DE2051648C3 - Einrichtung zur Zündstrombegrenzung von Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten Stelldrosseln - Google Patents
Einrichtung zur Zündstrombegrenzung von Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten StelldrosselnInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
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- B23K9/067—Starting the arc
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- B23K9/0673—Ionisation of the arc gap by means of a tension with a step front (pulses or high frequency tensions)
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Description
Die Erfindung betrifft Einrichtungen zur Begrenzung des Schweiß- oder Schneidstromes während der ersten
Sekunde nach Zündbeginn und ist bei Schweiß- oder Schneidgleichrichtern sowie Sciiweißtransformatoren
mit gleichstromvormagnetisierten Stelldrosseln anwendbar.
Das Einstellen der Strom-Spannungs-Kennlinien und
die Strombegrenzung erfolgt bei den genannten Stromquellen durch gleichstromvormagnetisierte Stelldrosseln im Wechselstromkreis Von der Impedanz
dieser Drosseln sind die Stromstärken im Schweiß- und Schneidstromkreis weitgehend ab' jngig. Im allgemeinen sind die Impedanzen der Drosseln während der
Lichtbogenzündung so gering, daß die Stromstärken Stoßartig das Mehrfache der durch die Einstellung der
Stelldrosseln vorgewählten Werte erreichen und erst innerhalb einer Zeit von etwa I s auf den gewünschten
Wert zurückgehen.
Solche Zündströme sind unerwünscht, weil sie beim
Berührungszünden das Festkleben der Elektrode am Werkstück und starkes Spritzen verursachen. Sie sind
ober auch nachteilig beim Schutzgasschweißen sowie beim Plasmaschweißen und -schneiden, wo sie häufig
zur Beschädigung der spezifisch hochbelasteten Brennerteile führen.
Es sind Einrichtungen bekannt, die während des Zündvorgangs den Strom durch Vermindern oder
völliges Abschalten des Gleichstromes im Vormagnetiiierungsstromkreis der Stelldrossel herabsetzen Nach
dem Zündvorgang wird bei diesen Einrichtungen der Gleichstrom dann selbsttätig auf einen Wert heraufgesetzt, der zur gewünschten Schweiß- oder Schneidttromstärke führt. Solche Einrichtungen sind in der
DE-PS IO 13 372 und in der DE-AS 10 94 895 beschrieben.
Die bekannten Einrichtungen sind in ihrer Wirkung ausreichend, wenn die Eisenkerne der Stelldrosseln aus
magnetisch weichen Werkstoffen mit geringer Neigung zu remanentem Magnetismus bestehen. Sie versagen
aber häufig bei Eisenkernen aus magnetisch harten Werkstoffen, weil diese einen starken remanenten
Magnetismus haben, dessen Wert von der magnetischen Durchflutung beim vorhergehenden Betrieb, von der
seitdem vergangenen Zeit sowie den Werkstoffeigenschaften bestimmt wird. Durch den remanenten
Magnetismus ist der Eisenkern teilweise vormagnetisiert und die Impedanz der Drossel während des
Zündbeginnes soweit herabgesetzt, daß ein uner-
■i wünscht hoher Strom auftritt
Versuche, den remanenten Magnetismus mit einem ökonomisch tragbaren Aufwand durch Entmagnetisieren mit Wechselstrom zu beseitigen, zeigten wenig
Erfolg. Zur wirksamen Entmagnetisierung über die
ίο Drossel-Wechselstromspulen wären große Stromstärken und dafür bemessene Schaltmittel erforderlich.
Zur Entmagnetisierung über die Drossel-Vormagnetisierungsspulen würde man untragbar hohe Spannungen
benötigen, weil die großen Induktivitäten dieser Spulen
η mit ihren vielen Windungen um große Eisenquerschnitte dem Wechselstrom einen hohen Widerstand
entgegensetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, die auch bei Stelldrosseln mit
magnetisch harten Eisenkernen den beim Zünden des Lichtbogens auftretenden hohen Strom auf brauchbare
Werte begrenzt.
