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DE2055620A1 - Verfahren zur Herstellung von 4,4-Diamino-dicyclohexyl-alkanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4,4-Diamino-dicyclohexyl-alkanen

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Publication number
DE2055620A1
DE2055620A1 DE19702055620 DE2055620A DE2055620A1 DE 2055620 A1 DE2055620 A1 DE 2055620A1 DE 19702055620 DE19702055620 DE 19702055620 DE 2055620 A DE2055620 A DE 2055620A DE 2055620 A1 DE2055620 A1 DE 2055620A1
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DE
Germany
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percent
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diamino
ammonia
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DE19702055620
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DE2055620C3 (de
DE2055620B2 (de
Inventor
Herwig Dr. 6710 Frankenthal; Voges Dieter Dr. 6800 Mannheim; Adam Karl Dr. 6700 Ludwigshafen Hoffmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG
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Priority to GB52453/71*2A priority patent/GB1359880A/en
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Publication of DE2055620B2 publication Critical patent/DE2055620B2/de
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2601/00Systems containing only non-condensed rings
    • C07C2601/12Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
    • C07C2601/14The ring being saturated

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

Badische Anilin- & Soda-Pabrik AG 2055620
Unser Zeichen: O.Z. 27 l6l Ste/Wil 67OO Ludwigshafen, 10.11.1970
Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diamino-dicyclohexyl-alkanen
Gegenstand der Erfindung ist] ein Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diamino-dicyclohexyl-alkanen durch Umsetzung von 4,4'-Dihydroxy-dieyclohexyl-alkanen mit Ammoniak in Gegenwart von Hydrierkatalysatoren.
Aus der deutschen Patentschrift 1 272 919 ist es bekannt, daß man 4,4'-Diamino-dicyelohexyl-alkane durch Umsetzen von 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexyl-alkanen mit Ammoniak in Gegenwart * von Hydrierkatalysatoren erhält, welche 90 bis 99 Gewichtsprozent Kobalt, 1 bis 10 Gewichtsprozent Mangan und 0,5 bis 10 Gewichtsprozent Phosphorsäure enthalten. Die nach diesem Verfahren erhaltenen 4,4'-Diamino-dicyclohexyl-alkane erfüllen jedoch nicht in allen Fällen die Reinheitsanforderungen, die an 4,4'-Diamino-dlcyclo-alkane bei ihrer Verwendung für die Herstellung von Polyamiden gestellt werden. Außerdem befriedigen die Ausbeuten, die gemäß dem Verfahren der deutschen Patentschrift erhalten werden, nicht voll. Ferner ist die Lebensdauer der verwendeten Katalysatoren nicht genügend, so daß das Verfahren der deutschen Patentschrift 1 272 919 für eine kontinuierliche Arbeitswelse nur wenig geeignet ist. i
Es wurde nun gefunden, daß sich 4,4'-Diamino-dicyclohexyl-alkane durch Umsetzen von 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexyl-alkanen mit Ammoniak in Gegenwart von Wasserstoff und Hydrierkatalysatoren mit einem Gehalt an Kobalt bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck in flüssiger Phase vorteilhaft herstellen lassen, wenn man als Hydrierkatalysator einen Kobalt, Kupfer und gegebenenfalls Nickel und/oder Mangan und/oder Chrom enthaltenden Trägerkatalysator verwendet. Es kann von Vorteil sein, einen Hydrierkatalysator zu verwenden, der zusätzlich einen Gehalt an einer anorganischen Polysäure und/oder der der Polysäure zugrundeliegenden anorganischen Säure aufweist. Mit besonderem Vorteil wird ein Trägerkatalysator mit Aluminiumoxid als Trägermaterial
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Nach dem neuen Verfahren ist es möglich, 4,4'-Diamino-dicyclohexyl-alkane in einer Ausbeute von 97 % der Theorie und in einer Reinheit von 99*9 % herzustellen. Die gemäß dem neuen Verfahren zu verwendenden Katalysatoren zeichnen sich durch eine hohe Lebensdauer aus und sind daher für eine kontinuierliche Arbeitsweise hervorragend geeignet.
