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DE2049443A1 - Verfahren zur Gewinnung von Mikro Organismen und Vorrichtung zur Durch fuhrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Mikro Organismen und Vorrichtung zur Durch fuhrung des Verfahrens

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Publication number
DE2049443A1
DE2049443A1 DE19702049443 DE2049443A DE2049443A1 DE 2049443 A1 DE2049443 A1 DE 2049443A1 DE 19702049443 DE19702049443 DE 19702049443 DE 2049443 A DE2049443 A DE 2049443A DE 2049443 A1 DE2049443 A1 DE 2049443A1
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DE
Germany
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vessel
nutrient medium
microorganism
aerated
mixture
Prior art date
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Pending
Application number
DE19702049443
Other languages
English (en)
Inventor
Jean Claude Martigues Bouches du Rhone Hondermark (Frankreich) R
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BP PLC
Original Assignee
BP PLC
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Publication date
Application filed by BP PLC filed Critical BP PLC
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Pending legal-status Critical Current

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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms, e.g. protozoa; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/02Separating microorganisms from their culture media
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/02Foam dispersion or prevention
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S435/00Chemistry: molecular biology and microbiology
    • Y10S435/803Physical recovery methods, e.g. chromatography, grinding
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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  • Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
DR.-ING.VON KREIS LER OR.-J NG. SCHÖNWALD2 Q A 9 4k 3 DR.-ING. TH. MEYER DR. FUES DIPL-CH EM. ALEK VON KREISlER DIPL.-CHEM. CAROLA KELLER DR.-ING. KLÖPSCH
KÖLN 1, DEICHMANNHAUS
Köln, den 4o10.1970 Kl/Ax
The British Petroleum Company Limited,
Britannic House, Moor Lane, London. E.C.2 (England)
Verfahren zur Gewinnung von Mikroorganismen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Mikroorganismen, die auf einem KohlenwasserstoffauuStrat kultiviert werden, und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Die üblichen Verfahren zur Gewinnung von Mikroorganismen aus kultivierten Fermentationsbrühen, die eine Kohlenetoff und Sauerstoff enthaltende Verbindung, z.B. Glucose, als primäre Kohlenstoffquelle enthalten, umfassen gewöhnlich eine Filtrations- oder Zentrifugierungsstufe· Erhebliche Schwierigkeiten ergeben sich bei dem Versuch, ein· Zentrifugierungsstufe bei Verfahren zur Gewinnung von Mikroorganismen aus Fermentationen anzuwenden, bei denen Kohlenwasserstoffe als primäre Kohlenstoffquelle verwendet werden. Durch den verhältnismäßig hohen BelUftungs- und Bewegungsgrad, der bei Fermentationen unter Verwendung von Kohlenwasserstoffen erforderlich ist, wird eine Kulturbrühe erhalten, die eine erhebliche Gasmenge in Form eines Schaum3 enthält. Versuche, eine den Mikroorganismus enthaltende konzentrierte Fraktion aus solchen schaumhaltigen Kulturbrühen durch Sentrifugierung unter Verwendung der Zentri fugen abzutrennen, die großtechnisch normalerweise zur
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Gewinnung von Mikroorganismen verwendet werden, hatten unbefriedigende Ergebnisse. Eine gewisse Verbesserung bei der Abscheidung wird erzielt, indem oberflächenaktive Mittel der Kulturbrühe vor der Zentrifugierung zugesetzt werden. Die Abscheidung ist weiter verbessert worden, indem man die Kulturbrühe beispielsweise in einem Dekantiergefäß absitzen läßt, einen Teil der dichteren wässrigen Phase abzieht, die ausgebrauchtes Nährmedium und gelöste Permentationsprodukte enthält, und die abgezogene wässrige Phase vor der Zentrifugierung in Gegenwart eines oberflächenaktiven Mittels durch frisches "Ergänzungswasser" ersetzt. Es ist jedoch offensichtlich, daß ein solches Verfahren im großtechnischen Maßstab die Verwendung einer erheblichen Menge an ?ErgänzungswasserH erfordern würde. Die Verwendung von Wasser in den Mengen, die bei großtechnischem Betrieb erforderlich sind, ist aus wirtschaftlichen Gründen unerwünscht und könnte außerdem zu ernsten Schwierigkeiten bei der Wahl der Lage der Anlage führen.
