DE2040199A1 - Schnellschaltendes,lecksicheres elektromagnetisch betaetigtes Ventil - Google Patents
Schnellschaltendes,lecksicheres elektromagnetisch betaetigtes VentilInfo
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Description
Daimler-Benz Aktiengesellschaft Daim 8706/4
Stuttgart-Untertürkheim 7. Aug. 1970
"Schnellschaltendes, lecksicheres elektromagnetisch betätigtes Ventil"
Die Erfindung betrifft ein schnellschaltendes, lecksicheres, elektromagnetisch
betätigtes Ventil für Flüssigkeiten oder Gase mit direkter
hydraulischer Steuerung des zu schaltenden Mediums sowie einen justierbaren
Kolbenanker.
Derartige elektromagnetisch betätigte Ventile werden in der Regel-
und Steuertechnik zum Steuern des periodischen Durchgangs von Flüssigkeiten
oder Gasen bei Drücken bis zu 250 atü eingesetzt. Die Ventile
werden beispielsweise bei der elektronischen Benzineinspritzung, bei der elektronisch geregelten Steuerzeitbeeinflussung der Gaswechselvorgänge in Verbrennungsmotoren, bei der Brems schlupfregelung, bei
Getriebesteuerungen und ähnlichem verwendet. Es ist daher verständlich, daß die Schaltzeiten sehr kurz sein sollen, wobei der Arbeitsdruck
nach Möglichkeit keinen Einfluß auf die Schaltzeit haben soll. Derartige Ventile weiden also sehr häufig gebraucht, auch müssen oft mehrere
Ventile in einem engen Bauraum untergebracht werden. Darum ist es wichtig, daß diese mit geringstem Aufwand und bei kleinsten Abmessungen
gefertigt werden können. Außerdem dürfen insbesondere bei Verwendung in Bremssystemen keine Leckverluste auftreten. Es gibt zwar
hydraulisch vorgesteuerte Ventile, die sehr kurze Schaltzeiten ermöglichen»
Sie können jedoch die genannten Forderungen nicht im gewünschten MaPe erfüllen.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Schaltzeiten gegenüber
bisher bekannten Ausführungen noch mehr zu verkürzen und Ausführungen vorzuschlagen, die geringe geometrische Abmessungen aufweisen
und billig zu fertigen sind.
Diese Aufgaben werden durch die Erfindung dadurch gelöst, daß sowohl
der Hub des leicht gleitbar und abhebbar gemachten Kolbenankers, als auch der Spalt zwischen diesem und dem Polkörper in vorbestimmten
Grenzen festlegbar sind, der unmittelbar Träger der im vorgegebenen kleinen Rahmen mit größtmöglicher Windungszahl gewickelten Spule ist,
die infolge geeigneten Aufbaues des Ventils einen kurzen geschlossenen magnetischen Kreis erzeugt. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung
kann die Außenfläche des Kolbenankera eine vorzugsweise aus amagnetischem
Metall oder Kunststoff bestehende Gleitschicht tragen. Hierdurch läßt sich ein schnelles Abheben des Kolbenankers von seinem Sitz
erzielen, insbesondere dann, wenn das zwischen Führungsfläche des
Ventilgehäuse« und der Gleitschicht entstehende Spiel allenfalls die Stärke der Gleitschicht aufweist. Weiterhin dient dem schnellen Abheben
des Kolbenankers die schnelle Ableitung der zu schaltenden Medien, was sich dadurch erzielen läßt, daß an wenigstens einer der gegenüberliegenden
Stirnflächen des Kolbenankers und des Polkörpers Nuten vorgesehen sind. Weiterhin sollen zum schnellen Abheben des Kolbenankers der
zwischen diesem und dem Polkörper gebildete Spalt und der Hub des Kolbenankers durch die besondere erfindungsgemäße Konstruktion einstellbar
sein. Der Spalt läßt sich am besten dadurch einstellen, daß verschiedene Teile des Ventils, nämlich eine Lagernadel mit halbkugeligem
Kopf und einen Sittring, als austauschbare Serienteile int einzelnen zuein-
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ander passend vermessen werden und durch Auswahl bei der Montage des einzelnen Ventils die gewünschte Spaltgröße festgelegt wird. Andererseits
kann der Hub des Kolbenankers dadurch verstellt werden, daß eine in einen das Ventilgehäuse abschließenden Deckel eingeschraubte
und von einer Kontermutter in ihrer Einbautiefe gesicherte Hohlschraube mehr oder weniger tief eingedreht wird.
