DE2042998A1 - Leimauftragvornchtung - Google Patents
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Description
DlPL-INS. DR. IUR. DIPL.-INS.
45 osNABROCK, den 27. Aug. 1970
VB/Fi
Anmelderin: Arenco Aktiebolag
Siktgatan 11
Stockhoim-Välllngby/Schweden
Siktgatan 11
Stockhoim-Välllngby/Schweden
Die Erfindung betrifft eine Leimauftragvorrichtung für schnelles Auftragen eines Leimstreifens auf eine laufende
Werkstoffbahn quer zu deren Bewegungsrichtung während eines
Arbeitsverlaufs, mit wenigstens einer zwischen einer Leimaufnahmestation und einer Leimauftragestation beweglichen,
Leim aufnehmenden Fläche auf einem auf einem umlaufenden Körper vorgesehenen Leimübertragungsglied, wobei diese
Leim aufnehmende Fläche eine in "der axialen Richtung des umlaufenden Körpers berechnete Länge entsprechend der
Länge des Leimstreifens hat.
Bisher verwendete Vorrichtungen dieser Art sind ungeeignet zur Anwendung in schnellarbeitenden Verpackungsmaschinen,
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weil das Leimübertragungsglied sehr schnell bewegt werden muß und eine Relativbewegung zwischen dem Leimübertragungsglied und
der Werkstoffbahn im Augenblick des Leimauftragens nur in sehr begrenztem Ausmaß zulässig ist. Dies gilt insbesondere für das
Auftragen eines Leimstreifens quer zur Bewegungsrichtung einer sehr schnell laufenden Werkstoffbahn. Dann kann auch eine umlaufende
Welle der Art, wie sie in der DAS 1 001 180 vorgeschlagen wird, nicht zur Anwendung kommen, weil es dann unmöglich wird, die
Bewegung der Walze mit der der Werkstoffbahn zu synchronisieren, und vor allem weil dann die Walze eine so hohe Umlaufgeschwindigkeit
erhalten müßte, daß der Leim durch die Fliehkraft von der Walze weggeschleudert werden wüi'de.
Der vorliegenden Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Leimauftragvorrichtung zu schaffen, bei der die Gefahr von
durch Fliehkräfte von dem Leimübertragungsglied weggeschleuderten Leimspritzern völlig beseitigt ist und die Aufnahme und übertragung
des Leimes in sehr kurzer Zeit in einer im wesentlichen geradlinigen Bewegung erfolgt.
Die Lösung dieser Aüfgaae erfolgt gemäß der Erfindung im wesentlichen
dadurch, daß der umlaufende Körper an ein Planetenrad auf eine.? Planetenträger angeschlossen ist, der seinerseits an ein
Antriebsglied zur Erzeugung einer Umlaufbewegung des Planetenträgers gekuppelt ist, wobei das Planetenrad mit der inneren
Zahnung eines festen Ringsstrlabös in Eingriff steht und das übersetzungsverhältnis
zwischen dem Planetanrad und dem Ringgetriebe
so gewählt ist, daß während der Umlaufbewegung des umlaufenden
Körpers das Leimauftragglied abwechselnd zu der Leimaufnähmestation
zwecks Aufnahme von Leim und zu der Werkstoffbahn für
Abgabe des.aufgenommenen Leimes gerichtet ist. Durch diese Ausführung
wird nicht nur jeglicher Einfluß der Fliehkräfte ausgeschaltet,
sondern wird vor allem der Leimübertragungsoberfläche nicht nur eine zur Werkstoffbahn parallele Bewegung erteilt,
sondern auch eine zu der Bahn hin gerichtete und von ihr weg gerichtete Bewegungskomponente, wodurch die Berührung zwischen
der Bahn und der Leimübertragungsfläche zeitmäßig so begrenzt wird, daß genaue Synchronisierung nicht für den Aufbau eines
genau aufgetragenen Leimstranges ausschlaggebend ist.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung besteht
das Leimüberführungsglied aus einer langgestreckten, dünnen Schie ne, deren Oberflächenebene radial zur Drehachse des umlaufenden
Körpers gerichtet ist und deren Außenkante parallel zur Querrichtung
der Werkstoffbahn an der Leimübertragungsstation verläuft. Hierbei ist vorzugsweise die Außenkante der Schiene gezahnt,
um auf die Werkstoffbahn einen gebrochenen Leimstrang zu übertragen. Bei einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung
der Erfindung,ist der umlaufende Körper eine zylinderförmige
Walze, deren eines Ende undrehbar an das Planetenrad angeschlossen ist und dessen anderes Ende drehbar in einer mit dem Planetenträger
gleichachsigen und drehbar gelagerten Scheibe gelagert ist. Die Leimaufnahmestation enthält hierbei vorteilhaft ein in
ein Leimgefäß eintauchbares und daraus austauchbares Leimaufnahmeblech, dem seine Eintauch- und Austauchbewegung durch einen
synchron mit dem umlaufenden Körper arbeitenden Antriebsmecha- .