Als Ausgangsmaterial bevorzugte 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexylalkane haben die Formel
HO-(HN-R-(H)-OH ,
in der R einen Alkylen- oder einen Alkylidenrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bezeichnet, beispielsweise den Methylen-, Äthyliden-, Propyliden-, Isopropyliden-, Butyliden-, Isobutyliden-, Pentyliden-, Isopentyliden-, Cyclohexylidenrest. Die Ausgangsstoffe und dementsprechend die Endprodukte können im Cyclohexylrest noch inerte Substituenten, wie niedere Alkylgruppen oder niedere Alkoxygruppen, beispielsweise Jeweils mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen, enthalten. Geeignete Verbindungen sind beispielsweise 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexyl-methan, 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexyl-propan-tl,3)* 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexyl-butan-(1,4), 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexylpropan-(2,2), 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexyl-butan-(l,1), 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexyl-cyclohexan-(l,l), 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexyl-pentan-(1,5), 4,4'-Dihydroxy-3,3-dimethyldicyclohexylisopropan-(2,2). Besondere technische Bedeutung hat das 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexyl-propan-(2,2).
Im allgemeinen setzt man 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexyl-alkane und Ammoniak im Molverhältnis von 1 : 2 bis 1 : 50, vorzugsweise 1 : 3 bis 1 : 12, ein. Es ist zwar auch ein höherer Ammoniaküberschuß möglich, jedoch bringt ein über das Molverhältnis von 1 : 50 hinausgehender Ammoniaküberschuß im allgmeinen keine Vorteile. Die Umsetzung wird in Gegenwart von Wasserstoff durchgeführt, wobei man vorteilhaft einen Wasserstoff-Partialdruck von 5 bis 350 at, vorzugsweise von 10 bis 250 at, anwendet.. Der Gesamtreaktionsdruck beträgt in der Regel 60 bis 400, vorzugsweise 80 bis 350 at. Man wendet im allgemeinen Reaktionstemper*-
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türen zwischen 120 und 25O°C, vorzugsweise I50 bis 2200C, insbesondere 150 bis 2000C, an.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Trägerkatalysatoren enthalten im allgemeinen 1 bis 30 Gewichtsprozent, vorzugsweise 5 bis 20 Gewichtsprozent, Kobalt, 0,3 bis 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise 1 bis 5 Gewichtsprozent Kupfer und gegebenenfalls 3 bis Gewichtsprozent j vorzugsweise 1 bis 15 Gewichtsprozent, Nickel und/oder 0,1 bis 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,3 bis 2 Gewichtsprozent, Mangan, und/oder 0,1 bis 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,3 bis 2 Gewichtsprozent, Chrom, jeweils bezogen auf den Gesamtkatalysator. Häufig ist es von Vorteil, einen Hydrierkatalysator zu verwenden, der einen Gehalt an einer anorganischen Polysäure und/oder der der Polysäure zugrundeliegenden anorganischen Säure aufweist. Solche anorganischen Säuren, die beim Erhitzen in Polysäuren übergehen können, sind beispielsweise Borsäure, Molybdänsäure, Titansäure, Vanadinsäure, Wolframsäure oder Phosphorsäure. Mit besonderem Vorteil wird ein Zusatz an Phosphorsäure verwendet. Im allgemeinen beträgt der Gehalt an anorganischer Polysäure und/oder der der Polysäure zugrundeliegenden anorganischen Säure 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,3 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf den fertigen, reduzierten Gesamtkatalysator. Der angegebene Gehalt bezieht sich auf den analytisch ermittelten Gehalt an anorganischer Polysäure bzw. der der Polysäure zugrundeliegenden anorganischen Säure, er sagt jedoch nichts aus über den Bindungszustand der Säuren im Katalysator. Es ist durchaus möglich, daß die Säuren im Katalysator nicht als freie Säuren, sondern ganz oder teilweise in Form von Metallsalzen vorliegen.
