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DE205086C - - Google Patents

Info

Publication number
DE205086C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
seal
lid
closure
distillation
frame
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT205086D
Other languages
English (en)
Publication of DE205086C publication Critical patent/DE205086C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B25/00Doors or closures for coke ovens
    • C10B25/02Doors; Door frames
    • C10B25/16Sealing; Means for sealing

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

f ik
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 205086 .-KLASSE 1.0 α. GRUPPE
HEINRICH KOPPERS in ESSEN, Ruhr.
Die Verschlüsse der Destillationskammern bei Koksöfen, der Gasretorten und ähnlicher, hoher Temperatur ausgesetzter Räume bestehen meist in Deckeln, die vor die ebene Fläche der Kammer- oder Retortenmündungen gepreßt werden. Während der Schutz gegen die Wärme im Innenraum meist durch eine Aussetzung des Deckels mit feuerfesten Steinen bewirkt ist, wird die Dichtung des Deckels
ίο gegen seine Auflagerfläche entweder metallisch durch Aufeinanderpassen oder mit nachgiebiger Zwischenlage erzielt; bei den großen Flächen der Koksofentüren wendet man meist eine Verschmierung der Dichtungsfuge mit Lehm an. Unter der Einwirkung der hohen Temperatur verziehen sich aber die Deckel und ihre Auflagerflächen derart, daß metallische Dichtungen und, namentlich bei größeren Abmessungen, auch solche mit nachgiebiger Zwischenlage regelmäßig undicht werden. Es genügt ja ein geringes Durchbiegen oder Verwerfen des Deckels und umgekehrt seiner Auflagerfläche, um an einer oder mehreren Stellen einen klaffenden Spalt zu erzielen.
Bei Lehmdichtungen springt unter den Bewegungen des Verschlusses der getrocknete Lehm, so daß Luft durch die Risse in die Destillationskammern eintreten kann; für diese Art der Dichtung kommt hinzu, daß man an einzelnen Stellen keinen Lehm zur Verfügung hat, an anderen keine Arbeiter findet, die die unbequeme und anstrengende Arbeit des Verschmierens besorgen wollen.
Die Erfindung betrifft eine Ausbildung soleher Verschlüsse, die sich dadurch kennzeichnet, daß der Verschluß deckel stopfenartig mit
Spiel in die rahmenförmige Mündung der Destillationskammer eingesetzt und die Dichtung durch eine in den umlaufenden Spalt eingepreßte nachgiebige Dichtungsschnur bewirkt wird. Solche stopfenartige Dichtungen von Deckeln sind nun an sich bei Verschlüssen von Röhren u. dgl. bekannt. Für die Verwendung dieser Einrichtung bei .Kokskammeroder Retortenverschlüssen tritt aber insofern eine neue Wirkung ein, als die unter der Wärmewirkung eintretenden Verwerfungen hier nicht den Einfluß wie bei Dichtungen in einer Ebene haben. Die Dichtung macht die Bewegung der Teile gegeneinander . mit und gleicht vermöge ihrer Nachgiebigkeit die bei diesen Bewegungen lediglich eintretenden geringen Verengerungen oder Erweiterungen des umlaufenden Spaltes aus. Ein weiterer Vorteil dieser Einrichtung ist der, daß die mehr oder weniger schweren und umständlichen, zum Aufpressen der Deckel auf ihre Lagerfläche bei den bekannten Ausführungen erforderlichen Kniehebel- oder Exzenterverschlüsse hier völlig entfallen. Die Dichtung des Spaltes erfolgt etwa in der Weise, daß ein ringförmiges Seil aus unverbrennlichem Faserstoff nach eingesetztem Deckel jeweilig von außen in den sich konisch erweiternden Spalt eingetrieben wird; damit dasselbe geschmeidig bleibt, wird es zweckmäßig mit einem hochsiedenden Mineralöl getränkt.
Besonders vorteilhaft gestaltet sich die Anordnung, wenn statt des Seiles ein umlaufender Schlauch verwendet wird, der nach dem Einsetzen des Deckels durch irgendeine Druckflüssigkeit (Gas, Dampf, Wasser) aufgebläht
und damit gegen den Dichtungsrahmen gepreßt wird. Der Spalt zwischen Deckel und Rahmen kann hier überall gleich weit sein; die Herstellung der Dichtung ist äußerst einfach und schnell zu bewirken.
Die Zeichnungen zeigen die Durchbildung des gekennzeichneten Verschlusses in der angedeuteten zweiten Ausführungsform für eine Koksofentür, die in bekannter Weise zweiteilig,
ίο d. h. mit einem gesonderten Verschluß für die Einebenungsöffnung, ausgebildet ist. Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch einen Teil der Kokskammer mit dem neuen Verschluß. Fig. 2 ist der entsprechende Querschnitt auf Linie A-A in Fig. 1. Fig. 3 ist eine Stirnansicht des mit Verschluß versehenen Ofens.
Die Heizwände α der einzelnen öfen werden über die äußersten Heizzüge b so weit glatt nach außen geführt, daß darin der gußeiserne Abschlußrahmen c bündig eingebettet werden kann. Dieser ist zweckmäßig hohl gestaltet, um eine Wasserkühlung während des Betriebes zu ermöglichen; im vorliegenden Falle besitzt er die Querverbindung d, die die obere öffnung für die Einebenungsstange abtrennt. In die so gebildeten öffnungen sind nun die Deckel e und/ eingesetzt, die beide aus zweiteiligen Gußkörpern g und h bestehen, die mit feuerfesten Steinen i ausgesetzt sind. In die zwischen den beiden Gußkörpern der Deckel e und f jeweilig gebildeten umlaufenden Nuten sind nun die endlosen Schläuche k und I gelegt, die aus Asbest hergestellt oder doch durch eine Asbestumhüllung geschützt sind. Sind nun die Deckel β und f mit geringem Spiel in die Rahmenöffnungen eingesetzt, so findet beim Aufblähen der Schläuche # und I durch Anschluß an eine nicht dargestellte Druckleitung die vollständige Abdichtung statt. Diese Anordnung besitzt außer den erwähnten Vorteilen noch den, daß die Dichtung in gewissen Grenzen unabhängig von der mehr oder weniger tiefen Lage der Deckel zum Rahmen ist. Wird etwa durch Drücken des Kokses die Tür verschoben, so leidet die Dichtung darunter nicht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Stopfenartiger Verschluß für die Destillationsräume von Koksöfen oder Gasretorten, dadurch gekennzeichnet, daß der'in den Abschlußrahmen des Destillationsraumes mit Spiel eingesetzte Verschlußdeckel durch ein zwischen Deckel und Innenwand eingepreßtes Seil oder einen aufblähbaren Schlauch aus nachgiebigem Dichtungsstoff abgedichtet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT205086D Active DE205086C (de)

Publications (1)

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DE205086C true DE205086C (de)

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DE (1) DE205086C (de)

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