Nicht nur zum Aufbau mit kleinen Abmessungen, sondern auch zum Erreichen
eines kurzen geschlossenen magnetischen Kreises trägt eine enggewickelte Spule bei, die ohne Verwendung irgendeines besonderen
Spulenkörpers gewickelt worden ist. Hierzu werden gemäP der Erfindung
in dem zwischen Ventilgehäuse und Polkörper durch Ausnehmungen entstandenen
kleinen Baum der der erforderlichen Windungszahl angepaßt ist, die maximal möglichen Windungen eines mit einer dünnen aushärtbaren
Lackschicht versehenen Spulendrahtes möglichst dicht und den ganzen Raum ausfüllend mit Hilfe eines axialen Wicklungs-Formhalters unmittelbar
auf den Polkörper aufgewickelt. Vor dem Darüberstülpen des Ventilgehäuses Ober die so gewickelte Spule, wird diese durch einen definierten
Stromstoß erwärmt, so daß der Lack und damit die Drahtwindungen zu einem festen Spulenpaket verklebt und ausgehärtet werden.
Um Wirbelströme auszuschalten und um Leckverluste zu vermeiden, wird
der Raum des Spulenpaketes durch einen Ring aus glasfaserverstärktem
Kunststoff begrenzt, der als Träger eines Dichtrings dient, der den Raum des Spulenpakets gegenüber der vom Arbeitsmedium durchströmten Kammer
abdichtet. Dadurch, daß die Spule durch den ausgehärteten Lack ein
widerstandsfester geschlossener Körper ist, kann sie die in Axialrichtung des Ventiles auf den Dichtring und damit weiterhin auf sie selbst wirkende
Kraft, die durch den Arbeitsdruck des Mediums erzeugt wird, ohne weiteres
aushalten.
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Weitere Einzelheiten ergeben eich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der zwei Aueführungebeispiele nach der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert sind.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch ein Einlaßventil, das stromlos geöffnet ist;
Fig. 2 einen Axialschnitt durch ein Auslaßventil, das stromlos geschlossen ist;
Fig. 3 einen Kolbenanker in perspektivischer Darstellung;
Fig. 4 einen Schnitt in Achsrichtung durch eine Randzone des Kolbenankers und an diese angrenzende Gebiete
des Ventilgehäuses, in vergrößertem Maßstab;
Fig. 5 einen Axialschnitt durch einen Teil des Kolben- ^ ankers mit der Lagernadel mit halbkugeligem Kopf
und ein Teil des diesem gegenüber gestellten Polkörpers mit einem Sitzring und einer auf diese
aufgesetzten Meßkugel.
Das in Fig. 1 im Axialschnitt dargestellte Einlaßventil besteht im wesentlichen
aus dem Ventilgehäuse 1, dem in dieses eingesetzten Polkörper 2 und der zwischen Ventilgehäuse und Polkörper fast den ganzen freien
Raum Bwiechen diesen beiden ausfüllenden Spule 3 sowie dem Deckel 4
und dem im Ventilgehäuse zwischen dem Deckel und dem Polkörper hin-
und hergleitenden Kolbenanker 5.