Als Trägermaterialien werden beispielsweise Fullererde, Kieselsäurestränge, Kieselgel, Aluminiumoxid, Aluminiumhydroxid oder Aluminiumsilikate verwendet. Mit besonderem Vorteil wird Aluminiumoxid als Trägermaterial angewendet. Die Katalysatoren werden beispielsweise hergestellt, indem man vorgeformtes Trägermaterial mit einer Lösung der Metallsalze und gegebenenfalls der anorganischen Säure tränkt, wobei der Tränkvorgang auch mehrfach, beispielsweise zwei- bis dreimal ausgeführt werden kann. Der getränkte Katalysator wird dann anschließend zweck-
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mäßig erhitzt, beispielsweise auf Temperaturen von 200 bis 900 C und vor der Anwendung in Gegenwart von Wasserstoff reduziert. Es ist auch möglich, einen Teil der Lösung der Metallsalze und gegebenenfalls der anorganischen Säure durch Tränken auf das vorgeformte Trägermaterial aufzubringen und den Rest der Lösung auf den anschließend erhitzten Katalysator aufzuspritzen. Bei der Tränkmethode geht man vorteilhaft von einer Lösung der Metallnitrate aus. Es ist jedoch auch möglich, den Hydrierkatalysator durch Fällen der Metallsalze auf ein Trägermaterial und nachträgliches Verformen der erhaltenen Mischung herzustellen. Zur Fällung der Metallsalze wird zweckmäßig Natriumcarbonat oder Natriumhydroxid verwendet. Es ist jedoch auch möglich, andere basische Mittel, wie Ammoniumcarbonat, P für die Fällung einzusetzen. Die gefällten Katalysatoren werden zweckmäßig neutral gewaschen und getrocknet und durch Erhitzen carbonatfrei gemacht. Die oxidische Masse wird dann zweckmäßig zu Formkörpern, beispielsweise Pillen oder Strängen, gepreßt und bei erhöhter Temperatur, beispielsweise bei Temperaturen von 300 bis 9000C, erhitzt und dann vor ihrer Verwendung mit Wasserstoff bei Temperaturen von im allgemeinen 220 bis 3000C reduziert.
Man kann die Umsetzung in Gegenwart und auch in Abwesenheit von Lösungsmitteln durchführen. Als Lösungsmittel kommen inerte Flüssigkeiten, z. B. N-Methylpyrrolidon, flüssiges Ammoniak, ^ Methyl-d imethylcyclohexan, Cyclohexan, cyclische Äther, wie Tetrahydrofuran, Dioxan, in Betracht. Mit besonderem Vorteil wird der jeweilige Ausgangsstoff in Verdünnung mit dem entsprechenden Endprodukt eingesetzt.
Bei der Verwendung eines Lösungsmittels bzw. des Endproduktes als Verdünnungsmittel beträgt im allgemeinen das Verhältnis von Ausgangsprodukt zu Endprodukt bzw. Lösungsmittel 1 : 0,5 bis 1 : 10, vorzugsweise 1 : 1 bis 1:4. Überraschenderweise kann es vorteilhaft sein, die Umsetzung in Gegenwart oder Abwesenheit von einem organischen Lösungsmittel unter Zugabe von Wasser, zweckmäßig in Mengen von 1 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf den Ausgangsstoff, durchzuführen. In der Regel wird bei der Wasserzugabe die Lebensdauer der Katalysatoren erhöht. Beim Arbeiten ohne jedes Verdünnungsmittel wird zweckmäßig
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eine Schmelze des Ausgangsstoffes zusammen mit flüssigem Ammoniak in den Reaktor eindosiert..
