DE2041267B2 - Kissenverzeichnungskorrekturschaltung - Google Patents
KissenverzeichnungskorrekturschaltungInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
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- H04N3/10—Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by means not exclusively optical-mechanical
- H04N3/16—Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by means not exclusively optical-mechanical by deflecting electron beam in cathode-ray tube, e.g. scanning corrections
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- H04N3/23—Distortion correction, e.g. for pincushion distortion correction, S-correction
- H04N3/237—Distortion correction, e.g. for pincushion distortion correction, S-correction using passive elements, e.g. diodes
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kissenverzeichnungskorrekturschaltung,
wie sie im Anspruch 1 vorausgesetzt ist.
Infolge der Formgebung üblicher Fernsehbildröhren fällt bekanntlich das Krümmungszentrum des
Bildschirmes nicht mit dem Ablenkzentrum für die Elektronenstrahlen zusammen. Dadurch sind die von
den Elektronen zwischen Strahlerzeugersystem und Bildschirm zurückzulegenden Strecken an den Bildrändern
größer als in der Bildmitte. Diese unterschiedlichen Weglängen führen zu Verzerrungen des
auf dem Bildschirm geschriebenen Rasters in Form einer sogenannten Kissenverzeichnung, die sowohl in
vertikaler als auch in horizontaler Richtung auftreten kann. Durch geeignete Konstruktion des Ablenkjoches
kann man die magnetischen Ablenkfelder in gewisser Weise korrigieren, um die Rasterverzeichnung
zu verringern. Bei Weitwinkelfarbbildröhren erreicht man auf diese Weise jedoch nicht die gewünschte Rasterlinearität.
Man wendet daher dynamische Korrekturverfahren an, indem man der Vertikalablenk-Schwingung
eine horizontalfrequente Stromkomponente hinzufügt und umgekehrt, so daß die Ablenkströme
in einer die Rasterverzeichnungen korrigierenden Weise amplitudenmoduliert sind. Derartige
Schaltungen sind beispielsweise in den US-PS 3 329859 und 3408 535 beschrieben. Dort werden
getrennte Schaltungen für die vertikale und die horizontale Korrektur der Kissenverzeichnung verwendet,
die je mit einem Magnetverstärker arbeiten, so daß sich einschließlich der zugehörigen Schaltungselemente
ein beträchtlicher Aufwand ergibt, der sich letztlich auch in den Kosten niederschlägt.
Aus der DT-AS 1294450 ist weiterhin eine Rasterkorrekturschaltung
bekannt, welche für die Verwendung beider Korrektursignale nur ein einziges magnetisches Bauelement sowie einen abgestimmten
Kreis verwendet, dessen Resonanzfrequenz unterhalb der Zeilenfrequenz liegt. Der als Phasenschieber dienende
Schwingkreis wirkt für die Zeilenfrequenz als Tiefpaß, welcher zeilenfrequente Signale erheblich
dämpft, die von der Mittelkernwicklung des Transduktors, in welche sie von den beiden Außenwicklungen
induziert werden, zu den Ablenkspulen übertragen werden sollen. Zwischen der erreichbaren
Phasenverschiebung und der Amplitude der abgeleiteten Korrektursignale muß ein die Bemessungsfreiheit
und die erzielbare Wirkung einschränkender Kompromiß getroffen werden, bei dem die tatsächlich
erreichbare Phasenverschiebung nur relativ klein ist, so daß eine um so wirksamere Integration in den Ablenkwicklungen
erforderlich wird, wie ihrerseits zu widersprechenden Forderungen führt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Verbesserung der bekannten Korrekturschaltung mit nur einem
einzigen magnetischen Bauelement im Sinne einer Erzeugung größerer Korrektursignale für eine
vollständigere Korrektur der Rasterverzeichnungen, ohne daß dazu ein unerwünscht großer Schaltungsaufwand
erforderlich wäre.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Gegenüber den beiden vorerwähnten US-Patentschriften
wird nur ein einziges magnetisches Bauelement für die gleichzeitige Korrektur der Nord-Süd-
und Ost-West-Verzeichnung verwendet. Dadurch wird die Schaltung wesentlich einfacher und kostspieliger.
