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DE2040087B - Verfahren zur Verbesserung der Farbe und des Geruchs von Tallölharz-Säuren - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Farbe und des Geruchs von Tallölharz-Säuren

Info

Publication number
DE2040087B
DE2040087B DE2040087B DE 2040087 B DE2040087 B DE 2040087B DE 2040087 B DE2040087 B DE 2040087B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tall oil
resin
color
distillate
odor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gerald Stinson Apalachicola Fla. Watkins jun. (V.StA.). C09k 1-06
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SCM Corp
Original Assignee
SCM Corp

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Description

und gesättigte Fettsäuren, die eine höhere Flüchtigkeit als das Tallölharz (das hauptsächlich aus Abietin- und Pimarsäure besteht) besitzen, als Kopf-Produkte gesammelt werden. Die Tallölharz-Destillatfraktion wird als Zwischenschnitt abgenommen. Die Pechfraktion besteht im wesentlichen aus nicht destillierbaren Verbindungen mit einer erheblich niedrigeren Flüchtigkeit als das Tallölharz und bleibt als Rückstand zurück.
Es ist wichtig, daß die Tallölharz-Destillatfraktion im wesentlichen nicht mehr als etwa 10 Gewichtsprozent Tallöl-Fettsäuren enthält. Wenn der Anteil der Fettsäuren über etwa 10% ansteigt, dann wandelt die Wärmebehandlung einen erheblichen Teil dieser Fettsäuren in nicht destillierbare Verbindungen um, welche eine erheblich niedrigere Flüchtigkeit als das Tallölharz haben, wodurch Produktverluste entstehen. Wenn die Pechfraktion während der Wärmebehandlung anwesend ist, wie es bei der Wärmebehandlung von rohem Tallöl der Fall ist, dann ist die Entfernung der Färbung und des Geruchs im Endprodukt geringer als wenn eine Tallölharz-Destillatfraktion, aus der die Pechfraktion entfernt worden ist, wärmebehandeit wird.
Der Zweck der Erhitzungsstufe besteht darin, die Färb- und Geruchskörper in dem Harzdestillat in eine Form zu bringen, die ohne weiteres von der Tallölharz-Destillatfraktion abgetrennt werden kann. Die Geruchskörper sind unbekannt, weisen jedoch einen ausgeprägten Geruch nach Mercaptane!! und anderen Schwefelverbindungen auf. Die Farbkörper sind hinsichtlich ihrer Zusammensetzung noch nicht untersucht worden, sie tragen aber definiert zu einem dunklen schwärzlichen Aussehen des rchen Tallöls und der Harzfraktion bei.
Beim Erhitzen werden die Färb- und Geruchskörper in schwere Enden umgewandelt, welche eine erheblich niedrigere Flüchtigkeit besitzen als die Tallölharz-Destillatfraktion. Unter der Bezeichnung »erheblich niedrigere Flüchtigkeit« soll verstanden 4<> werden, daß der Dampfdruck der schweren Enden bei gleicher Temperatur erheblich niedriger ist als derjenige des Tallölharzes. So kommen z. B. die schweren Enden nicht als erheblicher Teil der Kopffraktion vor, wenn die Temperatur während der Abtrennungsstufe, d. h. während der Destillation bei einem Druck von 10 mm Hg auf etwa 35O0C erhöht wird. Dagegen erscheint das Tallölharz als Kopffraktion bei einem Druck von 1 bis 10 mm Hg bei einer Temperatur von 200 bis 2800C.
Das Erhitzen des Harzdcstillats wird genügend lang und bei einer genügend hohen Temperatur vorgenommen, daß ein erheblicher Teil der Färb- und Geruchskörper in schwere Enden überführt wird. Hierbei sind die Zeit- und Temperatur-Parameter beim Erhitzen im wesentlichen einander umgekehrt proportional. Wenn beispielsweise die Harzsäuren-Fraktion auf eine Temperatur von 2000C erhitzt wird, dann kann ein Zeitraum von 20 Stunden erforderlich sein, während beim Erhitzen auf eine Tempe- «o ratur von etwa 300° C ein Zeitraum von 1 bis 3 Stunden benötigt wird. Das Wesen des Erhitzungszyklus liegt darin, eine genügende Menge der Farb- und Geruchskörper in schwere Enden zu überführen, so daß nur eine geringe Menge dieser Körper mit in die Harzsäuren-Fraktion überführt wird. Daher besitzt nach der Abtrennung das Harz nur eine sehr geringe Färbung und einen sehr geringen Geruch. Die bevorzugten Bedingungen für den Erhitzungszyklus sind etwa 240 bis 2800C und etwa 2 bis 8 Stunden.
