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DE2051210A1 - Pressure boiling nitrocellulose - in compact plant with valves preventing accidental steam escape - Google Patents

Pressure boiling nitrocellulose - in compact plant with valves preventing accidental steam escape

Info

Publication number
DE2051210A1
DE2051210A1 DE19702051210 DE2051210A DE2051210A1 DE 2051210 A1 DE2051210 A1 DE 2051210A1 DE 19702051210 DE19702051210 DE 19702051210 DE 2051210 A DE2051210 A DE 2051210A DE 2051210 A1 DE2051210 A1 DE 2051210A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pulp
nitrocellulose
pump
heat exchanger
autoclave
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19702051210
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Dipl.-Chem. Dr. 2151 Neukloster; Seemann Wolf Dipl.-Ing. 3030 Walsrode Mader
Original Assignee
Mader, Wolfgang, Dipl.-Chem. Dr., 2151 Neukloster
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mader, Wolfgang, Dipl.-Chem. Dr., 2151 Neukloster filed Critical Mader, Wolfgang, Dipl.-Chem. Dr., 2151 Neukloster
Priority to DE19702051210 priority Critical patent/DE2051210A1/de
Publication of DE2051210A1 publication Critical patent/DE2051210A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B5/00Preparation of cellulose esters of inorganic acids, e.g. phosphates
    • C08B5/02Cellulose nitrate, i.e. nitrocellulose
    • C08B5/04Post-esterification treatments, e.g. densification of powders, including purification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Neuartiges Verfahren zur kontinuierlichen Druckkochung von Nitrocellulosen und dafür geeignete Apparatur.
  • Diese Erfindung betrifft eine neuartige kontinuierliche Druckkocheranlage, welche es gestattet, ctie Verringerung der Molekülgröße von Nitrozellulosemolekülen auf eine wesentlich wirtschaftlichere Art als bisher durchzuführen.
  • Bisher waren zum obengenannten Zweck folgende Verfahren bekannt: 1) diskontinuierliche Chargenverfahren mit kleinen Varianten, z.B.
  • hat der Druckbehälter entweder ein Rührwerk oder die Pülpe (d.i.
  • die Aufschlämmung der Nitrozellulose in Wasser) wird im Kreis gepumpt. In einer weiteren Variante wird die Nitrozellulose im Druckbehalter durch ein Sieb festgehalten und lediglich das Druckwasser im Kreis gepumpt. Die vorgenannten Verfahren entsprechen als diskontinuIerliche Verfahren nicht den heutigen Stand der Technik.
  • Durch die im Chargenbetrieb häufige Aufheizung und Abkühlung der Druckbehälter werden diese stark beanprucht und sind deshalb sehr reparaturanfällig. Zum Chargenwechsel ist bedienungspersonal notwenig. Vor dem Chargenwechsel muß der Inhalt des Druckbehälters unter die Siedetemperatur des wassers abgekühlt werden. Dies erforeert Kühlwasser und beaeutet eine Vergeudung von Wärmeenergie.
  • 2) das kontinuierliche Verfahren der Hercules Powder Company, welches folgende Nachteile hat: a) ist sein Raumbedarf sehr groß, da die Erhitzung der pulpe in einem ohr von 900 m Lange durchgeführt wird, an dessen Ende ein ca. 60 m hohes senkrecht stehendes Sicherheitsrohr sich befindet, b) infolgedessen sind die Investitionskosten für dieses Verfahren sehr hoch, c) auft£rdem wird die heiße Pülpe wie beim diskontinuierlichen Verfahren mit Wasser gekühlt, was einerseitsseinen großen Kühlwasserbedarf, andererseits eine ungünstige Wärmebilanz zur Folge hat.
  • Keins von den vorgenannten Verfahren entspricht somit dem heutigen stand der Technik. Das Schrifttum hierzu besteht u. a. aus: 1) cien Patenten U.S. Patent 1911201 und 1818733, D.R.P. 561391 und 613036, Franz. Patent 685344 und 653489, Engl. Patent 301267, 2) den Monographien Fabel: Nitrocellulose, Niles: Nitrocellulose.
