DE2043070C3 - Greifvorrichtung für Körper, insbesondere Baukörper - Google Patents
Greifvorrichtung für Körper, insbesondere BaukörperInfo
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Description
45 stigt, die mit 14 und 15 bezeichnet sind. Der erste
Die Erfindung betrifft eine Greifvorrichtung für Halter 14 ist dem ersten Hebel 7 zugeordnet, der
Körper, insbesondere Baukörper, bestehend aus zweite Halter 15 dem zweiten Hebel 8. Jeder einzelne
einem Rahmen, in dem zwei Hebel gelenkig gelagert der Halter 14 und 15 besteht aus von den Balken 10
sind, nahe deren einem Ende rechtwinkelig zu ihnen und 11 nach oben abstehenden Ständern 16 und 17
je ein Klemmorgan angeordnet ist und deren anderes 50 bzw. 18 und 19. Oben sind die Ständer 16 und 17
Ende über je ein Zugglied mit einem Hebezeug ver- durch eine Achse 20 verbunden, wie aus F i g. 2 nä-
bunden ist, wobei mindestens ein durch Schwerkraft her hervorgeht. Die Ständer 18 und 19 sind auf die
betätigbarer Sperrkörper für die Hebel vorgesehen gleiche Weise durch eine Achse 21 verbunden.
ist. Auf den Haltern 14 und 15 oder genauer auf de-
Es sind bereits Greifvorrichtungen bekannt, bei 55 ren Achsen 20 bzw. 21 sind die Sperrkörper 22 bzw.
denen zwei Klemmorgane auf rechtwinkelig zu die- 23 angeordnet. Die Sperrkörper 22 und 23 sind in
sen ausgerichteten Hebeln vorgesehen sind. Es ist ihre sperrende Lage unter Einwirkung der Gravita-
ferner durch die USA.-Patentschrift 1 338 023 eine tion schwenkbar. Zu diesem Zweck enthält jeder
derartige Greifvorrichtung für Steine bekannt, bei Sperrkörper ein Gewicht 24 bzw. 25. Wie am deut-
der ein durch Schwerkraft betätigbarer Sperrkörper 60 lichsten aus F i g. 2 hervorgeht, weisen die Gewichte
beim Ziehen der Hubkette nach Absetzen des Steines 24 bzw. 25 unten eine Anschlagfläche 26 bzw. 27
die Vorrichtung in ihrer offenen Lage sperrt. Die He- auf, die in Sperrstellung so angeordnet ist, daß sie
bei und der Sperrkörper sind aber nicht an einem gegen eine Anschlagfläche 28 bzw. 29 der Hebel 7
Rahmen befestigt und die Greifvorrichtung kann und 8 anliegt. Die Anschlagflächen 28 und 29 der
beim Ziehen der Hubkette nicht gerade vertikal ge- 65 Hebel liegen neben Stoppnasen 30 bzw. 31, die die
hoben werden. Das Manövrieren der Vorrichtung ist Schwenkbewegung der Gewichte 24 und 25 in einer
deswegen schwierig, und sie ist z.B. für die Montage Richtung begrenzen.
von Bauelementen nicht geeignet. Die Sperrkörper 22 und 23 enthalten außer den
Gewichten 24 und 25 je einen Betätigungsgriff 32 bzw. 33, welcher die Aufgabe hat, beim Festklemmen
des Körpers, der gehoben werden soll, den
Sperrkörper aus der Sperrstellung zu bringen. Ferner können die Sperrkörper mit Stoppstangen 34 bzw. 35
versehen sein, die in entgegengesetzten Richtungen der Betätigungsgriffe angeordnet sind.
Wie am besten aus Fig. 1 h-T.orgeht. sind die
Halter 14 und 15 von Bügeln 36 bzw. 37 umgeben, die Handgriffe 38 bzw. 39 aufweisen, mit welchen
die Greifvorrichtung hantiert werden kann. Die Bügel haben außerdem die Aufgabe, die Halter und
Sperrkörper gegen Schlag und Stöße zu schützen.
Bei den inneren Enden der Hebel 7 und 8 sind Gelenkzapfen 40 bzw. 41 angebracht. Diese Zapfen
stehen über Zugglieder 42 bzw. 43 mit einem für beide Hebel gemeinsamen Gelenkzapfen 44 in Verbindung,
der in einem Element 45 gelagert ist, das die Zugglieder 42 und 43 über einen Schäkel 47 mit
einem Hubseil 46 verbindet.
Die Klemmorgane 5 und 6 bestehen, wie in F i g. 2 gezeigt, aus Rohr- oder Stangenstücken. Diese sind
mit Zähnen 48 und 49 versehen. Daneben können die Klemmorgane mit Vorsprüngen oder Einschnitten
52 und 53 rechtwinklig zu den Zähnen 48 und 49 versehen sein.
