DE2058602A1 - Steuervorrichtung fuer Textilmaschinen - Google Patents
Steuervorrichtung fuer TextilmaschinenInfo
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- D01H4/00—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
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Description
Steuervorrichtung für Textilmaschinen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für
Offen-End-Spinnmaschinen zum zeitlich unterschiedlichen Auslösen mehrerer Schaltorgane in Abhängigkeit einer Fadenspannungsänderung.
Tritt bei den sogenannten Offen-End-Spinnmaschinen ein Fadenbruch
auf, so muß das Fadenende wieder in die Spinnvorrichtung eingeführt und mit den dort auf einer Sammelfläche, beispielsweise
der Sammelrinne einer Spinnturbine (US-PS 3.440.812), in
einem rotierenden oder feststehenden Spinntrichter (CS-PS 87.947, japanische Patentanmeldung 24.051/63), abgelegten Fasern
verbunden werden. Die Fasern können sich jedoch auch direkt an das Fadenende, das in diesem Fall frei rotiert, anlegen
(US-PS 2.911.783). Damit das Fadenende die Spinnvorrichtung oder das Abzugsrohr der Spinnvorrichtung nicht verläßt, da sonst ein
automatisches Wideranspinnen nicht oder nur mit sehr großem Material- und Zeitaufwand möglich ist, muß die Steuervorrichtung ^
zur Behebung des Fadenbruches sehr rasch angesprochen werden. Zu diesem Zweck ist eine Steuervorrichtung bekannt, durch welche
vom Steuerkontakt eines Fadenwächters aus ein Steuerrelais eingeschaltet wird, das eine den Abzug bewirkende Kupplung aus-
und eine die Rücklieferung des Fadens in die Spinnturbine bewirkende Kupplung einschaltet (CS-PS 129.441). Gleichzeitig wird
über einen Elektromagneten die Faserzufuhr abgestellt. Wenn das Fadenende bei seiner Rücklieferung in die Spinnturbine den Fühler
wieder passiert hat, so schaltet dieser ein Zeitrelais ein, welches nach einer vorbestimmten Zeit, über den erwähnten Elektromagneten
die Faserzufuhr wieder einschaltet. Außerdem bewirkt
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der Fühler mit Hilfe eines Elektromagneten, daß ein Nocken mit einer Antriebsvorrichtung gekoppelt wird, welcher bei Erreichen
einer bestimmten Winkelposition das Steuerrelais abschaltet, so daß auch die Kupplung für die Rücklieferung des
Fadens in die Spinnvorrichtung abfällt und die Kupplung zur Wiederaufnahme des Fadenabzugs eingeschaltet wird. Gleichzeitig
werden durch Abfallen des Steuerrelais das Zeitrelais abgeschaltet und der Nocken von seiner Antriebsvorrichtung getrennt,
so daß dieser in einer bestimmten Winkelstellung stehen bleibt. Die beschriebene Steuervorrichtung umfaßt eine
Vielzahl von mechanischen Schaltteilen, die eine gewisse Verzögerung nicht vermeiden lassen. Besonders für die rasch
arbeitenden Offen-End-Spinnvorrichtungen, bei denen ein sehr schnelles Ansprechen der Rückliefervorrichtung und eine genaue
Abstimmung der verschiedenen Steuerzeiten erforderlich ist, verursachen jedoch die mechanischen Steuervorrichtungen
und Kontakte Zeitabweichungen, die ein sicheres Beheben eines Fadenbruches nicht mit ausreichender Sicherheit gewährleisten
können. Im übrigen sind die mechanischen Schaltteile verschleißanfällig und verringern daher noch zusätzlich die
Schaltgenauigkeit und bedürfen somit einer sorgfältigen Wartung. Um die Schalt- und Rückliefergeschwindigkeit zu erhöhen,
ist es bereits bekannt, die in die Spinnvorrichtung rückzuliefernde Fadenlänge in Form einer Reserveschleife umzulenken
und mittels der bei einem Fadenbruch entlasteten Fadenumweg führung einen Kontakt zu betätigen (DvIS 1.288.965).
Hierdurch wird über einen Elektromagneten die Fadenumwegführung freigegeben, welche durch ihr Eigengewicht sich der
Abzugsrohröffnung der Spinnvorrichtung nähert, in welche der Faden durch den in der Spinnvorrichtung herrschenden Unterdruck
eingesaugt wird. Zum Auslösen des Schaltkontaktes muß auch hier eine verhältnismäßig große Massenträgheit überwunden
werden, so daß die erforderliche Schaltgeschwindigkeit auch mit dieser Vorrichtung nicht erzielt werden kann. Außerdem
berührt auch diese bekannte Vorrichtung nicht das Problem der zeitlich genau abgestimmten Folge verschiedener Schaltvorgänge.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, die aufgezeigten Nachteile
der bekannten Vorrichtungen zu vermeiden und eine Steuervorrichtung zu schaffen, die praktisch trägheitslos arbeitet
und deshalb möglichst wenige oder sogar überhaupt keine mechanischen
Schaltteile aufweist und welche eine beliebige Zahl Schaltorgane zur gewünschten Zeit für eine festlegbare
Zeit betätigen kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Steuervorrichtung eine Impulsstufe zur Steuerung eines ersten
Schaltorganes und eine anzugsverzögerte Impulsstufe zur Steu- λ
erung eines zweiten Schaltorganes aufweist. Mit Hilfe der Impulsstufe werden sofort bei Betätigung des Fühlers sehr rasche
Steuervorgänge gesteuert, wie z.B. das Freigeben einer Fadenreserve einer Offen-End-Spinnmaschine nach dem Verfahren
gemäß der Patentanmeldung P 19 60 562.0-26, damit diese durch
den in der Spinnvorrichtung herrschenden Unterdruck in diese zurückgesaugt werden kann. Das durch die anzugsverzögert8
Zeitstufe nach einer gewissen Zeit eingeschaltete zweite
Schaltorgan dient bei dieser Offen-End-Spinnvorriehtung beispielsweise
zum Abstellen der Faserzufuhr bis zu dem Augenblick, an welchem der Fühler das Vorhandensein einer normalen
Fadenspannung registriert ·
Um bei FadenepannungsSchwankungen ein mehrmaliges, rasch aufeinanderfolgendes
Ansprechen der Impulsstufe zu vermeiden, wird vorteilhafterweise verhindert, daß sich der Kondensator
rasch entladen kann. Zu diesem Zweck weist die Impulsstufe einen Kondensator auf, dem gemäß einem weiteren Merkmal der
Erfindung eine den Stromfluß in Entladerichtung sperrende Diode und parallel zu dieser ein hochohmiger Entladewiderstand
zugeordnet ist. Um in jedem Fall, unabhängig von einem vorangegangenen Ladevorgang, eine gleichbleibende Anzugsverzögerung der Zeitstufe zu erhalten, weist diese anzugsverzögerte
Zeitstufe einen Kondensator auf welchem eine den Stromfluß
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in Laderichtung sperrende Diode und parallel zu dieser ein hochohmiger Ladewiderstand zugeordnet ist.
