DE2050957A1 - Verfahren und Maschine zum Strecken und Drehen von textlien Garnen oder Faden - Google Patents
Verfahren und Maschine zum Strecken und Drehen von textlien Garnen oder FadenInfo
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Description
Patentanwälte Dipl.-ing. W. ScJierrmann Dr.-Ing. R. Roger
73 Esslingen (Neckar), Fabrikstraße 9, Postfach 348 16. Oktober 1970
PA 128 naOSt Stuttgart (0711) 356-539
35961?
Telegramme Patentschutz Esslingenneckar
Garnen oder Fäden
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Strecken und Drehen von textlien Garnen oder Fäden, bei denen die Garne oder
Fäden in einer Streckzone gestreckt und sodann mit Hilfe einer Ring-Läufer-Anordnung auf eine umlaufende Spule aufgewickelt
werden, die auf einer angetriebenen Spindel sitzt, um einen Garnkörper zu bilden, dessen Durchmesser während
des Aufwickeins ständig zunimmt. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Maschine zur Durchführung dieses Verfahrens,
die demgemäß ein Streckwerk, eine umlaufende Spindel, eine Ring-Läufer-Anordnung, mittels welcher die von dem Streckwerk
abgelieferten Garne oder Fäden auf eine umlaufende Spule auf der Spindel aufgewickelt werden, um auf dieser einen
Garnkörper zu bilden, und eine Regelvorrichtung für die Spindeldrehzahl besitzt.
Bei Maschinen zum Strecken und Drehen von endlosen Fäden aus synthetischem Material ist es bekannt, bei Ablieferung
des Garns durch eine Ring-Läufer-Anordnung mit konstanter
Geschwindigkeit an die Spule und konstanter Spindeldrehzahl die Läufer- und Ballondrehzahl sich im gleichen Verhältnis
vergrößern zu lassen, wie sich der Durchmesser des Garn-
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körpers vergrößert, der auf die Spule aufgewickelt wird. Die sich vergrößernde Läufer- und Ballondrehzahl wirkt unmittelbar
auf die Spannung in dem bearbeiteten Garn ein, und es ist möglich, daß die Spannung des Garns so groß wird, daß
sie eine nachteilige Wirkung sowohl auf die Qualität des Garns als auch auf diejenige des erzeugten Garnkörpers ausübt.
Außerdem kann die Läuferdrehzahl so groß werden, daß sie einen außergewöhnlichen Verschleiß und ein Brennen des
Läufers hervorruft. Das kann auch dazu führen, daß sich Läufermaterial auf den Ringflächen ablagert, was zu einer
Störung der Funktion des Läufers auf dem Ring Anlaß gibt.
Es ist bekannt, die Spindelgeschwindigkeit während des Aufbaus eines Garnkörpers auf der Spule allmählich zu verringern,
um zu Wicklungsbedingungen zu kommen, bei denen sich ungefähr e'ine konstante Garnspannung oder, wenn erforderlich,
als Alternative eine konstante Ballondrehzahl ergibt. Versuche haben gezeigt, daß eine progressive Verringerung
der Spindeldrehzahl vom Beginn bis zur Beendigung eines Garnkörperaufbaus nicht das richtige oder ideale
Programm für die Spannungsregelung darstellt, insbesondere dann, wenn Spulen mit kleinen Durchmessern innerhalb von
Ringen benutzt werden, mittels welcher der höchst zulässige Durchmesser der fertigen Garnkörper erzeugt werden kann.
Unter solchen Bedingungen ist der Garn-Läufer-Winkel, d. h. der Winkel zwischen dem Garnweg von dem Umfang der leeren
Spule zum Läufer und der Garnweg vom Läufer zur Ballonführerklappe, sehr spitz, so daß bei der Bewegung des Garns
durch den Läufer ein Ssusätzlicher Reibungswiderstand erzeugt wird. Dieser zusätzliche Reibungswiderstand erhöht
die Garnspannung beträchtlich gegenüber derjenigen, die sich üblicherweise aus dem Umlauf des Läufers auf dem Ring
ergibt, indem Zentrifugalkräfte und der Luftwiderstand auf den Garnballon einwirken.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren der eingangs genannten Art und eine Haschine zur Durchführung
dieses Verfahrens zu schaffen, bei welchen die obengenannten Nachteile vermieden sind.
