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Versandbeutel mit Innenpolster Für den Versand von empfindlichen
Gütern werden vielfach Beutel oder Taschen mit Innenpolster verwendet. Bekannt ist
ein Doppelwandbeutel mit aus Papierschnitzeln bestehendem Innenpolster, das mit
den beiden Beutelwänden verklebt ist. Derartige Versandtaschen haben ein hohes Eirengewicht,
das die Fracht- oder Versandkosten in unerwünschter Weiss erhöht. So haben z.B.
Versandtaschen in den Abmessungen 22,5 x 15 cm ein Eigengewicht von etwa 50 g und
Taschen der Größe 27 x 1S,5 cm ein Eigengewicht von 100 g.
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Bei Verwendung dieser gefütterten Taschen beim Postversand erhöhen
sich daher die Portogebühren ganz wesentlich. Außerdem ist die Herstellung der Taschen
mit einem erheblichen Aufwand verbunden, weil das fUr die Ausfütterung verwendete
Altpapier herbeigeschafft und zerkleinert werden muß. Diese gefutterten Versandbeutel
werden fUr den offenen Postverisand aiit Metallklammern verschlossen.
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Es ist auch ein Sack oder Beutel aus einer Kunststoffolie bekannt,
deren Außenseite mit warzen- oder noppenförmigen Luftzellen versehen ist. Dieser
Sack oder Beutel ist jedoch nur als innere Umhüllung des Versandgutes geeignet und
muß wegen seiner rauhen Außenseite ftir den Postversand zusätzlich in einen normalen,
glatten Papierbeutel oder eine Versandtasche gesteckt werden, damit eine glatte
Außenseite zur Aufnahme der Anschrift, Frankatur u. dgl. erhalten wird. lin solcher
Versandbeutel hat zwar ein geringeres Eigengewicht als jener mit Innenpolster aus
Papierschnitzeln, jedoch ist wegen des notwendigen Außenbeutels ein größerer Arbeitsaufwand
beim Verpacken erforderlich, weil das Verpackungsgut praktisch zweimal verpackt
werden muß. Für einen rationellen Massen- und Postversand, z.B. von Büchern, Warenproben
u. dgl., ist dieser bekannte Kunststoffsack mit warzenförmigen Luftzellen völlig
ungeeignet.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen mit Innenpolster versehenen
Versandbeutel zu schaffen, der bei geringen Eigengewicht einen rationellen Versand,
insbesondere Postversand, ermöglicht.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Irfindung dadurch gelöst, daß das Innenpolster
des Veraandbeuteis aus Schaumstoff von welliger Struktur besteht. Sin solcher Schaumstoff
ist
äußerst leicht und hat luftgefüllte Hohlräume. Vorzugsweise
bestehen die Bsutelwände aus weichen Schaumstoffolien mit eschlossener Außenhaut,
welche die Innenwandung des Beutels oildet und dadurch ein leichtes Einfüllen des
Versandgutes ermöglicht. Die Außenseite der Beutelwände kann ebenfalls aus eine
geschlossenen Außenhaut der Schaumstoffolle bestehen, so daß sich eine Kaschierung
dieser Schaumstofffolien mit Papier od. dgl. erUbrigt. Damit die Außenhaut der Schaumstoffolie
mit gut haftenden, abriebfesten Drucken versehen oder mit Briefmarken u. dgl. beklebt
werden kann, empfiehlt es sich, in die Schaumstoffolien Farbpigmente oder andere
Substanzen einzumischenx ;Nan kann auch die Oberfläche für Beschriftung und Frankatur,
. mittels Naßklebung, entsprechend behandeln.
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Das Schaumstof£polster kann auch an der Innenseite eines aui festem
Papier od. dgl. bestehenden Beutels angebracht werden, z.B. durch Kaschieren, Schweißen,
Kleben oder auch durch Aufschäumen. -Damit der Versand mit Hilfe dieser Beutel oder
Taschen mit Schaumstoffinnenpolster weiter rationalisiert wird, kann der gefUllte
Beutel mit einem Ädhäsionsverschluß versehen sein, der jegliche Metallklammern od.
dgl. erspart und eine postalische UDerprUfung ermöglicht. Bin solcher AdhEsionsterschluB
besteht
zweckmäßig aus Kunstharzleim von größerer Adhäsionskraft als aeine Kohäsionskraft.
