DE2056039B - Hilfsvorrichtung zur vollständigen Entleerung und Desodorierung von Mullge fäßen od dgl - Google Patents
Hilfsvorrichtung zur vollständigen Entleerung und Desodorierung von Mullge fäßen od dglInfo
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Description
Das Hauplpatent 1 186 396 bezieht sich auf eine
Hilfsvorrichtung zur vollständigen Entleerung von Müllgefäßen od. dgl., die beim Einkippen der (Jef'aße
in die Sammelbehälter selbsttätig zur Wirkung kommt, wobei diese Vorrichtung in Form einer oder
mehrerer am Boden oder am Mantel der Müllgefäße angeordneter Düsen ausgebildet ist, denen am finde
des Einkippvorganges Druckmittel zugeleitet wird, das den an den Wänden klebenden Müll abreißt und
forlspUH, wobei gleichzeitig das Auskippen des Inhaltes
beschleunigt wird. Es ist gleichfalls eine Vorrichtung vorgesehen, durch die AusspfitzdUsen automatisch
mit der Druckmiltelquelle verbunden werden können, wenn das Müllgefäß von der Anliebevorrichtung
mitgenommen wird, durch die auch wieder die Abstellung erfolgt.
Obgleich diese Vorrichtung durchaus voll ziifriedenstellend
arbeitet, so hat sich dennoch herausgestellt, daß, obgleich alle Küchenabfälle und Kehrichtbestandteile
von den Wänden des Müllgefäßes entfernt werden, sich selbst in diesem Falle, besonders
im Sommer, eine Gährung bildet, durch die nach
ίο einer gewissen Zeit und je nach der Art des Abfalls
unangenehme Geruchsstoffe freigesetzt werden.
In der Zeitschrift »The American City«, Mai 1950. S. 19, ist bereits ein Müllwagen beschrieben worden,
bei dem ein Luftdruckbehälter vorgesehen ist, durch ül.i übliche von Hand betätigte Sprühvorrichtungen
betrieben werden können, die an dem hinteren Ende des Müllwagens angebracht sind und je nach Wahl
automatisch oder nur nach Betätigung ein Desinfektionsmittel oder Schädlingsbekämpfungsmittel, wie
etwa DDT gegen Fliegen, versprühen.
Durch das deutsche Gebrauchsmuster 1 764 969 ist gleichfalls eine Vorrichtung zum Ausspritzen der
entleerten Mülltonnen an einem Müllwagen bekanntgeworden. Gemäß dieser Vorrichtung wird an dem
hinteren Ende eines Müllwagens eine vVasscrspritzdüse vorgesehen, die nach schräg eben und hinten
einen Wasserstrahl in eine entleerte Mülltonne einspritzt, wenn sich diese im geleerten und im kopfüber
nach vorne abwärts geneigten Zustand in der Mülltonnenanhebevorrichtung des Müllwagens befindet.
Es ist auch bereits bekannt, mit einer derartigen Sprühvorrichtung Desinfektionsmittel in eine
Mülltonne einzusprühen. Eine derartige Vorrichtung weist jedoch den Nachteil auf, daß hiermit nur eine
unzureichende Ausspülung einer Mülltonne sowie eine unzureichende Desinfektion und Desodorierung
der Mülltonne möglich ist.
Die vorliegende Anmeldung t <» sich deshalb zum Ziel gesetzt, eine Vorrichtung anzugeben, mit dereine
«ο Mülltonne desinfiziert und die Entstehung lästiger
Geruchsstoffe wirksam verhindert werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird die eingangs erwähnte Hilfsvorrichtung dahin gehend weiter entwickelt,
daß in die Druckmittclzuleitung, die Hie
Düse oder die Düsen speist, ein Zerstäuber eingebaut wird, durch den in die Zuleitung ein desinfizierendes
und/oder desodorierendes Mittel eingesprüht werden kann.
Auf diese Weise werden durch die ausgeblasene Luft gleichzeitig Küchenabfall und Kehricht, die an
den Wänden anhaften, abgerissen und ausgespült, und
es wird ein desinfizierendes und oder desodorierendes Mittel mitgefühlt, das auf diese Weise den ganzen
Innenraum des Müllgefäßes wirksam überzieht iind reinigt.