Gemäß der Erfindung wird zu diesem Zweck die Drehzahl der
Spindel gemäß einem vorgegebenen Programm verändert, nach welchem sie zu Beginn des Aufbaus eines Garnkörpers zunächst
kleiner ist als eine vorgegebene Höchstdrehzahl, sich allmählich während einer ersten Phase des Garnkörperaufbaus
bis zu dieser Höchstdrehzahl vergrößert und sich dann während
des gesamten oder eines Teiles des weiteren Garnkörperaufbaus allmählich verkleinert.
Gemäß weiterer Erfindung wird bei einer Maschine der eingangs genannten Art zur Durchführung des vorgenannten Verfahrens
die Regelvorrichtung für die Spindeldrehzahl von einem Drehzahlprogrammierkörper
gesteuert, dessen Gestaltung einem vorgegebenen Spindeldrehzahlprogramm entspricht, gemäß welchem
die Drehzahl der Spindel zu Beginn des Aufbaus eines Garnkörpers zunächst kleiner ist als eine vorgegebene Höchstdrehzahl,
sich während einer ersten Phase des Garnkörperaufbaus allmählich bis zu dieser Höchstdrehzahl vergrößert und
sich dann während des gesamten weiteren oder eines Teiles des weiteren Garnkörperaufbaus allmählich verkleinert.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes
der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Streckdreh-Maschine gemäß der Erfindung in schemata scher perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 ein Diagramm, das die programmierte Änderung der Spindelgeschwindigkeit während des Aufbaus eines
Garnkörpers auf der Streckdreh-Maschine gemäß Fig. 1 zeigt,
Fig. 3 einen Garnkörper, der von der Streckdreh-Maschine gemäß Fig. 1 erzeugt ist unter Steuerung der
Erzeugung gemäß dem Spindelgeschwindigkeitsprogramm nach Fig. 2,
Fig. 4 ein schematisches Blockdiagramm für eine Antriebsvorrichtung
für die Streck- und Förderwalzen und die Spindel der Streckdreh-Maschine gemäß Fig. 1
und
Fig. 5 eine Kurvenscheibe für die Antriebsvorrichtung gemäß Fig. 4 in einer Draufsicht in schematischer
Darstellung.
In Fig. 1 wird das ungestreckte Garn Y aus synthetischen Endlosfäden von einer Aufsteckspule 1 über eine Fadenführeröse
2 abgezogen und über einen Spannbolzen 3 hinweggezogen, der dazu dient, dem Garn eine Vorspannung zu erteilen. Das
Garn Y geht sodann über die Klemmstelle einer Förderwalze 4 hinweg, die mit einer Gegenwalze 5 zusammenwirkt, und wird
hierauf um eine unter Wärmeeinwirkung stehende obere Streckwalze 6 und eine Trennwalze 7 in mehreren Windungen herumgewickelt.
Die Umfangsgeschwindigkeit der oberen Streckwalze 6 ist größer als die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen 4 und
5, damit auf das Garn eine Streckwirkung ausgeübt wird. Das Garn Y wird dann weiter gestreckt, indem es über eine Heiz-
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platte 8 und hierauf mit mehreren Windungen um eine untere Streckwalze 9 und eine Trennwalze 10 hinwegläuft. Die weitere
Streckung des Garns kommt zustande, indem der unteren Streckwalze 9 eine größere Umfangsgeschwindigkeit als der oberen
Streckwalze 6 erteilt wird.
Nach dem Strecken geht das Garn durch eine Fadenführerklappe 11 und einen Ballonbegrenzungsring 12 hindurch, um sodann
mittels einer Ring-Läufer-Anordnung 14 auf einen Garnkörper 13 aufgewickelt zu werden. Die Spindel 15 wird mit Hilfe
eines Riemens 16 in Umlauf gesetzt, der gegen die Antriebsrolle 17 der Spindel 15 anliegt.
Im folgenden wird eine Antriebsvorrichtung zum Antrieb der Streckwalzen 6 und 9 und der Förderwalze 4 sowie auch der
Spindel 15 anhand der Fig. 4 beschrieben. Zum Antrieb der Streckwalzen 6 und 9 und der Förderwalze 4 ist ein erster
Gleichstrommotor 111 vorgesehen, der im folgenden als Streckwalzenmotor bezeichnet wird. Zum Antrieb der Spindel 15
dient ein zweiter Gleichstrommotor 112, der im folgenden als Spindelmotor bezeichnet wird. Zur Steuerung der Ankerspannungen,
die an die beiden Elektromotoren 111 und 112 angelegt werden, sind gemeinsame Steuermittel' vorgesehen.
