[go: up one dir, main page]

DE2051572A1 - Webverfahren zur Herstellung vielfarbiger Bänder und zugeehöriger Schützen-Jacquardbandwebstuhl - Google Patents

Webverfahren zur Herstellung vielfarbiger Bänder und zugeehöriger Schützen-Jacquardbandwebstuhl

Info

Publication number
DE2051572A1
DE2051572A1 DE19702051572 DE2051572A DE2051572A1 DE 2051572 A1 DE2051572 A1 DE 2051572A1 DE 19702051572 DE19702051572 DE 19702051572 DE 2051572 A DE2051572 A DE 2051572A DE 2051572 A1 DE2051572 A1 DE 2051572A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
threads
thread
colored
loom
basic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19702051572
Other languages
English (en)
Other versions
DE2051572B2 (de
DE2051572C3 (de
Inventor
Ewald 5600 Wuppertal. P Rath
Original Assignee
W. Schulter & Sohn; Carl Lüdorf & Co.; 5600 Wuppertal
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by W. Schulter & Sohn; Carl Lüdorf & Co.; 5600 Wuppertal filed Critical W. Schulter & Sohn; Carl Lüdorf & Co.; 5600 Wuppertal
Priority to DE19702051572 priority Critical patent/DE2051572B2/de
Priority to AT782971A priority patent/AT316457B/de
Priority to US00186266A priority patent/US3749139A/en
Priority to GB4651871A priority patent/GB1368799A/en
Priority to FR7137185A priority patent/FR2111735A1/fr
Priority to CA125,610A priority patent/CA945041A/en
Publication of DE2051572A1 publication Critical patent/DE2051572A1/de
Publication of DE2051572B2 publication Critical patent/DE2051572B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2051572C3 publication Critical patent/DE2051572C3/de
Granted legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D47/00Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
    • D03D47/34Handling the weft between bulk storage and weft-inserting means
    • D03D47/38Weft pattern mechanisms
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D35/00Smallware looms, i.e. looms for weaving ribbons or other narrow fabrics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

