DE2049649A1 - Verfahren und Vorrichtung für das Zuführen von Häuten, Fellen, Leder und dergleichen an Bearbeitungsmaschinen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung für das Zuführen von Häuten, Fellen, Leder und dergleichen an BearbeitungsmaschinenInfo
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- C14B—MECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
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- C14B1/02—Fleshing, unhairing, samming, stretching-out, setting-out, shaving, splitting, or skiving skins, hides, or leather
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Description
Anmelder: BAÜlSCIü; HAiJCHlKhKjTABRIK Oi-IBlI
75 KAItLSHUHJ:- - DURLACH
PFII^iTALSTRAFΓ,Ε 90
verfahren uijd vorrichtung für das zuführen vow häuten,
FELLEUj LEDER UND DERGLEICHEN AInI BEARBFJTUNGSMASCIIINEW.
DIg Erfindung bezieht sich auf das Zuführen von Häuten,
Fellen, Leder oder ähnlichen Material an Bearbeitungsmaschine«,
insbesondere an Maschinen, die im Durchlaufverfahren arbeiten.
Die Erfindung ist am Beispiel einer sogenannten Abwelkran
r> chine beschrieben und in der Zeichnung, dargestellt.
Sie ist aber ebensogut für zahlreiche andere Bearbeitunßsinaochlnen
anwendbar wie z»B, Maschinen für das Enthaaren, Entfleischen, Falzen, Au.r>
recken, Schleifen sowie für allf-CMcine Γγοζκβο- in der Zurichtung v.'ie Drucken, Bügeln-
und Prüf',en,
209822/0164
Bei vielen Gerbereimaschinen ist es üblich, die Häute
heil f tin zu bearbeiten, wobei die Durchlauf richtung bei
der Bearbeitung zur Aufgabenseite hin erfolgt, also rückwärts
, Das hierbei notwendige V/enden von Hand nach der ersten Hälfte der Bearbeitung ist zeitraubend und anstrengend.
Außerdem fällt das rohe und das bearbeitete Material auf derselben Seite der Maschine an, was für den Materialfluß
störend ist. Es hat daher bisher nicht an Versuchen gefehlt, die Maschinen so zu bauen, daß das Material mit
einem Durchlauf in einer Richtung fertig bearbeitet wird.
Bei einer'bekanntgewordenen Maschine dieser Kategorie nach
der deutschen 03 1 ^10 ~5k0 ist ein Zuführungsband von beträchtlicher
Längo vorgesehen, um eine ganze Reihe von Häuten auflegen zu können, die bis kurz vor den V/alzenspalt
mit diesem Band transportiert werden. Dabei sollen die Häute von Hand auf das Zuführungsband gelegt v/erden. Da bei
dieser Maschine keine Vorrichtung zum Ausstreichen der Häute vorgesehen ist, müssen diese sorgfältig ausgebreitet
aufgelegt v/erden. Das ist aber nur möglich bei Stillstand des Bandes oder bei sehr langsamer 'Geschwindigkeit, In
jedem Fall wird hierdurch die mögliche Durchsatzleistung vermindert. Dazu kommt, daß die Übergabe in den V/alzenspalt
durch eine feststehende horizontale Leiste erfolgt. Der derart zu überbrückende Abstand ist infolge der Abmessung der
letzten Förderbandrolle und des großen Durchmessers der Preßwalze beträchtlich, wodurch die Maschine nicht für alle
Ledersorten brauchbar ist. Bei sehr weichem, nassen Material
209822/0164
20496-43
werden sich beim Kutschen über die feststehende Leiste
Palten bilden, die zu einer minderen Qualität führen,
wenn sie nicht das Arbeiten- überhaupt unmöglich machen.