Außerdem benötigt die erfindungsgemäße Schaltung keine Gleichstromvormagnetisierung oder
einen Permanentmagneten, so daß kostspielige Einstellungen der Vormagnetisierung entfallen. Gegenüber
der DT-AS 1294450 ermöglicht die erfindungsgemäße Anordnung eine Unabhängigkeit der Einstellungen
für Nord-Süd- und Ost-West-Korrektur mit Hilfe der Impedanzschaltung. Ferner wird im bekannten
Fall die in der mittleren Wicklung eines magnetischen Verstärkers induzierte Spannung um ungefähr
180° phasenverschoben und dann die resultierende Sägezahnspannung den Vertikalablenkspulen zugeleitet.
Demgegenüber liefert die erfindungsgemäße Anordnung eine annähernd horizontalfrequente Sinusspannung,
die um nur ungefähr 110° gegenüber dem magnetischen Fluß in der Mittelwicklung des magnetischen
Verstärkers verschoben ist. Die erforderliche Korrekturstromform wird dann durch Zuleitung
dieses Signals an die Vertikalablenkspulen gewonnen. Außerdem sind wegen der Abstimmung des Schwingkreises
auf die Horizontalfrequenz bei der erfindungsgemäßen
Schaltung die Anforderungen an die Integrationseigenschaften der Ablenkwicklungen wesentlich
geringer.
Die erfindungsgemäße Schaltung erlaubt die Möglichkeit der Verwendung eines zweiten Phasenschiebers
zusätzlich zu dem als Phasenschieber wirkenden Schwingkreis, so daß ein noch wesentlich erweiterter
Phasenverschiebungsbereich zur Verfügung steht, der eine Veränderung der Phasenverschiebung durch
Verändern der Schwingkreisinduktivität erlaubt, wobei die Phasenänderungen des in den Vertikalablenkspulen
fließenden Stromes um 180° herum liegen und sich auf diese Weise sehr günstige Einstellungsmöglichkeiten
ergeben. Der als Reihenresonanzkreis ausgebildete Phasenschieber, der erfindungsgemäß auf
die Horizontalablenkfrequenz abgestimmt ist und zwischen einer niederohmigen Quelle und Last angeordnet
ist, ist in der Lage, den größten Teil der vom Phasenschieber aufgenommenen Leistung auch tatsächlich
zu den Ablenkwicklungen zu übertragen. Da also genügend Leistung zur Verfügung steht, besteht
die Möglichkeit, mit Hilfe eines Widerstandes die Amplitude der Korrekturschwingung weitgehend
problemlos und unabhängig von anderen Erfordernissen einzustellen. Insbesondere wird dadurch nicht die
Phasenlage des Korrektursignals beeinflußt, da der Reihenschwingkreis keine scharfe Resonanzspitze,
sondern vielmehr einen breiten Resonanzbereich aufweist, der bei jeder Abstimmung die Horizontalablenkfrequenz
in der Nähe seines Maximums statt an seiner Flanke erfaßt. Damit ist auch die Phaseneinstellung
in gleicher Weise unabhängig von der Amplitudeneinstellung. Auch entkoppelt das niederohmige
Impedanzglied den auf Zeilenresonanz abgestimmten Phasenschieber von eventuellen Änderungen der Induktivität
der Steuerwicklung des Transduktors, so daß auch hier keine Beeinflussungen wie im bekannten
Falle zu befürchten sind.
Wegen der reichlich zur Verfügung stehenden Energie des Korrektursignals am Kondensator und
dem großen Phasenverschiebungsbereich brauchen bei der Erfindung an die Ablenkspulen keine besonderen
Forderungen an die Integrationseigenschaften für das zeilenfrequente Korrektursignal gestellt zu
werden, wie dies bei der Entgegenhaltung der Fall ist. Damit ist man beim Entwurf der Ablenkwicklungen
wesentlich freier. Es sei in diesem Zusammenhang noch darauf hingewiesen, daß im bekannten Falle die
am Kondensator zur Verfügung stehende Korrekturspannung
eine Sägezahnform hat, während die bei der Erfindung vom Kondensator gelieferte Spannung sinusförmig
ist. Auch in dieser Hinsicht liegen unterschiedliche Anforderungen an die Ablenkwicklungen
hinsichtlich der Kurvenformung der Korrektursignale
!5 zwischen der DT-OS 1294 450 und der Erfindung vor.