Je nach Ausführung der von der Steuervorrichtung aus zu steuernden
Vorrichtung kann es zweckmäßig sein, wenn mit einer gewissen Verzögerung ein Schaltimpuls erteilt wird. Erfindungsgemäß
ist hierfür mit der anzugsverzögerten Zeitstufe eine Impulsstufe zur Steuerung eines weiteren Schaltorganes verbunden.
Ebenso ist es möglich, mit der anzugsverzögerten Zeitstufe eine weitere anzugsverzögerte Zeitstufe zur Steuerung
eines weiteren Schaltorganes zu verbinden, beispielsweise um bei einer Spinnmaschine mit einer Vielzahl von Spinnstellen
die Spinnstelle abzuschalten, an welcher auch nach einer bestimmten Frist nach Abschalten der entsprechenden Speisevorrichtung
die normale Fadenabzugsspannung nicht wiederhergestellt werden kann.
Damit die Impulsstufe oder -stufen auch beim EinsehaltVorgang
unabhängig von der augenblicklichen Fadenspannung wirksam werden können, ist der bzw. sind den entsprechenden Impulsstufen
eine von einem von Hand, beispielsweise über eine Programmeinrichtung, auslösbaren Schalter mit Spannung versehbare Versorgungsleitung
zugeordnet, welche zwischen der Basis eines Transistors und eines Kondensators mit der Impulsstufe verknüpft
ist.
Damit das dieser Impulsstufe zugeordnete Schaltorgan unabhängig von der Betätigungsdauer des Schalters nur einen Stromimpuls
erhält, wird in der Versorgungsleitung vorjeilhafterweise
ein Kondensator angeordnet, der durch den Schalter wahlweise, durch die Betätigung des Schalters mit dem Minuspol
eines Gleichstromkreises verbindbar ist, wobei der Schalter bei Freigabe den Kondensator mit einem mit einem Widerstand
versehenen Entladekreis verbindet.
Die erfindungsgemäße Steuervorrichtung soll sehr rasch ansprechen.
Es genügt daher nicht, daß die in Abhängigkeit von
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Jr
dem den Faden abtastenden Fühler arbeitenden Elemente rasch
arbeiten, sondern auch der oder die Kontakte müssen sehr schnell vom Fühler aus betätigt werden. Andererseits dürfen
aber geringe Fadenspannungsschwankungen, die evtl. auftreten könnten, nicht bereits zum Auslösen der Schaltvorgänge führen.
Es ist daher erforderlich, daß die Steuervorrichtung sehr genau eingestellt werden kann, um die gewünschten Schaltgrenzen
und damit die Ansprechempfindlichkeit festlegen zu können. Erfindungsgemäß
weist zu diesem Zweck die Steuervorrichtung einen als Feder ausgebildeten, sich im wesentlichen geradlinig
erstreckenden Fühler auf, welcher unter einer vorbestimmten J Vorspannung an seinem einen Ende fest eingespannt ist. Vorzugsweise
ist dem Fühler eine seitlich auf ihn einwirkende Stellschraube zugeordnet, so daß die Vorspannung und damit die
Ansprechempfindlichkeit des Steuerkontaktes durch bloßes Drehen dieser Stellschraube reguliert werden kann. Um ein Nachschwingen des Fühlers und damit ein evtl. mehrmaliges Ansprechen
der Impulsstufe zu vermeiden, ist zweckmäßigerweis'e der mit dem Fühler zusammenarbeitende Kontakt auf einer Längsseite
und ein Dämpfer auf der anderen Seite des Fühlers angeordnet.
·
Um Schaltungenauigkeiten durch mechanische Schalttoleranzen
auszuschließen, ist vorzugsweise ein durch den Fühler be- ™ rührungsloe zu betätigender Steuerkontakt vorgesehen, welcher
pneumatisch oder optisch betätigt wird. Vorzugsweise ist der Steuerkontakt jedoch als NäherungsechaIter ausgebildet.
Eine weitere Erhöhung der Schaltgenauigkeit kann durch eine
Führung des abzutastenden Fadens im Bereich des Fühler» örreicht werden, da auf diese Weise die Fadenspannung stets in
derselben Richtung auf den Fühler wirkt. Erfindungsgemäß ist daher der mit dem Faden in Berührung stehende Teil des Fühlers
zwischen zwei Führungssattein angeordnet, welche vorteilhafterweise
starr an einem den oder die Steuerkontakte umgebenden
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Gehäuse befestigt sind.
Zwar sind bereits Fadenwächter bekannt, bei denen der Fühler als Feder ausgebildet und mit einem Ende fest eingespannt ist
(CS-PS 123.769). Dabei erstreckt sich der Fühler Jedoch nicht geradlinig, sondern ist halbkreisförmig gebogen und schließt
mit seinem freien Ende einen elektrischen Kontakt. Ein solcher Fühler ist jedoch mechanisch sehr empfindlich und kann leicht
verbogen werden, so daß die Gefahr, daß das im Gehäuse geführte freie Fühlerende sich verklemmt, sehr groß ist. Durch die Reibung
am Gehäuse und die gekrümmte Form des Fühlers läßt sich ferner die Schaltgeschwindigkeit nicht genau vorherbestimmen,
so daß auch diese Vorrichtung nicht mit der gewünschten Präzision arbeitet. Außerdem ist durch die Krümmung der Feder ein
verhältnismäßig großer Arbeitsweg erforderlich, um dea Sehaltkontakt
zu schließen.
Die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung dagegen ist robust und mechanisch unempfindlich, dabei wartungsfrei und arbeitet
äußerst schnell und präzise. Außerdem kann sie leicht eingestellt werden. Da die erfindungsgemäße Vorrichtung im
übrigen nicht, wie weitere bekannte Vorrichtungen die Massenträgheit
durch Zuhilfenahme von Permanentmagneten (DT-OS 1.560.334, deutsches Gebrauchsmuster 1.993.869) zu verringern
sucht, ergeben sich auch keine Schaltverechiebungen durch
Hysterese.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der beiliegenden
Zeichnungen beschrieben, in welchen
Fig. 1 das-Blockschaltbild der erfindungegemäßen Steuervorrichtung,
Fig. 2 das Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispieles der
Steuervorrichtung gemäß der Erfindung,
Fig. 3 ein weiteres AusführungsbeiBpiel des Erfindungsgegenstandes,
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Pig. 4 die erfindungsgemäße Steuervorrichtung im Zusammenhang
mit einer Offen-End-Spinnvorrichtung in sehematischer
Darstellung!
Pig. 5 einen Fühler gemäß der Erfindung zur Betätigung der Steuervorrichtung im Schnitt}
fig. 6 und 7 Abwandlungen des in Fig. 5 gezeigten Fühlers und
Fig. 8 eine weitere Abwandlung der Steuervorrichtung mit einem
als Näherungsschalter ausgebildeten Fühler
zeigen.
Gemäß dem in Fig. 1 gezeigten Blockschema weist die Steuervorrichtung
1 einen Fühler 10 auf, welcher die Fadenspannung kontrolliert und in Abhängigkeit von dieser sowohl eine Impulsstufe
2 als auch eine unabhängig von dieser arbeitende anzugsverzögerte Zeitstufe 3 ansteuert. Jede dieser beiden Stufen
besitzt ein Zeitglied 20 bzw. 30 sowie ein Schaltglied 21 bzw. 31. In Abhängigkeit von den Zeitgliedern 20 bzw. 30 werden für
die gewünschte Dauer ein erstes Schaltorgan 4 und ein zweites Schaltorgan 5 betätigt.
