DE2048445C3 - Kreislaufverfahren zum Behandeln aluminiumhaltiger Waschlösungen - Google Patents
Kreislaufverfahren zum Behandeln aluminiumhaltiger WaschlösungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kreislaufverfahren zum Behandeln von v-äBrigen, gelöste Aluminiumverbindungen enthaltenden alkalischen und sauren Waschlösungen, durch das die Menge an flockenförmigem Material
stark verringert und der Gehalt an trockenem, festem Material, das sich von der Lösung absetzt oder aus
dieser ausgefällt wird, stark erhöht wird. Durch das Verfahren der Erfindung erfolgt ein leistungsfähigeres
und wirksameres Abscheiden von Aluminiumschlamm aus einer wäßrigen verbrauchten Behandliingslösung
unter Beschränkung des Aluminiumschlammvolumens auf ein Minimum.
Nach der Naßverarbeitung von Aluminium müssen lösliche Aluminiumverbindungen aus der wäßrigen
Lösung ausgefällt und von der klaren, oben schwimmenden Flüssigkeit ausgeschieden werden. Aluminiumhydroxid wurde wegen seiner leichten Absetzbarkeit als
flockenförmiger Niederschlag bei der Wasser- und Abwasserbehandlung verwendet. Jedoch ergab sich bei
der Reinigung von Abwässern aus Oberflächenbehandlungen von Metallen durch das Vorhandensein von
Flocken in Form von Aluminiumhydroxid ein bestimmtes Problem. In Bearbeitungs- oder Behandlungsstraßen
von Aluminium wird eine bedeutende Mlen;ge des Metalls von der Oberfläche gelöst, und das ausgefällte
Hydroxid wird beim Absetzen nicht zusammengepreßt, sondern verbleibt in einem flockigen Zustand, nimmt
somit einen großen Raum ein und verursacht ein beträchtliches Gewicht des zu beseitigenden Abfallschlammes.
Das Atomgewicht von Aluminium beträgt 26,97, während das Gewicht von Aluminiumhydroxid 77,99
beträgt, was ein Verhältnis von etwa 1: 2,89 darstellt. 1 g Aluminium, das als metallisches Hydroxid in 1 I
Abfallösung entweder aus Aluminiumsulfat oder aus Natriumaluminat ausgefällt wird, nimmt selbst nach
dreistündigem Stehen ein Volumen von etwa 600 ml ein. Da das Trockengewicht des ausgefällten Aluminiumhydroxids etwa 3 g beträgt und das Gesamtgewicht der
600 ml Schlamm etwa 600 g, beträgt das Trockengewicht in dem gesamten Schlamm nur 0,5%. Vom
praktischen Standpunkt aus bedeutet dies, daß für jede Gewichtseinheit, beispielsweise für jedes Kilogramm
Aluminium 600 kg Schlamm behandelt werden müssen, bevor er entwässert oder getrocknet ist. Das Problem
wird ferner dadurch kompliziert, daß bei der Oberflächenbehandlung von Aluminium, beispielsweise bei der
anodischen Oxidation, angenommen werden kann, daß ein Durchschnittsbetrag von 1 bis 2% Aluminium in dem
Verfahren weggelöst wird. Somit müssen, bei der Verwendung derselben Größeneinheiten, in einer
Anlage, die 1000 kg Aluminium pro Tag, pro Woche oder pro Monat verarbeitet, beträchtliche Mengen von
schlammigen Abfall beseitigt werden. 2% von 100 kg verarbeitetem Aluminium schaffen 20 kg Aluminium,
welches nach der obigen Rechnung 12 000 kg Schlamm erzeugt
Eine große Menge Aluminium wird auch in Metallätzanlagen gelöst, wie sie beispielsweise beim
sogenannten chemischen Fräsen verwendet werden. Flugzeugrahmen werden durch ein chemisches Fräsverfahren geformt und das entfernte Metall erreicht leicht
einen Betrag von 454 kg pro Tag. Die zwei üblichsten chemischen Verarbeitungslösungen, die hohe Aluminiumkonzentrationen in Oberflächenbehaivdlungsanlagen
für Aluminium erreicnen, sind folgende:
A — Eine sogenannte basische Aluminiumätze, die freies Natriumhydroxid enthält, wird kontinuierlich und langsam mit Aluminium angereichert, das
von der Oberfläche des Metallwerkstückes gelöst wird und welches aufrechterhalten wird, bis die
Aluminiumkonzentration einen relativ hohen " Wert erreicht, zu welchem Zeitpunkt die Lösung
verworfen wird und eine neue hergestellt wird. Eine solche Lösung enthält zu dem Zeitpunkt, an
dem sie verworfen wird. Aluminium in einer Menge von 50 bis 120 g/l mit einem freien
Natriumhydroxidgehalt von etwa 30 bis 50 g/l (NaOH). Das Aluminium liegt in Form von
Natriumaluminat, dem basischen Hydroxid von Aluminium, vor.