Beim Erhitzen des Tallölharz-Destillats, wie es in der zweiten Stufe beschrieben wird, wird es bevorzugt, den Ansatz in einer im wesentlichen inerten Umgebung zu halten. Unter einer »im wesentlichen inerten Umgebung« so)) verstanden werden, daß die umgebende Atmosphäre im wesentlichen von Sauerstoff und anderen reaktiven Gasen frei ist. Bekanntlich hat Sauerstoff die Neigung, mit dem Tallölharz-Destillat sich umzusetzen, wobei Produkte erhalten werden, welche dem Harz eine dunklere Färbung verleihen. Auch andere Verbindungen oder Verunreinigungen können mit dem Tallölharz sich umsetzen, wodurch schlechtere Produkte erhalten werden. Zur Vermeidung dieser Probleme ist es daher wesentlich besser, das System mit Stickstoffgas zu spülen oder über der TallölharzOestillatfraktion eine Stickstoffdecke zu halten.
Nach der Wärmebehandlungsstufe wird das Tallölharz von den umgewandelten Färb- und Geruchskörpern, d. h. den schweren Enden abgetrennt. Dies geschieht vorzugsweise durch Destillation bei einer Temperatur von etwa 200 bis 28O0C und bei einem Druck von 1 bis 10 mm Hg. Als Destillat wird ein Tallölharz mit verminderter Färbung und mit vermindertem Geruch gewonnen. Die schweren Enden umfassen die umgewandelten Färb- und Geruchskorper und werden als Bodenprodukte oder Rückstand abgetrennt. Im wesentlichen enthalten die Bodenprodukte etwa 15 bis 12 Gewichtsprozent der Charge (Harzdestillat).
Die erfindungsgemäß behandelten Tallölharz-Säuren sind beispielsweise als Schlicht- bzw. Appreturmittel für die Papierherstellung geeignet.
Die Erfindung wird in den Beispielen erläutert. Beim Fehlen gegenteiliger Angaben sind alle Teile
Gewichtsteile. _ . . . .
Beispiel 1
Rohes Tallöl wurde getrocknet und vakuumdestilliert, wobei Harz-, Tallöl-Fettsäuren- und Pech-Fraktionen abgetrennt wurden. Die Tallölharz-Destillatfraktion enthielt etwa 6% Fettsäuren und im wesentlichen kein Pech. Sie wurde hinsichtlich ihres Geruchs, ihrer Farbe und ihrer Säurezahl untersucht. Die Tallölharz-Destillatfraktion wurde 18 Stunden unter langsamem Rühren auf 215°C erhitzt. Über dem Reaktionsgefäß wurde eine Stickstoffgasdecke aufrechterhalten. Nach Beendigung der Wärmebehandlung wurde das Harzdestillat im Vakuum destilliert. Das das Harz enthaltende Destillat wurde bewertet. Dabei wurden folgende Ergebnisse erhalten:
G-H-Färbung Geruch Säurezahl Rückstand
Tallölharz-Destillat (TÖHD)
Erh. Tallölharz (18 Stunden bei 2150C)
8 bis 9
5
sehr stark
gering
174,7
181,0
5,4%
In diesem und den folgenden Beispielen werden folgende Abkürzungen verwendet:
1. TÖHD bedeutet eine erhitzte T«*llölharz-Destillatfraktion, die bei der Destillation von rohem Tallöl erhalten wird.
2. Erh. Tallölharz bedeutet die wärmebehandelte Tallölharz-Destillatfraktion, die nachfolgend destilliert wurde und woraus die schweren Enden entfernt wurden.
3. Die G-H-Farbe bezieht Fich auf die Gardner Hellige 1933 Standard Color Scale.
4. Der Rückstand bedeutet den Rückstand nach der Abtrennung des Tallölharzes von den schweren Enden und wird als Gewichtsprozent des zugegebenen TÖHD angegeben.
Beispiel 2
Die Arbeitsweise des Beispiels 1 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß bei etwas verschiedenen ίο Bedingungen der Wärmebehandlung gearbeitet wurde.
