DE2047808C - Bogenausleger fur Druckmaschinen - Google Patents
Bogenausleger fur DruckmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Bogenausleger für Druckmaschinen mit einem über den Hauptstapeltiscli
einschiehbaren Hill'sublagetisch und hinteren Bogenanschlügen, die das hintere Ende der abzulegenden
Bogen ausrichten.
Derartige Bogenausleger haben den Zweck, die von der Druckmaschine durch endlose Kettenförderer
transportierten, Irisch bedruckten Bogen in sauberen Stapeln abzulegen. Zu diesem Zweck sind am
Ausleger zumindest hintere Bogenanschläge vorgesehen, durch die der Bogenstapel ausgerichtet wird.
Meistens sind weiterhin im Takt der ankommenden Bogen bewegliche, vordere Bogenanschläge vorgesehen,
durch die die Bogen gestoppt und gegen die hinteren Bogenanschläge geschoben werden. Seitlich
de:s Stapels angeordnete bewegliche Geradstoßer sorgen für die Seitenau:richtung der Bogen auf dem
Stapel. Ein über öl-p. Hauptstapeltisch einschiebbarer
Hilfsablagetisch dient der vorübergehenden Aufnahme von Bogen während des Zeitraums des Stapelwechsels.
Mit seiner Hilfe soll eine kontinuierliche Bogenauslage ohne Maschinenstop erzielt werden.
Derartige Bogenausleger sind allgemein bekannt. Sie haben aber alle den folgende.ι Nachteil: Nachdem
die Bogen durch endlose Kettenförderer über den Stapel transportiert sind, öffnen die die Vorderkante
der Bogen haltenden Greifer an einer bestimmten Stelle, so daß die Bogen gerade vor die vorderen
Bogenanschläge gelangen. Bei Umstellung auf ein kleineres Format müssen die nintert.i Bogenanschläge
entsprechend vorgestellt werden, d. h. p.ber, der normal große, für maximales Format geeignete Hilfsablagetisch
kann nicht mehr ganz eingeschoben werden, da er nun mit seiner Kante gegen die vorgestellten
Bogenanschläge stößt. Dies hat aber zur Folge, daß der Tisch bei minimalem Format etwa einen halben
Meter aus dem Ausleger herausragt und die Bedienbarkeit und Zugänglichkeit der Maschine erheblich
verschlechtert.
Es sind weiterhin Bogenausleger bekannt, bei denen die Oberfläche der Hilfsablagetische Nuten aufweisen,
in welche die Bogenanschläge beim Einschieben der Ti«che hineinragen können. Dadurch geht aber die
glatte Auflagefläche verloren, was sich besonders bei dünnem Bogenmaterial als nachteilig erweist.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Nachteile der bereits bekannten Bogenausleger zu beseitigen.
Diese Aufgabe wird dadurch ge'öst, daß die hinteren Bogenanschläge aus dem vom eingeschobenen Hilfsablagetisch
beanspruchten Raum herausbewegbar sind und zumindest ein Teil der Anschläge nach erfolgtem
Einschub des Hilfsablagetisches bis oder annähernd bis zur Berührung mit der Oberfläche des
Hilfsablagetisches bewegbar ist. Durch diese Maßnahme ist gewährleistet, daß der Hilfsablagetisch
bei jeder Formatgrößc ganz eingeschoben werden kann. Die Bogenanschläge senken sich dann nach
erfolgtem Einschub des Hilfsablagetischcs auf diesen herab.
Vorzugsweise werden die Bewegungen der Bogenanschläge durch den Hilfsablagetisch ausgelöst. Das
Herausbewegen und anschließende Absenken dnr Anschläge kann durch elektrische Kontakte ausgelöst
werden, die am Anfang und Ende der den Hilfsablagetisch führenden Auflageschiencn angeordnet sind.
Ebenso können mechanisch wirkende Nockensteuerringen verwendet werden. In jedem Falle ist der
h i Vorgang ;iuti>;nut!siert.
