DE2051572A1 - Webverfahren zur Herstellung vielfarbiger Bänder und zugeehöriger Schützen-Jacquardbandwebstuhl - Google Patents
Webverfahren zur Herstellung vielfarbiger Bänder und zugeehöriger Schützen-JacquardbandwebstuhlInfo
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Description
Patentanwalt
56 Wuppertal-Barmen
Friedridi-Engels-AIIee 349/351 · Ruf 55 6147
Friedridi-Engels-AIIee 349/351 · Ruf 55 6147
P/H 1497/70
Patent- und Gebrauchsmusterhilfsanmeldung
Anmelder: W. Schüller & Sohn
56 Wuppertal-Wichlinghausen
Carl Lüdorf δ Co.
56 Wuppertal-Ronsdorf
Webverfahren zur Herstellung vielfarbiger Bänder und zugehöriger Schützen-Jacquardbandweb
stuhl
Die Erfindung bezieht sich auf ein Webverfahren zur Herstellung
vielfarbiger Bänder auf einem Schützen-Jacquardbandwebstuhl unter Verwendung einer Grundkette und unter
Verwendung von der Grund- und Figurenbildung dienenden, verschiedenfarbigen Schußfäden. Die Erfindung ist ferner
auf einen Schützen-Jacquardbandwebstuhl zur Durchführung des Webverfahrens gerichtet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Webverfahren
anzugeben, welches die Herstellung von Bändern mit Schußfiguren in beliebiger Vielfarbigkeit auf herkömmlichen
Jacquardbandwebstühlen mit ein oder mehreren Schützen er-
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laubt, wobei also die Zahl der Farben des Bandes nicht
an die Anzahl der Schützen des Webstuhls gebunden sein soll.
Das Webverfahren nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Grund- und Figurenbildung dienende
Fäden in Kettenrichtung zugeführt und durch einen oder mehrere Schützen-Fäden nach Art der Einzugsbindung als
"* Schußfäden in die Grundkette eingetragen werden.
Der Erfindung zufolge wird das Webverfahren nach der
Art der Einzugsbindung zur Bildung des Schusses des gesamten, in seiner Vielfarbigkeit und Musterung unbegrenzten
Bandes angewendet. Hierdurch wird einerseits ermöglicht, auf herkömmlichen Schützen-Jacquardbandwebstühlen
Bänder mit beispielsweise acht bis zehn Farben herzustellen und wird andererseits noch der
" besondere Vorteil erzielt, daß das gesamte in Kettrichtung herangeführte, für den Schuß verwendete Fadenmaterial
von großen Vorratsspulen abgezogen werden kann, während mittels des oder der Schützen nur ein-
oder mehrere "Einfangfäden" in das Gewebe eingetragen werden, die die Aufgabe haben, die in Kettrichtung
herangeführten farbigen Fäden in das Band einzuziehen, und die im fertigen Band im wesentlichen nur mit Erstreckung
in Kettfadenrichtung liegen. Die Schützen-
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Fäden werden folglich nur in sehr geringem Maße verbraucht
- zur Erzielung einer bestimmten Bandlänge ist annähernd nur ein Schützenfaden gleicher Länge erforderlich
-,so daß die Schützenspule erst nach verhältnismäßig
langen Arbeitszeiten, z. B. nach Wochen, gegen eine neue ausgetauscht werden muß. Hierdurch wird
in erheblichem Umfange Bedienungsarbeit gegenüber dem herkömmlichen Weben mit unmittelbarer Schußeintragung
durch den Schützen eingespart, bei welchem der häufige, meist nach wenigen Stunden bereits erforderliche Schützen-Spulenwechsel
die hauptsächliche Bedienungsarbeit darstellt und einen häufigen Stillstand des Webstuhles
bedingt.