G-H-Färbung Geruch Säurezahl Rückstand
TÖHD 8 bis 9
3
sehr stark
keiner
174,7
170,8
Erh. Tallölharz (20 Stunden bei 2500C) 12,2 »/ο
Beispiel
Die Arbeitsweise des Beispiels 1 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß bei etwas verschiedenen Bedingungen der Wärmebehandlung gearbeitet wurde.
G-H-Färbung Geruch Säurezahl Rückstand
TÖHD 8 bis 9
4
sehr stark
sehr gering
174,7
177,5
Erh. Tallölharz (1 Stunde bei 2800C) 6,4%
Beispiel
Die Arbeitsweise des Beispiels 1 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß bei etwas verschiedenen Bedingungen der Wärmebehandlung gearbeitet wurde.
G-H-Färbung Geruch Säurezahl Rückstand
TÖHD 8 bis 9
3 bis 4
sehr stark
keiner
174,3
174,5
Erh. Tallölharz (3 Stunden bei 2800C) 8,5%
Beispiel 5
Rohes Tallöl wurde 2 Stunden bei 280° C wärmebehandelt und destilliert, um die Harz- und Tallöl-Fettsäuren-Fraktion von dem Pech und den schweren Enden zu entfernen. Hierauf wurde das Tallölharz erhalten, indem die Tallölharz-Tallöl-Fettsäuren-Fraktion destilliert wurde. Ein ähnlicher Teil des rohen Tallöls wurde zunächst destilliert, wobei die Tallölharz-Säurenfraktion entfernt wurde. Diese TaIlölharz-Destillatfraktion, die 7% Tallöl-Fettsäuren enthielt, wurde 2 Stunden auf 28O0C erhitzt und destilliert
Nachstehend soll Erh. rohes Tallöl ein wärmebehandeltes rohes Tallöl bedeuten, welches destilliert worden ist und aus dem die Tallölharz-Fraktion entfernt ist.
G-H-Färbung Geruch
Säurezahl
Rückstand
Als Charge verwendetes rohes Tallöl
Erh. rohes Tallöl (2 Stunden bei 2800C)
Erh. Tallölharz-Destillat (2 Stunden auf 2800C)
17 bis
sehr stark
streng/mäßig
keiner
166,2
177,4
177,4
20,4%
6,58 %
Die obige Tabelle zeigt daher die Wichtigkeit der Geruch und einer Färbung von 4 erhalten. Dazu
Abtrennung des Tallölharzes von dem Pech und der 65 im Vergleich steht ein Harzprodukt, welches einen
Tallöl-Fettsäuren von dem rohen Tallöl. Bei der starken bis mäßigen Geruch und eine Färbung von 7
Abtrennung und der Behandlung, wie sie gemäß hat, welches beim Erhitzen von rohem Tallöl erhal-
der Erfindung erfolgt, wurde ein Produkt mit keinem ten wird.
7
Beispiel 6
Rohes Tallöl wurde gemäß Beispiel 1 aufgetrennt. Die destillierte Tallölharz-Fraktion wurde in Gegenwart von 0,03 Gewichtsprozent Jod, bezogen auf die Charge, erhitzt.
TÖHD
Erh. Tallölharz mit
0,03% Jod2
(2Std. auf 235°C) .
G-H-
Färbung
8 bis 9
Geruch
sehr
stark
geringer/
keiner
Rückstand
4,2%
Beispiel 7
Von rohem Tallöl wurden gleiche Proben 1, 2 und 3 genommen. Die Probe 1 wurde in einen Kolben gebracht und unter Stickstoff 6 Stunden auf eine Temperatur von 2600C erhitzt. Am Ende des 6stündigen Zeitraums wurde das wärmebehandelte rohe Tallöl in eine Strippereinheit übergeführt, welche bei 10 mm Hg und einer Temperatur von 300° C betrieben wurde, um das Tallölharz-Tallöl-Fettsäuren-Produkt von dem als Rückstand zurückbleibenden Pech abzutrennen. Es wurde ein Rückstand von 22,5 Gewichtsprozent des ursprünglich als Charge verwendeten rohen Tallöls erhalten. Die Destillatfraktion wurde sodann in eine Fraktionierkolonne zur Auftrennung in einen Tallöl-Fettsäuren-Kopfschnitt und einen Tallölharz-Destillatschnitt mit weniger als 10% Fettsäuren überführt. Das Tallölharz-Destillat hatte eine Färbung nach Gardner von 3 und zeigte einen mäßigen Geruch, der ohne weiteres wahrnehmbar war.
Die Proben 2 und 3 wurden vermischt und in eine Strippereinheit übergeführt, welche bei den gleichen Bedingungen betrieben wurde wie die obige. Es wurde ein vollständig destilliertes Tallöl (d. h. eine Tallölharz- und eine Tallöl-Fettsäurenfraktion) und ein Pechrückstand erhalten. Der Pechrückstand machte 15 Gewichtsprozent des zugegebenen rohen Tallöls aus. Das ganze destillierte Tallöl wurde sodann in zwei gleiche Teile, Proben 4 und 5, aufgeteilt. Die Probe 4 wurde in ein Gefäß überführt und unter Stickstoff bei einer Temperatur von 2600C 6 Stunden wärmebehandelt. Das wärmebehandelte Produkt wurde sodann in eine Fraktionierkolonne zur Abtrennung der während der Wärmebehandlung gebildeten sch'veren Enden von den Tallöl-Fettsäuren und dem Tallölharz überführt. Die als Rückstand anfallenden schweren Enden betrugen 8,4 Gewichtsprozent des zugeführten rohen Tallöls. Das Destillat wurde sodann in einer Destillationskolonne fraktioniertdestilliert. Diese wurde bei den gleichen Temperaturen betrieben, wie die Kolonne, die bei dem vorstehenden Vorgehen zum Erhalt des Tallölharz-Destillatprodukts verwendet wurde. Das erhaltene Tallölharz- produkt besaß einen mäßigen Geruch, der ohne weiteres wahrnehmbar war und hatte eine Färbung nach G a r d η e r von 3. Es ergaben sich Verluste von 23,4 Gewichtsprozent des als Ausgangsprodukt verwendeten rohen Tallöls.
Die Probe 5 wurde in eine Fraktionierkolonne überführt, die bei den gleichen Bedingungen wie die fraktionierte Destillationskolonne bei den vorstehenden Verfahrensmaßnahmen betrieben wurde.
Nach der Destillation wurde eine Tallölharz-Destillatfraktion erhalten. Das Harzdestillat enthielt 4 Gewichtsprozent Tallöl-Fettsäuren. Die Pechfraktion war daraus durch vorhergehende Destillation entfernt worden. Die Harzdestillat-Fraktion wurde in ein Gefäß überführt und unter Stickstoff 6 Stunden bei einer Temperatur von 26O0C wärmebehandelt, wie es bei den anderen Wärmebehandlungen geschehen war. Das wärmebehandelte Produkt wurde sodann
ίο in eine bei den gleichen Bedingungen wie oben betriebene Strippereinheit überführt, um die während des Wärmebehandlungsverfahrens gebildeten schweren Enden von dem Tallölharz zu entfernen. Es wurde ein leicht gefärbtes Tallölharz mit einer Farbe nach Gardner von 3, welches im wesentlichen geruchsfrei war. erhalten. Der Rückstand betrug 2 Gewichtsprozent des ursprünglich eingesetzten rohen Tallöls. Es traten Verluste von 17 Gewichtsprozent des als Ausgangsprodukt verwendeten rohen Tallöls in Form von Rückständen auf.
Vergleichsbeispiel
Es wurde von drei Proben mit gleicher Größe, die als Probe 1, Probe 2 und Probe 3 bezeichnet
2$ wurden, ausgegangen.
Die Probe 1 wurde zunächst unter Stickstoff 6 Stunden auf eine Temperatur von 260° C erhitzt. Dieses wärmebehandelte rohe Tallöl wurde sodann in eine Pechentfernungseinheit, um die flüchtigen Materialien von dem Pechrückstand abzutrennen, geleitet. Der Pechrückstand machte 22,5% des ursprünglichen rohen Tallöls aus. Das erhaltene Destillat wurde sodann in eine Destillationskolonne überführt, um eine Auftrennung in einen Kopf schnitt aus Fettsäuren, einen Schnitt aus destilliertem Tallöl und einen Schnitt aus Harzsäuren vorzunehmen. Das Tallölharzprodukt hatte eine Gardner-Farbe von 3 und zeigte einen mäßigen Geruch, der ohne weiteres wahrnehmbar war.
Die Proben 2 und 3 wurden vermischt und in einen Pechentferner eingegeben, der bei der gleichen Temperatur und beim gleichen Druck wie oben betrieben wurde. Auf diese Weise wurde ein Destillat aus dem gesamten destillierten Tallöl und eine Pechfraktion erhalten. Der Pechrückstand betrug 15 Gewichtsprozent des eingesetzten rohen Tallöls. Das gesamte destillierte Tallöl wurde sodann in zwei gleiche Teile, nämlich Probe 4 und Probe 5, aufgeteilt.
Die Probe 4 wurde unter Stickstoff 6 Stunden auf eine Temperatur von 260° C erhitzt, sodann in einen Stripper eingebracht, wodurch eine Fraktion aus Fettsäuren, Harz und destilliertem Tallöl (DTO-Fraktion) als Destillat und ein Pechrückstand als Destillationsrückstand erhalten wurden. Der Pechrückstand machte 8,4% des eingebrachten rohen Tallöls aus. Das Destillat wurde sodann in eine fraktionierte Destillationskolonne überführt, welche bei der gleichen Temperatur wie die fraktionierte Destillationskolonne mit der Probe 1 betrieben wurde.
Dieses TaUölharz-Produkt besaß einen mäßigen Geruch, der ohne weiteres wahrnehmbar war. Die Gardner-Färbung betrug 3. Die Probe 5 wurde in die gleiche fraktionierte
Destillationskolonne gegeben und bei der gleichen Temperatur wie Probe 4 destilliert. Auf diese Weise wurde eine Fettsäure, ein destilliertes Tallöl und ein Harzschnitt erhalten. Dieser Harzschnitt enthielt 4%
209552/502
Fettsäuren und wurde unter Stickstoff bei einer Temperatur von 260° C 6 Stunden wie die Proben 1 und 4 erhitzt. Das wärmebehandelte Harz wurde in einen Pechentferner eingebracht, der bei der gleichen Temperatur wie oben betrieben wurde. Auf diese Weise wurde ein hellgefärbtes Harz mit einer Gardner-Zahl von 3 gewonnen, das im wesentlichen geruchsfrei war. Dieser Rückstand machte 2 Gewichtsprozent des anfänglichen rohen Tallöls aus.
Die obigen Werte zeigen:
1. Rohes Tallöl ergibt, wenn es 6 Stunden unter Stickstoff auf eine Temperatur von 260° C erhitzt wird, einen Produktverlust von 22,5 Gewichtsprozent des rohen Tallöls und ein Harzprodukt, das einen mäßigen Geruch besitzt.
2. Ein insgesamt destilliertes Tallöl ergibt, wenn es unter Stickstoff 6 Stunden bei 260° C erhitzt wird, einen Produktverlust von 23,4% des ursprünglich eingebrachten rohen Tallöls und ein Harzprodukt, das einen mäßigen Geruch zeigt.
3. Eine Harzsäurefraktion, die aus einem gesamtdestillierten Tallöl mit 4% Fettsäuren erhalten worden ist, die fraktioniert destilliert worden ist, ergibt bei der östündigen Wärmebehandlung unter Stickstoff einen Produktverlust von 17 Gewichtsprozent des ursprünglich rohen Tallöls und ein Harzprodukt, das im wesentlichen keinen Geruch hat.
Die obigen Beispiele zeigen folgendes: 1. Rohes Tallöl ergibt bei der 6stündigen Wärmebehandlung unter Stickstoff bei einer Temperatur von 2600C einen Verlust in Form von Rückständen von 22,5 Gewichtsprozent des rohen Tallöls und liefert ein Tallölharz-Produkt, welches einen mäßigen Geruch zeigt. 2. Ein ganz destilliertes Tallöl, welches einen wesentlichen Teil von Tallöl-Fettsäuren enthält, ergibt beim 6stündigen Wärmebehandeln unter Stickstoff bei 2600C einen Verlust als Rückstand von 23,4 Gewichtsprozent des ursprünglich als Ausgangsmaterial eingesetzten rohen Tallöls und liefert ein Harzprodukt, das einen mäßigen Geruch zeigt. 3. Eine Tallölharz-Destillatfraktion, die durch fraktionierte Destillation
ίο eines ganz destillierten Tallöls mit 4% Fettsäuren erhalten worden war, ergibt bei einem 6stündigen Wärmebehandeln unter Stickstoff bei 26O0C einen Verlust als Rückstand von 17 Gewichtsprozent des als Ausgangsmateriul zugeführten rohen Tallöls und liefert ein Tallölharz-Produkt mit im wesentlichen keinem Geruch.
Aus den vorstehenden Ausführungen wird ersichtlich, daß die lange Wärmebehandlungsstufe, vorzugsweise zwischen 2 bis 8 Stunden, wie sie gemäß der Erfindung erfolgt, grundlegend das Erhitzen einer Tallölharz-Destillatfraktion zur mindestens erheblichen Entfernung einer Fraktion, die ein Tallölpech ergibt (einen undestillierbaren Rückstand) und zur Entfernung von erheblichen Mengen der Tallöl-Fettsäurefraktion (im wesentlichen nicht mehr als 10 Gewichtsprozent der Destillatfraktion). Es ist auch verständlich, daß die Anwesenheit geringer Mengen von herkömmlichen Gummiharzen und von Behandlungsmitteln für rohes Tallöl, wie Jod, Boroxiden, Phosphorverbindungen bei der Wärmebehandlung der Tallölharz-Destillatfraktion (unter der Voraussetzung, daß sie die Erzielung von guten Färb- und Geruchsergebnissen im wesentlichen nicht stören) zulässig sind, obgleich sie zum Erhalt eines Tallölharzes mit sehr guter Farbe und einem sehr geringen Geruch nicht notwendig sind.

Claims (1)

1 2
Patentanspruch· Produkt behandelt werden, um es für die Papierherstellung geeignet zu machen.
Verfahren zur Verbesserung der Farbe und des Diese Druckschriften beschreiben aber lediglich
Geruchs von Tallölharz-Säuren, welche nicht mehr die Behandlung von Gemischen, welche Tallölharz
als 10 Gewichtsprozent Fettsäuren, bezogen auf 5 enthalten, in denen aber nicht die Harzkomponente
die Harzsäuren, enthalten, d ad urchge kenn- allein vorliegt. Die Behandlung von Tallölharz-
zeichnet, daß man die Harzsäuren 1 bis Säuren, welche nicht mehr als 10% Fettsäuren ent-
20 Stunden bei einer Temperatur von 200 bis halten, wird aber dort nicht beschrieben oder nahe-
etwa 300° C in inerter Atmosphäre wärmebehandelt gelegt.
und anschließend die Harzsäuren von den wäh- io Weitere Verfahren werden in der schwedischen
rend der Erwärmung gebildeten schweren End- Patentschrift 92 743 und im Chemischen Zentralblatt
produkten durch Destillation abtrennt. 1961, S. 1.053, beschrieben. Diese Verfahren ent-
sprechen jedoch hinsichtlich ihrer Verfahrensführung
den obengenannten Verfahren.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesse- 15 Bei dem Verfahren der schwedischen Patentschrift rung der Farbe und des Geruchs von Tallölharz- 82 372 wird zunächst durch Zentnfugierung ein Harz-Säuren, welche nicht mehr als 10 Gewichtsprozent rückstand abgetrennt, worauf der Rückstand mit Fettsäuren, bezogen auf die Harzsäuren, enthalten. einem Lösungsmittel extrahiert wird. Bei dem Ver-Bekanntlich ist Tallölharz der Hauptbestandteil fahren gemäß der deutschen Patentschrift 1 011 550 von rohem Tallöl, welches als Nebenprodukt beim 20 werden bestimmte Säuren zugesetzt, um einen Teil Sulfatverfahren bei der Papierherstellung anfällt. des rohen Öls zur Ausfällung zu bringen.
Andere Bestandteile des rohen Tallöls sind Pech, Diese Verfahren sind aber hinsichtlich der Ver-Tallöl-Fettsäuren, Stearine u. dgl. Rohes Tallöl be- besserung der Farbe und des Geruchs nicht in jeder sitzt eine dunkle Färbung und einen extremen Geruch. Hinsicht zufriedenstellend.
welcher größtenteils auf die Anwesenheit von Schwe- 25 Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
felverbindungen, wie Mercaptanen, zurückzuführen ein Tallölharz mit erheblich verminderter Farbe und
ist. Die Färbung ist hauptsächlich auf die Gegenwart mit erheblich vermindertem Geruch aus einem Tallöl-
von Pech zurückzuführen. Bei den bekannten Ver- harz-Destillat mit Geruch- und Farbkörpern bei
fahren zur Reinigung von rohem Tallöl zu Tallöl- minimalen Produktverlusten in Form von nicht
harzen wurde der durch die Färb- und Geruchskörper 30 destillierbarsn Rückständen zu erhalten,
bedingte Geruch und die Farbe in das fertige Tallöl- Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch
harz-Produkt überführt. gelöst, daß man die Destillatfraktion genügend lang
Eines der grundlegenden Verfahren zur Reinigung auf eine genügend hohe Temperatur erhitzt, um
von rohem Tallöl zur Bildung eines gereinigten Tallöl- mindestens einen erheblichen Teil der Färb- und
harzes mit verminderter Färbung und vermindertem 35 Geruchskörper in schwere Enden mit einer niedrigeren
Geruch bestand darin, daß man das rohe Tallöl Flüchtigkeit als die Destillatfraktion erhitzt und daß
etwa 1 bis 15 Stunden auf eine Temperatur zwischen man die Destillatfraktion von den schweren Enden
etwa 225 bis 300° C erhitzt hat, worauf man das abtrennt, wodurch ein Tallölharz mit verminderter
wärmebehandelte Produkt destilliert und das Tallöl- Farbe und mit vermindertem Geruch erhalten wird,
harz abgetrennt hat. Ein weiteres Verfahren bestand 40 Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungs-
darin, ein Tallöldestillat, das Harz und Fettsäure gemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
enthielt und das aus rohem Tallöl erhalten worden daß die Abtrennung der Destillatfraktion von den
war, einer Wärmebehandlung zu unterwerfen, indem schweren Enden durch Destillation erfolgt,
lediglich die flüchtigen Bestandteile, d. h. das Tallöl- Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des
harz und die Tallöl-Fettsäuren von der Pechfraktion 45 erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekenn-
abdestilliert wurden. Nach der Wärmebehandlung zeichnet, daß man das Erhitzen der Destillatfraktion
des Destillats und nach der Destillation wurde ein in einer im wesentlichen inerten Umgebung durch-
Taüölharz mit einer verringerten Färbung und einem führt.
verringerten Geruch erhalten. Bei diesem Vorgehen Schließlich ist eine weitere Ausführungsform des
treten jedoch erhebliche Verluste in Form von Rück- 50 erfindungsgemäßen Verfahrens dadurch gekennzeich-
ständen auf. was auf die Polymerisation und die net, daß man die Destillatfraktion etwa 2 bis 8 Stunden
Endcarboxylierung der wärmeempfindlichen Tallöl- auf eine Temperatur zwischen etwa 42 und 82° C
Fettsäuren zurückzuführen ist. Wegen dieser Produkt- erhitzt.
Verluste steigen die Kosten für die Herstellung von Dieses Verfahren schließt z. B. folgende Vorteile
gereinigtem Tallölharz an. 55 ein: Es stellt eine einfache und billige Methode zur
In der USA.-Patentschrift 3 377 333 wird die Herstellung von Tallölharz mit verminderter Färbung
Behandlung eines destillierten Tallöls beschrieben, und vermindertem Geruch dar, wobei die durch
wobei die Destillation in Gegenwart von Phenol- die Bildung von nicht destillierbaren Verbindungen
sulfid durchgeführt wird. Gegenstand der USA.- (schweren Enden) bedingten Verluste während der
Patentschrift 3 396182 ist ein Verfahren zur Ver- 60 Wärmebehandlung der Destillatfraktion verringert
minderung des Geruchs und der Färbung bei Tallöl- sind.
Fettsäuren. In der V^A.-Patentschrift 2143 344 wird Unter der Bezeichnung »Tallölharz-Destillatfrakein Verfahren zur Destillation von Flüssigkeiten in tion« soil eine Tallölharz-Destillationsfraktion verallgemeiner Weise beschrieben. Die Destillation von standen werden, die durch Destillation von rohem Harz-Fettsäuren wird darin jedoch nur am Rande 65 Tallöl erhalten wird. Diese Stufe wird vorzugsweise erwähnt. In der USA.-Patentschrift 2 143 345 wird in der Weise durchgeführt, daß rohes Tallöl fraktioein Verfahren zur Reinigung von Tallöl beschrieben, niert-destilliert wird, wodurch die Tallöl-Fettsäuren, bei welchem die rohen Harzseifen und das Fettsäure- z. B. Linol-, öl-, Palmitin-Säure, die Hydroxysäuren

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