Gemäß einer vorzugsweise Au^führungsfnrm der
Erfindung ist der Zerstäuber in dem PreßlnftKitungssystem
in Reihe geschaltet, wooci die St »ng für
das öffnen und Schließen der Luftzufuhr I . die Ein·
spritzdüse oder die Einspritzdüsen in diesem Falle möglichst nahe an der Düse vorgesehen wird, um den
Druckabfall der Druckluft zu kompensieren, der beim Durchströmen der wesentlich verringerten Querschnitte
des Leitungsdurchgaßigcs des Zerstäubers auftritt.
Das öffnen und Schließen der Luftzufuhrleitung für die Ausblasdüse erfolpt zweckmäßig durch ein
Elektroventil, das an dem Arnt der Anhebevorrich-
tang für das Müllgefiiß angebracht oder an dem hinteren
Ende des Fahrzeuges befestigt ist, wobei dieses rUekiroventil mit Hilfe zweckmäßiger Einrichtungen
Hesieuert werden kann, wie etwa durch einen Mikroichalier,
eine magnetische Ansprechvorrichtung, eine foioelektrische Zelle od. dgl.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Zerstäuber in einer
Zweigleitung oder einem Nebenschluß des Leitungssystems angeordnet, wobei in dieser Zweigleitung ein
Hahn vorgesehen ist, durch den der Zerstäuber abgeschaltet weiden kann.
Im folgenden soll die Erfindung näher an Hand von in der Zeichnung dargestellten vorzugsweisen
Ausführungsbeispielen erläutert werden. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 in einer perspektivischen Ansicht eine Müllgefäßentleerungsvorrichtung, die mit einem in
einer Zweigleitung liegenden Zerstäuber ausgestattet ist.
F i g. 2 eine der F i g. I entsprechende Ansicht, in
der ein Zerstäuber dargestellt ist, der in dem Zuleitungssystem für die Preßluft in Reihe geschaltet
ist.
Fig.? und 4 elektrische Schaltungen für den Fall,
daß die Steuerung des Elektroventils durch eine fotoelektrische Zelle bzw. durch eine magnetische Feststellvorrichtung
erfolgt.
Die F i g. 1 und 2 zeigen eine Vorrichtung, wobei das Müllgefäß 2, das mit einem Ausblassystem ausgestattet
ist, wie es in dem genannten Hauptpatec« besehrieben ist, in der Entleerungsstellung dargestellt
ist.
■ ,
einem
Druck in die ein. wnbci
SrSS
änrekdon oder Desodorierung durch das ge-Mittd
erzielt, das durch diese Preßluf, mit-
r. · V'm in tier Fin 2 dargestellten Ausführungs-Bei
dem in der bg^ b zu den , d_
beisp.el .st der Zerstäuber 5 ^^ ^ ^ ^
PrXf dufch d "'einen verringerten Durchgangs-Schnitt
aufweisenden Durchgangsatechniuc ,m
Inn en is Zerstäubers fließen, wodurch »cn eine
inneren jcs z- vorbestimmt >n Druckes an der
SSe'KSn^m^eS Druckabfall zu kornnen-Seren
ist ein Elektroventil 16, durch das ehe Druck-SSuLgespe^^rf^gegeben^sonahW,
ao
sie:u isi.
Hei der in der Zeichnung dargestellten Ausführunesform
weist das Zuleitungssystem für die Preßluft im wesentlichen einen Zulauf 3, ein Ventil 4,
dessen Öffnunj;sstellung und Schließstellung durch
einen Nocken 5 gesteuert werden, und eine Ausgangsleitung 6 auf, d e durch die Leitung 7 verlängert ist.
Zwischen dir Ausgangsleitung 6 und die Leitung ist ein Zerstäuber 8 zwischengeschaltet.
Bei der in der F i g. 1 dargestellten Ausführungsform
ist dieser Zerstäuber in einer Zweigleitung angeordnet, in der strümungsobcrhalb dieses Zerstäubers
ein Hahn 10 vorgesehen ist, durch den der Zerstäuber abgeschaltet bzw. aus dem System ausgeschaltet
werden kann Dieser Zerstäuber wird mit einem Desinfektionsnnttel oder einem Desodorant
von einem Vorratsbehälter 12 aus gespeist, der über dem Zers.äuber angeordnet ist.