Gegenstand der Erfindung ist ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte Vorrichtung für die Abscheidung von Mikroorganismen aus belüfteten Gemischen, die den Mikroorganismus t ausgebrauchtes Nährmedium und restliche Kohlenwasserstoffe enthalten, wobei dia Verwendung von "Erfänzungswasser" vor der zur Abscheidung einer an Mikroorganismus reichen Fraktion vorgenommenen Zentrifugierung ausgeschaltet wird.
Gemäß einem Merkmal betrifft die Erfindung die Abscheidung von Mikroorganismen, die auf einem Kohlenwasserstoffsubstrat gezüchtet worden sind, nach einem Verfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein belüftetes Gemisch, das einen mit Kohlenwasserstoffen als Kohlenstoffquelle gezüchteten Mikroorganismus, ausgebrauchtes wässriges Nährmedium und wenigstens einen Kohlenwasserstoff enthält, einer Absetzzone zuführt, aus dieser Absetzzone getrennt eine verhältnismäßig dichte wässrige Phase, die ausgebrauch-
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BAD ORIGINAL
tes Nährmedium enthält, und ein weniger dichtes belüftetes, noch etwas wässriges Mhrmediura enthaltendes Gemisch der übrigen Bestandteile abzieht und das belüftete Gemisch in Gegenwart eines oberflächenaktiven Mittels einer schaumbrechenden Bewegung unter Bildung einer wenigstens teilweise entlüfteten Creme, die Mikroorganismus, wässriges Nährmedium und den Kohlenwasserstoff enthält, unterwirft.
Das Verfahren wird am zweckmäßigsten kontinuierlich durchgeführt. Hierbei wird das belüftete Gemisch kontinuierlich der Absetzzone zugeführt, und eine wenigstens teilweise entlüftete Creme, die den Mikroorganismus, oberflächenaktives Mittel, wässriges Medium und Kohlenwasserstoff enthält, wird abgetrennt und kontinuierlich einer Zentrifugierung zugeführt.
Die schaumbrechende Bewegung kann in einfacher Weise durch Einwirkung eines rotierenden Paddels erzeugt werden. Ultraschallschwingungen sind jedoch ebenfalls geeignet.
Gemäß einem weiteren Merkmal betrifft die Erfindung eine zur Gewinnung von auf einem Kohlenwasserstoffsubstrat kultivierten Mikroorganismen geeignete Vorrichtung, die gekennzeichnet ist durch ein Dekantiergefäß mit einer Abnahmestelle für die Entnahme einer verhältnismäßig dichten wässrigen Phase, ein Entgasungsgefäß mit einer Entnahmestelle für eine entlüftete Creme, die einen Mikroorganismus enthält, ein Wehr, das das Dekantiergefäß und das Entgasungsgefäß verbindet, und über das während des Betriebs ein weniger dichter Schaum aus dem Dekantiergefäß in das Entgasungsgefäß überfließt, ein rotierendes Paddel, das im Entgasungsgefäß angeordnet ist und während des Betriebs den Schaum im Entgasungsgefäß zerstört, und ein Rohrleitungssystem, durch das während des Betriebs ein oberflächenaktives Mittel in das Entgasungsgefäß eingeführt wird.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfaßt die Erfindung eine zur Gewinnung von auf einem Kohlenwasserstoffsubstrat
kultivierten Mikroorganismen geeignete Vorrichtung, die gekennzeichnet ist durch ein Gefäß von ringförmigem Querschnitt, das ein Innengefäß mit rundem Querschnitt umgibt, wobei die Wand zwischen den Gefäßen ein Wehr darstellt, über das während des Betriebs der Schaum aus dem ringförmigen Gefäß in das Innengefäß überfließt, ein im Innengefäß angeordnetes rotierendes Paddel und ein Rohrleitungssystem, durch das während des Betriebs ein oberflächenaktives Mittel in das Innengefäß eingeführt wird·
Gemäß einem weiteren Merkmal betrifft die Erfindung die Erzeugung von Mikroorganismen nach einem Verfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man einen Mikroorganismus kontinuierlich in Gegenwart eines wässrigen Nährmediums, eines Kohlenwasserstoffsubstrats und eines freien Sauerstoff enthaltenden Gases kultiviert, wobei man einen Stamm eines Mikroorganismus verwendet, der den Kohlenwasserstoff verbraucht, einen Produktstrom abzieht, der aus einem belüfteten Gemisch besteht, das den Mikroorganismus, ausgebrauchtes wässriges Nährmedium und nicht verstoffwechselten Kohlenwasserstoff enthält, dieses Gemisch kontinuierlich einer Absetzzone zuführt, aus der Absetzzone getrennt ausgebrauchtes Nährmedium und ein belüftetes, noch etwas ausgebrauchtes wässriges Nährmedium enthaltendes Gemisch der übrigen Bestandteile abzieht, das belüftete Gemisch mit einem oberflächenaktiven Mittel behandelt, den im Gemisch enthaltenden Schaum unter der Einwirkung eines rotierenden Paddels bricht, kontinuierlich eine wenigstens teilweise entlüftete Creme abzieht, die den Mikroorganismus, ausgebrauchtes wässriges Nährmedium und den Kohlenwasserstoff enthält, und anschließend die entlüftete Creme zur Abtrennung eines an Mikroorganismus angereicherten Produkts zentrifugiert.
