DE2051648B2 - Einrichtung zur Zundstrombegrenzung von Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten Stelldrosseln - Google Patents
Einrichtung zur Zundstrombegrenzung von Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten StelldrosselnInfo
- Publication number
- DE2051648B2 DE2051648B2 DE19702051648 DE2051648A DE2051648B2 DE 2051648 B2 DE2051648 B2 DE 2051648B2 DE 19702051648 DE19702051648 DE 19702051648 DE 2051648 A DE2051648 A DE 2051648A DE 2051648 B2 DE2051648 B2 DE 2051648B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- current
- welding
- cutting
- ignition
- direct current
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000003466 welding Methods 0.000 title claims description 17
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 12
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 9
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 claims description 7
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims description 2
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical group [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 11
- 230000005389 magnetism Effects 0.000 description 6
- 230000005415 magnetization Effects 0.000 description 6
- 238000000034 method Methods 0.000 description 4
- 230000005347 demagnetization Effects 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000004907 flux Effects 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 239000007779 soft material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K9/00—Arc welding or cutting
- B23K9/06—Arrangements or circuits for starting the arc, e.g. by generating ignition voltage, or for stabilising the arc
- B23K9/067—Starting the arc
- B23K9/0672—Starting the arc without direct contact between electrodes
- B23K9/0673—Ionisation of the arc gap by means of a tension with a step front (pulses or high frequency tensions)
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Plasma & Fusion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Arc Welding Control (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft Einrichtungen zur Begrenzung des Schweiß- oder Schneidstromes während der ersten
Sekunde nach Zündbeginn und ist bei Schweiß- oder Schneidgleichrichtern sowie Scbweißtransformatoren
mit gleichsiromvormagnetisierten Stelldrosseln anwendbar.
Das Einstellen der Strom-Spannungs-Kennlinien und die Strombegrenzung erfolgt bei den genannten
Stromquellen duiwh gleichstromvormagnetisierte Stelldrosseln
im Wechselstromkreis. Von der Impedanz dieser Drosseln sind die Stromstärken im Schweiß- und
Schneidstromkreis weitgehend abhfigig. Im allgemeinen
sind die Impedanzen der Drosseln während der Lichtbogenzündung so gering, daß die Stromstärken
stoßartig das Mehrfache der durch die Einstellung der Stelldrosseln vorgewählten Werte erreichen und erst
innerhalb einer Zeit von etwa 1 s auf den gewünschten Wert zurückgehen.
Solche Zündströme sind unerwünscht, weil sie beim Berührungszünden das Festkleben der Elektrode am
Werkstück und starkes Spritzen verursachen. Sie sind aber auch nachteilig beim Schutzgasschweißen sowie
beim Plasmaschweißen und -schneiden, wo sie häufig zur Beschädigung der spezifisch hochbelasteten
Brennerteile führen.
Es sind Einrichtungen bekannt, die während des Zündvorgangs den Strom durch Vermindern oder
völliges Abschalten des Gleichstromes im Vormagnetisierungsstromkreis der Stclldrossel herabsetzen. Nach
dem Zündvorgang wird bei diesen Einrichtungen der Gleichstrom dann selbsttätig auf einen Wert heraufgesetzt,
der zur gewünschten Schweiß- oder Schneidstromstärke führt. Solche Einrichtungen sind in der
DE-PS 10 13 372 und in der DE-AS 10 94 895 beschrieben.
Die bekannten Einrichtungen sind in ihrer Wirkung ausreichend, wenn die Eisenkerne der Stelldrosseln auj
magnetisch weichen Werkstoffen mit geringer Neigung zu remancntem Magnetismus bestehen. Sie versagen
aber häufig bei Eisenkernen aus magnetisch hartrn Werkstoffen, weil diese einen starken rcmaneruen
Magnetismus haben, dessen Wen von der magnetischen Durchflutung beim vorhergehenden Betrieb, von der
seitdem vergangenen Zeit sowie den Werkstoffeigenschaften bestimmt wird, Durch den remanenten
Magnetismus ist der Eisenkern teilweise vormagnetisiert und die Impedanz der Drossel während des
Zündbeginnes soweit herabgesetzt, daß ein unerwünscht hoher Strom auftritt.