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- ι» - ""2OA2998"™ "
nismus erteilt wird. Hierbei sitzt das Leimaufnahmeblech in seiner oberen Endlage genau gegenüber der Leim aufnehmenden
Fläche des Leimübertragungsgliedes in einem Abstand von diesem Glied, der im wesentlichen der Stärke der Leimschicht auf dem
Leimaufnahmeblech entspricht.
Die Erfindung soll nachstehend durch eine Ausführungsform im Anschluß an die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben
werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung nach der Erfindung in Seitenansicht und teilweise in lotrechtem Schnitt,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II in der
Fig. 1,
Fig. 3 eine Antriebsvorrichtung für das Leimübertragungsglied in waagerechtem Schnitt,
Fig. 5 einige Einzelteile, betrachtet in der Richtung
V-V der Fig. 1.
In der Zeichnung bezejdinet 1 das Grundgestell der Leimübertragungsvorrichtung.
An der linken bzw. der rechten Stirnwand 3 bzw. ^ des Grundgestells 1 ist eine geteilte Welle 2, 7 gelagert,
die eine Schiene 5 trägt. Die Schiene ist in der vorgesehenen Lage auf der Welle 2 durch Klemmschrauben 6, 8 festgeklemmt.
Auf der Oberseite der Schiene 5 ist ein L-förmiges Einstellblech ;
9 mittels mit Federscheiben versehenen Schrauben 10, 11 ange- ■
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bracht, die durch ovale Löcher in dem Blech 9 hindurchgehen und
in die Schiene 5 eingeschraubt sind. Durch Stellschrauben 12, läßt sich die der Rückwand der Schiene 5 zugewandte Fläche des
Blechs in näheren oder weiteren Abstand von der Rückwand der Schiene bringen und dadurch quer zu der mit den Wellen 2 und
zusammenfallenden Symmetrieachse der Schiene verschieben. Das Blech 9 ist mit zwei hinteren, festen Zungen 14, 15 und einer
vorderen, federnden Zunge 16 versehen, und zwischen diesen Zungen ist ein Leimaufnehmer 17 abnehmbar festgeklemmt. Dieser Leimaufnehmer besteht aus einem Blech aus zweckmäßig federndem Werkstoff und mit einem gegen die Oberseite der Schiene 9 und zwischen den Zungen 14, 15, 16 festgeklemmten Streifen, von dem
aus sich abwärts gerichtete Pinger 18 erstrecken, die ein streifenförmiges Leimaufnehmeblech 19 tragen. Wie am besten aus der
Fig. 2 ersichtlich, ist unter dem Leimaufnahmeblech 19 ein sich unter und längs der ganzen Länge dieses Bleches erstreckendes
Leimgefäß 20 vorgesehen, dem in hier nicht näher dargestellter Weise Leim durch eine öffnung 21 derart zugeführt wird, daß In
dem Gefäß 20 ein im wesentlichen gleichbleibender, bestimmter Leimstand aufrechterhalten wird.