Patentanwalt
DipL-Phys. Rudolf Peerbooms 2051572
56 Wuppertal-Barmen
Friedridi-Engels-AIIee 349/351 · Ruf 55 6147
P/H 1497/70
Patent- und Gebrauchsmusterhilfsanmeldung
Anmelder: W. Schüller & Sohn
56 Wuppertal-Wichlinghausen
Carl Lüdorf δ Co.
56 Wuppertal-Ronsdorf
Webverfahren zur Herstellung vielfarbiger Bänder und zugehöriger Schützen-Jacquardbandweb stuhl
Die Erfindung bezieht sich auf ein Webverfahren zur Herstellung vielfarbiger Bänder auf einem Schützen-Jacquardbandwebstuhl unter Verwendung einer Grundkette und unter Verwendung von der Grund- und Figurenbildung dienenden, verschiedenfarbigen Schußfäden. Die Erfindung ist ferner auf einen Schützen-Jacquardbandwebstuhl zur Durchführung des Webverfahrens gerichtet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Webverfahren anzugeben, welches die Herstellung von Bändern mit Schußfiguren in beliebiger Vielfarbigkeit auf herkömmlichen Jacquardbandwebstühlen mit ein oder mehreren Schützen er-
209820/0121
laubt, wobei also die Zahl der Farben des Bandes nicht an die Anzahl der Schützen des Webstuhls gebunden sein soll.
Das Webverfahren nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Grund- und Figurenbildung dienende Fäden in Kettenrichtung zugeführt und durch einen oder mehrere Schützen-Fäden nach Art der Einzugsbindung als "* Schußfäden in die Grundkette eingetragen werden.
Der Erfindung zufolge wird das Webverfahren nach der Art der Einzugsbindung zur Bildung des Schusses des gesamten, in seiner Vielfarbigkeit und Musterung unbegrenzten Bandes angewendet. Hierdurch wird einerseits ermöglicht, auf herkömmlichen Schützen-Jacquardbandwebstühlen Bänder mit beispielsweise acht bis zehn Farben herzustellen und wird andererseits noch der " besondere Vorteil erzielt, daß das gesamte in Kettrichtung herangeführte, für den Schuß verwendete Fadenmaterial von großen Vorratsspulen abgezogen werden kann, während mittels des oder der Schützen nur ein- oder mehrere "Einfangfäden" in das Gewebe eingetragen werden, die die Aufgabe haben, die in Kettrichtung herangeführten farbigen Fäden in das Band einzuziehen, und die im fertigen Band im wesentlichen nur mit Erstreckung in Kettfadenrichtung liegen. Die Schützen-
209820/0121
Fäden werden folglich nur in sehr geringem Maße verbraucht - zur Erzielung einer bestimmten Bandlänge ist annähernd nur ein Schützenfaden gleicher Länge erforderlich -,so daß die Schützenspule erst nach verhältnismäßig langen Arbeitszeiten, z. B. nach Wochen, gegen eine neue ausgetauscht werden muß. Hierdurch wird in erheblichem Umfange Bedienungsarbeit gegenüber dem herkömmlichen Weben mit unmittelbarer Schußeintragung durch den Schützen eingespart, bei welchem der häufige, meist nach wenigen Stunden bereits erforderliche Schützen-Spulenwechsel die hauptsächliche Bedienungsarbeit darstellt und einen häufigen Stillstand des Webstuhles bedingt.
In Weiterbildung des Verfahrens nach der Erfindung kann ferner vorgesehen werden, daß in der Grundkette Reißfäden mitgeführt werden, die entsprechend der Breite der Färbfiguren verteilt sind und an denen die verschiedenfarbigen Schußfäden abgebunden werden. Durch diese Maßnahmen wird ein besseres linkes oder rückseitiges Warenbild erreicht, indem hierdurch die Umkehrstellen der verschiedenfarbigen Schußfäden über die Breite des Bandes verteilt werden. Da die Schußfäden an den Umkehrstellen zwangsläufig wulstförmige Verdikkungen des Bandes bedingungen, wird durch die Verteilung der Umkehrsteilen auf verschiedene Reißfäden ein
2 09820/0121
insgesamt gesehen ebeneres Band erzielt. Darüber hinaus wird durch diese Reißfäden, bzw. die näher an die Pigurenposition gelegten Umkehrstellen, eine Einsparung an Schußmaterial erreicht.
Nach weiteren Merkmalen der Erfindung können jeweils mehrere verschiedenfarbige Schußfäden durch ein und denselben Schützen-Faden nacheinander bis zu dem der
^ jeweiligen Breite der zugehörigen Farbfiguren entspre-
chenden Reißfaden eingezogen werden. Vorzugsweise wird mit mehreren Schützen gearbeitet'1,' deren Schützen-Fäden jeweils die farbigen Schußfäden entweder für in der Bandmitte liegende oder für bis in die Bandaußenbereiche sich erstreckende Figuren abbinden.