Das gemäß dem letzten, vorstehend beschriebenen Merkmal verwendete Kohlenwasserstoffsubstrat besteht wenigstens teilweise aus geradkettigen Kohlenwasserstoffen. Diese
geradkettigen Kohlenwasserstoffe sind gewöhnlich im erfindungsgemäß verwendeten Einsatzmaterial als Paraffine vorhanden, jedoch können sie auch als Olefine vorliegen. Ferner kann ein Gemisch, das geradkettige Paraffine und Olefine enthält, verwendet werden.
Als Ausgangsmaterialien für das Verfahren gemäß der Erfindung eignen sich Leuchtpetroleum (Kerosin), Gasöle und Schmieröle. Diese Ausgangsmaterialien können unraffiniert oder einer gewissen raffinierenden Behandlung unterworfen worden sein, müssen jedoch einen Anteil an geradkettigen Kohlenwasserstoffen enthalten, um für die Zwecke der Erfindung geeignet zu sein. Zweckmäßig enthält die Erdölfraktion 3 bis 45 Gew.-# geradkettige Kohlenwasserstoffe.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist von besonderem Wert für die Behandlung von aus Erdöl gewonnenen Gasölfraktionen, die geradkettige Kohlenwasserstoffe in Form von Wachsen enthalten, da bei dieser Arbeitsweise ein Gasöl von verbessertem Fließpunkt erhalten wird, während die Wachse in ein wertvolles Mikrobenprodukt umgewandelt werden.
Als Mikroorganismen, die auf die hier beschriebene Weise kultiviert werden, kommen Hefe, Kleinpilze und Bakterien in Frage. Unter den hier gebrauchten Begriff "Mikroorganismus" fallen auch Gemische von Mikroorganismen.
Bei Verwendung einer Hefe gehört diese vorzugsweise zur Familie Cryptococcaceae, insbesondere zur Unterfamilie Cryptococcoideae. Gegebenenfalls können jedoch auch beispielsweise ascosporogene Hefen der Unterfamilie Saccharomycoideae verwendet werden. Bevorzugte Gattungen der Familie Cryptococcoideae sind Torulopsis (auch als Torula bekannt) und Candida. Bevorzugte Hefestämme werden nachstehend genannt. Besonders bevorzugt werden die mit den Hinterlegungsnummern gekennzeichneten Hefestämme, wobei die mit "CBS" gekennzeichneten Stämme beim Centraal Bureau voor Schimmelcultures, Baarn, Holland, die mit HCMIlf ge-
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kennzeichneten Stämme beim Commonwealth Mycological Institute, Kew, England, und die mif'NCYC" gekennzeichneten Stämme bei der National Collection of Yeast Cultures, Nutfield, England, hinterlegt sind.
Spezies
Bevorzugter Stamm
Candida brumptii
catenulata
clausenii
humicola
intermedia
krusei
lipolytica
η η η η η η
CBS Nr. 2078; Nr. 599 CMI Nr. 93743
NCYC Nr. 376; Nr. 153
η n η η
CMI Nr.83350. NCYC Nr.458
NCYC Nr.4
CMI Nr.2331
CBS Nr.2084; Nr. 2031
melibiosi
parapsilosis
pulcherrima
rugosa
stellatoidea
tropicalis
utilis
Debaryomyces kloeckeri Hansenula anomala Pichia guilliermondii Rhodotorula glutinis Torulopsis femata " magnoliae
Von den vorstehend genannten Stämmen werden Candida lipolytica und Candida tropicalis besonders bevorzugt.