Die Welle 7 1st an ihrem äußeren Ende mit einem Nockenfolgeglied 22 versehen, das mit einer auf einer Nabe 2k mittels einer
Schraube 25 befestigten Nockenscheibe 23 zusammenarbeitet. Die Nabe 24 ist in beliebigen Drehlagen auf einer Welle 26 einstellbar. Die Welle 26 ist in einem Kugellager 27 gelagert, das
in einer Bohrung in einer Nabe 28 untergebracht ist, die zu eim
Gehäuse 29 mit zylindrischem, zu der Welle 26 gleichmittigem
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Freiraum gehört. An dem inneren Ende sitzt auf der Welle 26 eine
feste Scheibe 30, die exzentrisch eine an ihr fest gelagerte Welle 31 trägt. Die Welle 31 ist mit ihrem entgegengesetzten
Ende fest an einen Planetenträger 32 angeschlossen, der auf einer mit der Welle 26 glelchachsigen Well· 33 angebracht ist.
Letztere ist drehbar in einem Kugellager 34 gelagert, das seinerseits in eine Nabe 35 eines Ringgetriebee 36 mit einem inneren
Zahnkranz 37 eingepreßt ist. Die Nabe 35 1st in hier nieht näher
veranschaulichter Weise, beispielsweise mittels eines Keils oder einer Hemmschraube, an der Gestellstirnwand 3 verblockt. Der in
dem zylindrischen Innenfreiraum des Ringgetriebes 36 gelagerte Planetenträger 32 hat ein Planetenrad 38, das mittels eines
Flansches 39 auf einem die Welle 31 umgebenden Rohr 40 fest angebracht ist. Auf das der Scheibe 30 zugewandte Ende des Rohres
40 ist eine Hülse Ml aufgepreßt, die ein auf der Welle 31 gelagertes Kugellager 42 trägt. Die Hülse 41, das Rohr 4o und das
Planetenrad 38 mit seinem Flansch 39 laufen somit als eint Einheit frei gegenüber der Welle 31 um. Die Zähne 44 des Planetenrades 38 stehen in Eingriff mit dem Zahnkranz 37 des Ringgetriebes 36. Zum Antrieb des aus dem Ringgetriebe 36, dem Planetenträger 32 und dem Planetenrad 38 bestehenden Planetengetriebes
ist auf dem äußeren Ende der mit dem Planetenträger 32 fest verbundenen Welle 33 ein von der hier nioht dargestellten Hauptwelle der Maschine angetriebenes Kettenrad 45 od. dgl. angebracht.
Wie am besten aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, sind die Scheibe 30 und der Planetenträger 32 durch Versteifungsschienen 46,47
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miteinander verbunden.
Das Rohr 40 weist eine längsverlaufende, radial gerichtete Rinne
59 auf, in der ein Leimaufbringglied festgeklemmt ist. Das Leim·« aufbringglied besteht in dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus
einer in die Rinne 50 eingepaßten Metallschiene 51» in das ihrerseits ein gezähntes Leimauftragglied 52 aus Metall oder
Kunststoff, zweckmäßig Polytetrafluoräthylen, eingeklemmt ist.
Auf dem Grundgestell ist eine Papierführung 53 abnehmbar angebracht,
und Über sie wird eine Papierbahn 54 (Fig. 2) zugeführt,
j die mittels des gezähnten Leimauftraggliedes 52 mit einer Reihe
von Leimpunkten versehen werden soll. Die Papierführung 53 ist vorzugsweise so angeordnet, daß die Zähne 55 des Leimauftraggliedes
sich in einem Abstand von der Papierbahn befinden, beispielsweise in einer Enttarnung von einigen Zehnteln eines
Millimeters, so' daß der Leim nur dadurch übertragen wird, daß die Leimoberfläche auf den Zähnen mit der Papierbahn in Berührung
j gebracht wird. Selbstverständlich wird dann, wenn ein ununterbrochener Leimstrang auf der Papier- oder Folienbahn gewünscht
j wird, die Kante an dem Leimauftragglied ungebrochen ausgeführt. j Die Papierführung kann zweckmäßig mit sich in der Vorschubrichtung
der Werkstoffbahn erstreckenden Gleitleisten 56 ausgerüstet sein, ! die in solchem Abstand voneinander angeordnet sind, daß die an
j dem Leimauftragglied 52 vorbeilaufende Bahn 54 entsprechend der
gemeinsamen Umrißlinie für die Vorderkanten der Zähne des Leim- ; auftraggliedes 52 gespannt gehalten wird. Bei der dargestellten
ι Ausführungsform ist ein mit der Papierführung 53 zusammenarbei-
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tendes Führungsglied 57 mit Je einer Gleitleiste 56 gegenüberstehenden Gleitleisten 58 veranschaulicht. Die Werkstoff bahn 51*
wird, wie in der Fig. 2 angedeutet, zwischen der Papierführung
53 und dem Führungsglied 57 geführt, und bei dem gezeigten Ausführungebeispiel ist das letztgenannte Glied mit einem unteren
Anschlag 62 versehen, auf dem die untere Kante der Bahn 51» wahrem,
des Auftragens des Leimes ruht. Die Mittel für das Zurückziehen des mit Leimauftrag versehenen Bahnteils und dessen Abschneiden
sind nicht näher gezeigt. Auch wenn die veranschaulichte Ausführungsform eine intermittierende Bewegung der Werkstoffbahn
voraussetzt, kann die Bahn doch für kontinuierliche Bewegung eingerichtet sein.
