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DE2050957A1 - Verfahren und Maschine zum Strecken und Drehen von textlien Garnen oder Faden - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Strecken und Drehen von textlien Garnen oder Faden

Info

Publication number
DE2050957A1
DE2050957A1 DE19702050957 DE2050957A DE2050957A1 DE 2050957 A1 DE2050957 A1 DE 2050957A1 DE 19702050957 DE19702050957 DE 19702050957 DE 2050957 A DE2050957 A DE 2050957A DE 2050957 A1 DE2050957 A1 DE 2050957A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
speed
spindle
package
program
spindle speed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702050957
Other languages
English (en)
Inventor
Hector Bolton Lanca shire Scowcroft (Großbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
TMM Ltd
Original Assignee
TMM Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by TMM Ltd filed Critical TMM Ltd
Publication of DE2050957A1 publication Critical patent/DE2050957A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/14Details
    • D01H1/20Driving or stopping arrangements
    • D01H1/28Driving or stopping arrangements for two or more machine elements possessing different characteristics but in operative association
    • D01H1/30Driving or stopping arrangements for two or more machine elements possessing different characteristics but in operative association with two or more speeds; with variable-speed arrangements
    • D01H1/305Speed control of the spindles in response to the displacements of the ring rail

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

Patentanwälte Dipl.-ing. W. ScJierrmann Dr.-Ing. R. Roger
73 Esslingen (Neckar), Fabrikstraße 9, Postfach 348 16. Oktober 1970
PA 128 naOSt Stuttgart (0711) 356-539
35961?
Telegramme Patentschutz Esslingenneckar
T.M.M. (RESEARCH) LIMITED, Oldham, Lancashire, Großbritannien Verfahren und Maschine zum Strecken und Drehen von textlien
Garnen oder Fäden
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Strecken und Drehen von textlien Garnen oder Fäden, bei denen die Garne oder Fäden in einer Streckzone gestreckt und sodann mit Hilfe einer Ring-Läufer-Anordnung auf eine umlaufende Spule aufgewickelt werden, die auf einer angetriebenen Spindel sitzt, um einen Garnkörper zu bilden, dessen Durchmesser während des Aufwickeins ständig zunimmt. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Maschine zur Durchführung dieses Verfahrens, die demgemäß ein Streckwerk, eine umlaufende Spindel, eine Ring-Läufer-Anordnung, mittels welcher die von dem Streckwerk abgelieferten Garne oder Fäden auf eine umlaufende Spule auf der Spindel aufgewickelt werden, um auf dieser einen Garnkörper zu bilden, und eine Regelvorrichtung für die Spindeldrehzahl besitzt.
Bei Maschinen zum Strecken und Drehen von endlosen Fäden aus synthetischem Material ist es bekannt, bei Ablieferung des Garns durch eine Ring-Läufer-Anordnung mit konstanter Geschwindigkeit an die Spule und konstanter Spindeldrehzahl die Läufer- und Ballondrehzahl sich im gleichen Verhältnis vergrößern zu lassen, wie sich der Durchmesser des Garn-
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körpers vergrößert, der auf die Spule aufgewickelt wird. Die sich vergrößernde Läufer- und Ballondrehzahl wirkt unmittelbar auf die Spannung in dem bearbeiteten Garn ein, und es ist möglich, daß die Spannung des Garns so groß wird, daß sie eine nachteilige Wirkung sowohl auf die Qualität des Garns als auch auf diejenige des erzeugten Garnkörpers ausübt. Außerdem kann die Läuferdrehzahl so groß werden, daß sie einen außergewöhnlichen Verschleiß und ein Brennen des Läufers hervorruft. Das kann auch dazu führen, daß sich Läufermaterial auf den Ringflächen ablagert, was zu einer Störung der Funktion des Läufers auf dem Ring Anlaß gibt.