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Kurze Schaltzeiten lassen sich bei einem derartigen "Ventil dadurch
erzielen, daß einerseits die Induktivität der Spule so niedrig wie möglich gehalten wird, und andererseits der ohmische Widerstand der
Spule so groß wie möglich ist. Um nun aber trotz der geringen Induktivität
die notwendige Zugkraft am Kolbenanker zu erreichen, ist es notwendig, den magnetischen Streuverlust so gering wie möglich zu
halten. Die Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gemacht, durch einen
geeigneten Aufbau des Ventilkörpers, der sich hier aus dem Ventilgehäuse 1, der Spule 3, dem Polkörper 2 und dem Kolbenanker 5 zusammensetzt,
einen möglichst kurzen geschlossenen magnetischen Kreis über die genannten Teile zu erhalten. Dazu müssen in der nächsten Umgebung
der Spule 3 alle scharfen Kanten oder Absätze, Vorsprünge od. dgl. an den magnetisch leitenden Teilen vermieden werden. Dem
gleichen Ziel dient außerdem, daß die Spule und die magnetisch leitenden Teile möglichst dicht in- oder aneinanderliegen. Daher sind sowohl
das Ventilgehäuse als auch der Polkörper so aufgebaut, daß ihre Querschnittsflächen im wesentlichen rechteckig sind und mit der Spule
zusammen- und ineinanderpassen. Hierzu werden in den zwischen dem
Ventilgehäuse 1 und dem Polkörper 2 zur Verfügung gestellten kleinem
Raum 6, der der erforderlichen Windungszahl knapp angepaßt ist, die
maximal mögliche Anzahl Windungen eines Spulendrahtes eingebracht,
d. ho zunächst mit eisern axialen Wickel-Foriahalter auf den Polkörper
2 eng aufgewickelt. Dieser Spulendraht ist mit einer dünnen, aasliärtbareß
Lackschiciit versehea. Nach dem Aufwickeln wird die Spule durch einen
definierten Stromstoß erwärmt, so daß der Lack und damit die Drafetwindungen
au einem festen Spulenpaket 3 verkleben und aushärten. Da
die Spule 3 direkt auf den Polkörper 2 aufgewickelt ist, wird die Wärmeableitung
zum Magnetkern bin im Betrieb sehr günstig»
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Die ausgehärtete Spule ist so fest, daß sie ohne weiteres die in Achsrichtung
des Ventile auf einen Ring 7 und damit weiterhin auf die Spule 3 wirkende Kraft, die durch den Arbeitsdruck des Mediums entsteht,
aushalten kann. Der Ring 7 könnte an sich aus jedem nichtmagnetischen
Werkstoff hergestellt werden. Wenn dieser jedoch elektrisch leitend ist, treten Wirbelströme auf, die die Schaltzeit verlängern.
Die Erfindung sieht deshalb zur Verringerung der Schaltzeit des Ventils weiterhin vor, daß der Ring 7 aus nichtleitendem Material
^ entsprechender Festigkeit, z.B. aus glasfaserverstärktem Polyamid
hergestellt wird. Durch diesen Ring 7 wird der Raum des Spulenpakete
gegenüber der vom Arbeitemedium durchströmten Kammer 8 außerdem noch dadurch abgedichtet, daß er Träger von Dichtringen 10 ist. Hiermit
ist zugleich auch die Lecksicherheit des Ventils gegeben.
Für das einwandfreie Funktionieren des Ventils ist es von entscheidender
Bedeutung, daß der Kolbenanker 5 im Ventilgehäuse 1 so leicht wie möglich gleitet. Der Kolbenanker 5 ist daher mit einer Gleitschicht 9
aus Bronze, Molybdän oder Kunststoff versehen. Besonders bewährt hat
sich eine Teflonschicht, die daa Entstehen von Wirbelströmen beim Auf-
und Abbau des magnetischen Feldes verhindert. Außerdem muß es vermieden werden, dal' exzentrische Magnetkräfte auftreten. Zumindest
muß aber die magnetische Exzentrizität klein gehalten werden. Das zwischen dem Ventilgehäuse 1 und dem Kolbenanker 5 und seiner Gleitschicht
9 notwendige Spiel 11 muß also möglichst klein gegenüber der Gleitschicht 9 gehalten werden. Das bedeutet aber, daß die innere
Führungefläche 12 des Ventilgehäuses 1 für den in dieser gleitenden
Kolbenanker 5, sein AußendurchrD easer 13 und die auf ihn aufgetragene
Gleitschicht 9 so dimensioniert werden, daß das zwischen der inneren
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Führungsfläche 12 und der Außenfläche 13 der Gleitschicht 9 notwendige
Spiel 11 allenfalls die Stärke der Gleitschicht 9 aufweist, nach Möglichkeit jedoch kleiner als die Stärke dieser Gleitschicht ist. Kleinstes
Spiel und kleinste Gleitechichtdicke gewähren nämlich ein Minimum an magnetischen Verlusten und somit eine optimal erwünschte Zugkraft
des Kolbenankers.
