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Filmtransportmechanismus für photographische Kameras Die Erfindung
bezieht sich auf einen Filmtransportmechanismus für eine Kamera mit Sicherheitsvorrichtung
gegen Doppelbelichtung und mit automatischer Sperrvorrichtung für Transporthebel
bzw. Auslöseknopf.
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Im allgemeinen hat ein in einer Patrone befindlicher Rollfilm ein
aus ihr herausragendes Führungsende, so daß der Films, wenn er in die Kamera eingelegt
wird, auf die Aufwickelspule aufgewickelt werden kann.Um zu photographieren, wird
zunächst das Führungsende auf die Spule aufgewickelt, dann wird der Rückendeckel
der Kamera geschlossen und anschließend muß der Film noch um einige Bildlängen weitergedreht
werden, um den unbelichteten Teil des Films in die für eine Aufnahme richtige Lage
zu bringen. Wenn die Kamera mit einer Sicherheitsvorrichtung gegen Doppelbelichtung
und einer automatischen Blockiervorrichtung für den Filmtransport ausgerüstet ist,
kann bei den bekannten Kameras der Film nicht weitergedreht werden, ohne daß jedesmal
der Verschluß ausgelöst wird, wenn der Film um eine Bildlänge aufgespult ist. Es
muß daher dieser Vorgang mehrere Male wiederholt werden. Die Zahl der Bilder,
die
dabei verschwendet werden dessen, ändert sich von Person zu Person, und es wird
ein Punkt erreicht, wo eine erhebliche Zahl von Belichtungen nur als Verschwendung
des Films gemacht werden und so die Zahl der Bilder für die eigentlichen Aufnahmen
vermindert wird. Bei Kameras mit eingebautem Belichtungsmesser ('electric eye cameras")
kommt noch eine weitere Schwierigkeit hinzu, da diese Kameras mit einer Sicherheitsvorrichtung
ausgerüstet sind, die den Auslöseknopf gesperrt hält, wenn die Kamera nicht nach
dem photoelektrischen System betätigt wird. Um Leeraufnahmen machen zu können, muß
deshalb die Kamera von automatischer Betätigung auf manuelle Betätigung umgeschaltet
werden. Wenn dann die Bedienungsperson vergessen sollte, die Kamera von manueller
auf automatische Betätigung zurückzustellen, nachdem sie einige Leeraufnahmen gemacht
hat, um den unbelichteten Teil des Films in die für eine Aufnahme richtige Lage
zu bringen, arbeitete das photoelektrische System nicht und der ganze Film würde
verschwendet.
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Außerdem ist es bei bekannten Kameras schwierig, den Film richtig
einzulegen, und, selbst wenn das Führungsende des Films auf die Spule aufgewickelt
wird, kann es vorkommen, daß sich das Führungsende von der Spule beim Schließen
der Kamera löst, mit dem Ergebnis, daß nicht selten der Film nicht aufgewickelt
werden kann oder dasselbe Bild mehreren Belichtungen ausgesetzt wird, da der Film
nicht weitergedreht wird. Hinzu kommt, daß dieser Mißstand nicht von
außen
feststellbar ist und erst bemerkt wird, wenn der Film entwickelt wird, da trotz
der Störung Verschlußauslöser und Aufwickelmechanismus normal betätigt werden können.
Da herkömmliche Kameras nicht mit einer Vorrichtung versehen sind, die anzeigt,
ob der Filmtransport normal funktioniert oder nicht, ist die Bedienungsperson möglicherweise
während des Photographierens beunruhigt über den eventuellen Ausfall des Filmtransports.
Deshalb wird im allgemeinen versucht, den Film transport durch Beobachtung einer
an der Kamera angebrachten Zählscheibe oder über einen Pückspulknopf oder einen
Transportllebel zu kontrollieren. Diese Methode ist aber keinesfalls vollkommen
und zuverlässig.
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Außer der Vermeidung der genannten Nachteile hat es sich der Erfinder
zur Aufgabe gesetzt, noch weitere Schwierigkeiten auszuräumen. Die Kamera soll auch
denn normal betätigt werden können, wenn kein Film eingelegt ist. Zum Beispiel,
um den Mechanismus der Kamera einem Kunden im Photogeschäft zu erklären, kann es
erwünscht sein, den Verschluß auszulösen, während der Rückendeckel der Kamera geöffnet
ist, so daß man den Kunden den Auslösevorgang beobachten lassen kann. Auch während
der Herstellung muß der Auslösevorgang kontrolliert werden, oder es ergibt sich
die Notwendigkeit, die Genauigkeit des Auslösevorgangs, die Genauigkeit der Linse
usw. zu dessen. Diese Maßnahmen müssen ausgeführt werden, wenn kein Film in die
Kamera eingelegt
ist. Wenn die Feststellvorrichtung für den Auslöseknopf
so ausgelegt ist, daß der Verschluß nicht ausgelöst werden kann, ohne daß ein Film
eingelegt ist, ist es unmöglich, während der aufgeführten Gelegenheiten die Funktion
der Kamera zu kontrollieren, zu messen oder zu beobachten.
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Zur Lösung der gestellten Aufgaben wird erfindungsgemaß einmal ein
mit einem Tastabschnitt ausgerüsteter Tasthebel vorgeschlagen, der mit einer an
der Aufwickelspule vorgesehenen Ringnut in Eingriff kommt. Die Ringnut befindet
sich in dem Bereich, in welchem die stufenförmige Kante des Films in Berührung mit
der Spule kommt, so daß der Aufwickelvorgang des Films festgestellt wird. Außerdem
ist eine mit dem den Aufwickelvorgang feststellenden Tasthebel zusammenwirkende
Ermittlungsvorrichtung vorgesehen, welche die Funktion eines Blockierhebels für
den Jlilmtransport und eines Feststellhebels für den Auslöseknopf nur zuläßt, wenn
der Film auf die Spule aufgewickelt wurde,und die Funktion des Blockierhebels und
des Feststellhebels verhindert, d. h.