Wie aus Fig. 1 deutlich ersichtlich, wird das Schaltglied 21 ^j
sehr rasch für eine kurze Dauer geschlossen, so daß auch das ihm zugeordnete Schaltorgan 4 nur für eine kurze, durch das
Zeitglied 20 festgelegte Zeitspanne angesprochen wird. Im Gegensatz zur Impulsstufe 2 verzögert die Zeitstufe 3 die Betätigung
des Schaltgliedes 31, das nach Ansprechen so lange im geschlossenen Zustand bleibt, bis bei wiederhergestellter
Fadenspannung der Fühler 10 das Zeitglied 30 und damit über das Schaltglied 31 das zweite Schaltorgan 5 abschaltet.
Wie später noch beschrieben wird, können, falls erforderlich, parallel zur Impulsstufe 2 eine oder mehrere Impulsstufen
(nicht gezeigt) mit abweichend eingestellten Zeitgliedern vor-
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gesehen werden. Durch die Zeitetufe 3 wird gemäß dem gezeigten Schema ein Schaltorgan 5 gesteuert. Zusätzlich zu
diesem können aber auch von der Zeitstufe 3 aus eine oder
mehrere weitere Impuls- und/oder anzugsverzögerte Zeitstufen gesteuert werden (nicht gezeigt).
Das Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen
Steuervorrichtung 1 wird in ^ig. 2 gezeigt. Bei
dieser Ausführung weist der Fühler 10 zwei Steuerkontakte 11 und 12 auf, von denen der Steuerkontakt 11 der Impulestufe 2
und der Steuerkontakt 12 der anzugsverzögerten Zeitstufe 3 zugeordnet ist. Beide Kontakte sind mechanisch miteinander verbunden
und werden somit durch den nichtgezeigten Faden in Abhängigkeit von dessen Spannung gleichzeitig betätigt. Jeder
Steuerkontakt 11 und 12 ist über einen Widerstand 23 bzw. 32 mit dem Minuspol 61 eines Gleichstromkreisee verbunden.
Das Zeitglied 20 der Impulsstufe 2 umfaßt einen Widerstand 22, welcher mit dem Widerstand 23 in Serie und zum Steuerkontakt 11
parallel geschaltet ist. Über die beiden Widerstände 22 und 23 werden der Pluspol 60 und der Minuspol 61 des erwähnten Gleichstromkreises
miteinander verbunden. Zwischen diesen beiden Widerständen 22 und 23 ist ein Kondensator 24 angeordnet, weleher
zusammen mit dem Widerstand 22 parallel zum Steuerkontakt 11 des Fühlers 10 geschaltet ist. Die Verbindungsleitung zwischen
dem Widerstand 22 und dem Kondensator 24 steht über einem Widerstand 72 mit der Basis eines Transistors 70 des Schaltgliedes
21 in Verbindung. Diesem Transistor 70 ds t ein zweiter Transistor 71 in Art einer Schmitt-Trigger-Schaltung zugeordnet,
dessen Basis mit dem Kollektor des Transistors 70 und dessen Emitter mit dem Emitter des Transistors 70 verbunden
ist. Die beiden Emitter sind über einen Widerstand 73 gemeinsam mit dem Pluspol 60 verbunden, während jeder Kollektor der
Transistoren 70 und 71 über einen Widerstand 74 bzw. 75 mit dem Minuspol 61 des erwähnten Gleichstromkreises verbunden ist.
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Wenngleich "bei entsprechender Leistung des Schaltgliedes 21
dieses direkt zur Steuerung des Schaltorganes 4· Anwendung finden
kann, so ist hierzu doch vorzugsweise ein Leistungeschälter
40 vorgesehen. Dieser setzt sich beispielsweise aus einem Thyristor 41 und einem Schutzwiderstand 42 in der Zündleitung
des Thyristors 41 zusammen. In Serie mit dem Thyristor befindet sich das zu steuernde Schaltorgan 4, das von einer
Wechselstromquelle gespeist wird. Der Minuspol 61 des Gleichstromkreises
ist gleichzeitig mit der Wechselstromquelle verbunden, während der andere Anschlußpunkt 62 des Wechselstromkreises
vollkommen vom Gleichstromkreis getrennt ist. \
Zum Schutz des Thyristors 41 vor Überspannungen, ist parallel zum Sehaltorgan 4 ein Varistor 43' vorgesehen.
Der Steuerkontakt 12 des Schaltfühlers -10.ist über einen
Widerstand 32 mit dem Minuspol 61 dee G-leichstromkreiaes und
direkt mit dem Zeitglied 30 der anzugsverzögerten Zeitstufe 3
verbunden. Dieses Zeitglied 30 umfaßt einen Widerstand 33» über welchen der Fühler 10 mit einem Transistor 34 des Schaltgliedes
31 verbunden ist· Der Emitter dieses Transistors 34 steht über eine Zener-Diode 35 des Zeitgliedes 30, welche die
Schaltgrenze des Transistors 34 festlegt, mit dem Pluspol 60 Λ
des Gleichstromkreiees in Verbindung. Zwischen Baeis des
Transietors 34 und dem Widerstand 33 ist ein ebenfalls mit
dem Pluspol 60 verbundener Kondensator 37 mit der Basisleitung
verknüpft.
Der Kollektor des Transistors 34 steht über einen Widerstand
38 mit dem Minuspol 60 des Gleiehstromkreises in Verbindung. Aus den bereits im Zusammenahng mit der Impulsstufe 2 erwähnten
Gründen dient der Transistor 34 nicht direkt der Steuerung des Schaltorganes 5>
sondern steuert einen Lastschalter 50. Der Lastschalter 50 besteht aus einem Thyristor 51 und
einem Schutzwiderstand 52 in seiner Zündleitung.
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Um eine Restwelligkeit der Wechselspannung zu vermeiden, ist
als Nulldiode parallel zum Schaltorgan 5 ein Gleichrichter vorgesehen*
Fig. 4 zeigt die erfindungsgemäße Steuervorrichtung 1 im Zusammenhang
mit einer Offen-End-Spinnvorriehtung gemäß der deutschen Patentanmeldung P 19 60 562.0-26. Diese weist eine
mit Unterdruck arbeitende Spinnvorrichtung 8 auf, aus welcher der gesponnene Faden 13 mittels Abzugswalzen 81, 82 durch ein
Abzugsrohr 80 abgezogen wird. Der abgezogene Faden 13 wird anschließend auf einer Spule 83 aufgewickelt. Zwischen den Abzugswalzen
81, 82 und der Spule 83 wird der Faden 13 mittels zweier Fadenleitorgane 14 und 15 geführt, zwischen welchen er
durch niqht gezeigte Mittel zu einer Fadenreserve ausgelenkt ist und als solche durch eine gabelförmige Umwegführung 16 gehalten
wird. Die Umwegführung 16 befindet sich am Ende eines Armes eines dreiarmigen Hebelmechaniemusses 18, der um ein«
Achse 19 schwenkbar ist. An einem weiteren Arm diests Hebelmechanismussee
18 sitzt ein Auswerfer 17, während der dritte, nicht gezeigte Hebelarm zum Zurückziehen der Umwegführung 16
hinter eine Abstreifkante 84 und somit zum Abwerfen und Freigeben der Fadenreserve und zum Herausdrücken des Fadens 13 aus
der Klemmlinie der Abzugswalzen 81, 82 mittels des Auswerfera
17 dient. Der Hebelmechanismus 18 wird au diesem Zweck durch ein von der Steuervorrichtung 1 gesteuertes Schaltorgan 4 betätigt.