Diese Vorrichtung arbeitet bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel in der folgenden Weist:
Die Preßluft gelangt durch die Leitung 3 bis zu dem Ventil 4. das normalerweise geschlossen ist. Um
das Müllpcfäß 2 zu entleeren, wird dieses umgestülpt,
wobei durch den Not ken 5 das Ventil 4 geöffnet wird.
In diesem Augenblick gelangt die Preßluft in die
Leitung 6, die sie in der durch den Pfeil 13 in F i g. angedeuteten Richtung durchströmt. Ein Teil dieser
SSSitSi wöbe, d^e von der einen oder der anderen
Vo richtung erhaltenen Informationen auf SL V?«Skerg19 gegeben werden durch den eine
öffnung des Elektroventils 16 bewirkt wird. « η dfrι Fig. 3 und 4 sind schematich die elek-.ln aen rif
für die Feststellvorrichtungen
ft,f,' UV8eerstärUkrerdi9 und das Elektrcncntil
16 ttr die Fälle dargestellt, daß die Feststellung der
ng des Müllgefäßes mit Hilfe einer totoelektn-ZeSe
bzw. einer magnetischen Feststellvomch-
tUnV8orzulfweise weist der Zerstäuber 15 eine Vorrichtung
auf, mit deren Hilfe die Abgabe des Inekt önsmitte s und des Desodorants proportional
« zu dem Verbrauch an Preßluft geregelt werden kann
EsToIl noch bemerkt werden, daß das zerstaubte Mittel in verhältnismäßig geringen Mengen abgegeben
wird woraus sich ein geringer Verbrauch an diescm
Sei ergibt, und weshalb ein Vorratsbehälter
50 12 verwandt herden kann, dessen Abmessungen
nicht übermäßig groß sind.
übrigens kann! wenn das Fassungsvermögen des
Zerstäuberkörpers ausreichend groß genug ist. der Vorratsbehälter 12 weggelassen werden.
„ Mit Hilfe des in dem Körper des Zerstäubers en halk
cn kcservevnrrats des Desinfektionsmittels
ode des Deodorants kam in der Tat in den meisten
Sien emc solche Zahl von Müllgefäßen oder anderen Gefäßen desinfiziert werden, deß es überflüssig
fto w"rd, einen zusätzlichen Vorratsbehälter vorzusehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Hilfsvorrichtung zur vollständigen Entleerung von Müllgefäßen od. dgl., die beim Einkippen
der Gefäße in die Sammelbehälter selbsttätig zur Wirkung kommt und die in Form einer
pder mehrerer am Boden oder am Mantel der Müllgefäße angeordneter Düsen ausgebildet ist,
denen am Ende des Einkippvorganges Druckmittel zugeleitet wird, das den an den Wänden
klebenden Müll abreißt und fortspült, wobei gleichzeitig das Auskippen des Inhalts beschleunigt
wird, nach Patent 1 186 396, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Druckmittelzuleitung (3, 6, 7), die die Düse oder die Düsen (14) speise, ein Zerstäuber (8, 15) eingebaut ist, durch
den in die Zuleitung ein desinfizierendes und/ oder desodorierendes Mittel einsprühbar isi.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zerstäuber (15) in der
Preßluftzuleitung (3, 7) in Reihe angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zerstäuber in einer Nebenleitung
oder Zweigleitung (9) der Zuleitung angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuervorrichtung für das Öffnen und Sperren der Zufuhr von Preßluft zu
der Düse (14) »o nah wie möglich bei der Düse (14) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn/.e chnet, daß das OH' en und Schließen
der Zufuhr von Preßluft zu der Düse mit Hilfe eines Elektroventils (16) erfolgt, das an
dem Arm der Anhehevorrichtung für das Müllgefäß
angebracht ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Elektroventil
durch eine fotoelektrische Zelle (17) gesteuert wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5. dadurch gekennzeichnet, daß das Elektroventil
durch eine magnetische Feststellvorrichtung (18) gesteuert wird.
R. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Zweigleitung ein Hahn (10) vorgesehen ist. durch den der Zerstäuber
ausschaltbar ist.
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4216347A1 (de) * | 1992-05-16 | 1993-05-19 | Schoerling Waggonbau | Fahrzeug mit einer vorrichtung zur reinigung von gefaessen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4216347A1 (de) * | 1992-05-16 | 1993-05-19 | Schoerling Waggonbau | Fahrzeug mit einer vorrichtung zur reinigung von gefaessen |
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