DE2041062B2 - Vorrichtung zur Bewegungsübertragung - Google Patents
Vorrichtung zur BewegungsübertragungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bewegungsübertragung gemäß dem Gattungsbegriff des
Patentanspruches 1.
Bei einer derartigen Vorrichtung (DE-PS 6 84 356) ist eine freischwimmende Membran vorgesehen, an deren
beiden Seiten Hebel befestigt sind. Einer der Hebel dient zur manuellen Betätigung und der an der
entgegengesetzten Seite befindliche Hebel ist als Betätigungsorgan für einen Schalter vorgesehen. Bei
einem zwischen den beiden Seiten der Membran bestehenden Druckunterschied unterliegt die Membran
einer gewissen Verformung, d. h„ sie »schwimmt« frei innerhalb des mit ihrem Außenumfang verbundenen
Gehäuseteils. Infolge dieser schwimmenden Lagerung der Membran werden unerwünschte Bewegungen des
zur Schalterbetätigung dienenden Hebels ausgelöst. Bei feinfühlig zu betätigenden Schaltern kann es infolge von
Druckschwankungen zwischen den beiden Membranseiten zu unerwünschten Schalterbetätigungen kommen, wenn die Membran ohne Führung diesen
Druckschwankungen folgt. Gleichzeitig ist es schwierig, die zur Betätigung des Schalters dienende, gegebenen-
(o falls manuell aufzubringende Kraft genau zu bestimmen, wenn die jeweilige druckabhängige Position der
Membran nicht festgelegt ist, d. h. die aufzubringenden Schaltkräfte können unterschiedlich sein.
is darin, eine zur Bewegungsübertragung dienende Vorrichtung der in Rede stehenden Art so auszubilden, daß
die zur Schalterbetätigung dienenden Bewegungen störungsfrei übertragen werden können. Insbesondere
soll die Membran die zur Schalterbetätigung aufge
brachten Drehbewegungen aufnehmen und übertragen
und gleichzeitig unbeeinflußt bleiben von während der Schalterbetätigung auftretenden Druckbeeinfiussungen,
derart, daß die Feinfu.'igkeit der Schalterbetätigung
durchgehend gewährleistet bleibt.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale nach dem Kennzeichnungsteil des Patentanspruches 1.
Das mit dem Arm verbundene und dessen Drehbewegung übertragende Element ist in vorteilhafter Weise
um eine Achse in der Ebene der Membran drehbar,
μ wobei diese Ebene durch die aus Zapfen und Lagerteilen
gebildete Zapfenanordnung vorgegeben ist. Es kann infolgedessen nicht zu unerwünschten bzw. unbeabsichtigten Betätigungen des Schalters, hervorgerufen durch
druckbedingte Beeinflussungen, kommen.
Das zur Betätigung des Schalters dienende, die Drehbewegung der Membran übertragende Teil kann
entweder durch den Arm eines zweiten, identischen Elements an der entgegegesetzten Seite der Membran
gebildet sein. In jedem Fall ist hierbei sichergestellt, daß
■40 sich die Membran in einer Eben,, dreht, welche auch bei
Druckbeeinflussungen an der Membran fixiert bleibt, also keine Gesamtbewegung der Membran zuläßt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in weiteren Patentansprüchen aufgeführt.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Ausführungsbetspielen unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung erläutert
Fig. 1 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht
eines in einem Gehäuses angeordneten Schalters,
welcher mit Hilfe der Vorrichtung zur Bewegungsübertragung betätigbar ist;
Fig. 2 ist eine Explosivdarstcllung der die Zapfen
enthaltenden Platte und des mit einem Arm verbundenen Elements, an welchem mit den Zapfen zusammen-
wirkende Lagerteile ausgebildet sind;
Fig. 3 ist eine vergrößerte Teilschnittansicht der in
Fig. I dargestellten Vorrichtung zur Bewegungsübertragung;
F i g. 4 ist eine Schnittansicht von Linie 4-4 in F i g. 3:
Fig. 5 ist eine Teilschnittansicht von Linie 5-5 in Fig. 4; und
F i g. 6 ist eine der F i g. 3 vergleichbare Teilschnittansicht einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung
zur Bewegungsübertragung.