In Weiterbildung des Verfahrens nach der Erfindung kann ferner vorgesehen werden, daß in der Grundkette
Reißfäden mitgeführt werden, die entsprechend der Breite der Färbfiguren verteilt sind und an denen die verschiedenfarbigen
Schußfäden abgebunden werden. Durch diese Maßnahmen wird ein besseres linkes oder rückseitiges
Warenbild erreicht, indem hierdurch die Umkehrstellen der verschiedenfarbigen Schußfäden über die
Breite des Bandes verteilt werden. Da die Schußfäden an den Umkehrstellen zwangsläufig wulstförmige Verdikkungen
des Bandes bedingungen, wird durch die Verteilung der Umkehrsteilen auf verschiedene Reißfäden ein
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insgesamt gesehen ebeneres Band erzielt. Darüber hinaus wird durch diese Reißfäden, bzw. die näher an die
Pigurenposition gelegten Umkehrstellen, eine Einsparung an Schußmaterial erreicht.
Nach weiteren Merkmalen der Erfindung können jeweils
mehrere verschiedenfarbige Schußfäden durch ein und denselben Schützen-Faden nacheinander bis zu dem der
^ jeweiligen Breite der zugehörigen Farbfiguren entspre-
chenden Reißfaden eingezogen werden. Vorzugsweise wird mit mehreren Schützen gearbeitet'1,' deren Schützen-Fäden
jeweils die farbigen Schußfäden entweder für in der Bandmitte liegende oder für bis in die Bandaußenbereiche
sich erstreckende Figuren abbinden.
In weiterer Vervollkommnung der Erfindung kann vorgesehen
werden, daß jeder Reißfaden in zwei im Gegentritt arbeitende Teil-Reißfäden unterteilt ist. Durch diese
* Maßnahmen wird der Ausbildung Von Löchern innerhalb
des Bandes entgegengewirkt und das Warenbild verbes-. sert. '■■·'■· ■■ ■■■ ■■■'· '·■■·■■· . ■
Bei dem Webverfahren nach der Erfindung ist es ferner
vorteilhaft, die färbigen Schußfäden auf der Zuführungssexte kurzzeitig zu speichern und mit einer gegenüber
den-ferundkettfäden und Reißfäden wesentlich geringeren
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Spannung zuzuführen. Du»ch diese Maßnahmen wird der
ruckartige Verbrauch des Schußfadenmaterials beim Webvorgang berücksichtigt.
Zur Durchführung des vorbeschriebenen WebVerfahrens bedient
sich die Erfindung eines herkömmlichen Jacquard-Bandwebstuhles mit einer Zuführeinrichtung für die
Grundkette und mit ein oder mehreren Schützen, wobei erfindungsgemäß der Webstuhl zusätzlich mit einer Zuführeinrichtung
für die farbigen Schußfäden ausgerüstet ist, welche aus Trägern für die Fadenvorratsspulen, Fadenbremsen, Faden-Kurzzeitspeichern und einem
FadenabStandshalter besteht, welche Teile in der genannten
Reihenfolge dem Harnisch vorgeschaltet sind, und wobei ferner bei dem oder den Schützen des Webstuhles,
der Austritt des Schützen-Fadens seitlich zu einem der Längsenden der Schützen-Spule verlegt ist.
Durch diese verhältnismäßig geringfügigen Zusatzeinrichtungen
können der Erfindung zufolge die herkömmlichen Jacquardwebstühle zur Herstellung beliebig vielfarbiger
Bänder eingesetzt werden, so daß sich die Konstruktion oder Anschaffung besonderer Webstühle für
deiesen Zweck erübrigt. Gerade in der Nutzbarmachung der herkömmlichen Schützen-Jacquardbandwebstühle für
die Herstellung von Bändern in bisher nicht gekannter Vielfarbigkeit und in der Möglichkeit der Verwendung
extrem dicker farbiger Fäden als Schußmaterial liegen wesentliche Vorteile der Erfindung.
2 0 9820/0121. :
In spezieller Ausgestaltung des Webstuhles nach der Erfindung
wird für jeden farbigen Schußfaden ein Kurzzeitspeicher vorgesehen, in welchem der Schußfaden
durch Umlenkösen oder dgl. schlaufenförmig geführt ist, wobei mindestens eine Umlenköse an einer dem Fadenab- .
zug entgegenwirkenden Zugfeder befestigt ist. Diese. Zugfeder hält einerseits die gewünschte Fadenspannung
aufrecht und erlaubt andererseits einen rückartigen Fadenabzug unter entsprechender Leerung des Speichers,
* der unter der Wirkung der Zugfeder sich in Vorbereitung
auf den nächsten Arbeitstakt wiederauffüllt. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Abstand
der Umlenkösen des Kurzzeitspeichers in Richtung auf
. , eine Vergrößerung oder Verkleinerung der im Kurzzeitspeicher
gebildeten Fadenschlaufe einstellbar, wodurch die Speicherkapazität an den beispielsweise von der
Figurengröße abhängigen taktweisen Fadenverbrauch angepaßt werden kann.