Als Mirkoorganismen können auch Kleinpilze verwendet werden, Geeignet sind Pilze der Familie Moniliaceae. Eine geeignete Gattung ist Penicillium, wobei Penicillium expansum bevorzugt wird. Eine weitere geeignete Gattung ist Aspergillus.
Bei Verwendung von Bakterien als Mikroorganismen gehören
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diese zweckmäßig zu den Ordnungen Pseudomonadales, Eubac,teriales und Actinomycetales. Bevorzugt werden die Spezies Bacillus megateriura, Bacillus subtilis und Pseudomonas aeruginosa.
Ein geeignetes Nährmedium für Hefen und Pilze hat die folgende Zusammensetzung:
Diammoniumphosphat 20 g
Kaliumchlorid 11,5 g
Magnesiumsulfatheptahydrat 6,5 g
Zinksulfat 1,7 g
Mangansulfatmonohydrat 0,45 g
Eisen(II)-sulfatheptahydrat 0,68 g
Leitungswasser 200 g Destilliertes Wasser (zur Auffüllung auf 1000 ml)
Das wässrige Nährmedium wird vorzugsweise "beim gewünschten Pjr-Wert gehalten, indem ein wässriges Medium von hohem Pjr-Wert stufenweise oder kontinuierlich zugesetzt wird. Bei Verwendung von Pilzen oder Hefen, insbesondere bei Verwendung von Candida lipolytica, wird der p^-Wert des Nährmediums gewöhnlich im Bereich von 3 bis 6, vorzugsweise im Bereich von 4 bis 5 gehalten. (Bakterien erfordern einen höheren p^-Wert von gewöhnlich 6,5 bis 8.) Als alkalische Verbindungen für den Zusatz zum Nährmedium eignen sich beispielsweise Natriumhydroxyd, Kaliumhyeroxyd, Dinatriumhydrogenphosphat und Ammoniak: entweder in freier Form oder in wässriger Lösung.
Die optimale Temperatur des Fermentationsgemisches variiert in Abhängigkeit vom Typ des verwendeten Mikroorganismus und liegt gewöhnlich im Bereich von 25 bis 35°» Bei Verwendung von Candida lipolytica wird eine Temperatur im Bereich von 28 bis 320C bevorzugt.
Die Aufnahme von Sauerstoff ist für das Wachstum des Mikroorganismus wesentlich. Der Sauerstoff wird gewöhnlich in
T 0 9 8 1 8 / 1 ? 3 /
Form von Luft zugeführt. Um die Wachstumsgeschwindigkeit hoch zu halten, muß die zur Zuführung des Sauerstoffs verwendete Luft in Form von feinen Blasen vorhanden sein, die durch Rühren erzeugt werden. Die Luft kann durch eine Fritte eingeführt werden, jedoch kann auch das als "Wirbelbelüftung" bekannte System inniger Belüftung angewandt werden.
Das Produkt aus dem Fermenter wird vorzugsweise unter Bedingungen dekantiert, unter denen ein größerer Anteil des wässrigen Nährmediums entfernt wird. Die dekantierte . Fraktion, die den Mikroorganismus, wenigstens einen Teil
des wässrigen Mhrmediums und nicht verstoffwechselten Kohlenwasserstoff enthält, wird dann nach dem Verfahren gemäß der Erfindung behandelt.
Das den Mikroorganismus enthaltende konzentrierte Produkt, das nach der Zentrifugierung der entlüfteten Creme gemäß der Erfindung gewonnen wird, kann weiter gereinigt werden, um restliches ausgebrauchtes wässriges Nährmedium, Kohlenwasserstoffe und Lipide zu entfernen. Geeignete Reinigungsverfahren sind bekannt. Zwei dieser Verfahren werden beispielsweise in den britischen Patentschriften 1 049 066 und 1 049 067 beschriebene
* Beispiel
Ein Produktstrom in Form eines belüfteten Gemisches, das die Hefe Candida tropicalis, ausgebrauchtes wässriges Nährmedium und restliches Gasöl enthielt und eine Dichte von 0,65 hatte, wurde kontinuierlich in einer Menge von 4000 kg/Stunde aus einem Fermenter abgezogen. Der Produktstrom wurde einer Absetzzone (2) der in der Abbildung dargestellten Vorrichtung zugeführt.
Die Vorrichtung besteht aus einem Dekantiergefäß (1), das ein inneres Sntgasungsgefäß (3) umgibt. Der zwischen den Gefäßen gebildete Ringraum bildet die Absetzzone 2.