Wie bei dem in F ι g. I wiedergegebenen Ausführungsbeispiel gezeigt ist, ist ein Schalter 10 an einem
Ende eines Gehäuses 12 angeordnet. Der Schalter 10 befindet sich in einer druckdicht abgeschlossenen
Kammer 14 mit einer Zwischenwand 16 nachfolgend beschriebener Konstruktion. Die Vorrichtung zur
Bewegungsübertragung arbeitet im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 mit zwei Armen 18 und 20, die zur
Betätigung des Druckknopfes des Schalters 10 dienen. Ein auf dem oberen Arm 18 aufliegendes Teil 22 dient
dazu, durch geeignete Mittel im oberen Ende des Gehäuses 12 betätigt zu werden. Im Bedarfsfall kann
natürlich ein manuell betätigbarer Schalter gebildet werden, indem man auf das Teil 22 und auf das obere
Ende des Gehäuses 12 verzichtet.
Bei der aus den Fig.2 bis 5 ersichtlichen Ausführungsform
der Vorrichtung zur Bewegungsübertragung weist die Zwischenwand 16 zwei starre Platten 30 auf,
zwischen welchen eine dünne, nachgiebige Membran 32 eingeklemmt ist. Die Platten 30 und die Membran 32
besitzen gleichen Durchmesser und sind an ihrem Außenumfang beispielsweise durch Schweißung miteinander
verbunden. In jeder der Platten 30 befindet sich eine kreisförmige öffnung .34. Die Platten sind so
aneinander befestig, daß ihre Öffnungen 34 fluchten.
Wie F i g. 2 veranschaulicht, weist jede Platte 30 in
ihrer öffnung 34 zwei einander diametral gegenüberliegende Zapfen 36 auf. Die Zapfen 36 sind ir.it einander
gegenüberliegenden flachen Seiten versehen, die an den jeweils entgegengesetzten Flächen der Membran 32
anliegen. Wie aus Fig.5 zu ersehen ist, besitzen die
Zapfen 36 ferner den Krümmungsradius eines Kreises, dessen Durchmesser gleich der gesamten Dicke der
Platten 30 und der Membran 32 ist. jo
Die Zapfen 36 der Platten 30 wirken in Form einer Zapfenanordnung für Elemente 40, von denen die Arme
18 und 20 auskragen. Das Element 40 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel in Form einer Scheibe
gezeigt, welche einander diametral gegenüberliegen- J5
de, aus der Ebene der Scheibe hervorstehende Lagerteile 42 aufweist. Diese Lagerteile liegen gleitend
auf den Zapfen 36 auf. Mit den auf diese Weise ausgebildeten Teilen ruht das Element 40 auf der jeweils
zugeordneten Fläche der Membran 32, wenn die Lagerteile 42 die Zapfen 36 umfassen.
Wenn der Außenumfang der Platten 30 und der Membran 32 an der Innenfläche des Gehäuses 12
angeschweißt sind, um dadurch die Zwischenwand 16 der druckdicht abgeschlossenen Kammer 14 zu bilden,
wie vorstehend beschrieben ist. bewirkt der normalerweise höhere Druck oberhalb der Kammer 14 eine
Einwärtsbewegung von Teilen der Membran 32. Da das obere Element 40 an der Membran angeschweißt ist und
auf den Zapfen 36 sitzt, kann keine derartige w Einwärtsbewegung der Membran stattfinden, welche
eine Betätigung des Druckknopfes des Schalters 10 durch den Arm 20 hervorrufen könnte. Ferner ist das
Element 40 so ausgebildet, daß es im Hinblick auf eine Linie durch die Zapfen 36 symmetrisch ist, derart, daß
das Element 40 keine Bewegung ausführen kann, ohne eine Kraft auf seinen Arm 18 auszuüben.
Wenn eine Kraft auf das End? des Arms 18 ausgeübt wird, wird das Element 40 auf den Zapfen 36 gemäß
Fig. 3 im Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei die freien Teile der Membran, d. h. diejenigen Teile, die aufgrund
des Druckunterschiedes nach innen ausgebeult werden, die dem Element 40 verliehene Bewegung aufnehmen.