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den Auslöseknopf gesperrt und den Blockierhebel außer Eingriff mit
dem Sperrteil der den Filtransport bewirkenden Welle hält, wenn der Film nicht auf
die Spule aufgewickelt wurde.
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Die Ermittlungsvorriclltung besteht aus einer in Abllsingigkeit von
der Bewegung des Tasthebels verdrehbaren Kurvenscheibe
und einem
mit dieser funktionsmäßig in Verbindung stehenden Ermittlungshebel. Dieser läßt
die Betätigung des Feststellhebels für den Auslöseknopf und des Blockierhebels für
den Film transport nur zu, wenn die Kurvenscheibe über die Bewegung des Tasthebels
den Aufwickelvorgang des Film festgestellt hat. Er hält den Auslöseknopf gesperrt
bzw. den Blockierhebel außer Eingriff mit der Abstufung einer auf der Welle befestigten
Platte, wenn der Film nicht auf die Spule aufgewickelt wurde.
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Die Ermittlungsvorrichtung stellt die Bewegung des Tasthebels und
der Zählscheibe eines Bildzählers fest und läßt die Betätigung des Blockierhebels
für den Filmtransport sowie des Feststellhebels für den Auslöseknopf nur zu, wenn
der Film bis auf ein vorbestimmtes Naß auf die Spule aufgewickelt wurde. Sie verhindert
die Betätigung des Blockierhebels und des Feststellhebels, d. h. hält den Auslöseknopf
gesperrt und den Blockierhebel außer Eingriff mit der Abstufung einer auf der Welle
befestigten Platte, wenn der Film nicht bis auf ein vorbestimmtes Maß auf die Spule
aufgewickelt ist.
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Diese Ermittlungsvorrichtung besteht aus einer ersten, in Abhängigkeit
von der Bewegung des Tasthebels verdrehbaren Kurvenscheibe, einer zweiten, gemeinsam
mit der Zählscheibe verdrehbaren Kurvenscheibe und einem in seiner Funktion von
der
Stellung der beiden Kurvenscheiben abhtjngigen Errnittlungshebel. Dieser ist sqEngeordnet,
daß er eine Betätigung des Blockierhebels für den Filmtransport und des Feststellhebels
für den Auslöseknopf nur zuläßt, wenn die beiden Kurvenscheiben anzeigen, daß der
Film bis auf ein vorbestimmtes a auf die Spule aufgewickelt ist. Er verhindert die
Betätigung des Feststellhebels und des Blockierhebels, d. h. hält den Auslöseknopf
gesperrt und den Blockierhebel außer Eingriff mit der Abstufung einer auf der Welle
befestigten Platte, wenn der Film nicht bis auf ein vorbestimmtes Naß auf die Spule
aufgewickelt ist.
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Außerdem ist eine Abtastvorrichtung vorgesehen, die feststellt, ob
eine Filmpatrone in die Kamera eingelegt ist und die Ermittlungsvorrichtung und
den Bildzähler betätigt, um den Aufwickelvorgang des Films und die Auslösung des
Verschlusses zu ermöglichen, wenn kein Film in die Kamera eingelegt ist. Die Abtastvorrichtung
ist dabei so angeordnet, daß ihre Verbindung mit der Ermittlungsvorrichtung dem
Bildzähler aufgehoben ist, wenn eine Filmpatrone in die Kamera eingelegt ist.
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Die Abtastvorrichtung für die Filmpatrone besteht aus einem an dieser
anliegenden Ermittlungshebel, einem Gelenkhebel und einem Betätigungshebel für die
Kurvenscheibe. Der erstgenannte Hebel ragt in den für die Filmpatrone vorgesehenen
Bereich
der Kamera und stellt so fest, ob eine Filmpatrone eingelegt ist oder nicht. Der
Gelenkhebel ist so angeordnet, daß er die Bewegung des ersten Hebels auf den Betätigungshebel
überträgt und diesen so, wenn kein Film in die Kamera eingelegt ist, in derselben
Stellung wie bei gesclllossenem Kamerarückendeckel halt. Die Stellung des Betätigungshebels
Jiängt davon ab, ob der Rückendeckel der Kamera geöffnet oder geschlossen ist, und
er betätigt einerseits Mittel, die ein Rückwärtsdrehen des Bild zählers verhindern,
und andererseits Mittel, die denselben antreiben. Er überträgt die Bewegung des
die Filmpatrone abtastenden Ermittlungshebels auf eine der Kurvenscheiben, so daß
diese in der Stellung gehalten wird, in der sie die Betätigung des Feststellhebels
für den Auslöseknopf und des Blockierhebels für den Filmtransport zuläßt, während
kein Film in die Kamera eingelegt ist.
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Der auf die Kurvenscheibe wirkende Betätigungshebel ist so angeordnet,
daß er beide Kurvenscheiben in der Stellung hält, in der sie die Betätigung des
Feststellhebels für den Auslöseknopf und des Blockierhebels für den Filtransport
zulassen, während kein Film in die Kamera eingelegt ist.
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Mit dem Tasthebel ist ein Anzeigehebel gekoppelt, dessen Zeiger durch
ein Fenster im Kameragehäuse beobachtbar ist.
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Die Vorteile der vorliegenden Erfindung werden erzielt mittels einer
außerordentlich geringen Anzahl zusätzlicher Betätigungs.
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glieder in einem herkömmlichen Filmaufwickelmechanismus.
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In einfacher Weise wird so ein genaues und fehlerfreies Bedienen und
Arbeiten der Kamera erreicht.