Der Verschluß kann auch durch Kunststoffleisten nach dem Prinzip von Nut und Feder
gebildet werden, damit die postalische Uberprüfung des Inhalts möglich ist und der
Charakter einer offenen Postsendung gewahrt wird.
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Es kann auch ein selbstklebender Laschenverschluß gemäß Patent 1 268
386 Anwendung finden.
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Der Schaumstoff kann beispielsweise aus Latex-Schaumgummi oder auch
aus einem vollsynthetischen Werkstoff, z.B. auf Polyurethanbasis bestehen Die Erfindung
soll im einzelnen anhand der Zeichnung erläutert werden, in der ein Ausführungsbeispiel
des Srfindungsgewstandes veranschaulicht ist. Es zeigen: Fig. 1 die Ansicht eines
als Flachbeutel ausgebildeten Versandbeutele mit Schaumstoffinnenpoluter, Fig. 2
einen teilweisen Schnitt in größerem MaX-stab und Fig. 3 die An8icht eine Versandbeutels
mit Adhästionsverschluß.
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Der Versandbeutel, insbesondere fUr den Postvorsand, oesteht gemäß
Fig. 1 aus einer einlagigen Hülle 1, an deren Innenseite ein Polster 2 aus Schaumstoff
angebracht ist. Der das Innenpolster 2 bildende Schaumstoff hat geschlossene luftgefüllte
Zellen und eine geschlossene Außenhaut 3, die eine glatte Innenwandung des Beutels
bildet, so daß dieser leicht mit dem Versandgut gefüllt werden kann. Der Schaumstoff
ist weichelastisch und hat wegen seiner luftgefüllten Zellen ein überaus geringes
Gewicht und ergibt eine hohe Druckfestigkeit der Beutelwandung.
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Das Schaumstoffinnenpolster 2 kann mit der z.B. aus Zellulosepapier
od. dgl. bestehenden &ußenhUlle 1 verklebt, verschweißt oder in anderer Weise
mechanisch fest verbunden sein. Auf dies Außenhülle 1 kann eine Beschriftung oder
der für den Versand erforderliche Aufdruck sowie die Frankatur in üblicher Weise
angebracht werden.
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kann die Außenhülle 1 auch aus einer Außenhaut einer Schaumstoffolie
bestehen, so daB sich eine besondere Verbindung zwischen Schaumstoffinnenpolster
und Außenhülle ertibrigt. Das Schaumstoffpolster 2 bildet dann mit seiner Innenwandung
3 und der Außenhülle 1 eine einteilige Schaumstoffolle, die durch Einmischung von
Farbpigmenten oder anderen ßubstansen oder auch durch besondere Schandlung gut haftende
und ab 3b-, feste Drucke sowie die Anbringung der Frankatur u. dgl. ermög.
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licht.
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Damit im Interesse weiterer Gewichtsersparnis zum Verschluß des Beutels
keine Metallklammern u. dgl. benötigt werden, kann der Versandbeutel gemäß Fig.
3 an einer Bodenklappe 4 mit einem Streifen 5 aus Kunstharzleim von größerer Adhäsionskraft
als seine Kohäsionskraft beschichtet sein, wodurch sich ein wiederholt zu öffnender
Adhäsionsverschluß ergibt, der auch die postalische INachprUfung des Beutelinhalts
ermöglicht. Dieser Streifen 5 überträgt auf der zugeordneten Rückseite der Außenhülle
1 einen Klebfilm 6, der die notwendige Adhäsion des Verschlusses der Bodenklappe
4 gewährleistet.
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Zweckmäßig weist die Bodenklappe 4 an der den Kunstharzleimstreifen
5 aufnehmenden Innenseite kein Schaumstoffpolster 2 auf, um einen sicheren Verschluß
des gefüllten Beutels zu ermöglichen.
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Die Form des Versandbeutels oder der Versandtasche kann beliebig sein,
so kann der Beutel statt einer Bodenklappe 4 auch eine verschließbare Seitenklappe
enthalten oder auch als Faltonbeutel ausgebildet sein. Die Zinfüllöffnung des Versandbeutels
kann statt durch die Bodenklappe 4 auch durch eine Seitenklappe verschlossen sein.
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- Patentaniprüche -