In weiterer Vervollkommnung der Erfindung kann vorgesehen werden, daß jeder Reißfaden in zwei im Gegentritt arbeitende Teil-Reißfäden unterteilt ist. Durch diese * Maßnahmen wird der Ausbildung Von Löchern innerhalb
des Bandes entgegengewirkt und das Warenbild verbes-. sert. '■■·'■· ■■ ■■■ ■■■'· '·■■·■■· . ■
Bei dem Webverfahren nach der Erfindung ist es ferner vorteilhaft, die färbigen Schußfäden auf der Zuführungssexte kurzzeitig zu speichern und mit einer gegenüber den-ferundkettfäden und Reißfäden wesentlich geringeren
209820/0121
!«!Κι* ^11TISl IW1 1»»11 ·ι ■■■ ■! f ■':■ lllilHlliilt1!'! ΐΙιΗίβΙΙΙ! ■ γ», 'ln ':■< *■■ '.W1*:'; 'f 'γ' :·»ψηΐ||Ι!'"ΐ!! ι!
Spannung zuzuführen. Du»ch diese Maßnahmen wird der ruckartige Verbrauch des Schußfadenmaterials beim Webvorgang berücksichtigt.
Zur Durchführung des vorbeschriebenen WebVerfahrens bedient sich die Erfindung eines herkömmlichen Jacquard-Bandwebstuhles mit einer Zuführeinrichtung für die Grundkette und mit ein oder mehreren Schützen, wobei erfindungsgemäß der Webstuhl zusätzlich mit einer Zuführeinrichtung für die farbigen Schußfäden ausgerüstet ist, welche aus Trägern für die Fadenvorratsspulen, Fadenbremsen, Faden-Kurzzeitspeichern und einem FadenabStandshalter besteht, welche Teile in der genannten Reihenfolge dem Harnisch vorgeschaltet sind, und wobei ferner bei dem oder den Schützen des Webstuhles, der Austritt des Schützen-Fadens seitlich zu einem der Längsenden der Schützen-Spule verlegt ist. Durch diese verhältnismäßig geringfügigen Zusatzeinrichtungen können der Erfindung zufolge die herkömmlichen Jacquardwebstühle zur Herstellung beliebig vielfarbiger Bänder eingesetzt werden, so daß sich die Konstruktion oder Anschaffung besonderer Webstühle für deiesen Zweck erübrigt. Gerade in der Nutzbarmachung der herkömmlichen Schützen-Jacquardbandwebstühle für die Herstellung von Bändern in bisher nicht gekannter Vielfarbigkeit und in der Möglichkeit der Verwendung extrem dicker farbiger Fäden als Schußmaterial liegen wesentliche Vorteile der Erfindung.
2 0 9820/0121. :
In spezieller Ausgestaltung des Webstuhles nach der Erfindung wird für jeden farbigen Schußfaden ein Kurzzeitspeicher vorgesehen, in welchem der Schußfaden durch Umlenkösen oder dgl. schlaufenförmig geführt ist, wobei mindestens eine Umlenköse an einer dem Fadenab- . zug entgegenwirkenden Zugfeder befestigt ist. Diese. Zugfeder hält einerseits die gewünschte Fadenspannung aufrecht und erlaubt andererseits einen rückartigen Fadenabzug unter entsprechender Leerung des Speichers,
* der unter der Wirkung der Zugfeder sich in Vorbereitung auf den nächsten Arbeitstakt wiederauffüllt. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Abstand der Umlenkösen des Kurzzeitspeichers in Richtung auf
. , eine Vergrößerung oder Verkleinerung der im Kurzzeitspeicher gebildeten Fadenschlaufe einstellbar, wodurch die Speicherkapazität an den beispielsweise von der Figurengröße abhängigen taktweisen Fadenverbrauch angepaßt werden kann.
Der Abstandhalter für die in Kettrichtung zugeführteji Schußfäden ist der Erfindung zufolge mit im Abstand-von fünf bis zehn Millimeter liegenden Fadenführungen ver·^ sehen, wodurch für die Fäden eine eine einwandfreie Einzelsteuerung der Fäden gewährleistende Freiheit sichergestellt wird. .
209820/0121
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die den farbigen Schußfäden zugeordneten Litzenaugen des Harnisches gegenüber den der Grundkette zugeordneten Litzenaugen größer ausgebildet. Hierdurch wird die Reibung der ruckartig abgezogenen Schußfäden innerhalb der Litzenaugen verringert.
Eine weitere Besonderheit des Webstuhles nach der Erfindung besteht darin, daß die den farbigen Schußfäden zugeordneten Harnischschnüre im Vergleich zu den übrigen Harnischschnüren stärker zug- oder gewichtsbelastet sind, vorzugsweise an ihren unteren Enden über Zugfedern an eine Halterung angebunden sind. Durch diese Maßnahme wird einer unzulässigen Auslenkung der Harnischschnüre durch ruckhaften Abzug der Schußfaden entgegengewirkt.
Schließlich kann der Erfindung zufolge noch vorgesehen werden, daß an der Vorder- oder Hinterkante des Harnischbrett chens besondere Führungen, vorzugsweise in Form von Haken, zur auswechselbaren Aufnahme der den Reißfäden zugeordneten Harnischschnüre angeordnet sind.
