DE2041944C3 - Dynamischer Strömungsmittelverstärker - Google Patents
Dynamischer StrömungsmittelverstärkerInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft einen dynamischen Strömungsmittelverstärker
mit einer Wechselwirkungskammer, in welche eine Leistungsstrahldüse für das Strömungsmittel sowie etwa rechtwinklig dazu zwei
gegenüberliegende Steuerdüsen münden und von welcher zwei durch einen Strömungsmittelteiler getrennte
Auslaßkanäle ausgehen, wobei jede Steuerdüse über einen einen Strömungsmittelwiderstand
enthaltenden Kanal, von welchem ein Abschnitt eine Heizvorrichtung enthält, mit einem Einlaßkanal für
die Leistungsstrahldüse verbunden ist.
Bei einem bekannten Strömungsmittelverstärker
dieser Art (USA.-Patentschrift 3452 767), der mit
Gas betrieben wird, ist stromaufwärts der Heizvorrichtung jeweils eine Drosselstelle angeordnet, durch
die der Massenslxom in den Steuerkanälen konstant
gehalten werden soll. Wenn eine der beiden Heizvorrichtungen in Betrieb gesetzt wird, wird dem in dem
betreffenden Steuerkanal strömunden Gas Energie
zugeführt, so daß sich der Gessimtdruck des Gases
erhöht. Hierdurch entsteht eine Druckdifferenz zwischen den beiden einander gegenüberliegenden Steuerdüsen,
wodurch der in die Wechselwirkungskammer eintretende Strömungsstrahl von dem einen Auslaßkanal
in den anderen Auslaßkanal umgeschaltet wird. Eine gewisse Schwierigkeit ergibt sich bei Verwendung
eines solchen Strömungsmittelverstärkers daraus, daß eine relativ große Temperaturänderung
erforderlich ist, um ein zur Umschaltung ausreichendes Steuersignal zu erbalten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Strömungsmittelverstärker der angesprochenen Art
so auszubilden, daß bereits eine kleine Temperaturänderung ein eindeutiges Steuersignal ergibt.
Dies wird bei einem dynamischen Strömungsmittelverstärker der eingangs angegebenen Art erfindongsgemäß
dadurch erreicht, daß das Strömungsmittel eine durch die Heizvorrichtung verdampfende
Flüssigkeit ist und daß der stromabwärts der Heizvorrichtung liegende (erste) Kanalabschnitt einen
größeren Strömungsmittelwiderstand hat als der stromaufwärts liegende (zweite) Kanalabschnitt.
Bei der Erfindung macht man sich die Tatsache zunutze, daß die dynamische Viskosität (die auf die
Dichte bezogene Viskosität) eines Strömungsmittels in Gasform wesentlich kleiner als in flüssiger Form
ist. So ist beispielsweise die dynamische Viskosität eines üblichen Kältemittels in Gasform etwa V20stel
des Wertes in flüssiger Form. Dies bedeutet, daß der Massenstrom eines Strömungsmittels bei sonst gleichen
Bedingungen in Gasform wesentlich kleiner als in flüssiger Form isl. Wenn daher das Strömungsmittel
vor Einschaltung der Heizvorrichtung als Flüssigkeit und nach Einschalten der Heizvorrichtung als
Gas durch den Steuerkanal strömt, wird der Massenstrom des Strömungsmittels schlagartig verringert.
Da sich andererseits das Volumen des Strömungsmittels bei der Verdampfung schlagartig vergrößert,
tritt im Bereich der Heizvorrichtung ein plötzlicher Druckanstieg ein. Damit sich Jieser plötzliche
Druckanstieg nicht durch den Steuerkanal zur Steuerdüse fortpflanzt und das Steuersignal verfälscht,
sind die Steuerkanäle so ausgebildet, daß der stromabwärts der Heizvorrichtung liegende Kanalabschnitt
einen größeren Strömungsmittelwiderstand als der stromaufwärts liegende Kanalabschnitt hat. Hierdurch
wird der durch die Verdampfung der Flüssigkeit auftretende plötzliche Druckanstieg gedämpft.
Auf diese Weise erhält man unter Ausnutzung des Phasenwechsels des Strömungsmittels selbst bei einer
kleinen Temperaturänderung des strömenden Mediums ein eindeutiges ausgeprägtes Steuersignal zum
Umschalten des Hauptstrahls.