Es ist bekannt, die Spindelgeschwindigkeit während des Aufbaus eines Garnkörpers auf der Spule allmählich zu verringern, um zu Wicklungsbedingungen zu kommen, bei denen sich ungefähr e'ine konstante Garnspannung oder, wenn erforderlich, als Alternative eine konstante Ballondrehzahl ergibt. Versuche haben gezeigt, daß eine progressive Verringerung der Spindeldrehzahl vom Beginn bis zur Beendigung eines Garnkörperaufbaus nicht das richtige oder ideale Programm für die Spannungsregelung darstellt, insbesondere dann, wenn Spulen mit kleinen Durchmessern innerhalb von Ringen benutzt werden, mittels welcher der höchst zulässige Durchmesser der fertigen Garnkörper erzeugt werden kann. Unter solchen Bedingungen ist der Garn-Läufer-Winkel, d. h. der Winkel zwischen dem Garnweg von dem Umfang der leeren Spule zum Läufer und der Garnweg vom Läufer zur Ballonführerklappe, sehr spitz, so daß bei der Bewegung des Garns durch den Läufer ein Ssusätzlicher Reibungswiderstand erzeugt wird. Dieser zusätzliche Reibungswiderstand erhöht die Garnspannung beträchtlich gegenüber derjenigen, die sich üblicherweise aus dem Umlauf des Läufers auf dem Ring ergibt, indem Zentrifugalkräfte und der Luftwiderstand auf den Garnballon einwirken.
109818/1893 . " 3 "
Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren der eingangs genannten Art und eine Haschine zur Durchführung dieses Verfahrens zu schaffen, bei welchen die obengenannten Nachteile vermieden sind.
Gemäß der Erfindung wird zu diesem Zweck die Drehzahl der Spindel gemäß einem vorgegebenen Programm verändert, nach welchem sie zu Beginn des Aufbaus eines Garnkörpers zunächst kleiner ist als eine vorgegebene Höchstdrehzahl, sich allmählich während einer ersten Phase des Garnkörperaufbaus bis zu dieser Höchstdrehzahl vergrößert und sich dann während des gesamten oder eines Teiles des weiteren Garnkörperaufbaus allmählich verkleinert.
Gemäß weiterer Erfindung wird bei einer Maschine der eingangs genannten Art zur Durchführung des vorgenannten Verfahrens die Regelvorrichtung für die Spindeldrehzahl von einem Drehzahlprogrammierkörper gesteuert, dessen Gestaltung einem vorgegebenen Spindeldrehzahlprogramm entspricht, gemäß welchem die Drehzahl der Spindel zu Beginn des Aufbaus eines Garnkörpers zunächst kleiner ist als eine vorgegebene Höchstdrehzahl, sich während einer ersten Phase des Garnkörperaufbaus allmählich bis zu dieser Höchstdrehzahl vergrößert und sich dann während des gesamten weiteren oder eines Teiles des weiteren Garnkörperaufbaus allmählich verkleinert.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Streckdreh-Maschine gemäß der Erfindung in schemata scher perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 ein Diagramm, das die programmierte Änderung der Spindelgeschwindigkeit während des Aufbaus eines Garnkörpers auf der Streckdreh-Maschine gemäß Fig. 1 zeigt,
Fig. 3 einen Garnkörper, der von der Streckdreh-Maschine gemäß Fig. 1 erzeugt ist unter Steuerung der Erzeugung gemäß dem Spindelgeschwindigkeitsprogramm nach Fig. 2,
Fig. 4 ein schematisches Blockdiagramm für eine Antriebsvorrichtung für die Streck- und Förderwalzen und die Spindel der Streckdreh-Maschine gemäß Fig. 1 und
Fig. 5 eine Kurvenscheibe für die Antriebsvorrichtung gemäß Fig. 4 in einer Draufsicht in schematischer Darstellung.
In Fig. 1 wird das ungestreckte Garn Y aus synthetischen Endlosfäden von einer Aufsteckspule 1 über eine Fadenführeröse 2 abgezogen und über einen Spannbolzen 3 hinweggezogen, der dazu dient, dem Garn eine Vorspannung zu erteilen. Das Garn Y geht sodann über die Klemmstelle einer Förderwalze 4 hinweg, die mit einer Gegenwalze 5 zusammenwirkt, und wird hierauf um eine unter Wärmeeinwirkung stehende obere Streckwalze 6 und eine Trennwalze 7 in mehreren Windungen herumgewickelt. Die Umfangsgeschwindigkeit der oberen Streckwalze 6 ist größer als die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen 4 und 5, damit auf das Garn eine Streckwirkung ausgeübt wird. Das Garn Y wird dann weiter gestreckt, indem es über eine Heiz-
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platte 8 und hierauf mit mehreren Windungen um eine untere Streckwalze 9 und eine Trennwalze 10 hinwegläuft. Die weitere Streckung des Garns kommt zustande, indem der unteren Streckwalze 9 eine größere Umfangsgeschwindigkeit als der oberen Streckwalze 6 erteilt wird.