Ferner liegen bei der erfindungsgemäßen Schaltung die Anforderungen an die Treiberschaltung außerordentlich
niedrig, und außerdem wirken sich Änderungen der Bauelementewerte mit Alterung oder Temperaturschwankungen
wesentlich weniger als im bekannten Falle aus. Der Grund hierfür liegt insbesondere
in der breiten Resonanzkuppe des Schwingkreises im Vergleich zur Schwingkreisflanke, die bei der
Entgegenhaltung ausgenutzt wird und etwa 20 dB pro Dekade erreicht.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung ist nachfolgend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die schematische Darstellung eines Ablenkrasters
auf dem Bildschirm eines Fernsehempfängers mit oberer und unterer sowie seitlicher Kissenverzeichnung,
Fig. 2 das teilweise in Blockform dargestellte Schaltschema einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung,
Fig. 3 die schematische Darstellung einer Ausführungsform des in der Anordnung nach Fig. 2 verwendeten
magnetischen Verstärkers,
Fig. 4 typische Signalformen, wie sie an verschiedenen Stellen in der Anordnung nach Fig. 2 auftreten,
Fig. 5 ein Phasendiagramm, das die Phasenbeziehungen verschiedener Ströme und Spannungen in der
Anordnung wiedergibt, und
Fig. 6 einen Konstruktionsvorschlag für die zweckmäßige Anbringung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung.
In Fig. 1 veranschaulichen die ausgezogenen Linien 10 die obere und untere Kissenverzeichnung am
oberen bzw. unteren Rand des Rasters. Je weiter der Strahl in Richtung zur Rastermitte läuft, desto geringer
wird diese Verzeichnung. Die ausgezogenen Linien 12 veranschaulichen die seitliche Kissenverzeichnung
an den Seitenrändern des Rasters, wobei diese Verzeichnung wiederum um so geringer wird,
je weiter der Strahl sich gegen die Rastermitte bewegt. Die gestrichelten Linien 11 und 13 veranschaulichen
das korrigierte Raster am oberen und unteren bzw. an den seitlichen Rändern, wie es in erwünschter
Weise sich bei Anwendung der erfindungsgemäßen Kissenverzeichnungskorrekturschaltung ergibt.
Die in Fig. 2 gezeigte Schaltungsanordnung gemäß einer speziellen Ausführungsform der Erfindung ist
für den Einbau in einen Fernsehempfänger mit herkömmlichem
HF-, ZF-, Ton-, Farbart-, Leuchtdichte- und Ablenkteil (nicht gezeigt) gedacht. Der Block 20
umfaßt die Vertikalablenkschaltung mit Vertikaloszillator und Ablenkstufe. Zur Kopplung der Vertikal-
5 6
ablenkwicklungen 24α und 24ft ist ein Ablenktrans- 340 den Fluß 0Zz1 löscht und im anderen Außenschenformator
22 mit seiner Primärwicklung 21 an die kel 3405 sich zum Fluß 0A2 addiert. Wenn sich die
Ablenkstufe und mit den Enden seiner Sekundär- Richtung von 0V umkehrt, addiert sich der Fluß zu
wicklung 23 in der gezeigten Weise an die Vertikalab- 0A1, während er 0A2 entgegenwirkt. Der Schenkel, in
lenkwicklungen angeschaltet. An Stelle des Ablenk- 5 welchem die Magnetflüsse sich addieren, sättigt sich,
transformators 22 kann auch irgendeine andere Sobald dies der Fall ist, erfolgt eine transformatorische
bekannte Einrichtung zur Bereitstellung des Vertikal- Kopplung von horizontalfrequenten Signalen auf die
ablenkstromes verwendet werden. Der in der einen Steuerwicklung von dem durch den anderen ungesät-Vertikalablenkwicklung
24a fließende vertikalfre- tigten Kernteil mit dem Mittelschenkel gekoppelten quente Strom fließt durch eine Wicklung 30a einer 10 Außenschenkel. Dies ist möglich, da die Kraftlinien-Doppelspule
30, eine Steuerwicklung 42 a und 426 dichte im ungesättigten Kern sich horizontalfrequent
in einem magnetischen Verstärker 40 und die andere ändert.