Es ist daher in der Beschreibuncseinleitung der DT-OS
1 *110 3*1-0 eine Einschränkung gemacht derart, daß diese
Hasch:!ne nur steife Ledersorten verarbeiten kann. Bei
einer anderen Maschine nach DT-OS 1 935 265 sind mehrere
Preßwaisenpaare hintereinander angeordnet und zwei endlose Filzbüider laufen mit dem Material durch den-Walzenspalt,
Hierdurch tritt das Übergabeproblem nicht auf und es
können auch sehr v/eiche Materialien aufgegeben werden. An der Aufgabeseite ist das untere, horizontal geführte Filzband
derart verlängert, daß die Häute von Hand aufgelegt v/erden können und eine Ausstreichwal&e für das Ausstreichen
von zusätzlichen Palten Platz hat. Da dieses Band mit hoher
Geschwindigkeit laufen soll, muß es zum Auflegen der Häute
stillgesetzt werden, was die Produktion, trotz der hohen Arbeitsgeschwindigkeit, empfindlich herabsetzt. Außerdem
verlängert und verteuert diese Konstruktion die Maschine beträchtlich und das umlaufende Pilzband erhöht die Betriebskosten
wegen-seiner beschränkten Lebensdauer, Außerdem ist
bekannt, daß derartige Filzbänder gegen Bedienungsfehler
und die Anwendung großer Drücke anfällig sind.
Die Erfindung schlägt ein Verfahren und eine Vorrichtung für das Zuführen von Leder oder ähnlichem Material in
Stücken in eine Bearbeitungsmaschine vor, insbesondere von nassen Leder in z,B, eine sogenannte Abteilmaschine, bei
209822/0164
dein die Nachtelle der bisher bekannten Maschinen vermieden
werden. Die Vorrichtung verlängert die Maschine nicht und ist auch unter anderem für sehr weiche und
empfindliche Häute geeignet, Sie vermeidet vor allem die
Anwendung umlaufender Filzbänder für die Materialzuführung, Es kann die Durchlaufgeschwindigkeit der Haute
durch die Bearbeitungszone optimal' ausgelegt werden und
gleichzeitig kann das Auflegen der Häute im Stillstand, arbeitsgerecht zur Hälfte auf einer stark geneigten Flache
und zur anderen Hälfte frei hängend erfolgen, Die Leistung einer mit dem erfindungsgemäßen Zuführungsverfahren arbeitenden
Maschine ist hoch, weil die Materialstücke dicht " aufeinander folgend durch die Bearbeitungszone der Maschine
in immer einer Richtung mit optimaler Geschwindigkeit hindurch geführt werden.
Eine befriedigende und betriebssichere Arbeit, ohne ein durch die Bearbeitungszone mit durchlaufendes Trageband
für die Materialstücke, kann erst erreicht werden, wenn eine sichere, selbsttätige und für alle Materialarten
funktionierende übergabevorrichtung sowohl von Band zu Band als auch von Band auf eine Walze geschaffen ist, die keine
Faltenbildung des glatt auf einem Band aufliegenden Materials begünstigt, Diese Aufgabe wird mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung gelöst, während das Verfahren auf einfache Weise einen ununterbrochenen Durchlauf vom Material
durch die Maschine ermöglicht.
209822/0164
BAD
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß wahrend der
Bearbeitung des vorher aufgegebenen Materialstückes ein
neues Stück Material auf ein erstes, in günstiger BeIadunglage
(siehe Pig. 2) bcfimUlchCB. stillstehendes Band
so aufgelegt wird, daß die eine Hälfte des Materials auf einer steilen Schräge ausgebreitet v/erden kann während die
andere Hälfte des MaterialStückes frei herunter hängt, worauf
das Band in die Lage gemäß Pig. 1 geschwenkt wird und
bei angehobenem Vorwerkzeug so in Bewegung gesetzt wird mit der Bandgeschwindigkeit von Band 5, daß es dem vorauslaufenden
Materialstück nach übergabe auf Band 5 unmittelbar folgt bis zur Erfassung durch Transportwalzen oder-die Bearbeitungswerkzeuge,
sodann wieder zurückgeschwenkt wird in die günstige Beladungslage, wobei gleichzeitig die Geschwindigkeit
von Band 6 so erhöht wird, daß der restliche Teil des Materialstückes abgeworfen wird, um dann aus der hängenden
Lage durch das Vorwerkzeug z.B. ausgebreitet und durch die Bearbeitungswerkzeuge oder Transportwalzen hochgezogen zu werden. Die Vorrichtung hat zum Kennzeichen, daß
zur übergabe des Materials von einem Band auf ein anderes
oder von einem Band auf eine Walze das Transportband über eine"spitzwinklige Kante mit einem minimalen Krümmungsradius
von z,B, 1,5 bis 2 mm geführt ist und tangential an die betreffende
Walze oder Bandrolle hingeführt ist.