Das Verfahren kann diskontinuierlich und kontinuierlich durchgeführt werden. Wegen der hohen Lebensdauer der Katalysatoren ist das Verfahren insbesondere für die kontinuierliche Arbeitsweise geeignet. Die kontinuierliche Reaktionsweise wird beispielsweise in der Weise ausgeführt, daß man dem Kopf eines senkrecht stehenden Hochdruckreaktionsrohres, das mit dem reduzierten Katalysator gefüllt ist, ein Gemisch aus Ausgangsstoff, Ammoniak und Wasserstoff zuführt. Bei diesem sogenannten Rieselverfahren werden zweckmäßig der vom Austrag abgetrennte Wasserstoff und zum Teil das abgetrennte Ammoniak erneut für die umsetzung verwendet. Das Verfahren kann aber auch in der Weise ausgeführt werden, daß das 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexyl-alkan Ammoniak und Wasserstoff in der sogenannten Sumpffahrweise von unten in den Reaktor eingepreßt werden.
Die günstigste Verweilzeit läßt sich bei gegebenen Reaktionsbedingungen, wie Temperatur, Druck und Ammoniakverhältnis leicht durch Vorversuche ermitteln. Um kurze Verweilzeiten zu erhalten, wird man den Reaktor möglichst hoch mit Reaktionsflüssigkeit belasten. Vorteilhaft beträgt das je Stunde durchgeführte Flüssigkeitsvolumen das 0,5-bis 6-fache des Katalysatorvolumens.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen 4,4'-Diaminodicyclohexyl-alkane eignen sich aufgrund ihrer hohen Reinheit insbesondere zur Herstellung von Polyamiden. Ferner sind die 4,4'-Diamino-dicyclohexyl-alkane, insbesondere die trans,transisomeren, für die Herstellung von Fasern geeignet.
Beispiel 1
In einen Reaktor von 115 mm Durchmesser und 5200 mm Länge werden 50 Teile Katalysator mit einem Gehalt von 18 Gewichtsprozent Kobalt, 2,5 Gewichtsprozent Kupfer, 0,7 Gewichtsprozent Mangan, 0,5 Gewichtsprozent Phosphorsäure (berechnet als P2°5^ "auf Aluminiumoxid als Trägermaterial eingefüllt. Nach der Reduktion mit Wasserstoff bei 280°C werden am Kopf des Reaktors
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stündlich l44O Teile 2,2-Bis-(4-hydroxycyclohexyl)-propan und J)OOQ Teile Ammoniak zugefügt. Der Reaktionsdruck beträgt 300 at und die Reaktionstemperatur ist 1700C. Nach dem Abziehen des Ammoniaks aus dem Reaktionsaustrag erhält man 1428 Teile Reaktionsprodukt, bei dessen Rohdestillation ein Rückstand von 30 Teilen hinterbleibt. Das Rohdestillat weist einen Gehalt von 1,1 % 2-Cyclohexyl-2-(4-aminocyclohexyl)-propan-(2,2) und. einen Gehalt an 4,4'-Diamino-cyclohexyl-propan-(2,2) von 98,9 %, entsprechend einer Ausbeute von 97,1 ^,auf. Die Reindestillation ergibt ein 4,4'-Diamino-cyclohexyl-propan-(2,2) mit einer gaschromatographisch ermittelten Reinheit von 99,9 %. Das Reindestillat ist eine farblose viskose Flüssigkeit, die bei 540C ^ kristallin erstarrt und einen Erweichungspunkt von 54 bis 700C aufweist. Das Reinprodukt weist die folgenden Isomerenverteilung auf:
6j5i2 % trans, trans-Isomeres,
27s6 % cis^rans-Isomeres,
9,2 % ciSjCis-Isomeres.
Verwendet man einen Katalysator, der anstelle von Mangan die gleiche Menge Chrom enthält, dann erhält man gleich gute Ergebnisse.
Der verwendete Katalysator wurde wie folgt hergestellt: Die Aluminiumoxidstränge werden mit der Mischung der wässerigen ψ Metallsalzlösungen, der die Phosphorsäure bereits zugesetzt ist, zweimal getränkt, der Rest der Metallsalzlösung in der Wärme aufgespritzt. Nach dem Trocknen wird der Katalysator bei 80O0C getempert. Der Katalysator hat eine Laufzeit bis zu einem Jahr.