In besonderer Ausgestaltung der Erfindung sind die Bogenanschläge schwenkbar gelageri und jeweils
zwei Anschlügt; durch ein Gestänge derart gekoppelt, daß die Herausbewegung des ersten Bogenanschlages
aus dem vom eingeschobenen Hilfsablagetisch beanspruchten Raum die Bewegung des, zweiten Anschlages
bis zur Berührung mit der Oberfläche dt.·. Hilfsablagetisches verursacht. Diese Anordnung ist mechanisch
besonders stabil und außerdem wenig störanfällig. Bei direkter Verschwenkung des ersten Anschlages
durch die in Einschubrichtung gesehene, vordere
Kante des Hilfsablagetischcs entfallen sonst notwendige Betätigungs- und Steuerungsorgane für die
Anschläge, womit Fehlerquellen vermieden sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Schwenkachse des ersten Bogenanschlages annähernd parallel zur hinteren Stapeltischkante und die Schwenkachse des zweiten Bogenanschlages annähernd senkrecht dazu und parallel zur Stapeltischoberfläche angeordnet. Diese Anordnung ist konstruktiv besonders einfach.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Schwenkachse des ersten Bogenanschlages annähernd parallel zur hinteren Stapeltischkante und die Schwenkachse des zweiten Bogenanschlages annähernd senkrecht dazu und parallel zur Stapeltischoberfläche angeordnet. Diese Anordnung ist konstruktiv besonders einfach.
Der erste Bogenanschlag ist zweckmäßigerweise durch den Hilfsablagetisch entgegen der ständig wirkenden
Kraft einer Feder bewegbar.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in nachfolgender Zeichnung schematisch dargestellt, und zwar zeigt
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in nachfolgender Zeichnung schematisch dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 die Seitenansicht eines Bogenauslcgers,
F i g. 2 die Draufsicht des Bogenauslegers gemäß Fig. 1,
Fig. 3 die Vorderansicht einer Ausführung der erfindungsgemäßen hinteren Bogenanschläge in vergrößertem
Maßstab,
F i g. 4 die Seitenansicht der hinteren Bogonanschlage
gemäß F i g. 3,
Fig. 5 eine Draufsicht der hin.eren Bogenanschläge
gemäß F i g. 3,
Fig. 6 eine Seitenansicht, gemäß der Linie VI-VI
in Fig. 7, der hinteren Bogenanschläge bei eingeschobenem Hilfsablagetisch,
Fig. 7 eine Vorderansicht der hinteren Bogenanschläge
gemäß F i g. 6,
Fig. 8 die Vorderansicht einer weiteren Ausführung von erfindungsgemäßen hinteren Bogenanschlagen
in vergrößertem Maßstab,
Fig. 9 eine Draufsicht der hinteren Bogenanschläge gemäß F i g. 8,
Fig. 10 die Vorderansicht von hinteren magnetbetätigten
Bogenanschlägen und
Fig. 11 die Draufsicht der hinteren Bogenanschläge gemäß Fig. 10.
Die bedruckten Bogen I werden gemäß Fig. i
durch Kettenförderer 2 von einer nicht dargestellten Druckmaschine über den Auslagestapel gebracht und
dort abgelegt, Die Fig. 1 und 2 zeigen einen auf- und abwärts fahrbaren Hauptstapcltisch 3 und einen
in U-Schienen 4, 5 einschiebbaren Hilfsablagetisch 6. Die Bogen werden nach öffnen der Greifer 7 durch
eine in der Nähe der hinteren Bogenanschläge 8,9 angeordnete Bremsvorrichtung 10 gebremst und von
vorderen Bogenanschlägen 11, die im Takt der ankommenden Bogen bewegbar sind, und den hinteren
Anschlägen H, 9 auf einem Hilfsstapel 12 ausgerichtet. Die Bremsvorrichtung 10 einschließlich der hinteren
Bogenanschläge 8, 9 sind in Bogcnlaufrichtung auf Führungsstangen 13, 14 (Fig. 2) verschiebbar
angeordnet, um die Lage der hinteren BogcnanscMngc
fi, 9 dem Bncenformnt anpassen zu können.
Vw Verschiebung erfolgt durch Verdrehen von mit
an den Rihrungsstangen 13, 14 vorgesehenen Zähnen
zusammenwirkenden Zahnrädern 15, 16.