V/eitere Einzelheiten der Erfindung können aus der schematischen Zeichnung und der Beschreibung entnommen werden« Die
Erläuterungen erfolgen am Beispiel einer Abwelkmaschine für nasses Lcder, 209825/0164
"*"'''"'' v ' BAD ORIGINAL
Fig, 1 zeigt schematisch einen Schnitt durch die Maschine
Piß. 2 zeigt die gleiche Maschine mit anderer
Stellung des Aufgabebandes
Die Ziffern in der Zeichnung bedeuten: 1 und 2 die 3earbeitungswerkzeuge,
in diesem Fall die Preßwalze, 3 ist eine.Walze zum Ausbreiten von Falten in dem aufgegebenen
Material und 4 ist eine Gegendruckwalze für die Ausbreitwalze, 5 ist das innere Zuführtransportband, welches durch
die Rolle 7 angetrieben wird, 6 ist das äußere Zuführungstransportband
mit Antriebsrolle 8 und Leitrolle 9. 10 und 11 sind die feststehenden Umlenkkanten für die Transportbänder
5 und 6, Das ganze Band 6 mit den Teilen 8, 9 und ist um einen Punkt oberhalb des .oberen Bandtrums schwenkbar,
sodaß es in die Lage der Fig. 2 gebracht werden kann, 13 ist das aus der Maschine abführende Transportband mit Antriebsrolle
12, Ein Materialstück während der Bearbeitung hat die Ziffer 14. Ein Materialstück nach der Aufgabe auf
Band 6 ist mit 15 bezeichnet.
Das Verfahren beruht darauf, daß während der Bearbeitung eines Materialstückes im Durchlauf, z.B. einer nassen Haut 14,
wie in Fig. 2 zu sehen, das nächste Stück 15 bereits auf das äußere, stillstehende Zuführungstransportband 6 aufgelegt
werden kann, welches hierzu in eine arbeitsgerechte Schräglage gemäß Fig. 2 schwenkbar ist. Sobald das vorauslaufende
Materialstück 14 das Vorwerkzeug 3 verlassen hat, wird dieses
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Vorwerkzeug angehoben, wie in Pig, I dargestellt. Dann
wird das äußere Zuführungtransportband 6 eingeschwenkt
mit dem bereits bis an die vordere Kante 10 transportierten
Materialstück und das Band 6 mit der Geschwindigkeit
von Band 5 gestartet, sodaß in der Bearbeitungszone ein Materialstück dem anderen ohne Unterbrechung folgt, wobei
gleichzeitig das Auflegen eines neuen Materialstückes bei Stillstand des Aufgabebandes in günstiger Aufgabelage,
nämlich schräg und teilweise frei hängend, erfolgt. Eine
Verlängerung der Maschine ist nicht notwendig und der Durchlauf des Materials in einer Richtung ohne Umkehrung ist gewährleistet.
Die angegebene Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ermöglicht eine betriebssichere, selbsttätige übergabe von
Band zu Band oder von Band auf eine Walze, wobei es gleichgültig ist, wie weich oder empfindlich das Material ist.
Vor allem besteht keine Begünstigung für eine Faltenbildung bei der übergabe und die teuren und nicht betriebssicheren
Pilzbänder sind gänzlich vermieden.