Versuche, den remanenten Magnetismus mit einem ökonomisch tragbaren Aufwand durch Entmagnetisieren
mit Wechselstrom zu beseitigen, zeigten wenig Erfolg. Zur wirksamen Entmagnetisierung über die
ίο Drossel-Wechselstromspulen wären große Stromstärken
und dafür bemessene Sdhaltmitte' erforderlich. Zur Entmagnetisierung über die Drossel-Vormagnetisierungsspuleri
würde man untragbar hohe Spannungen benötigen, weil die großen Induktivitäten dieser Spulen
π mit ihren vielen Windungen um große Eisenquerschnitte
dem Wechselstrom einen hohen Widerstand entgegensetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, die auch bei Stelldrosseln mit
magnetisch harten Eisenkernen den beim Zünden des Lichtbogens auftretenden hohen Strom auf brauchbare
Werte begrenzt
Die erfindungsgemäße Einrichtung löst diese Aufgabe mit Schaltmitteln, die bei Leerlauf des Gleichrichters
durch die Vormagnetisierungswicklung der Stelldrossel während einer vorbestimmten kurzen Zeit einen
Gleichstrom mit einer zur Stromrichtung bei Last umgekehrten Richtung fließen läßt. Dieser Gleichstrom
verursacht eine Gegenmagnetisierung und senkt den remanenten Magnetismus. Er erhöht dadurch die beim
Zündvorgang wirksame impedanz der Stelldrossel und begrenzt zwangsläufig auch den Strom bei Zündbeginn.
Nach dem Zündvorgang wird in bekannter Weise die
Stelldrossel so stark mit Gleichstrom vormagnetisiert,
» daß der Strom im Schweiß- oder Schneidstromkreis die
gewünschten Werte erreicht. Als Schaltmittel dienen sowohl Schaltschütze oder Relais als auch kortaktlos
schaltende Thyristoren oder Transistoren. Gesteuert werden diese Schaltmittel dabei entweder von Stromrelais,
die in den Schweißstromkreisen angeordnet sind, oder von Spannungsrelais die auf die Unterschiede der
Ausgangsspannung der Stromquelle zwischen Leerlauf und Last ansprechen. Zeitrelais sorgen dafür, daß der
Gleichstrom nur kurzzeitig fließt.
·*'' Die Erfindung soll an Hand des in F i g. 1 dargestellten
schematischen Ausführungsbeispiels eines Schweißoder Schneidgleichrichters näher erläutert werden.
In F i g. 1 speist der mit seinen Eingangswicklungen 11
an ein Drehstromnetz angeschlossene Haupttrans-
■>" formator _! aus seinen Ausgangswicklungen 12 über die
Wechselstromwicklungen 2t, 22 und 23 der Stelldrossel den Gleichrichtersatz 3. Dieser Gleichrichtcrsatz
versorgt den Schweiß- oder Schneidstromkreis über die Abschlüsse 71 und 72.
v' An der Wechselstromspule 23 wird die Versorgungsspannung
für den Vormagnetisierungsgleichrichter 41 abgenommen. Der Gleichrichter 41 speist über den
Einsteller 42 die Vormagnetisierungswicklung 24 der Stelldrossel 2, solange über den Kontakt des Stromrelais
h" 62 oder des Spannungsrelais 63 das Umschaltschütz 61
erregt ist.
Da an der Drosselwicklung 23 nur sine Spannung abgegriffen werden kann, wenn der Gleichrichter
belastet ist, fließt wahrend der Leerlaufzeit kein
hl Vormagnctisierungsstrom. Das Umschaltschiit/. 61 ist
während der Leerlauf/eil nicht erregt; es fließt deshalb
ein Gcgcnmagnetisierungsstroiii von dem aus dem
Stcuerlransformator 51 gespeisten hilfsgleichrichter 52
über den Einsteller S3 und den Kontakt des abfallverzögerten
Zeitrelais 54 durch die Vormagnetisierungsspulc!
