DE2049002C - Drehtisch zum Aufspannen von Werkstucken - Google Patents
Drehtisch zum Aufspannen von WerkstuckenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Drehtisch zum Aufspannen von Werkstücken an
Werkzeugmaschinen mit einem Unterbau, auf dem eine Aufspannplatte drehbar und mittels eines auf
dem Unterbau gleitbar gelagerten Schlittens längsverschiebbar angeordnet ist, wobei die Aufspannplatte
mit einem an ihrer Unterseite angeordneten, zylindrischen
Ansatz in einer Bohrung des Schlittens drehbar und axial verschiebbar gelagert und durch ein auf
die Unterseite des zylindrischen Ansatzes wirkendes Druckmittel zum erleichterten Drehen anhebbar ist.
Ein solcher Drehtisch ist bekannt. Bei ihm gelingt es zwar, die Reibung beim Drehen der Aufspannplatte
durch die Einleitung des Druckmittels zu verringern; eine Entlastung des Schlittens tritt jedoch nicht ein,
weil das Druckmedium nur zwischen Schlitten und Aufspannplatte wirkt. Der Schlitten stützt sich bei al len Betriebsbedingungen mit voller Belastung auf
seine Führungen ab.
Bei der Aufspannung von Werkstücken mit einem Gewicht von mehr als etwa 150 t ist dabei die Steifigkeit des Systems Aufspannplatte-Schlitten-Unterbau
nicht mehr ausreichend. Es können Luftspalte auftreten, was zu einer Verringerung der Bearbeitungsqualität, — Genauigkeit und — Leistung führt.
Der Versuch der Beseitigung dieser Nachteile und der Vermeidung von Durchbiegungen mittels Erhöhung der Steifigkeit führt zu erheblichen Abmessungen.
Abgesehen von den genannten Nachteilen ist die Herstellung solcher Drehtische kompliziert und erfordert
eine hohe Genauigkeit bei der Fertigung der ohne Entlastung zusammenwirkenden Reibungsflächen.
Hinzu kommt schließlich noch der Kraftbedarf für den Bewegungsantrieb.
Aufgabe der vorliegender. Erfindung ist es, unter Vermeidung der erwähnten Nachteile einen Drehtisch
zum Aufspannen von Werkstücken für deren mechanische Bearbeitung zu schaffen, bei dem für alle vorkommenden
Bewegungen eine Entlastung möglich ist. Gegenübei dem bekannten Aufspanntisch soll also das
Gewicht der Aufspannplatte auch beim Längsversjhieben
vom Druckmittel getragen werden. Die für die Verschiebungen notwendigen Kräfte sollen dadurch
klein werden und es sollen ohne Vergrößerung der Abmessungen auch Werkstücke größeren Gewichts
aufgespannt werden können.
Erfindungsgemäß wird hierzu bei einem Drehtisch der eingangs skizzierten Art die Ausbildung so getroffen,
daß sich die Aufspannplatte mit ihrem zylin drischen Ansatz, den Schlitten durchgreifend, auf den
Unterbau abstützt, wobei das Druckmittel zwischen Unterbau und zylindrischem Ansatz einbringbar ist.
Zweckmäßigerweise wird hierbei an der unteren Stirnseite der Aufspannplatte am Umfang der zwi
sehen dieser und dem Unterbau gebildeten Kammer eine in Richtung des Unterbaus offene Rille ausgc
führt, in welcher eine weiche Dichtung untergebrach, ist, über welcher sich in der Rille ein elastisches Rohr
befindet, das mit dem Druckmittel zum Andrücker, der Dichtung an den Unterbau beim Anheben des
Aufspannplatte gefüllt wird.
Es ist weiterhin zweckmäßig, auf dem Schlitten Anschlagelemente zur Begrenzung der Hubhöhe dci
Aufspannplatte und zum Ausrichten derselben in horizontaler Ebene zu montieren.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnungen näher beschrieben
Es zeigt
F i g. 1 einen erfindungsgemäßen Drehtisch, Seitenansicht,
F i g. 2 denselben Drehtisch in Draufsicht mit teilweisem Schnitt (der Tisch ist um 90° bezüglich der
F i g. 1 gedreht),
F i g. 3 eine Teilansicht des Drehtisches (Vertikalschnitt) im vergrößerten Maßstabe.