Wie in der Fig. 4 schematisch gezeigt, wird der Nockenfolgearm
22 mittels einer zwischen dem Arm 22 und der Gestellstirnwand 3 angebrachten Zugfeder 59 an der Nockenscheibe 23 anliegend gehalten.
Hierdurch wird die Lage des Leimaufnahmeblechs 19 gegenüber dem Leimgefäß 20 von der Nockenscheibe 23 bestimmt. Der niedrigste
Punkt 60 der Nockenscheibe 23 (Fig. 5) entspricht der Lage des ; Leimaufnahmeblechs 19, wo das Blech ganz in den Leim im Gefäß
eingetaucht ist, und der Punkt 6l der Lage, wo das Blech aus dem Gefäß 20 herausgezogen ist und auf seiner Oberfläche eine
Leimschicht in einer Stärke von einigen Zehnteln eines Millime-
52 ters trägt, die auf das Leimauftragglied/überführt wird, wenn
dieses sich dem Blech 19 genau gegenüber befindet. Zweckmäßig
ist zwischen der Kante oder den Zähnen 55 des Bleches 52 und der Oberfläche 19 ein Spalt vorgesehen, wodurch eine mechanische B rührung
vermieden wird.
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Bei der gezeigten Ausführungsform liegt, wie am besten aus der
Fig. 2 ersichtlich, das die Leimaufnahmestation bildende Leimauf- ; nahmeblech 19 diametral der in der Fig. 2 gezeigten Leimüber-, führungsstation gegenüber. Das Rohr 40 muß also eine halbe Umdrehung zusammen mit dem Planetenträger 32 ausführen, damit das
Leimauftragglied 52 aus der Lage, wo es Leim von dem Leimaufnahmeblech 19 übernimmt, in die in der Pig. 2 gezeigte Lage, wo Leim
gerade auf die Werkstoff bahn 54 aufgetragen worden ist, verscho-' ben wird. Der Planetenträger 32 wird, wie bereits oben erwähnt, ν
dem Kettenrad 45 angetrieben, und zwar zweckmäßigerweise, wenn
auch nicht notwendigerweise, in einer solchen Richtung, daß sich das Leimauftragglied 52 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn in der
Fig. 2 bewegt und Leim auf die Werkstoffbahn 54 während der kurzen Zeit überträgt, wo zwischen der Leimschicht auf den Zähnen
55 und der Werkstoffbahn ein Kontakt aufrechterhalten wird. Das
Kettenrad 45 wird ferner synchron mit der nicht dargestellten
Antriebsvorrichtung für die Werkstoffbahn 54 angetrieben, was
bewirkt, daß Leimstreifen mit genau bestimmten Zwischenräumen auf die Bahn aufgetragen werden. Da bei dem gezeigten Ausführungsf
beispiel das Rohr 40 während der Leimaufnahme und der Leimabgabe eine halbe Umdrehung machen soll, muß der Zahnkranz 37 des Ringgetriebes 36 doppelt so viele Zähne haben wie das Planetenrad.