Hierdurch xiird die Verteilung der Reißfäden über die Breite der Grundkette hinweg oder auch ihre nachträgliche Umordnumg vereinfacht. Darüber hinaus erbringt
209820/0121
diese Maßnahme den Vorteil, daß die "Reißfäden immer auf dieselbe Stelle in der Jacquard-Karte geschlagen werden können, wodurch die Zeichnungsarbeiten für die einzelnen Bandmuster erheblich vereinfacht werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert:
fe Fig. 1 veranschaulicht in vier aufeinanderfolgenden
Arbeitsstufen das Weben eines Bandes nach der Art der Einzugsbindung, wobei ein Schützen-Faden einen in Kettrichtung zugeführten Faden über die gesamte Breite des Bandes als Dop- . pelschußfanden einzieht;
Fig. 2 veranschaulicht das Weben eines dreifarbigen
Bandes mittels zweier Schütze unter Verwendung von drei verschiedenfarbigen Fäden für den Schuß und unter Verwendung von zwei Reißfäden, viob ei
Fig. 2 a das linke Warenbild, Fig. 2 b das rechte Warenbild, mit gegenüber Fig. 2 a weniger Fäden in der Grundkette und in verkleinertem Maßstab, Fig. 2 c einen Schnitt gemäß der Linie Hc-IIc in Fig. 2 b zeigen;
209820/0121
Fig. 3 veranschaulicht das Weben eines neunfarbigen Bandes, das beim Ausführungsbexspiel mittels eines vierschützigen Webstuhles gewebt wird;.
Pig. 4 zeigt teilweise und schematisch einen Jacquard-Bandwebstuhl , an welchem verschiedene zusätzliche Einrichtungen und Vorkehrungen für die Durchführung des Webverfahrens nach der Erfindung getroffen sind.
Fig. 1 veranschaulicht in vier aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten a, b, c, d das Weben nach Art der Einzugsbindung. Neben der Grundkette 1 wird ein Faden 2 in Kettrichtung zugeführt. Der Schützen trägt von links her den Schützen-Faden 3 in das offene Fach ein (Fig. 1 a), wonach der Faden 2 abgesenkt wird (Fig. 1 b), so daß der Schützen-Faden 3 den Faden 2 bei seiner Rückkehr umschlingt und als Doppelschußfaden in das geöffnete Fach einzieht (Fig. Ic). Das Vorderriet 4 schlägt den als Doppelschuß eingetragenen Faden 2 an, wonach bei der Grundkette Fachwechsel erfolgt und sich der Einziehvorgang wiederholt.
Fig. 2 veranschaulicht ein vollständig nach der Art der Einzugsbindung hergestelltes dreifarbiges Band. In der Praxis wird das Band vorzugsweise mit seiner
209820/0121
linken oder rückwärtigen Seite (Fig. 2 a) obenliegend gewebt. Neben der Grundkette 10 werden an der der Grundstellung der beiden Schütze 11 und 12 gegenüberliegenden Seite drei verschiedenfarbige Schußfäden 13, 14, 15 in Kettrichtung zugeführt, von denen der Schußfaden 15 durch den Schütz 12 bzw. dessen Schützen-Faden 16 über die gesamte Bandbreite hinweg für die Grundbildung hereingezogen wird, während die Schußfäden 13, 14 durch den Schützen 11 bzv/. dessen Schützen-Faden 17 in den mittleren Bandbereich zwischen den paarweise im Gegentritt arbeitenden Reißfäden* 181/I82 und 191/192 eingezogen werden. Entsprechend der Steuerung der Grundkette verlaufen die Schußfäden 13, 14 unter Bildung von Farbenfiguren eine gewisse Strecke flottierend - oder zwischendurch abgebunden - auf der Sichtseite (Fig. 2b) des Bandes oder auf der Rückseite des Bandes bis zu ihren Umlenkstellen im Bereich der Reißfäden I8I/182 und 191/192. Der verhältnismäßig dünne Schützenr-FafiLen 17 verläuft im fertigen Band längs der Reißfäden 181/182,, Abweichend von der vereinfachten Darstellung in Fig, 2 verläuft der Schützen-Faden 17 in Wirklichkeit um 4i§ Reißfäden 181/182 gewendelt. In gleicher Weise verläuft der andere Schützen-Faden l6 ebenfalls. mi£ Erstreekung in Kettriehtung im fertigen Band, sp daß die Schützen;-; Fäden etwa nur in der gleichen Länge verbraucht wer- · den, wie Bandlänge hergestellt wird. Alle übrigen Fäden
209I2Q/IH31
IHI IIWIH » II I« Jl ι
des Bandes sind in Kettrichtung zugeführt und können folglich von großen Vorratsspulen abgezogen werden,