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Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
Darin ist die Erfindung anhand der anhängenden Zeichnung näher erläutert, wobei
nur die für die Erfindung wesentlichen Teile dargestellt sind und verschiedene bekannte
Bauteile weggelassen wurden, um die Zeichnung übersichtlich zu halten.
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Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht die Anordnung der Betätigungsglieder
in einer erfindungsgemäßen Ausführung, wenn eine Filmpatrone eingelegt und der Rückendeckel
der Kamera geöffnet ist.
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Fig. 2 zeigt in logischer Folge zu Fig. 1 in einer perspektivischen
Ansicht die Anordnung der Betätigungsglieder, wenn eine Filmpatrone eingelegt und
der Rückendeckel der Kamera geschlossen ist.
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Fig. 3 zeigt in logischer Folge zu Fig. 1 in einer perspektivischen
Ansicht die Anordnung der Betatigungsglieder, nachdem der Film in eine zu Aufnahmen
bereite Stellung aufgespult worden ist.
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Fig. 4 zeigt in einer der Fig. 1 ähnlichen perspektivischen Ansicht
die Anordnung der Betätigungsglieder, wenn keine Filmpatrone in die Kamera eingelegt
ist.
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Fig. 5 zeigt in einer der Fig. 4 entsprechenden perspektivischen Ansicht
die Anordnung der Betätigungsglieder, wenn im Zustand gemäß Fig. 4 der Filmtransporthebel
betätigt ist, so daß der Auslöseknopf niedergedrückt werden kann.
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Fig. 6 zeigt in einer perspektivischen Ansicht die Anordnung der Betätigungsglieder
einer anderen Ausführungsform der Erfindung, wenn keine Filmpatrone eingelegt ist.
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Mit 1 ist ein Film und mit 2 eine Aufnahmespule bezeichnet, die mit
Hilfe eines funktionsmäßig angepaßten, an sich bekannten Mechanismus um die Welle
3 gedreht werden kann. Das Führungsende la des in die Kamera eingelegten Films 1
wird zuerst in den Schlitz 2a der Aufnahmespule 2 eingeführt; die Perforation 1b
des Films 1 wird in Eingriff gebracht mit der vom Schlitz 2a vorspringenden Nase
2b; dann wird der in der Zeichnung nicht dargestellte Rückendeckel der Kamera geschlossen.
In die Aufnahmespule 2 ist an geeigneter Stelle, wo die stufenförmige Kante 1c am
Ubergang des Führungsendes 1a in den Film 1 in Anlage an die Aufnahmespule 2 gebracht
wird, eine Ringnut 2c eingearbeitet. Zur Abtastung des Aufwickelvorgangs
ist
am unteren Ende eines parallel zur zelle 3 verlaufenden, drehbaren Stabes 4 ein
Tasthebel 5 befestigt.
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Sein vom Befestigungspunkt entferntes Ende ist halbkreisförmig abgebogen
und bildet so den Tastabschnitt 5a, der durch eine Feder 6 in federndem Berührungskontakt
mit dem Boden der Ringnut 2c gehalten wird. Der drehbare Stab 4 weist einen an seinem
oberen Ende befestigten Anzeigehebel 7 auf, dessen Zeiger 7a so angebracht ist,
daß er durch ein Fenster 8 im Kameragehäuse beobachtet werden kann.
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Wenn der Transporthebel 9, der am oberen Ende der Welle 3 angeordnet
ist, wie in der Zeichnung dargestellt, entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht wird,
wird die Spule 2 zusammen mit der Welle 3 in derselben Richtung verdreht und der
Film 1 aufgewickelt. Wenn das Führungsende la des Films 1 aufgespult ist und auch
die Kante 1c weiter aufgewickelt wird, so wird der Tastabschnitt 5a des Tasthebels
5, der sich in der Ringnut 2c der Spule 2 befindet, durch die Kante 1c gegen die
Kraft der Feder 6 aus der Ringnut 2c herausgedrückt. Dabei wird der drehbare Stab
4 im Uhrzeigersinn verdreht, und der Zeiger 7a des Anzeigehebels 7 bewegt sich nach
links gemäß Zeichnung. Wird der Film weiter auf die Spule 2 aufgewickelt, so daß
sich der Gesamtdurchmesser vergrößert, vergrößert sich auch das Ausmaß der Verdrehung
des Stabs 4 des Abtastmechanismus, wobei der Anzeigehebel 7 folgt und sich
auch
der Zeiger 7a immer mehr verschiebt, so daß angezeigt wird, wie der ganze Film 1
nach und nach auf die Spule aufgewickelt wird. Es ist klar zu erkennen, daß, bohne
daß der Film 1 tatsächlich aufgespult wird, keine Bewegung des Zeigers 7a stattfindet.
Die Anzeigevorrichtung ermöglicht es der betätigenden Person, sich von augen, d.
h. ohne die Kamera zu öffnen, zu vergewissern, daß die Aufspulung des Films 1 ordentlich
stattfindet.
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Der Stab 4 des Anzeigemechanismus ist außerdem mit einem Betätigungsarm
10 versehen, dessen Betätigungsende in federnder Berüilrung mit dem Arm 12a einer
ersten Kurvenscheibe 12 gehalten ist. Für einen Filmtransport ohne Auslösung des
Verschlusses ist die gemäß Zeichnung im Uhrzeigersinn vorgespannte Kurvenscheibe
12 so für eine Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn im funktiongsmäßigen Zusammenhang
mit der Bewegung des Stabs 4 im Uhrzeigersinn ausgelegt.