Ebenso sind gemeinsame Steuermittel vorgesehen zur Steuerung der Feldspannungen für die beiden Elektromotoren. Mit Hilfe
der letzteren wird die Feldspannung des Spindelmotors 112 über eine umlaufende Kurvenscheibe 121 selbsttätig gesteuert,
die während der Erzeugung eines Garnkörpers eine Umdrehung macht und die mit ihrem Profil ein Steuerelement in Bewegung
versetzt, das die dem Spindelmotor zugeführte Feldspannung steuert.
Das Profil der umlaufenden Kurvenscheibe 121 ist in Fig. 5 wiedergegeben. Es ist derart gestaltet, daß es die Änderung
der Spindeldrehzahl während der Erzeugung des Garnkörpers gemäß dem Programm nach Fig, 2 bewirkt, wobei eine konstante
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Garnablieferungsgeschwindigkeit von etwa 91 m/min zugrunde gelegt wird, die auf die Streckwalze 9 zurückgeht. Gemäß
dem Programm läßt man die Spindel zu Beginn der Erzeugung eines Garnkörpers mit einer Drehzahl von 8250 U/min umlaufen,
die niedriger ist als die vorbestimmte Höchstdrehzahl von 8350 U/min, die in einem Zeitraum von 60 Minuten
während einer ersten Phase der Garnkörpererzeugung erreicht wird. Die Spindeldrehzahl nimmt dann während eines Zeitraumes
von 730 Minuten allmählich ab, während dessen sich
Garnkörpers
die Erzeugung des / fortsetzt, die in einer Gesamtspinnzeit von 790 Minuten vollendet wird.
Dadurch, daß die Spindeldrehzahl gemäß dem Programm nach Fig. 2 geregelt wird, wird nicht nur der Beginn der Garnkörpererzeugung
erleichtert, sondern es werden auch die Garnverschlingungsprobleme in der ersten Phase der Garnkörpererzeugung
vermindert, weil die Regelung der Garnspannung verbessert ist.
Das in Fig. 2 dargestellte Programm in seiner Anwendung auf den in Fig. 3 wiedergegebenen Garnkörper ergab in der
Praxis eine konstante Garnspannung vom Beginn bis zum Ende der Garnkörpererzeugung. Das Programm kann jedoch selbstverständlich
geändert werden, wenn irgendwelche anderen besonderen Bedingungen zu berücksichtigen sind.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, sind die Ankerwicklungen der Elektromotoren 111 und 112 parallel zueinander an eine
Gleichstromausgangsklemme 113 eines gesteuerten Silicium-Gleichrichters SCRl angeschlossen, dessen einer Eingangsklemme 114 eine Wechselspannung aus einer Hauptspannungspelle
115 zugeführt wird.
Der Gleichrichter SCRl weist ein erstes, nicht dargestelltes
Stellglied auf, das es gestattet, die Ausgangsgleichspannung an der Klemme 113 des Gleichrichters so einzustellen, daß
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sich bestimmte Grunddrehzahlen der beiden Elektromotoren
111 und 112 ergeben, während ein zweites, nicht dargestelltes Stellglied zwischen zwei Stellungen umschaltbar ist, in
deren einer den Motoren 111 und 112 eine Ankerspannung zugeführt wird, die einer sehr niedrigen Kriechdrehzahl der
Motoren entspricht, um das Einfädeln zu erleichtern, und in deren anderer den Motoren eine Ankerspannung zur Verfügung
steht, welche die gewünschten Grunddrehzahlen der Motoren ergibt. Die Umschaltung* von der Kriechdrehzahl auf die
Grunddrehzahl wird hierbei selbsttätig innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne, die beispielsweise zwischen 10 und
30 Sekunden liegen kann, von dem zweiten Stellglied bewirkt. Die Abtriebswelle des Streckwalzenmotors 111 treibt einen
Tachogenerator 117 an, dessen Ausgang dem Gleichrichter SCRl
als negative Rückkopplung zugeführt wird, so daß sich eine geschlossene Regelschleife für den Ankerkreis des Motors
111 ergibt.