Der Abstandhalter für die in Kettrichtung zugeführteji
Schußfäden ist der Erfindung zufolge mit im Abstand-von
fünf bis zehn Millimeter liegenden Fadenführungen ver·^
sehen, wodurch für die Fäden eine eine einwandfreie Einzelsteuerung der Fäden gewährleistende Freiheit sichergestellt wird. .
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die den
farbigen Schußfäden zugeordneten Litzenaugen des Harnisches
gegenüber den der Grundkette zugeordneten Litzenaugen größer ausgebildet. Hierdurch wird die Reibung
der ruckartig abgezogenen Schußfäden innerhalb der Litzenaugen verringert.
Eine weitere Besonderheit des Webstuhles nach der Erfindung
besteht darin, daß die den farbigen Schußfäden zugeordneten Harnischschnüre im Vergleich zu den übrigen
Harnischschnüren stärker zug- oder gewichtsbelastet sind, vorzugsweise an ihren unteren Enden über Zugfedern
an eine Halterung angebunden sind. Durch diese Maßnahme wird einer unzulässigen Auslenkung der Harnischschnüre
durch ruckhaften Abzug der Schußfaden entgegengewirkt.
Schließlich kann der Erfindung zufolge noch vorgesehen
werden, daß an der Vorder- oder Hinterkante des Harnischbrett
chens besondere Führungen, vorzugsweise in Form von Haken, zur auswechselbaren Aufnahme der den
Reißfäden zugeordneten Harnischschnüre angeordnet sind.
Hierdurch xiird die Verteilung der Reißfäden über die
Breite der Grundkette hinweg oder auch ihre nachträgliche Umordnumg vereinfacht. Darüber hinaus erbringt
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diese Maßnahme den Vorteil, daß die "Reißfäden immer auf
dieselbe Stelle in der Jacquard-Karte geschlagen werden können, wodurch die Zeichnungsarbeiten für die einzelnen
Bandmuster erheblich vereinfacht werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert:
fe Fig. 1 veranschaulicht in vier aufeinanderfolgenden
Arbeitsstufen das Weben eines Bandes nach der Art der Einzugsbindung, wobei ein Schützen-Faden
einen in Kettrichtung zugeführten Faden über die gesamte Breite des Bandes als Dop- .
pelschußfanden einzieht;
Fig. 2 veranschaulicht das Weben eines dreifarbigen
Bandes mittels zweier Schütze unter Verwendung von drei verschiedenfarbigen Fäden für den
Schuß und unter Verwendung von zwei Reißfäden, viob ei
Fig. 2 a das linke Warenbild, Fig. 2 b das rechte Warenbild, mit gegenüber
Fig. 2 a weniger Fäden in der Grundkette und in verkleinertem Maßstab, Fig. 2 c einen Schnitt gemäß der Linie
Hc-IIc in Fig. 2 b zeigen;
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Fig. 3 veranschaulicht das Weben eines neunfarbigen Bandes, das beim Ausführungsbexspiel mittels
eines vierschützigen Webstuhles gewebt wird;.
Pig. 4 zeigt teilweise und schematisch einen Jacquard-Bandwebstuhl
, an welchem verschiedene zusätzliche Einrichtungen und Vorkehrungen für die
Durchführung des Webverfahrens nach der Erfindung getroffen sind.
Fig. 1 veranschaulicht in vier aufeinanderfolgenden
Arbeitsschritten a, b, c, d das Weben nach Art der Einzugsbindung.
Neben der Grundkette 1 wird ein Faden 2 in Kettrichtung zugeführt. Der Schützen trägt von links
her den Schützen-Faden 3 in das offene Fach ein (Fig. 1 a), wonach der Faden 2 abgesenkt wird (Fig. 1 b),
so daß der Schützen-Faden 3 den Faden 2 bei seiner Rückkehr umschlingt und als Doppelschußfaden in das geöffnete
Fach einzieht (Fig. Ic). Das Vorderriet 4 schlägt
den als Doppelschuß eingetragenen Faden 2 an, wonach bei der Grundkette Fachwechsel erfolgt und sich der
Einziehvorgang wiederholt.