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Diese erste Kurvenscheibe 12 hat einen aus ihrer Umfangsfläche vorspringenden
Fortsatz 12b, der in gleitender Berührung mit einem Ermittlungsstift 14a steht,
der in den einen Arm des um die Drehachse 13 drehbaren Ermittlungshebels 14 eingesetzt
ist. Wenn während der Aufwickelung des Films der Tastabschnitt 5a des Tasthebels
5 aus der Ringnut 2c herausgedrückt wird, wird durch eine Drehung der Kurvenscheibe
12 deren Fortsatz 12b von der Anlagefläche des Ermittlungsstifts 14a zurückgezogen,
der
sich in sich bei einer Verdrehung des Ermittlungshebels 14 dreht; der Ermittlungshebel
14 hat nun die Möglichkeit, sich entgegen dem Uhrzeigersinn zu verdrehen. Solange
jedoch der Film nicht bis auf ein vorbestimmtes Maß aufgewickelt ist, wird der Ermittlungsstift
14a in gleitendem Kontakt gehalten mit einem Fortsatz 17a, der am Umfang einer zweiten
Kurvenscheibe 17 angearbeitet ist. Um einen Filmtransport ohne Auslösung des Verschlusses
zu ermöglichen, ist diese zweite Kurvenscheibe 17 fest mit der zylindrischen Welle
16 einer Zählscheibe verbunden, die koaxial zur Welle 3 angeordnet ist. Die Anordnung
ist so getroffen, daß, wenn der in die Kamera eingelegte Film 1 noch nicht bis auf
ein vorbestirmtes Maí3 auf die Spule 2 aufgewickelt ist, die Drehung des Ermittlungshebels
14 entgegen dem Uhrzeigersinn verhindert wird.
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Die Zählscheibe 15 steht bekanntermaßen in funktionsmäßigem Zusammenhang
mit dem durch den Transporthebein bewirkten Aufwickelvorgang des Films 1. Wenn der
Transporthebel 9 den Film um die Länge eines Bildes weitertransportiert, wird die
Zählscheibe 15 um den entsprechenden Betrag einer Einheit der Zählskala 15a verdreht
und eine Markierung 15b zeigt die Zahl der aufgespulten Bildlängen an. Demgemäß
kann also der Film bis auf ein vorbestimmtes Maß aufgespult werden; ohne daß der
Verschluß ausgelöst werden muß. Wenn die Zahl
"1t' der Zählskala
15a auf der Markierung 15b steht, wird der Fortsatz 17a der zweiten Kurvenscheibe
17 durch eine Drehbewegung von der Anlagefläche des Ermittlungsstifts 14a zurückgezogen,
so daß nun tatsächlich die Drehung des Ermittlungshebels 14 entgegen dem Uhrzeigersinn
möglich ist.
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Mit 18 ist ein Feststellhebel bezeichnet, der um eine Welle 19 drehbar
ist und der an seinem vom Drehpunkt entfernten Ende einen Haken 18a aufweist, der
unter den abgestuften Teil des Auslöseknopfs 20 ragt. Wie schon bekannt, ist der
Feststellhebel 18 funktionsmäßig gekoppelt mit dem Aufwickelmechanismus des Films,
um einerseits das Niederdrücken des Auslöseknopfs 20 zu erlauben und andererseits,
wenn der Film noch nicht weitertransportiert ist, die Auslösung des Verschlusses
zu verhindern, in dem er den Auslöseknopf 20 sperrt.
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Ein Blockierhebel 21 für den Filmtransport ist so angeordnet, daß
er zusammen mit dem Feststellhebel 18 mit Hilfe der Welle 19 verdreht werden kann;
er ist durch die Feder 22 im Uhrzeigersinn vorgespannt. Wird der Feststellhebel
18 so gedreht, daß der Auslöseknopf 20 niedergedrückt werden kann, so wird der Blockierhebel
21 in derselben Richtung verdreht, so daß das Arretierende 21a seines einen Armes
in die Abstufung 23a einer Platte 23 eingreift, die auf der Welle 3 befestigt ist,
u t eurch den Transporthebel 9 bewirkten Aufwickelvorgang zu
verhindern.
An der Platte 23 greift eine Rückstellfeder 24 an, die den Transporthebel 9 automatisch
im Uhrzeigersinn in seine Ausgangsstellung zurückbringt. Genauer gesagt, der Feststellhebel
18 und der Blockierhebel 21 für den Filmtransport sind immer durch die Feder 22
im Uhrzeigersinn beeinflußt und durch einen an sich bekannten, in der Zeichnung
nicht dargestellten Mechanismus für eine Drehbewegung im funktionsmäßigen Zusammenhang
mit dem Aufwickelvorgang des Films und der Auslösung des Verschlusses ausgelegt.
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Sobald der Film vollständig um eine Bildlange weitergedreht ist, kommt
das Arretierende 21a des Blockierhebels 21 in Eingriff mit der Abstufung 23a der
Platte 23 und hindert den Transporthebel 9 an einer Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn,
während gleichzeitig der Haken 18a des Feststellhebels 18 unter dem abgestuften
Teil des Auslöseknopfes 20 hervorgezogen wird. Wenn der Auslöseknopf 20 zur Betätigung
des Verschlusses niedergedrückt wird, werden sofort der Feststellhebel 18 und der
Blockierhebel 21 durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten Mechanismus entgegen
dem Uhrzeigersinn bewegt. So faßt der Haken 18a des Feststellhebels 18 wieder unter
die Unterseite der Abstufung des Auslöseknopfs 20 und sperrt ihn, nachdem er sich
wieder aufwärts bewegt hat. Das Arretierende 21a des Blockierhebels 21 hingegen
wird von der Abstufung 23a der Platte 23 zurückgezogen, und die Kamera ist bereit
für einen Aufwickelvorgang des Films. Bei dieser Konstruktion ist der Feststellhebel
18
mit einem Stift 1Ub versehen, der durch die Ausnehmung (einen
Langsschlitz)14b des zweiten Arms des Ermittlungshebels 14 hindurohragt, der seinerseits
mit der ersten Kurvenscheibe 12 und der zweiten Kurvenscheibe 17 in Kontakt steht.
