DE193878C - - Google Patents
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- DE193878C DE193878C DENDAT193878D DE193878DA DE193878C DE 193878 C DE193878 C DE 193878C DE NDAT193878 D DENDAT193878 D DE NDAT193878D DE 193878D A DE193878D A DE 193878DA DE 193878 C DE193878 C DE 193878C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B28/00—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
- C04B28/02—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80 h. GRUPPE
• . . CHRISTOPH THÜMMEL in HOF i. Bayern.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1905 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von Dach- und Wandbekleidungsplatten, welche
als Ersatz für die häufig wenig haltbare Naturschieferdeckung dienen sollen. Diese Platten
werden erzeugt aus Glimmer und Asbest unter Benutzung von Zement als Bindemittel.
Gegenüber ähnlichen Erzeugnissen aus Asbest und Zement, wie solche u. a. durch die Patentschrift
143480 bekannt geworden sind, baut sich die vorliegende Erfindung auf der Beobachtung
auf, daß Glimmer, wenn er mit Zement geholländert wird, mit diesem eine einheitliche Mischung bildet, und daß er auf
eine solche Masse seine hohe Elastizität, Festigkeit und Zähigkeit überträgt, und ferner, daß
der kristallinische Glimmer in den bekannten, auf dem Holländer aufbereiteten Massen unter
Steigerung ihrer technischen Vorzüge den größten Teil des faserigen Asbests ersetzen kann,
so daß von der bisher benötigten Asbestmenge nur noch etwa ein Viertel erforderlich ist. Hierbei
ist es als Vorzug der Glimmermischung zu betrachten, daß das Holländern unter Verwendung
einer erheblich geringeren Wassermenge erfolgen kann als dies bei Benutzung von Asbest
allein möglich ist, wodurch erheblich weniger Abwasserverlust eintritt. Neben diesen technischen
Vorzügen stellt das Erzeugnis auch in wirtschaftlicher Beziehung gegenüber älteren,
gleichen Zwecken dienenden Erzeugnissen einen außerordentlich hoch zu veranschlagenden Fortschritt
dar, denn der Glimmer ist im Inlande in großen Mengen vorhanden und für einen niedrigen Preis zu beschaffen, während der
Asbest vom Auslande bezogen werden muß und wegen seines hohen Preises die Herstellung
der Platten erheblich verteuert und ihren Wettbewerb erschwert.
Die technischen Vorteile der Erzeugnisse werden also dadurch erreicht, daß es beim HoIlländern
des Zements mit dem Glimmer gelingt, eine' außerordentlich innige Mischung zu erreichen.
Trotzdem nun in der Masse der größte Teil des faserigen Asbests durch kristallinischen
Glimmer ersetzt ist, erlangen die Platten eine erheblich höhere Elastizität, Zähigkeit und
Festigkeit als die bisher bekannten ähnlichen Erzeugnisse. Diese letzteren Vorzüge der Plätten
beruhen darauf, daß der Glimmer die Eigentümlichkeit hat, die ihm in hervorragendem
Maße innewohnende Elastizität, Zähigkeit und! Festigkeit in nicht vorauszusehender Weise
und in fast unverändertem Maße auf die mit Zement als Bindemittel hergestellten Platten
zu übertragen, trotzdem beim Holländern der Glimmer seine plättchen artige Struktur völlig
zu verlieren scheint. Als Endergebnis des Holländerns erhält man nämlich eine völlig
plastische, schleimige Masse von durchaus einheitlicher gleichartiger Beschaffenheit, in
welcher die einzelnen Bestandteile so innig miteinander vereint sind, daß sie einzeln nicht
mehr erkennbar sind, und sich nicht mehr entmischen oder voneinander trennen lassen.
Dennoch erteilt bei der Verarbeitung auf der Pappenmaschine der in der geholländerten
Masse enthaltene Glimmer der Platte die ihm eigentümliche plättchenartige Struktur, so daß
die fertige Platte in dem Maße wie sie die Struktur des Glimmers zeigt, nun die dem Glimmer
eigentümlichen Vorzüge der Elastizität, Zähigkeit und Festigkeit besitzt. Hierdurch wird er
reicht, daß die Platten bei Hagelschlag dem Zerspringen erheblich besser widerstehen als
natürliche Schieferbedeckung oder andere bisher bekannte Kunststeine.
Endlich bietet die Verwendung von Glimmer
ίο aber noch den Vorteil, daß das nachteilige
Schwitzen und Ausschlagen, was bei den aus Zement und Asbest hergestellten Platten beobachtet
wird, nicht mehr eintritt.
Die Herstellung der Platten geschieht in der Weise, daß der Zement mit Asbest und einer
hinreichend großen Menge von Glimmer versetzt und unter Zusatz von Wasser so lange
geholländert wird, bis eine vollständig gleichartige, homogene, breiartige Masse entsteht.
Diese schleimige, in allen Teilen gleichartige Masse last sich auf der Pappenmaschine gut
aufwickeln und ist infolge der gleichmäßigen Verteilung des Zements von diesem Bindemittel
in allen Schichten gleichmäßig durchdrungen. Das Aufwickeln der Platten auf der Pappenmaschine geschieht in der bekannten
Weise, daß die geholländerte, breiartige Masse auf der Aufnahmewalze in dünnen Lagen übereinander
gelegt wird, bis die erforderliche Dichte erreicht ist. Hierbei begünstigt die plättchenartige
Struktur des Glimmers die Entstehung
einer gleichmäßig geschichteten Struktur der Platte, wodurch dieser die dem Glimmer eigentümliche
Elastizität, Zähigkeit, und Festigkeit in hohem Maße zu Teil wird. Die auf der Pappenmaschine aufgewickelten Scheiben werden
durch Aufschneiden und Abheben in bekannter Weise entfernt, die Platten auf Maß geschnitten und darauf zwischen Metallblättern
einem hohen Druck ausgesetzt. Das Abbinden des Zements erfolgt unter Erwärmung erst nach
dem Pressen, so daß die aus der Presse genommenen Platten noch beliebig gebogen werden können.
Hierbei sei erwähnt, daß die Herstellung von Isoliermaterialien, insbesondere für elektrotechnische
Zwecke, aus Asbest, Glimmer und einem Bindemittel bekannt ist, doch findet dabei weder ein Holländern noch ein Verarbeiten
der Masse auf der Pappenmaschine statt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: ~ ·Verfahren zur Herstellung von Dach- und Wandbekleidungsplatten aus geholländertem Asbest und Zement auf Pappenmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Elastizität der Platten der Asbest zum größten Teil durch Glimmer ersetzt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE193878C true DE193878C (de) |
Family
ID=457073
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT193878D Active DE193878C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE193878C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1012557B (de) * | 1952-05-26 | 1957-07-18 | Himanit Ag | Verfahren zur Herstellung breiiger Masse aus Zement und Wasser |
| DE2463044C2 (de) * | 1974-12-30 | 1983-03-10 | Cape Boards and Panels Ltd., Uxbridge, Middlesex | Feuerbeständige Bauplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung |
-
0
- DE DENDAT193878D patent/DE193878C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE2463044C2 (de) * | 1974-12-30 | 1983-03-10 | Cape Boards and Panels Ltd., Uxbridge, Middlesex | Feuerbeständige Bauplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung |
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