Die Teile sind vorzugsweise so eingestellt, daß der Druckknopf des Schalters 10 innerhalb des Bewegungsbereiches betätigbar ist, innerhalb welchem die Membran
wirksam werden kann, bevor sie straff gespannt wird.
Bei der in F i g. 6 gezeigten Ausiührungsform gemäß der Erfindung sind das untere Element 40 und der Arm
20 durch einen mit einem Kopf versehenen Stift 46 ersetzt. Der Kopf des Stiftes 46 ist ·,. ;i der unteren Fläche
der Membran 32 angeschweißt, wob'·! der Schaft des Stiftes am Druckknopf des Schalters 10 anliegt. Wenn
auf den Arm 18 eine Kraft ausgeübt wird, findet die gleiche Schwenkbewegung des Elements 40 statt, wie
sie vorstehend für die Ausführungsform gemäß den F i g. 1 bis 5 beschrieben wurde. Die dem Stift 46
verliehene entsprechende Bewegung bewirkt die Betätigung des Schalters 10.
Es ist ersichtlich, daß die Vorrichtung zur Bewegungsübertragung
in einer Vielzahl von Abwandlungen verwirklicht werden kann.
Während die Arme 18, 20 vorzugsweise vom Außenumfang der Elemente 40 ausgehen, können sie
auch ohne weiteres an den Außenflächen der Elemente befestigt oder an deren Mitte angeschweißt sein.
Fernerhin braucht das Element 40 nicht mit Armen 18, 20 ausgebildet zu sein, sondern es kann mit Stiften
versehen werden, die senkrecht davon aubgehcn, so wie der in Fig.6 gezeigten Stift 46. Anstelle der
dargestellten, die Zapfen 36 und die Lagerteile 42 u..!fassenden Zapfenanordnung können auch andere
Lagerungen benutzt werden, so können beispielsweise auf den Zapfen Kugellager angebracht sein, die
halbzylindrische innere und äußere Kugellagerlaufringe aufweisen. Es können auch ein Draht oder mehrere
Drähte vorgesehen sein, von denen je ein Ende an der zugeordneten Platte 30 befestigt ist, während die freien
Enden zwischen den Zapfen und den Lagerteilen 42 der Elemente angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Bewegungsübertragung, mit einer Platte, welche eine ein Element aufnehmende
Öffnung aufweist, wobei eine Membran die Öffnung überspannt und das Element an der Membran
befestigt ist, mit einem entgegengesetzt bezüglich des Elementes an der Membran angebrachten und
mit dem Element bewegbaren Teil, mit einem am Element befestigten und dessen Drehbewegung
verursachenden Arm, wobei die Bewegung über die Membran auf das Teil übertragen wird, dadurch
gekennzeichnet, daß sich in die Öffnung (34) eine an der Platte (30) befestigte Zapfenanordnung
erstreckt und das Element (40) auf der Zapfenanordnung drehbar gelagert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zapfenanordnung aus diametral
gegenüberliegenden, in die Öffnung (34) sich erstreckenden Zapfen (36) der Platten (30) und aus
die Zapfen aufnehmenden Lagerteilen (42) des Elements (40) besieht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zapfen (36) halbzylindrisch
gebildet sind mit ihren ebenen Flächen in einer Ebene mit der Plattenebene verlaufen.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
zweite Platte (30) an der entgegengesetzten Seite der Membran (32) vorgesehen ist, derart, daß die
Membran zwischen den Platten eingeklemmt ist, und daß die <'veite Platte gleichfalls eine Öffnung (34)
besitzt, welche mit der Öffnung der ersten Platte fluchtet und zur Aufnahme eines zweiten Elements
dient, das mit dem öewepbaren Teil (Arm 20)
verbunden ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, zur Betätigung eines einen Druckknopf
aufweisenden Schalters, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (20) des zweiten Elements (40) am
Druckknopf des Schalters (10) anliegt.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (40) scheibenförmig ist, und daß sich der Arm
(18; 20) vom Umfang des Elements (40) entlang einer Linie erstreckt, welche im wesentlichen rechtwinklig
zur Achse der Drehbewegung des Elements verläuft.
7. Vorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Zapfen (36) und
den die Zapfen aufnehmenden Lagertcilen (42) Wälzelemente angeordnet sind.
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Legal Events
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