Die Spinnvorrichtung 8 wird durch ein?Speisevorrichtung
85 mit Fasern beliefert. Diese Speisevorrichtung weist ein Schaltorgan 5 zur Abstellung der Speisevorrichtung 85 auf.
Die vorstehend an Hand der Fig. 2 im Aufbau beschriebene erfindungsgemäße
Steuervorrichtung, welche in ^ ig. 4 zum besseren Verständnis im Zusammenhang mit einer Offen-End-Spinn-Vorrichtung
gezeigt ist, arbeitet wie folgt»
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Bei normaler Fadenspannung, wie sie am Fühler 1^ bei ordnungsgemäßem
Abziehen des Fadens 13 von einer Spinnyorrichtung 8 vorhanden ist, wird der Fühler 10 durch den Faden 13 geschlossen
gehalten, ^ie beiden Steuerkontakte 11 und 12 sind somit ebenfalls in geschlossenem Zustand. Der Gleichstrom fließt daher
vom Pluspol 60 über die geschlossenen Steuerkontakte 11 und 12 und die Widerstände 23 und 32 zum Minuspol 61. Da zwischen
dem Pluspol 60 und der diesem Pol zugewandten Seite der Widerstände
23 und 32 kein Spannungsabfall herrscht, kann durch die Kondensatoren 24 und 37 kein Strom fließen, so daß diese auch
nicht aufgeladen werden. An der Basis der Transistoren 70 und 34 liegt somit ebenfalls keine Spannung an, so daß sich diese g
im gesperrten Zustand befinden. Am Widerstand 74 tritt somit ebenfalls kein Spannungsabfall auf, so daß die Basis des
Transistors 71 gegenüber dem Emitter negativ ist und diesen Transistor 71 in den leitenden Zustand bringt. Somit fließt ein
Gleichstrom vom Pluspol 60 über den Widerstand 73, den Transistor 71 und den Widerstand 75 zum Minuspol 61. Da durch den
Transistor 70 kein Strom fließt, gelangt auch kein Zündstrom zum Lastschalter 40, so daß dieser im gesperrten Zustand bleibt.
Auch zum Lastschalter 50 gelangt kein Zündstrom, da der Transistor
34 sich im gesperrten Zustand befindet. Das Schaltorgan 5 wird somit nicht eingeschaltet.
Werden jetzt durch Nachlassen der Fadenspannung die Steuerkontakte
11 und 12 des Fühlers 10 geöffnet, so muß der Gleichstrom vom Pluspol 60 über den Widerstand 22, den Kondensator
24 und den Widerstand 23 fließen. Der Kondensator 24 lädt sich somit auf. Da beide Widerstände 22 und 23 niederohmig sind
und der Kondensator 24 eine geringe Kapazität aufweist, wird der Kondensator innerhalb einer sehr geringen, genau definierbaren
Zeitspanne aufgeladen. Während des Aufladens des Kondensators 24 wird bei Erreichen der Durchbruchspannung der Transistor
70 bis zur Beendigung des Ladevorganges leitend. Während
dieser kurzen Zeitspanne fließt ein Impuls vom Pluspol 60
über den Widerstand 73, den Transistor 70 und den Widerstand
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fr
74 zum Minuspol 61. Dadurch liegt an der Basis des Transistors
71 dieselbe Spannung an wie an seinem Emitter, so daß er in den Sperrzustand gekippt wird. Durch den Spannungs-Impuls
jedoch wird der Thyristor 41 des Lastschalters 40 kurzzeitig gezündet. Da der Thyristor 41 wie ein Gleichrichter
arbeitet, läßt er nur den vom Anschlußpunkt 6 zu dem mit der Wechaelstromquelle verbundenen Minuspol 61 fließenden
Strom passieren. Der durch das Aufladen des Kondensators 24 in Abhängigkeit von der Durchbruehspannung des Transistors
70 erzeugte Impuls ist deshalb so bemessen, daß er länger als eine Wechselstromhalbwelle ist, so daß auch ein Impuls, der
während der der Durchlaßrichtung des Thyristors 41 entgegengerichteten Wechselstromhalbwelle beginnt, den Thyristor 41
während der mit der Durchlaßrichtung des Thyristors 41 übereinstimmenden Halbwelle zünden kann.
Während der Zünddauer des Thyristors 41 ist das Schaltorgan 4» beispielsweise ein Elektromagnet, eingeschaltet. Dieses Schaltorgan
4 verschwenkt den Hebelmechanismus 18, wobei der Auswerfer 17 den Faden 13 aus der Klemmlinie der Abzugswalzen 81,
82 drückt» Gleichzeitig wird die Umwegführung 16 hinter die
Abstreifkante 84 zurückgezogen, wodurch die Fadenreserve von der Umwegführung 16 abgeworfen wird. -Die dem im Abzugsrohr 80
wirkenden Unterdruck ausgesetzte Fadenreserve wird dadurch sehr rasch in die Spinnvorrichtung 8 zurückgesaugt, in welcher
sich das Fadenende mit den durch die Speisevorrichtung 85 eingespeisten Fasern verbindet. Die Fadenspannung wird wieder
hergestellt, wodurch der Faden 13 wieder in die Klemmlinie der Abzugawalzen 81, 82 gelangt und erneut aus der Spinnvorrichtung
8 abgezogen wird. Am Fühler 10 stellt sich die normale Fadenspannung
wieder ein und die Steuerkontakte 11 und 12 werden erneut geschlossen. Hierdurch kann sich der Kondensator 24
über den Widerstand 22 und den Steuerkontakt 11 entladen.
Um ein rasches Ansprechen des Schaltorganes 4 zu erreichen, ist dieses zweckmäßig an eine Spannung angeschlossen, die
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ein Mehrfaches der Spannung beträgt, für welche es von der
Konstruktion her bestimmt ist. Beispielsweise ist das Schaltorgan 4 für eine Wechselspannung von 24 V ausgelegt, jedoch
an eine Wechselspannung von 90 V angeschlossen. Die elektromagnetische
Wirkung ist daher so groß, daß eine genau bestimmbare, geringfügige zeitliche Verzögerung auftritt, die durch
entsprechende Dimensionierung des Zeitgliedes 20 kompensiert
werden kann.
