DE2044733C - Verfahren zur Herstellung eines Dunge mittels aus Kuhdung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Dunge mittels aus KuhdungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels aus Kubdung durch
Zusatz von organischen Stoßen mit hohem Auflockerungsvermögen, insbesondere von Torf, und von
Mineraldüngemitteln. S
Man kennt im wesentlichen zwei Arten von Düngemitteln, nämlich natürliche und künstliche Dünger.
Der natürliche Dünger in Form von Mist und Jauche hat den Nachteil, daß er, aus dem Stall abtransportiert,
in entsprechenden Gruben od. dgl. gesammelt und zum Düngen mit entsprechenden Einrichtungen
auf das Feld, die Wiese od. dgl. gefahren werden' muß. Die Handhabung dieses natürlichen Düngers
wird im allgemeinen als unhygienisch empfunden. Es treten bis zum Einsatz auf dem Feld beträchtliehe
Verluste ein, und es ein großer baulicher Aufwand für die Güllebehälter notwendig.
Künstliche Dünger in Form von Mineraldüngern haben den Vorteil, daß sie auf einfache Weise von
Hand oder mit Maschinen ausgebracht werden kön- ao nen und bei anfänglichem Einsatz beträchtliche Ertragssteigerungen
ermöglichen. Auf die Dauer gesehen, führen Mineraldünger aber eine Verhärtung des Bodens herbei, welche das für die Fruchtbarkeitnotwendige Bakterienleben im Boden schädigt. Es
müssen dann organische Düngemittel zugesetzt werden, die ein hohes Auflockerungsvermögen besitzen,
wie beispielsweise Torf. Da diese organischen Bestandteile aber ebenso wie der Mineraldünger weitgehend
steril sind, dauert es immer eine geraume Zeit, bis sie von den im Boden vorhandenen Bakterien
aufgeschlossen und aufbereitet werden.
Es ist auch schon bekannt, organische Düngemittel, wie z. B. Torf, mit mineralischen Düngemitteln
zu versetzen. Auch diese Dünger bieten noch keine optimalen Einsatzmöglichkeiten, weil sie nicht
unmittelbar nach ihrem Einsatz einen vollen Erfolg bringen, sondern im Boden durch die Bodenlebewesen
erst aufgeschlossen werden müssen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Möglichkeit zu schaffen, um Düngemittel dem Boden nach Möglichkeit
schon in entsprechend aufbereitetem Zustand zuführen zu können, um die Aufbereitungszeit im
Boden zu sparen und eine schnellere und bessere Wirkung zu erreichen.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß ein Gemisch aus Kuhdung in Form von Rindervollgülle
und Torf, insbesondere unter Zusatz von Mineraldüngemitteln, einer biologischen Umwandlung
unter Luftabschluß unterzogen wird. Zweckmäßigerweise besteht das Gemisch zu etwa 40 °/o aus naturreinem
Kuhdung, zu etwa 52°/o aus luftgetrocknetem ' Torf und zu etwa 8 0Zo aus Mineraldünger.
Der Erfindung liegt die überraschend gefundene Erkenntnis zugrunde, daß die Mischung aus Kuhdung
und organischem Dünger mit hohem Auflockerungsvermögen, also z. B. Torf unter Luftabschluß, einem
Gärungsprozeß unterworfen wird, der große Ähnlichkeit mit demjenigen besitzt, der im Boden vonstatten
geht, nur viel schneller abläuft, so daß praktisch schon nach wenigen Tagen ein Volldünger zur
Verfügung steht, der dem Boden schon in aufgeschlossenem und entsprechend aufbereitetem Zustand
zugeführt werden kann. Der unter anaeroben Bedingungen ablaufende Gärungsprozeß hat weiterhin zur
Folge, daß der unangenehme Geruch der Rindervollgülle im wesentlichen verschwindet, so daß sich
die Weiterverarbeitung des erfindungsgemäß erhaltenen Düngers wesentlich vereinfacht und erleichtert.
Bei der praktischen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der natürliche Dung in.
Form der Rindervollgülle aufgefangen und mit Torf sowie gegebenenfalls mit handelsüblichen mineralischen
Düngern, wie z. B. Kalkammonsalpeter, vermischt. Diese Mischung wird dann in Kunststoffsäcke
geeigneter Größe abgefüllt, luftdicht verschlosset) und sodann einem unter Luftabschluß stattfindenden
Gärungsprozeß unterworfen. Bei diesem Gärungsprozeß findet bereits nach wenigen Tagen die natürliche
Aufspaltung der sterilen organischen Bestandteile des Torfs statt, so daß ein in diesem Zustand
verwendungsfähiger und sofort einsatzbereiter natürlicher Dünger entsteht. Die Beigabe von mineralischen
Düngemitteln hat den Zweck und den Vorteil, die Wirksamkeit noch zu verbessern.
Bei diesem Verfahren wird wesentlich an teurem Behälterraum gespart, da der Dünger in Kunststoffsäcken
im Freien gestapelt werden kann. Der wirtschaftliche Aufwand für die Säcke ist geringer als
für die Behälter. Es treten keine Verluste an Dünger ein, das Verfahren kann als sehr hygienisch bezeichnet
werden, und es entsteht ein marktfähiges Produkt.
Je nach dem Verwendungszweck des Düngers kann der Mineraldünger in der Form zugesetzt werden,
wie er dem Nährstoffbedarf der betreffenden Kultur (Weinbau, Obstbau, Hopfenbau, Gemüsebau
u. dgl.) angemessen ist, d. h. in dem richtigen Verhältnis der Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels aus Kuhdung durch Zusatz von organischen Stoffen mit hohem Auflockerungsvermögen, insbesondere von Torf und von Mineraldüngemitteln, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus Kuhdung in Form von Rindervollgülle und Torf, insbesondere unter Zusatz von Mineraldüngemitteln, einer biologischen Umwandlung unter Luftabschluß unterzogen wird.
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