Wie aus den F i g. 1 und 2 hervorgeht, besitzt der vorgeschlagene Drehtisch eine Aufspannplatte 1 in
Form eines monolithischen Gußstücks, welche zum Aufspannen von nicht dargestellten Werkstücken bestimmt
ist. Der obere Teil 2 der Aufspannplatte I weist eine rechteckige Form auf und in ihm sind Nuten
ausgearbeitet, in denen nicht dargestellte Spannvorrichtungen zum Aufspannen der zu bearbeitenden
Werkstücke angeordnet werden. Mit ihrem unteren zylindrischen Ansatz 4 liegt sie unmittelbar auf einem
Unterbau 5 auf und ist in der Zentrieröffnung 6 eines Schlittens 7 untergebracht, der auf dem Unterbau i>
montiert wird. Die Aufspannplatte 1 kann sich frei in der Öffnung 6 des Schlittens 7 mit Hilfe eines Antriebs
8 drehen, der auf dem Schlitten? aufgestellt ist und mit einem Zahnkranz 9 zusammenwirkt, welcher
sich oberhalb des Schlittens 7 am zylindrischen Ansatz 4 befindet.
Der genannte Schlitten? kann sich bezüglich des Unterbaus 5 längs Führungen 10 mit Hilfe von zwei
Antrieben 11 verschieben, welche mit auf dem Schlitten 7 befestigten Zahnstangen 12 zusammenwirken.
Auf diese Weise hat die Aufspannpiatte 1 die Möglichkeit
zur Drehung und der horizontalen Verschiebung bezüglich des Schlittens 7. wobei während der
horizontalen Verschiebung der Aufspannplatte 1 die Platte 7 mit Hilfe von nicht dargestellten Vorrichtungen
einer beliebigen bekannten Konstruktion, die zu diesem Zweck geeignet sind, mit ihr gekuppelt wird.
Zur Erleichterung der Einstellverschiebungen der
Aufspannplatte 1 mit einem auf dieser sitzenden zu bearbeitenden Werkstück ist zwischen der unteren
Sf.rnse: 13 (F ig. 3) des zylindrischen Ansatzes 4 der
Aufspan..rJatte 1 und dem Unterbau 5 eine Kammer
14 vorhanden, welche über einen Kanal 15 im Unterbau5
an eine (aus der Zeichnung nicht ersichtliche) Quelle eines fließfähigen, unter Druck stehenden Mediums
anschließbar ist.
Die eigentliche Kammer 14 ist in der Stirnseite 13 gebildet und das fließfähige Medium, welches die
Kammer 14 füllt, kann ein Gas oder eine Flüssigkeit sein, die unter einem Druck von 3 bis oatü zugeführt
werden.
Bei der Füllung der Kammer 14 mit dem fließfähigen Medium unter Druck erfolgt das Anheben der
Aufspannpiatte I über dem Unterbau5 und die Aufspannplatte
1 wird dank des Flüssigkeit^- oder Luftkissens eine schwinmmende Lage einnehmen, wodurch
Einstellverschiebungen der Aufspannplatte 1 mit viel kleineren Kräften ermöglicht werden.
Um Leckverluste des Mediums aus der Kar.jner
14 zu verhindern, ist rund um diese Kammer an der unteren Stirnseite 13 der Aufspannpiatte I eine in
Richtung des Unterbaus 5 offene Rille 16 ausgeführt, in der eine wf iche Dichtung 17 untergebracht ist, über
welcher sich in der Rille 16ein elastisches Rohr 18 befindet,
das über einen Nippel 19 mit der erwähnten Quelle eines fließfähigen, unter Druck stehenden Mediums
verbunden ist. Diese Dichtung 17 wird durch den Druck des fließfähigen Medium im elastischen
Rohr 18 beim Anheben der Auf spannplatte an den Unterbau S angedrückt.
Das Heben der Aufspannpiatte 1 über dem Unterbau 5 wird durch Anschlagelemente 20 begrenzt,
welche auf dem Schlitten 7 montiert werden und über die Abmessungen desselben hinausragen, um mit dem
Bund 21 am zylindrischen Teil 4 der Aufspannplatte zusammenwirken zu können.