B — Eine Säure als anodische Oxidationslösung, die aus etwa 250 bis 300 g/l Schwefelsäure besteht.
Nachdem der Aluminiumgehalt zugenommen hat, muß die Lösung entweder verworfen und erneuert
werden, oder ein Teil muß verworfen und eine neue Säurelösung zugesetzt werden, um die
Aluminiumkonzentration innerhalb eines Bereiches von etwa 30 bis 45 g/l zu halten.
Waschwasser, das auf ein Werkstück nach einem der Verfahren A oder B aufgebracht wird, enthält den Film,
der aus der Verfahrenslösung auf den Oberflächen der nachher abgewaschenen Werkstücke ausgetragen wird.
Das Waschwasser enthält gewöhnlich eine Konzentration an Verfahrenslösung von beträchtlich weniger und
nicht mehr als etwa 1%. Bei der Neutralisation
derartiger gelöstes Aluminium enthaltender verbrauchter Waschwässer wird das Aluminiumhydroxid als
flockenartiger Niederschlag ausgefällt, der nicht leicht auf bekannte Weise verfestigt, komprimiert oder
verdickt werden kann.
Eine l°/oige Lösung einer Aluminiumätzlösung, die
ursprünglich 120 g/l Aluminium und 30 g/l freies NaOH
enthielt, wies z.B. etwa 1,2 g/l Aluminium auf. Das Neutralisieren dieser Lösung auf einen pH-Wert von
40
V)
etwa 7 bis 7,5 mit einer Mineralsäure, wie beispielsweise Schwefelsäure, erzeugte ein gemessenes ausgefälltes
Schlammvolumen in einem geeichten Zylinder von I 1, das nach 1 Stunde einen abgesetzten Schlamm von 94%
oder 940 ml schlammiger Flüssigkeit ergab. Dieser Schlamm setzte sich weiter nach 24 Stunden auf 40%
des Volumens der anfänglichen neutralisierten, verbrauchten Lösung von 1 I. Dies zeigt, daß das
neutralisierte Waschwasser nach einer Aluminium-Ätzbearbeitung eir. Schlammvolumen von 940 g nassem
Schlamm erzeugt, der 1,2 g des ursprünglichen Aluminiumgehaltes
enthält. Selbst nach 24stündigem Stehen ergaben sich für jeweils 1,2 g Aluminium im Abwasser
400 g Schlammabfall.
Da die ursprünglichen 1,2 g Aluminium etwa 3,5 g Aluminiumhydroxid, bezogen auf trockenen Feststoff,
gebildet haben, enthalten die 940 g Schlamm 0,37% trockene Feststoffe, und der Schlamm enthält selbst
nach 24stündigem Absetzen weniger als 1% (0,86%) trockene Feststoffe. Ein Absetzzeitraum von 24 Stunden
ist wirtschaftlich nicht erreichbar, und der Schlamm kann beim Absetzen nicht ohne zusätzliches Abpumpen
von Wasser aus der oben schwimmenden Flüssigkeit bei dem Versuch der Trennung entfernt werden.
Aufgrund der Erfindung wurde jedoch festgestellt, daß im Vergleich zu dem großen Schiammvolumen, das
durch Neutralisation von Waschwasser erhalten wird, wenn das Waschwasser mit einer verdünnten Konzentration
der Aluminiumlösung arbeitet, die Lage vollständig verschieden ist, wenn das Konzentrat selbst
neutralisiert wird. Das heißt, es wurde festgestellt, daß durch nur leichtes Verdünnen einer ursprünglichen
Ätzlösung unter Herstellung einer Ätzlösung mit einem Gehalt von 2 Teilen konzentrierter Ätze und 1 Teil
Wasser mit der neuen, etwa 90 g/l Aluminium aufweisenden Lösung und durch Neutralisieren dieser
Lösung mit Schwefelsäure auf einen pH-Wert von 7 bis 7,5 ein Gesamtschlamm von 98% der Lösung von 1 I
erzeugt wurde. Dies ergibt einen Gehalt von etwa 270 g Aluminiumhydroxid in I 1 Schlammvolumen oder 27%
Trockengewicht in dem behandelten nassen Schlamm. Dies hat sich als ein wichtiger Schlüssel zu einer Lösung
des Problems erwiesen.
Es ist bekannt, zur Entfernung von Verunreinigungen aus Abwässern Aluminiumsalze als Flockungs- oder
Koaguliermittel zuzusetzen. Auch hat man bereits zur
Reinigung von Metallteilen von Verbrennungsmotoren aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen rauchende
Schwefelsäure angewendet, wobei anschließend mit Schwefelsäure gespült, dann neutralisiert und schließlich
gewaschen wurde. Nach einem anderen bekannten Verfahren wird zum Beizen von Aluminium das
entsprechende Werkstück mit NaOH besprüht, mit Wasser gespült, dann mit Salpetersäure besprüht, mit
Wasser gewaschen und mit Heißluft getrocknet, ohne daß eine Aufbereitung des Waschwassers in Betracht
gezogen wird. Bekannt ist auch die Tatsache, daß die pH-Werte zur Abscheidung verschiedener Metalle
beträchtlich schwanken, wobei für die praktisch vollständige Fällung von Aluminiumhydroxid ein
pH-Bereich von 6,5 bis 9 angegeben wird. Andererseits sind auch die Löslichkeiten der Metallhydroxide in
Abhängigkeit vom pH-Wert bekannt. Darüber hinaus wird in der Literatur beschrieben, daß eine Vereinigung
von sauren und alkalischen Abwässern im Höchstfall dann angebracht isi, wenn es sich lediglich um die
gegenseitige Neutralisation von Säuren und Alkalien handelt, daß jedoch bei Abwässern von verschiedenem
Charakter unbedingt dafür ?u sorgen ist, daß diese getrennt aufbereitet werden und erst nach der
chemischen Behandlung vereinigt werden dürfen. Dip einfache Kombination von saurem und alkalischem
ί aluminiumhaltigem Abwasser bringt keinen Erfolg, da der Schlamm nicht ausreichend zusammengepreßt
werden kann. Aufgrund der erfindungsgemäßen Maßnahmen ist jedoch eine Kombination von sauren und
alkalischen Abwässern unter Erzielung hervorragender
ι» Schlammabtrennung möglich. Die Kreislaufführung von Betriebswasser hat man dadurch ermöglicht, daß die
Spülwässer insbesondere durch Ionenaustausch gereinigt wurden und danach wieder einsatzfähig waren.
Doch muß dabei der Ionenaustauscher in regelmäßigen Abständen regeneriert werden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die sich durch das große Aluminiumschlammvolumen in einer
verbrauchten Behandlungslösung im Vergleich zu dessen Feststoffgehalt ergebenden Schwierigkeiten zu
beseitigen. Dabei sollen die aluminiumhaltigen verbrauchten Behandlungswaschlösun;:,"fl wirtschaftlich
verwendet, konditioniert und wiederhcrg'-slelll werden,
indem der ausgefällte Aluminiumgehalt von flockigem Schlamm unter wirksamer Erhöhung des Trockenfeststoffgehalts
der Volumeneinheit des behandelten Schlamp.'es konzentriert wird und die Waschlösungen
bei Waschvorgängen von Aluminiumwerkstücken wirksam regeneriert und kontinuierlich wiederverwendet
werden. Das Verhältnis des flockigen Schlammgehaltes
jo zu dem trockenen Feststoffgehalt einer verbrauchten
wäßrigen Aluminiumlösung soll dabei wirksam vermindert werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Kreislaufverfahren zum Behandeln von wäßrigen, gelöste Aluminiumver-
ii bindungen enthaltenden alkalischen und sauren Waschlösungen
aus der Oberflächenbehandlung von Aluminiumwerkstücken, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
die verwendeten Waschlö'ungen aus den jeweiligen Waschzonen in eine Rekonditionierungszone abgezogen
werden, die alkalische Waschlösung auf einen pH-Wert von 4 bis unter 6 gebracht und mit saurer
VVaikhlösung vermischt wird, falls erforderlich anschließend der pH-Wert durch Erdalkalihydroxid oder Kalk
auf 4,7 bis 7 angehoben wird und das gereinigte
v> Abwasser vom Niederschlag abgezogen und sowohl zum Abwaschen von alkalischem als auch saurem
Austrag im Kreislauf wieder verwendet wird.
Die Unteransprüche beinhalten Ausgestaltungen des Verfahrens nach Anspruch 1.
Es ist somit wesentlich, daß der pH-Wert des verbrauchten alkalischen Waschwassers zunächst auf
unter 6 bis 4 gebracht wird, da nur dann das günstigere geringere Schlammvolumen erzielt wird. Nach dem
Stand der Technik wird dagegen nur der Neutralpunkt angestrebt und allenfalls noch auf der alkalischen Seite
gearbeitet.
Auch wird gemäß der Erfindung nur eine sehr geringe im Kreislauf geführte Wassermenge benötigt, ohne daß
Ionenaustauscher erforderlich sind, sondern lediglich
bo einfach zugängliche Chemikalien, wie Erdalkalihydroxid
oder Kalk.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung beschrieben, die eine schematische Darstellung einer Behandlungsstraße
wiedergibt, in der das erfindungsgemäße
b5 Verfahren eingesetzt wird.