Nach dem Strecken geht das Garn durch eine Fadenführerklappe 11 und einen Ballonbegrenzungsring 12 hindurch, um sodann mittels einer Ring-Läufer-Anordnung 14 auf einen Garnkörper 13 aufgewickelt zu werden. Die Spindel 15 wird mit Hilfe eines Riemens 16 in Umlauf gesetzt, der gegen die Antriebsrolle 17 der Spindel 15 anliegt.
Im folgenden wird eine Antriebsvorrichtung zum Antrieb der Streckwalzen 6 und 9 und der Förderwalze 4 sowie auch der Spindel 15 anhand der Fig. 4 beschrieben. Zum Antrieb der Streckwalzen 6 und 9 und der Förderwalze 4 ist ein erster Gleichstrommotor 111 vorgesehen, der im folgenden als Streckwalzenmotor bezeichnet wird. Zum Antrieb der Spindel 15 dient ein zweiter Gleichstrommotor 112, der im folgenden als Spindelmotor bezeichnet wird. Zur Steuerung der Ankerspannungen, die an die beiden Elektromotoren 111 und 112 angelegt werden, sind gemeinsame Steuermittel' vorgesehen. Ebenso sind gemeinsame Steuermittel vorgesehen zur Steuerung der Feldspannungen für die beiden Elektromotoren. Mit Hilfe der letzteren wird die Feldspannung des Spindelmotors 112 über eine umlaufende Kurvenscheibe 121 selbsttätig gesteuert, die während der Erzeugung eines Garnkörpers eine Umdrehung macht und die mit ihrem Profil ein Steuerelement in Bewegung versetzt, das die dem Spindelmotor zugeführte Feldspannung steuert.
Das Profil der umlaufenden Kurvenscheibe 121 ist in Fig. 5 wiedergegeben. Es ist derart gestaltet, daß es die Änderung der Spindeldrehzahl während der Erzeugung des Garnkörpers gemäß dem Programm nach Fig, 2 bewirkt, wobei eine konstante
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— 6 —
Garnablieferungsgeschwindigkeit von etwa 91 m/min zugrunde gelegt wird, die auf die Streckwalze 9 zurückgeht. Gemäß dem Programm läßt man die Spindel zu Beginn der Erzeugung eines Garnkörpers mit einer Drehzahl von 8250 U/min umlaufen, die niedriger ist als die vorbestimmte Höchstdrehzahl von 8350 U/min, die in einem Zeitraum von 60 Minuten während einer ersten Phase der Garnkörpererzeugung erreicht wird. Die Spindeldrehzahl nimmt dann während eines Zeitraumes von 730 Minuten allmählich ab, während dessen sich
Garnkörpers
die Erzeugung des / fortsetzt, die in einer Gesamtspinnzeit von 790 Minuten vollendet wird.
Dadurch, daß die Spindeldrehzahl gemäß dem Programm nach Fig. 2 geregelt wird, wird nicht nur der Beginn der Garnkörpererzeugung erleichtert, sondern es werden auch die Garnverschlingungsprobleme in der ersten Phase der Garnkörpererzeugung vermindert, weil die Regelung der Garnspannung verbessert ist.
Das in Fig. 2 dargestellte Programm in seiner Anwendung auf den in Fig. 3 wiedergegebenen Garnkörper ergab in der Praxis eine konstante Garnspannung vom Beginn bis zum Ende der Garnkörpererzeugung. Das Programm kann jedoch selbstverständlich geändert werden, wenn irgendwelche anderen besonderen Bedingungen zu berücksichtigen sind.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, sind die Ankerwicklungen der Elektromotoren 111 und 112 parallel zueinander an eine Gleichstromausgangsklemme 113 eines gesteuerten Silicium-Gleichrichters SCRl angeschlossen, dessen einer Eingangsklemme 114 eine Wechselspannung aus einer Hauptspannungspelle 115 zugeführt wird.