Fig. 2 veranschaulicht ein vollständig nach der Art der Einzugsbindung hergestelltes dreifarbiges Band.
In der Praxis wird das Band vorzugsweise mit seiner
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linken oder rückwärtigen Seite (Fig. 2 a) obenliegend
gewebt. Neben der Grundkette 10 werden an der der Grundstellung der beiden Schütze 11 und 12 gegenüberliegenden
Seite drei verschiedenfarbige Schußfäden 13, 14, 15 in Kettrichtung zugeführt, von denen der Schußfaden
15 durch den Schütz 12 bzw. dessen Schützen-Faden 16 über die gesamte Bandbreite hinweg für die Grundbildung
hereingezogen wird, während die Schußfäden 13, 14 durch
den Schützen 11 bzv/. dessen Schützen-Faden 17 in den
mittleren Bandbereich zwischen den paarweise im Gegentritt arbeitenden Reißfäden* 181/I82 und 191/192 eingezogen
werden. Entsprechend der Steuerung der Grundkette verlaufen die Schußfäden 13, 14 unter Bildung von
Farbenfiguren eine gewisse Strecke flottierend - oder zwischendurch abgebunden - auf der Sichtseite (Fig.
2b) des Bandes oder auf der Rückseite des Bandes bis
zu ihren Umlenkstellen im Bereich der Reißfäden I8I/182
und 191/192. Der verhältnismäßig dünne Schützenr-FafiLen
17 verläuft im fertigen Band längs der Reißfäden 181/182,,
Abweichend von der vereinfachten Darstellung in Fig, 2
verläuft der Schützen-Faden 17 in Wirklichkeit um 4i§
Reißfäden 181/182 gewendelt. In gleicher Weise verläuft
der andere Schützen-Faden l6 ebenfalls. mi£ Erstreekung
in Kettriehtung im fertigen Band, sp daß die Schützen;-;
Fäden etwa nur in der gleichen Länge verbraucht wer- · den, wie Bandlänge hergestellt wird. Alle übrigen Fäden
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des Bandes sind in Kettrichtung zugeführt und können folglich von großen Vorratsspulen abgezogen werden,
Fig. 3 veranschaulicht ein neunfarbiges Band mit der
Grundfarbe I und den Farbfiguren II bis IX. Bei der sehematisch angedeuteten Herstellungsart wird mit vier
Schützen 31, 32, 33, 34, sechs Paaren von Reißfäden
351, 352 bis 356 und neun verschiedenfarbigen Fäden
in der Fadengruppe 36 gearbeitet. Die Fäden der Fadengruppe
36 sind mit den gleichen römischen Ziffern versehen wie die zugehörigen Farbfiguren bzw. der Grund I.
Bei den Schützen sind jeweils die durch diesen einzuziehenden Schußfäden und bei den Paaren von Reißfäden
die an diesen umgelenkten Schußfäden I bis IX in Klammern angegeben. An dem rückgeschlagenen Teil des
Bandes ist schematisch die Verteilung der Umlenkstellen der verschiedenfarbigen Schußfäden der Fadengruppe
36 über die Breite des Bandesveranschaulicht, wodurch das linke Warenbild verbessert und ein verhältnismäßig
ebenes Band erzielt ist. Der Grundschuß I ist an den außenliegenden Fäden der Grundkette umgelenkt. Die Fäden
der Schützen 3I3 32, 33 und 34 verlaufen (nicht
dargestellt) beim fertigen Band in der genannten Reihenfolge gewendelt um den rechten äußeren Grundkettfaden
und die Reißfadenpaare 354, 355 und 356.