24 der Stelldrossel, bis das Zeitrelais den Stromkreis unterbricht
Durch den Stromsteller 53 und das Zeitrelais 54 läßt
sich die Gegenmagnetisierungsstromstärke und die Zeit so einstellen, daß der vom vorhergehenden Betrieb
verursachte remanente Magnetismus im Eisenkern der Stelldrossel weitgehend abgebaut wird.
In Fig.2 ist ein Schweiß- und Schneidgleidhrichter
mit einer erfinuungsgemäßen Einrichtung schematisch dargestellt, bei der abweichend von der Einrichtung
nach F i g. 1 die Gegenmagnetisierung des Eisenkernes der Stelldrossel 2 nicht aus einem Hilfsgieichrichter,
sondern aus dem Kondensator 56 erfolgt.
Während der Lastzeit der Stromquelle wird der Kondensator über den Spannungsteiler 55 auf eine
Spannungshöhe aufgeladen, die proportional der an der Vormagnetisierungsspule 24 der Stelldrossel 2 anliegenden
Spannung ist Bei Leerlauf schaltet das vom Stromrelais 62 oder vom Spannungsrelais 63 gesteuerte
Umschaltschütz 61 die Ladung des Kondensators auf die
Vormagnetisierungsspule 23. Der dabei kurzzeitig durch die Spule fließende Strom bringt die gewünschte
Gegenmagnetisierung des Eisenkernes der Drossel 2. Bei höheren Strömen im Schweiß- und Schneidstromkreis
ist auch die Vormagnetisierungsstromstärke und -spannung höher als bei niedrigeren Strömen. Der
Kondensator wird deshalb auf eine höhere Spannung aufgeladen, was zwangsläufig durch die größere
Kondensatorladung auch zu der erforderlichen stärkeren Gegenmagnetisierung des Eisenkernes führt Die
Einrichtung nach Fig.2 arbeitet ohne zusätzliche Begrenzung der Gegenmagnetisierungszeit und paßt
sich selbsttätig den Erfordernissen bei unterschiedlichen Vormagnetisierungen des Eisenkernes an.
In den Fig. 1 und 2 sind nur schematische Beispiele für erfindungsgemäße Strombegrenzungen bei
Schweiß- und Schneidgleichrichtern angegeben. Durch Abwandlungen unter Beibehaltung des Erfindungsgedankens,
z. B. den Ersatz von Relais und Schaltschütze durch elektronische Bauteile, lassen sich gleichfalls
wirksame Strombegrenzungen erzielen.