Der Gleichrichter SCRl weist ein erstes, nicht dargestelltes Stellglied auf, das es gestattet, die Ausgangsgleichspannung an der Klemme 113 des Gleichrichters so einzustellen, daß
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sich bestimmte Grunddrehzahlen der beiden Elektromotoren 111 und 112 ergeben, während ein zweites, nicht dargestelltes Stellglied zwischen zwei Stellungen umschaltbar ist, in deren einer den Motoren 111 und 112 eine Ankerspannung zugeführt wird, die einer sehr niedrigen Kriechdrehzahl der Motoren entspricht, um das Einfädeln zu erleichtern, und in deren anderer den Motoren eine Ankerspannung zur Verfügung steht, welche die gewünschten Grunddrehzahlen der Motoren ergibt. Die Umschaltung* von der Kriechdrehzahl auf die Grunddrehzahl wird hierbei selbsttätig innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne, die beispielsweise zwischen 10 und 30 Sekunden liegen kann, von dem zweiten Stellglied bewirkt. Die Abtriebswelle des Streckwalzenmotors 111 treibt einen Tachogenerator 117 an, dessen Ausgang dem Gleichrichter SCRl als negative Rückkopplung zugeführt wird, so daß sich eine geschlossene Regelschleife für den Ankerkreis des Motors 111 ergibt.
Die Spannung der Feldwicklung des Streckwalzenmotors 111 wird ebenfalls von dem Gleichrichter SCRl an eine Ausgangsklemme 116 geliefert. Der Gleichrichter besitzt weiterhin ein drittes Stellglied 118, das es gestattet, die an der Klemme 116 auftretende Erregergleichspannung von Hand zu verändern.
Die Feldwicklung des Spindelmotors 112 wird mit einer von einer Ausgangsklemme 119 eines zweiten gesteuerten Silicium-Gleichrichters SCR2 beliefert, dessen Eingangsklemme 120 von der Iiauptspannungsquelle 115 Wechselspannung zugeführt wird. Der zweite Gleichrichter SCR2 besitzt ein nicht dargestelltes Erregerspannungs-Stellglied, das zur Veränderung der an der Klemme 119 auftretenden und dem Spindelmotor zugeführten Erregergleichspannung betätigt werden kann. Das Erregerspannungs-Stellglied des Gleichrichters SCR2 weist ein lineares Potentiometer auf, dessen Schleifer mit dem Profil der Kurvenscheibe 121 gekuppelt ist. Die Abtriebs-
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— ο —
welle des Spindelmotors 112 ist mit einem Tachogenerator 122 gekuppelt, der ein Rückkopplungssignal erzeugt, das den zweiten Gleichrichter SCR2 entgegen der vorprogrammierten Erregerspannung negativ zurückgekoppelt wird, so daß sich eine geschlossene Regelschleife für den Erregerstromkreis des Motors 112 ergibt.
Zur Einstellung vorbestimmter Arbeitsbedingungen der Maschine wird die Grunddrehzahl zunächst durch eine allgemeine Einstellung der Ankerspannung mittels des Ankerspannungs-Stellgliedes des ersten Gleichrichters SCRl eingestellt. Der erforderliche Unterschied zwischen der Drehzahl des Streckwalzenmotors und derjenigen des Spindelmotors wird sodann durch die Verstellung des Erregerspannungs-Stellgliedes des Gleichrichters SCRl von Hand geregelt, durch welche die Drehzahl des Streckwalzenmotors 111 geändert wird. Die in Fig. dargestellte geeignete Kurvenscheibe 121 zur Steuerung der Erregerspannung des Spindelmotors 112 ist nunmehr in der Lage, die gewünschte Änderung der Spindeldrehzahl während des Aufbaus des Garnkörpers zu bewirken, und die Maschine ist demgemäß betriebsbereit.
Beim Ingangsetzen der Maschine wird das der Kriechdrehzahl zugeordnete Stellglied in Abhängigkeit von einem von einer Maschinensteuereinheit CU gelieferten Signal betätigt, so daß die Maschine zum Einfädeln des Garns mit Kriechdrehzahl umläuft. Nach dem Einfädeln wird das Kriechdrehzahl-Stell-
und
glied umgeschaltet/ die Maschine selbsttätig in den Sustand überführt, in welchem "sie geregelt mit normaler Drehzahl umläuft. Die die Erregerspannung des Spindelmotors 112 steuernde Kurvenscheibe 121 beginnt selbsttätig ihren Umlauf. Sie programmiert die Spindeldrehzahl während des gesamten Aufbaus des Garnkörpers.
Die Grunddrehzahl der Maschine wird stets von dem Streckwalzenmotor 111 vorgegeben, der die Liefergeschwindigkeit des den Spindeln zugeführten Garnes bestimmt.