2 0 9 8 2 0/0121
Pig. 4 zeigt schematisch einen Jacquard-Webstuhl zur Herstellung von vielfarbigen Bändern,, beispielsweise ·
des Bandes nach Fig. 3. Die Grundkette IiO wird in üb τ
licher Weise der Webstelle 41 zugeführt und hierbei durch einen Harnisch 42 gesteuert. In der Grundkette
40 werden ebenfalls Reißfäden 43, 44 mitgeführt, deren
Harnischschnüre 45 durch an der Vorderkante des Harnischbrett
chens 46 angeordnete hakenförmige Führungen ^ 47 hindurchgeführt sind, welche ein Umsetzen der Reiß-
* fäden iii einfacher Weise ermöglichen und es gestatten,
die Reißfäden immer auf dieselbe Stelle in der Jacquard-Karte zu schlagen.
Die beim Webverfahren nach der Erfindung als Schuß
verwendeten Fäden werden als Fadengruppe 48 seitlich neben der Grundkette 40 der Webstelle 41 zugeführt.
Die Fäden der Fadengruppe 48 werden jeweils von verhältnismäßig
großen Vorratsspulen 49 - in der Zeichnung
" ist lediglich eine gezeigt - abgezogen und verluafen
über individuelle Bremsen 50 und über individuelle
Kurzzeitspeicher 51 zu einem Abstandshalter 52, dessen
Führungsorgane 53 einen Abstand von etwa fünf bis zehn
Millimetern zwischen den einzelnen Fäden 48 sicherstellen. Jeder Kurzzeitspeicher 51 umfaßt eine an einer vorderen
Stange 54 angeordnete Umlenköse 55 und eine dem
gegenüber weiter rückwärtsliegende öse 56, die an einer
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der Padenabzugsrichtung entgegenwirkenden Zugfeder
befestigt ist. Infolge der Umlenkösen 55, 56 bildet der Faden 48 eine Schlaufe im Kurzzeitspeicher 51. Die
Zugfeder 57 gestattet einen riickweisen Abzug des Fadens
48 und stellt nachfolgend wieder die Ausbildung einer Fadenschlaufe im Kurzzeitspeicher sicher, so
daß bei jedem Webtakt eine ausreichende Fadenvorratslänge
im Kurzzeitspeicher. 51 vorliegt. Die Stange 54 mit den vorderen Umlenkösen 55 ist gegenüber der Zugfeder
57 mit ihrer Umlenköse 5*> in Richtung auf eine
Vergrößerung oder Verkleinerung der im Kurzzeitspeicher gebildeten Fadenschlaufe einstellbar, um die Speicherkapazität
dem Fadenverbrauch bei einem Webtakt anpassen zu können.
Vom Abstayndshalter 52 aus verlaufen die Fäden 48 durch
Litzenaugen 58 des Harnisches 42. Die Litzenaugen 58
sind verhältnismäßig weit ausgebildet, um die Reibung der Fäden 48 in diesen Augen zu verringern. Die Harnischschnüre
59 mit den Litzenaugen 58 sind an ihrem unteren Ende über Zugfedern 60 an eine ortsfeste Halterung
61 angebunden, wodurch die senkrechte Orientierung der Harnischschnüre 59 trotz des ruckartigen Abzuges
der Fäden 48 gewährleistet wird. Statt der Anbindung über Zugfedern 60 können die Harnischschnüre 59
auch im verstärkten Maße durch Gewichte belastet sein.
2098 20/0121
2 O 5
Beim Ausführungsbeispiel nach Pig. H ist eine Weblade
mit lediglich einem Schützen gezeigt, jedoch empfiehlt
es sich, für vielfarbige Bänder Webladen mit mehreren Schützen zu verwenden, um dementsprechend die Umlenkung,
der verschiedenfarbigen Schußfäden auf mehrere Heißfäden gemäß Fig. 3 verteilen zu können.