Fig. 3 veranschaulicht ein neunfarbiges Band mit der Grundfarbe I und den Farbfiguren II bis IX. Bei der sehematisch angedeuteten Herstellungsart wird mit vier Schützen 31, 32, 33, 34, sechs Paaren von Reißfäden 351, 352 bis 356 und neun verschiedenfarbigen Fäden in der Fadengruppe 36 gearbeitet. Die Fäden der Fadengruppe 36 sind mit den gleichen römischen Ziffern versehen wie die zugehörigen Farbfiguren bzw. der Grund I. Bei den Schützen sind jeweils die durch diesen einzuziehenden Schußfäden und bei den Paaren von Reißfäden die an diesen umgelenkten Schußfäden I bis IX in Klammern angegeben. An dem rückgeschlagenen Teil des Bandes ist schematisch die Verteilung der Umlenkstellen der verschiedenfarbigen Schußfäden der Fadengruppe 36 über die Breite des Bandesveranschaulicht, wodurch das linke Warenbild verbessert und ein verhältnismäßig ebenes Band erzielt ist. Der Grundschuß I ist an den außenliegenden Fäden der Grundkette umgelenkt. Die Fäden der Schützen 3I3 32, 33 und 34 verlaufen (nicht dargestellt) beim fertigen Band in der genannten Reihenfolge gewendelt um den rechten äußeren Grundkettfaden und die Reißfadenpaare 354, 355 und 356.
2 0 9 8 2 0/0121
Pig. 4 zeigt schematisch einen Jacquard-Webstuhl zur Herstellung von vielfarbigen Bändern,, beispielsweise · des Bandes nach Fig. 3. Die Grundkette IiO wird in üb τ licher Weise der Webstelle 41 zugeführt und hierbei durch einen Harnisch 42 gesteuert. In der Grundkette 40 werden ebenfalls Reißfäden 43, 44 mitgeführt, deren Harnischschnüre 45 durch an der Vorderkante des Harnischbrett chens 46 angeordnete hakenförmige Führungen ^ 47 hindurchgeführt sind, welche ein Umsetzen der Reiß- * fäden iii einfacher Weise ermöglichen und es gestatten, die Reißfäden immer auf dieselbe Stelle in der Jacquard-Karte zu schlagen.
Die beim Webverfahren nach der Erfindung als Schuß verwendeten Fäden werden als Fadengruppe 48 seitlich neben der Grundkette 40 der Webstelle 41 zugeführt. Die Fäden der Fadengruppe 48 werden jeweils von verhältnismäßig großen Vorratsspulen 49 - in der Zeichnung " ist lediglich eine gezeigt - abgezogen und verluafen über individuelle Bremsen 50 und über individuelle Kurzzeitspeicher 51 zu einem Abstandshalter 52, dessen Führungsorgane 53 einen Abstand von etwa fünf bis zehn Millimetern zwischen den einzelnen Fäden 48 sicherstellen. Jeder Kurzzeitspeicher 51 umfaßt eine an einer vorderen Stange 54 angeordnete Umlenköse 55 und eine dem gegenüber weiter rückwärtsliegende öse 56, die an einer
20982 0/0121
der Padenabzugsrichtung entgegenwirkenden Zugfeder befestigt ist. Infolge der Umlenkösen 55, 56 bildet der Faden 48 eine Schlaufe im Kurzzeitspeicher 51. Die Zugfeder 57 gestattet einen riickweisen Abzug des Fadens 48 und stellt nachfolgend wieder die Ausbildung einer Fadenschlaufe im Kurzzeitspeicher sicher, so daß bei jedem Webtakt eine ausreichende Fadenvorratslänge im Kurzzeitspeicher. 51 vorliegt. Die Stange 54 mit den vorderen Umlenkösen 55 ist gegenüber der Zugfeder 57 mit ihrer Umlenköse 5*> in Richtung auf eine Vergrößerung oder Verkleinerung der im Kurzzeitspeicher gebildeten Fadenschlaufe einstellbar, um die Speicherkapazität dem Fadenverbrauch bei einem Webtakt anpassen zu können.
Vom Abstayndshalter 52 aus verlaufen die Fäden 48 durch Litzenaugen 58 des Harnisches 42. Die Litzenaugen 58 sind verhältnismäßig weit ausgebildet, um die Reibung der Fäden 48 in diesen Augen zu verringern. Die Harnischschnüre 59 mit den Litzenaugen 58 sind an ihrem unteren Ende über Zugfedern 60 an eine ortsfeste Halterung 61 angebunden, wodurch die senkrechte Orientierung der Harnischschnüre 59 trotz des ruckartigen Abzuges der Fäden 48 gewährleistet wird. Statt der Anbindung über Zugfedern 60 können die Harnischschnüre 59 auch im verstärkten Maße durch Gewichte belastet sein.
2098 20/0121
2 O 5
Beim Ausführungsbeispiel nach Pig. H ist eine Weblade mit lediglich einem Schützen gezeigt, jedoch empfiehlt
es sich, für vielfarbige Bänder Webladen mit mehreren Schützen zu verwenden, um dementsprechend die Umlenkung, der verschiedenfarbigen Schußfäden auf mehrere Heißfäden gemäß Fig. 3 verteilen zu können.
Wie aus Pig. 4 ferner zu ersehen ist, ist bei dem Schützen ^ 62 der Fadenaustritt 63 zur Seite in Richtung, auf das * Ende der Schützenspule versetzt, so daß nahezu die. gesamte Innenweite des Schützen für die Unterbringung und Auslängung der Spannfeder 64 für den Schützen-Faden zur Verfügung steht. Durch diese Maßnahme kann in einfacher Weise sichergestellt werden^ daß der Schützen-Faden bei der Rüokbew.ögung des Schützen, während dar ein Schußfadeneinzug erfolgt, eine ausreichende Spannung besitzt. ' - , . \:
0/0t21