Führt man dagegen die Umsetzung gemäß Beispiel 1 der deutschen Patentschrift 1 272 919 durch und führt die Aufarbeitung wie in Beispiel 1 der vorliegenden Anmeldung durch, so erhält man lediglich eine Ausbeute von 92,7 %, wobei die Reinheit des Reinproduktes nur 93,9 % beträgt. Der in der deutschen Patentschrift 1 272 919 beschriebene Katalysator läßt sich für die kontinuierliche Betriebsweise nicht verwenden, da er bei den angewendeten Betriebsbedingungen bereits nach 25 bis 30 Tagen zerfällt.
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Beispiel 2
Man führt die Umsetzung wie in Beispiel 1 beschrieben durch, wobei man jedoch einen Katalysator mit einem Gehalt von 10 Gewichtsprozent Kobalt, 0,5 Gewichtsprozent Kupfer, 8 Gewichtsprozent Nickel und 0,5 Gewichtsprozent Phosphorsäure (berechnet als PpO1-) auf Aluminiumoxid als Träger verwendet. Die stündlich zugeführte Ammoniakmenge beträgt 3500 Teile, die Reaktionstemperatur 210°C und der Gesamtdruck 300 at. Der Reaktionsaustrag enthält einen Rückstand von 3,5 $, die gaschromatographische Analyse des Rohdestillats ergibt einen Gehalt von 2,8 % 2-Cyclohexyl-2-(4-aminocyclohexyl)-propan-(2,2) und 97,2 % 4,4'-Diamino-dicyclohexyl-propan-(2,2), entsprechend einer Ausbeute von 94,9 ^.
Beispiel 3
Man verfährt wie in Beispiel 1 beschrieben, wobei Jedoch ein Katalysator mit einem Gehalt von 20 Gewichtsprozent Kobalt, 12 Gewichtsprozent Nickel und 2 Gewichtsprozent Kupfer auf Aluminiumoxid als Träger eingesetzt wird. Je Stunde werden 400 Teile Ammoniak zugefügt. Die Reaktionstemperatur ist 2200C und der Reaktionsdruek beträgt 300 at. Die Rohdestillation des Reaktionsaustrages ergibt einen Rückstand von 4,3 Die gaschromatographische Analyse des rückstandfreien Destillats ergab einen Gehalt von 3*1 % 2-Cyclohexyl-2-(4-aminocyclohexyl)-propan-(2,2) und 96,9 % 4,4'-Diamino-cyclohexyl-propan-(2,2), entsprechend einer Ausbeute von 92,6 %.
Beispiel 4
Man verfährt wie in Beispiel 1 beschrieben, wobei jedoch ein Katalysator mit einem Gehalt von 10 Gewichtsprozent Kobalt, 8 Gewichtsprozent Nickel, 1,5 Gewichtsprozent Kupfer, 0,7 Gewichtsprozent Mangan und 0,5 Gewichtsprozent Phosphorsäure (berechnet als PpO1-) auf Aluminiumoxid als Träger verwendet wird. Je Stunde werden 4500 Teile Ammoniak zugegeben. Die Reaktionstemperatur beträgt 2200C und der Gesamtdruck 300 at. Nach der Rohdestillation des Rückstandes hinterbleibt ein Rückstand vor. 2j8 %. Die gaschromatographische Analyse des rückstanclf -^i ^u
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Destillates ergibt einen Gehalt von 1,8 % 2-Cyclohexyl-2-(4-aminocyclohexyl)-propan-(2,2) und 98,2 Gewichtsprozent 4,4'-Diamino-dicyclohexyl-propan-(2,2), entsprechend einer Ausbeute von 94,5 %.
Verwendet man einen Katalysator, der anstatt Mangan Chrom enthält, erhält man gleich gute Ergebnisse.