Soll ein Baukörper von einem Lagerplatz, z. B. einer LKW-Ladefläche, an seinen vorgesehenen
Platz im Bau gehoben werden, arbeitet die beschriebene Greifvorrichtung folgendermaßen:
Zum Lagerplatz werden die Baukörper am günstigsten bereits mit den Löchern 3 und 4 versehen geliefert.
Wenn der oberste Baukörper in einem Stapel gehoben werden soll, werden die Klemmorgane 5
und 6 in die Löcher3 bzw. 4 geführt. Die Sperrkörper 22 und 23 werden in die Lage gebracht, die in
Fig. 2 gestrichelt gezeigt ist. Hierdurch wird sichergestellt, daß die Anschlagflachen 26 und 27 der Gewichte
24 und 25 nicht mit den Anschlagflächen 28 und 29 der Hebel in Kontakt kommen. Die Sperrkörper
sind hierbei in ungesperrter Lage, was zur Folge hat, daß die Hebel und die Klemmorgane schwenkbar
beweglich sind. Danach werden durch die Zugkraft im Hubseil 46 die Hebel 7 und 8 über den
Schäkel 47, das Element 45, die Zugglieder 42 und 43, die Zapfen 40 und 41 um die Zapfen 12 und 13
geschwenkt. Auf diese Weise werden auch die Klemmorgane 5 und 6 in Richtung gegeneinander unter
Festklemmen des Teiles des Baukörpers 1 geschwenkt, der sich zwischen den Löchern 3 und 4 befindet.
Je größer die am Zugseil 46 angebrachte Kraft wird, desto größer wird die Klemmkraft der
Klemmorgane 5 und 6. Damit die Sperrkörper 22 und 23 bei dieser Gelegenheit nicht in die sperrende
Lage zurückfallen, sind auf den Oberseiten der Hebei
7 und 8 bogenförmige Flächen 50 und 51 ausgebildet, die im Anschluß an die Anschlagflächen 28
und 29 von Kanten abgeschlossen werden.
Solange eine normale Zugkraft im Hubseil 46 aufrechterhalten wird, ist sichergestellt, daß die Sperrkörper
22 und 23 nicht in die sperrende tage zurückgehen. Wenn der Baukörper I von den Klemmorganen
5 undo festgeklemmt ist, kann dieser zur vorgesehenen Montagestelle im Bau gehoben werden.
Wenn sich der Baukörper im Bau an Ort und Stelle befindet, wird das Seil 46 entlastet, wobei die
Hebel 7 und 8 gegen die Oberseite des Baukörpers sinken, was zur Folge hat, daß die Klemmorgane 5
und 6 den Baukörper loslassen. Gleichzeitig werden die Sperrkörper 22 und 23 unter Einwirkung der
Gravitation auf die Gewichte 24 und 25 in die mit durchgehenden Linien in Fig.2 gezeigte Lage
schwenken. Hierbei nehmen die Sperrkörper ihre sperrende Lage ein, was bedeutet, daß die Hebel 7
und 8 nicht erneut um die Gelenke 12 bzw. 13 hinaufgeschwenkt werden können. Dies bedeutet, daß
die Klemmorgane 5 und 6 de^· Baukörper I nicht erneut
festklemmen können, hs ist also möglich, die
Hebevorrichtung, sobald die Sperrkörper 22 und 23 ihre sperrende Lage eingenommen haben, vom Baukörper
zu entfernen, ohne daß dieser mitgeht.
Das Entfernen der Hebevorrichtung kann demnach automatisch erfolgen, ohne Bedienung durch
Monteure auf der Montagestelle.
Mit der Greifvorrichtung gemäß der Erfindung wird auf rationelle Weise ein weiteres, auf dem Bausektor
seit langem vorkommendes Problem gelöst: Es ist nämlich so, daß wandbildcnde, oft längliche Baukörper,
z. B. liegende Gasbetonelemente, in Stapeln auf den Bauplatz geliefert werden, wo die Körper mit
den Flachseiten gegeneinander ruhen, während die Körper in montiertem Zustand hochkant aufgerichtet
sein sollen, d. h. um 90° relativ zu der Lage im Stapel gedreht werden sollen. Es war jedoch schwierig,
mit Hilfe der bisher verwendeten Hebevorrichtungen die Körper um eine Viertelsumdrehung zu drehen,
weil die Klemmorgane der Hebevorrichtungen so angeordnet waren, daß sie gegen die Außenflächen der
Körper klemmten. Man war daher darauf angewiesen, erst die Körper auf die Montagestelle zu heben
— die sich in erheblicher Höhe über dem Lagerplatz befinden kann — und nach dem Hochheben die Körper
manuell um 90 zu drehen. Dies war eine schwierige und anstrengende Arbeit für die Monteure,
da die Baukörper bis zu einer Tonne wiegen können. Ferner haben die bekannten, auf der Außenseite
angebrachten Hebevorrichtungen den Nachteil gehabt, daß sie gegen den Rohbau od. dgl. schlagen
oder daran hängenbleiben können.