Die Spannung der Feldwicklung des Streckwalzenmotors 111 wird ebenfalls von dem Gleichrichter SCRl an eine Ausgangsklemme
116 geliefert. Der Gleichrichter besitzt weiterhin ein drittes Stellglied 118, das es gestattet, die an der
Klemme 116 auftretende Erregergleichspannung von Hand zu verändern.
Die Feldwicklung des Spindelmotors 112 wird mit einer von einer Ausgangsklemme 119 eines zweiten gesteuerten Silicium-Gleichrichters
SCR2 beliefert, dessen Eingangsklemme 120 von der Iiauptspannungsquelle 115 Wechselspannung zugeführt
wird. Der zweite Gleichrichter SCR2 besitzt ein nicht dargestelltes Erregerspannungs-Stellglied, das zur Veränderung
der an der Klemme 119 auftretenden und dem Spindelmotor zugeführten Erregergleichspannung betätigt werden kann. Das
Erregerspannungs-Stellglied des Gleichrichters SCR2 weist ein lineares Potentiometer auf, dessen Schleifer mit dem
Profil der Kurvenscheibe 121 gekuppelt ist. Die Abtriebs-
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— ο —
welle des Spindelmotors 112 ist mit einem Tachogenerator 122 gekuppelt, der ein Rückkopplungssignal erzeugt, das den
zweiten Gleichrichter SCR2 entgegen der vorprogrammierten
Erregerspannung negativ zurückgekoppelt wird, so daß sich eine geschlossene Regelschleife für den Erregerstromkreis
des Motors 112 ergibt.
Zur Einstellung vorbestimmter Arbeitsbedingungen der Maschine wird die Grunddrehzahl zunächst durch eine allgemeine Einstellung
der Ankerspannung mittels des Ankerspannungs-Stellgliedes des ersten Gleichrichters SCRl eingestellt. Der erforderliche
Unterschied zwischen der Drehzahl des Streckwalzenmotors und derjenigen des Spindelmotors wird sodann
durch die Verstellung des Erregerspannungs-Stellgliedes des
Gleichrichters SCRl von Hand geregelt, durch welche die Drehzahl
des Streckwalzenmotors 111 geändert wird. Die in Fig.
dargestellte geeignete Kurvenscheibe 121 zur Steuerung der Erregerspannung des Spindelmotors 112 ist nunmehr in der Lage,
die gewünschte Änderung der Spindeldrehzahl während des Aufbaus des Garnkörpers zu bewirken, und die Maschine ist demgemäß
betriebsbereit.
Beim Ingangsetzen der Maschine wird das der Kriechdrehzahl zugeordnete Stellglied in Abhängigkeit von einem von einer
Maschinensteuereinheit CU gelieferten Signal betätigt, so daß die Maschine zum Einfädeln des Garns mit Kriechdrehzahl
umläuft. Nach dem Einfädeln wird das Kriechdrehzahl-Stell-
und
glied umgeschaltet/ die Maschine selbsttätig in den Sustand überführt, in welchem "sie geregelt mit normaler Drehzahl umläuft. Die die Erregerspannung des Spindelmotors 112 steuernde Kurvenscheibe 121 beginnt selbsttätig ihren Umlauf. Sie programmiert die Spindeldrehzahl während des gesamten Aufbaus des Garnkörpers.
glied umgeschaltet/ die Maschine selbsttätig in den Sustand überführt, in welchem "sie geregelt mit normaler Drehzahl umläuft. Die die Erregerspannung des Spindelmotors 112 steuernde Kurvenscheibe 121 beginnt selbsttätig ihren Umlauf. Sie programmiert die Spindeldrehzahl während des gesamten Aufbaus des Garnkörpers.
Die Grunddrehzahl der Maschine wird stets von dem Streckwalzenmotor
111 vorgegeben, der die Liefergeschwindigkeit
des den Spindeln zugeführten Garnes bestimmt.
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Die Kriechdrehzahl sollte vorzugsweise zwischen 25 und 100 U/min regelbar sein, obwohl die Genauigkeit der Regelung
in diesem Drehzahlbereich praktisch nicht wichtig ist.