Selbstverständlich kann das Rohr zur Umdrehung mit einer ungeraden Anzahl von halben Umdrehungen zum Einnehmen der gezeigten
beiden Lagen gebracht werden; da aber die Leimschicht auf dem Leimauftragßlied 52 beeinflussende Fliehkräfte vermieden werden
sollen, wählt man zweckmäßig die geringste mögliche Umdrehungszahl, d. h. im vorliegenden Fall eine halbe Umdrehung.
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Wenn der Planetenträger 32 gedreht wird, dreht sich das Rohr *\0
um seine Achse 33 im Uhrzeigersinn (Fig. 2). Da das Rohr MO an
das Planetenrad 38 angeschlossen ist, wird es jedoch zur gleichen
Zeit auch entgegen dem Uhrzeigersinn (Fig. 2) gedreht. Die durch diese beiden Drehbewegungen verursachte Bewegung des Leiraauftraggliedes 52 hat zur Folge, daß sich dieses Glied im wesentlichen senkrecht zur Werkstoffbahn 51* hin und von ihr weg bewegt,
wodurch der aufgetragene Leimstrang sehr genau bestimmt wird. Ebenso verhält es sich, wenn sich das Leimauftragglied während
der Drehung im wesentlichen senkrecht zum Blech 19 hin bewegt und dieses infolge der weitergehenden Drehung sofort wieder verläßt.
Wie bereits erwähnt, ist ein vorzugsweise der Stärke der Leimschicht auf dem Blech 19 entsprechender Spalt zwischen der
Leim aufnehmenden Kante des Gliedes 52 und dem Blech 19 vorgesehen, weswegen von dem Blech 19 heraufgeholter Leim zur Kante
des Gliedes 52, d. h. beim dargestellten AusfUhrungsbeispiel
auf die äußeren Kanten der Zähne 55 hinübergezogen wird.
Bei der in der Fig. 2 gezeigten Lage des Leimauftraggliedes 52 liegt der Nockenfolgearm 22 an der niedrigsten Fläche 60 (Ur
Nockenscheibe 23 oder nahe dieser Fläche an und damit ist die Schiene 5 entgegen dem Uhrzeigersinn gemäß der Fig. 2 so weit
gedreht, daß das Leimaufnahmeblech 19 sich in seiner unteren
# ., ■ ■ ■
oder wenigstens nahe seiner untersten Lag· im Leimgefäß 20
befindet. Sobald die Nockenscheibe 23 während der Bewegung des Planetenträgers 32 und damit der duroh'die Schienen 46, Ί7 somit
zusammengekuppelten Scheibe 30 gedreht wird, gleitet der Nocken· folgearm 22 auf die höchste Fläche 6l der Nockenscheibe 23 und
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dreht die Scheibe 5 entgegen dem Uhrzeigersinn gemäß der Fig. 5*
Hierdurch wird das Blech 19, dessen Oberfläche mit einer dünnen '
Leimschicht versehen worden lit, zur Zusammenarbeit mit den Kanten der Zähne 55 gebracht, derart, daß diese Kanten mit einer
genau bestimmten Leitschicht überzogen werden, die dann auf die
Werkstoffschicht 5^ an genau den vorgesehenen Stellen überführt
wird. Die Bewegung des Gliedes 52 gegenüber dem Blech 19 1st im Leimübertragungsaugenblick eine im wesentlichen geradlinige
Hin- und Herbewegung mit sehr kurzer Berührungszeit zwischen den
i
j Kanten der Zähne 55 und der Leimschicht auf dem Blech 19, und
j Kanten der Zähne 55 und der Leimschicht auf dem Blech 19, und
hierbei kommt also keinerlei Gleitbewegung vor.
Die beschriebene Leimauftragvorrichtung gestattet das Aufbringen von Leim zwischen zueinander beliebig gewählten Punkten, und die
Gefahr, daß allzu große Fliehkräfte ein Abschleudern von Leim von dem Glied 52 verursachen könnten, ist völlig gebannt, während
die Aufnahme und Abgabe von Leim sehr schnell und ohne ein Gleiten zwischen Werkstoffbahn und Leimauftragglied bzw. Leimaufnahmeglied
und Leimauftragglied vonstatten geht.