Der Kolbenanker 5 ist von dem zu steuernden Medium umgeben, das
er bei seiner Bewegung verdrängen muß. Um die dabei auftretenden Widerstände zu verringern, die schaltzeitverlängernd wirken, sind in
dem den Kolbenanker 5 umgebenden Teil 14 des Ventilgehäuses 1 mehrere
Durchbrüche 15 vorgesehen, die die Kammerteile 16 und 17 miteinander
verbinden. Außerdem sind an wenigstens einer der gegenüberliegenden Stirnflächen 13 und 19 des Kolbenankers 5 oder des Polkörpers
2 Nuten 21 vorgesehen, die auch bei kleinem Spalt 22 eine schnelle Verdrängung des Mediums erlauben.
Dieser Spalt 22 sollte nach Möglichkeit klein sein, jedoch nicht das
Maß von 1/10 mm unterschreiten, da sonst der Kolbenanker 5 klebt. Da also der Spalt 22 einen wesentlichen Einfluß auf die Funktion des
Ventils überhaupt hat, ist es notwendig, diesem beim Bau dee Ventile
im Hinblick auf seine FesÜegbarkeit größte Beachtung zu schenken. Durch Auswahl der Teile bei der Serienfertigung läßt sich nämlich
leicht das beim Zusammenbau eines Ventils entstehende Maß für den Spalt 22 im voraus bestimmen und damit durch das einfache Mittel
der Vorauswahl die Toleranz für die Größe des Spaltes erheblich verringern. Dies läßt eich im wesentlichen dadurch erzielen, daß der
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Spalt von der gegenseitigen Lage einer Lagernadel 23 und einem Sitzring
24 gebildet wird, und daß diese Teile in der Großserie gemessen und entsprechend dem Ausfall dieser Messung eingesetzt oder vor dem Einsetzen
nachgearbeitet werden. Die Lagernadel und der Sitz sind mit
ihren zugehörigen Teilen so ausgebildet, daß die Lagernadel, die mit
einem Nadelhalter 25 im Kolbenanker 5 gelagert ist, aus diesem mit einem halbkugeligen Kopf 26, der als Dichtelement dient, herausragt.
Auf der Gegenseite sitzt im Polkörper 2 der Sitzring 24, der den Ventilsitz für die Lagernadel 23 bildet.
Zur Messung des Spaltes ist so vorzugehen, wie anhand der Fig. 5 im
folgenden erläutert wird:
Das Maß für den Spalt 22 ergibt eich aus der Gleichung s = h1 + h„ - d.
Zur Feststellung der Größe des Spaltes wird vor dem Zusammenbau des Ventils das Maß h., d.h. also die Größe gemessen, um die die Lagernadel
aus dem Kolbenanker 5 vorsteht. Außerdem wird das Maß h_ dadurch
dt
ermittelt, daß auf den Sitzring 24 eine Meßkugel 27 vom Durchmesser des
halbkugeligen Kopfes 26 aufgesetzt und dann das Maß ho gemessen wird.
Aus der Gleichung ergibt sich dann die Größe des Spaltes 22. Liegt das Maß ftlr den Spalt nicht in den vorgesehenen Grenzen, so sind entweder
andere Teile auszuwählen oder die gewählten Teile nachzuarbeiten.
Der Ventilhub 28 des Kolbenankers 5 ist mit Hilfe einer durch eine Kontermutter
29 gesicherten Hohlschraube 31 in vorteilhafter Weise von einer Seite her einstellbar. Die Hohlschraube ist in den das Ventilgehäuse
abschließenden Deckel 4 eingeschraubt.