Wenn die Fadenspannung nachläßt, so wird durch das Öffnen des Λ
Steuerkontaktes 12 der Strom gezwungen, vom Pluspol 60 des G-leichstromkreises
über den Kondensator 37 und die beiden Widerstände 33 und 32 zum Minuspol 61 zu fließen. Der Widerstand
33 ist hochohmig und auch die Kapazität des Kondensators
37 ist groß, so daß der Kondensator 37 eine längere Zeit zum Aufladen benötigt. Wird innerhalb dieser Frist die normale
Fadenspannung nicht wiederhergesteilt, so daß der Kondensator
37 bis auf die durch die Zener-Diode 35 festgelegte Sperrspannung aufgeladen wird, so gelangt der Transistor 34
in seinen leitenden Zustand.
Somit fließt vom Pluspol 60 des Gleichstromkreises über die Diode 35, den Transistor 34 und den Widerstand 38 Strom zum ^|
Minuspol 61, während gleichzeitig Strom zum Leistungsschalter
50 gelangt. Über den Widerstand 52 wird somit der Thyristor
51 gezündet, so daß das Schaltorgan 5 vom AnBchlußpunkt 6 und
von d em ebenfalls mit der Wechselstromquelle in Verbindung stehenden Minuspol 61 mit Strom versorgt wird. Da der Thyristor
51 nur in jeder zweiten Halbwelle mit Strom versorgt werden kann, ist parallel zum Schaltorgan 5 eine Diode 53 angeordnet,
die ein zu rasches Abbauen des elektromagnetischen Feldes verhindert und somit für die Stabilisierung der Spannung
am Schaltorgan 5 sorgt. Das Schaltorgan 5 stellt die Speisevorrichtung 85 ab, so daß keine Fasern mehr an die
Spinnvorrichtung 8 geliefert werden.
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Das Schaltorgan 5 bleibt solange eingeschaltet, bis der Tranaistor 34 in seinen Sperrzuatand zurückgekehrt ist und
der Thyristor 51 beim nächsten Nulldurchgang des Wechselstromes gesperrt wird. Der Transistor 34 wird gesperrt, wenn der
Steuerkontakt 12 wieder bei ausreichender Fadenspannung geschlossen ist, wodurch sich der Kondensator 37 über den Steuerkontakt
12 und den Widerstand 33 entlädt und die durch die Zener-Diode 36 festgelegte Schaltgrenze des Transistors 34
unterschritten wird.
Wie die obenstehende Beschreibung zeigt, ist es mit der erfindungsgemäßen
Steuervorrichtung möglich, zeitlich unterschiedlich Schaltvorgänge auszulösen, ohne daß hierfür, außer den
beiden Steuerkontakten 11 und 12 des Fühlers 10, irgendwelche mechanisch bewegten Teile benötigt werden. Dm-Cj1 Ausbildung
der Widerstände 22 und 33 als Potentiometer oder durch Ausbildung der Kondensatoren 24 und 37 als Drehkondensatoren ist
es möglich, die Zeitkonstanten der Zeitglieder 20 und 30 zu ändern, so daß eine Anpassung an die individuellen Erfordernisse
möglich ist.
Die einzelnen Bausteine der Steuervorrichtung 1 können auch
abgewandelt werden. In Fig. 3 wird ein abgeänderter Fühler 10', ein abgeändertes Zeitglied 20' ein abgeändertes Schaltglied
21' und ein abgeänderter Leistungsschalter 48 gezeigt. Der Fühler 10' ist gegenüber dem in Fig. 2 gezeigten Fühler
10 einfacher gehalten und weist sowohl für die Impulsstufe 2
als auch für die anzugsverzögerte Zeitstufe 3 nur einen einzigen, gemeinsamen Steuerkontakt 11' auf. Dieser Steuerkontakt
ist einerseits mit dem Pluspol 60 des Gleichstromkreises und andererseits über einen Widerstand 23' mit dem Minuspol 61
sowie mit der Impulsstufe 2 und mit der Zeitstufe 3 verbunden. Somit dient der Widerstand 23' der Aufladung sowohl des
Kondensators 24 (mit Hilfe des Widerstandes 22) als auch des Kondensators 37 (mit Hilfe des Widerstandes 33).
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Unter Umständen können vom Schaltfühler 10 kurze Fadenspannungsschwankungen
registriert werden, die den Steuerkontakt II,1 oder die Steuerkontakte 11 und 12 in rascher
Folge öffnen und schließen. Bei den bisher "beschriebenen Ausführungen des Erfindungsgegenstandes würde dies ein
wiederholtes Ansprechen des Sehaltorganes 4 zur Folge haben,
was aber in der Regel vermieden werden soll. Findet diese
Steuervorrichtung im Zusammenhang mit einer Offen-End-Spinnvorrichtung
gemäß Fig. 4 Anwendung, so würde durch ein solches Vibrieren des Schaltorganes 4 mit Sicherheit
ein Fadenbruch herbeigeführt werden. Damit dieses Sehaltorgan innerhalb bestimmter Zeitgrenzen nur einmal angesprochen
werden kann, ist der Kondensator 24 deshalb über eine den Stromfluß vom Steuerkontakt 11 bzw. 11' zum Kondensator
24 sperrende Diode 28 verbunden, zu welcher ein hochohmiger Widerstand 29 parallel geschaltet ist. Bei geschlossenem Steuerkontakt 11 bzw. 11f kann sich der Kondensator
24 daher nur über den hochohmigen Widerstand 29 entladen, und ein schlagartiges Entladen dieses Kondensators 24
wird vermieden. Wird der Steuerkontakt 11 bzw. 11' kurz nach
einem ersten Öffnen ein weiteres Mal geöffnet, so hat sich der Kondensator 24 noch nicht bis unter die Schaltgrenze
des Transistors 70 entladen, so daß sich am lastschalter 40
nichts ändert.
Da der in Abhängigkeit der Sehaltgrenze des Transistors 70
der Schaltstufe 21 fließende Strom sowohl eine sehr steile Anstiegs- als auch eine verhältnismäßig steile Abstiegsflanke
aufweist, ist es nicht erforderlich, einen Schmitt-Trigger gemäß Fig. 2 für die Schaltstufe 21 vorzusehen. Gemäß Fig. 3
kann daher der zweite Transistor 71 mit dem ihm zugeordneten
Widerstand 75 entfallen. Statt des Widerstandes 73 ist eine
Diode 76 vorgesehen, welche ein Durchschalten des Transistors
70 auch nach abgefallener Spannung am Kondensator 24 durch Erhitzen verhindert.
Die Durchlaßzeit des Thyristors 41 des Lastschalters 40
wird, wie bereits erwähnt,durch die Zündzeit bestimmt, welche
209824/0837 ,
festgelegt wird durch die Zeit rom Erreichen der Durchbruchspannung
des Transistors 70 bis zur vollen Aufladung des Kondensators 24 und zusätzlich durch die Zeit, während welcher
die WechselBpannungehalbwelle mit der Durchflußrichtung des Thyristors 41 übereinstimmt. Die Zündzeit des Thyristors 41
kann bedeutend verkürzt werden, wenn die Spannungshalbwellen, welche mit der Durchflußrichtung des Thyristors übereinstimmen,
einander rascher folgen würden. Um dies zu erreichen, weist gemäß Fig. 3 der Lastschalter 48 eine aus den Dioden
44, 45, 46 und 47 bestehende Gleichrichterbrücke auf, durch
welche sämtliche Spannungshalbwellen mit der Durchflußrichtung ™ des Thyristors 41 übereinstimmen.