Die erfindungsgemäße Einrichtung löst diese Aufgabe mit Schaltmitteln, die bei Leerlauf des Gleichrichters
durch die Vormagnetisierungswicklung der Stelldrossel während einer vorbestimmten kurzen Zeit einen
Gleichstrom mit einer zur Stromrichtung bei Last umgekehrten RichUing fließen läßt Dieser Gleichstrom
verursacht eine Gegenmagnetisierung und senkt den
ίο remanenten Magnetismus. Er erhöht dadurch die beim
begrenzt zwangsläufig auch den Strom bei Zündbeginn.
)5 daß der Strom im Schweiß- oder Schneidstromkreis die
gewünschten Werte erreicht. Als Schaltmittel dienen sowohl Schaltschüt/e oder Relais als auch kontaktlos
schaltende Thyristoren oder Transistoren. Gesteuert werden diese Schallmittel dabei entweder von Strom-
ίο relais, die in den .Schweißstromkreisen angeordnet sind,
oder von Spannungsrelais, die auf die Unterschiede der Ausgangsspannung der Stromquelle zwischen Leerlauf
und Last ansprechen. Zeitrelais sorgen dafür, daß der Gleichstrom nur kurzzeitig fließt.
*"> Die Erfindung soll an Hand des in F i g. 1 dargestellten
schematischen Ausführungsbeispiels eines Schweiß- oder Schneidglen hnchters näher erläutert werden.
In F i g. I speist der mit seinen Eingangswicklungen 11
an ein Drehsiromnetz angeschlossene Haupttrans
'>') formator [ aus sem?n Ausgangswicklungen 12 über die
Wechselstromwicklungen 21, 22 und 23 der Stelldrossel den Gleichrichtersatz 3. Dieser Gleichrichtersat/
versorgt den Schweiß- oder Schneidstromkreis über die Anschlüsse 71 und 72.
^ An der Wechselstromspule 23 wird die Versorgungsspannung für den Vormagnetisierungsgleichrichter 41
abgenommen. Der Gleichrichter 41 speist über den Einsteller 42 die Vormagnetisierungswicklung 24 der
Stelldrossel 2, solange über den Kontakt des Stromrelais
62 oder des Spannungsrelais 63 das Umschaltschut/ 61
erregt ist
Da an der Drosselwicklung 23 nur eine Spannung abgegriffen werden kann, wenn der Gleichrichter
belastet ist, fließt während der Leerlaufzeit kein
M Vormagnetisierungsstrom. Das Umschaltschütz 61 ist
während der Leerlaufzeit nicht erregt; es fließt deshalb ein Gegenmagnetisierungsstrom von dem aus dem
Steuertransformator 51 gespeisten Hilfsgleichrichter 52
Ober den Einsteller 53 und den Kontakt des abfallverzögerten
Zeitrelais 54 durch die Vormagnetisierungsspule 24 der Stelldrossel, bis das Zeitrelais den
Stromkreis unterbricht.
Durch den Stromsteller S3 und das Zeitrelais 54 läßt sich die Gegenmagnetisierungsstromstärke und die Zeit
so einstellen, daß der vom vorhergehenden Betrieb verursachte remanente Magnetismus im Eisenkern der
Stelldrossel weitgehend abgebaut wird.
In F i g. 2 ist ein Schweiß- und Schneidgleichrichter
mit einer erfindungsgemäßen Einrichtung schematisch dargestellt, bei der abweichend von der Einrichtung
nach Fig. 1 die Gegenmagnetisierung des Eisenkernes der Stelldrossel 2 nicht aus einem Hilfsgleichrichter,
sondern aus dem Kondensator 56 erfolgt.