Die Änderung des Strömungswiderstands in den Steuerkanälen kann durch eine Längen- bzw. Querschnittsbemessung
oder aber auch durch einen diskreten Strömungswiderstand beispielsweise in Form einer Drosselstelle erzielt werden. Der diskrete Strömungsmittelwiderstand
wird zweckmäßigerweise nahe der Heizvorrichtung angeordnet.
An Hand der Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert, Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäß ausgebildeten Strömungsmittelverstärker,
Fig.2 eine Draufsicht auf ein anderes Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
F i g. 3 eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung,
F i g. 4 eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fi g. 5 die Beziehung zwischen dem Massenstrom
und der Druckdifferenz in einem Steuerkanal ohne Drosselung,
Pie, 6 die Beziehung zwischen dem Massenstrom
„nd der Druckdifferenz in einem Steuerkanal mit
Srosselung.
Der in F i g. 1 dargestellte dynamische Strömungsmittelverstärker
weist einen Einlaßkanal 10 für die Zufuhr des Strömimgsmittels auf. Der Einlaßkanal
in ist über eine Le'.stungsstrahldüse 12 mit einer Wechselwirkungskammer 14 verbunden, von der
Twei eetrennte Auslaßkanäle 16 und 18 ausgehen.
Zwei symmetrisch zueinander angeordnete Steuerlranäle
20 und 22 gehen von dem Einlaßkanal 10 aus nnd führen zu der Wechselwirkungskammer 14. Der
«Heuerkanal 20 weist eine Einlaßöffnung 21 α auf, die in einer Seitenwand des Einlaßkanals 10 gebildet ist.
ner Steuerkanal verläuft in U-Form zu einer Steuerdüse 21 b die in der Seitenwand 24 der Wechselwirimneskammer
14 mündet. In gleicher Weise besitzt der Steuerkanal 22 eine Einlaßöffnung 22 a, die in
der anderen Seitenwand des Einlaßkanals 10 gebildet ist und der Einlaßöffnung 21 α des Steuerkanals 20
direkt gegenüberliegt. Der zweite Steuerkanal führt ?n U-Form zu einer Steuerdüse 22 6, der in der Seienwand
26 der Wechselwirkungskammer 14 mün-S und zwar an einer Stelle, die der Steuerdüse 21 b
Sau gegenüberliegt. Aus noch zu beschreibenden
gründen sind in den Steuerkanälen 20 und 22 elek-She
Heizvorrichtungen 28, 30 angeordnet, die die Serkanäle teilweise überdecken.
S Eine ι Wanne verdampfende Flüssigkeit, z. B.
ein handelsübliches Kältemittel wird in den Einlaßkanal 10 eingeleitet und fließt durch die Leistungs-S
düse 12 in die Wechselwirkungskammer 14. Sud ich wird ein Teil der dem Einlaßkanal zügemh
Flüssigkeit in die Steuerkanäle 20 und 22 ab-S und I, fließt durch deren entsprechende
in die Wechselwirkungskammer 14. TIm entsprechend der üblichen Anwendung eines
StSüSSUrstarke« die Hauptströnfe der
Sßkeit in den einen oder anderen der beiden AuSkanäle 16 und 18 zu leiten, muß quer zu dem
ius der Leistungsstrahldüse austretenden Strahl eine
Sd Dnickdifferenz erzeugt werden, die den
bewirkt, daß sich der Hauptstrahl an die düse 21 b zugeordneten Seitenwand 34 cwrw
wirkungskamwer anlegt, so daß die Fiussigkeit
den ersten Auslaßkanal 16 strömt. ,
Ist auf der anderen Seite die HeizvomcMung λ·
außer Betrieb und die Heizvorrichtung 30 des Steuerkanals
22 in Betrieb, so wird der Hauptttrani w«
Einlaßkanal 16 in den Auslaßkanal 1» ver>
c"; Wenn der Hauptstrahl wieder zum Ausia 1^""
zurückverstellt werden soll, wird die ne%r"" .
tung 30 abgestellt und die Heizvorrichtung Ί» erneu
in Betrieb genommen, um die Flüssigkeit w> »«u
kanal 20 zu verdampfen. Der Stromungsm lteiver
stärker kann so ausgestaltet sein, daß die "auP^R l.
mung zu gleichen Anteilen aus den beiden ausub*
nälen ausströmt, wenn kein Steuersignal autgeoracn
wird, d. h. keine der beiden Heizromchtangen 2»
und 30 in Betrieb genommen wird. Er K*nn auui
ausgebildet sein, daß bei normalem Heizbetneo
ao der Heizvorrichtungen kein Signal erzeugt wiru
zur Verstellung des Hauptstrahls zn «ineir.der^e.-den
Auslaßkanäle die Heizvorrichtungen wamw außer Betrieb genommen werden.