Sind der Thyristor 41 und das Sehaltorgan 4 an einem Drehstromnetz
angeschlossen, so kann durch eine aus sechs Dioden bestehende bekannte Gleichrichterbrücke eine weitere Erhöhung
der Schaltgenauigkeit erzielt werden. Auch die anzugsverzögerte Zeitstufe 3 kann unterschiedlich ausgebildet werden. Das
in Fig. 3 gezeigte Zeitglied 30" weist parallel zum Widerstand
33 eine Entladediode 39 auf, um eine rasche Entladung des Kondensators 37 zu ermöglichen, so daß das Zeitglied
rasch wieder voll arbeitsfähig ist. Der Kondensator kann nur über den Widerstand 33 langsam aufgeladen werden, da die Di-φ
ode 39 den Strom in der Laderichtung sperrt, wird jedoch über
den Steuerkontakt 11* oder 11 und die Entladediode 39 sehr rasch entladen.
In der beschriebenen Ausführung dient die erfindungsgemäße Steuervorrichtung 1 zum Steuern eines impulsartigen Schalt-TOrganges
und eines Langzeitschaltvorganges. Es ist jedoch durchaus möglich, mehrere Impulsstufen und/oder mehrere anzugsverzögerte
Zeitstufen jeweils parallel zueinander anzuordnen. Eine solche weitere Impulsstufe ist einerseits zwischen
dem Widerstand 23 und dem Steuerkontakt 11 mit dem Fühler 10 und andererseits mit dem Pluspol 60 des Gleichstromkreisee zu
verbinden, während in ähnlicher Weise eine weitere ansu^sverzögerte
Zeitstufe zwischen dem Widerstand 32 und dem Sieuer-
209824/0837
kontakt 12 mit dem Fühler 10 und andererseits ebenfalls mit
dem Pluspol 60 verbunden werden muß. Das Zeitglied der zusätzlichen
Impulsstufe ist abweichend vom Zeitglied 20 der Impulsstufe 2 und das Zeitglied der zusätzlichen anzugsverzögerten
Zeitstufe ist abweichend vom Zeitglied 30 der Zeitstufe
3 eingestellt, so daß die entsprechenden Schaltorgane zu verschiedenen Zeiten angesprochen werden.
Natürlich kann auch eine solche zusätzliche Impulsstufe eine
gleiche Schaltung wie das Zeitglied 20f aufweisen, so daß auch
hier eine rasche Entladung des Kondensators vermieden wird. Durch die anzugsverzögerte Zeitstufe muß auch nicht unbedingt
ein Schaltorgan direkt angesprochen werden, sondern es ist durchaus möglich, von dieser eine oder mehrere weitere Impulsstufen
2· zu steuern. Diese Impulsstufen 2f sind genauso wie die
Impulsstufe 2 aufgebaut. Daher sind einander entsprechende Teile mit den durch ein Apostroph ergänzte Bezugszeichen der Impulsstufe
2 versehen worden. So entsprechen einander? Transistor
70 und 70', Widerstand 74 und 74' etc. Gemäß i*ig. 3 ist
an das Zeitglied 30 ein weiteres Zeitglied 25 angeschlossen. Dieses weist ebenso wie das Zeitglied 20 einen Widerstand 26,
welcher in der gezeigten Ausführung als Potentiometer ausgebildet ist, und einen Kondensator 27 auf. Die eine Seite des
Kondensators 27 ist mit der Verbindungsleitung zwischen der Zener-Diode 35 und einem zusätzlichen Widerstand 36 des Zeitgliedes
30 verknüpft und die andere Seite dieses Kondensators 27 über den Widerstand 26 mit dem Pluspol 60 des G-leichstromkreises
einerseits und mit einem Schaltglied 21· andererseits
verbunden.
Solange der Transistor 34 im gesperrten Zustand ist, fließt
durch den Widerstand.36 kein Strom, so daß hier kein Spannungsabfall
entstehen kann. Somit kann auch durch den Kondensator 27 kein Strom fließen, so daß dieser im entladenen Zustand
bleibt. Schaltet jedoch der Transistor 34 durch, so fließt sowohl über den Widerstand 36 a.l s auch über den Widerstand 26
2 09 82 A /08 3 7 BAD orjgjnai.
-fr
und den Kondensator 27 ein Strom und der Kondensator wird
aufgeladen. Bei Erreichen der Durchbruohspannung des dem Kondensator 27 zugeordneten Transistors 70' wird ein Zündimpuls
erzeugt, der das dieser Impulsstufe 2' zugeordnete Schaltorgan 4' kurzzeitig einschaltet.
Statt eines Impulsgliedes kann an das Zeitglied 30 auch eine weitere anzugsverzögerte Zeitstufe 3' angeschlossen werden,
die ebenso aufgebaut ist wie die Zeitstufe 3. Das Zeitglied dieser zusätzlichen Zeitstufe wird in der gleichen Weise, wie
für das Zeitglied 25 der weiteren Impulsstufe gezeigt, an das Zeitglied 30 angeschlossen. Die zusätzliche Zeitstufe kann
beispielsweise dazu dienen, die betreffende Spinneinheit abzuschalten, wenn die Fadenspannung innerhalb einer bestimmten
Frist nach Abschalten der Speisevorrichtung 85 nicht wiederhergestellt werden kann.
Zwar wurde in den beschriebenen Ausführungen durch die verschiedenen
Impulsstufen 2, 2' und Zeitstufen 3t 3' nur jeweils
ein Schaltorgan 4, 4', 5, 5' gesteuert, doch ist es selbstverständlich möglich, durch eine dieser Stufen auch mehr
als nur jeweils ein Schaltorgan zu betätigen, falls dieses zweckmäßig sein sollte.
Die Steuervorrichtung 1 gemäß der vorliegenden Erfindung ist besonders vorteilhaft bei der Fadenbruchbehebung an Offen-End-Spinnvorrichtungen,
kann aber mit Erfolg auch bei anderen Textilmaschinen Anwendung finden, bei denen in Abhängigkeit
von Fadenspannungsänderungen zu unterschiedlichen Zeiten Schaltorgane betätigt werden sollen. So kann eine solche Vorrichtung
zur Überwachung der Fadenspannung von von Spulen, Schärbäumen u. dgl. ablaufenden Fäden Anwendung finden.
Oftmals ist es erwünscht, die Impulsstufe 2 bzw. 2' auch unabhängig
vom Fühler 10 bzw. 10' ansprechen zu können. Zu diesem
Zweck ist der Impulsstufe 2 und/oder der Impuleetufe 2'
209824/0837
eine Versorgungsleitung 63 zugeordnet, welche von einem von
Hand auszulösenden Schalter 64 {Pig. 2), mit Spannung versehen wird. Beispielsweise wird dieser Schalter 64 durch eine
Programmtrommel betätigt, welche das Einschaltprogramm der Maschine steuert und welche bei Betätigung des Maschinenhauptschalters durch diesen eingeschaltet wird. Die Versorgungsleitung
ist zu diesem Zweck auf einer Seite mit dem Minuspol 61 des Gleichstromkreises und mit der anderen Seite
zwischen der Basis des Transistors 70 bzw. 70' und dem Kondensator
24 bzw. 27 mit der Impulsstufe 2 bzw« 2f verbunden.