Wicklung 30 6 der Doppelspule 30 zurück zur anderen Sieht man den Vertikalstrom Iv als relativ konstant
Vertikalablenkwicklung 24 b. im Vergleich zum höherfrequenten Horizontalstrom
Andere Stromwege mit einem Kondensator 26, ei- 1S Ih an, so werden im Zuge der horizontalfrequenten
nem Widerstand 28, einem Kondensator 32, einem Richtungsänderungen von lh die Wicklungen 344 a
Widerstand 33 sowie Widerständen 34 und 36 bilden und 3446 abwechselnd effektiv mit der Steuerwickgegenüber
dem obengenannten Serienimpedanzweg lung 342 gekoppelt, da die Kernschenkel 340 a und
relativ hochohmige Stromwege für die Vertikalfre- 340b sich abwechselnd sättigen, wenn der vertikalfrequenz,
so daß der vertikalfrequente Strom größten- 20 quente Fluß 0V sich zum Fluß 0A1 bzw. zum Fluß 0A2
teils im Serienweg mit der Steuerwicklung 42a und addiert. So vereinigt sich der in der Steuerwicklung
42 b des magnetischen Verstärkers 40 fließt. Die hori- 342 erzeugte Strom Ih mit dem in der Wicklung 342
zontalfrequente Spannung, die durch den Strom von vorhandenen vertikalfrequenten Strom. Wenn der
der Steuerwicklung 42a und 42b an der durch den Vertikalstrom /„ in der Mitte des Vertikalhinlaufs
Widerstand 33 und den Kondensator 32 gebildeten a5 seine Polarität ändert, ändert sich auch die Polarität
Impedanz erzeugt wird, wird auf den abgestimmten des induzierten Stromes, da die Sättigung der Kern-Serienresonanzkreis
mit dem Kondensator 26 und der hälften 340a und 3406 bei einer gegebenen Polarität
Doppelspule 30 mit den Bifilarwicklungen 30a und des horizontalfrequenten Stromes sich umkehrt.
30 6 gekoppelt. Der mit dem Kondensator 26 parallel- In Fig. 4 stellt der Signalverlauf A den in der
geschaltete Regelwiderstand 28 dient zur Einstellung 3<>
Wicklung 342 induzierten horizontalfrequenten der Größe der Spannung am Kondensator 26 und da- Strom, nachstehend mit IA bezeichnet, dar. Der Vertimit
des Betrages der gewünschten oberen und unteren kalablenkstrom bleibt während der einzelnen Hori-Kissenkorrektur.
Die Doppelspule 30 ist mit Einstell- zontalablenkintervalle im wesentlichen konstant. Die
mitteln zum Verändern der Resonanzfrequenz des den Fig. 4a, 4b, 4c und 4d gemeinsame Vertikallinie
Resonanzkreises ausgerüstet. 35 410 stellt den Beginn des Horizontalhinlaufs dar, wo
Äußere Bifilarwicklungen 44a und 44b des ma- der Horizontalnebenschlußstrom Ih sein Maximum in
gnetischen Verstärkers 40 sind über Klemmen X-X einer ersten Richtung hat. Man sieht aus Fig. 3, daß,
parallel an die Horizontalablenkwicklung (nicht ge- wenn Ih die dort gezeigte erste Richtung hat, die
zeigt) angekoppelt und von einem horizontalfrequen- Wicklung 344a mit der Wicklung 342 gekoppelt ist,
ten Nebehschlußstrom (/J durchflossen. Die Wider- 4° da 0„ und 0A2 sich unter Sättigung des Kernteils 3406
stände 34 und 36 sind durch Verbindungen über eine addieren. Wenn Ih während des Hinlaufs gegen null
Klemme 35 und eine Klemme 43 nach den Wicklun- abfällt, fällt T4 während des Hinlauf Intervalls, welches
gen 42a bzw. 42b und den Spulenwicklungen 30a das Zeitintervall Γ zwischen den Linien 410 und 420
bzw. 30b mit den Vertikalablenkwicklungen 24a bzw. in Fig. 4 umfaßt, auf ein Minimum ab. Wenn Ih seine
24b parallel gekoppelt; diese Widerstände dienen als 45 Polarität umkehrt und ansteigt, wird die Wicklung
Dämpfungswiderstände für die Vertikalablenkwick- 3446 mit der Wicklung 342 in Fig. 3 gekoppelt, so
lungen. Die Bifilarwicklungen dienen dazu, die BeIa- daß 0A1 sich jetzt mit zunehmendem Ih unter Sättigung
stung der Teilwicklungen 24a und 246 zu symmetrie- des Kernteils 340a zu 0„ addiert, woraufhin T4 anren.