Bei der Ausführung der Erfindung wurde hinsichtlich einer verbrauchten, wäßrigen, alkalischen Ätzlösung des
Typs A und einer verbrauchten, wäßrigen, sauren
Lösung für die anodische Oxidation des Typs B
festgestellt, daß das Verhältnis von trockenem Schlammgehalt zu feuchtem Schlammvolumen durch
Erhöhen der ausgefällten Aluminiumkonzenlration beträchtlich erhöht werden könnte, wenn jede der ->
Lösungen neutralisiert wird. Dies ist wichtig, weil Verarbeitungsstraßen für Aluminium sehr häufig sowohl
ein Aluminiumätzbad als auch ein anschließendes Bad für die anodische Oxidation enthalten (siehe Fig. I),
wobei der Austrag und somit die Waschlösung von κι jedem Bad einen gelösten Aluminiiimgchalt aufweist.
Die Ausfällung tritt bei einer verbrauchten wäßrigen Lösung nach dem Zusatz einer neutralisierenden
Chemikalie ein, welche im Fall einer ätzenden abgeschleppten Waschlösung eine anorganische Säure ι >
sein wird, und im Fall einer sauren ausgeschleppten Waschlösung ein Erdalkali, wie beispielsweise Kalk
oder Calciumhydroxid ist. Ein anderer Vorteil hat sich daraus ergeben, daß durch Kombination zweier
entgegengesetzter Arten von verbrauchten Lösungen jn diese unter Neutralisation miteinander reagieren
können, wodurch die Notwendigkeit zusätzlicher Chemikalien auf ein Minimum beschränkt wird. Durch
diese Kombination wird auch eine Zunahme der Konzentration des ausgefällten Aluminiumgehaltes >
> unter Verringerung des Verhä'mi'.ses von Schlammvolumen
zu trockenem Feststoffgehalt ermöglicht.
Um den Gehali an trockenen Feststoffen weiter zu erhöhen, ist es vorteilhaft, die verbrauchten wäßrigen
Waschlösungen zu regenerieren und wieder zu verwcn- m
den und die Aluminiumkonzentration der wieder verwendeten Lösung zu erhöhen, die zur Neutralisation
zurückgeschickt wird, während gleichzeitig Chemikalien und Waschwasser eingespart werden. Es erwies
sich, daß eine zum Abwaschen des Austrages von den r>
Oberflächen eines Werkstückes verwendete wäßrige Lösung, die durch Neutralisieren einer vorher verwendeten
wäßrigen, verbrauchten Waschlösung rekonditioniert worden war. nach der Neutralisation angewendet
werden kann, ohne die Oberflächengüte des in Arbeit i.i
befindlichen Werkstückes zu beeinträchtigen und das restliche ausgefällte Aluminiumhydroxid, das durch die
rekonditionierte Lösung zurückgetragen wird, nicht haftet und leicht entfernt werden kann, nachdem das
Werkstück gespült worden ist. Das Verfahren kann 4ϊ
kontinuierlich ausgeführt werden, wobei verbrauchtes Waschwasser kontinuierlich entnommen, neutralisiert
und regeneriert wird und rückgeführt und in einem Waschbad oder als eine Waschdusche auf dem
Werkstück wieder verwendet wird, um sowohl ätzenden vi
als auch sauren Austrag zu entfernen.
Zum Beispiel ergab die Verdoppelung des Zusatzes der Aluminiumätzlösung zu 1 1 des Gesamtspülwassers
durch langsames Ansammeln von ausgefälltem Aluminium bei konstanter Neutralisation auf einen pH-Wert -,->
von 7 mit Schwefelsäure ein Schlammvolumen nach einstündigem Absetzen von nur 90%. Dies ist
überraschenderweise weniger als das beobachtete Schlammvolumen, wenn nur halb so vie! Aluminium auf
die früher angegebene Weise neutralisiert wurde. Nach bo
24 Stunden hatte sich der Abfall weiter auf 63% Schlamm verfestigt, was eine 25%ige Verminderung des
gesamten Schlammvolumens und eine vergleichsweise Zunahme der trockenen Feststoffe in dem Schlamm
anzeigt. Das verwendete Waschwasser schädigt bei Wiederverwendung und ständiger Neutralisierung das
Werkstück nicht oder bleibt nachteilig daran haften. Es dient als Mittel zur Anreicherung der Lösung mit
frischem Aluminiumlösungsabfall und zur Herbeiführung einer Zunahme des trockenen Fcststoffgchaltcs an
ausgefälltem und abgesetztem Schlamm.