Die gezeigte Diode 65 und der Widerstand 66 dienen lediglich zum Schutz des Transistors 70 bzw. 70'.
Wird der Schalter 64 gesc_hlossen, so fließt vom Pluspol 60
des Gleichstromkreises über den Widerstand 22 und, falls vorgesehen, den Widerstand 72 Strom in die Versorgungsleitung
und über den Widerstand 66, die Diode 65 und den Schalter
zum Minuspol 61. Dadurch liegt die Basis des Transistors 70
bzw. 70* an Spannung und schaltet durch, so daß auch der
Thyristor 41 bzw. 41 * gezündet wird. Damit dieser Strom auch
nur impulsartig wirksam ist, ist in Serie mit dem Schalter und der Diode 65 sowie dem Widerstand 66 ein Kondensator 67
angeordnet. Somit kann nur für die Dauer der Aufladung des Kondensators 67 ein Strom fließen, und der Transistor 70 bzw.
70' schaltet somit auch nur während dieser Zeitspanne durch. Wird der Schalter 64 freigegeben, so entlädt sich der Kondensator
67 über einen durch die Freigabe des Schalters 64 in Serie zum Kondensator 67 geschalteten Widerstand 68.
Damit ein zeitlich immer gleich präzises Ansprechen der Lastschalter 40, 40·, 50 und 50' erzielt wird, genügt es
nicht, daß die elektronischen Sehaltelemente der Impulsstufe
2 und 2* und der anzugsverzögerten Zeitstufe 3 und 31
stets mit gleicher Genauigkeit arbeiten.Auch der Fühler 10
bzw. ΙΟ1 muß
209824/0837
- 2C -
stets mit der gleichen Exaktheit arbeiten. Dabei sollen nach Möglichkeit bereits durch ihn geringe FadenspannungsSchwankungen
aufgefangen werden. Zu diesem Zweck weist die Steuervorrichtung erfindungsgemäß einen als Feder ausgebildeten und unter
einer bestimmten Vorspannung an seinem einen Ende fest eingespannten Fühler auf. Ferner erstreckt sich der Fühler im
wesentlichen geradlinig. Eine solche Ausbildung des Erfindungsgegenstandes zeigt Fig. 5. Der Fadenwächter weist einen Halter
91 auf, welcher beispielsweise durch eine Schraubverbindung 90 einstellbar am Maschinengestell befestigt ist. Der Fühler 9
ist mit seinem einen Ende fest im Halter 91 eingespannt und besteht aus einem Federdraht oder Federblech. Die Vorspannung
erhält der Fühler 9 durch einen Wulst 92, auf welchem er sich abstützt. Der Halter weist auf der dem Wulst gegenüberliegenden
Seite eine den Fühler 9 überdeckende Platte 93 auf. Diese Platte 93 erstreckt sich über ein Mehrfaches des Abstandes
zwischen der Einspannstelle 94- und dem Wulst 92 und trägt an seinem freien Ende eine Kontaktschraube 95, an welcher der
Fühler 9 anliegt, solange der am freien Ende des Fühlers 9 anliegende Faden 13 eine ausreichende Fadenspannung aufweist.
Der Fühler 9 bildet zusammen mit der Kontaktschraube 95 den in Fig. 3 gezeigten Steuerkontakt 11' und ist über die Leitungen
96 und 97 mit der Impulsstufe 2 und der anzugsverzogerten Zeitstufe
3 verbunden. Da der Steuerkontakt 11' geschlossen ist, wird keiner der Kondensatoren 24 und 37 aufgeladen, so daß
keines der Schaltorgane 4- und 5 angesprochen wird. Läßt die Fadenspannung
nach, so hebt sich der Fühler 9 von der Kontaktschraube 95 ab, so daß der Steuerkontakt 11' geöffnet wird.
Vorteilhafterweise sind, wie bei den beschriebenen Ausführungen,
der Steuerkontakt 11' oder die Steuerkontakte 11 und 12 bei Vorhandensein einer ausreichenden Fadenspannung stets geschlossen.
Dadurch wird erreicht, daß die Steuervorrichtung auch bei beschädigten Steuerkontakten 11' oder 11 und 12 arbeitet und
die Abstellung der entsprechenden Spinneinheit veranlaßt.
20982A/0837
Die Vorspannung des Fühlers 9 hat die Aufgabe, ein zu rasches
Ansprechen der Steuervorrichtung 1 zu verhindern. Somit kann an Hand der Federkonstanten genau der Punkt bestimmt
werden, an welchem der Fühler 9 die Kontaktschraube 95 berührt
und der Steuerkontakt 11' geschlossen wird. Da'der Fühler 9 nur eine sehr geringe Masse hat, arbeitet er praktisch
trägheitslos. Da er ferner ohne Zuhilfenahme von Magneten arbeitet, reagiert er auch stets mit der gleichen Geschwindigkeit
.
Eine ähnliche Ausführung wie Fig. 5 zeigt Fig. 6. Der Fühler setzt sich hierbei aus einem Federblech 1GO, das ein seitliches
Schwingen des Fühlers verhindert, und einem mit diesem verlöteten Federdraht 101 zum Abtasten des Fadens 13 zusammen.
Das Federblech 100 und ein Teil des Federstiftes 101 befinden sich in einem Gehäuse 102, dessen Enden verschlossen
sind. Das dem abzutastenden Faden 13 zugewandte Ende des Gehäuses 102 weist einen Schlitz 103 auf, in welchem sich
der Federstift 101 bewegen kann. Das Federblech 100 ist in dem dem abzutastenden Faden 13 abgewandten Boden 104 des Gehäuses 102 fest eingespannt. In diesem Boden 104 ist ein weiteres
Federblech 106 eingespannt, dessen Vorspannung durch eine seitlich auf das Federblech 106 einwirkende Stellschraube
105 eingestellt werden kann. Somit kann durch bloßes Verdrehen der Stellschraube 105 die Vorspannung des Federbleches
106 und somit die Ansprechempfindlichkeit der Steuervorrichtung 1 eingestellt werden.
Die Federbleche 100 und 106 bilden zusammen den Steuerkontakt 11' und sind durch die Leitungen 96 und 97 mit der Impulsstufe
2 und der Zeitstufe 3 verbunden. Um ein Nachschwingen des Fühlers bei Nachlassen der Fadenspannung zu verhindern,
ist dem Fühler ein Dämpfer 107 zugeordnet. Dieser befindet sich auf der der Stellschraube 105 gegenüberliegenden Seite
des Gehäuses 102. In der gezeigten Ausführung wird der Dämpfer 107 durch einen elastischen Einsatz, z.B. aus Gummi,
209824/0837 ./.
im Schlitz 103 des Gehäuses gebildet.
Zur Erhöhung der Schaltgenauigkeit wird der Faden 13 vor und nach seinem Passieren des Fühlers durch je einen Führungssattel
108 geführt.