Die elektrische Kopplung der Anker der beiden Motoren 111 und 112 bewirkt, daß'der Spindelantrieb und der Antrieb der
Förder- sowie der Streckwalze sich im wesentlichen im gleichen Verhältnis beschleunigen. Beim Abbremsen werden die beiden
Anker von der von ihnen erzeugten ENK in ausreichendem Haße in gleichem Verhältnis verzögert.
Im Ankerstromkreis des Streckwalzenmotors 111 ist ein Widerstand 123 vorgesehen, der es den Spindeln gestattet, beim
Anlassen früher anzulaufen, und der automatisch ausgeschaltet wird, wenn die Motoren ihre normale Betriebsdrehzahl erreichen.
Ein Widerstand 124, der in Abhängigkeit von einem von der Steuereinheit CU beim Abschalten der Maschine zugeführten
Signal automatisch zwischen die Anker der beiden Motoren 111 und 112 eingeschaltet wird, ergibt ein dynamisches Abbremsen
der Motoren 111 und 112 bei deren Auslaufen.
In den Ankerkreisen der beiden Motoren 111 und 112 sind überlastschalter
125 und 126 vorgesehen, die durch ein entsprechendes Signal von der Steuereinheit CU nach dem Ansprechen
wieder eingeschaltet werden können.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung, das im Vorstehenden im einzelnen beschrieben worden ist, ist das Spindeldrehzahlprogramm
derart gestaltet, daß die Spindeldrehzahl sich während einer ersten Phase des Aufbaus des Garnkörpers erhöht, und
zwar während einer Zeitspanne, die etwa 7 % der Gesamtzeit des Garnkörperaufbaus ausmacht. FUr manche Zwecke kann es erwünscht
sein, die Zeltspanne auf etwa 4 % der Gesamtzeit des Garnkörperaufbaus zu verringern. In diesem Fall wird die
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Kurvenscheibe der Fig. 5 mit einem Winkelweg von 27° durch eine solche ersetzt, die nur einen Winkelweg von 15° aufweist.
Das Programm für die Spindeldrehzahl wird üblicherweise von dem Benutzer der Streckdreh-Maschine nach dem besonderen Garn,
das zu verarbeiten ist, bestimmt. Hierbei wird die Zeit, während welcher sich die erste Phase des Garnkörperaufbaus
vollzieht, gemäß dem Titer des jeweiligen Garns verändert. Je nach den besonderen Erfordernissen wird demgemäß eine
Kurvenscheibe mit dem geeigneten Profil vorgesehen.
-U-
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Claims (18)
1. Verfahren zum Strecken und Drehen von textlien Garnen
oder Fäden, bei dem die Garne oder Fäden in einer Streckzone gestreckt und sodann mit Hilfe einer Ring-Läufer-Anordnung
auf eine umlaufende Spule aufgewickelt werden, die auf einer angetriebenen Spindel sitzt, um einen Garnkörper
zu bilden, dessen Durchmesser während des Aufwickeins ständig zunimmt, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl
der Spindel gemäß einem vorgegebenen Programm verändert wird, nach welchem die Drehzahl der Spindel zu Beginn des
Aufbaus eines Garnkörpers zunächst kleiner ist als eine
vorgegebene Höchstdrehzahl, sich allmählich während einer ersten Phase des Garnkörperaufbaus bis zu dieser Höchstdrehzahl
vergrößert und sich dann während des gesamten oder eines Teiles des weiteren Garnkörperaufbaus allmählich
verkleinert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Programm derart gestaltet ist, daß die Spindeldrehzahl
in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus innerhalb einer Zeitspanne vergrößert wird, die nicht weniger als 4 % der
Gesamtzeit des Garnkörperaufbaus ausmacht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Programm derart gestaltet ist, daß die Spindeldrehzahl
in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus innerhalb einer Zeitspanne vergrößert wird, die nicht weniger als 7 % der
Gesamtzeit des Garnkörperaufbaus ausmacht.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Spindeldrehzahl in der ersten Phase des
Garnkörperaufbaus während einer Zeitspanne von einer Stunde oder mehr vergrößert.