Die erfindungsgemäße Hebevorrichtung dagegen beseitigt diese anstrengende Arbeit, denn das Drehen
jedes Baukörpers erfolgt automatisch bereits am Lagerplatz, indem die Klemmorgane 5 und 6 horizontal
in die horizontal ausgerichteten Locher 3 und 4 des Körpers eingeführt werden können, worauf
der Baukörper beim Anheben mittels des Hubseiles 46 um 90° gedreht wird. Der Eaukörper kommt
folglich hochkant ausgerichtet zur Montagestelle, wo er direkt an Ort und Stelle angebracht werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnuneen
Claims (6)
1. Greifvorrichtung for Körner, insbesondere und die dann gerade vertikal gehoben werden kann.
Baukörper, bestehendTaus einenf Rahmen, in dem 5 Zu diesem Zweck ist die Greifvomchtung nach
zwei Hebel gelenkig gelagert sind, nahe deren der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß jeder
einem Ende rechtwinkelig zu ihnen je ein Sperrkörper auf einem am Rahmen angeordneten
Klemmorgan angeordnet ist und deren anderes Halter schwenkbar ist und ein Gewicht enthalt, desEnde
ober je ein Zugglied mit einem Hebezeug sen Anscblagfläche in bperrstellung gegen eine Anverbunden
ist, wobei mindestens ein durch «· schlagfläcbe jedes Hebels anliegt.
Schwerkraft betätigbarer Sperrkörper für die He- Unter dem Hinweis auf beigefügte Zeichnungen
bei vorgesehen ist, dadurch gekenn- folgt nachstehend eine nähere Beschreibung einer
zeichnet, daß jeder Sperrkörper (22, 23) auf als Beispiel gewählten Ausfuhrungsform der Greif-
eiaem am Rahmen angeordneten Halter (14, 15) vorrichtung gemäß der Erfindung,
schwenkbar ist und ein Gewicht (24, 25) enthält, is In den Zeichnungen veranschaulicht 1ι g. 1 eine
dessen Anschlagfläche (26, 27) in Sperrstellung perspektivische Ansicht der Greifvorrichtung, die an
gegen eine Anschlagfläche (28, 29) jedes Hebels einen Baukörper beliebiger Art angeschlossen ist,
(7, 8) anliegt. und F i g. 2 einen Längsschnitt durch die Greifvor-
2. Greifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch richtung gemäß Fig. I.
gekennzeichnet, daß die Anschlagfläche (28, 29) 20 In den Figuren wird der Baukorper mit der Zifdes
Hebels (7,8) neben einer Stoppnase (30, 31) ferl und die Greifvorrichtung mit der Ziffer 2 beliegt,
die die Schwenkbewegung des Gewichts zeichnet. Im Baukorper 1 sind in vorausbestimmtem
(24, 25) in einer Richtung begrenzt. gegenseitigen Abstand Löcher 3 und 4 für zwei
3. Greifvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch Klemmorgane 5 bzw. 6 der Greifvorrichtung 2 angegekennzeichnet,
daß sich neben der Anschlag- as bracht. Diese Löcher können entweder bei der Herfläche
(28, 29) eine bogenförmige Fläche (50, 51) stellung der Baukörper oder am Montageplatz durch
befindet. Bohren ausgeführt sein. Die Klemmorgane 5 und 6
4. Greifvorrichtung nach einem der vorherge- sind auf der Unterseite der Hebel7 bzw. 8 z.B.
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch Schweißen drehsteif angebracht. Der Winkel
der Sperrkörper (22, 23) außer dem Gewicht (24, 30 zwischen der Längsrichtung der Hebel und der
25) einen BetätigungsgrJf (32, 33) enthält. Längsrichtung der Klemmorgane betragt hierbei
5. Greifvorrichtung nccb einem der vorherge- 90°. Die Klemmorgane sind an oder in der Nähe der
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von der Mitte der Greifvorrichtung nach außen gedie
Halter (14, 15) vom Rahmen abstehende richteten Enden der Hebel angebracht.
Ständer (16, 17, 18, 19) enthalten, die paarweise 35 Jeder Hebel 7,8 ist in einem Rahmen gelenkig ge-
miteinander durch die Schwenkachse (20, 21) des lagert, welcher mit 9 bezeichnet ist. Der Rahmen 9
Sperrkörpers verbunden sind. enthält zwei Balken 10 und 11, die miteinander über
6. Greifvorrichtung nach einem der vorherge- Zapfen 12 und 13 verbunden sind, die ganz außen
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Balken angeordnet sind. Die Zapfen 12 und
die Halter (14, 15) von Bügeln (36, 37) umgeben 4« 13 bilden Gelenke für die Hebel 7 und 8, so daß
sind, die einen Handgriff (38, 39) aufweisen. diese um die vom Zapfen festgelegte Schwenklinie
geschwenkt werden können. Zwischen den Balken 10
und 11 sind die Hebel 7 und 8 angeordnet.
Auf den Balken 10 und 11 sind zwei H-iHer befe-
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