Claims (1)

  1. Ρ/Η 1497/70 / Pee/K
    Patentansprüche
    Webverfahren zur Herstellung vielfarbiger Bänder auf einem Schützen-Jacquardbandwebstuhl unter Verwendung einer Grundkette und unter Verwendung von der Grund- und Figureribildung dienenden, verschiedenfarbigen
    Schußfäden, dadurch gekennzeichnet, daß der Grund-
    und Figurenbildung dienende verschiedenfarbige Fäden in Kettrichtung zugeführt und durch einen oder mehrere Schützen-Fäden nach Art der Einzugsbindung als Schußfäden in die Grundkette eingetragen werden·
    2. Webverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Grundkette Reißfäden mitgeführt werden, die entsprechend der Breite der Farbfiguren verteilt sind und an denen die verschiedenfarbigen Schußfäden abgebunden werden.
    3ο Webverfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mehrere verschiedenfarbige Schußfäden durch ein- und denselben Schützen-Faden
    nacheinander bis zu dem der jeweiligen Breite der zugehörigen Farbfiguren entsprechenden Eeißfaden eingezogen' werden.
    20982 0/0121
    Webverfahren nach, den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit.mehreren Schützen gearbeitet wird, deren Schützen-Fäden jeweils die farbigen Schußfäden entweder für in der Bandmitte liegende oder für bis in Bandaußenbereiche sich erstreckende Figuren abbinden ο
    5» Webverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, * daß jeder Reißfaden in zwei im Gegentritt arbeitende
    Teil-Reißfäden unterteilt ist
    6« Webverfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die farbigen Fäden auf der ZuführungsSeite kurzzeitig gespeichert und mit einer gegenüber den Grundket£fäden und Reißfäden wesentlich geringeren Spannung zugeführt werden.
    7β Jacquardbandwebstuhl zur Durchführung des Webverfahrens nach Anspruch 1, mit einer Zuführungseinrichtung für die Grundkette und mit einem oder mehreren Schützen, dadurch gekennzeichnet, daß der Webstuhl zusätzlich mit einer Zuführeinrichtung für die farbigen Fäden (Sonderkette 48) ausgerüstet ist, welche aus Trägern für Fadenvorratsspulen (4-9), Fadenbremsen (50)» Faden-
    209820/0121
    Kurzzeitspeichern (51) und einem JadenabStandshalter (52) besteht, welche !Teile in der genannten Reihenfolge dem Harnisch (42) vorgeschaltet sind, und daß bei dem oder den Schützen (62) der Austritt (63) des Schützen-Fadens seitlich zu einem der Längsenden der Schützen-Spule verlegt ist.
    8ο Webstuhl nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß für jeden farbigen Faden ein Kurzzeitspeicher (51) vorgesehen ist, in welchem der Faden durch Umlenkö'sen (55» 56) oder dgl«, schlaufenförmig geführt ist, wobei mindestens eine Umlenköse (56) an einer dem Fadenabzug entgegenwirkenden Zugfeder (57) befestigt ist.
    9» Webstuhl nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Umlenkösen (55» 56) oder dgl· in Eichtung auf eine Vergrößerung oder Verkleinerung der in dem Kurzzeitspeicher (51) gebildeten Fadenschlaufe eineteilbar ist.
    10«, Webstuhl nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandhalter (52) mit im Abstand von fünf bis sehn Millimeter liegenden Fadenführungen (5$) versehen ist.
    2098 20/0121
    11o Webstuhl nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die den farbigen Fäden zugeordneten Libzanaigen (58)
    des Harnisches (42) gegenüber den der Grundkette (40) zugeordneten Litzenaugen größer ausgebildet sind.
    12o Webstuhl nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die den farbigen Fäden zugeordneten Harnischschnüre
    (59) im Vergleich zu den übrigen Harnischschnüren
    stärker zug- oder gewichtsbelastet sind, vorzugsweise an ihren unteren Enden über Zugfedern (60) an einer
    Halterung (61) angebunden sind.
    13. Webstuhl nach Anspruch 7t dadurch gekennzeichnet, daß an der Vorder- v&ox Hinterkante des Harnischkrettchens (46) besondere Führungen, vorzugsweise in Form von
    Haken (47), zur auswechselbaren Aufnahme der den Heißfäden (43, 44) zugeordneten Harnischschnüre (45) angeordnet sind.
    209820/0121
    Leerseite
DE19702051572 1970-10-21 1970-10-21 Webverfahren zur herstellung vielfarbiger baender und zugehoeriger schuetzenjacquardbandwebstuhl Granted DE2051572B2 (de)

Priority Applications (6)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702051572 DE2051572B2 (de) 1970-10-21 1970-10-21 Webverfahren zur herstellung vielfarbiger baender und zugehoeriger schuetzenjacquardbandwebstuhl
AT782971A AT316457B (de) 1970-10-21 1971-09-09 Verfahren zur Herstellung vielfarbiger, gemusterter Bänder und zugehöriger Schützen-Jacquardbandwebstuhl
US00186266A US3749139A (en) 1970-10-21 1971-10-04 Weaving method for the production of multi-colored ribbons and associated shuttle-type jaquard ribbon looms
GB4651871A GB1368799A (en) 1970-10-21 1971-10-06 Method of weaving and a loom for performing such a method
FR7137185A FR2111735A1 (de) 1970-10-21 1971-10-15
CA125,610A CA945041A (en) 1970-10-21 1971-10-20 Weaving method for the production of multi-coloured ribbons and associated shuttle-type jacquard ribbon loom

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702051572 DE2051572B2 (de) 1970-10-21 1970-10-21 Webverfahren zur herstellung vielfarbiger baender und zugehoeriger schuetzenjacquardbandwebstuhl

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2051572A1 true DE2051572A1 (de) 1972-05-10
DE2051572B2 DE2051572B2 (de) 1973-03-22
DE2051572C3 DE2051572C3 (de) 1973-10-11