Auf diese Weise werden die Bewegungen des Feststellhebels 18 für den Auslöseknopf
20 und des Blockierhebels 21 für den Filmtransport durch die Kurvenscheiben 12 und
17 begrenzt. Im einzelnen liegen die Fortsätze 12b und 17a der betreffenden Kurvenscheiben
12 und 17, wie in Fig. 2 dargestellt, an der Fläche des Ermittlungsstiftes 14a des
Ermittlungshebels 14 entgegen dem Uhrzeigersinn, der seinerseits die Drehbewegung
des Feststellhebels 18 und des Blockierhebels 21 sperrt. Infolgedessen hält der
Feststellhebel 18 den Auslöseknopf 20 gesperrt, und der Blockierhebel 21 läßt die
Aufwickelbewegung der zelle 3 zu. So kann der Film in der in Fig. 2 dargestellten
Stellung der Bauteile aufgewickelt werden.
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Das Führungsende 1a des Films 1 wird während des Aufwickelvorgangs
auf die Spule 2 aufgewickelt und drückt den Tastabschnitt Sa des Tasthebels 5 aus
der Ringnut 2c der Spule 2.
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Dies hat zur Folge, daß der Fortsatz 12b der ersten Kurvenscheibe
12 von der Anlagefläche des Ermittlungsstifts 14a zurückgezogen wird. Aber solange
der Film 1 noch nicht bis auf ein bestimmtes Maß aufgespult ist, hindert der Fortsatz
17a der zweiten Kurvenscheibe 17 den Ermittlungshebel 14 an
einer
Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn. Wenn die Anzeige "1" der Zählskala 15a
die Markierung 15b erreicht hat, nachdem der Film um das vorbestimmte Naß aufgewickelt
worden ist, wird auch der Fortsatz 17a von der Anlagefläche des Ermittlungsstifts
14a weggezogen, so daß eine Drehbewegung des Ermittlungshebels 14 entgegen dem Uhrzeigersinn
möglich ist.
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Da, wie oben beschrieben, der Feststellhebel 18 und der Blockierhebel
21 für den Filmtransport funktionsmäßig mit dem Aufwickelvorgang des Films und der
Auslösung des Verschlusses gekoppelt sind, läßt der Ermittlungshebel 14, wenn er,
nacjidem der Film um den vorbestimmten Betrag auf die Spule 2 aufgewickelt ist,
für eine Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn freigegeben ist, die Drehung des
Feststellhebels 18 und des Blockierhebels 21 im Uhrzeigersinn zu. Das Arretierende
21a des Blockierhebels 21 für den Filmtransport kommt in Eingriff mit der Abstufung
23a der Platte 23, so daß der Filmtransport gesperrt ist, und der Feststellhebel
18 gibt den Auslöseknopf 20 frei. Die Bauteile befinden sich nun in der in Fig.
3 dargestellten Stellung.
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Wird der Auslöseknopf 20 niedergedrückt, um den Verschlu auszulösen,
so neigt der Blockierhebel 21 für den Filmtranspoit zu einer Drehung entgegen dem
Uhrzeigersinn in funktionsmäßige Zusammenhang mit dem Auslösevorgang, um so den
Transportliebel 9 freizugeben. Da sich aber der Ausloseknof 20 in niedergedrückter
Stellung
befindet, wird der Haken 18a am vom Drehpunkt entfernten Ende des Feststellhebels
18 in Anlage an der Seitenfläche des Auslöseknopfs 20 gehalten und der Filmtransport
bleibt noch gesperrt. Ist der Auslöseknopf 20 in seine Ausgangsstellung zurückgekehrt,
wird er seinerseits gesperrt und der Filmtransport wird freigegeben. Der Transporthebel
9 kann dann für einen neuen Aufwickelvorgang wieder entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht
werden. Die Auf spulung des Films um eine Bildlänge entriegelt den Auslöseknopf
20 und sperrt erneut den Filmtransport. Während der vorbeschriebenen Vorgänge wird
auch der Ermittlungshebel 14 jedesmal verdreht, ohne mit der ersten und zweiten
Kurvenscheibe 12 und 17 in Kontakt zu geraten, da die Fortsätze 12b und 17a immer
noch von der Anlagefläche des die Drehbewegungen mit ausführenden Ermittlungsstifts
14a zurückgezogen sind.
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Nachdem durch Wiederholung der genannten Vorgänge eine bestimmte Anzahl
von Bildern belichtet worden sind, wird der Film in die Filmpatrone 1d zurückgespult,
der Rückendeckel der Kamera wird geöffnet und die Filmpatrone entnommen.
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Ein Hebel 26, der den Bildzähler in seine Nullstellung zurückbringt
und als Betätigungsglied des Bildzählers dient, ist für eine abwechselnde Drehbewegung
um eine Achse 27 in funktionsmäßigem Zusammenhang mit dem Öffnen und Schließen
des
Kamerarückendeckels ausgelegt. Der Hebel 26 ist so angeordnet, daß, wenn der Rückendeckel
der Kamera geschlossen und dabei auf den Vorsprung 26a gedrückt wird, er im Uhrzeigersinn
verdreht wird und durch einen an seinem anderen Ende hochstehenden Teil 26b einen
Mechanismus betätigt, der verhindert, daß sich der Bildzähler rückwärts dreht. Dadurch
wird erreicht, daß jedesmal, wenn der Film um eine Bildlänge weitergedreht wird,
die Zählscheibe 15 sich um das einer Skaleneinheit entsprechende Maß entgegen dem
Uhrzeigersinn dreht. Außerdem ist der Hebel 26 so ausgelegt, daß er durch die Kraft
einer Feder 28 entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht wird, soba-ld der Rückendeckel
der Kamera geöffnet wird. Dadurch wird die Wirkung des oben erwähnten Mechanismus
aufgehoben und der Bildzähler in seine Ausgangsstellung gebracht.