Die F i g. 3 bis 7 zeigen die Lage Lind Wirkungsweise
der !unteren Bogenanschlüge 8. 9 eines AusfiihruiigsheU'pids
der Erfindung in einem vergrößerten Maßstab. Εϊτ erster Anschlag 1J ist durch einen
Bolzen IT an einem Hebel 18 schwenkbar angeordnet
und über ein Gestänge 18, 19, 21 und 22 mit einem zweiten Anschlag 8 formschlüssig verbunden. Der
Hebel IS ist auf einem Bolzen 19 festgeklemmt, der
in -'incr Halterung 20 der Bremsvorrichtung 1(1 drehbar
i!eki!2ert ist. Außerdem ist auf dem Bolzen 19 ein
\s-eiLerer Hebe! 21 befestigt, der über eine Lasche 22
nut dem /weilen Anschlag 8 verbunden ist. Der zwciic Anschläge ist an einer weiteren Halterung 23
an der Bremsvorrichtung 10 über einen Bolzen 24 verdrehbar angeordnet. Die Lasch? 22 ist mit dem
Anschlag8 über einen Bolzen 25 und ein Lang'och
26 verbunden. Das aus den Teilen 18, 19, zl und 22
bestehende Gestänge wird durch eine Zugfeder 27 (Fig. 4) gegen einen Anschlag 28 gezogen. In dieser
Lage befindet sich der erste Bogenanschlag 9 in seiner Ausrichtstellung. Wird gemäß gestrichelter Zeichnung
in F i g. 4 der Hilfsablagetisch 6 bei der Auslage von kleineren Bogenformaten über die Stellung
des erster. Bogenanschlages 9 hinaus, eingeschoben, so wird der Anschlag 9 entgegen der Kraft der Feder
27 weggeschwenkt und gleichzeitig gemäß der F i g. i> und 7 der zweite Bogenanschlag 8 auf den Hilfsahiagetisch
6 herabgesenkt.
Gemäß F 1 g. 8 und 9 sind Bogenanschläge 30, 31 auf an Halterungen 34, 35 der Bogcnbremsvorrichuing
10 befestigten Bolzen 32, 33 schwenkbar gelagert. Die Bogenanschläge 30, Vi sind über eine
Koppelstanp- 36 miteinander gekoppelt. An einer
weiteren Halterung 37 der Bremsvorrichtung 10 ist ein zweiarmiger Hebel 38 schwenkbar angeordnet.
Ein Arm des Hebels 38 ist als Rolienhcbcl 39 ausgebildet,
dessen Rolle 40 mit einem am Hilfsablagetisch 6 angeordneten Kurvenstück 4! (Fig. 9) zusammenwirkt.
Der andere Arm 42 des Hebels 38 is; über eine Koppel 43 mit einem weiteren zweiarmigen
Siciicl 44 verbunden. Dieser ist ebenfalls in der Halterung
37 drehbai gelagert. Hebe! 44 und Bogenanschlag 31 sind übet ein weiterer, Koppelglied 45
miteinander verbunden. Der Bogcnainschlag3i wird
durch eint Feder 46 im Uhrzeigersinn bis gegen einen
Anschlag 47 gezogen. Wie aus den Fig. 8 und 9 ersichtlich
ist, wäre ein Einschieben des Hilfsablagetisdies
6 über die Bogenanschläge 30, 31 hinaus nicht möglich. Kurz vor dem Auftreffcn des Hilfsablagetisches
(1 auf die Bogenanschläge 30. 31 kommt aber die Rolle 40 des Rollenhebcls 39 mit dem Kurvenstück
41 am Hilfsablagetisch 6 in Kontakt und schwenkt, über das zwischcngeschallcte Gestänge 38
bis 45 den Bogenanschlag31 entgegen dem Uhrzeigersinn
und entgegen der Kraft der Feder 46 aus der BaIm des Hilfsablagctisches 6 heraus. Gleichzeitig
wird über die Koppelstange 36 detr andere Bogenanschlag 30 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Nachdem
der Hilfsablagetisch 6 unter die Bogenanschläge 30, geschoben ist, kommt die Rolle 40 des Km venhebels
39 außer Kontakt mit dem Kurvenstück 41, und die Bogenanschläge 30, 3t werden durch die Feder
46 bis zur Berührung mit der Oberfläche des Hilfsabkigetisch.es 6 versehwenkt.
Fig. H) und 11 zeigen ebenfalls durch eine Koppelstange
36 miteinander verbundene Bogenanschläge 30, 31, die durch eine Feder 46 in Kontakt mit dem
Anschlag 47 gehalten sind. Im Gegensatz zu der Ausführung gemäß F i g. 8 und 9 erfolgt hier aber
die Verschwenkung der Anschläge aus der Bahn des Hilfsablagetisch.es 6 durch einen Zugmagnet 50. Dieser
ist über ein Zwischenstück 51 mit dem Bogenanschlag 31 verbunden. Der Zugmagnet 50 wird angesteuert,
wenn ein Mikroschalter 52 mit einem am Hilfsablapetisch 6 vorgesehenen Nocken 53 in Kontakt
kommt.
Claims (5)
1. Bogenausleger für Druckmaschinen mit einem über den Hauptstapeltisch einschisbbaren
Hilfsablagetisch und hinteren Bogenanschlägen. die das hintere- Ende der abzulegenden Bogen
ausrichten, dadurch gekennzeichnet,
daß die hinteren Bogenanschläge (8, 9, 30, 31) aus dem vom eingeschobenen Hilfsablagetisch (6)
beanspruchten Raum herausbewegbar sind und zumindest ein Teil der Anschläge (8, 30, 31) nach
erfolgtem Einschub des Hilfsablagetisches (6) bis oder annähernd bis zur Berührung mit der Oberfläche
des Hilfsablagetisches (6) bewegbar ist.
2. Bogenausleger für Druckmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daS die Bewegungen
der Bogenanschläge (8, 9, 30, 31) durch den Hilfsablagetisch (6) ausgelöst werden.
3. Bogenausleger für Druckmaschinen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bogenanschläge (8, 9, 30, 31) schwenkbar gelagert sind und jeweils zwei Anschläge (8, 9)
durch ein Gestänge (18, 19, 21, 22) derart gekoppelt sind, daß die Herausbewegung des ersten
Bogenanschlages (9) aus dem vom eingeschobenen Hilfsablagetisch (6) beanspruchten Raum die
Bewegung d?.s zweiten Anschlages (8) bis zur Berührung mit der Oberfläche des Hilfiablagetisches
(6) verursacht.
4. Bogenausleger nach Anspruch 3, dadurrh gekennzeichnet,
daß die Schwenkachse des ersten Bogenanschlages (9) annähernd parallel /ur hinteren
Stapeltischkante und die Schwenkachse ikf
zweiten Bogenanschlages (8) annähernd senkrecht dazu und „jarallel zur Stapeltischoberflächc angeordnet
sind.
5. Bogenausleger nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Bogenanschlag
(9) durch den Hilfsablagetisch (6) entgegen der ständig wirkenden Kraft einer Feder
(27) bewegbar ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Family
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3112672C1 (de) * | 1981-03-31 | 1983-06-01 | M.A.N.- Roland Druckmaschinen AG, 6050 Offenbach | Anschlag fuer die Bogenhinterkante bei Bogenauslegern an bogenverarbeitenden Maschinen |
| EP0409046A1 (de) * | 1989-07-15 | 1991-01-23 | KOENIG & BAUER-ALBERT AKTIENGESELLSCHAFT | Bogenausleger für Druckmaschinen |
| EP0626331A3 (de) * | 1993-05-25 | 1996-03-13 | Roland Man Druckmasch | Verfahren und Vorrichtung zur exakten Stapeltrennung von Haupt- und Hilfsstapel bei Non-Stop-Auslegern von bogenverarbeitenden Druckmaschinen. |
| DE20008591U1 (de) | 2000-05-15 | 2000-08-17 | MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach | Vorrichtung zur Übernahme eines Hilfsstapels an der Bogenhinterkante bei Non-Stop-Auslegern |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3112672C1 (de) * | 1981-03-31 | 1983-06-01 | M.A.N.- Roland Druckmaschinen AG, 6050 Offenbach | Anschlag fuer die Bogenhinterkante bei Bogenauslegern an bogenverarbeitenden Maschinen |
| EP0409046A1 (de) * | 1989-07-15 | 1991-01-23 | KOENIG & BAUER-ALBERT AKTIENGESELLSCHAFT | Bogenausleger für Druckmaschinen |
| EP0626331A3 (de) * | 1993-05-25 | 1996-03-13 | Roland Man Druckmasch | Verfahren und Vorrichtung zur exakten Stapeltrennung von Haupt- und Hilfsstapel bei Non-Stop-Auslegern von bogenverarbeitenden Druckmaschinen. |
| DE20008591U1 (de) | 2000-05-15 | 2000-08-17 | MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach | Vorrichtung zur Übernahme eines Hilfsstapels an der Bogenhinterkante bei Non-Stop-Auslegern |
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