Es sei darauf hingewiesen, daß diese Anschlagele-■ mente auf dem Schlitten 7 um den zylindrischen
Teil 4 der Aufspannplatte angebracht sind und gleichzeitig zum Ausrichten der Aufspannpiatte 1 in der horizontalen
Lage dienen. Deshalb wird das zu bearbeitende Werkstück selbst bei exzentrischer Lage desselben
auf der Aufspannplatte 1 stets eine garantierte horizontale
Lage einnehmen.
Der vorgeschlagene Drehtisch arbeitet folgenderweii-e:
Im Augenblick des Aufspanrnens des zu hearbeitenden Werkstückes auf der Aufspannplatte ί sowie
auch während der mechanischen Bearbeitung desselben liegt die Aufspannplatte 1 unmittelbar mit ihrer
unteren Stirnseite 13 auf dem Unterbau 5 auf und wird gegen Verschiebung in horizontaler Ebene mit
Hilfe von auf dem Schlitten * befestigbaren Spam.vurrichtungen
gesichert.
ao Soll die Aufspannplatte 1 gedreht oder horizontal
verschoben werden, werden die Spannvorrichtungen gelöst und das fließfähige, unter Druck stehende MecTum
wird in die Kammer 14 über den Kanal 15 und in das elastische Rohr 18 über den Nippel 19 /■.•geführt.
Infolgedessen bildet sich zwischen der ur,>
ren Stirnseite 13 der Aufspannplatte 1 und dem Interbau
S ein Flüssigkeits- oder ein Luftkissen mit ί lubwirkung,
welches zur gleichen Zeit durch die Vy :ntung 17 abgedichtet wird.
Bei der Druckerhöhung des fließfähigen Medi>
;ns in der Kammer 14 über den vorgegebenen Druck . ird
das fließfähige Medium die Dichtung 17 abdriu ken und in den Umgebungsraum ausfließen. Bei Ver^..ndung
einer Flüssigkeit können spezielle SammelbcUlter
vorgesehen werden.
In der angehobenen Stellung wird die Au.'spannplatte
mit Hilfe von Antrieben 8 und Il bezüglich ies Unterbaus 5 gedreht und hin- und hergehend versüio-
*° ben. Wie bereits oben angegeben wurde, wird die Aufspannplatte
1 als einstückiges Gußstück ausgebildet, was es ermöglicht, den Tisch tragfähiger zu machen,
ohne eine Verformung seiner Konsclteile zu befürchten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Drehtisch zum Aufspannen von Werkstücken an Werkzeugmaschinen mit einem Unterbau, auf
dem eine ^ufspannplatte drehbar und mittels
eines auf dei.. Unterbau gleitbar gelagerten Schlittens
längsverschiebbar angeordnet ist, wobei die Aufspannplatte mit einem an ihrer Unterseite angeordneten,
zylindrischen Ansatz in einer Bohrung des Schlittens drehbar und axial verschiebbar
gelagert und durch ein auf die Unterseite des zylindrischen Ansatzes wirkendes Druckmittel zum
erleichterten Drehen anhebbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Aufspannplatte (1) mit ihrem zylindrischen Ansatz (4), den
Schlitten (7) ^'irchgreifend, auf dem Unterbau (5) abstützt, wöbe» das Druckmittel zwischen Unterbau
und zylindrischem Ansatz einbringbar ist.
2. Drehtisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an der unteren Stirnseite (13) der Aufspannplatte (1) am Umfang der Kammer (14)
eine in Richtung des Unterbaus (S) offene Rille (16) ausgeführt ist, in welcher eine weiche Dichtung
(17) untergebracht ist, über welcher sich in der Rille (16) ein elastisches Rohr (18) befindet,
das mit dem Druckmittel zum Andrücken der Dichtung (17). η den Unterbau (S) beim Anheben
der Aufspannplatte (1) oefüllt wird.
3. Drehtisch nach Ansorüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schlitten (7) Anschlagelemente
(20) zur Begrenzung der Hubhöhe der Aufspannplatte (I) und zum Ausrichten derselben
in horizontaler Ebene montiert sind.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702049002 DE2049002C (de) | 1970-10-06 | Drehtisch zum Aufspannen von Werkstucken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702049002 DE2049002C (de) | 1970-10-06 | Drehtisch zum Aufspannen von Werkstucken |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2049002A1 DE2049002A1 (de) | 1972-04-13 |
| DE2049002C true DE2049002C (de) | 1973-05-17 |
Family
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