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Der Kolbenanker wird durch eine Zugfeder 32 zurückgezogen, die an der Federhalte rung 33 aufgehängt ist. Die Zugfeder 32 greift also einerseits
am Kolbenanker 5 und andererseits an der Hohlschraube 31 an und versucht dadurch, die Lagernadel 23 von ihrem vom Federangriff abgelegenen
Sitzring 24 abzuziehen. Bei Einschaltung des die Spule 3 durchfliessenden
Stromes wird selbstverständlich die Federkraft der Zugfeder 32 überwunden und der Kolbenanker 5 an den Polkörper angezogen, so daß
die Lagernadel 23 mit dem halbkugelförmigen Kopf 26 auf dem Sitzring
24 abdichtend aufliegt und so das weitere Durchströmen des Mediums
verhindert.
Die Federhalte rung 33 ist zur besseren Montage zunächst über die Verjüngung
34 um den verlorenen Griff 35 verlängert, der nach Beendigung
der Montage abgebrochen wird»
Ähnlich wie das in Fig. 1 dargestellte Einlaßventil ist das in Fig. 2 dargestellte
Auslaßventil konstruiert. Dort tritt lediglich anstelle der Zugfeder 32 eine Druckfeder 36. Im übrigen ist das Ventil so aufgebaut, daß
die einerseits am Polkörper 2' und andererseits am Kolbenanker 5' angreifende
Druckfeder 36 den Kolbenanker 5' mit der Lagernadel 23· gegen eine in den Deckel 4* eingeschraubte, zugleich den Sitsring der Lagernadel
23' bildende Hohlschraube 31* zu drücken versucht.
Im übrigen sind die Ventile so ausgebildet, daß der Lagernadelhalter
25 bzw. 25' mit radialem Spiel in einer Bohrung 37 des Kolbenankers 5
bzw. 5' sitzt und mit einer von der Feder 3.2 bz;w. 36 abgekehrte» Stirnfläche
38 bzw. 38' an einer mit dem Kolbenanker 5 fosw. 5' verbundenen
Anschlagfläche 39 bzw. 30· anliegt.
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Claims (14)
1. Schnellschaltendee, lecksicheres elektromagnetisch betätigtes Ventil
für Flüssigkeiten oder Gase mit direkter hydraulischer Steuerung des zu schaltenden Mediums sowie einem justierbaren Kolbenanker,
dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Hub (28,28*) des leicht glcitbar und abhebbar gemachten Kolbenankers (5),
als auch der Spalt (22) zwischen diesem und dem Polkörper (2) in vorbestimmten Grenzen festlegbar sind, der unmittelbar
Träger der in vorgegebenem kleinen Rahmen mit größtmöglicher Windungsanzahl gewickelten Spule (3) ist, die infolge geeigneten
Aufbaues des Ventils einen kurzen geschlossenen magnetischen Kreis (40) erzeugt.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche
(13) des Kolbenankers (5) eine vorzugsweise aus amagnetischem Metall oder Kunststoff bestehende Gleitschicht (9) trägt.
3. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Führungsfläche (12) des Ventilgehäuses (1) für den in dieser gleitenden
Kolbenanker (5), sein Außendurchmesser (13) und die auf ihm aufgetragene Gleitschicht (9) so dimensioniert sind, daß das zwischen
der Führungsfläche (12) des Ventilgehäuses (1) und der Gleitschicht (9) entstehende Spiel (11) allenfalls die Stärke der Gleitschicht
(9) aufweist.
4. Ventil nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einer der gegenüberliegenden Stirnflächen (18,19)
des Kolbenankers (5) und des Polkörpers (2) Nuten {21) vorgesehen
sind.
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5. Ventil nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spalt (22) durch eine aus dem Kolbenanker (5) he raus ragende,
mit einem Nadelhalter (25) im Kolbenanker (5) gelagerte Lagernadel
(23) mit als Dichtelement dienendem halbkugeligen Kopf (26) und einem im Polkörper (2) eingelassenen, den Ventilsitz
für die Lagemadel (23) bildenden Sitzring (24) insbesondere aus amagnetischem Material gebildet wird, die zur Festlegung des
Spalts (22) austauschbar sind (Fig. 1).