209822/0164
Claims (1)
- 20496A9AnsprücheVerfahren für das Zuführen von Häuten, Fellen, Leder und dergleichen stückweises Material an Bearbeitungmaschinen dadurch gekennzeichnet, daß während der Bearbeitung des vorher aufgegebenen Materialstückes ein neues Stück Material auf ein erstes, in günstiger Beladungslage (siehe Fig. 2) befindliches, stillstehendes Band (6) so aufgelegt wird, daß die eine Hälfte (15) des Materials auf einer steilen Schräge ausgebreitet werden kann, während die andere Hälfte des Materialstückes (16) frei herunter hängt, worauf das Band (6) in die.Lage gemäß Fig. 1 geschwenkt wird und bei angehobenem Vorwerkzeug (3) so in Bewegung gesetzt wird mit der Bandgeschwindigkeit von Band (5), daß es dem voraus laufenden Materialstück nach übergabe auf Band (5) unmittelbar folgt bis zur Erfassung durch Transportwalzen oder die Bearbeitungswerkzeuge (1 und 2), sodann wieder zurückgeschwenkt wird in die günstige Beladungslage, wobei gleichzeitig die Geschwindigkeit von Band (6) so erhöht wird, daß der restliche Teil (Ik) des Materialstückes abgeworfen wird, um dann aus der hängenden Lage durch das Vorwerkzeug (3) z.B. ausgebreitet und durch die Bearbeitungswerkzeuge oder Transportwagen hochgezogen zu werden.209822/0164Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß zur übergabe des Materials von einem Band auf ein anderes oder von einem Band auf eine Walze das Trans η orth and iibp.r eine spit.üv.'inU-iico Knnt? (bei 10 und 11) mit einem jiiinii.ialen Krümmungsradius von z.B. 1,5 bis 2 mm geführt ist und nahezu tangential an die betreffende Walze oder Bandrolle hingeführt ist.209822/0164Le e rs e i t
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702049649 DE2049649A1 (de) | 1970-10-09 | 1970-10-09 | Verfahren und Vorrichtung für das Zuführen von Häuten, Fellen, Leder und dergleichen an Bearbeitungsmaschinen |
| FR7135965A FR2111052A5 (en) | 1970-10-09 | 1971-10-06 | Feeding pelts - without formation of folds from intermittently driven feed belt to continuously driven processing belt |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19702049649 DE2049649A1 (de) | 1970-10-09 | 1970-10-09 | Verfahren und Vorrichtung für das Zuführen von Häuten, Fellen, Leder und dergleichen an Bearbeitungsmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2049649A1 true DE2049649A1 (de) | 1972-05-25 |
Family
ID=5784639
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702049649 Pending DE2049649A1 (de) | 1970-10-09 | 1970-10-09 | Verfahren und Vorrichtung für das Zuführen von Häuten, Fellen, Leder und dergleichen an Bearbeitungsmaschinen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2049649A1 (de) |
| FR (1) | FR2111052A5 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4617809A (en) * | 1981-11-14 | 1986-10-21 | Flekac Frantisek | Flow press, especially flow sammying machine, for the production and processing of leather |
| CN115404284A (zh) * | 2022-09-21 | 2022-11-29 | 浙江机电职业技术学院 | 一种皮革服装设计用定型设备 |
-
1970
- 1970-10-09 DE DE19702049649 patent/DE2049649A1/de active Pending
-
1971
- 1971-10-06 FR FR7135965A patent/FR2111052A5/fr not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4617809A (en) * | 1981-11-14 | 1986-10-21 | Flekac Frantisek | Flow press, especially flow sammying machine, for the production and processing of leather |
| CN115404284A (zh) * | 2022-09-21 | 2022-11-29 | 浙江机电职业技术学院 | 一种皮革服装设计用定型设备 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2111052A5 (en) | 1972-06-02 |
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