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5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeldrehzahl sich während des
gesamten weiteren Garnkörperaufbaus verkleinert.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spindeldrehzahl sich in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus um ein konstantes Maß
vergrößert und sich während des gesamten weiteren Garnkörperaufbaus um ein konstantes Maß verkleinert.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Garne oder Fäden aus der Streckzone mit einer konstanten Geschwindigkeit abgeliefert
werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Garnablieferungsgeschwindigkeit etwa 91 m/min beträgt
und ein Spindeldrehzahlprogramm gemäß Fig. 2 der Zeichnung verwendet wird.
9. Maschine zum Strecken und Drehen von textlien Garnen oder Fäden mit einem Streckwerk, einer umlaufenden Spindel,
einer Ring-Läufer-Anordnung, mittels welcher die von dem Streckwerk abgelieferten Garne oder Fäden auf eine umlaufende
Spule auf der Spindel aufgewickelt werden, um auf dieser einen Garnkörper zu bilden, dessen Durchmesser sich während
des Aufwickeins ständig vergrößert,und einer Regelvorrichtung für die Spindeldrehzahl, dadurch gekennzeichnet, daß
die Regelvorrichtung/die Spin/drehzahl von einem Drehzahlprogrammierkörper
(121) gesteuert wird, dessen Gestaltung
einem vorgegebenen Spindeldrehzahlprogramm entspricht, gemäß welchem die Drehzahl der Spindel (15) zu Deginn des Aufbaus
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eines Garnkörpers (13) zunächst kleiner ist als eine vorgegebene Höchstdrehzahl/ sich während einer ersten Phase des
dreh
Garnkörperaufbaus allmählich bis zu dieser Höchstfzahl vergrößert
und sich dann während des gesamten weiteren oder eines Teiles des weiteren Garnkörperaufbaus allmählich verkleinert.
10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprogrammierkörper (121) nach einem Spindeldrehzahlprogramm
gestaltet ist, gemäß welchem sich die Spindeldrehzahl in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus innerhalb
einer Zeitspanne vergrößert, die nicht weniger als 4 % der Gesamtzeit des Garnkörperaufbaus ausmacht.
11. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprogrammierkörper (121) nach einem Spindeldrehzahlprogramm
gestaltet ist, gemäß welchem sich die Spindeldrehzahl in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus innerhalb
einer Zeitspanne vergrößert, die nicht weniger als- 7 % der Gesamtzeit des Garnkörperaufbaus ausmacht.
12. Maschine nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehzahlprogrammierkörper (121) nach einem Spindeldrehzahlprogramm gestaltet ist, gemäß welchem sich
die Spindeldrehzahl in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus während einer Zeitspanne von einer Stunde oder mehr vergrößert.
13. Maschine nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehzahlprogrammierkörper (121) nach einem Spindeldrehzahlprogramm gestaltet ist, gemäß welchem
sich die Spindeldrehzahl während des gesamten weiteren Garnkörperaufbaus verkleinert.
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. ' 2050^57
14. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprogrammierkörper
(121) nach einem Spindeldrehzahlprogramm gestaltet ist,
gemäß welchem sich die Spindeldrehzahl in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus um ein konstantes Maß vergrößert
und sich während des gesamten weiteren Garnkörperaufbaus um ein konstantes Maß verkleinert.
15. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Streckwerk (4, 5, 6, 8, 9) derart ausgebildet ist, daß die Garne oder Fäden mit einer
konstanten Geschwindigkeit abgeliefert werden.
16. Maschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
der Drehzahlprogrammierkörper (121) nach einem Spindeldrehzahlprogramm gemäß Fig. 2 der Zeichnung gestaltet und das
Streckwerk (4, 5, 6, 8, 9) derart ausgebildet ist, daß die
Garnablieferungsgeschwindigkeit etwa 91 m/min beträgt.
17. Maschine nach Anspruch 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprograminierkörper (121) als Teil der Drehzahlsteuervorrichtung
abnehmbar angeordnet ist, so daß er gegen einen anderen Drehzahlprogrammierkörper (121) ausgetauscht
werden kann, dessen Gestaltung einem anderen vorgegebenen Spindeldrehzahlprogramm entspricht.
18. Maschine nach einem der Ansprüche 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprograminierkörper (121) aus
einer drehbaren Kurvenscheibe besteht, die während jedes Garnkörperaufbaus einmal umläuft, ein Profil besitzt, das
dem Spindeldrehzahlprogramm entspricht und auf ein bewegliches Steuerglied der Spindeldrehzahlsteuervorrichtung
einwirkt.
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