  • Der Erfindung liegt die hufgabe zugrunde, ein kontinuierliches Verfahren zur Druckkochung von Nitrocellulose zu entwickeln, das den Wärmeinhalt ae abgehenden zur weitgehenden Aufheizung des zulaufenden Pülpenstromes verwendet, das eine geringere Zahl von Bedienungspersonal erfordert als die bisher üblichen Verfahren, das sich in einen kontinuierlichen Gesamtprozeß zur Herstellung von Nitrocellulose integrieren läßt, das einen geringeren Raumbedarf hat als das bisher einzige bekannte kontinuierliche Verfahren.
  • Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe geht aus der nachfolgenden Beschreibung und der beigefügten Zeichnung hervor: Die aus Nitrocellulose und Wasser bestehende Pülpe (Stoffdichte 1:5 bis 1:25, vorzugsweise 1:10 bis 1:15) wird mittels Verdrängerpumpe (1) durch den Wärmeaustauscher (W), in dem sie durch die abgehende Pulpe vorgeheizt wird, in den Rührautoklaven (1)), der eine schlanke Forn haben muß, von unten eingespeist. Dieser wird entweder indirekt durch Mantelheizung oder durch direkt eingeblasenen Dampf beheizt. Es ist auch beides gleichzeitig mglich. Um die Apparatur klein zu halten, wird sie für Drücke bis 10 atü ausgelegt.
  • Das bietet den Vorteil, das bei gleicher Durchsatzzeit (was für einen vollkontinuierlichen Betrieb sehr wichtig ist) Nitrocellulose sehr niedrigen Molekulargewichtes bei höheren Temperaturen (und entsprechend höherem Wasserdampfdruck im Autoklav) und solche höheren Molekulargewichtes bei niedrigeren Temperaturen (und entsprechend niedrigeren Drucken) gewonnen wird.
  • Die Einführung der Pülpe von unten in den Autoklaven (D) bei dem Stutzen (@) bietet folgende Vorteile: a) die durch die Kochung abgespaltenen Gase unterstützen einen gleichmäßigen Auftrieb der Pülpe in Richtung des Stoffstromes uftd kennen sich im oberen Teil des Kochers leicht von der Pülpe trennen, .2) wird dtr Auftrieb ggf. verstärkt durch den direkt eingeblasenen Dampf, 3) durch den gleichmäßigen Auftrieb und das Rühren wird eine größtmögliche Homogenität erzielt, da sich so keine Nester unbewegter Nitrocellulose biluen können, Will man das in der Apparatur zur Verfügung stehende Volumen rationeller nutzen, ist die indirekte Beheizung vorzuziehen. Hierbei würde die Pülpe nicht durch Dampfkondensat verdünnt werden. nder rerseits ist die Kondensatmenge relativ gering, da die Aufheizung weitgehend im Wärmeaustauscher vollzogen wird.
  • Die den Druckkocher (D) verlassende Pülpe tritt in ein Fallrohr (P) ein und von dort in den Wärmetauscher (W), in dem sie die ankommende Pülpe aufheizt und sich selbst abkühlt. Im Fallrohr (F) befindet sich die Standhaltungsanzeige (St), die das Feinre£elgetriete (FR) der Entleerungspumpe (II) entsprechend regelt. Außerdem werden so Differenzen im Fördervolumen der beiden Pumpen (I) und (II) ausgeglichen. Auf diese Weise wird ein Durchschlag von Dampf durch den Wärmeaustauscher (W) und die Entleerungspumpe (II) vermieden. Es kann in die nachfolgenden apparate nur Pülpe, die sich im Wärmeaustauscher (W) abgekuhlt hat, eintreten.
  • Die Entgasung wird im oberen Teil de Druckkochers durch ein gesteuertes Ventil (V) vorgenommen.
  • Die Temperatur wird durch einen Tempearturfühler (TR), der ein in der Dampfleitung befindliches Regelventil steuert, eingestellt.
  • Der in der Apparatur herrschende Druck wird durch das Entgasungsventil (V) so geregelt, daß er dem durch die Temperatur des Druckwassers im Autoklaven vorgegebenen Wasserdamp£druck entspricht. Bine Anreicherung von Zersetzungsgasen im Gasraum des Autoklaven wird auf diese Weise vermieden.
  • Die Einstellung verschiedener Temperaturen im Autoklav erfolgt in erster Linie durch unterschiedlich starke Beheizung von dessen Inhalt. Will man die Temperatur relativ stark erniedrigen, so pumpt man kurzzeitig mit höherer Geschwindigkeit. Hierdurch wird der Wärmeübergang im Wärmeaustauscher (W) schlechter, so daß die ankommende Pülpe mit wesentlich niedrigerer Temperatur iii den Autoklaven eintritt, als die abgehende denselben verließ.