Wie von einem Fachmann leicht yen*»«n ^5Jn
,5 den kann, ruft eine verdampfbare in einein engen
Kanal, z. B. in einem Kapillarrohr, verdampfte Hus
sigkeit einen sofortigen Druckanst.eg hervor Der er
zeugte höhere Druck pflanzt sich durch den Kanal fort. Tritt ein solcher höherer Druck '^ der auf,
dampfung der Steuerflussigkeitiin Steuerkanal a ,
so setzt er sich in Strömungsnchtung durch den bteu
erkanal fort und führt dazu, den «f™^*^.
rigen Druckzustand im Bereich derß Steuert«* ^.
folge der geringeren Stromungsmenge zu,stören. ua
durch wird der gewünschte quer an d« Haupt
mung anliegende Druckunterschied verfälscht
zu einem fehlerhaften Betneb des ^^""f
Verstärkers führt. Daher ist es w.chUg^ Mitte
sehen die das Auftrete „der ptobhd«^n
Drücke, die sich durch die SteuerKanaie
mungsrichtung; fortpflanzer,
Zu diesem Zweck sind die
bildet, daß sie in .hrem in S
den Heizvorrichtungen hegendeη ^
bildet, daß sie in .hrem in S
den Heizvorrichtungen hegendeη ^
größeren Strömungswiderstand aufwe isenι
au g
s"
Besetzt so wird die Flüssigkeit im Steuerkanal durch
«to viel größere Strömungsmenge ak durch den
Steuerdusen 21 6 und 22 ft £««*» «,„»labschnitte
^^* M „„ ^Be«, Strömungs.
der D™ck im Bereich de,
vorrichtungen der Steuerkanäle hervorgerufen werden, den erwünschten niedrigen Druck an den Steuerdüsen
negativ beeinträchtigen. Außerdem ergibt sich durch den stromabwärtigen längeren Kanalabschnitt
ein größerer Strömungswiderstand für die Gasströmung. Dadurch wird zusätzlich die Strömungsmenge
des Gases verringert, was wiederum zur Vergrößerung der Druckdifferenz beiträgt.
Bei der in Fig.2 dargestellten Ausführungsform wird der gewünschte größere Strömungswiderstand
dadurch gebildet, daß die Kanalabschnitte 32 und 34 in Strömungsrichtung hinter den Heizvorrichtungen
einen kleineren Durchmesser erhalten als die Kanalabschnitte 36 und 38 vor den Heizvorrichtungen.
Bei einer weiteren Ausführungsform, wie sie in Fig.3 dargestellt ist, werden die Steuerkanäle 20
und 22 mit diskreten Strömungswiderständen in Form von Drosselstellen 40 und 42 versehen, die in
der Nähe und in Strömungsrichtung hinter den Heizvorrichtungen 28 bzw. 30 angeordnet sind. Die Verwendung
von Drosselstellen ermöglicht eine kleinere und kompaktere Ausbildung des Strömungsmittelverstärkers.
Zur Herbeiführung einer wirksameren Verdampfung können die Strömungsmittelwiderstände 40 und
42 nahe bzw. innerhalb der Heizvorrichtungen angeordnet werden, d. h. innerhalb der Abschnitte der
Steuerkanäle, die von den Heizvorrichtungen 28 und 30, wie es in Fig.4 gezeigt ist, umgeben werden.
Dies rührt daher, daß es leichter ist, einen Flüssigkeitsstrom, der durch einen kleineren Querschnitt
fließt, zu erwärmen.