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Ein Zwischenhebel 29 ist auf einer Achse 30 drehbar gelagert.
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Wenn der Rückendeckel der Kamera geöffnet wird, wirkt ein auf dem
Hebel 26 angeordneter Stift 26c auf das eine Ende 29a des Zwischenhebels 29 und
bewegt ihn im Uhrzeigersinn, dadurch drückt das andere Ende 29b des Zwischenhebels
29 gegen einen nach unten gerichteten Ansatz 21b des Blockierhebels 21 für den Filmtransport,
so daß der Blockierhebel 21 und der Feststellhebel 18 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn
verdreht werden. Der Transporthebel 9 wird dadurch entriegelt, und gleichzeitig
wird der Auslöseknopf 20 in gesperrter Position gehalten. Durch die daraus resultierende
Drehung des Ermittlungshebels
14 wird außerdem der Ermittlungsstift
14a außerhalb des Bereichs der Fortsätze 12b und 17a gebracht.
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Nachdem der Film zurückgespult ist, wird der Tastabschnitt 5a a äußeren
Ende des Tasthebels 5 durch die Kraft der Feder 6 in Eingriff mit der Ringnut 2c
der Spule 2 gebracht; dementsprechend wird der Arm 10 vom Arm lader ersten Kurvenscheibe
1? zurückgezogen. Die oben erwähnte Drehbewegung des Ermittstifts 14a erlaubt der
ersten Kurvenscheibe 12, unter dem Einflul3 der Feder 11 in die in Fig. 1 gezeigte
Stellung zurückzukehren. Da die zweite Kurvenscheibe 17 so vorgespannt ist, daß
sie gemeinsam mit der Zählscheibe 15 in ihre Ausgangsstellung zurtic'ekehrt,sobald
die l.tirkung des Mechanismus, der das Zurückdrehen der Zählscheibe verhindert,
aufgehoben wird, wird die zweite Kurvenscheibe 17 durch die Bewegung des Ermittlungsstifts
14a ebenfalls in die Ausgangsstellung nach Fig. 1 gebracht.
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Um ein Auslösen des Verschlusses zu ermöglichen, wenn keine Filmpatrone
1d in die Kamera eingelegt ist, ist ein Hebel 31 vorgesehen, der ermittelt, ob eine
Filmpatrone eingelegt ist oder nicht. Dieser Ermittlungshebel 31 ist um die Achse
32 drehbar gelagert und durch die Feder 33 entgegen dem Uhrzeigersinn vorgespannt.
Der Tastabsolinitt 31a am vom Drehpunkt entfernten Ende des Ermittlungshebels 31
ragt in den
Bereich der Kamera, der die Filmpatrone aufnimmt, und
zeigt an, wenn die Filmpatrone id in die Kamera eingelegt ist, indem er von der
Filmpatrone ld weggeschoben wird, so daß er im Uhrzeigersinn gegen die Kraft der
Feder 33 verdreht wird.
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Vom rückwärtigen Ende 31b des Ermittlungshebels 31 ragt ein Betätigungsstift
31c senkrecht nach oben und greift in die Gabelung 34a eines Gelenkhebels 34 sowie
in die Gabelung 36a eines eine Kurvenscheibe betätit;enden Hebels 36. Der Gelent;-hebel
34 ist so angeordnet, daß er in funktionamäßigem Zusammenhang mit dem Ermittlungshebel
31 um eine Achse 35 verdrehbar ist, während der die Kurvenscheibe betätigende Hebel
36 ebenfalls in funktionsmäßigem Zusammenhang mit dem Ermittlungshebel 31 um die
Achse 37 drehbar ist. Dementsprechend werden der Gelenkhebel 34 und der die Kurvenscheibe
betätigende de Hebel 36 entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht, wenn der Ermittlungshebel
31 beim Einlegen der Filmpatrone id im Uhrzeigersinn verdreht wird.
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Der Gelenkhebel 34 ist an seinem rückwärtigen Ende mit einem Stift
34b versehen, der, wie in Fig. 4 gezeigt, verhindert, daß der Zwischenhebel 29 durch
den Hückstellhebel 26 im Uhrzeigersinn verdreht wird, während keine Filmpatrone
in die Kamera eingelegt ist. Im übrigen ist der Stift 34b so angeordnet, daß er
eine Bewegung des Zwischenhebels 29 im Uhrzeigersinn
zuläßt, wenn
die oben erwähnte Drehbewegung des Gelenkhebels 34 entgegen dem Uhrzeigersinn bewirkt
wird, woraufhin das Druckende 29b des Zwischenhebels 29 in Anlage an den Ansatz
21b des Blockierhebels 21 gebracht wird, wie es in Fig. 1 dargestellt ist. Gleichzeitig
gibt der Rückstellhebel 26 den Mechanismus frei, der eine Rückwärtsdrehung des Bildzählers
verhindert.
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Aus Fig. 4 ist zu ersehen, daß, wenn keine Filmpatrone 1d in die Kamera
eingelegt ist, der die Kurvenscheibe betätigende Hebel 36 mit seinem rückwärtigen
Ende 36b gegen den Stift 12c drückt, der auf der ersten Kurvenscheibe 12 angeordnet
ist.
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Unter der Wirkung der Feder 33 verdreht der Betätigungshebel 36 die
erste Kurvenscheibe 12 gegen die Kraft der Feder 11 entgegen dem Uhrzeigersinn und
zieht dadurch den Fortsatz 12b von der Anlagefläche des Ermittlungsstifts 14a zurück.