  • Nachfolgend werden die wesentlichen Merkmale der erfindunsgemalen Apparatur zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben: Die Apparatur besteht gemäß beiliegender Zeichnung aus: 1) einem Autoklav, der eine schlanke Form haben muß (Verhaltnis von Durchmesser zu Lange etwa 1:5 bis 1:10 entsprechend dem ausgelegten Volumen). Bei senkrechter oder schräger Aufhängung ist er mit einem Rührwerk, bei waagerechter oder fast waagerechter Anordnung muß er mit einer Förderschnecke, deren Drehgeschwindigkeit sich entsprechend dem Durchsatz regeln läßt, versehen sein. Außerdem muB er bei waagerechter oder fast waagerechter Aufhängung oberhalb des Pülpenaustritts mit einem Dom versehen sein, von dem aus die Entgasungsleitung und die Leitung zum Sicherheitsventil abgehen.
  • Der Ablauf der Pülpe erfolgt in einer Höhe, die einen genügend großn Dampfraum zur einwandfreien Separation der bei der Kochung abgespaltenen Gase übrig läßt.
  • Die Beheizung erfolgt entweder durch direkte Dampfeins@eisung oder durch einen Dampfmantel oder durch die beiden vorgenannten Einrichtungen gleichzeitig. Je nach günstigster Wirtschaftlichkeit kann aer Dampfmantel auch durch eine andere Beheizungsart, z.b. Thermalölbeheizung, ersetzt werden.
  • 2) einem Gegenströmwärmeaustauscher, der es ermöglicht, die ankommende pulpe durch die ablaufende aufzuheizen.
  • 3) aus zwei Verdrängerpumpen, die den gleichmäßigen Stoffdurchsatz einwandfrei gewährleisten.
  • Aus Sicherheitsgründen ist in die Zugangsleitung zum Autoklaven zwischen die Einspeisungspumpe (I) und den Wärmeautauscher (W) ein Rückschlagventil (HV) und in der Abgangsleitung vor der Entleerungspumpe (II) ein Schnellschlußventil (SV) eingebaut.
  • Letzteres wird durch einen Fühler (FS) in der Abgangsleitung (F) gesteuert. Die vorstehend beschriebenen Ventile verhindern, daß bei Ausfall einer oder beider Pumpen kein Dampf (entstehend aus dem Druekwasser im Autoklav bei Druckabfall) durch erstere' hindurchschlagen kann.
  • Die beiden Pumpen werden durch einen Motor über ein gemeinsames Regelgetriebe angetrieben, wobei die in der Abgangsleitung angeordnete Entleerungspumpe durch ein Feinregelgetriebe (FR) in ihrer Drehzahl gegenüber jener der Einspeisungspumpe verändert werden kann. Das Feinregelgetriebe (FR) hält über eine Füllstandsanzeige (St) des Autoklaven die Standhöhe der Pülpe aus Sicherheitsgründen konstant. Das gemeinsame Regeltriebe (PIV) hat ule Aufga-e, verschiedene Durchsatzgecwindikeiten zu ermöglichen. Die Veränderung der Durchsatzgeschwindigkeiten, bedingt durch die unterschiedliche Behandlung der verschiedenen Nitrocellulose-Typen, wird durch entsprechende Veränderung der Kochtemperaturen in mäßigen Grenzen gehalten.
  • Wegen der Trägheit der Regeleinrichtung muß bei der Einstellung des Autoklaveninnendrucks durch das Entgasungsventil (V) diese@ so eingestellt werden, daß dich das Entgasungsventil (V) erst bei geringfügig höherem Druck, als dem Wasserdampfaruck bei der jeweiligen Temperatur entspricht, offnet, Diese Druckdifferenz hängt auch noch vom Strömungswiderstand der Entgasungsleitung ab, Die Entgasungsleitung sowie die Leitung zum ,icherheitsventil müssen an der Einmündung im Autoklaven durch ein Sieb gegen Verstopfung lurch emporgerissene Nitrocellulose geschützt werden. Um dGs oleb während des Betriebes der Anlage reinigen zu können, läßt man in die vorgenannten Leitungen je eine Wasserleitung einmünden, die in gewissen Zeitabständen automatisch oder von hand gesteuert das betreffende Sieb freispült, und zwar entgegen der Strömungsrichtung der gegebenenfalls austretenden Gase. Das Ventil der fiasserleitung, die in die Entgasungsleitung einmündet, ist mit dem Entgasungsventil (V) so verriegelt, daß ersteres sich nur dann öffnen kann, wenn letzteres geschlossen ist.
  • Die vorstehend beschriebenen bpülwasserleitungen ind in der Zeichnung nicht entialten.