Beispielsweise wurden in einer als Beispiel C bezeichneten Anwendung von 201 chemischer Spüllösung
langsame und regelmäßige Zusätze von Ätzlösung in zunehmenden Mengen ausgeführt. Die Ätzlösung
enthielt 120 g/l Aluminium und 30 g/l freies NaOH, während die Lösung für die anodische Oxidation 30 g/l
Aluminium und 300 g/l Schwefelsäure enthielt. Der Zweck bestand darin, das Verfahren bezüglich der
kombinierten Verwendung der zwei Lösungstypen A und B zu untersuchen. Nach dem jeweiligen Zusatz von
Ätzlösung wurde der pH-Wert unter Verwuxiung einer
Schwefelsäurelösung auf neutral eingestellt, und nach dem jeweiligen Zusatz der sauren Lösung für die
anodische Oxidation wurde der pH-Wert durch den Zusatz von gelöschtem Kalk -'crrgelt. Der jewe^^c
Zusatz der Atziösung und der Lösung für die ariouische
Oxidation erfolgte, um die Menge der Austragslösung nachzuahmen, wie sie für ein chemisches Waschbad von
201 eintreten könnte. Dieses Waschwasscr wurde verwendet und aus den beiden Verfahrensstufen im
Kreislauf geführt, um den auf dem Werkstück verbleibenden Film der alisgetragenen Verfahrenslösung
zu entfernen. Die so hergestellte kombinierte Abfallösung wurde mit einer Geschwindigkeit von
300 m!. tiiin als rekonditioniertes Waschwasser für die
Werkstücke im Umlauf geführt, jeweils kombiniert aus einem Behandlungsbad einer Ätzlösung und einem
Behandlungsbad einer anodischtn Sclnvefelsäurcoxidation
in Umlauf geführt. Ein neutraler pH-Wert von etwa 7 wurde mit den chemischen Zusätzen aufrechterhalten.
Im Beispiel C betrug das der umgcpumptcn
chemischen Spüllösung von 201 zugesetzte gesamte Aluminium 60 g oder 3 g/l. Nachdem die gesamten
Zusätze in einer Menge von 3 g/l Aluminium von der verbrauchten Ätzlösung und auch zu der verbrauchten
Lösung der anodischen Oxidation unter regelmäßigem Neutralisieren ausgeführt waren, wurde das Schlammvolumen
gemessen und betrug 85 Vol.-%. Die somit gebildete chemische Waschlösung wurde über Nacht
umgepumpt. Es wurde festgestellt, daß, obgleich das ausgefällte flockige Aluminiumhydroxid durch das
Umpumpen gerührt wurde, der Schlamm auf 55% des Gesamtvolumens verdichtet wurde, was etwa 9 g
Trockengewicht an Aluminiumhydroxid in jeweils 550 ml Schlammvolumen oder eine Trockengewichtskonzentration
von 1,98% (besser als 1,5%) anzeigte. Die 3 g/l Aluminium ahmten den Austrag von einer
Ätzlösung nach, der entsteht, wenn ein Werkstück mit einem daran haftenden Film verarbeitet wird. Austrag
wurde auch durch den Zusatz wachsender Mengen einer Verfahrenslösung für anodische Oxidation nachgeahmt,
um somit Bedingungen zu schaffen, die herrschen, wenn das Werkstück sowohl eine alkalische Ätzlösung als
auch eine saure anodische Oxidationslösung durchläuft und von jeder einen nassen Austragsfilm mitführt, der
nicht an das Abwassersystem ausgestoßen werden kann.
Eine weitere Verbesserung hinsichtlich der Verringerurg
des Schlammvolumens und dadurch der Erhöhung des Trockengewichts des Aluminiumhydroxids in dem
Schlamm wurde dadurch erreicht, daß die chemische Spüllösung über eine ungefähre Zimmertemperatur von
24°C (vorzugsweise auf ein Minimum von etwa 38°C) über einen Bereich von bis zu etwa 82° C erhitzt wurde
und eine Temperatur von etwa 57°C bis 63°C beibehalten wurde, während die Lösung umgepumpt
wurde. Das Schlammvolumcn wurde von 55% auf 34,4% des Gesamtvolumens vermindert bei einem
trockenen Feststoffgehalt von 2,71 Gew.-%.
Ferner zeigte sich, daß ein durch Neutralisieren einer
(alkalischen) Aluminium-Ätzlösung erzeugtes Schlammvolumen immer größer war, als das Schlammvolumen,
das von der Neutralisierung einer (sauren) anodischen OxidvCfonslösung erzeugt wurde, was möglicherweise
auf die Tatsache zurückgeht, daß das Aluminiumhydroxid in verschiedener Form ausfällt oder weil das
Aluminiumhydroxid, wenn es ausgefällt wird, etwas Natriumaluminat absorbiert und kein reines Aluminiumhydroxid
ist. Ein wichtiger weiterer Vorteil wurde erreicht, indem zuerst ein Zusatz zur Waschlösung einer
Aluminiumätze für die wieder hergestellte chemische Waschlösi'ng mit einer Mineralsäure, wie beispielsweise
Schwefelsäure, auf einen pH-Wert von unter 6 bis etwa 4 angesäuert wurde, bevor mit Kalk Ca (OH)>
nniilcnlirinrl »»m I ■ l· ι r\ C KJdItIr I" ·"
der Lösung auf einen endgültigen neutralen pH-Wert
von etwa 6 bis 7 als ein Optimum, jedoch versuchsweise auch auf einen höheren endgültigen pH-Wert von etwa
8 bis 9 anschloß.