Claims (2)
1. Einrichtung zur Zündstrombegrenzung von Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten
Stelldrosseln zur Schweißstromeinstellung, gekennzeichnet durch Schaltmittel (61, 62, 63, 54), die bei Leerlauf der
Stromquelle durch die Vormagnetisierungswicklung (24) der Stelldrossel (2) kurzzeitig einen Gleichstrom
mit einer zur Stromrichtung bei Last umgekehrten Richtung fließen lassen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Schaltmittel (6t, 62, 63), die einen Kondensator
(56) während der Lastzeit der Stromquelle auf eine von der Gleichstromstärke in der Vormagnetisierungswicklung
(24) abhängige Gleichspannung aufladen und bei Beginn der Leerlaufzeit den Kondensator (56) über die Vormagnetisierungswicklung
(24) der Stelldrossel (2) entladen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702051648 DE2051648C3 (de) | 1970-10-21 | 1970-10-21 | Einrichtung zur Zündstrombegrenzung von Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten Stelldrosseln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702051648 DE2051648C3 (de) | 1970-10-21 | 1970-10-21 | Einrichtung zur Zündstrombegrenzung von Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten Stelldrosseln |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2051648A1 DE2051648A1 (en) | 1972-04-27 |
| DE2051648B2 true DE2051648B2 (de) | 1980-06-12 |
| DE2051648C3 DE2051648C3 (de) | 1981-03-19 |
Family
ID=5785737
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702051648 Expired DE2051648C3 (de) | 1970-10-21 | 1970-10-21 | Einrichtung zur Zündstrombegrenzung von Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten Stelldrosseln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2051648C3 (de) |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE693095C (de) * | 1933-02-11 | 1940-07-02 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | Einrichtung zur Erzielung einer bei geringeren Stroemen zunaechst schwach geneigten, bei staerkeren Stroemen jedoch rasch bis auf Null abfallenden Spannungskennlinie fuer Gleichrichter |
-
1970
- 1970-10-21 DE DE19702051648 patent/DE2051648C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2051648C3 (de) | 1981-03-19 |
| DE2051648A1 (en) | 1972-04-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2531558A1 (de) | Regleranordnung | |
| DE2051648C3 (de) | Einrichtung zur Zündstrombegrenzung von Schweiß- und Schneidstromquellen mit gleichstromvormagnetisierten Stelldrosseln | |
| DE3030784C2 (de) | Schaltungsanordnung zur schnellen Blindleistungskompensation mit einem Transformator | |
| DE702814C (de) | Regelbare Loeschinduktivitaet fuer den induktiven | |
| CH204996A (de) | Anordnung zur Erzielung einer funkenlosen Kommutierung bei mit periodisch bewegten Schaltkontakten arbeitenden Umformungseinrichtungen. | |
| AT165807B (de) | Umschalter für Transformatoren | |
| DE918459C (de) | Unter Last regelbarer Anzapftransformator mit Stufenschalter und UEberschaltdrossel | |
| DE860084C (de) | Zur Ladung einer Batterie dienender magnetisch geregelter Gleichrichter | |
| DE971886C (de) | Magnetischer Netzspannungsregler | |
| DE3021930A1 (de) | Netzgeraet | |
| DE742091C (de) | Stufenregeleinrichtung fuer Transformatoren oder Drosseln, bei der zur Begrenzung des Ausgleichsstromes UEberschalt-drosseln verwendet werden | |
| DE749322C (de) | Elektrischr Umformungsanordnung | |
| DE904091C (de) | Mechanischer Schaltstromrichter | |
| DE675519C (de) | Anordnung zur Regelung der Blindleistung mit Hilfe gesaettigter Drosselspulen, insbesondere zur Regelung der Blindleistung langer Fernleitungen | |
| DE1062282B (de) | Magnetverstaerker | |
| DE948803C (de) | Schutzschaltung fuer Wechselstrom-Lichtbogen-Schweissgeraete mit einer vormagnetisierten Drossel im Sekundaerkreis | |
| CH225250A (de) | Mehrphasige Wechselstromschalteinrichtung mit periodisch bewegten Kontakten. | |
| DE1073613B (de) | Wechselspannungsgleichhalter | |
| DE969347C (de) | Mit steuerbaren Entladungsgefaessen arbeitende Schalteinrichtung zur Steuerung eines Widerstands-Schweisstransformators mit Schnittbandkern aus Siliziumeisen | |
| DE948070C (de) | Speicherwechselrichter, insbesondere mit magnetisch bewegten Schwingkontakten | |
| DE3012015A1 (de) | Thyristorgestellte drosselspule | |
| DE664452C (de) | Schaltanordnung zur Vermeidung des Leerlaufspannungsanstiegs bei gesteuerten Gleichrichtern mit Saugdrossel | |
| AT338922B (de) | Schutzschaltung fur kapazitive spannungswandler | |
| AT225268B (de) | Schutzrelaisanordnung mit Transduktor | |
| DE975928C (de) | Einrichtung zur Steuerung des Stromdurchganges durch Trockengleichrichter |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |