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DE204391C - - Google Patents

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Publication number
DE204391C
DE204391C DENDAT204391D DE204391DA DE204391C DE 204391 C DE204391 C DE 204391C DE NDAT204391 D DENDAT204391 D DE NDAT204391D DE 204391D A DE204391D A DE 204391DA DE 204391 C DE204391 C DE 204391C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oils
oil
pine
cleaning
zinc dust
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT204391D
Other languages
English (en)
Publication of DE204391C publication Critical patent/DE204391C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F3/00Obtaining spirits of turpentine

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ,M 204391 KLASSE 23 α. GRUPPE
LUDWIG AHLERS in HAMBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Juni 1906 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Kienöl, Kienteeröl und Holzteeröl, welches die öle von ihren Ver-' unreinigungen in vollkommener Weise befreit und weiter als Neuheit die Eigenart aufweist, daß sich die nach diesem Verfahren gereinigten öle nicht mehr verfärben und den den Ausgangsmaterialien eigenen Geruch nach Brandharzen vollkommen verlieren.
ίο Bei dem auch bekannten Waschen mit konzentrierter Schwefelsäure wird die Reinigung sogar ungünstig beeinflußt durch Bildung von schwefliger Säure und Verharzung.
Kienöle, Kienteeröle und Holzteeröle sind infolge der bei der trockenen Destillation des Holzes erforderlichen hohen Temperatur verändert durch Oxydationen, Kondensationen, Polymerisationen usw. und durch die bei der Holzverkohlung sich bildenden Pyroverbin-' düngen, Brandharze, Furanverbindungen verunreinigt, die auch den Geruch und die Farbe der vorgenannten Öle ungünstig beeinflussen. Dieses Verfahren bezweckt nun einmal, die durch die hohe Temperatur bei der trockenen Destillation des Holzes oxydierten Öle mittels Zinkstaub zu reduzieren, andererseits die Pyroverbindungen sowie etwa noch vorhandene Brandharze und Teerbestandteile als Zink-
. verbindungen auszuscheiden. Die nicht vollständige Beseitigung dieser Verunreinigungen macht sich bei der Verharzung der terpenhaltigen Öle durch die gelbe bis gelbbraune Färbung bemerkbar, welche durch die Reinigung nach vorliegendem Verfahren verhindert
wird. .
Die Rohöle müssen jedoch, um die Säuren sowie den größten Teil der Brandharze und Teerbestandteile zu beseitigen, vor der Behandlung mit Zinkstaub bereits mit Laugen gewaschen sein.
Durch Zinkstaub werden die genannten Holzdestillationsprodukte vollkommen gereinigt, während bei der bekannten Behandlung von Kohlenwasserstoffen mittels Zinkstaub es sich lediglich ohne Rücksicht auf die sonstige Reinigung um die Bleichung von Kohlenwasserstoffen der Paraffinreihe, Petroleum und auch Harzöle, handelt.
Nach einem anderen bekannten Verfahren zur Reinigung von Petroleum mittels Salpetersäure und Natronlauge sollen die durch die Waschung mit Salpetersäure nach dem Abstumpfen der Säure durch Lauge gebildeten sauren Stickstoffverbindungen mittels feinverteilter Metalle, Zink, Aluminium usw., entfernt werden. Die hier zu reinigenden öle unterscheiden sich aber durch ihre sauerstoffhaltigen, den üblichen Geruch verursachenden Bestandteile wesentlich von den bisher mit Zinkstaub behandelten Kohlenwasserstoffen, so daß ein Rückschluß von dem Verhalten der letzteren auf die Kienöle u. dgl. nicht möglich war, und es sich nicht voraussehen ließ, daß die bekannten Verfahren sich auf die fraglichen Öle mit dem gleichen Effekt anwenden lassen würden.
Das vorliegende Verfahren hat anderen bekannten gegenüber den Vorzug der Einfachheit und Billigkeit in der Ausführung bei geringem Reinigungsverlust.
Durch die bekannten Reinigungsverfahren werden die Rohöle bei der Behandlung noch dunkler gefärbt, so daß mindestens eine zweimalige Destillation erforderlich ist, um dieselbe farblos zu erhalten, während nach vorliegendem Verfahren die Rohöle während der Behandlung: bedeutend heller werden und nach einmaliger Destillation ein dauernd farbloses Produkt ergeben; außerdem zeichnen sich
ίο die Kienöle durch einen reinen Terpengeruch aus.
Es werden z. B. iooo kg Kienteeröl mit io kg Zinkstaub in einer mit einem Kondensator versehenen Blase ι Stunde lang durch indirekten Dampf auf etwa 100 ° C. erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das öl von den am Boden befindlichen Zinkverbindungen vorsichtig in einen mit Rührwerk versehenen Waschapparat abgesogen und so lange mit warmem, weichem oder auch schwach alkalischem·Wasser ausgewaschen, bis das Waschwasser auf Zusatz von Lauge sich nicht mehr gelb färbt. Hierauf wird das Öl durch direkten Dampf überdestilliert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Reinigung von Kienöl, Kienteeröl oder Holzteeröl, dadurch gekennzeichnet, daß das vorher mit Lauge behandelte und mit Wasser gewaschene öl mit Zinkstaub in einer mit einem Kondensator versehenen Blase erhitzt wird.
DENDAT204391D Active DE204391C (de)

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