Fs wurde festgestellt, daß zu einer verbrauchten
Waschwasserlösung in einer Menge von 3 g/l zugesetztes Aluminium, das vor dein Neutralisieren zuerst
angesäuert wurde, beträchtlich weniger Schlamm erzeugte, als durch einfaches Neutralisieren erreichbar
war. Dies ist nicht nur im Hinblick auf eine weitere Erhöhung des trockenen Feststoffgehaltes des Schlammes
in der verbrauchten Ätzwaschlösung, sondern auch im Hinblick auf die Rekonditionierung und die
Wiederverwendbarkeit der Lösung wichtig.
Die Anwendung einer 2-Stufen-Behandlung für eine
ätzende Waschwasserlösung im Vergleich zu der einfachen Art der Behandlung, bei der der alkalische
Gehalt direkt neutralisiert wird, und wo nur 1,2 g/l Aluminium ausgefällt wurden und das Schlammvolumen
nach I Stunde 94% betrug, führte unter Verwendung von 3 g/l Aluminium, einem vorherigen sauren pH-Wtrt
von etwa 4 und der Neutralisation über einem pH-Wert von etwa 6 (etwa 6 bis 7) zu einem Schlammvolumen
Ah<.it7vprsiirhp mit dieser Art von
unn nur
Behandlung und Neutralisierung der chemischen Waschlösung wurden bei verschiedenen Temperaturen
mit den in Tabelle I angegebenen Ergebnissen ausgeführt.
| ^40C | 15 Min. | 30 Min. | 60 Min. | 90 Min. | 120 Min. | 3 Std. | 24 Std. | |
| 38° C | % | Vo | % | % | % | % | Vo | |
| D | 49° C | 98,5 | 97,5 | 95 | 92 | 88,5 | 82,5 | 44 |
| 2) | 60° C | 92 | 82,5 | 68 | 62 | 56,5 | 42 | |
| 3) | 79° C | 97 | 87,5 | 73,5 | 61 | 58 | 53,5 | 39 |
| 4) | 86 | 71 | 56 | 53 | 50 | 46,5 | 35 | |
| 5) | — | 56 | 40,5 | 37 | — | — | 26 | |
Ein anderer Satz von Probclösungen wurde unter der Annahme behandelt, daß die chemische Waschwasserlösung
Austrag sowohl von einer Aluminiumätzbehandlung als auch von einer anodischen Oxidationsbehandlung
enthalten würde. Es wurden gleiche Volumen an Austragslösung in Zuwachsraten von 50 ml von der
alkalischen Waschlösung und anschließend von der anodischen Oxidationslösung verwendet. Nach jedem
Zusatz wurde die alkalische Waschwasserlösung mit Schwefelsäure neutralisiert und die Waschwasserlösung
der anodischen Oxidation mit Kalk, um einen endgültigen pH-Wert von 9 herzustellen. Ermittlungen haben
gezeigt, daß die Erhöhung des pH-Wertes auf etwa 6 bis
7 dieselben Ergebnisse liefert. Der gesamte Zusatz zu einer chemischen Behandlungswaschlösung von 31
betrug 7,5 g Aluminium oder 2,5 g/l Aluminium. Die folgende Tabelle II zeigt die Schlammprozentzahlen für
verschiedene Versuchsbedingungen, wobei unter Punkt 1 die umgepumpte Lösung bei Zimmertemperatur
behandelt und für einen angegebenen Zeitraum gehalten oder abgesetzt wird und unter Punkt 2 bis 6 die
Verbesserung ersichtlich ist, die durch Verwendung einer minimalen Haltezeit von 10 min bei den
angegebenen Temperaturen und nach solcher Temperaturhaltezeit durch die Verwendung eines ruhigen Haltcodcr
Absetzzeitraumes erzielt wird.
15 Min.
30 Min.
60 Min. Vo
90 Min.
120 Min.
Vo
Vo
3 Std.
24 Std.
Vo
Vo
| D | 240C | 97,5 | 95,5 | 91 | 87 | 83 |
| 2) | 38° C 10 Min. |
94,5 | 85 | 75,5 | 69,5 | 64 |
| 3) | 49° C 10 Min. |
84 | 673 | 58 | 53 | 49 |
| 4) | 60° C 10 Min. |
71 | 49 | 423 | 40 | 38 |
| 5) | 71°C 10 Min. |
67 | 49 | 42,5 | 393 | — |
| 6) | 82° C 10 Min. |
64,5 | 49 | 413 | 39 | — |
42
37,5
37,5
36
32
34
32,5
32
34
32,5
Aufgrund der Feststellung, daß das Waschwasscr der chemischen Behandlung am besten arbeitet, wenn der
Austrag von einer Ätzlösung zuerst angesäuert wird, bevor er mit Kalk neutralisiert wird, und daß der
Austrag von der sauren Lösung für die anodische Oxidation nur mit Kalk neutralisiert zu werden braucht,
um vergleichbare verbesserte Ergebnisse zu erhalten, wurde eine zusätzliche Versuchsreihe durchgeführt.
Gleiche Volumen Ätzlösung und Anodisierungslösung wurden in 50 ml Anteilen jeweils einer chemischen in
Waschwasserlösung der vorher erwähnten Art von 3 I zugesetzt. Dann wurde der pH-Wert der kombinierten
Lösung nach jedem Zusatz von Waschwasserlösung der Aluminiumätze auf etwa 2,5 herabgesetzt, worauf
sowohl die Ätzlösung als auch die Lösung der anodischen Ox dation mit Kalk jeweils auf einen
pH-Wert von 9 neutralisiert wurde. Es wurde festgestellt, daß keine besseren Ergebnisse erzielt werden als
dann, wenn der pH-Wert auf etwa 4, eher als darunter, herabgesetzt wird. Auch wurde ermittelt, daß das
Heraufbringen des Neutralisations-pH-Wertes auf etwa 8 oder 9 keine weitere Verbesserung gegenüber einem
pH-Wert von etwa 6 bis 7 ergibt. In Anbetracht dessen,
daß das gesamte Aluminium in den 31 chemischer Spüllösung 7,5 g Aluminium oder 2,5 g/l Aluminium
betrug, wurden aufgrund von Versuchen folgende Schlammvolumen erhalten:
15 Min.
30 Min.
60 Min.
90 Min.
120 Min.
| Ο | 24° C | 45 | 27 | 26 | 26 | 26 |
| 2) | 38° C | 22 | 18 | 17,5 | 17,5 | 17 |
| 10 Min. | ||||||
| 3) | 49° C | 25 | 18 | 17,5 | 17 | 17 |
| 4) | 60° C | 26 | 18,5 | 17 | 17 | 17 |
| 5) | 71°C | 32 | 22 | 19,5 | 19 | 19 |
| 6) | 82°C | 48 | 29 | 24,5 | 23 | 22 |
| 3 Std. | :t s |
| % | % |
| 26 | |
| - | 17 |
| 16,5 | |
| — | 16 |
| — | 17.5 |
| 20 |
Anwendungsbeispiel
In der in F i g. 1 gezeigten Anlage ist ein Werkstück 9 dargestellt, das der Reihe nach von links nach rechts
durch ein kaustisches (oder saures) Ätzlösurigsbad oder eine Ätzzone 10 und dann in und durch ein Waschbad r>
einer Behandlungslösung oder eine Waschüone 11 bewegt werden kann. Der Überlauf von der Waschzone
11 wird durch eine Rückführleitung 12 in einen Behandlungsbehälter 13 einer Rekonditionierungszone
gebracht, in der eine anorganische Säure, wie beispiels- -in weise Schwefelsäure, durch eine Leitung 14 und ein
Regelventil 15 zugeführt wird, um zuerst den Überlauf, der die verwendete wäßrige Abfallwaschlösung von der
Zone 1 darstellt, auf einen sauren pH-Wert von weniger als 6, für bessere Ergebnisse von weniger als 4,7 und für ■»-,
optimale Ergebnisse auf einen pH-Wert von etwa 4 einzustellen. Ein elektrischer Mischer 16 erstreckt sich
in den Behandlungsbehälter 13, und eine pH-Sionde ist vorgesehen, um den erreichten pH-Wert zu prüfen.
Der Überlauf aus dem Behandlungsbehälter 13 w
wandert durch Leitung 17 in einen zweiten Behandlungsbehälter 18, in welchem vollständige Neutralisation
herbeigeführt werden kann, obwohl für die Abfallbehandlung ein pH-Wert von 4,7 ausreicht, der
eine vollständige Ausfällung von Aluminium ermöglicht. Da der zweite Behälter 18 saures Waschwasser von
einer Waschzone 27 durch eine Rückführleitung 28 erhält, wird durch eine Leitung 20 und ein Regelventil 21
ein Erdalkalihydroxid, wie beispielsweise Calciumhydroxid, zugeführt Der Behälter 18 weist ebenfalls ein bo
Mischgerät 16 und eine pH-Sonde auf und ist geeignet, den Überlauf aus dem Behandlungsbehälter 13 und aus
der Waschzone 27 aufzunehmen und zu mischen.
Nach der Waschbehandlung in der Zone 1:1 bewegt sich das Werkstück 9 dann durch ein Spülbad 25 und
dann in und durch einen Behälter 26 für die anodische Oxidation, der Schwefelsäure enthält Bein. Verlassen
des Behälters 26 wird das Werkstück A rn und durch eine Waschzone 27 bewegt, welche ähnlich der
Waschzone 11 kontinuierlich mit rckonditionierter. verwendeter, wäßriger Waschlösung versorgt wird, die
mittels einer Pumpe 36 durch eine Hauptrückführleitiing
37 bewegt wird. Eine Zweigleitung 37a liefert die verwendete, wäßrige Waschlösung durch ein Regelventil
38a an die Waschzone 11 und eine Zweigleitung 37b
und ein Regelventil 386 liefern die verwendete wäßrige Lösung an die Waschzone 27. Das Werkstück wird dann
von der Waschzone 27 in einen Spülbehälter 29 bewegt. Da das Wasser von den Spülbehältern 25 und 29
verhältnismäßig wenig Verunreinigungen aufweist, kann es, wie dargestellt, aus Überläufen durch eine
Rohrleitung 30 an einen Fluß oder die Kanalisation abgegeben werden.