Die gezeigte Ausführungsform läßt sich verschiedentlich abwandeln.
Wenn beispielsweise die Leimaufnahmelage um 90° gegenüber der Leimübergabelage verschoben gewünscht wird, ist ein Verzahnungsverhältnis
zwischen Ringgetriebe und Planetenrad von 4:1 anzuwenden. Das Blech 19 braucht selbstverständlich nicht von federnden
Fingern 18 getragen zu werden, sondern kann beispielsweise auf einem an der Schiene 5 befestigten Tragglied beliebiger
Bauart '"cst angebracht sein. Es ist weiterhin möglich, die Schie-
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ne 5 und die mit Ihr zusammenarbeitenden Glieder durch eine umlaufende
Walze zu ersetzen, deren Unterteil in das Leimgefäß eintaucht und gegenüber deren obere Oberfläche das Leimauftrag·
glied zwecks Aufnahme von Leim von der auf dieser oberen Oberfläche gebildeten Lelmschioht bewegbar ist.
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Claims (6)
1. Leimauftragvorrichtung für schnelles Auftragen eines Leimstranges auf eine laufende Werkstoffbahn quer zu deren
Bewegungsrichtung während eines Arbeltsverlaufs, mit wenigstens einer zwischen einer Leimaufnahmestation und einer Leimauftragestation beweglichen, Leim aufnehmenden Fläche auf einem auf
einem umlaufenden Körper vorgesehenen Leimauftragglied, wobei diese Leim aufnehmende Fläche eine in der axialen Richtung
des umlaufenden Körpers berechnete Länge entsprechend der Länge des Leimstreifens hat, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Körper (40) an ein Planetenrad (38) auf einem Planetenträger (32) angeschlossen ist, der seinerseits an ein Antriebsglied (45) zur Erzeugung einer Drehbewegung des Planetenträgers
gekuppelt ist, wobei das Planetenrad (38) mit der inneren Zahnun
eines festen Ringgetriebe· (36) In Eingriff steht und das übersetzungsverhältnis zwischen dem Planetenrad und dem Ringgetriebe so gewählt ist, daß während dtr Umlaufbewegung de· umlaufenden Körpers (40) das Leimauftragglied (52) abwechselnd su der
Leimaufnahmestation zweckt Aufnahmt von Leim und zu dtr Werkstoff bahn (54) zwtcks Abgabt dt· aufgenommenen Leime· gerichtet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daft das Leimauftragglied au· tiner langgestreckten, dünntn Schient
(52) besteht, deren Obtrflächtntbtnt radial zur Drehachse de· umlauftndtn Körpers (10) gerichtet lat und deren AuAtnkante
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parallel zur Querrichtung der Werkstoffbahn (51I) an der Leimauftragstation verläuft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkante der Schiene (52) gezahnt 1st zwecks Auftragens
eines gebrochenen Leimstreifens auf die Werkstoffbahn (51O.
4. Vorrichtung nach einem der Voransprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Körper eine zylindrische Walze (40)
ist, deren eines Ende undrehbar an das Planetenrad (38) angeschlossen und deren anderes Ende in einer mit den Planetenträger (32) gleichachsigen und umlaufbar gelagerten Scheibe (30)
drehbar gelagert ist.
5. Vorrichtung nach einem der Voransprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leimaufnahmestation ein bewegliches, in ein
Leimgefäß (20) ein- und aus ihm austauchbares Leimaufnahraeblech
(19) enthält, dem seine Bewegung von einem synchron mit dem umlaufenden Körper (40) arbeitenden Antriebsmechanismus (5, 22,
23) erteilt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, daduroh gekennzeichnet, daß
sich das Leimaufnahmeblech (19) in seiner oberen Lage mitten vor der Leim aufnehmenden Fläche (55) des Leimauftraggliedes
(52) in einem im wesentlichen der Stärke der Leimschicht auf dem Leimaufnahmeblech entsprechenden Abstand befindet.
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(.••mit·
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