Wird die Filmpatrone 1d eingelegt, s<*ird der Betätigungshebel 36 in funktionsmäßigem
Zusammenhang mit dem Ermittlungshebel 31 entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht, so
daß die erste Kurvenscheibe 12 nicht mehr unter der Druckwirkung des Betätigungshebels
36 steht. Dadurch wird die erste Kurvenscheibe 12 durch die Feder 11 im Uhrzeigersinn
verdreht und der Fortsatz 12b in Berührung mit dem Ermittlungsstift 14a gebracht,
so daß die Drehung des Ermittlungshebels 14 entgegen dem Uhrzeigersinn blockiert
wird, wie es aus Fig. 1 zu ersehen ist.
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Wenn der Rückendeckel der Kamera geschlossen wird, bringt die dadurch
bewirkte Drehung des Rückstellhebels 26 im Uhrzeigersinn den Mechanismus des Vorwärtsantriebs
des Bildzählers in Eingriff, während der im Uhrzeigersinn wirkende Druck auf den
Zwischenhebel 29 aufgehoben wird, so daß auch der Ansatz 21b des Blockierhebels
21 von dem durch das Druckende 29b ausgeübten Druck gelöst wird. Da jedoch der Ermittlungsstift
14a in Berührung steht mit den Fortsätzen 12b, 16a der ersten und zweiten Kurvenscheiben
12 und 17, sperrt der Blockierhebel 21 den Filmtransport nicht, während der Feststellhebel
18 verhindert, daß der Auslöseknopf 20 niedergedrückt wird (vgl.
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Fig. 2).
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Wird in dieser Stellung der Transporthebel 9 verdreht, so wickelt
er den Film 1 auf die Spule 2 auf und treibt den Bildzähler an. Wenn das erste zu
belichtende Bild in die für eine Aufnahme erforderliche Stellung gebracht ist, gelangen
die beiden Kurvenscheiben 12, 17 in die Stellung, in der sie eine Verdrehung des
Ermittlungshebels 14 zulassen. Demzufolge können sich der Feststellhebel 18 und
der Blockierhebel 21 verdrehen, da sie von der Sperrwirkung des Ermittlungshebels
14 freigegeben sind. Dadurch wird die Blockierung des Filmtransports bewirkt, während
der Auslöseknopf 20 nicht arretiert ist (vgl. Fig. 3).
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Im folgenden wird der Zustand beschrieben bei nicht eingeletzter Filmpatrone
(bzw. wenn die Filmpatrone aus der Kamera entnommen wurde).
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Wenn eie Filmpatrone in den dafür vorgesehenen Bereich der Kamera
eingelegt ist, ragt der Tastabschnitt 31a am Ende des Ermittlungshebels 31 in den
für die Filmpatrone vorgesehenen Bereich. Bei Vergneicll der Fig. 1 und 4 ist zu
ersehen, da;? der Ermittlungshebel 31 durc die Kraft der Feder 33 aus der in Fig.
1 dargestellten Position entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht wurde. Der Gelenkhebel
34 und der die Kurvenscheibe betätigende Hebel 36, die über den Betätigungsstift
31c mit dem Ermittlungshebel 31 in Verbindung stehen, wurden aus ihrer Stellung
gemäß Fig. 1 im Uhrzeigersinn verdreht. Während dieser Bewegung verdreht der Gelenkhebel
34 durch den Stift 34b den swischenhebel 29 entgegen dem Ührzeigersinn, so daß dessen
Druckende 29b sich vom Ansatz 21b des Blockierhebels 21 entfernt und dadurch der
Blockierhebel 21 und der Sperrhebel 18 für ihre Funktion freigegeben werden. Andererseits
drückt das Ende 29a des Zwischenhebels 29 gegen den Stift 26c am Rückstellhebel
26 und bringt dadurch den Rückstellhebel 26 in dieselbe Stellung, wie wenn der Rückendeckel
der Kamera geschlos sen wäre. Demzufolge wird der Mechanismus des Vorwärtsantriebs
des Bildzählers in Eingriff gebracht, und der Filmzähler ist bereit, sich bei Betätigung
des Transporthebels 9 vorwärts zu drehen. Der Betätigungshebel 36 dreht mit Hilfe
seines
Endes 3Gb die erste Kurvenscheibe 12 entgegen dem Uhrzeigersinn,
wodurch der Fortsatz 12b von der Anlagefläche des Ermittlungsstiftes 14a zurückgezogen
wird. Auf diese Weise wird der in Fig. 4 dargestellte Zustand erreicht.
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Wenn als nächstes der Transporthebel 9 gedreht wird, dreht sich der
Bildzähler vorwärts. Wenn der Transporthebel 9 genauso weit verdreht wird, wie wenn
der Film um ein vorbestimmtes Maß aufgewickelt wird, so wird der Fortsatz 17a an
der zweiten Kurvenscheibe 17 von der Anlagefläche des Ermittlungsstifts 14a zurückgezogen,
was zur Folge hat, daß die Feder 22 den Feststellhebel 18 vom Auslöseknopf 20 trennt
und den Blockierhebel 21 in Sperrstellung mit dem Transporthebel 9 bringt.
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Die Bauteile befinden sich nun in der in Fig. 5 dargestellten Position.
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Da nun ein Auslösevorgang des Verschlusses durch Niederdriicken des
Auslcseknopfes 20 bewirkt werden kann, ist es möglich, den Öffnungs- und Schließvorgang
des Verschlusses zu beobachten oder den Verschluß auszulösen, falls dies während
der Herstellung oder zur Erläuterung beim Verkauf erwünscht ist.