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Die Kriechdrehzahl sollte vorzugsweise zwischen 25 und 100 U/min regelbar sein, obwohl die Genauigkeit der Regelung in diesem Drehzahlbereich praktisch nicht wichtig ist.
Die elektrische Kopplung der Anker der beiden Motoren 111 und 112 bewirkt, daß'der Spindelantrieb und der Antrieb der Förder- sowie der Streckwalze sich im wesentlichen im gleichen Verhältnis beschleunigen. Beim Abbremsen werden die beiden Anker von der von ihnen erzeugten ENK in ausreichendem Haße in gleichem Verhältnis verzögert.
Im Ankerstromkreis des Streckwalzenmotors 111 ist ein Widerstand 123 vorgesehen, der es den Spindeln gestattet, beim Anlassen früher anzulaufen, und der automatisch ausgeschaltet wird, wenn die Motoren ihre normale Betriebsdrehzahl erreichen.
Ein Widerstand 124, der in Abhängigkeit von einem von der Steuereinheit CU beim Abschalten der Maschine zugeführten Signal automatisch zwischen die Anker der beiden Motoren 111 und 112 eingeschaltet wird, ergibt ein dynamisches Abbremsen der Motoren 111 und 112 bei deren Auslaufen.
In den Ankerkreisen der beiden Motoren 111 und 112 sind überlastschalter 125 und 126 vorgesehen, die durch ein entsprechendes Signal von der Steuereinheit CU nach dem Ansprechen wieder eingeschaltet werden können.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung, das im Vorstehenden im einzelnen beschrieben worden ist, ist das Spindeldrehzahlprogramm derart gestaltet, daß die Spindeldrehzahl sich während einer ersten Phase des Aufbaus des Garnkörpers erhöht, und zwar während einer Zeitspanne, die etwa 7 % der Gesamtzeit des Garnkörperaufbaus ausmacht. FUr manche Zwecke kann es erwünscht sein, die Zeltspanne auf etwa 4 % der Gesamtzeit des Garnkörperaufbaus zu verringern. In diesem Fall wird die
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Kurvenscheibe der Fig. 5 mit einem Winkelweg von 27° durch eine solche ersetzt, die nur einen Winkelweg von 15° aufweist. Das Programm für die Spindeldrehzahl wird üblicherweise von dem Benutzer der Streckdreh-Maschine nach dem besonderen Garn, das zu verarbeiten ist, bestimmt. Hierbei wird die Zeit, während welcher sich die erste Phase des Garnkörperaufbaus vollzieht, gemäß dem Titer des jeweiligen Garns verändert. Je nach den besonderen Erfordernissen wird demgemäß eine Kurvenscheibe mit dem geeigneten Profil vorgesehen.
-U-
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Claims (18)

Patentansprüche
1. Verfahren zum Strecken und Drehen von textlien Garnen oder Fäden, bei dem die Garne oder Fäden in einer Streckzone gestreckt und sodann mit Hilfe einer Ring-Läufer-Anordnung auf eine umlaufende Spule aufgewickelt werden, die auf einer angetriebenen Spindel sitzt, um einen Garnkörper zu bilden, dessen Durchmesser während des Aufwickeins ständig zunimmt, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl der Spindel gemäß einem vorgegebenen Programm verändert wird, nach welchem die Drehzahl der Spindel zu Beginn des Aufbaus eines Garnkörpers zunächst kleiner ist als eine vorgegebene Höchstdrehzahl, sich allmählich während einer ersten Phase des Garnkörperaufbaus bis zu dieser Höchstdrehzahl vergrößert und sich dann während des gesamten oder eines Teiles des weiteren Garnkörperaufbaus allmählich verkleinert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Programm derart gestaltet ist, daß die Spindeldrehzahl in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus innerhalb einer Zeitspanne vergrößert wird, die nicht weniger als 4 % der Gesamtzeit des Garnkörperaufbaus ausmacht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Programm derart gestaltet ist, daß die Spindeldrehzahl in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus innerhalb einer Zeitspanne vergrößert wird, die nicht weniger als 7 % der Gesamtzeit des Garnkörperaufbaus ausmacht.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Spindeldrehzahl in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus während einer Zeitspanne von einer Stunde oder mehr vergrößert.