Der durch die Erhöhung des Strömungswiderstandes erhaltene Vorteil kann leicht durch Betrachtung
der F i g. 5 und 6 verstanden werden. Die Figuren geben die Beziehung zwischen dem Massenstrom durch
den in Strömungsrichtung hinter der Heizvorrichtung liegenden Kanalabschnitt und dem Druckunterschied
zwischen den gegenüberliegenden Steuerdüsen wieder. Weist der Strömungsmittelverstärker keinen erhöhten
Strömungswiderstand in den stromabwärtigen Kanalabschnitten auf, so stellt sich eine lineare Abhängigkeit,
wie durch die Gerade in F i g. 5 gezeigt ein. Wenn daher der Druckunterschied zwischen den
Steuerdüsen infolge eines im vorderen Kanalabschnitt des Steuerkanals erzeugten höheren Drucks
ansteigt, so steigt die Strömungsmenge des Strömungsmittels im hinteren Kanalabschnitt des Steuerkanals
entsprechend an.
Hat hingegen der Strömungsmittelverstärker in
ίο den stromabwärtigen Kanalabschnitten einen erhöhten
Strömungsmittelwiderstand, so stellt sich die durch die Kurve in Fig.6 wiedergegebene Abhängigkeit
ein. Für diesen Fall führt ein Ansteig der Druckdifferenz nicht notwendigerweise zu einem entsprechenden
Anstieg des Massenstroms. Die Zunahme des Massenstroms ist wesentlich kleiner als
die der Druckdifferenz, und wenn die Druckdifferenz einen vorgegebenen Wert überschreitet, wird die Zunahme
des Massenstroms so gering, daß sie vernachlässigt werden kann, wobei ein unterschiedlicher, ungewöhnlich
hoher Druck, der in dem stromaufwärtigen Kanalabschnitt erzeugt wird, keinen wesentlichen
Anstieg des Massenstroms im stromabwärtigen Kanalabschnitt verursacht, so daß das gasförmige Strö-
»S mungsmittel im wesentlichen mit der gleichen vorgegebenen
Menge unabhängig von dem hohen Druck im vorderen Kanalabschnitt durch den Steuerkanal
hindurchfließt und den gewünschten, quer zur Hauptströmung gerichteten Druckunterschied erzeugt.
Die Steuerrohre können vorzugsweise so ausgebildet sein, daß sie als Steuerflüssigkeit weniger als 2 °/o
der dem Einlaßkanal zugeführten Flüssigkeit enthalten. Ein kleinerer Anteil der Steuerflüssigkeit macht
es leichter, diese mit einer kleineren Heizleistung zu verdampfen. Beispielsweise kann das Steuerrohr
einen Durchmesser von 0,2 mm und eine Länge von 150 mm aufweisen, wenn es keine Drosselstelle besitzt.
Die Leistungsstrahldüse kann so ausgebildei
sein, daß sie einen Durchmesser von 0,5 mm und eine Länge von 1 mm hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Dynamischer Strömungsmittelverstärker mit einer Wechselwirkungskaramer, in welche eine
Leistungsstrahldüse für da« Strömungsmittel sowie etwa rechtwinklig da2.11 zwei gegenüberliegende
Steuerdüsen münden und von welcher zwei durch einen Strömungsmittdteiler getrennte Auslaßkanäle
ausgehen, wobei jede Steuerdüse über einen einen Strömungsmittelwiderstand enthaltenden
Kanal, von welchem ein Absclmitt eine Heizvorrichtung enthält, mit einem Einlaßkanal
für die Leistungsstrahldüse verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Strömungsmittel eine durch die Heizvorrichtung verdampfende
Flüssigkeit ist und daß der stromabwärts der Heizvorrichtung (28, 30) liegende (erste)
Kanalabschnitt (32, 34) einen größeren Strömungsmittelwiri°rstand
hat als der stromaufwärts liegende (zweite/ Kanalabschnitt (36, 38).
2. Dynamischer Strömungsmittelverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Kanalabschnitt (32, 34) eine größere Länge als der zweite Kanalbaschnitt (36, 38) hat.
3. Dynamischer Strömum?smittelverstärker
nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Kanalabschnitt(32,34) einen kleineren
Strömungsmittelquerschnitt als der zweite Kanalabschnitt (36, 38) hat.
4. Dynamischer Strömungsmittelverstärker nach einem der Ansprüche I b'->
3, dadurch gekennzeichnet, daß im ersfn Kanalabschnitt der diskrete Strömungsmittelwiderstar.d (40, 42) angeordnet
ist.
5. Dynamischer Ströniungsmittelverstärker
nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsmittelwiderstand (40, 42) in der
Heizvorrichtung (28, 30) angeordnet ist.
40
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| SH | Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971 | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |