DE2040399A1 - Projektionseinrichtung - Google Patents
ProjektionseinrichtungInfo
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Description
Patentanwälte Dipl.-Ing. F. Weickmann, 204 0399
Dipl.-Ing. H. Weickmann, Dipl.-Phys. Dr. K. Finck-e
Dipl.-Ing. F. A.Weickmann, Dipl.-Chem. B. Huber
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MDHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 48 39 21/22
XEROX CORPORATION, Rochester, N.Y. 14605, V.St.A.
Proj ektionseinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Projektion der auf einem Mikrofilm o.a. enthaltenen Informationen auf eine
Bildebene, insbesondere auf die Aufzeichnungsfläche einer Reproduktionsmaschine·
Eines der am weitläufigsten angewendeten Verfahren zur Speicherung
großer Informationsmengen auf relativ kleinem Raum ist das Mikrofilmverfahren. Die wie ein fotografischer PiIm
mit einem lichtempfindlichen Material beschichteten Mikrofilmstreifen
können als kompakte Rolle gelagert werden und enthalten eine Vielzahl von Bildfeldern, von denen jedes das
verkleinerte Bild eines oder vieler Originale enthält. Wird die Information auf diese Weise gespeichert, so kann eine Kopie
des Originals leicht hergestellt werden, indem das betreffende Bildfeld auf eine lichtempfindliche Aufzeichnungsfläche
projiziert und diese Fläche zur Sichtbarmachung und Fixierung des Bildes behandelt wird. Dies erfolgt in Reproduktionsmaschinen
beispielsweise nach dem elektrofotografischen Verfahren. Solche Maschinen können kontinuierlich und automatisch
arbeiten, indem eine lichtempfindliche Aufzeichnungsfläche in Form einer Trommel verwendet wird, die an einer Belichtungsstation
vorbeigedreht wird.
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Im Hinblick auf die vorzugsweise Anwendung des Mikrofilmverfahrene
zur Informationsspeicherung wurden normale Kopiermaschinen zur Reproduktion der Informationen des Mikrofilms
und Ton Originalschriftstüoken eingerichtet. Bei solchen Kopiergeräten kann ein Reproduktionesystem für beide Eingabearten
verwendet werden, also fUr Mikrofilm und für Normalschriftstücke,
indem die jeweilige Eingabevorrichtung so angeordnet wird, daß das mit ihr erzeugte Lichtbild auf die
Beliohtungsstation an der Aufzeichnungsfläche fällt· Es
sind viele Abtastsysteme bekannt, mit denen ein Originalschriftstück
abgetastet und gleichzeitig sein Lichtbild auf eine sich bewegende lichtempfindliche Trommel projiziert
wird· Es besteht jedoch immer noch ein Bedürfnis für eine zuverlässige und einfaoh arbeitende Projektionseinrichtung,
die ein Mikrofilmbild synchron auf eine liehtempfindIiehe
Trommel projiziert und gleichzeitig die Abtastung normaler Sohriftstüoke ermöglicht·
In bekannten Einrichtungen wird der Mikrofilm zur Projektion
über eine flache, durchsichtige und stationäre Platte geführt. Ein Nachteil solcher Anordnungen besteht darin, daß
zur fehlerfreien Synchronsteuerung des Mikrofilmstreifens
mit der Bewegung der lichtempfindlichen Aufzeichnungsfläche komplizierte und teure Steuervorrichtungen vorgesehen sein
müssen· Ein weiteres Problem wird durch die bei der Bewegung des Mikrofilms über die Platte erzeugten und angesammelten
elektrostatischen Ladungen erzeugt., Diese ziehen Fremdkörper
auf die Filmoberfläche, die auf dem Kopieblatt reproduziert werden und den Film beim Aufwickeln beschädigen können·
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Projektionseinrichtung
zu schaffen, die die vorstehend beschriebenen Nachteile vermeidet und einen minimalen Kontakt zwischen
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dem Mikrofilm und seiner. Auflagefläche während der Projektion
erfordert, wobei aber gleichzeitig eine einwandfreie Synchronsteuerung der Filmbewegung gewährleistet sein solle
Eine Einrichtung der eingangs genannten Art ist zur
dieser Aufgabe erfindungsgemäß derart ausgebildet, daß zwischen der Projektionslichtquelle und der Bildebene ein
als durchsichtiger und drehbarer Zylinder ausgebildeter Filmhalter angeordnet ist, der mit einer den Film mit Abstand
zur Zylindermantelfläche haltenden Führung versehen und mit einer Drehvorrichtung gekoppelt ist.
Der Zylinder kann mit zwei Flanschen versehen sein, die den
Kikrofilmstreifen während der Projektion tragen· Er wird
dann auf derselben Achse und mit derselben Geschwindigkeit
wie die lichtempfindliche Aufzeichnungstrommel einer Reproduktionsmaschine gedreht, in der die erfindungsgemäße Projektionseinrichtung
vorgesehen ist. Auf diese Weise wird eine Synchronisation zwischen dem projizierten Mikrofilmbild und
der lichtempfindlichen Troamel sichergestellt· Die beiden
Flansche des Zylinders tragen den Mikrofilm mit geringem Abstand zur Sylindermantelflache, so daß eine Aufladung des
Mikrofilms durch Berührung alt dem Zylinder vermieden wird· Dadurch kann der Filmhalter bei der Projektion mit derselben
Geschwindigkeit wie die lichtempfindliche Aufzeichnungstrommel
jgejdreht werden· Die Zy lind er flansche haben einen Abstand,
der ungefähr der Breite dee Filmstreifens entspricht und sind
mit einer Auflagefläche versehen, auf der die Kante des Mikrofilms derart aufliegt, daß er mit geringem Abstand zu der Zylindermantelfläche
angeordnet ist· Die Bewegung des Filmstreifens duroh die Projektionseinrichtung wird durch die Bewegung
des durchsichtigen Zylinders sowie zweier Filmrollen gesteuert. Der Zylinder wird auf derselben Achse wie die licht-
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empfindHohe Trommel gedreht und kann zur Synchronisation
der Bewegung dee Lichtbildβ mit der Bewegung der Trommeloberfläohe
mittels einer Kupplung an die Trommel angekoppelt werden· Sie Filmrollen arbeiten derart» daß auf den Mikrofilm
in Bereich des Zylinders eine Spannung einwirkt, so daß praktisch keine Relativbewegung zwischen dem Zylinder und
dem Mikrofilm auftritt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in den Figuren dargestellten AuBführungsbeispiels beschrieben. Es zeigern
Pig.1 eine schematische perspektivische Darstellung einer
erfindungsgemäßen Projektionseinrichtung,
Fig.2 eine Seitenansicht eines Teils der in Fig.1 gezeigten
Einrichtung und
Fig.3 den Schnitt 3-3 aus Fig.2.
Die erfindungsgemäöe Projektionseinrichtung kann in jeder
Reproduktionsmaschine verwendet werden, in der die Bilder eines Mikrofilme auf eine lichtempfindliche Aufzeichnungsfläche
projiziert werden· Im folgenden wird sie für den Anwen··
dungefall in einer elektrofotografischen Kopiermaschine beschrieben, mit der Mikrofilmbilder und Originalschriftstüoke
reproduziert werden können.
In Fig.1 ist eine Kopiermaschine schematisch dargestellt,
mit der Normaleohriftstüoke und Mikrofilm reproduziert werden können. Wie aus der Figur hervorgeht, wird eine lichtempfindliche
Trommel 101, deren Oberfläche die Aufzeichnungsfläche darstellt, mit einem entweder durch einen Mikrofilmprojektor
200 oder durch einen SohriftstUckabtaster 400 erzeugten Bild
belichtet, wozu ein Spiegel 209 in die entsprechende Betriebsstellung
gebracht wird. Befindet sich der Spiegel 209 in der durchgezogen dargestellten Lage, so wird ein Licht»
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bild des Mikrofilmprojektors 200 auf die lichtempfindliche Trommel 101 projiziert, während das Licht eines gleichzeitig
mit dem Abtaster 400 erzeugten Bildes abgeriegelt ist· Befindet sich der Spiegel 209 in der gestrichelt dargestellten
Lage, so wird ein mit dem Abtaster 400 erzeugtes Bild auf die Trommel 101 projiziert und das gleichzeitig mit dem
Mikrofilmprojektor 200 erzeugte Bild abgeriegelt· Die Lage
des Spiegels 209 kann durch die Bedienungsperson Ton Hand eingestellt werden, wozu ein nicht dargestellter Handgriff
betätigt wird, der vom Spiegel aus zur Außenseite der Maschine
geführt ist. Es ist auch eine automatische Einstellung des Spiegels mit einer nicht dargestellten Torrichtung möglich,
die bei Auswahl der Betriebsart der Kopiermaschine erfolgt· Sie einzelnen Bestandteile der Kopiermaschine sind auf einem
nicht dargestellten Maschinenrahmen angeordnete
Bas in der Kopiermaschine verwendete Reproduktionssystem ist eines der bekannten, mit einer lichtempfindlichen Aufzeichnungsfläche
arbeitenden System·· Beispielsweise kann eine elektrofotografische Anordnung vorgesehen sein, die
eine elektrostatische Aufzeichnungstrommel 101 und verschiedene elektrofotografische Verfahrensstationen (nicht dargestellt) am Trommelumfang enthält. Der Trommelumfang ist beispielsweise mit einer lichtempfindlichen Schicht versehen, die
einen fotoleitenden Stoff, beispielsweise glasförmiges Selen,
auf einer geeigneten leitfähigen Unterlage enthalte Die elektrofotografischen
VerfahrensStationen sind in bekannter Weise derart ausgebildet, daß sie einen kontinuierlichen Ablauf
des Reproduktionsverfahrens ermöglichen. Sie umfassen beispielsweise eine Ladestation, eine Belichtungsstation, eine
Entwioklungsstation, eine BlldUbertragungsstation und eine Trommelreinigungsstationo
Die lichtempfindliche Oberfläche der Trommel 101 wird zu-
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nächst an der Ladestation vorbeigeführt, an der sie mit einer gleichmäßigen elektrostatischen Ladung versehen wird·
Dann gelangt sie zu der Belichtungsstation, wo sie mit einem Lichtbild des Mikrofilme oder des Originalschrift-*
stücke belichtet wird. Dadurch wird die Trommelladung in den belichteten Flächenteilen abgeleitet und ein latentes
elektrostatisches Bild erzeugt, das dem zu reproduzierenden Bild entspricht. Dieses latente Bild wird dann durch Auf··
bringen eines pigmentierten Toners entwickelt, wenn die Trommel an der Entwicklungsstation vorbeigeführt wird. Danach
wird das Tonerbild an der Bildübertragungsstelle von der Trommeloberfläche auf ein Kopieblatt übertragen, das von
einem Blattvorrat an die Trommel herangeführt wird· Vor der erneuten elektrostatischen Aufladung wird die Trommeloberfläche
an der Trommelreinigungsstation von noch verbliebenem restlichem Toner gereinigt·
Da die lichtempfindliche Aufzeichnungsfläche trommeiförmig ausgebildet ist, kann das vorstehend beschriebene Verfahren ,
durch Drehung der Trommel an den verschiedenen VerfahrensStationen vorbei kontinuierlich ausgeführt werden· Der Einfachheit
halber ist in Pig.1 lediglich die Schlitzblende 102 der
Belichtungsstation an der lichtempfindlichen Trommel 101 dargestelltο Während die Trommel 101 im dargestellten Gegenuhrzeigersinn
gedreht wird, gelangt synchron alt dieser Drehung das Lichtbild durch die Schlitzblende auf die Trommelober
fläche.
Das in Fig.1 dargestellte Reproduktionssystem ist für Normalsohriftstüeke
und für Mikrofilm geeignet, wozu der Spiegel 209 in eine entsprechende Lage gebracht wird« Befindet er
sich in der gestrichelt dargestellten Lage, so wird ein mit dem Abtaster 400 erzeugtes Lichtbild über einen Spiegel und
eine Optik auf die Trommel 101 geleitet· Der Abtaster 400 enthält eine durchsichtige Auflageplatte 404, auf die ein
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Originalschriftstück 401 aufgelegt wird. Ein Abtastmechanismue
405, der eine Lichtquelle zur Beleuchtung der Flächenelemente des Originalschriftstüoks enthalt, wird in der dargestellten
Pfeilrichtung bewegt. Zur Lagerung des Abtasters während seiner Bewegung über die Auflageplatte durch den
Motor MOT-4 kann jeder geeignete Mehanismus (nicht dargestellt) vorgesehen sein. Das durch den Abtastmechanismus 405
erzeugte Lichtbild wird an dem Spiegel 402 auf die Optik 403 und dann am Spiegel 209 durch die Schlitzblende hindurch auf
die Oberfläche der Trommel 101 reflektiert·
In Fif;»1 ist ferner ein Mikrofilmprojektor 200 dargestellt.
Unter "Mikrofilm" ist eine Sattungsbezeichnung zu verstehen,
die jede Art von Informationsträger umfaßt, die zur Projektion einps Lichtbildes geeignet ist· Beispielsweise kann
dies ein Durchaichtbild sein, das durchsichtige oder durchscheinende
Untergrundbereiche und undurchsichtige Bildbereiohe oder undurchsichtige Untergrundbereiche und durchsichtige
Bilderreiche enthält. Der Mikrofilmstreifen kann mit den auf
ihm enthaltenen Bildern naoh dem fotografischen Verfahren
hergestellt sein, dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich·
Die Projektionseinrichtung 200 enthält einen Mikrofilmhalter 110 und eine als Projektionslichtquelle dienende Beleuchtungsvorrichtuiv
201, durch diese Vorrichtungen wird der Mikrofilm
gelagert und ein Mikrofilmbild projiziert. Die Beleuchtungsvorrichtung enthält eine Lampe 202, Kondensorlinsen
203, 205 und 206, die das mit der Lampe 202 erzeugte Licht
auf den Mikrofilm fokussieren, ferner ein Filter 2C4 zur Abfilterung
von Infrarotlicht und Vermeidung einer überhitzung des Mikrofilms bei der Beleuchtung sowie ein Gehäuse 207·
Der Kikrofilmhalter 110 ist nahe der Beleuchtungevorriohtung
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201 angeordnet und besteht aus einem durchsichtigen, drehbaren Zylinder, der mit zwei Flanschen zur Lagerung des Mikrofilms während der Beleuchtung versehen ist. Der Mikrofilmetreifen wird mit zwei Rollen dem Filmhalter zugeführt bzw·
von diesem abgeführt. Während der Projektion wird er in der durchgezogen dargestellten Pfeilrichtung von der Rolle 301
auf den Halter und von diesem auf die Rolle 304 geführt· Dabei ist er auf dem Halter 110 so gelagert, daß das Licht
der Beleuchtungsvorrichtung die auf ihm enthaltenen Informationen auf den Spiegel 208 projiziert. Das Lichtbild gelangt
über eine Vergrößerungsoptik 211 auf den Spiegel 208 und
danach auf den Spiegel 209, der es auf die Oberfläche der lichtempfindlichen Trommel 101 reflektiert· Die Vergrößerungeoptik vergrößert das auf die Trommeloberfläche projizierte
Bild derart, daß die erzeugte Kopie dieselbe Größe hat wie die auf den Mikrofilm gegebenen Originalinformationen· Der
Durchmesser des Zylinders und der Durchmesser der lichtempfindlichen Trommel bestimmen das Verhältnis der Bewegungsgeschwindigkeiten des Mikrofilme und der Trommeloberfläche und damit
die Bildvergrößerung. Beispielsweise kann der Durchmesser der lichtempfindlichen Trommel 20,2 cm und der Durchmesser des
Filmhalterβ 110 3 cm betragen. Der Mikrofilm selbst hat eine
Stärke von ca. 0,1 mm, so daß das Bild mit einem Durohmesser
von ca. 3,02 cm projiziert wird. In diesem Fall muß die Optik 211 einen Vergrößerungsfaktor von 6,69 erzeugen, der dem
Verhältnis der beiden Durchmesser entspricht«
In den Fig.2 und 3 ist der Mikrofilmhalter 110 deutlicher
dargestellt. In Fig.2 ist die Lagerung und der Antrieb des durchsichtigen Zylinders 104 auf der Achse 103 während der
Projektion des Mikrofilms gezeigt. Der Zylinder ist duroh*·
eichtig, um einen Durchgang des Lichte auf den Mikrofilm zu
ermöglichen« Auf seiner Umfangefläche sind zwei ringförmige Lagerflansche 106 angeordnet, die sich mit dem Zylinder drehen und den Mikrofilm unter einem geringen Abstand zur Zy··
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lindermantelflache halten. Wie aus Figo3 hervorgeht, ist jeder
Flansch mit einer Lagerfläche 107 versehen, die auf der der Zylindermitte zugewandten Seite des Flansches vorgesehen
istο Beide Lagerflächen stehen einander gegenüber. Der Mikrofilm
liegt auf den Lagerflächen auf, während er beleuchtet wird. Damit wird der Berührungsbereich zwischen der Oberfläche des Mikrofilms und dem Halter während der Projektion minimal gehaltene Die Lagerflächen haben einen derartigen Abstand
zueinander, daß der Mikrofilmstreifen bei der Zylinderdrehung
leicht zu- und abgeführt werden kann.
Der Mikrofilmstreifen wird mit geringem Abstand zur Mantelfläche des Zylinders gehalten, so daß er diese nicht berührt.
Dadurch wird seine Oberfläche frei von elektrostatischen
Ladungen gehalten. Bei Berührung der Zylindermantelflache
ist festzustellen, daß sich auf dem Mikrofilm elektrostatische Ladungen ansammeln· Dadurch können Fremdkörper auf die
Filmoberfläche angezogen werden, die in den Mikrofilm eingeschliffen
werden und Kratzer sowie übermäßige Abnutzung beim Aufwiokeln verursachen. Ferner können sie auf dem Kopieblatt
reproduziert werden und Untergrundmarkierungen verursachen·
Wie aus Fig·2 hervorgeht, wird der Mikrofilmstreifen um ungefähr
den halben Umfang des Filmhalters 110 herumgeführt. Da nur der der Feldlinse 113 naheliegende Teil des Mikrofilms
tatsächlich auf die lichtempfindliche Trommel projiziert wird, muß der Mikrofilm mindestens in diesem Bereich unbedingt
auf den Auflageflachen der Flansche 106 aufliegen· Um
jedoch die richtige Lage zur Feldlinse und einen ausreichen«·
den Kontakt zwischen den Flanschen und dem Mikrofilm für eine stetige Antriebswirkung durch den Filmhalter zu gewährlei«
sten, wird der Filmstreifen vorzugsweise auf einem möglichst große» Bereich an den Flanschen gehalten, der jedoch noch
nicht die durch den Zylinder hinduroh erfolgende Beleuchtung
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behindert. Dieser Zustand iat in Pig.2 dargestellt» Der Umschlingungswinkel
des Mikrofilmstreifens ist letztlich duroh
die Lage der Piihrungsrollen 303 und 304 bestimmt, die ihn fest auf dem Filmhalter halten.
Außer den vorstehend beschriebenen Elementen ist ferner ein Mikrofilmauswerter vorgesehen, der Codierungsmarlcen
auf jedem Mikrofilmbild derart auswertet, daß ein Kopieblatt der Bildübertragungsstelle der Trommel 101 (Pig.1) synchron
mit dem Auftreten des Bildes auf der Trommel zugeführt wird. Diese Code-Zeichen und die Auswertevorrichtung müssen einander
angepaßt sein» Beispielsweise kann am vorderen Teil eines jeden Bildfeldes auf dem Mikrofilm ein Code 114 in
Form eines durchsichtigen Codemustera in der in Fig.3 gezeigten
Art vorgesehen seine Dieses Muster kann mit einer Lampen« und Potozellenanordnung 111, 112 gemäß Pig·2 ausgewertet
werden. Als Codezeichen können beispielsweise mehrere undurchsichtige Punkte und Flächen an der Vorderkante eines
jeden Bildfeldes verwendet werden. Hierzu muß die Auswertevorrichtung zwischen einem Code und einem Bild unterscheiden«
Dies erfolgt durch Auswahl eines Codes, der mit extrem geringer Wahrscheinlichkeit auf einem Bild auftritt. Ein Mikrofilmstreifen
kann mit mehreren Informationsbite versehen sein, die beispielsweise den Anfang des Streifens, das Ende
des Streifens oder einen Code für jedes Bildfeld angeben, um die Zuführung des Kopieblattes zu synchronisieren und weitere
Steuervorgänge auszulösen
Die Auswertevorrichtung besteht aus einer Lampe 111 im Inneren
des durchsichtigen Zylinders und einer Fotozellengruppe 112 an der Bewegungsbahn des Mikrofilms. Wird ein Code zwischen
der Lampe und der Fotozellengruppe vorbeigeführt, so werden bestimmte Fotozellen durch das Muster undurchsichtiger
Flächen im Codebereich angesteuert. Das dadurch erzeugte
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Signal kann dann zur Einleitung der Förderung eines Kopieblatts
zur Bildübertragungsstelle an der Trommel 101 ausgenutzt werden«
Der Betrieb der Projektionseinrichtung für jeden Reproduktionszyklus
besteht aus zwei verschiedenen Phasen, der Aufwickelphase und der Bilderzeugungsphase. In der in Fig.1 gezeigten
Weise wird der Mikrofilm zunächst mit relativ hoher Geschwindigkeit in der gestrichelt dargestellten Pfeilriohtung
von der Speioherspule 307 auf die Aufwickelspule 301
aufgewickelt· Dann wird er in der Bilderzeugungsphase
in der durchgezogen dargestellten Pfeilrichtung von der Aufwickelspule
zur Speicherspule geführt, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die mit der Trommelgeeohwindigkeit synohron
ist. Die Aufwickelspule 301 ist fest in der Kopiermaschine angeordnet und wird auf einer Welle 302 durch einen Motor
Μ0Ϊ-2 im Uhrzeigersinn angetrieben, während die Speicherspule
307, die aus der Kopiermaschine herausgenommen werden kann,
auf der Welle 308 mit dem Motor MOT-3 im Gegenuhrseigersinn
gedreht wird·
Der erste Bedienungsschritt für den Mikrofilmbetrieb besteht darin, daß eine Spule 307 mit Mikrofilm auf die Welle 308
aufgeschoben und dae vordere Ende des Streifens durch die
Öffnung 312 des Gehäuses 306 geführt wird. Das andere Ende
des Films ist an der Spule befestigt. Dann wird ein (nioht dargestellter) Führungsstreifen, der an der Spule 301 befestigt
ist, zwischen der Führungsrolle 303 und dem Mikrofilmhalter
110, um diesen herum und an der Führungsrolle 304 vorbei über die Rolle 305 zur Öffnung 312 geführt. Das freie
Ende des Führungsstreifens wird mit dem vorderen Ende des Filmstreifens verbunden und führt den Filmstreifen dann während
der Aufwickelphase durch die Projektionsvorrichtung,
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Während der Aufwickelphase wird der Wechselstrommotor MOT-2 mit einer ersten, relativ hohen Geschwindigkeit zum
Aufwickeln des Mikrofilms auf die Spule 301 betrieben, während der Gleichstrommotor MOT-3 eine leichte Bremswirkung
auf den Mikrofilm ausübt· Eine Kupplung 105, die den Mikrofilmhalter
110 mit der Achse 103 der Trommel 101 koppelt, iet während der Aufwickelphase ausgekuppelt, so daß der
Mikrofilmhalter 110 frei drehbar ist. Nachdem alle zu reproduzierenden
Bildfelder sich auf der Aufwiokelspule befinden, kann die Bilderzeugungsphase beginnen. Wie bereits ausgeführt, kennzeichnen Codezeichen auf dem Mikrofilmstreifen
den Vorbeilauf des letzten Bildfeldes am Filmhalter, und eine Steuervorrichtung kann die Aufwickelphase dadurch beenden.
Der File wird durch dynamisches Bremsen des Motors MOT-3 und durch Ausnutzung der Trägheit des Motors MOT-2 unter
Beibehaltung seiner Spannung stillgesetzt·
Während der Bilderzeugungsphase ist die Kupplung 105 eingekuppelt,
BO daß sich der Zylinder und die Trommel gemeinsam drehen. Während dieser Zeit treibt der Motor MOT-3 die
Spule 307 mit geringerer Geschwindigkeit als die Spule 301 während der Aufwickelphase gedreht wurde, wobei jedes Filmbild
zur Projektion über den Mikrofilmhalter 110 geführt wird. Die Drehgeschwindigkeit der Spule 307 ist während dieser Phase
derart, daß sich der Mikrofilmstreifen und der durchsichtige Zylinder mit übereinstimmender Geschwindigkeit durch den
mit der Lampe 202 erzeugten Lichtbereich drehen. Der SynohronismuB
zwischen der Bewegung des Films 300 und der Trommel 131 wird dadurch erreicht, daß sich der Film mit derselben
Geschwindigkeit wie der durchsichtige Zylinder und durch die eingekuppelte Kupplung 105 wie die Trommel 101 dreht· Während
der Silderzeugungsphaee wird ein Gleichstrom über den Motor
MOT-2 geführt, der dadurch eine Zugwirkung auf den Mikrofilm ausübt· Diese gleicht die Spannung des Films 300 auf beiden
Seiten des Fllmhalters 110 aus und gewährleistet während der
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Projektion die Synohronbewegung mit dem Zylindero
In dem vorstehend beschriebenen Reproduktionssystem können
Antriebs- und Steuervorriohtungen vorgesehen sein, die nicht
besonders beschrieben wurden, da sie den jeweiligen Betriebsbedürfnissen anzupassen sind und keinen unmittelbaren Zusammenhang
mit der Erfindung haben·
Dem Fachmann sind nach Kenntnis der vorstehenden Beschreibung
zahlreiche weitere Ausführungsformen der Erfindung möglich,
die insgesamt durch deren Grundgedanken erfaflt werden.
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Claims (1)
- Z- -u-PatentansprächeEinrichtung zur Projektion der auf einem Mikrofilm o.ä· enthaltenen Informationen auf eine Bildebene, insbesondere auf die Aufzeichnungsfläche einer Reproduktionsmaechine, dadurch gekennzeichnet, daß zwieohen der Projektione— lichtquelle (201) und der Bildebene (101) ein als durchsichtiger und drehbarer Zylinder ausgebildeter Filmhalter (110) angeordnet ist, der mit einer den Film (300) mit Abstand zur Zylindermantelfläche haltenden Führung (106) versehen und mit einer Drehvorrichtung (105) gekoppelt ist·2» Einriohtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung aus zwei auf dem Zylinder (110) befestigten ringförmigen Flanschen (106) besteht, die den Film (500) mit geringem Abstand zur Oberfläche des Zylinders (110) halten·3· Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flansche (106) jeweils mit einer Auflagefläche (107) versehen sind, auf der eine Kante dee Films (300) aufliegt und deren Abstand zueinander der Filmbreite entspricht, so daß der Film (300) mit einem nur relativ kleinen Teil seiner Oberfläche die Führung (106) berührt,4· Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (110) hohl ist und daß in seinem Hohlraum auf der der Bildebene (101) zugewandten Seite eine FeIdlinse (113) angeordnet ist·5e Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da» durch gekennzeichnet, daß zur Haltung des Films (300) auf dem Filmhalter (110) nahe der Oberfläche des Zylinders109809/1519ORIGINAL INSPECTED2U-, jJ99 - 1 b -(110) zwei Führungsrollen (303, 304) angeordnet sind, die den Film (300) mit der Führung (106) in Berührung halten, und daß Antriebsvorrichtungen (MOT-2, MOT-3) vorgesehen sind, die den Film (300) während der Projektion synchron mit dem Zylinder (110) bewegen,b. Hinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüchefür eine mit einer trommeiförmigen Aufzeichnungsfläche arbeitende Heproduktionsmaschine, dadurch gekennzeichnet, daJ die Drehvorrichtung (105) mit dem Antrieb (103) der .Aufzeichnungsfläche (101) gekoppelt ist,7· Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, da£ die Drehvorrichtung (105) mit der Drehachse (103) der tromraeiferdigen Aufzeichnungsfläche (101) direkt gekoppelt ist·8« Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehvorrichtung (105) eine durch eine Steuervorrichtung wlihrend der Projektion eingekuppelte Kupplung ist, die die Drehachse des Zylinders (."1O) mit der Drehachse 1103) der trommeiförmigen Aufzeichnungsfläche (101) zur synchronen Drehung koppelt, daß die Projektionslichtquelle (201) auf der der Belichtungsstelle (102) der Aufzeichnungsfläche (101) abgewandten Seite der Drehachse (103) angeordnet ist und daß Heflektoren 208, 209) vorgesehen sind, die das durch den Zylinder (110) fallende Projektionslicht zur Belichtungsstelle (102) reflektieren.Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Reflektoren (208, 209) schwenkbar angeordnet ist, so daß er entweder die Reflexion eines auf dem Film (300) enthaltenen Bildes oder die Reflexion des Bildes eines Originalschriftstiicks (401) auf die Auf zeichnung s-109809/15192Ü4Ü399fläche (101) ermöglicht<1 09809/ Ί 51 9.
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| Date | Code | Title | Description |
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| OHW | Rejection |