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5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeldrehzahl sich während des gesamten weiteren Garnkörperaufbaus verkleinert.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeldrehzahl sich in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus um ein konstantes Maß vergrößert und sich während des gesamten weiteren Garnkörperaufbaus um ein konstantes Maß verkleinert.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Garne oder Fäden aus der Streckzone mit einer konstanten Geschwindigkeit abgeliefert werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Garnablieferungsgeschwindigkeit etwa 91 m/min beträgt und ein Spindeldrehzahlprogramm gemäß Fig. 2 der Zeichnung verwendet wird.
9. Maschine zum Strecken und Drehen von textlien Garnen oder Fäden mit einem Streckwerk, einer umlaufenden Spindel, einer Ring-Läufer-Anordnung, mittels welcher die von dem Streckwerk abgelieferten Garne oder Fäden auf eine umlaufende Spule auf der Spindel aufgewickelt werden, um auf dieser einen Garnkörper zu bilden, dessen Durchmesser sich während des Aufwickeins ständig vergrößert,und einer Regelvorrichtung für die Spindeldrehzahl, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelvorrichtung/die Spin/drehzahl von einem Drehzahlprogrammierkörper (121) gesteuert wird, dessen Gestaltung einem vorgegebenen Spindeldrehzahlprogramm entspricht, gemäß welchem die Drehzahl der Spindel (15) zu Deginn des Aufbaus
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eines Garnkörpers (13) zunächst kleiner ist als eine vorgegebene Höchstdrehzahl/ sich während einer ersten Phase des
dreh
Garnkörperaufbaus allmählich bis zu dieser Höchstfzahl vergrößert und sich dann während des gesamten weiteren oder eines Teiles des weiteren Garnkörperaufbaus allmählich verkleinert.
10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprogrammierkörper (121) nach einem Spindeldrehzahlprogramm gestaltet ist, gemäß welchem sich die Spindeldrehzahl in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus innerhalb einer Zeitspanne vergrößert, die nicht weniger als 4 % der Gesamtzeit des Garnkörperaufbaus ausmacht.
11. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprogrammierkörper (121) nach einem Spindeldrehzahlprogramm gestaltet ist, gemäß welchem sich die Spindeldrehzahl in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus innerhalb einer Zeitspanne vergrößert, die nicht weniger als- 7 % der Gesamtzeit des Garnkörperaufbaus ausmacht.
12. Maschine nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprogrammierkörper (121) nach einem Spindeldrehzahlprogramm gestaltet ist, gemäß welchem sich die Spindeldrehzahl in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus während einer Zeitspanne von einer Stunde oder mehr vergrößert.
13. Maschine nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprogrammierkörper (121) nach einem Spindeldrehzahlprogramm gestaltet ist, gemäß welchem sich die Spindeldrehzahl während des gesamten weiteren Garnkörperaufbaus verkleinert.
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14. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprogrammierkörper (121) nach einem Spindeldrehzahlprogramm gestaltet ist, gemäß welchem sich die Spindeldrehzahl in der ersten Phase des Garnkörperaufbaus um ein konstantes Maß vergrößert und sich während des gesamten weiteren Garnkörperaufbaus um ein konstantes Maß verkleinert.
15. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Streckwerk (4, 5, 6, 8, 9) derart ausgebildet ist, daß die Garne oder Fäden mit einer konstanten Geschwindigkeit abgeliefert werden.
16. Maschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprogrammierkörper (121) nach einem Spindeldrehzahlprogramm gemäß Fig. 2 der Zeichnung gestaltet und das Streckwerk (4, 5, 6, 8, 9) derart ausgebildet ist, daß die Garnablieferungsgeschwindigkeit etwa 91 m/min beträgt.
17. Maschine nach Anspruch 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprograminierkörper (121) als Teil der Drehzahlsteuervorrichtung abnehmbar angeordnet ist, so daß er gegen einen anderen Drehzahlprogrammierkörper (121) ausgetauscht werden kann, dessen Gestaltung einem anderen vorgegebenen Spindeldrehzahlprogramm entspricht.
18. Maschine nach einem der Ansprüche 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlprograminierkörper (121) aus einer drehbaren Kurvenscheibe besteht, die während jedes Garnkörperaufbaus einmal umläuft, ein Profil besitzt, das dem Spindeldrehzahlprogramm entspricht und auf ein bewegliches Steuerglied der Spindeldrehzahlsteuervorrichtung einwirkt.
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DE19702050957 1969-10-20 1970-10-16 Verfahren und Maschine zum Strecken und Drehen von textlien Garnen oder Faden Pending DE2050957A1 (de)

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