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Das Dekantiergefäß (1) ist mit einer Zuführungsleitung (4) für den Produktstrom aus dem Fermenter und einer -Austrittsleitung (5) für die Entnahme von ausgebrauchtem wässrigem Nährmedium versehen. Es ist ferner mit einem Abzugsrohr (6) versehen, durch das das Gas entweicht, das frei wird, wenn der Produktstrom aus dem Fermenter vom Schaum befreit wird.
Die Absetzzone 2 ist mit dem Innenraum des Entgasungsgefäßes 3 über das Wehr 7 verbunden, das durch die Oberkanten des Gefäßes 3 gebildet wird. Der Innenraum des Gefäßes 3 bildet eine Entgasungszone 8, in der ein rotierendes Paddel 9 und eine Leitung 10, durch die ein Netzmittel zugeführt werden kann, angeordnet sind. Das Entgasungsfeäß 3 ist am Boden mit einer Entnahmeleitung 11 versehen, durch die entgaste Creme, die den Mikroorganismus enthält, abgezogen wird. An den Wänden des Entgasungsgefäßes sind Prallbleche 12 angebracht, die die Bewegung des Gemisches während der Schaumbeseitigung verstärken.
Der Produktstrom aus dem Fermenter trennt sich in der Ab-■etzzone 2 in eine untere, verhältnismäßig dichte Phase 13, die hauptsächlich aus ausgebrauchtem wässrigem Nährmedium besteht, und eine obere weniger dichte Phase 14, die aus einem stark belüfteten Gemisch besteht, das das Hefeprodukt (Candida tropicalis), restliches Gasöl und eine gewisse Menge ausgebrauchtes Nährmedium enthält.
Die obere Phase und die untere Phase trennen sich in unge fähren Anteilen von 32 bzw. 62 Gew.-Ji, bezogen auf das Gesamtgewicht des der Absetzzone zugeführten ursprünglichen Produktstroms.
Das weniger dichte belüftete Gemisch, das die Form eines Schaumes hat, läuft über das Wehr 7 in die Entgasungszone 8, wo ein Netzmittel durch die Leitung 10 in einer Menge von etwa 1 g/l, bezogen auf die zufließende Menge des Gemisches, zugesetzt wird. Das belüftete Gemisch, das das Netzmittel
109818/133* ßA&
enthält, wird durch das Paddel 9, das sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 100OUpM dreht, in Kombination mit den an die Seitenwände des Entgasungsgefäßes angesetzten Prallblechen 12 aufgerührt. Durch die hierdurch erzeugte Bewegung wird das Gemisch wirksam entlüftet. Das entlüftete Gemisch, das eine Dichte von 0,90 hat, wird aus der Entgasungszone durch die Leitung 11 abgezogen und in einer Menge von 1280 kg/Stunde einer Zentrifuge zugeführt. In der Zentrifuge wird es einer Kraft von 9000 g ausgesetzt, durch die die Hefe in einer Menge von 230 kg/Stunde (Trockengewicht) vom Gemisch abgetrennt wird.
Bei einem Vergleichsversuch war es nicht möglich, die Hefe vom Produktstrom abzutrennen, wenn dieser direkt vom Fermenter der Zentrifuge zugeführt wurde, auch wenn der Strom vor der Zentrifugierung mit dem Netzmittel behandelt wurde. Bei einem weiteren Vergleichsversuch wurde der Produkt-Strom einer Vorbehandlung durch Dekantieren unterworfen» wobei etwa 65% des ausgebrauchten wässrigen Mediums entfernt wurden, worauf ein gleiches Volumen "Ergänzungswasser" ala Ersatz für das dekantierte Medium zugesetzt und der Produktstrom dann mit dem Netzmittel gemischt wurde. Mit dem behandelten Gemisch, das eine Dichte von etwa 0,65 hatte und bei einer Kraft von 9000 g zentrifugiert wurde, wurde eine weniger befriedigende Abtrennung der Hefe ersielt als mit dem Produkt, das gemäß der Erfindung vorbehandelt worden war.
1091 te/

Claims (6)

Pate ntansprüche
1) Verfahren zur Isolierung von Mikroorganismen, die auf einem Kohlenwasserstoffsubstrat kultiviert worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß man ein belüftetes Gemisch, das einen mit Kohlenwasserstoffen als Kohlenstoffquelle gezüchteten Mikroorganismus, ausgebrauchtes wässriges Nährmedium und wenigstens einen Kohlenwasserstoff enthält, einer Absetzzone zuführt, aus dieser Absetzzone getrennt eine verhältnismäßig dichte wässrige Phase, die ausgebrauchtes Nährmedium enthält, und ein weniger dichtes belüftetes, noch etwas wässriges Nährmedium enthaltendes Gemisch der übrigen Bestandteile abzieht und das belüftete Gemisch in Gegenwart eines oberflächenaktiven Mittels einer schaumbrechenden Bewegung unter Bildung einer wenigstens teilweise entlüfteten Creme, die Mikroorganismus, wässriges Nährmedium und den Kohlenwasserstoff enthält, unterwirft.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schaumbrechende Bewegung durch ein rotierendes Paddel erzeugt wird.
3) Verfahren zur Erzeugung von Mikroorganismen, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Mikroorganismus kontinuierlich in Gegenwart eines wässrigen Nährmediums, eines Kohlenwasserstoffsubstrats und eines freien Sauerstoff enthaltenden Gases kultiviert, wobei man einen Stamm eines Mikroorganismus verwendet, der den Kohlenwasserstoff verbraucht, einen Produktstrom abzieht, der aus einem belüfteten Gemisch besteht, das den Mikroorganismus, ausgebrauchtes wässriges Nährmedium und nicht verstoffwechselten Kohlenwasserstoff enthält, dieses Gemisch kontinuierlich einer Absetzzone zuführt, aus der Absetzzone getrennt ausgebrauchtes Nährmedium und ein belüftetes, noch etwas ausgebrauchtes Nährmedium enthaltendes Gemisch der übrigen Beatandteile abzieht, das belüftete Gemisch mit einem oberflächenaktiven Mittel
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BAD ORIGINAL
behandelt, den im Gemisch enthaltenden Schaum unter der Einwirkung einc3 rotierenden Paddels bricht, kontinuierlich eine wenigstens teilweise entlüftete Creme abzieht, die den Mikroorganismus, ausgebrauchtes wässriges Nährmedium und den Kohlenwasserstoff enthält, und anschliessend die entlüftete Creme zur Abtrennung eines an Mikroorganismus angereicherten Produkts zentrifugiert.
4) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß Kohlenwasserstoffe verbrauchende Hefen als Mikroorganismen kultiviert werden,
5). Vorrichtung zur Isolierung von auf einem Kohlenwasser-■ stoffsubstrat kultivierten Mikroorganismen,
gekennzeichnet durch ein Dekantiergefäß (1) mit einer Entnahmestelle (5) für die Entnahme einer verhältnismäßig dichten wässrigen Phase (13), ein Entgasungsgefäß (3) mit einer Entnahmestelle für eine entlüftete Creme, die einen Mikroorganismus enthält, ein Wehr (7)f das das Dekantiergefäß (1) und das Entgasungsgefäß (3) verbindet, und über das während des Betriebs ein weniger dichter Schaum aus dem Dekantiergefäß (1) in das Entgasungsgefäß (3) überläuft, ein rotierendes Paddel (9), das im Entgasungsgefäß (3) angeordnet ist und während des Betriebs den Schaum im Entgasungsgefäß bricht, und eine Leitung (10), durch die während des Betriebs ein oberflächenaktives Mittel in das Entgasungsgefäß (3) eingeführt wird.
6) Vorrichtung zur Isolierung von auf einem Kohlenwasserstoff substrat kultivierten Mikroorganismen, kennzeichnet durch ein Gefäß (?.) mit ringförmigem Querschnitt, das ein Innengefäß (3) mit rundem Querschnitt umgibt, eine zwischen den Gefäßen befindliche Wand, die ein Wehr (7) bildet, über das während des Betriebs der Schaum aus den: ringförmigen Gefäß (2) in das Innergefäß (3) überläuft, ein im Innengefäß angeordnetes rotierendes Paddel (9) und eine Leitung (10), durch die
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BAD ORIGINAL
2 Γ] /f H 4 Λ 3
während des Betriebs ein oberflächenaktives Mittel in das Innengefäß eingeführt wird.
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DE19702049443 1969-10-10 1970-10-08 Verfahren zur Gewinnung von Mikro Organismen und Vorrichtung zur Durch fuhrung des Verfahrens Pending DE2049443A1 (de)

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