Wie aus Pig. 4 ferner zu ersehen ist, ist bei dem Schützen
^ 62 der Fadenaustritt 63 zur Seite in Richtung, auf das
* Ende der Schützenspule versetzt, so daß nahezu die. gesamte Innenweite des Schützen für die Unterbringung
und Auslängung der Spannfeder 64 für den Schützen-Faden zur Verfügung steht. Durch diese Maßnahme kann in einfacher
Weise sichergestellt werden^ daß der Schützen-Faden bei der Rüokbew.ögung des Schützen, während dar
ein Schußfadeneinzug erfolgt, eine ausreichende Spannung besitzt. ' - , . \:
0/0t21
Claims (1)
- Ρ/Η 1497/70 / Pee/KPatentansprücheWebverfahren zur Herstellung vielfarbiger Bänder auf einem Schützen-Jacquardbandwebstuhl unter Verwendung einer Grundkette und unter Verwendung von der Grund- und Figureribildung dienenden, verschiedenfarbigen
Schußfäden, dadurch gekennzeichnet, daß der Grund-
und Figurenbildung dienende verschiedenfarbige Fäden in Kettrichtung zugeführt und durch einen oder mehrere Schützen-Fäden nach Art der Einzugsbindung als Schußfäden in die Grundkette eingetragen werden·2. Webverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Grundkette Reißfäden mitgeführt werden, die entsprechend der Breite der Farbfiguren verteilt sind und an denen die verschiedenfarbigen Schußfäden abgebunden werden.3ο Webverfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mehrere verschiedenfarbige Schußfäden durch ein- und denselben Schützen-Faden
nacheinander bis zu dem der jeweiligen Breite der zugehörigen Farbfiguren entsprechenden Eeißfaden eingezogen' werden.20982 0/0121Webverfahren nach, den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit.mehreren Schützen gearbeitet wird, deren Schützen-Fäden jeweils die farbigen Schußfäden entweder für in der Bandmitte liegende oder für bis in Bandaußenbereiche sich erstreckende Figuren abbinden ο5» Webverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, * daß jeder Reißfaden in zwei im Gegentritt arbeitendeTeil-Reißfäden unterteilt ist6« Webverfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die farbigen Fäden auf der ZuführungsSeite kurzzeitig gespeichert und mit einer gegenüber den Grundket£fäden und Reißfäden wesentlich geringeren Spannung zugeführt werden.7β Jacquardbandwebstuhl zur Durchführung des Webverfahrens nach Anspruch 1, mit einer Zuführungseinrichtung für die Grundkette und mit einem oder mehreren Schützen, dadurch gekennzeichnet, daß der Webstuhl zusätzlich mit einer Zuführeinrichtung für die farbigen Fäden (Sonderkette 48) ausgerüstet ist, welche aus Trägern für Fadenvorratsspulen (4-9), Fadenbremsen (50)» Faden-209820/0121Kurzzeitspeichern (51) und einem JadenabStandshalter (52) besteht, welche !Teile in der genannten Reihenfolge dem Harnisch (42) vorgeschaltet sind, und daß bei dem oder den Schützen (62) der Austritt (63) des Schützen-Fadens seitlich zu einem der Längsenden der Schützen-Spule verlegt ist.8ο Webstuhl nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß für jeden farbigen Faden ein Kurzzeitspeicher (51) vorgesehen ist, in welchem der Faden durch Umlenkö'sen (55» 56) oder dgl«, schlaufenförmig geführt ist, wobei mindestens eine Umlenköse (56) an einer dem Fadenabzug entgegenwirkenden Zugfeder (57) befestigt ist.9» Webstuhl nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Umlenkösen (55» 56) oder dgl· in Eichtung auf eine Vergrößerung oder Verkleinerung der in dem Kurzzeitspeicher (51) gebildeten Fadenschlaufe eineteilbar ist.10«, Webstuhl nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandhalter (52) mit im Abstand von fünf bis sehn Millimeter liegenden Fadenführungen (5$) versehen ist.2098 20/012111o Webstuhl nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die den farbigen Fäden zugeordneten Libzanaigen (58)
des Harnisches (42) gegenüber den der Grundkette (40) zugeordneten Litzenaugen größer ausgebildet sind.12o Webstuhl nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die den farbigen Fäden zugeordneten Harnischschnüre
(59) im Vergleich zu den übrigen Harnischschnüren
stärker zug- oder gewichtsbelastet sind, vorzugsweise an ihren unteren Enden über Zugfedern (60) an einer
Halterung (61) angebunden sind.13. Webstuhl nach Anspruch 7t dadurch gekennzeichnet, daß an der Vorder- v&ox Hinterkante des Harnischkrettchens (46) besondere Führungen, vorzugsweise in Form von
Haken (47), zur auswechselbaren Aufnahme der den Heißfäden (43, 44) zugeordneten Harnischschnüre (45) angeordnet sind.209820/0121Leerseite
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