Claims (1)

  1. Kontinuierliche Druckkocheranlage für Nitrocellulose, dadurch
    gekennzeichnet, daß 1) die Kochung hauptsächlich in einem wenig Raum erfordernden Autoklav (auch als Druckautoklav oder Druckkocher bezeichnet) welcher mit einem Rührwerk oder einer Förderschnecke ausgerüstet sein kann, uurchgeführt wird, 2) die ankommende Pülpe durch die abgehende mit Hilfe eines Gegenstromwärmeaustauschers aufgeheizt wird, wodurch die abgehende Pülpe gekühlt wird und so Wärme und Kühlwasser gegenüber den bisherigen Verfahren in erheblichem Ausmaß eingespart werden, 3) zwischen die Entleerungspumpe (II) und das regelbare Untersetzungsgetriebe noch ein Feinregelgetriebe (FR) angeordnet ist, das durch die Pülpestandhaltung (St) geregelt wird und Unterschicde in der Leistung der beiden Pumpen ausgleicht.
    4) Zu- und Abführung der Pülpe durch zwei Verdtängerpumpen (I und II) bewirkt werden, die über ein reglbares Untersetzungsgetriebe mit zwei Wellenabgängen von einem Motor angetrieben werden, 5) zwischen der Einspreisungspumpe (I) und dem Wärmeaustauscher («) ein Rückschlagventil (RV) angebracht ist, das im Falle des Ausfalls der Einspeisungspumpe (I) ein Zurückschlagen von Dampf verhindert, 6) zwischen Wärmeaustauscher (W) und Entleerungspumpe (II) ein Schnellschlußventil (SV) angebracht ist, welches durch einen Fühler (FS) gesteuert wird und verhindert, daß beim Ausfall der Entledrungspumpe (II) ein Dampfdurchschlag eintreten kann.
    L e e r s e i t e
DE19702051210 1970-10-19 1970-10-19 Pressure boiling nitrocellulose - in compact plant with valves preventing accidental steam escape Ceased DE2051210A1 (en)

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DE (1) DE2051210A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN100480273C (zh) * 2006-08-01 2009-04-22 四川北方硝化棉股份有限公司 硝化棉煮洗余热回收利用方法及其水汽直接换热装置
US7868166B2 (en) 2002-05-07 2011-01-11 Dow Global Technologies Inc. Continuous process for the production and/or workup of polysaccharide derivatives

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN100480273C (zh) * 2006-08-01 2009-04-22 四川北方硝化棉股份有限公司 硝化棉煮洗余热回收利用方法及其水汽直接换热装置

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