Während der Lastzeit der Stromquelle wird der Kondensator über den Spannungsteiler 55 auf eine
Spannungshöhe aufgeladen, die proportional der an der Vormagiietisierungsspule 24 der Stelldrossel 2 anliegenden
Spannung ist. Bei Leerlauf schaltet das vom Stromrelais 62 oder vom Spannungsrelais 63 gesteuerte
Umschaltschütz 6t die Ladung des Kondensators auf die
Vormagnetisierungsspule 23. Der dabei kurzzeitig durch die Spule fließende Strom bringt die gewünschte
Gegenmagnetisierung des Eisenkernes der Drossel 2. Bei höheren Strömen im Schweiß- und Schneidstrom-ϊ
kreis ist auch die Vormagnetisierungsstromstärke urd
-spannung höher als bei niedrigeren Strömen. Der Kundensator wird deshalb auf eine höhere Spannung
aufgeladen, was zwangsläufig durch die größere Kondensaturladung auch zu der erforderlichen stärke-
K) ren Gegenmagnetisierung des Eisenkernes führt. Die
Einrichtung nach Fig. 2 arbeitet ohne zusätzliche Begrenzung der Gegenmagnetisierungszeit und paßt
sich selbsttätig den Erfordernissen bei unterschiedlichen Vormagnetisiemngen des Eisenkernes an.
ii In den Fig. 1 und 2 sind nur schematische Beispiele
für erfindungsgemäße Strombegrenzungen bei Schweiß- und Schneidgleichrichtern angegeben. Durch
Abwandlungen unter Beibehaltung des Erfindungsgedankens, z. B. den Ersatz von Relais und Schaltschützen
jo durch elektronische Bauteile, lassen sich gleichfalls
wirksame Sttombegrenzungen erziele-=.
Hieizu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Einrichtung zur Zündstrombegrenzung von
Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten Stelldrosseln zur Schweißstromeinstellung, gekennzeichnet durch Schaltmittel (61, 62, 63, 54), die bei Leerlauf der
Stromquelle durch die Vormagnetisierungswicklung (24) der Stelldrossel (2) kurzzeitig einen Gleichstrom
mit einer zur Stromrichtung bei Last umgekehrten Richtung Fließen lassea
2. Einrichtung nach Anspruch t, gekennzeichnet durch Schaltmittel (61, 62, 63), die einen Kondensator (56) während der Lastzeit der Stromquelle auf
eine von der Gleichstromstärke in der Vormagnetisierungswicklung (24) abhängige Gleichspannung
aufladen und bei Beginn der Leerlaufzeit den Kondensator (56) über die Vormagnetisierungswicklung (24) der Stelldrossel (2) entladen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702051648 DE2051648C3 (de) | 1970-10-21 | 1970-10-21 | Einrichtung zur Zündstrombegrenzung von Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten Stelldrosseln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702051648 DE2051648C3 (de) | 1970-10-21 | 1970-10-21 | Einrichtung zur Zündstrombegrenzung von Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten Stelldrosseln |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2051648A1 DE2051648A1 (en) | 1972-04-27 |
| DE2051648B2 DE2051648B2 (de) | 1980-06-12 |
| DE2051648C3 true DE2051648C3 (de) | 1981-03-19 |
Family
ID=5785737
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702051648 Expired DE2051648C3 (de) | 1970-10-21 | 1970-10-21 | Einrichtung zur Zündstrombegrenzung von Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten Stelldrosseln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2051648C3 (de) |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE693095C (de) * | 1933-02-11 | 1940-07-02 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | Einrichtung zur Erzielung einer bei geringeren Stroemen zunaechst schwach geneigten, bei staerkeren Stroemen jedoch rasch bis auf Null abfallenden Spannungskennlinie fuer Gleichrichter |
-
1970
- 1970-10-21 DE DE19702051648 patent/DE2051648C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2051648B2 (de) | 1980-06-12 |
| DE2051648A1 (en) | 1972-04-27 |
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