Die behandelte Lösung von dem zweiten Behälter 18 wandert durch ein Überlaufrohr 32 in einen Heizbehäl
ter 33, der mit einer Dampfheizschlange 33a versehen ist. um ihn auf eine Temperatur von wenigstens 38°C zu
bringen. Nach etwa lOminütigem Erwärmen in dem Behälter 33 läuft die erwärmte Lösung dann über einen
Überlauf in einen Absitzbehälter 34, wo sie abkühlen kann und wo sie bezüglich des Absetzens und der
Entfernung des aluminiumhaltigen Schlammes vollständig rekonditioniert wird. Die wiederhergestellte, verwendete
Waschlösung wandert dann in einen Vorratsbehälter 35, von wo aus sie der Bearbeitungsstraße
zugeführt wird. F i g. 1 zeigt ein typisches Kreislaufsystem, das die wäßrigen Waschlösungen sowohl von
alkalischen als auch sauren Behandlungsstationen der Verarbeitungsstraße kombiniert rekonditioniert und
wieder verwendet, und eine kontinuierliche Zuführung wieder ergänzter Lösung ohne Schwankungen der
Zufuhr oder des pH-Wertes ermöglicht Schwankungen des pH-Wertes werden durch Zuführung ausreichender
Mengen an Chemikalien ausgeschaltet, um chemische Schwankungen der zurückkehrenden Abfallwaschlösungen
zu überwinden. Vorzugsweise erfolgt die Trennung nicht nur in einer Art, um eine Wiederver-
Il
wending der gelöste Aluminiumverbindup.gen enthaltenden
Waschlösungen zu bewirken, sondern auch um in erster Linie die Lösung vor der Neutralisation
anzusäuern, wenn sie von einer ätzenden oder alkalischen Station kommt, um einen maximalen Gehalt
an trockenen Feststoffen oder ein maximales Verhältnis von trockenen Feststoffen zu Flocken herbeizuführen.
Wenn in der Anodisierungszone 26 eine schwefelhaltige
Säure verwendet wird, gelangt Sulfat in den Austrag auf die Oberfläche des Werkstückes und wird
somit bei 27 durch die Behandlungswaschlösung abgewaschen und aufgenommen. Es wurde festgestellt,
daß die Verwendung von Calcium bei der Konditionierung einer sulfathaltigcn Waschwasserlösung zur
Wiederverwendung den maximalen Wert der Sulfatkon/cntration, die darin aufgebaut werden kann,
automatisch begrenzt. Es ist somit möglich, die Waschlösung ohne eine zu starke Anreicherung an
Sulfat ständig wieder zu verwenden. Die maximale Sulfatkonzentration beträgt somit etwa 2,3 g/l. Obwohl
r, Aluminiumsulfat der Hauptbestandteil des Austrages ist,
fällt das Calcium das Sulfat aus, und das Aluminium schlägt sich als Hydroxid nieder (siehe Behälter 34 der
Zeichnungen).
Obwohl das Verfahren der Erfindung eine kontinuicr-
H) liehe Verwendung und Wiederverwendung einer gegebenen
Menge Waschwasserlösung ermöglicht, ist offensichtlich, daß Frischwasser periodisch oder mit
einer langsamen kontinuierlichen Rate zugesetzt werden kann, um aufgrund von Verdampfung, Sehlammcnt-
> fernung etc. entstehende Verluste aufzufüllen.
llicr/u I Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Kreislaufverfahren zum Behandeln vorv wäßrigen, gelöste Aluminiumverbindungen enthaltenden s
alkalischen und sauren Waschlösungein aus der Oberflächenbehandlung von Aluminiumwerkstükken, dadurch gekennzeichnet, daß die
verwendeten Waschlösungen aus den jeweiligen Waschzonen in eine Rekonditioniirungszonie abgezogen werden, die alkalische Waschlösung auf einen
pH-Wert von 4 bis unter 6 gebracht und mit saurer Waschlösung vermischt wird, falls erforderlich,
anschließend der pH-Wert durch Erdalkalihydroxid oder Kalk auf 4,7 bis 7 angehoben wird und das
gereinigte Abwasser vom Niederschlag abgezogen und sowohl zum Abwaschen von alkalischem als
auch saurem Austrag im Kreislauf wieder verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, darf die abgezogene alkalische Waschlösung mit einer Mineralsäure, insbesondere Schwefelsäure, auf einen pH-Wert unter 6 eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die alkalische Waschlösung mit saurer
Waschlösung auf einen pH-Wert unter 6 eingestellt wird.
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