Family

ID=5785691

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19702051572 Granted DE2051572B2 (de) 1970-10-21 1970-10-21 Webverfahren zur herstellung vielfarbiger baender und zugehoeriger schuetzenjacquardbandwebstuhl

Country Status (3)

Country Link
US (1) US3749139A (de)
AT (1) AT316457B (de)
DE (1) DE2051572B2 (de)

Families Citing this family (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1482927A (en) * 1974-03-21 1977-08-17 French & Sons Thomas Narrow fabrics
US4004617A (en) * 1974-11-26 1977-01-25 J. P. Stevens & Co., Inc. Method for forming a double catch thread narrow weave
BR0207383A (pt) * 2001-02-20 2004-06-15 Brevitex Ets Exploit Tecido padronizado e método para produzì-lo
ATE458844T1 (de) * 2002-03-28 2010-03-15 Fahnenfleck Gmbh & Co Kg Fahne aus einem textilen flächengebilde
US20040129333A1 (en) * 2003-01-07 2004-07-08 Hiram Samel Method for weaving floor coverings
WO2007071077A1 (de) * 2005-12-23 2007-06-28 Textilma Ag Nadelbandwebmaschine zur herstellung eines bandes, insbesondere eines etikettenbandes, mit einem eingewebten leiterfaden, insbesondere antennenfaden
USD606321S1 (en) * 2008-05-09 2009-12-22 Mehmet Abdullah Sencopur Decorative yarn
USD609016S1 (en) * 2008-05-09 2010-02-02 Yunteks Tekstil Sanayi Veticaret Limited Sirketi Decorative yarn

Also Published As

Publication number Publication date
US3749139A (en) 1973-07-31
DE2051572B2 (de) 1973-03-22
AT316457B (de) 1974-07-10
DE2051572C3 (de) 1973-10-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0021104A1 (de) Verfahren und Fadeneinleger zur Herstellung eines Gurtbandes mit Hohlkanten
WO2015010889A1 (de) Rundwebmaschine
DE3108944C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kettfäden aufweisendem, flächigen Textilgut
DE2512617A1 (de) Schmales gewebe oder band sowie verfahren und vorrichtung zu seiner herstellung
CH639710A5 (de) Verfahren zur herstellung eines gewebes, webmaschine zur durchfuehrung des verfahrens und nach dem verfahren hergestelltes gewebe.
DE2616910A1 (de) Vorrichtung zur bildung einer dreherbindungs-webkante auf webstuehlen
DE2051572A1 (de) Webverfahren zur Herstellung vielfarbiger Bänder und zugeehöriger Schützen-Jacquardbandwebstuhl
DE1710355A1 (de) Fahrbares Spulengestell fuer Webmaschinen
DE4221376C2 (de) Verfahren zur Herstellung von in der Florebene trennbarem Doppelflorgewebe
DE2925413A1 (de) Verfahren zur herstellung eines gurtbandes mit hohlkanten
DE2162786C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Doppel-Florgewebe
CH532669A (de) Verfahren und Schützen-Jacquardbandwebstuhl zur Herstellung mehrfarbiger Bänder sowie nach dem Verfahren hergestelltes mehrfarbiges Band
DE2615046A1 (de) Verfahren zur herstellung von einem gewebe, sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE101400C (de)
DE2809728C2 (de) Litze aus Textilfaden und Vorrichtung zum Bündeln dieser Litzen
AT24960B (de) Verfahren und Vorrichtung zur gleichzeitigen Herstellung von mehreren Bändern oder Kleiderschutzborten mit Besenkante.
AT335391B (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines reissverschlusses beim weben des tragbandes
DE167955C (de)
AT277899B (de) Webeinrichtung
DE169776C (de)
DE2204956C3 (de) Nadelwebmaschine
DE53134C (de)
DE406812C (de) Einrichtung zur Bildung des Geschirres fuer Webstuehle zur Herstellung endloser Baender unter Verwendung von zweiteiligen Weblitzen
DE1535625C (de) Schußfadenspeichervorrichtung fur Webmaschinen mit Entnahme des Schußfadens von außerhalb des Faches verbleibenden Schuß fadenspulen
DE203188C (de)

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
EHJ Ceased/non-payment of the annual fee