Die in Fig. 7 gezeigte Ausführung ist der in ^ig. 6 dargestellten
Ausführung sehr ähnlich. Statt eines als Kontakt dienenden Federbleches 106 ist hier jedoch wiederum eine
Kontaktschraube 95 vorgesehen, gegenüber welcher sich eine Schraube 109 mit einem Dämpfer 110 befindet. Auf der gleichen
Seite wie der Dämpfer 110, jedoch in Nähe des Bodens 104, befindet sich eine Stellschraube 105 zur justierung der Vorspannung
des Fühlers 100, 101. Auch hier sind zur Führung des Fadens 13 wiederum zwei Führungssattel 108 vorgesehen, welche
bei dieser Ausführung jedoch mit dem Gehäuse 102 verbunden sind.
Um auch im Fadenwächter einen mechanischen Schaltkontakt zu vermeiden, ist der Fühler der Ausführung gemäß Fig. 8 als
zweiarmiger Hebel 111 ausgebildet, der an seinem dem abzutastenden
Faden 13 abgewandten Ende einen Permanentmagneten 112 trägt. Der Hebel 111 ist um eine sich quer durch das Gehäuse
102 erstreckende Achse 113 drehbar. Dem Permanentmagneten
112 zugeordnet ist ein mit dem Gehäuse 102 verbundener und zwischen den Leitungen 96 und 97 angeordneter näherungsschalter
114. Dieser Näherungsschalter 114 ist im geschlossenen
Zustand, so lange sich der Permanentmagnet 112 in seiner
unmittelbaren Nähe befindet. Wird der Permanentmagnet 112 bei Nachlassen der Fadenspannung vom Näherungsschalter 114 weggeschwenkt,
so öffnet sich dieser und verursacht somit die Aufladung der Kondensatoren 24 und 37.
Zur Einstellung der Ansprechgenauigkeit des Fadenwächters können Mittel zur relativen Verstellung des Permanentmagneten
112 und des Näherungsschalters 114 vorgesehen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Näherungsschalter 114 in Bezug
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auf den Permanentmagneten 112 oder letzterer, beispielsweise durch. Lagerung auf einer verstellbaren, exzentrisch gelagerten
Achse 113, in Bezug auf den Näherungsschalter 114, verstellt wird. ·
Auch hier sind wiederum Führungssättel zur Führung des Fadens
1.5 im Bereich des Fühlers vorgesehen. Die Führungssättel sind jedoch bei dieser Ausführung als im Gehäuse 102
vorgesehene U-förmige Ausnehmungen 115 ausgebildet.
Sollen zwei Steuerkontakte 11 und 12 gemäß Fig. 2 vorgesehen sein, so werden zwei Näherungssehalter vorgesehen, zwischen "
denen sich der Permanentmagnet 112 bewegen kann. Somit betätigt der Permanentmagnet 112 bei seinen Schwenkbewegungen
stets beide Steuerkontakte, wobei durch entsprechend versetzte Anordnung dieser Näherungsschalter unterschiedliche
Auslösezeiten erzielt werden können.
Statt eines Näherungsschalters 114 kann auch ein anderer berührungslos
arbeitender Schalter vorgesehen werden, der beispielsweise pneumatisch oder optisch oder in ähnlicher
Weise kontaktlos gesteuert wird.
Wie die vorstehende Beschreibung zeigt, sind vielfältige A
Abwandlungen des Erfindungsgegenstandes im Rahmen des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens möglich. Wesentlich
ist dabei nur, daß die Steuervorrichtung keine Uhsicherheitsfaktoren
durch mechanische Trägheit und Störanfälligkeit aufweist. Biese werden bei der vorliegenden Erfindung durch
Anwendung elektronischer Schaltelemente und eines praktisch
trägheitslos arbeitenden Fühlers vermieden.
20 9 8 24/0837
Claims (14)
1. Steuervorrichtung für Textilmaschinen zum zeitlich unterschiedlichen
Auslösen mehrerer Schaltorgane in Abhängigkeit einer Fadenspannungsänderung, gekennzeichnet durch eine
Impulsstufe (2) zur Steuerung eines ersten Schaltorganes (4) und eine anzugsverzögerte Zeitstufe (3) zur Steuerung
eines zweiten Schaltorganes (5)·
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsstufe (2) einen Kondensator (24»27) aufweist,
welchem eine den Stromfluß in Entladerichtung sperrende Diode (28) und parallel zu dieser ein hochohmiger Entladewiderstand
(29) zugeordnet ist.
3. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die anzugsverzögerte Zeitstufe (3) einen Kondensator (37) aufweist, welchem eine den Stromfluß in Laderichtung
sperrende Diode (39) und parallel zu dieser ein hochohmiger Ladewiderstand (33) zugeordnet ist.
™ 4. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß mit der anzugsverzögerten Zeitstufe (3) eine Impulsstufe (21) zur Steuerung eines weiteren Schaltorganes
(41) verbunden ist.
5. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß mit der anzugsverzögerten Zeitstufe (3) eine weitere anzugsverzögerte ^eitstufe (31) zur Steuerung eines
weiteren Schaltorganes (V) verbunden ist.
6. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Impulsstufe (2) eine von einem von
209824/0837
ft
Hand auslösbaren Schalter (64) mit Spannung versehbare
Versorgungsleitung (63) zugeordnet ist, welche zwischen der Basis eines Transistors (70) und einem Kondensator (24) mit
der Impulsstufe (2) verknüpft ist.
7. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Versorgungsleitung (63) ein Kondensator (67) angeordnet ist, der durch den Schalter (64) wahlweise
mit dem Minuspol (61) eines Grleichstromkreises verbindbar
ist, wobei der Schalter bei Freigabe den Kondensator (67) mit einem mit einem Widerstand (68) versehenen Entladekreis
(69) verbindet»
8. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, gekennzeichnet
durch einen als Feder ausgebildeten, sich im wesentlichen geradlinig erstreckenden Fühler (9J100,101), welcher
unter einer bestimmten Vorspannung an seinem einen Ende fest eingespannt ist.
9. Steuervorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem Fühler (100,101) eine seitlich auf ihn einwirkende
Stellschraube (105) zugeordnet ist.
10. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der mit dem Fühler (100,101) zusammenarbeitende Kontakt (95,105) auf einer Längsseite des Fühlers
(100,101) angeordnet und dem Fühler (100,101) ein auf der anderen Längsseite des Fühlers (100) angeordneter Dämpfer
(107,110) zugeordnet ist.
11. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7» gekennzeichnet
durch einen berührungslos arbeitenden Steuerkontakt (112,114).
12. Steuervorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerkontakt als Näherungsschalter (114) ausgebildet
ist ·
209824/0837
...;■■. BAD ORIGINAL. ./,
13. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der mit dem Faden (13) in Berührung stehende Teil (9, 101, 111) des Fühlers (9j100,101 j 111) zwischen
zwei Führungssätteln (108, 115) angeordnet ist.
14. Steuervorrichtung nach Anspruch 13» dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungssättel (108, 115) starr an einem den Steuerkontakt (1OO,1O6j1OO,95;112,114) umgebenden Gehäuse (102)
befestigt sind.
209824/0837
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