Der Katalysator wurde hergestellt, indem man zu einer Metallsalzlösung, welche bereits Phosphorsäure und aufgeschlämmtes pulverförmiges Aluminiumoxid enthält, Sodalösung hinzugibt, wodurch die Metallsalze ausgefällt werden und sich auf dem Aluminiumoxid niederschlagen. Der erhaltene Niederschlag wird abgetrennt, alkalifrei gewaschen, getrocknet, durch Muffeln carbonatfrei gemacht, verformt und bei 65O0C getempert.
Beispiel 5
Ein Katalysator wie in Beispiel 1 hergestellt, jedoch mit einem Gehalt von 0,5 Gewichtsprozent Kupfer wird in die dort beschriebene Apparatur eingefüllt. Bei 300 at Druck und 1700C werden über den reduzierten Katalysator stündlich l44O Teile 1,3-Bis-(4-hydroxycyclohexyl)-propan und 3000 Teile Ammoniak geleitet. Nach Entfernen des überschüssigen Ammoniaks vom Reaktionsaustrag werden 1424 Teile Reaktionsprodukt erhalten. ψ Nach der Rohdestillation verbleibt ein Rückstand von 30 Teilen. Das Rohdestillat wurde gaschromatographisch analysiert. Es wurden erhalten: 3,5 % l-Cyclohexyl-3-(4-aminocyclohexyl)-propan und 96,5 % 4,4'-Diamino-cicyclohexyl-propan-l,3, entsprechend einer Ausbeute von 93*5
Beispiel 6
Wie in Beispiel 4 beschrieben, wird ein Katalysator, der l8 Gewichtsprozent Kobalt, 0,5 Gewichtsprozent Kupfer, 1,5 Gewichtsprozent Chrom und 0,7 Gewichtsprozent Phosphorsäure (als PoOc berechnet) enthält, mit Aluminiumoxid als Trägermaterial hergestellt". Der Katalysator wird in den Reaktor eingefüllt. Stündlich werden 1272 Teile Bis-(4-hydroxycyclohexyl)-methan und 30CC Teile Ammoniak: bei 175°C und 300 at Druck umgesetzt. Nach
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der Rohdestillation verbleibt ein Rückstand von 4,3 %. Die gaschromatographische Analyse des Rohdestillates ergab einen Gehalt von 3,4 % Cyclohexyl-(4-aminocyclohexyl)-methan und 96,6 % 4,4'-Diamino-dicyclohexyl-methan. Die Ausbeute betrug 92,3
Beispiel 7
Über einen Katalysator wie in Beispiel 6 beschrieben werden stündlich 1522 Teile l,4-Bis-(4-hydroxycyclohexyl)-butan, 3OOO Teile Ammoniak bei 175°C und 300 at Druck geleitet. Nach der Rohdestillation verbleibt ein Rückstand von 3,1 %- Die gaschromatographische Analyse des Rohdestillates ergab 3,4 % 1-Cyclohexyl-■4-(4-atninocyolohexyl)-butan und 96,6 % 1,4-Bis-(4-aminocyclohexyl)-butan. Die Ausbeute betrug 93,5 %>
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Claims (2)

- JrfT ■ O.Z. 27 Ιοί JiO Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diamino-dicyclohexylalkanen durch Umsetzen von 4,4'-Dihydroxy-dicyclohexylalkanen mit Ammoniak in Gegenwart von Wasserstoff und Hydrierkatalysatoren mit einem Gehalt an Kobalt bei erhöhter Temperatur' und bei erhöhtem Druck in flüssiger Phase, dadurch gekennzeichnet, daß man als Hydrierkatalysator einen Kobalt, Kupfer und gegebenenfalls Nickel und/oder Mangan und/oder Chrom enthaltenden Trägerkatalysator verwendet.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Aluminiumoxid als Träger verwendet.
3· Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydrierkatalysator einen Gehalt an einer anorganischen Polysäure und/oder der der Polysäure zugrunde liegenden anorganischen Säure aufweist.
Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG
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