. steigt, wie im letzten Teil des Hinlaufintervalls T des
Die obere und untere Kissenkorrektur erfolgt auf 5<>
Signalverlaufs A in Fig. 4 dargestellt. Das Intervall folgende Weise. Aus Fig. 3 sieht man, daß die Wick- zwischen den senkrechten Linien 420 und 430 entlungen
344a und 3446 (entsprechend den Wicklun- spricht dem Rücklaufteil (R) der Horizontalabtagen
44a bzw. 446 in Fig. 2) auf dem Magnetverstär- stung. Wenn der Vertikalstrom /v seine Richtung änkerkern
340 so gewickelt sind, daß, wenn in der dert, wird der Signalverlauf A in Fig. 4 umgekehrt.
Steuerwicklung 342 kein Vertikalstrom /v fließt, die 55 Ferner ändert sich die Größe des Vertikalstroms über
Spannungen, die in der Wicklung 342 durch den in ein Intervall von aufeinanderfolgenden Horizontalden
Außenwicklungen 344a und 3446 fließenden zeilen, so daß die Amplitude der Stromspitzen im Si-Strom
induziert werden, sich gegenseitig aufheben gnalverlauf A auf ein Maximum am Anfang und am
oder löschen. Dies ist durch die Richtung der durch Ende des Vertikalhinlaufs ansteigt. Der dargestellte
Ih erzeugten Magnetflüsse 0A1 und 0A2 angedeutet, 6o Signalverlauf wurde während des oberen Teils der
die gegensinnig verlaufen und sich daher im Mittel- Rasterabtastung erhalten. Der resultierende Strom in
schenkel des Magnetverstärkerkernes 340 löschen. der Wicklung 342 in Fig. 3 und in den Wicklungen
Wenn der Steuerwicklung 342 (entsprechend den 42α und 426 in Fig. 2 ist gleich der Summe des Verti-Wicklungen
42a und 426 in Fig. 2) ein Vertikalstrom kalablenkstroms /„ und des Kissenkorrekturstroms IA.
/y zugeführt ist, wird ein Magnetfluß 0V erzeugt, der 65 Wie Fig. 4 a zeigt, hat dieser resultierende Strom nicht
sich in der Größe und Richtung mit der Vertikalab- die richtige Phasenlage für die erforderliche Kissenlenkfrequenz
ändert. Man sieht, daß dieser Fluß im korrektur, so daß er entsprechend modifiziert werden
Außenschenkel 340a des Magnetverstärkerkernes muß.
In Fig. 2 ist der Strom Z4 dem RC-Parallelglied
32, 33 zugeführt, das als Phasenschieber wirkt sowie unerwünschte Hochfrequenzkomponenten der Korrekturspannung
für die obere und untere Kissenverzeichnung wegdämpft. Dieses RC-Glied bildet in
Verbindung mit der Spule 30, dem Kondensator 26 und dem Widerstand 28 eine konstante und nahezu
ohmsche Belastung für in der Steuerwicklung 42a und
42 b induzierte horizontalfrequente Signale. Wenn somit die Amplitude und Phase der Korrekturspannung
für die obere und untere Kissenverzeichnung durch Verstellen des Widerstands 28 und der Spule 30 verändert
werden, bleibt die seitliche Kissenkorrektur weitgehend unverändert. Fig. 4b gibt die Spannung
am Impedanzglied wieder. Betrachtet man die Schnittpunkte der Linie 410 mit den Signalverläufen
4 a und 4fe,so sieht man, daß die Spannungsspitze des
Signalverlaufs Ab der Stromspitze des Signalverlaufs Aa um mehrere Grad nacheilt. Diese Phasenverschiebung
ist in dem Phasendiagramm nach Fig. 5 als Winkel O1 dargestellt. T4 ist als Bezugslinie genommen,
und Q1 hat die einem nacheilenden Phasenwinkel entsprechende
Richtung oder Lage. Die Größen oder Längen der verschiedenen Phasenvektoren in Fig. 5
sind lediglich illustrativ und beziehen sich nicht auf die tatsächlichen Größen oder Beträge der entsprechenden
Spannungen und Ströme. Das zum Winkel 0j gehörige F32 entspricht der Spannung am Kondensator
32 und eilt T4 nach. Θχ kann typischerweise
ungefähr 7 Grad betragen. Diese Phasenverschiebung reicht an sich noch nicht aus, um die erforderliche
Korrekturschwingung zu gewinnen. Die Spannung ist daher dem Serienresonanzkreis mit der Spule 30 und
dem Kondensator 26 in Fig. 2 zugeführt, dessen Resonanzfrequenz annähernd der Horizontalablenkfrequenz
entspricht.
Bei Anliegen der Spannung F32 am Resonanzkreis
fließt in der Spule 30 ein Strom Z30 (Fig. 5). Man sieht
aus Fig. 5, daß Z30 der Spannung F32 um einen Winkel
02 nacheilt, der typischerweise ungefähr 40° beträgt.
Die Spannung, die an dem in Reihe mit den Vertikalablenkwicklungen
24 a und 24 & liegenden Kondensator 26 erscheint, kann bekanntlich größer sein
als die dem Resonanzkreis zugeführte Spannung, wobei man bei Anwendung dieser Koppelmethode eine
größere Kissenkorrekturspannung erhält. Mittels des Widerstandes 28 kann die Größe der Korrekturspannung
für die obere und untere Kissenverzeichnung eingestellt werden. Die veränderlich ausgebildete
Spule 30 ermöglicht eine Abstimmung des Serienresonanzkreises zwecks richtiger Phaseneinstellung oder
Zentrierung der oberen und unteren Kissenkorrektur. Die am Kondensator 26 erscheinende Korrekturspannung
ist durch den Signalverlauf nach Fig. 4c wiedergegeben. Diese Spannung ist sinusförmig und
hat ihren Nulldurchgang ungefähr am Beginn einer Abtastung (Linie 410). Die dem Winkel Θ3 entsprechende
Spannung F26 in Fig. 5 veranschaulicht die Phasenlage dieser Spannung zu den anderen Strömen
und Spannungen in der Anordnung. 03 kann typischerweise
70° betragen. Der durch diese Spannung erzeugte Kissenkorrekturstrom, der den Vertikalablenkwicklungen
24a und 2Ab zugeleitet ist, ist durch den Stromverlauf nach Fig. 4d wiedergegeben. Die
Phasenverschiebung dieses Stromes ist durch 04 in
Fig. 4 und 5 veranschaulicht. Aus Fig. 4d sieht man, daß dieser Strom, mit Ausnahme des Rücklaufintervalls
R, annähernd sinusförmig ist und der Spannung des Signalverlaufs Ac um den Winkel 04, dargestellt
in Fig. 4c und 4d durch das Intervall zwischen den verbindenden gestrichelten Linien, nacheilt. Man
sieht ferner aus Fig. 5, daß bei Zuleitung der Spannung F26 an die Vertikalablenkwicklungen dieser
Strom, bezeichnet mit Iy, erzeugt wird, der um den
Winkel 04 phasenverschoben ist, so daß die erforderliche
Kissenkorrekturschwingung erzeugt wird. Wie erinnerlich geben die Signalverläufe nach Fig. 4
Ströme und Spannungen im oberen Bereich des Rasters im Vertikalabtastintervall wieder und umfassen
nur ein Horizontalabtastintervall. Die übliche Bogenzugform des Signalverlaufs (hier nicht gezeigt) ergibt
sich, wenn man den Signalverlauf Ac über mehrere
1S Vertikalabtastintervalle betrachtet.
Was die seitliche Kissenkorrektur betrifft, so wird,
wie erinnerlich, die Steuerwicklung 342 (Fig. 3) vom allgemein sägezahnförmigen Vertikalablenkstrom
durchflossen. Dieser Strom /v induziert den magnetisehen
Fluß 0v (Fig. 3), der bei zunehmender Vertikalstromamplitude
während der einzelnen Vertikalablenkintervalle die beiden Kernhälften 340a und 340 b zunehmend sättigt. Wenn ly am oberen und am
unteren Ende des Rasters sein Maximum erreicht, nimmt die Gesamtinduktivität der Außenwicklungen
344a und 344b ab, da die Permeabilität der Kernhälften 340 a und 340 b bei zunehmender Sättigung durch
0v sich erniedrigt hat. Der in den Außenwicklungen 344 a und 3446 fließende Horizontalstrom Ih hat einen
gewissen Einfluß auf die Gesamtinduktivität dieser Wicklungen; jedoch ist die Änderung der Ansprechung
auf 0 ν größer und von steuerndem Einfluß. Da der magnetische Verstärker 340 ohne feste Vormagnetisierung
arbeitet und da das Kernmaterial nichtlineare Permeabilitätseigenschaften aufweist, erzeugt
der sägezahnförmige Strom /„ eine annähernd parabolische Änderung der Induktivität der Wicklungen
44a und AAb (Fig. 2). Die Induktivität der Wicklungen 44 a und AAb hat ihr Minimum am oberen und
am unteren Rasterende, wenn Iv sein Maximum hat,
und ihr Maximum in der Rastermitte, wenn /„ null ist. Da diese veränderliche Induktivität mittels der
Klemmen X-X (Fig. 2) parallel zur Horizontalablenkwicklung gekoppelt wird, fließt durch die Wicklungen
44 α und 44 b ein Nebenschlußstrom Ih, der sich
entsprechend der nahezu parabolischen Induktivitätsänderung ändert und sein Maximum am oberen und
am unteren Rand des Abtastrasters und sein Minimum in der Rastermitte hat.
Diese Induktivität, die auf die Horizontalablenkschaltung gekoppelt ist und deren Größe sich nahezu
parabolisch mit Vertikalfrequenz ändert, erzeugt die gewünschte seitliche Kissenkorrektur durch Verändern
der Belastung der Horizontalablenkschaltung.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß sie nicht nur eine bilaterale oder allseitige
Kissenkorrektur ergibt, sondern dies mit einem guten Grad an Unabhängigkeit der Regelung bewirkt. Das
heißt, die durch die Konstruktion des magnetischen Verstärkers 340 festgelegte seitliche Kissenkorrektur
wird bei Verstellung der Regler für die obere und untere Kissenkorrektur (Widerstand 28 und Spule 30
in Fig. 2) nur minimal beeinflußt. Dies wird durch die zusätzliche Anordnung des Widerstands 33 und
des Kondensators 32 erreicht, die dazu beitragen, daß die Impedanzbelastung der Steuerwicklungen 42 a
und A2b (Fig. 2) konstant gehalten wird. Die Spule 30 in Fig. 2 dient nicht als Integrierspule, sondern
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bildet zusammen mit dem Kondensator 26 eine Resonanzkreislast für die Steuerwicklungen 42 a und 42 b.
Fig. 6 veranschaulicht eine zweckmäßige Methode der Anbringung der Schaltungsanordnung nach F i g. 2
am Ablenkjoch eines Fernsehempfängers. Das der Spule 30 in Fig. 2 entsprechende Bauteil 530 in Fig. 6
ist auf einer gedruckten Schaltungsplatte 510 angebracht, auf der auch der magnetische Verstärker 540
und der Widerstand 528 (entsprechend dem magnetischen Verstärker 40 bzw. dem Widerstand 28 in
Fig. 2) angebracht sind. Das Ablenkjoch 500 enthält die Horizontal- und Vertikalablenkwicklungen, und
der Rahmen 550 dient zur Halterung der Schaltungsplatte 510.
Eine praktisch erprobte Ausführungsform der Schaltung nach Fig. 2 war mit wie folgt bemessenen
Komponenten bestückt.
Kondensatoren
Widerstände
Widerstände
Spule
Magnetischer
Verstärker
Wicklungen
Ferritkern
26 0,068 Mikrofarad
32 0,12 Mikrofarad 28 2000 Ohm
33 68 Ohm
34 68 Ohm 36 68 Ohm
30 0,9-2,5 Millihenry
(nominell 1,7 mH)
40
42a, 42b 15V2 Windungen
26 AWG 0,15 Ohm
44a, 44b 90 Windungen
30 AWG 1,35 Ohm RCA 540 Mix
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Kissenverzeichnungskorrekturschaltung für die Ablenkschaltung eines Fernsehempfängers,
der aus einer Horizontal- bzw. Vertikalablenkstromquelle gespeiste Horizontal- bzw. Vertikalablenkspulen
sowie eine sättigbare Reaktanz aufweist, die eine aus der Horizontalablenkstromquelle
gespeiste erste Wicklung und eine über eine Impedanzschaltung in Reihe mit den Vertikalablenkspulen
geschaltete zweite Wicklung hat, wobei die Impedanzschaltung mindestens ein erstes in
Reihe mit den Vertikalablenkspulen und der zweiten Wicklung liegendes Reaktanzelement und
ein zweites parallel zu den Vercikalablenkspulen liegendes Reaktanzelement hat, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwingungsperiode der von dem ersten und zweiten Reaktanzelement (30, 26) ausgeführten Schwingungen etwa gleich der
Horizontalablenkperiode ist.
2. Korrekturschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Reaktanzelement
eine veränderbare Induktivität (30) enthält.
3. Korrekturschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Reaktanzelement
einen Kondensator (26) umfaßt.
4. Korrekturschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die zweite
Wicklung (42) und den übrigen Teil der Impedanzschaltung eine Phasenschieberschaltung (32,
33) gekoppelt ist.
5. Korrekturschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über das zweite Reaktanzelement
(26) ein Widerstand (28) geschaltet ist.
6. Korrekturschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Wicklung auf
der sättigbaren Reaktanz (40) als Außenwicklung (44) und die zweite Wicklung als Steuerwicklung
(42) angeordnet ist.
7. Korrekturschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über die Vertikalablenkstromquelle
(23) ein Widerstand (34, 36) geschaltet ist, von dem ein Anzapfungspunkt (35) mit einer Anzapfung (43) der zweiten Wicklung
(42) verbunden ist.
8. Korrekturschaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenschieberschaltung
die Parallelschaltung eines Widerstandes (33) mit einem Kondensator (32) umfaßt.
9. Korrekturschaltung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwicklungen
(44a, 44b) auf der sättigbaren Reaktanz (40) derart in Reihe geschaltet sind, so daß die von ihnen
auf Grund des sie durchfließenden Stromes erzeugten Flüsse sich im Mittelschenkel der sättigbaren
Reaktanz gegenseitig auszulöschen suchen.
10. Korrekturschaltung nach Anspruch 1, bei welcher die Vertikalablenkspulen mindestens einen
Verbindungspunkt zwischen zwei Einzelspulen aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die
das Reaktanzelement (26) enthaltende Impedanzschaltung an diesen Punkt der Vertikalablenkwicklungen
angeschlossen ist.
11. Korrekturschaltung nach Ansprüche, da-
durch gekennzeichnet, daß die Impedanzschaltung für die Steuerwicklung (42a, 42b) eine relativ
konstante Last darstellt.
Applications Claiming Priority (1)
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