die obere Rohrstrecke 9 nicht magnetisch ausgebildet,
und zwar in der Weise, daß das aus einem aushärtbaren und nicht rostenden Bisenmetall, und zwar einer entsprechenden
magnetisierbaren Stahllegierung bestehende Magnetankerführungsrohr 3 in diesem oberen Bereich 9
aus dem ferritischen in den austenitischen Zustand übergeführt wird, und zwar in bekannter Weise durch einen
Aushärtungsvorgang, indem dieser obere Eohrteil vorzugsweise durch nicht dargestellte induktive Erwärmung
bis in den Bereich der "liquidus-Linie" etwa bis zu
1.100° Celsius und anschließende Abschreckung seinen austenitischen Endzustand erreicht.
Auf diese Weise ist mit relativ einfachen Mitteln eine magnetische Unterbrechung des Magnetanker-Führungsrohres
sichergestellt, ohne daß zusätzliche Lötungen und sonstige Verbindungsmittel erforderlich werden.
- 7 -209825/0307
Man hat es in einfacher Weise in der Hand, die
Länge bzw. auch örtlich begrenzbare Zonen des Magnetanker-Führungsrohres
beliebig auszuwählen, ohne daß irgendein Mehraufwand dabei erforderlich wird.
Das Führungsrohr 3 ist mittels einem Deckel 6' abgeschlossen, der mit dem Führungsrohr 3 ein einstückiges
Bauteil bildet. Dieser Deckel 6' bildet mit der ihm zugekehrten Stirnfläche 5 des Ankers 4 bei
eingeschalteter Magnetwieklung 7 in Verbindung mit
dem Eisenrückschluß 8 die Feldschlußstellung.
Im. Bereich unterhalb des Deckels 6' ist die
nicht magnetische Rohrstrecke 9 "vorgesehen, deren Funktion und Herstellung bereits beschrieben worden sind.
z.B. mittels eines Einsatzes 12 mit Der Deckel 61 ist auf seiner Innenfläche/xa einer
kegelstumpfförmigen Erhöhung 10 ausgebildet (siehe
Fig. 2), die mit einer Vertiefung 11 gleicher Form und "
Größe im Anker 4 zusammenwirkt, während in nichterregtem Zustand zwischen der Erhöhung 10 und der Vertiefung
11 der Luftspalt gebildet wird. Durch eine solche Ausbildung wird eine größere Anzugskraft auf
den Anker 4 ausgeübt.
Zur Vergrößerung des magnetischen Querschnittes 209825/0307 _ 8 _
des Deckels 6' können Scheiben oder Ringe 12, wie
sie in der Fig. 2 mit gestrichelten Linien angedeutet sind, außen und/oder innen auf den Deckel aufgelegt
werden. Die Scheiben oder Ringe 12 können so befestigt werden, daß sie zum einen mit der Führungsrohrinnenwand
verklemmt oder verstemmt werden und zum anderen außen mittels einer Schraube gehalten werden.
Ist im Deckel 6' ein weiterer Schlauchanschluß vorgesehen, so können die Ringe 12 auch mittels des
AnschlußStutzens am Deckel 6f befestigt werden.
Wichtig ist es, daß durch diese Maßnahmen ein einteiliges durchgehendes Magnetführungsrohr mit
einstückigem oberen Abschluß erreichbar ist, ohne daß irgendwelche zusätzlichen Befestigungsprobleme od.
dgl. noch zu berücksichtigen sind, für die Steuerung des magnetischen Widerstandes, d. h. für die Unterbrechung
bzw. Verringerung des Magnetdurchganges.
Bs ist selbstverständlich, daß die Erfindung auch anwendbar ist, wenn die Umwandlung von Teilen bzw. bestimmten
Zonen des Magnetführungsrohres in den austenitischen bzw. vom austenitischen in den ferritischen Zustand
auch durch anwendung von Kälte erfolgt und daß in einer Weiterbildung auch noch eine zusätzliche
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— Q _
Oberflächenhärtung durch entsprechende Härtemittel, ■beispielsweise Fitride, Verwendung finden kann, wobei
die Innen- und/öder üußenoberflache des "betreffenden
Rohrteiles "bzw. der betreffenden Zone mit einer zusätzlichen Härtesehicht versehen werden kann, um
ggf. die sich dadurch bildenden Eigenspannungszustände
für Festigkeitsproblenie derartiger Magnetführungshülsen
auszunutzen. Dies kann besonders dann wichtig sein, Wenn derartige I'ührungsrohre dem Mediumdruek
unmittelbar ausgesetzt sind und eine bestimmte Wandstärke nicht überschreiten sollen. Es ist dann
ein relativ dünnwandiger Jtafbau möglich, der sich
bisher auf ©rund der Unterteilung der Magnetführungsrohre
nicht durchführen ließ, da lötungen und ähnliche Baumaßnahmen für die Unterbrechung bzw. Verringerung
des magnetischen Flusses eine bestimmte Wandstärke der Magnetf ührungsrohre zwingend vorgesehrieben haben.