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Wenn die Filmpatrone ld in den dafür vorgesehenen Bereich der Kamera
eingesetzt wird, werden die betreffenden Glieder sofort
in die
in Fig. 1 gezeigten Stellungen gebracht, wodurch der Siherheitsmechanismus, durch
den der Filmtransport ohne Auslösen des Verschlusses ermöglicht wird, wie bereits
beschrieben, in Betriebsbereitschaft versetzt wird, um unnötige Verschwendung des
Films zu vermeiden.
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Fig. 6 zeigt eine Ausführung der Erfindung, in welcher der oben erwähnte
Mechanismus so abgewandelt ist, daß, wenn der die Kurvenscheibe betätigende Hebel
36 im Uhrzeigersinn verdreht wird (d. h. wenn die Filmpatrone aus der Kamera entnommen
wird und wenn keine Filmpatrone in die Kamera eingelegt ist), die zweite Kurvenscheibe
17 gleichzeitig mit-der ersten Kurvenscheibe t2 entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht
wird. Die zweite Kurvenscheibe 17 ist mit einem abwärts gerichteten Stift 17b versehen,
der mit dem Ende 36b des Betätigungshebels 36 in Verbindung steht. So können die
erste Kurvenscheibe 12 und die zweite Kurvenscheibe 17 in funktionsmäßigem Zusammenhang
mit der Drehung des Betätigungshebels 36 im Uhrzeigersinn ihrerseits gleichzeitig
entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht werden, wobei sowohl der Fortsatz 12b der Kurvenscheibe
12 als auch der Fortsatz 17a der Kurvenscheibe 17 von der Anlagefläche des Ermittlungsstiftes
14a zurückgezogen werden. Wenn die Filmpatrone nicht in die Kamera eingelegt ist,
wird die Zählscheibe 15 unverzüglich aus der Ausgangs position in die Stellung gebracht,
in der der Verschluß ausgelöst
werden kann, während der Aufwickelvorgang
wie erforderlich beendet wird. Es ist zu erkennen, daß die Ausführung nach Fig.
6 den Vorgang, die Bauteile aus der in Fig. 4 gezeigten Stellung in die in Fig.
5 dargestellte zu bringen, ausschaltet.
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In bbereinstimmung mit der vorangegangenen Beschreibung der Ausführung,
wird der Fortsatz 12b der ersten Kurvenscheibe 12 von der Anlagefläche des auf dem
Ermittlungshebel 14 angebrachten Ermittlungsstift 14a zurückgezogen, wenn der Tastabschnitt
5a des Tasthebels 5 durch die stufenförmige Kante des Führungsendes la des Films
1 aus der Ringnut 2c der Spule 2 herausgedrückt wird. Gemäß einem Alternativvorschlag
kann die Anordnung jedoch auch so getroffen werden, daß der Fortsatz 12b von der
Anlagefläche des Ermittlungsstifts 14a zurückgezogen wird, indem die Bewegung des
Tasthebels 5 ermittelt wird, wenn der Film 1 um ein vorbestimmtes Maß auf die Spule
2 aufgewickelt wird, Bei einer solchen Konstruktion können die erste Kurvenscheibe
12 und die zweite Kurvenscheibe 17 als ein Bauteil ausgeführt sein, das auch mit
der Zählskala versehen ist. Die so gebildete einzige Kurvenscheibe ist außerdem
mit einem Fortsatz, der mit dem Ermittlungsstift 14a in Kontakt steht, und mit einem
Teil, das vom Betätigungsarm 10 angetrieben wird, versehen. Bei dieser Anordnung
kann die Kurvenscheibe durch eine Rückstellfeder, die im Bildzählmechanismus angeordnet
ist, in ihre AusgangssteLlurlg zurückgebracht werden, uritl die dargestellte Pedet
11 kann wegfallen.
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In funktionsmäßigem Zusammenhang mit einem Bildzähler ermittelt also
eine Ermittlungsvorrichtung den Filmtransport von seinem Beginn bis zur ersten Aufnahmeposition.
Die Vorrichtung kann ferner ermitteln, ob der Film auf der Aufwickelspule aufgewickelt
wird oder nicht. Sie steht derart in Wirkungsverbindung mit einer Vorrichtung zum
Feststellen des Auslöseknopfes und einer Vorrichtung zum Blockieren des Filmtransports,
daß, bis ein vorbestimmtes Kaß des Films auf die Aufwickelspule aufgewickelt worden
ist, dieser ohne Auslösen des Verschlusses transportiert werden kann. Nachdem die
Aufwicklung eines vorbestimmten Maqes des Films ermittelt ist, blockiert die Vorrichtung
zum Blockieren des Filmtransport den Aufwickelvorgang und die Feststellung des Auslöseknoples
wird gelöst. In funktionsmäßigem Zusammenhang mit darauf folgender Verschlußauslösung
und Filmaufwicklung erfolgen ein normales Feststellen des Auslöseknopfes und Blockieren
des Filmtransports.
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In funktionsmäßigem Zusammenhang mit den vorbeschriebenen Mechanismen
ist ferner in der Kamera eine weitere Vorrichtung zur Feststellung vorgesehen, ob
eine Filmpatrone in die Kamera eingelegt wurde. Diese Abtastvorrichtung ist so beschaffen,daß
sie, wenn keine Filmpatrone eingelegt wurde, der Vorrichtung zum Blockieren des
Filmtransports und der Vorrichtung zum Feststellen des Auslöseknopfes in Funktion
zu treten erlaubt
in Wirkungsverbindung mit den Vorgängen der Filmaufwicklung
und der Verschlußauslösung, während sie, wenn die Ladung der Kamera mit einer Filmpatrone
ermittelt wurde, die Filmaufwickelvorrichtung frei gibt und so das genaue Funktionieren
der oben erwähnten Vorrichtungen ermoglicht.