6. Ventil nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Hub (28) des Kolbenankers (5) durch eine in einen das Ventilgehäuse
(1) abschließenden Deckel (4) eingeschraubte und von einer Kontermutter (29) in ihrer Einschraubtiefe gesicherte
Hohlschraube (31) von einer Seite her einstellbar ist.
7. Ventil nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der zwischen Ventilgehäuse (1) und Polkörper (2) vorgesehene kleine Raum (6) mit der größtmöglichen Windungszahl an Spulendrähten
dadurch im wesentlichen ausgefüllt ist, daß mit einer dünnen aushärtbaren Lackschicht versehener Spulendraht in vielfachen Windüngen
unter Vermeidung eines besonderen Spulenkörpers unmittelbar auf den Polkörper (2) aufgewickelt und durch einen definierten
Stromstoß erwärmt wird, der den Lack und damit die Drahtwindungen
zu einem festen Spulenpaket (3) verklebt und aushärtet.
8. Ventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum (6)
des Spulenpakets gegenüber der vom Arbeitsmedium durchström-
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ten Kammer (8) durch einen Ring (7) aus glasfaserverstärktem
Kunststoff abgegrenzt ist, der Träger von Dicbtringen (10) ist.
9. Ventil nach den Ansprüchen 1 bis 8, gekennzeichnet durch einen
Gesaxntaufbau des Ventils« der durch Vermeidung von Absätzen
und scharfen Kanten sowie dadurch» daß Polkörper (2), Ventilgehäuse (1) und Kolbenanker (5) passend ineinandergreifende
einfache, im wesentlichen rechteckige Formen in einem Axialschnitt aufweisen, einen kurzen geschlossenen magnetischen
Kreis (40) über nebeneinander liegende Teile des Polkörpers (2), des Ventilgehäuses (1) und des Kolbenanke rs (5) bildet.
10. Ventil nach den Ansprüchen 1 bis 9, das ale Einlaßventil ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine einerseits an der in
dem Deckel (4) eingeschraubten Hohlschraube (31) und andererseits am Kolbenanker (5) angreifende Zugfeder (32) den Kolbenanker (5) mit der L^agernadel (23) von ihrem vom Federangriff
abgelegenen Sitzring (24) abzuziehen versucht (Fig. 1).
11. Einlaßventil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß an
einer in die Hohlschraube (31) eingelassenen, sich an ihr abstützenden Federhalterung (33) über eine Verjüngung (34) ein verlorener Griff (35) angeordnet ist, der nach Einsetzen der Federhalterung (33) an der Verjüngung (34) abgebrochen wird (Fig. 1).
12. Ventil nach den Ansprüchen 1 bis 9, das als Auslaßventil auegebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine einerseits am PoI-
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körper (2*) und andererseits am Kolbenanker (5*) angreifende Druckfeder
(36) den Kolbenanker (5*) mit der Lagernadel (23*) gegen eine
in den Deckel (4·) eingeschraubte, zugleich den Sitzring der Lagernadel
(23*) bildende Hohlschraube (31·) zu drücken versucht (Fig. 2).
13. Ventil nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der Lagernadelhalter (25, 25') mit radialem Spiel in einer Bohrung
(37) des Kolbenankers (5,5·) sitzt und mit einer von der Feder (32,36) abgekehrten Stirnfläche (38,38·) an einer mit dem Kolbenanker
(5) verbundenen Anschlagfläche (39,39·) anliegt.
14. Ventil nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
in dem den Kolbenanker (5) umgebenden Teil (14) des Ventilgehäuses (1) Durchbrüche (15) angeordnet sind, die vom Arbeitsmedium
durchströmte Kammerteile (8,16,17) zu beiden Stirnseiten (18,18»)
dee Kolbenankers (5) miteinander verbinden.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| OHW | Rejection |