Man kann jetzt die Wandstärken derartiger Magnetführungsrohre erheblich unterschreiten.
Es ist somit bei derartigen Führungsrohren eine Art
Baukastensystem realisierbar, indem ein Standaniausführungsrohr ZoB* ohne Kegel zugrunde gelegt wird· Mit wenigen.
Handgriffen ist es möglich, daa Rohr, in weitere Ausfün*
rungsf ormen durch Einlegen der geeigneten Scheiben umzu-
?/andeln·
♦3 Io *·
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Claims (5)
1.J Elektrischer Schaltmagnet, insbesondere Magnetventil mit einem in einem Führungsrohr verschiebbar gelagerten
Magnetanker, und mit einem auf der Länge des Führungirr ohr es verringerten oder unterbrochenen magnetischen
Flusses sowie einer Feldschlußstellung zwischen Ankerstirnflache und einem Einsatz im Führungsrohr,
dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsrohr (3) und der für den Magnetfeldrückschluß vorgesehene Einsatz
(6) ein einstückiges Bauteil bilden, und daß für die Unterbrechung bzw. Verringerung des magnetischen
Flusses des Führungsrohres innerhalb einer bestimmten Länge bzw» Zone das Rohr aus einem aushärtbaren, ferri-Mschen
Eisenmetall besteht, und daß die Zone bzw« nicht magnetische Strecke durch Umwandlung des ferritischen
Materialzustandes in den austenitischen Zustand durch Aushärtung erfolgt (Erwärmung bis zur "Liquidus-Linie"
und Abschreckung) oder umgekehrt.
2. Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die dam Anker (4) zugekehrte Fläche des als Deckel (61)
ausgebildeten Einsatzes eine kegelstumpfförmige Erhöhung
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- Ii -
(10) aufweist, die mit einer in Form und Größe entsprechenden
Vertiefung (11) im Imker (4) zusammenwirkt oder umgekehrt.
3· Magnetventil nach den .Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der magnetische Querschnitt des als Deckel (61) ausgebildeten Einsatzes mittels außen
und/oder innen auf denselben auflegbarer Seheiben (12) oder Ringe aus magnetisch leitendem Werkstoff veränderbar ist.
4. Magnetventil nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Erhöhung (10) als Einzelteil ausgebildet und in das Führungsrohr (3) einsetzbar und
in. diesem gegebenenfalls klemmend gehalten ist.
5. Magnetventil, insbesondere nach Jtaspruch lr dadurch gekennzeichnet,
dass die parzielle magnetische Unterbrechung, d»fe· die ferritischaustenitische Umwandlung oder umgekehrt
durch Kälteeinwirkung erfolgt»
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Leerseite
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702059169 DE2059169A1 (de) | 1970-12-02 | 1970-12-02 | Magnetventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702059169 DE2059169A1 (de) | 1970-12-02 | 1970-12-02 | Magnetventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2059169A1 true DE2059169A1 (de) | 1972-06-15 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702059169 Pending DE2059169A1 (de) | 1970-12-02 | 1970-12-02 | Magnetventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2059169A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3733809A1 (de) * | 1986-10-08 | 1988-04-28 | Mitsubishi Motors Corp | Magnetventil |
-
1970
- 1970-12-02 DE DE19702059169 patent/DE2059169A1/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3733809A1 (de) * | 1986-10-08 | 1988-04-28 | Mitsubishi Motors Corp | Magnetventil |
| US4875658A (en) * | 1986-10-08 | 1989-10-24 | Mitsubishi Jidosha Kogyo Kabushiki Kaisha | Electromagnetic valve |
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